Jetpiloten-Ausbildung – Bundeswehrfilm der 1970er Jahre (Video)

von admin ~ 17. Februar 2013

Militärische Strahlenflugzeuge Starfighter, Phantom und Fiat der Luftwaffe der Bundewehr in den 1970er Jahren, ein Ausbildungsfilm für Jetpiloten (Strahlenflugzeugführer) vor Tornado und Eurofighter.

(Videoquelle: Bundeswehr via YouTube;
Bilderquelle: Luftwaffe der Bundeswehr.de,
F-104 G Starfighter und PHANTOM RF-4E in Bauchlage)



NATO: Mit neuer Strategie im Einsatz? | Interview mit General Domröse (Video)

von admin ~ 17. Februar 2013

Im Gespräch: Der NATO-General Hans-Lothar Domröse. Der Befehlshaber des Joint Force Command der NATO in Brunssum NL) spricht über den ISAF-Einsatz in Afghanistan, die Schwierigkeiten bei der Rückverlegung der Kampfverbände und die neuen Strategien der Allianz.

(Videoquelle: Deutsche Welle.de / Journal Interview;
Bildquelle: Allied Joint Force Command Brunssum NATO.int, Foto: COM General Hans-Lothar Domröse)

USA: Kommentar zu Obamas Rede ‘The 2013 State of the Union’ (Video)

von admin ~ 13. Februar 2013

“Bis zum Ende des nächsten Jahres wird unser Krieg in Afghanistan vorbei sein”

U.S. Präsident Barack Obama kündigte in seiner Rede an die Nation 2013 (State of the Union Address, jährliche Ansprache des Präsidenten der Vereinigten Staaten) vor beiden Kammern des U.S. Kongressen nach seiner Wiederwahl für vier weitere Amtsjahre an, im Laufe des Jahres 2013 weitere 34.000 Soldaten aus dem Afghanistan-Einsatz abzuziehen. Damit halbiert sich die Truppenstärke der USA am Hindukusch. Wie geplant sollten damit die Kampfeinheiten das Land bis Ende 2014 verlassen haben. “Bis zum Ende des nächsten Jahres wird unser Krieg in Afghanistan vorbei sein”, sagte Barack Obama vor dem Kapitol in Washington D.C., der Kongress ist die Legislative des USA. Die Rede des Präsidenten zur Lage der Nation an die Abgeordneten ist in der U.S.-Verfassung als Pflicht verankert.

Dazu ein Kommentar aus Mainz/Germany:
Sollen die USA auch künftig die unangefochtene Nummer eins auf diesem Planeten bleiben – und welcher US-Präsident hat sich je getraut, das infrage zu stellen – dann wird Barack Obama starke Partner brauchen. Dabei geht es ihm allerdings nicht mehr allein um militärische Stärke, sondern um eine durchgreifende Sanierung des Landes. Dazu braucht man sehr viel Geld, das nur dann vorhanden ist, wenn es der Wirtschaft dauerhaft gut geht. Den Schlüssel dazu sieht der gerade wiedergewählte US-Präsident offenbar nicht mehr in einer kompromisslosen Hinwendung Amerikas über den Pazifik bis nach China und Indien, sondern – man höre und staune – in einem sehr weitgehenden Schulterschluss mit Europa. Freihandelszone heißt das Zauberwort, das in Obamas Rede zwar erst ziemlich weit hinten fällt. Dafür aber klar und deutlich: Ohne hinderliche Zölle und mittels einheitlicher Standards sei ein dauerhaftes jährliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent auf beiden Seiten des Atlantiks möglich. Schaut man sich die wirtschaftliche Potenz der USA und Europas an, dann ist die Rede von rund 50 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung auf dieser Welt. Eine solide Ausgangslage ist also zweifelsfrei gegeben. Doch wie immer bei großen Ideen und Visionen steckt der Teufel im Detail. Will Obama noch als Präsident erleben, dass der Ertrag aus der angekündigten Freihandelszone Gottes eigenes Land wirtschaftlich tief greifend sanieren hilft, dann wird er das nicht Kommissionen und Arbeitsgruppen überlassen dürfen, sondern die kommenden vier Jahre selbst am Ball bleiben müssen. Aus Europa kam gestern postwendend großer Beifall. Doch begeistert klatschen ist eine Sache, Positionen, auch grundsätzliche, zugunsten eines tragfähigen Kompromisses aufzugeben, eine völlig andere. (Zitatende)

Dazu das White House Video: The 2013 State of the Union Address (Enhanced Version)

Kommentiert die “Allgemeine Zeitung Mainz”.

(Textquelle kursiv: Allgemeine Zeitung Mainz.de;
Bild-, Videoquelle: White House.gov, President Barack Obama delivers his State of the Union address in the House Chamber at the U.S. Capitol in Washington, D.C., Official White House Photo by Pete Souza)

Vizekanzler und Bundeswehrkamerad Philipp Rösler: “Nie Rassismus erlebt”

von admin ~ 10. Februar 2013

 

FDP-Chef Philip Rösler hat selbst noch nie Rassismus gegen seine Person erfahren müssen. Das hat der Bundeswirtschaftsminister in einem Interview mit dem in Bielefeld erscheinenden WESTFALEN-BLATT (Montagausgabe) erklärt. Auf die Frage, ob Deutschland einen Vizekanzler mit asiatischem Aussehen ertrage, antwortete Rösler: »Ja, und dafür gibt es einen ganz klaren Beleg: in meiner Heimat Niedersachsen hat die FDP vor drei Wochen ein fantastisches Ergebnis von 9,9 Prozent erzielt.« Rösler ging auch auf das Ende der massiven Kritik an seiner Person in Partei und Medien ein. Am Samstag hatte die Bild-Zeitung den FDP-Chef als »Mister Cool« tituliert, weil er unter anderem die Machtfrage in der FDP für sich entscheiden konnte. Rösler sagte dazu: »Es braucht ein wenig, bis sich eine solche Erkenntnis durchsetzt. Aber natürlich freut es mich, wenn ich positiver wahrgenommen werde, so wie das in den vergangenen Tagen der Fall war.« (Zitatende)

[Textquelle kursiv: Westfalen-Blatt.de;
Bild oben: Stabsarzt d. R. Dr. Philipp Rösler (links) informierte sich während einer Wehrübung (seinerzeit mobbeordert beim Landeskommando Niedersachsen, KVK Region Hannover) im Tropeninstitut Hamburg, Foto: Oberstleutnant Hans-Otto Joswig Reservistenverband;
Dr. med. Phillipp Röslers (* 24. Februar 1973 in Khánh Hu'ng/Vietnam, verheiratet, zwei Kinder)
Werdegang als Sanitätsoffizier und Mediziner in der Bundeswehr:
1992 - Eintritt in die Bundeswehr als Sanitätsoffizieranwärter
1993 - Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover
1999 - 3. Staatsexamen, Beginn der Facharztausbildung im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
2001 - Arzt und Sanitätsoffizier
2002 - Promotion in der Herz-Thorax-Gefäßchirurgie
2003 verließ er aufgrund seiner Wahl in den Niedersächsischen Landtag die Bundeswehr als Stabsarzt, seit dem ist er als Reservist aktiv, derzeit mobbeordert als SanStOffz beim LKdo Niedersachsen im Kreisverbindungskommando Region Hannover;
seit 16. Mai 2011 ist Philipp Rösler Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland]

Dokumentarfilm “Töte zuerst – Der israelische Geheimdienst” ‘The Gatekeepers’ mit “Cinema for Peace Award” ausgezeichnet (Video)

von admin ~ 10. Februar 2013

Der Film “Töte zuerst – Der israelische Geheimdienst” (“The Gatekeepers”) von Regisseur Dror Moreh hat am Sonnabend, 9. Februar, in Berlin den “Cinema for Peace Award” als beste Dokumentation des Jahres bekommen. Die Cinema for Peace Initiative will mit Hilfe des Mediums Film humanitäre Missstände, soziale Ungleichheit sowie Menschenrechtsverletzungen bekämpfen; mit dem Award sollen “wertvolle Filme und kritische Künstler sowie gesellschaftliches Engagement” in den Vordergrund gestellt werden. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Film “Searching For Sugar Man”.

Dror Morehs Film, eine Koproduktion des NDR mit dem israelischen Fernsehen IBA und ARTE France, gewährt exklusive Einblicke in die israelische Besatzungspolitik: Erstmals treten alle sechs noch lebenden ehemaligen Chefs des Inlandsgeheimdienstes Israels (“Schin Bet”) vor die Kamera und berichten offen und auch zum Teil sehr selbstkritisch über ihre Arbeit. Sie sprechen unverhohlen u. a. über gezielte Tötungen von Palästinenserführern, über Bombenabwürfe auf Gaza, aber auch über den Terror ultraorthodoxer Juden.

Ob “Töte zuerst – Der israelische Geheimdienst” dazu auch noch einen Oscar bekommt, zeigt sich am 24. Februar – der Dokumentarfilm ist in der Kategorie beste Dokumentation nominiert. Die National Society der Film Critics der Vereinigten Staaten verlieh ihm unlängst den Preis als bester Dokumentarfilm des Jahres, dazu kam der Producers Guild of America Award für den besten Dokumentarfilm. Zurzeit läuft der Film in US-amerikanischen und israelischen Kinos.

Das Erste zeigt “Töte zuerst” am Mittwoch, 6. März, um 22.45 Uhr, ARTE hat den Film einen Tag zuvor im Programm. (NDR-Zitatende)

Dazu der Trailer: The Gatekeepers

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die Konfliktregion Israel und Palästina und über “Cinema for Peace” 2012, diese Initiative wurde nach den Terrorangriffen des 11. September 2001 ins Leben gerufen, um, “ein Bewusstsein für die gesellschaftliche und soziologische Relevanz von Filmen zu schaffen sowie den Einfluss von Filmen auf die Wahrnehmung und Behebung von weltweiten sozialen, politischen und humanitären Missständen zu verdeutlichen”, wie die gleichnamige Stiftung erklärt. Seit 2002 werden in der Zeitpahse der Filmfestspiele Berlinale in Berlin “Cinema for Peace Galas” mit medienwirksame Preisverleihungen an Filmkulturschaffende ausgerichtet

(Textquelle: NDR Norddeutscher Rundfunk.de;
Videoquelle: via YouTube;
Bildgrafikquelle: The Gatekeepers.com)



Verteidigungsminister de Maiziere rechtfertigt geplante Beschaffung von Kampfdrohnen

von admin ~ 10. Februar 2013

“Vor einem Drohnen-Einsatz muss es ein Bundestagsmandat geben”

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat die geplante Beschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr gerechtfertigt. “Die Kritiker von bewaffneten Drohnen haben nur eine Einsatzart im Kopf, den Abschuss von Waffen auf fremdes Gebiet in nicht erklärten Kriegen”, sagte de Maizière dem in Berlin erscheinenden “Tagesspiegel am Sonntag”. Man dürfe aber nicht von dieser Praxis, die die Bundesregierung für sich ablehne, auf die Legitimität eines Waffensystems schließen. Überdies verhinderten das Grundgesetz und der Parlamentsvorbehalt, der auch für Drohneneinsätze ein Mandat vorschreibe, eine Übernahme dieser Praxis in Deutschland.

Ein Drohneneinsatz unterscheide sich nicht grundsätzlich von einem Angriff mit Kampfjets, betonte de Maizière. “Der Pilot in einem Flugzeug, der eine Rakete abschießt, sieht sein Ziel auch nur noch auf einem Monitor”, erklärte der CDU-Politiker. Er widersprach auch Bedenken aus Politik und Kirchen, dass Kampfdrohnen als praktisch risikolose Waffe die Schwelle zum Kriegeführen senken könnten. “Ich kann das Argument nicht nachvollziehen, dass es besser wäre, eine Waffe einzusetzen, die den eigenen Soldaten in Gefahr bringt, als eine, die das Leben der eigenen Soldaten schützt”, sagte er. Schon Pfeil und Bogen seien aus dem Bemühen erfunden worden, “die eigenen Leute zu schützen und den Gegner zu treffen”. Auch die Einwände der Kirchen gegen das gezielte Töten von Einzelpersonen aus der Distanz ließen außer Acht, dass die praktische Alternative dazu das Flächenbombardement sei. Dabei sei der Tod oder die Verwundung von Zivilisten die Regel, während dies beim Einsatz einer bewaffneten Drohne ein “Fehler” wäre. “Gezieltes Treffen ist immer besser als flächenmäßiges Treffen”, sagte der Verteidigungsminister. (Zitatende)

Berichtet “Der Tagesspiegel” aus Berlin.
Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über den Einsatz von Drohnen und die geplante Anschaffung von Kampfdrohnen (Bild unten: US-amerikanische Kampfdrohen PREDATOR) für die Bundeswehr als Einsatzmittel, zuletzt: Bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr? Antworten von Verteidigungsminister de Maiziere (Video).
Dazu auch das aktuelle, “nicht ganz unkritische” SPIEGEL TV-Video: Töten per Joystick: Siegeszug der Kampfdrohnen.

[Textquelle: Der Tagesspiegel.de;
Bilderquellen: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: De Maiziere bei einer Parlamentsabstimung im Deutschen Bundestag; der Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière stimmt über die Beteiligung deutscher Streitkräfte am Einsatz von NATO-AWACS im Rahmen der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter Führung der NATO auf Grundlage der Resolution 1386 (2001) und 1943 (2010) des Sicherhetisrats der Vereinten Nationen ab.
U.S. Air Force.mil: PREDATOR-Kampfdrohne]

 

Mythos und Wirklichkeit. Die Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer

von admin ~ 8. Februar 2013

Mythos und Wirklichkeit. Die Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer von Moltke d. Ä. bis Heusinger
von Gerhard P. Groß

Moltke, Schlieffen, Seeckt, Manstein, Heusinger: Sie stehen beispielhaft für die Entwicklung des operativen Denkens im deutschen Heer von der Mitte des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts von den deutschen Einigungskriegen über das Zeitalter der Weltkriege bis zum Kalten Krieg, von der Armee Preußens bis zur Bundeswehr. In einem souveränen Überblick, wie es ihn bisher nicht gab, führt der Potsdamer Militärhistoriker Gerhard P. Groß durch Kontinuität und Wandel des operativen Denkens in fünf deutschen Armeen. Er beschränkt sich nicht auf die rein militärische Perspektive, sondern stellt die Vorstellungen und Planungen seiner Protagonisten überzeugend in das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld ihrer Zeit. Und er rückt lieb gewordene Mythen der deutschen Generalität und des deutschen Generalstabs in ein neues, kritisches Licht. Ein Buch, das eine große Lücke schließt.

1. Aufl. 2012, 361 Seiten, 29 s/w + 21 farb. Abb., 3 Graf., Festeinband, ISBN: 978-3-506-77554-2, EUR 39.90
zur Bestellseite des Verlages

Soldatenglück.de-Empfehlung:
Mit unverstelltem Blick und militärgeschichtlich analytisch weist der Autor, ein Oberst der Bundeswehr, auf die hausgemachten Defizite der deutschen Kriegsführung bei Nachschub bzw. Logistik (von Moltke bis heute) hin und räumt auf mit Vorstellungen von einer Panzer-Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, sie war eine Pferde-Armee, deren operatives Denken mit “Kästchenkunde”, Generalstabskarte und heutigem Dauer-PowerPoint bis dato auch die Generalstabsausbildung der Einsatzarmee Bundeswehr prägt.

(Text-, Bildgrafikquelle: Ferdinand Schöningh Verlag.de)

Drogen im Krieg: Doping für das Vaterland “Wunderpille” Pervitin (Videos)

von admin ~ 6. Februar 2013

Eine “Wunderpille” ließ im Zweiten Weltkrieg die deutschen Soldaten stundenlang marschieren. Das Medikament Pervitin (Bild oben) förderte Ausdauer und Konzentration, hob die Stimmung — und trieb viele in die Abhängigkeit; auch nach dem Krieg blieb Pervitin auf dem Markt: es war damals gesellschaftlich voll akzeptiert. Dazu auch der 3sat-Bericht

Dazu auch die Dokumentation: Schlaflos im Krieg – Die pharmazeutische Waffe (Pervitin)

[Videoquellen: ARD.de, Quarks & Co des WDR; via YouTube;
Bildquelle: Dose Pervitin aus dem Zweiten Weltkrieg, gefüllt mit 30 Tabletten für Frontsoldaten. (Foto: Jan Wellen, Lizenz: CC BY-ND 3.0)]

Bedingt einsatzbereit: die Bundeswehr und die neue Weltordnung (Video)

von admin ~ 6. Februar 2013

Erst Libyen, dann Mali: Immer häufiger führen regionale Konflikte zu militärischen Interventionen. Die weltweite Sicherheitsarchitektur ändert sich radikal, was sich auch bei der Münchener Sicherheitskonferenz zeigt. Auch Deutschland will dabei sein – aber möglichst nur ein bisschen: Ob bei der Beteiligung am Mali-Einsatz oder bei der Anschaffung vom Kampfdrohnen – jeder neue Schritt wird von langen Diskussionen begleitet. Immer klarer wird: Deutschland hat keine sicherheitspolitische Agenda außer der, am besten unbehelligt zu bleiben. Aber das wird nicht lange gutgehen. (Autor: Christian Thiels)

Dazu im Video der ARD-Bericht und ein Interview mit Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, CDU; ab Minute 08:38:

(Videoquelle: ARD.de, ”Bericht aus Berlin” vom 03.02.2013;
Bildquelle: Bundeswehr.de) 

Marine-UBoot der Klasse 212A übt erstmals in US-Trägerverband, Tender MAIN mit Wechselbesatzung dabei

von admin ~ 6. Februar 2013

U32 und Tender “Main” auf großer Fahrt
UBootsbesatzungen aus Eckernförde vor anspruchsvollen Aufgaben

Am 10. Februar 2013 um 10 Uhr wird das zum 1.UBootgeschwader (1.UG) gehörende UBoot “U32″ seinen Heimathafen in Eckenförde verlassen und sich unter dem Kommando von Korvettenkapitän Christian Moritz (36) mit seiner 28 köpfigen Besatzung in Richtung US-Ostküste begeben. Dort soll das Boot für mehrere Monate als erstes UBoot der Klasse 212A gemeinsam mit verschiedenen Einheiten und einem Trägerverband der US-Navy die Übung “WESTLANT DEPLOYMENT” absolvieren.

Nach einem geplanten Tankstopp in Ponta Delgada, Azoren, wird die anspruchsvolle Fahrt in das Seegebiet östlich der Vereinigten Staaten fortgesetzt. Am 15. Februar 2013 ,fünf Tage nach Auslaufen des UBootes, wird die ebenfalls zum 1.UBootgeschwader gehörende UBootunterstützungseinheit, der Tender “Main”, unter dem Kommando von Korvettenkapitän Carsten Egerland (36) den Marinehafen von Eckernförde verlassen, um ab Ponta Delgada gemeinsam mit “U32″ den ca. 20-tägigen Transit anzutreten. Neben dem Kommandeur des 1.UG, Fregattenkapitän Sascha Helge Rackwitz (40) und seinem Einsatzstab, wird auf dem Tender, zusätzlich zu seiner normalen 60 köpfigen Besatzung, ein Ärzteteam mit an Bord genommen. “Da der Tender schneller unterwegs ist als das UBoot, kann er auch ein wenig später auslaufen”, erklärt der Kommandeur den Grund für die unterschiedlichen Auslaufzeiten.

“Um die Belastung für die UBootbesatzung zu minimieren, wird nach etwa der Hälfte des Übungszeitraumes die Besatzung ausgewechselt”, so Rackwitz. Das restliche Manöver wird dann unter der Führung von Korvettenkapitän Christian Michalski (34) fortgesetzt.

Die Rückkehr der beiden Marineeinheiten nach Eckernförde ist für Ende August 2013 geplant. Dann werden die Besatzungen und Einheiten ca.15.000 Seemeilen, das sind über 27.780 Km, zurückgelegt haben.

Erst gemeinsam im Manöver, dann als simulierter Feind

Das Manöver “WESTLANT DEPLOYMENT” steht ganz im Zeichen der Ausbildung. So sind mehrwöchige Manöver mit der US-Navy, bei denen die Kommandostrukturen und Operationsabläufe für gemeinsame Einsätze, z.B. in einem internationalen Verband, geübt werden sollen, vorgesehen. “Zwischen den doch sehr komplexen und anspruchsvollen Aktionen werden die Zeiträume für die eigene Ausbildung z.B. neuer Wachoffiziere (WO) oder Schifftechnischer Offiziere (STO) genutzt”, so der Kommandeur des 1.UG.

Ein weiteres Highlight stellt für alle Beteiligten auch der Übungsabschnitt in der zweiten Hälfte des Manövers dar. Dabei soll ein amerikanischer Trägerverband das deutsche Brennstoffzellen-UBoot suchen und simuliert bekämpfen. In diesem Szenario wird “U32″ versuchen den Verteidigungsring der Schiffe zu durchbrechen und simuliert anzugreifen. Besonders in diesem Szenario, in einem direkten Vergleich unter Beteiligung anderer Einheiten und Technologien, wird das modernste konventionell angetriebene UBoot seine neueste Technologie unter Beweis stellen.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird der deutsche Verband vom zivilen Forschungsschiff “Planet” aus Eckernförde und einem Flugzeug des Typs P3C-Orion als sogenannte MPA (Maritime Patrol Aircraft) aus Nordholz unterstützt. Hier sollen neue Verfahren und Techniken erprobt werden.

(Text-, Bilderquelle: Marine.de)