Archiv für die Kategorie 'Palästina / Israel'

Israeli über Palästinenser im Gaza-Streifen (Video)

Sonntag, 11. Januar 2009

Diesen Israli müssen wir nicht mit
einer Grenzschutz-Expertenkommission,
wie Außenminister Steinmeier sie gestern Ägypten
zur Bekämpfung des Waffen- und Raketenschmuggel
in den Gaza-Streifen versprochen hat, unterstützen

Deutschland wird Unterstützung den Ägypter bei der Bekämpfung und Unterbindung des Waffenschmuggels in den Gaza-Streifen Unterstützung leisten, es ist bereits der Staatsekretär im Bundesinnenministerium und vormalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes August Hanning nach Kairo entsandt.

In den kommenden Tagen wird Deutschland auch ein (BPOL, BMI) Expertenteam entsenden, das das ägyptische Grenzsystem untersuchen und auf Effizienzsteigerungen prüfen wird. Steinmeier sprach von einem modernen Grenzmanagement nach Art der Schengen-Staaten. Die Maßnahmen sind äußerlich nicht sichtbar, gelten aber als höchst effektiv.

Die Absicherung der von Schmugglertunneln, die Israel derzeit bomabardiert, untergrabenen Grenze ist Steinmeier zufolge die Grundlage für einen Waffenstillstand, den die Staatengemeinschaft vergangene Woche in der UNO-Sicherheitsrats-Resolution 1860 gefordert hat. Der Waffenschmuggel ist für die radikal-islamische Hamas im Gaza-Streifen der terroristische Nachschubweg und eine der zentralen Gefahren für Israel.



Die Kämpfe im Gaza-Streifen gehen unvermindert weiter – Deutscher Außenminister heute zu Vermittlungsgesprächen in Ägypten und Israel

Samstag, 10. Januar 2009

UN-Sicherheitsrat im Nahen Osten ohne Macht?

Die erste UN-Sicherheitsrats-Resolution “The situation in the Middle East, including the Palestinian question” im Jahr 2009 zeigt keine Wirkung und beeindruckt im Nahen Osten offenbar niemanden. Über 800 Palästinenser, zumeist Zivilbevölkerung, verloren bislang ihr Leben, 8 israelische Soldaten fielen bis gestern bei der Militäroffensive “Operation Cast Lead” (Operation Gegossenes Blei) im Gaza-Streifen.

Gaza-Streifen weiter Kriegsgebiet

Die Kämpfe im Gaza-Streifen gehen unvermindert weiter, die Hamas schoss Raketen gegen Israel ab, die Israel Air Force bombardierte über nacht Ziele über 70 Ziele, die iraelische Navy unterstütze mit Feuerkraft von See her und die israelischen Bodentruppen der Israel Defence Forces (IDF) kämpften sich im Häuserkampf gegen Hamas-Terroristen weiter vor.

Israelische Einrichtungen gefährdet

In Deutschland wurden die Sicherheitsmaßnahmen vor der/den Isrealischen Botschaft und Kosulaten und jüdischen Einrichtungen angesichts des Krieges im Gaza-Streifen und von Anschlagsdrohungen der Hamas verschärft. Gleiches gilt auch für Einrichtungen der jüdischen Gemeinden. Die Hamas hat weltweit zu Anschlägen gegen Israelis aufgerufen. In Deutschland sind laut Bundesamt für Verfassungsschutz rund 300 mutmaßliche Hamas-Anhänger angesiedelt.

Deutschland vermittelt

Der deutsche Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier ist gestern abend nach Ägypten abgereist, heute wird er nach Israel weiterreisen. Es sei überzeugt, so Steinmeier, dass man im Gespräch vor Ort helfen müsse, dass “aus dem Aufruf zum Waffenstillstand ein Waffenstillstand wird”.

Steinmeier spricht gegenwärtig in Kairo unter anderem mit Präsident Mubarak und Außenminister Abu Gheit. Auch mit dem palästinensischen Präsidenten Abbas sind Gespräche geplant.
Am Nachmittag reist Steinmeier nach Jerusalem weiter, dort sind Gespräche mit Israels Außenministerin Zipi Livni, Präsident Schimon Peres sowie Verteidigungsminister Ehud Barak geplant.

Gestern hatt UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsident Ehud Olmert seine tiefe Enttäuschung übermittelt, dass die Gewalt im Gaza-Streifen trotz einer UN-Sicherheitsrat-Resolution 1860 (2009) vom 08. Januar 2009 für eine sofortige Waffenruhe fortgesetzt werde. Das UN-Hauptquartier wurde übrigens am 09. Januar 1951 in New York offiziell eröffnet.

Zuerst ließ die Hamas verlauten, dass die UN-Resolution 1860 für sie nicht bindend sei, da sie nicht an den Gesprächen beteilgt worden ist. Dann folgte Israel mit der Begründung, dass selbst wenn es sich daran halte, der Raketen-Terror der Hamas weiterginge und dessen Bekämpfung sei das noch unerreichte Ziel der Offensive.

Der Qassam-Raktenbeschuss der Hamas auf israelisches Territorium, als wichtigster Grund der Bodenoffensive, wird trotz militärischer Präsenz im Gaza-Streifen fortgeführt, die Einschläge gehen sogar tiefer ins Kernland der 7,2 Millionen Einwohner Israels als je zuvor, zuletzt bis 20 Kilometer südlich von Tel Aviv. Der Waffen- und Raketennachschub in den Gaza-Streifen kam und kommt über eine Vielzahl von Tunnel Ägypten-Gaza-Streifen, die die Israelis bombardieren. So hat die Israel Air Force zehntausende Flugblätter über die Stadt Rafah an der ägyptischen Grenze im Gaza-Streifen abgeworfen.

Darin wurden die palästinensischen Bewohner vor bevorstehenden nächtlichen Luftangriffen gewarnt. Zahlreiche Palästinenser verließen daraufhin ihre Häuser in der Region, in der es zahlreiche Tunnel gibt, durch u.a. Waffen und Raketen geschmuggelt werden.

Insgesamt schlugen seit 2001 mehr als 4.000 Raketen und Granaten aus dem Gaza-Streifen auf israelischem Gebiet ein. Allein seit Anfang 2008 haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen mehr als 1.000 Raketen und 1.200 Mörser-Granaten auf den Süden Israels abgefeuert. Dutzende Grad-Raketen iranischer Herstellung landeten in Ashkelon, einer Großstadt mit mehr als 120.000 Einwohnern. Für den Großteil der Angriffe auf israelisches Territorium und israelische Bürger ist direkt die Hamas verantwortlich.

Zum Raketenbeschuss aus dem Libanon sagte Steinmeier noch in Deutschland: “Die Bundesregierung hat mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass es dort zu einem Raketenbeschuss von libanesischem Gebiet auf Israel gekommen ist. Ich hoffe, dass hier niemand im Libanon oder anderswo einer Fehlkalkulation unterliegt. Wir werden die Situation weiter genau beobachten.”

Humanitäre Situation besorgniserregend

Die humanitäre Situation im Gaza-Streifen “erfüllt uns weiterhin mit großer Sorge”, so Steinmeier. Man habe die Einstellung der Arbeit der Vereinten Nationen zur Kenntnis nehmen müssen. Zwischenzeitlich hat UNWRA die Hilfslieferungen fortsetzen können.

Er sei weiterhin in engem Kontakt mit dem Internationalen Roten Kreuz. Steinmeier hat in den vergangenen Tagen mehrmals mit dem Präsidenten des IKRK, Kellenberger, gesprochen. Die Organisation halte ihre Arbeit dort unter schweren Bedingungen aufrecht.

Die Vereinbarung einer Waffenpause von bis zu drei Stunden am Tag sei ein kleiner Fortschritt. So könnten Absprachen getroffen werden, um dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond zu ermöglichen, Verletzte und Kranke zu behandeln.

Wirkliche Verbesserung der Lage nur über nachhaltigen und umfassenden Waffenstillstand

Dazu sei mit der Resolution im Weltsicherheitsrat ein erster Schritt gemacht worden. “Dies ist ein wichtiges Zeichen der Geschlossenheit der internationalen Gemeinschaft.”

“Mit der Resolution wird der Weg zur Beendigung der Kämpfe aufgezeigt. Gegangen werden muss dieser Weg von den Parteien in der Region selbst.”

Vor Ort im Gespräch helfen

“Ich bin überzeugt,” so Steinmeier, “dass wir nicht nur beim Zustandekommen von Texten helfen müssen.” Das tue man auch. Man müsse auch “vor Ort im Gespräch mit den Konfliktparteien und mit den Nachbarn helfen, dass aus dem Aufruf zum Waffenstillstand ein Waffenstillstand wird.”

Nach Rückkehr seines Nahost-Beauftragten Michaelis habe man die Ergebnisse der Gespräche in Israel, Palästina, Jordanien und Ägypten ausgewertet.

Es scheine richtig, nun insbesondere Ägypten zu unterstützen. Insbesondere bei dem Versuch, die Grenze zum Gazastreifen sicherer zu machen. Er habe sich deshalb entschlossen, in die Region zu fahren.

Mit der tschechischen Ratspräsidentschaft sei man in Kontakt und werde sich während der ganzen Reise eng abstimmen.

(Bilder-, Grafikquellen, Textauszüge: UN Security Council.org; Israel Defence Forces.mil; Botschaft des Staates Israel in Berlin.il,  Auswärtiges Amt.de; UNWRA.org)

Der achte israelische Soldat fiel gestern und wurde heute in seiner Heimatstadt Arad beigesetzt

Freitag, 9. Januar 2009

Am gestrigen Nachmittag fiel der achte israelische Soldat im nördlichen Gaza-Streifen. Captain Omer Rabinovitz (23, Bild rechts) aus Arad, ein Infanterie-Offizier und Squad Commander der Golani Brigade.

Captain (vgl. Hauptmann) Omer Rabinovitz’s Beisetzung fand heute um 12:00 Uhr im militärischen Teil des Friedhofes von Arad statt.
Arad ist etwa 20 Kilometer westlich des Toten Meeres, 40 Kilometer östlich von Beerscheba und 40 Kilometer südöstlich von Hebron in der Negev-Wüste gelegen. Zwischen der israelischen Stadt Arad und der deutschen Stadt Dinslaken/NRW besteht seit 1989 eine Städtepartnerschaft.

(Bildquelle: Israel Defence Forces.il)

Hintergrundinformationen zur Städtepartnerschaft: Dinslaken-Arad.de

Israel: “Die Hamas-Terroristen sind unsere Feind, nicht die Palästinenser” (Video)

Freitag, 9. Januar 2009

Der Sprecher des israelischen Außenministerium
informiert in deutscher Sprache

Gaza-Streifen: Siebter israelischer Soldat gefallen

Donnerstag, 8. Januar 2009

Er fiel als eigentlich Waffenstillstand sein sollte

Eben kommt die Meldung vom siebten gefallenen Soldaten der Israel Defence Forces.

Sergeant Amit Robinson, (20, Bild rechts), aus dem Kibbutz Magal, ein Panzer-Soldat des Amored Corps. Amit Robinson fiel heute gegen 14:00 Uhr, als eigentlich Waffenstillstand sein sollte, in einem Feuergefecht im nördlichen Gaza-Streife bei einer Joint Operation mit Infanterie und Panzertruppe.

Der zwischen den Kriegsparteien Israel und Hamas unter ägyptischer Vermittlung vereinbarte Waffenstillstand zur humanitären Versorgung der palästinensischen Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen wurde gestern im Zeitraum 12:00 bis 15:00 Uhr noch konseqent durchgehalten, heute brachen beide Konfliktparteien die Waffenruhe, in dieser Zeitphase kam Amit Robinson um.

(Bilderquelle: Israel Defence Forces.il)



Israelische Soldaten kämpfen sich durch die Straßen von Gaza (Video)

Donnerstag, 8. Januar 2009

An Israel Defence Forces (IDF) unit fight their way thru North Gaza coming up against enemy fire and discovering Hamas weapons,uniforms and bombs along the way. (weiter…)

Blutzoll im Gaza-Streifen: Unschuldige Kriegsopfer, terroristische Zielpersonen oder gefallene Israelis – tot sind sie alle

Donnerstag, 8. Januar 2009

6 Israelis gefallen und über 760 Palästinenser getötet

Der sechste israelische Soldat ist heute gefallen. Captain Roi Rosner (27) aus Holon, Chef einer Kompanie der Kfir Brigade, er fiel heute morgen im zentralen Gaza-Streifen durch Anti-Tank Missile-Beschuss. Roi Rosner wurde posthum zum Major befördert. Die Kfir Brigade ist die größte Brigade der IFD und untersteht dem Central Command, sie besteht in ihrer Formation seit Februar 2005 und ist spezialisiert auf den Anti-Terror Kampf und Gefechte in urbanen Gebieten.

Die bisher gefallenen israelischen Soldaten stammen aus der Kfir Brigade, der Paratroopers Brigade und der Golani Brigade der Ground Forces. Die Namen der anderen gefallenen Soldaten sind: Major Dagan Vartman, Corporal Yoseph Moadi, Staff Sergeant Nitai Shatra, Captain Yehonatan Netanel und Staff Sergeant Dvir Immanuell, der als erster starb, Soldatenglück.de berichtete darüber.

Die moderne Israelische Armee hat nun sechs Gefallene zu verzeichnen, die Palästinenser haben hunderte von Todesopfern zu beklagen, die bei der Militär-Offensive “Operation Cast Lead” zur Bekämpfung der Asymmetrischen Bedrohung aus dem Gaza-Streifen zwar unbeabsichtigt waren, aber doch billigend in Kauf genommen wurden.
“Das Leben eines Palästinensers hat den gleichen Wert wie das Leben eines Israelis”, unterstrich Hans-Gert Pöttering noch am Dienstag in einer Erklärung zur Lage im Nahen Osten, in der der Präsident des Europäischen Parlaments sich tief besorgt zeigte und beide Seiten aufrief, der Gewalt ein Ende zu bereiten.

“Es war ein großer Fehler, dass die Hamas den Waffenstillstand beendet hat. Man muss mit Nachdruck kritisieren, dass Hamas den Beschuss Israels mit Raketen wieder begonnen hat, aber die massive israelische Reaktion ist eine vollkommen unverhältnismäßige Eskalation”, so Pöttering, der auch Präsident der Parlamentarische Versammlung der Europa-Mittelmeer-Partnerschaft ist.

“Derartige Militäraktionen führen nicht zu einem dauerhaften Frieden in der Region. Das Töten und Verletzen von Zivilisten in derartigem Ausmaß wird die Hamas nur stärken und die Menschen im Gaza-Streifen und die Palästinenser nur noch weiter radikalisieren.” (zur vollständigen Erklärung)

Diese politische Einschätzung des deutschen Europaparlamentariers bringt es wohl auf den Punkt und der heutige Raketenbeschuss aus dem Libanon ist nur Vorbote auf die weiteren Gefahren in der Peripherie Israels, der einzigen Demokratie in der Region. Allerdings ist mit der Hamas kein Frieden zu machen, schon der heutige Waffenstillstand zur humanitären Versorgung wurde gebrochen und weitere Qassam-Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert. Israelisches Militär hat heute irrtümlich einen (UNWRA)-Transporter beschossen, der Fahrer kamen dabei um. Die UN (UNWRA, United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East) musste die Hilfslieferungen aufgrund Eigengefährdung stoppen.

Die Israel Defence Forces (IDF)-Truppen haben in der Nacht auf heute weitere ihre gesetzten Ziele abgekämpft, die Operation wurde im Gaza-Streifen mit Unterstützung des Israel Air Force (IAF) fortgesetzt. Ziele waren u.a. die Häuser von Yasser Natat, der für Raktenbeschüsse auf Isreal verantwortlich war und von Muhammed Sanuar, Kommandierender der Han-Yonas Brigade der Hamas. Die IAF bekämpfte allein in dieser Nacht über 60 Ziele, 15 Bunker, Waffenlager und Raketenabschuss-Areale.

(Bilderquelle: Israel Defence Forces.il)

Israel: Beschuss aus dem Libanon

Donnerstag, 8. Januar 2009

Pulverfass Nahost

Das Selbstverständnis der Israelischen Armee, Israel Defence Forces (IDF), ist so kurz und prägnant wie existenziell:
Die Verteidigung der Existenz, der territorialen Integrität und Souveranität des Staates Israel. Der Schutz der Bevölkerung von Israel und das Bekämpfen aller Formen des Terrorismus, die deren tägliches Leben bedrohen.

Nach Kundgebungen vor tausenden Menschen, Solidaritätsbekundungen in der arabischen Welt, palästinensischen Rache-Schwüren und vollmundigen Ansprachen der Hisbollah-Führung aus dem Libanon ist es heute zum Raktenbeschuss Israels auch aus dem nördlich gelegenen Libanon gekommen.

Die Mehr-Fronten-Bedrohung ist für Israel nichts wirklich Neues und gleichwohl eine bedrohliche Situation, auch der 33-tägige Zweite Libanon-Krieg ist nicht lange her, Sommer 2006. Dass Kräfte aus dem Libanon feindselig oder heimtückisch gegenüber Israel auf dessen Militär-Offensive im Gaza-Streifen reagieren, kommt nicht überraschend und war kalkulierbar. Israel und Libanon sind keine Bruder-Staaten und werden es auch in 2009 nicht mehr werden. Im Libanon ist die United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) zur Friedensicherung seit Jahrzehnten mehr oder weniger erfolgreich stationiert, auch deutsche Soldaten sind dort im Einsatz. Die Bundeswehr ist mit der Marine bei UNIFIL vor der libanesischen Küste mit 220 Soldaten, davon 7 Frauen, 2 Reservisten und 50 FWDL´ern im Auslandseinsatz. Die zu UNIFIL entsandten deutschen Einheiten sind der Tender ELBE, die Schnellboote DACHS und HERMELIN, die teilnehmenden Einheiten werden durch die Marineschutzkräfte und die Spezialisierten Einsatzkräfte Marine (SEK M) unterstützt.

Gestern noch tönte der Hisbollah-Spitzenakteur Hassan Nasrallah in Beirut, dass Angriffe aus dem Libanon auf Israel nicht ausgeschlossen seien. “Wir sind bereit, unsere Seelen, unsere Kinder und unsere Liebsten zu opfern”, sagte er vor Zehntausenden Anhängern seiner Miliz. Heute schlugen erste Raketen im nördlichen Israel aus dem Libanon ein. Die Hisbollah ist straffer organisiert und besser diszipliniert als die Hamas, ohne Befehl läuft dort meist nichts, Eigenmächtigkeiten werden hart sanktioniert. Seit den letzten offenen Kampfhandlungen mit Israel im Sommer 2006 hat die Hisbollah als Mit-Regierungspartei im Libanon trotz UN-Überwachung massiv und modern aufgerüstet. Auch radikale Palästinenser sind im Libanon in Lauerstellung und kampfbereit, zwar mit improvisierter Feuerkraft aber nicht weniger tödlich, etwa 400.000 Palästinenser leben im Libanon.

Irans Einfluss ist auf Hamas und Hisbollah ist gleichermaßen gewichtig vorhanden. Seit dem gestrigen 3-stündigen Waffenstillstand von 12:00 bis 15:00 Uhr aus humanitäten Gründen und dem Intervenieren der internationen Staatengemeinschaft mit Pendeldiplomatie in der vergangene Tagen zeichnete sich ein Finale des heißen Konfliktes im Gaza-Streifen ab, der einzige staatliche Akteur in der Region, der neben den radikalen Palästinensern daran kein Interesse haben dürfte, ist der Iran. Öl ins Feuer durch ein paar Rakaten aus dem libanesischen Gebüsch, von wem auch immer abgefeuert, die neben den punktuellen Schäden mehr noch psychologischen Effekt per Katastrophen-Szenario bei der israelischen Zivilbevölkerung anrichten, verlängern die Krise und schädigen Israel in der destabilen Region Nahost. Israel kann allein machen oder unterlassen, was es will, Palästinenser, Hamas, Hisbollah, Syrien und Iran sind weder kontrollierbar noch steuerbar, noch mit militärischen Mitteln wirklich besiegbar. UNIFIL ist die längste Mission der UN aller Zeiten, doch der Einfluß der United Nations in der Region ist fraglich, dennoch ist sie eine Macht, die die Hisbollah einkalkuliert. Die Europäische Union gibt Jahr für Jahr Hunderte von Millionen Euro in die Region zum Beispiel an die Palästinenser, ein Einfluß der EU auf die Palästinenser ist allerdings kaum vorhanden.
Barack Obama wurde gestern in Washington D.C. von Journalisten zur aktuellen Entwicklung im Nahen Osten befragt, er wollte/konnte dazu nicht direkt Stellung nehmen, weil er noch nicht nicht in der Regierungsverantwortung sei und die USA nur mit einer Stimme sprechen solle. Obama zeigte sich tief besorgt und versicherte, dass er sich vorbereite, um ab dem 20. Januar die richtigen Antworten parat zu haben.
Ob er als 44. US-Präsident der Messias sein kann, der eine Nahost-Lösung bringt und ein friedfertiges Nebeneineinander der Demokratie Israel und der arabischen Nachbarstaaten auf den Weg bringen kann, bleibt abzuwarten. Zumindest hat er vorher schon angekündigt, in den direkten Dialog mit dem Iran einzutreten.

(Bild-, Grafikquellen: Israel Defence Forces.il, CIA.gov)

Israel/Gaza-Streifen: Chronologie des Konfliktes (Video)

Mittwoch, 7. Januar 2009

Chronologie des Konfliktes zwischen Israel und
der palästinensischen radikal-islamischen Hamas
im Gaza-Streifen aus israelischer Sicht

Background on the IDF’s operation “Cast Lead” in Gaza during the winter of 2008/2009. Israel left Gaza in 2005 hoping for peace and a fresh start, but Hamas has destroyed that optimism through its continued support for terror against innocent civilians.

Israel/Gaza-Streifen: Gefechte in Gaza (Video)

Dienstag, 6. Januar 2009

Panzertruppe, Infanterie und Nachtoperation im nördlichen Gaza,
Häuser- und Straßenkampf, israelische Fallschirmjäger in Nord-Gaza

am 06. Januar 2009

Ground forces of the Israel Defense Forces operate against Hamas terrorists in the Gaza Strip as part of Operation Cast Lead. The IDF targets terror elements linked to Hamas that hold the Palestinian people of Gaza hostage as human shields.