Archiv für die Kategorie 'Weltregionen'

Tschetschenische Attentäter in Russland: Perfekt für Putin vor der Wahl

Montag, 27. Februar 2012

Die Nachricht über ein angeblich vereiteltes Attentat auf Wladimir Putin macht skeptisch. Putin gehört zu den am besten geschützten Männern dieser Welt. Dass der tschetschenische Guerillachef Doku Umarow ausgerechnet einige offensichtliche Dilettanten auf den wichtigsten Mann Russlands ansetzt, wirkt ebenso unwahrscheinlich wie die angeblich brillante Ermittlungsarbeit der russischen Ermittler, die in Rekordzeit den kompletten Hintergrund der verhinderten Attentäter und ihrer mutmaßlichen Mordpläne präsentieren können. Das alles klingt zu glatt. Und das Timing ist einfach zu perfekt: wenige Tage vor der Präsidentenwahl, die Putin um jeden Preis gewinnen will. Dabei hat sich die Stimmung im Land längst gegen ihn gewandt. Putin ist nicht mehr überragend populär, und diese Erkenntnis hat ihn und seine Berater wirklich erschreckt. Bei der Duma-Wahl im Dezember musste sich Putins Partei einen Sieg herbei fälschen. Seitdem gehen immer mehr Russen auf die Straße. Da kommt die Nachricht über das vereitelte Attentat sehr passend. Russlands Sicherheit ist in Gefahr, jetzt müssen wir zusammenrücken – so lautet die Botschaft. Sie könnte Putin die nötigen Prozentpunkte zum Sieg schon im ersten Wahlgang sichern. (Zitatende)

Kommentiert Doris Heimann in der “Rheinischen Post” aus Düsseldorf.
Dazu der TV-Tipp: 3sat-Themenwoche “Im Fokus :Russland” vom 26.02. bis 03.2012

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Bildquelle: Kremlin.ru, October 21, 2011 Moscow Photo: the Presidential Press and Information Office – During a videoconference with United Russia’s campaign headquarters in the different regions. With Prime Minister Vladimir Putin)



Israels ehemaliger Botschafter Avi Primor: Iran wird kaum am Besitz von Atomwaffen zu hindern sein

Montag, 27. Februar 2012

Der frühere israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, glaubt nicht daran, dass der Iran am Besitz von Atomwaffen zu hindern sein wird. “Da kann der Westen noch so viele Sanktionen verhängen”, sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Montag-Ausgabe). “Ein Land mag bitterarm sein, die Bevölkerung mag hungern, für Waffen ist immer genug Geld da”, so der Diplomat. Und obwohl die Iraner das Regime der Mullahs hassen würden, stünden sie hinter dessen Atomwaffenprogramm – aus nationalem Stolz. Wenn der Westen dazu verdammt sei, mit einem atomar aufgerüsteten Iran zu leben, “müssen wir uns darum kümmern, in wessen Händen sich die Atomwaffen befinden”, so Primor weiter. “Sind das die Ajatollahs, bedeutet das eine unkontrollierbare Gefahr. Denn dann ist nicht ausgeschlossen, dass Terrorgruppen Zugriff auf das Atomarsenal erhalten.” Skeptisch zeigte sich Primor hinsichtlich der aktuellen israelischen Politik. Jerusalem glaube, den Atomwaffenbesitz militärisch verhindern zu können. “Ich denke, wir müssen vordringlich an etwas ganz anderem arbeiten: nämlich an einem Regimewechsel im Iran”, betonte Primor. Dazu müssten Opposition und Untergrundgruppen sehr viel mehr diskrete Hilfe aus dem Westen bekommen. Der Aufstand 2009 habe gezeigt, dass die Opposition großen Rückhalt im iranischen Volk hat. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle.
Avraham “Avi” Primor wurde am 08. April 1935 in Tel Aviv geboren, seine jüdische Mutter emigrierte aus Frankfurt am Main. Primor war israelischer Diplomat und wirkt heute als Publizist und Universitätsprofessor. Er war von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland und wurde während dieser Zeit in der deutschen Öffentlichkeit als eine der wichtigsten Stimmen des deutsch-israelischen Dialogs bekannt.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: KAS Israel.de)

Außenminister auf Achse – Brasilien, Peru, Panama, Mexiko (Video)

Sonntag, 26. Februar 2012

Lateinamerika – 10 Tage 4 Länder

Guido Westerwelle tat sich lange Zeit schwer mit seinem Amt als Außenminister. Nach seiner seltsamen Interpretation über den Erfolg im Libyen-Krieg musste er gar um seinen Posten bangen. Nun scheint er sich langsam in seinem Amt einzufinden. Eine Reportage über den Außenminister auf seiner Reise in Lateinamerika.

(Videoquelle: Deutsche Welle.de, Politik Direkt;
Grafikquelle: CIA.gov)

Iran ruft Kriegschiffe von syrischer Küste zurück, Gespräche sollen Atomkonflikt entschärfen (Video)

Mittwoch, 22. Februar 2012

Der Iran ist Medienberichten zufolge zu Präventivschlägen bereit, sollte die Regierung in Teheran die nationalen Interessen weiter bedroht sehen. Entsprechend soll sich der Vizechef des Militärs geäußert haben, hieß es.

Unterdessen zog die iranische Marine zwei vor Syrien im Mittelmeer stationierte Kriegsschiffe wieder ab. Sie durchfuhren den Suez-Kanal in Richtung Iran. Die Stationierung wurde im Westen als Drohung Teherans im andauernden Atomstreit gewertet.

(Videoquelle: euronews.net;
Grafikquelle: CIA.gov)

Libyen – ein Jahr nach der Revolution (Video)

Dienstag, 21. Februar 2012

In Libyen herrscht noch immer tiefes Misstrauen zwischen ehemaligen Gaddafi-Anhängern und Anhängern der Rebellen. DW-Reporter treffen Rebellen, die zentrale Stellen des libyschen Sicherheitssystems kontrollieren.

(Videoquelle: Deutsche Welle.de, Journal Reporter;
Grafikquelle: CIA.gov)



Russland: Putin will nach Wahlsieg Rote Armee massiv aufrüsten

Montag, 20. Februar 2012

Moderniserung der russischen Verteidigungs- und Offensivkraft

Zwei Wochen vor der Präsidentenwahl (Wahltag 04. März) in Russland hat Spitzenkandidat Wladimir Putin (Jahrgang 1952) eine massive Aufrüstung der Roten Armee angekündigt.

Geplant sei unter anderem die Anschaffung von 400 Interkontinentalraketen und 600 Kampfflugzeugen sowie 2.300 Panzern und 20 Ubooten.

Der finazielle Gesamtaufwand betrage knapp 600 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020.

Russland regiere  damit auch auf den von USA und NATO geplanten Raketenabwehrschirm, schrieb Putin in einem Artikel. Der amtiernde russische Ministerpräsident Putin schloss auch den Einsatz von Streitkräften zur Verteidigung von Rohstoffen, zum Beispiel in der Arktis, nicht aus.
Wie er die Modernieiserung der Armee und die Rüstungsvorhaben finanzieren will, bleibt sein Geheimnis.

(Bilderquelle: Kremlin.ru, October 1, 2010 Gorki, Moscow Region Photo: the Presidential Press and Information Office, President Dimitri Medwedjew with Prime Minister Vladimir Putin,
Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau;

Grafikquelle: CIA.gov)

Westliche Töne aus Pjönjang – Nordkorea spielt so schön auf dem Schifferklavier (Video)

Mittwoch, 8. Februar 2012

Kultur verbindet und Musik versöhnt

5 nordkoreanische Akkordeonspieler, drei Musiker und zwei Musikerinnen zwischen 16 und 23 von der Kum-Song-Musikschule aus Pjöngjang/Nordkorea spielen den Erfolgshit Take on Me der westlichen Boyband a-ha aus Norwegen aus den 80er Jahren, die sich 20120 aufgelöst hat.
Das Video Akkordeon-Musikvideo wurde in Nordkorea von Morten Traavik - einem Norweger, der sich um den kulturellen Dialog mit Nordkorea bemüht – aufgenommen und öffentlich am 04. Februar 2012 im Vorfeld des norwegischen Kulturfestival Barents Spektakel (vom 08.-12.02.2012) in Kirkenes. Das Akkordeon ist in Nordkorea ein überaus beliebtes Musikinstrument, auch der junge Machthaber Kim Jong-un wurde damit gesichtet.
Das Video startet auch bei YouTube als Erfolgsvideo mit hundertausenden von Clicks durch, die Kombination westliche Töne aus Nordkoreas Hauptstadt stimmt offenbar irgendwie positiv - klingt gut.

(Videoquelle: traavik.info, via YouTube, Take On Me by a-ha, North Korean Style)

Iran droht Westen mit Vergeltung

Sonntag, 5. Februar 2012

Die Islamische Republik Iran hat im Fall eines Angriffs mit Vergeltung gedroht. Iran werde auch jedes Land angreifen, von dessen Staatsgebiet aus die “Feinde” einen Angriff starteten. Das sagte in Teheran Hossein Salami, der Stellvertreter des Kommandeurs der Revolutionsgarden (Armee der Wächter der Islamischen Revolution, die direkt Präsident Mahmud Ahmadinedschad unterstehen, Freiwilligenmilizen und Selbstmordkommandos gehören der Unterorganisation Basitschi-e Mostasafan an) Generalmajor Mohammad Ali Dschafari, der linientreuen, iranischen Nachrichtenagentur Fars. “Jeder Ort, der vom Feind für militärische Operationen genutzt wird, wäre das Ziel der Streitkräfte der Revoultionsgarden.”

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hatte auch der türkische Außenminister Ahmet Davotoglu gewarnt, ein Angriff auf den Iran werde katastrophale Folgen für die Region haben. Wolfgang Ischinger warnte ebenfalls vor einem Militärschlag: “Das wäre der Bankrott der Politik und der Diplomatie.”

(Bildquelle: CIA.gov, Iran-Karten)

Yaacov Hadas-Handelsman neuer israelischer Botschafter in Deutschland – der Diplomat war 8 Jahre Soldat der Israel Defence Forces (Video)

Mittwoch, 11. Januar 2012

Yaacov Hadas-Handelsman wird neuer Botschafter des Staates Israel in der Bundesrepublik Deutschland. Das hat heute der Oberste Ernennungsausschuss des Außenministeriums in Jerusalem entschieden. Die Ernennung muss noch von der israelischen Regierung bestätigt werden.

Seit August 2011 vertritt der Karrierediplomat den Staat Israel als Botschafter bei der Europäischen Union und der NATO in Brüssel. Zuvor war er stellvertretender Generaldirektor und Leiter der Abteilung Naher Osten und Friedensprozess im Außenministerium in Jerusalem.

In den Jahren 2003 bis 2006 war er Botschafter in Jordanien. In seiner diplomatischen Laufbahn hatte er außerdem Posten in Katar, Großbritannien, Österreich und in der Türkei inne.

Hadas-Handelsman trat im Jahr 1983 in den auswärtigen Dienst ein, nachdem er acht Jahre in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften gedient hatte. Er machte seinen B.A. in Internationalen Beziehungen und Nahoststudien an der Universität Tel Aviv und seinen M.A. in Nahoststudien an der Hebräischen Universität Jerusalem.

Yaacov Hadas-Handelsman wurde am 22.8.1957 in Tel Aviv geboren. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Er spricht Hebräisch, Englisch, Deutsch, Arabisch und Türkisch.

Der neue Botschafter wird seinen Posten in Kürze antreten.

Dazu das aktuelle Video der Botschaft Israels: Israels Sicherheitslage aus der Luft (deutsche Untertitel)

(Textauszüge, Videoquelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin.de;
Bildquelle: Europäischer Rat.eu)

Kleine Landeskunde Serbien: Wohnzimmer weltweit – Gastfreundschaft in Belgrad (Video)

Mittwoch, 11. Januar 2012

Kosta Popovic, ein Lehrer aus Belgrad, bittet uns in sein Wohnzimmer. Er zeigt uns gemeinsam mit seiner Tochter Ana die Familiengeschichte anhand der Fotographien an den Wänden in seinem Hause. Gastfreundschaft, so Kosta Popovic, sei den Serben sehr wichtig.

(Videoquelle, Textauszug: Deutsche Welle.de;
Karten-, Grafikquelle: CIA.gov)