Mit Schlagstock, Helm als Waffe und Polizei-Motorrad in zig-facher Überzahl gehen iranische “Sicherheits”kräfte von Polizei und Miliz gegen einen unbewaffneten Demonstranten.
Fotoshooting
statt Wundverband oder medizinische Ersthelfer-Versorgung
Hier im Video ist die Schattenseite der Video- und Blog-Information aus dem krisengeschüttelten Iran mit Kopfschütteln zu bestaunen, statt zügigem Evakuieren, Wundverband, Atemwege freimachen, Ersthelfer-Versorgung bei blutenden, ohnmächtigen, schwer verletzten Demonstranten (Studenten), die zu Intensiv-Patienten wurden, Chaos pur, aber das Fotoshooting funktioniert bei aller Panik bestens. Ein Foto-Handy haben alle dabei, ein Erste-Hilfe-Set niemand.
Positiv ist, auch den iranischen Polizisten wird von den Demonstranten geholfen und mit einem grünen Tuch, dem Zeichen der Demonstranten, als Druckverband versorgt, wie diese Video zeigt:
Festzustellen ist, dass es zwar im Demonstrations-Geschehen zu Verletzten und Toten gekommen ist, aber die Brutalität der Polizei gegen die Protestierenden noch nicht übergreifend angewandt wird, ausgenommen sind die Milizen, die fast durchgängig brutal vorgehen, die Akteure spielen ihre zugewiesene Rolle, wie dieses Video einer Festnahme zeigt:
Dieses bei aller Emotion besondere Verhalten der Demonstrierenden und der Polizei lässt Raum für den Versöhnungsprozess in der iranischen Gesellschaft, wenn die Ungerechtigkeiten abgestellt sind und die Unruhen sich beruhigen. Denn auch in einem zukünftig demokratischen Iran müssen die Menschen miteinander weiter leben.
Der oberste geistliche Führer des Irans, Ayatollah Ali Chamenei, hat heute in seinem Freitagsgebet den demonstrativen Schulterschluss mit Ahmadinedschad vollzogen und von einem klaren Wahlsieg gesprochen. Die weitere Entwicklung mit den morgigen Gesprächen zwischen Wächterrat und den oppositionellen Kandidaten ist von außen nur schwer einschätzbar.
Die Organisation “Human Rights in Iran” hat heute alamierende Zahlen verschickt über die Situation der Studenten im Land, die sich als Freiheitskämpfer gegen die staatliche Wahlfälschung und islamische Unterdrückung stellen. Aufgrund der Mediensperre sind ausreichend Informationen schwer zu erhalten. Diese Zahlen der Organisation Human Rights Watch in Iran sind glaubwürdig, teilweise von internationalen Berichterstattern und aus anderen Quellen belegt und überaus besorgniserregend. Hier in Video, dass iranische Polizisten beim Attackieren von Bürgern auf offener Straße zeigt.
Im Europäischen Parlament in einer Fraktionssitzung der Grünen/EFA schilderte am vergangenen Dienstag der iranische Regisseur Mohsen Makhmalbaf Berichte, nach denen die Auszählungsergebnisse eine absolute Mehrheit für den Oppositionellen Mussawi ergeben, die von der Regierung behauptete Mehrheit für Ahmadinedschad muss berechtigt angezweifelt werden.
Aus “Jubel-Perseren” sind todesmutige iranische Freiheitskämpfer, Männer wie Frauen, geworden.
Der Ausspruch “Freedom is never given, it is won” stammt von A. Philip Randolph.