Archiv für die Kategorie 'Korea'

Gemeinsames Manöver “Invincible Spirit” Südkoreas und der USA trotz nordkoreanischer Kriegsrhetorik störungsfrei abgeschlossen (Videos)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Die gemeinsamen Marine- und Luftwaffen-Mänover Südkoreas und der USA vom 25. bis 28. Juli 2010 sind abgeschlossen, 8000 Soldaten beider Länder, das Flaggschiff der Flugzeugträger USS George Washington (CVN 73), 20 Schiffe, U-Boote und Flugzeuge waren im Japanischen Meer im Einsatz, besondere Zwischenfälle blieben aus. Invincible Spirit (Unbezwingbarer Geist) war den Name des Manövers als Reaktion der USA und Südkoreas auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs Ende März. Die Korvette CHEONAN (PCC-772) mit 104 Besatzungsmitgliedern wurde am 26. März 2010 um 21:45 Uhr nahe der südkoreanischen Baengnyeong-Insel im Gelben Meer von einem nordkoreanischen Uboot- Torpedo versenkt wurde, das ergab die Untersuchung einer Expertenkommission, die am 20. Mai 2010 ihr Ergebnis veröffentlichte, Soldatenglück.de berichtete drüber.

 

Die bedrohliche Kriegsrhetorik Nordkoreas blieb von den Partner Südkorea und USA unbeachtet, das Manöver blieb ohne Störungen oder direkt messbare tatsächliche Reaktionen des nordkoreanischen Regimes.

Der chinesische staatliche Sender China News Service berichtete unterdessen, dass zeitgleich auf dem Territorium der Volksrepublik China in der Nähe des Gelben Meeres mit Langstrecken-Raketen und unbemannten Drohnen geübt wurde, ob lange geplant oder auch als Reaktion auf das Manöver der USA und Südkoreas, blieb offen.

 

(Videoquellen: euronews.net no comment, South Korean and U.S. warships conduct anti-submarine exercises as part of joint military drills;
DoD.gov, Footage of U.S. and Republic of Korea Navy vessels and sir craft performing maneuvers and exercises. Provided by Navy Visual News Service;
Bilderquelle: DoD.gov, A U.S. Marine Corps C-130 Hercules aircraft, center, leads a formation of three F/A-18C Hornet aircraft, right, and three A/V-8B Harrier aircraft as they fly over USS George Washington, CVN 73, July 27, 2010, while the carrier is under way in the East Sea. George Washington is participating in the combined U.S. and South Korean alliance maritime and air readiness exercise Invincible Spirit. DoD photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Charles Oki, U.S. Navy;
The aircraft carrier USS George Washington departs Busan, Republic of Korea. The Republic of Korea and the United States are scheduled to conduct the combined alliance maritime and air readiness exercise “Invincible Spirit” in the seas east of the Korean peninsula from July 25-28, 2010. This is the first in a series of joint military exercises that will occur over the coming months in the East and West Seas.)

DKB - Weltweit Geld abheben

Impressionen aus (Süd)Korea (Videos)

Montag, 28. Juni 2010

Beautiful (South)Korea by Rainer Rippe of Germany

 

Im Norden der schönen Halbinsel Korea ist es wesentlich grauer, ohne Zuversicht und unfrei bis in die Gedanken. Auch der verjüngende Generationenwechsel innerhalb des Diktatoren-Clans Kim in Pjiönjang in der Volksrepublik mit dem weltweit restriktivsten System vermag daran für die rund 24 Millionen Koreaner im Norden (Karte unten) nichts zu ändern.

60 Jahre nach dem heißen Korea-Krieges, herrscht noch immer Kalter Krieg in Nord- und Süd-Korea

 

Im Pentagon fand zum 60. Jahrestag des Beginns des Korea-Krieges 25. Juni 1950, 2010 eine Zeremonie statt. Der Korea-Krieg war eine Auseinandersetzung zwischen Truppen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) zusammen mit der Volksrepublik China auf der einen Seite und der Republik Korea (Südkorea) zusammen mit UNO-Truppen, vor allem den USA, auf der anderen Seite. Der Korea-Krieg endete am 27. Juli 1957. Bis dahin waren ihm 940.000 Soldaten und etwa 3 Millionen Zivilisten zum Opfer gefallen. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht abgeschlossen. Die bis heute streng bewachte und hoch-militärisierte Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea verläuft auf dem 38. Breitengrad.

 

(Videoquelle: via YouTube 10 Magazine “Korea Awaits!” Contest – Beautiful Korea by Rainer Rippe;
Kartengrafiken: CIA.gov; Textauszug Korea-Krieg: Wiki;
Videoquelle: Defence.gov, Under Secretary of the Army Joseph Westphal speaks at the 60th anniversary of the Korean War commemoration ceremony in the Pentagon courtyard.)

Korea: Nordkoreanischer U-Boot Torpedo aus Pjönjang, 46 gefallene südkoreanische Marinesoldaten und eine versenkte Korvette erhöhen regionale Nuklearkriegsgefahr (Video)

Montag, 24. Mai 2010

Spannungen nehmen zu

 

Die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis im Jahr 2000 des zwischenzeitlich verstorbenen südkoreanischen Präsidenten Kim Dae-jungs für dessen Versöhnungskurs, auch Sonnenscheinpolitik genannt, mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong-il in Pjöngjang ist ein Jahrzehnt her. Gegenwärtig herrscht zwischen Seoul und Pjöngjang und Bruderstaaten Nord- und Südkorea wieder Eiszeit, eine Kriegsgefahr ist wie schon oft in den letzen Jahrzehnten besonders in der aktuellen Phase spürbar.

 

Südkorea hat nach dem Untergang eines seiner Kriegesschiffes, der Korvette CHEONAN (PCC-772) mit 104 Besatzungsmitgliedern, das am 26. März 2010 um 21:45 Uhr nahe der südkoreanischen Baengnyeong-Insel im Gelben Meer von einem nordkoreanischen Uboot- Torpedo versenkt wurde, eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen die kommunistische Diktatur in Nordkorea angkündigt. Unter andern soll der innerkoreanische Handel weitgehend eingestellt werden und nordkoeranischen Schiffen die Fahrt durch die Hoheitsgewässerdes Südens verboten werden. 46 der südkoreanische Mariensoldaten kamen bei dem Angriff ums Leben, eine internationale Experten-Kommission (Südkorea, USA, England, Schweden, Frankreich, Australien) hat nach mehrwöchiger Untersuchung eine Torpedo-Attacke Nordkoreas als Explosionsursache festgestellt.

Bilder der Korvette CHEONAN, des Angriffortes, der Bergung und des Torpedos:

 

U.S. Präsident Brack Obama forderte Nordkorea auf, sein “kriegerisches und bedrohliches Verhalten” einzustellen, die nordkoreaner hattren nach der Veröffentlichung des Untersuchungsberichter mit Krieg und dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Die USA würden Südkorea bei dessen Verteidigung weiterhin unterstützen, so Barack Obama. An der 243 Kilometer langen Landesgrenzen und an den Seegrenzen stehen sich die Süd- und Nordkoreaner hochbewaffnet gegenüber, in Südkorea sind dazu noch rund 28.500 US-Soldaten stationiert.
Für den Kriegsfall gilt die schon historische Vereinbarung zwischen Südkorea und den USA, dass das Oberkommando über die südkoreanischen Streitkräfte an die USA übergeben werden. Damit sind die Friedens-Appelle der Weltmacht USA noch ernster zu nehmen und die Folgen bei erneuten Angriffen für das Regime in Nordkorea final. Auch China hat sich zwischenzeitlich von Nordkorea distanziert, Russland hält sich bedeckt, die Atomwaffen Pjöngjangs sind die unbekannte Größe und das gefährlichste Offensivmitel des Aggressors.
Im Jahr 2003 hat Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag aufgekündigt, nordkoreanische Mittelstreckenraketen mit Atomsprengköpfen und regelmäßig Atomwaffentest betimmen das Klima. Unter “konventionellen Umständen”, wäre das “Problem Nordkorea” längst demokratisiert.
Am 26. Mai wird die US-Außenministerin Hillary Clinton in Seoul zu Gesprächen erwartet, derzeit ist sie auf Südasienreise von Japan kommend in Peking/China zum U.S.-China Strategic and Economic Dialogue, heute in Shanghai. China und Japan sind beides wichtige betroffene Länder in der Region, denen an einer Lösung des Nordkorea-Konfliktes gelegen ist, gewiss auch an einem Ende der Dauer-Destabilsierung durch das nordkoreanische Regime.

Die Expertenkommission stellte am 20. Mai 2010 ihren Bericht vor, die heutigee Pressemitteilung des Pentagon dazu:

 

(Videoquellen: CNNInternational.com, YouTube-Nutzer “Medlinelll” und itnnews.com via YouTube;
Kartengrafiken: CIA.gov)

Evangelische Kirche auf “Friedensmission” in Südkorea

Donnerstag, 17. September 2009

Wolfgang Huber zur Friedensethik
Ratsvorsitzender hält Vortrag am Theologischen Seminar in Seoul

Noch bis zum kommenden Montag befindet sich eine Delegation des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unter Leitung seines Vorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, in Südkorea. Bw-Huber Wolfgang EKD BischofAm heutigen Donnerstag trifft die Delegation im Kirchenamt der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK) und im Anschluss im Kirchenamt der Presbyterianischen Kirche in Korea (PCK) Vertreter der jeweiligen Kirchenleitungen. Außerdem findet eine Begegnung mit der Leitung des Nationalen Rat der Kirchen in Korea (NCCK) statt sowie einer Pressekonferenz Gespräche mit Politikern über die koreanischen Nord-Südbeziehungen und die Rolle der Kirchen. “Friedensethische Überlegungen zum Thema Wiedervereinigung” – unter diesem Titel hält Wolfgang Huber am morgigen Freitag einen Vortrag im Theologischen Seminar der Presbyterianischen Kirche in Korea (PCK) in Seoul. Darin reflektiert Huber die Geschichte der deutschen Wiedervereinigung, deren konkrete politische Umsetzung mit dem Fall der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren begann. Im Vergleich zur Geschichte der deutschen Teilung und der glücklich vollzogenen Einheit seit 1990 sei die Geschichte Koreas sehr anders verlaufen, so Huber. Vor dem Hintergrund dieser sehr unterschiedlichen Geschichte und der fortdauernden Teilung Koreas entfaltete Huber Überlegungen zur biblischen Friedensethik. “Die Praxis der Feindesliebe, wie Jesus sie hier beschreibt, schließt drei grundlegende Schritte ein. Zu ihr gehört zunächst die Einsicht, dass menschliches Leben immer wieder von Gegensätzen und Gegnerschaften bestimmt ist. Die Einsicht in die Realität von Feindschaft ist der erste Schritt der Feindesliebe. Diese Realität prägt das persönliche wie das gesellschaftliche, das politische wie das religiöse Leben. Das Gebot der Feindesliebe lässt sich nicht auf den Bereich der Privatmoral beschränken”, so Huber wörtlich. Feindesliebe, so Huber, meine eine “Umkehrung der Wahrnehmung”. Vertraut sei eine Denkweise, die im Verhalten des andern vielfältige Gründe für die Entstehung und Verschärfung der Feindschaft finde. Sie deute das Verhalten des andern als aggressiv, das eigene Verhalten aber als defensiv. Feindesliebe im christlichen Sinne dagegen fordere dazu auf, nicht nur den andern als Urheber der Feindschaft anzusehen, sondern sich der Frage zu stellen, was im eigenen Verhalten dem andern als bedrohlich erscheine, worin man selbst des andern Feind werde. Huber: “Die Wahrnehmung des Konflikts aus der Perspektive des andern ist eine spezifische Form des christlichen Realismus. Sie ist ein entscheidender Beitrag der Christen zu politischen Ethik”. Fußend auf diesen Überlegungen entfaltet der Ratsvorsitzende eine kirchliche Lehre vom “gerechten Frieden” anstelle der früher praktizierten Lehre vom “gerechten Krieg”, zu der “kein Weg” zurückführe. Diese Abkehr von der Lehre vom gerechten Krieg, so Huber, habe ihren entscheidenden Grund darin, “dass selbst die Einschätzung, eine bestimmte politische Situation mache den Einsatz von Gewalt in rechtserhaltender Absicht unvermeidbar, die Gewaltanwendung nicht in sich selbst zu einer ethisch rechtfertigungsfähigen Handlung macht.” Nach dem Vortrag trifft die Delegation zu Gesprächen mit weiteren koreanischen Kirchenvertretern zu Gesprächen über koreanisch-deutschen Kirchenbeziehungen, u.a. auch über die Arbeit der koreanischen Gemeinden in Deutschland sowie über die Beurteilung der Situation christlichen Lebens in Nordkorea. Am Sonnabend besucht die Delegation der EKD die Waffenstillstandslinie in der sogenannten “demilitarisierten Zone” zwischen Nord- und Südkorea in Panmunjon. Damit besucht die Ratsdelegation denselben Ort, den sie am vergangenen Montag bereits von Nordkorea aus besucht hat.

(Text-, Bildquelle: Evangelische Kirche in Deutschland, EKD.de)

Bill Clinton brieft Barack Obama, Joe Biden und Jim Jones über die Nordkorea-Mission

Mittwoch, 19. August 2009

Bill, Barack und Joe

Bill Barack Joe

President Barack Obama meets with former President Bill Clinton in the Situation Room of the White House, including (from left ) NSC Senior Director for Asian Affairs Ambassador Jeff Bader, Deputy National Security Advisor Tom Donilon, NSC Advisor General Jim Jones and Vice President Joe Biden, August 18, 2009. The former President briefed President Obama on his recent trip to North Korea.

Soldatenglück.de berichtete über die Initiative der ehemaligen U.S. Präsidenten Clinton und Al Gore zur erfolgreichen “Befreiuung” von zwei in Nordkorea inhaftierten Amerikanerinnen und das Zusammentreffen von Bill Clinton mit dem nordkoreanischen Diktator sowie dem Atomprogramm-Unterhändler.

(Bildquelle: White House.gov)



USA/Nordkorea: Obama appeliert an Pjöngjang (Videos)

Donnerstag, 6. August 2009

“Provokatives Verhalten beenden”

Nach der Freilassung der zwei in Nordkorea wegen “illegalen Grenzübertritts zu 15 Jahren Haft verurteilten und seit März 140 Tage inhaftierten US-Journalistinnen Euna Lee und Laura Ling appelierte der U.S. Präsident Barack Obama an Norkorea und pochte auf die Beendigung des nordkoreanischen Atmoprogramms. Auch der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, wandte sich an Pjöngjang mit der Aufforderung an das Regime, den Dialog über das Atomprogramm des Landes wieder aufzunehmen, die so gennanten 6-Parteien-Gespräche sollten schnellstmöglich fortgesetzt werden.

Die beiden inhaftierten Journaistinnen kamen durch Initiative von Bill Clinton und Al Gore wieder frei. “Plötzlich stand Bill Clinton vor uns”, so eine der Inhaftierten nach ihrer Freilassung, in dem Moment habe sie gewußt, dass alles wieder gut werde. “Eine private humanitäre Aktion” nannte Hillary Rodham Clinton als U.S. Außenministerin die Bemühunges ihres Ehemannes Bill Clinton, dem 42 U.S. Präsidenten, gemeinsam mit Al Gore, seinem damaligen Vizepräsidenten.

Die Nordkoreaner entsandten zum Empfang von Bill Clinton am Flughafen (Video unten), den diplomatischen Unterhändler der bisherigen nordkoreanischen Atomgesprächen, was als gutes Zeichen gewertet werden kann. Clinton führte direkte Gespräche mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il und sich ließ sich mit ihm fotografieren und filmen, Kritiker griffen die Initiative dafür an, dem Regime in Pjöngjang würde dadurch ein propagandistischer Vorteil zu Gute kommen. Die beiden Inhaftierten jedenfalls sind glücklich befreit zurück bei ihren Familien und der Impuls hat neues Bewegung in die verfahrene Situation gebracht.

Barack Obama teilte gestern den Stand mit.

(Videoquellen: State.gov, euronews.net ,White House.gov)

Interview mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung-bak (Video)

Montag, 13. Juli 2009

The President of South Korea has said his people and his government are prepared for any contingency on the Korean peninsular. His comments came after neighbouring North Korea test-launched several missiles, threatened the South with war, and even detonated a second nuclear device. President Lee Myung-bak came to Europe for the G8 summit; to celebrate 20 years of close ties with Poland and to put the finishing touches to a free-trade agreement between South Korea and the EU. He also had a 20 minute audience with the Pope. And in his first major european TV interview since becoming president, the man they call “The Bulldozer” also told euronews why he is giving away his personal fortune – worth 16 million euros – to help the poor.

(Videoquelle: euronews.net)

Mysteriöse Fotos mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong-il und Soldaten

Dienstag, 30. Juni 2009

bw-nordkorea-fragliches-foto

Diese Fotos zeigen Kim-Jong-il, den Führer Nordkoreas. Die Bilder zeigen den Diktator bei einem Truppenbesuch mit Soldaten der Volksarmee der “Demokratischen” Volksrepublik Koera, das zweite Bild ist mysteriös und wirft Fragen auf. Das ursprüngliche obere Foto stammt vom 25. April des Jahres, die zweite Version unten wurde vermutlich manipuliert und am 14. Juni als aktuell im TV gezeigt. 13 Peronen fehlen in der neuen Version. Nachrichtendienstler gehen von einer hohen Wahrscheinlichkiet aus, dass das zweite Foto nachträglich manipuliert wurde. Die Zeitung The Chosun Ilbo, Südkoreas größtes Printmedium, veröffentlichte gestern als Gegenüberstellung vorher-nachher die Fotos.

Der südkoeranische Nachrichtendienst hat den Bericht zur Fotomontage bislang nicht offiziell bestätigt. Für Analysten der Region Korea nähren sich erneut Spekulationen über den angeschlagenen Gesundheitszustand vom Kim Jong-il (67), er soll im Vorjahr u. a. einen Schlaganfall erlitten haben, sein Nachfolger soll dessen Sohn Kim Jong-un werden.
Wenn sich die Spekulationen bestätigen, kann man durchaus vermuten, dass die Aufregungen beim Atom-Poker mit UN-Sicherheitsrats-Sanktionen als Folge dem koreanischen Staatschef offenbar nicht bekommen.

Soldatenglück.de berichtete über Nordkorea.

(Bildquelle: The Chosun Ilbo.com, Südkorea)

Propaganda: Volksarmee der Demokratischen Volksrepublik Korea – Nordkorea (Videos)

Mittwoch, 27. Mai 2009

Die letzten Atemzüge von Diktaturen sind immer auch feuerspeiend,
bei Nordkorea als der 9. Atommacht der Welt nicht ohne Brisanz

bw-kva-applausmaschine

Die Energie-, Gesundheits- und Nahrungsmittelversorgung und humanitäre Lage ist in Nordkorea desaströs, aber die Militär-Maschinerie mit über 1,1 Millionen Soldaten als fünftgrößte Streitmacht der Welt wird zu Massenaufmärschen im Stechschritt mobilisiert, Waffenschauen inszeniert und Atomwaffen-Test und Raketenabschüsse verschlingen Milliarden. Nordkorea zählt zu jenen Ländern auf der Welt, in denen die Menschenrechte am wenigsten geachtet werden. Kritik an der Partei und Führung wird streng bestraft. Die Medien werden vollständig vom Staat kontrolliert, nicht genehmigte Versammlungen sind verboten. Es ist den Nordkoreanern nicht erlaubt, das Land zu verlassen, auch der Aufenthaltsort im Land wird von den Behörden vorgeschrieben. Zum Tode verurteilte Personen werden oft in der Öffentlichkeit hingerichtet, westlichen Hilfsorganisationen zufolge sind über 200.000 Menschen aus der über 24 Millionen zählenden Bevölkerung Nordkoreas interniert.
bw-kvaDoch Militär, die Koreanische Volksarmee (KVA), gehorcht und funktioniert und ist der letzte vermeintliche Trumpf der Diktatur. Indoktrination macht es jedem KVA-Soldaten zur “heiligen Pflicht”, für die Verteidigung der Volksrepublik Korea und die Wiedervereinigung der Halbinsel bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen.

Ausbildung

Chor (weiter…)

Nordkorea droht Südkorea mit Angriff (Video)

Mittwoch, 27. Mai 2009

Fragiler Waffenstillstand-
“Atomalarm” über der koreanischen Halbinsel

bw-dprk-karte

An dem runden Tisch im UN Sicherheitsrat in New York hat Nordkorea seine Konflikte noch nie ausgetragen, Resolutionen der bw-un-ban-ki-moonVereinten Nationen entfalten in Pjöngjang weder Wirkung noch hinterlassen sie Eindruck. Nach dem unterirdischen Atomtest am Montag, Soldatenglück.de berichtete darüber, dem gestrigen erneuten Abschuss einer Kurzstrecken-Rakete, droht Nordkorea im Atom-Streit aktuell Südkorea mit einem “harten Militärschlag”. Der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, selbst aus Südkorea stammend, konnte mit seinen Statement den nordkoreanischen Machthabern keinen Einhalt gebieten. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA verbreitete eine Erklärung, wonach jeder “feindliche Akt gegen unsere Republik” werde einen “starken Militärschlag” nach sich ziehen. Das nordkoreanische Militär warnte Südkorea, dass der Waffenstillstand vom 27. Juli 1953, der den Krieg der beiden koreanischen Staaten beendete, den die UN und die USA in der demilitarisierten Zone überwachen, nicht mehr als verpflichtend angesehen werde, der Krieg war nie zu Ende, der Waffenstillstand stets fragil.

bw-un-sec-council

Heute sollte es im UN-Sicherheitsrat eigentlich um Georgien und um Timor-Leste gehen, die Tagesordnung wird wohl erneut um Nordkorea “angereichert”, eine neue Resolution in Sachen Nordkorea wird allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen (Video unten), zeitgleich spitzt sich die Lage zu. Wenn es von Nordkorea ausgehend zu einem militärischen Konflikt kommt, werden die USA an der Seite Südkoreas stehen.

bw-cdi

Das gefährlichste Problem ist, dass Nordkorea nach Schätzungen des Center for Defense Information (CDI) in Washington D.C. über Atomwaffen verfügt, etwa 6-12 strategische Nuklear-Sprengsätze seien in den nordkoreanischen Arsenalen – die reichen aus, um Nordkorea zu vernichten. Die neue US-Administration hat sich die Nonproliferation, die Nichtverbreitung von Atomwaffen, auf die Fahne geschrieben, Nordkorea als darniederliegender, diktatorischer Staats mit Atom-Experimentier-Praxis und eindeutig aggressiven Tönen bishin zur aktuellen Angriffsdrohung gegenüber einem mit den USA befreundetem Land wird zum anti-atomaren Lackmus-Test mit nuklearem Restrisiko. Das Oberkommando über die knapp 700.000 südkoreanischen Soldaten haben im Kriegsfall die USA. Die quantitative personelle und materielle Überlegenheit Nordkoreas (rund 1,17 Mio. aktiven Soldaten und Soldatinnen bei einer Wehrpflichtdauer von 10 Jahren im Norden stehen 674.000 mit einer Wehrpflichtdauer von 24-27 Monaten im Süden gegenüber) wird durch die deutlich bessere Ausrüstung der südkoreanischen Streitkräfte und die Allianz mit den USA mehr als kompensiert. Die Bedrohung durch nordkoreanische Kurz-, Mittel- und Langstreckenraketen, die ohne Vorwarnung jeden Punkt im Süden erreichen können, sowie ggf. auch durch Massenvernichtungswaffen, wie Atomwaffen, bleiben und sind aktuell eine unkalkulierbare, drohende Gefahr.

bw-dprk-flagge

DPR Korea: UN Security Council Remarks, May 25, 2009, Video:

(Bild-, Grafikquelle: UN.org; Korea DPR.com;
Center for Defense Information, CDI.org)

DKB - Weltweit Geld abheben