“Obama gets Osama”, Berichte der deutschen Politischen Stiftungen aus Pakistan
Sonntag, 8. Mai 2011Die Tötung Usama bin Ladins hat die pakistanische Öffentlichkeit genauso überrascht wie die Welt. Nur statt der richtigen Fragen reagieren viele Pakistanis nach oft erlebten Mustern: Leugnung, Gegenanschuldigung und Verschwörungstheorien. Auch hält sich die Freude in Grenzen: Im Gegensatz zur Ermordung des Gouverneurs Salman Taseers wurden diese Mal keine Süßigkeiten verteilt. Dafür muss das Land jetzt bittere Pillen schlucken: trotz der Kampfes des Armee gegen die Taliban, gilt Pakistan international als ein Hort von Terroristen, Armee wie Geheimdienst haben ein Imageproblem und die politische Führung einen Vertrauensverlust.
Die Nachricht von der Kommando-Aktion der Navy Seals in Abbotabad hat die Pakistanis, die politische Führung wie auch Militär und Geheimdienste ebenso unerwartet getroffen wie die Weltöffentlichkeit. Waren in den Montagszeitungen noch neutral von einem Hubschrauberabsturz und einer Explosion berichtet worden, klärte sich das Bild am Fernsehschirm in den frühen Morgenstunden: “Obama gets Osama” titelte die volksnahe “The News” am darauffolgenden Tag ..
Die Projektleiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Pakistan, Britta Petersen, kommentierte die Operation gegen Osama bin Laden in deutschen Zeitungen: Nach Osama bin Ladens Tod wie folgt: “Anspannung in Pakistan steigt”.
Der letzte öffentliche Bericht der Friedrich-Ebert-Stiftung in Pakistan datiert aus 2009 mit dem Titel: Pakistan: Rückschlag für die Taliban? - Pakistanische Taliban bestätigen den Tod Baitullah Mehsuds.
Die Konrad-Adenauer-Stiftung bewertet die Situation aktuell: “Der pakistanische Geheimdienst hat bei Al Qaida offenbar die Geduld verloren” und “Pakistan nimmt Anti-Terror-Kampf sehr ernst”.
(Textquelle kursiv: FNSt.org, Stiftung für die Freiheit;
Kartengrafikquelle: CIA.gov)









