33 T-72 Kampfpanzer aus der Ukraine, die als brisante Ladung mit Munition, Waffen und Gerät per Schiff mit der MV Faina (Bild unten) Richtung Mombasa/Kenia unterwegs waren und im September 2008 skurillerweise vor Somalia von Piraten entführt wurden, sind nach Zahlung von Erpressungs-Lösegeld, der Freigabe und einer Odysee über Nairobi/Kenia zwischenzeitlich im Süden des Sudan gesichtet worden. Die ukrainischen T-72 Russen-Panzer (Vergleichsbild oben) werden jetzt von der Sudan People’s Liberation Army (SPLA) eingesetzt. Satellitenbilder bestätigten die Ankunft, Augenzeugen-Berichte machen den Weg nachvollziehbar.
Südsudan ist der südliche Teil Sudans und seit 2005 eine autonome Region des Landes. Von der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM/A) wird auch die Bezeichnung New Sudan (Neusudan) verwendet. Die Sudanesische Volksbefreiungsarmee (SPLA) ist ursprünglich eine 1983 in Sudan gegründete Rebellengruppe, die eine Autonomie des animistischen-christlich-schwarzafrikanischen Südsudans gegenüber dem islamisch geprägten Norden fordert. Sie ist der militärische Flügel der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung SPLM und kämpfte bis 2005 gegen sudanesische Regierungen. Seit dem Friedensabkommen 2005 ist die SPLA als politische Partei SPLM auch in Nordsudan vertreten. 2011 soll ein Referendum in Südsudan stattfinden, welches über die Unabhängigkeit vom Sudan entscheiden soll.
Deutschland ist mit unbewaffneten Militärbeobachtern der Bundeswehr und Polizeibeamten aus Bund und Ländern in den UN-Missionen im Sudan, Darfur und Südsudan im Einsatz.
(Bilderquelle: U.S. Navy.mil; baugleiche T-72 Kampfpanzer im Irak, Iraqi tanks assigned to the Iraqi Army 9th Mechanized Division drive through a checkpoint near Forward Operating Base Camp Taji, Iraq;
DoD.mil, Pirates holding the Ukrainian merchant vessel MV Faina receive supplies Sept. 30, 2008, while under observation by a U.S. Navy ship off the coast of Hoybyo, Somalia. The Belize-flagged cargo ship is owned and operated by the Ukraine-based Kaalybe Shipping and is carrying a cargo of Ukrainian T-72 tanks and related equipment. The ship was hijacked Sept. 28, 2008, and forced to anchor off the coast of Somalia;
Grafikquelle: CIA.gov)
“Die Zukunft Afrikas liegt in den Händen der Afrikaner”
Seit der Rede von U.S. Präsident Barack Obama in Accra/Ghana vor dem Parlament, erstmalig als Amtsinhaber in Afrika am 11. Juli 2009, sind einige Tage vergangen. In den internationalen Medien viel beachtet wurde die Rede des ersten amerikanischen Staatsoberhauptes mit schwarzer Hautfarbe und naher afro-amerikanischer Herkunft. Militärisch blicken die USA auch mit “neuen Augen” auf Afrika, ein Regionales Kommando ist geschaffen, es soll vorrangig mit humanitären Hilfsoperationen, Katastrophenbewältigung und Krisenreaktionsoperationen betraut werden. Die Zeiten des “vergessenen Kontinents” gehen zu Ende, nicht nur aus Sicht der US-amerikanischen Regierung gewinnt der Kontinent aufgrund ihrer Ressourcen und oft instabilen Machtverhältnisse oder Al Quaida-Umtrieben zunehmend an Bedeutung, Staaten wie China und Russland setzen dort ihre Interessen durch.
Die United Nations sind mit MONUC als weltgrößte UN-Mission mit rund 17.000 UN-Soldaten allein in der DR Kongo stationiert. Die Europäische Union ist mit mehreren Missionen auf dem afrikanischen Kontinent im Einsatz, Bundeswehr-Soldaten versahen Dienst bei der EU-Mission RD Congo und Polizisten und Soldaten aus Deutschland sind bis heute in Sudan und Darfur unter UN-Mandat eingesetzt. Vor der Küste Somalias wird von der Mission EU NAVFOR Operation ATALANTA europäische und Außen- und Sicherheitspolitk und von der UN “Weltinnenpolitik” betrieben. Die USA trugen mit der Schaffung eines militärischen Afrika-Kommandos dieser Entwicklung auf dem einst als “vergessener Kontinent” bezeichneten Weltregion Afrika Rechnung.
HQ des United States Africa Command (AFRICOM, Wappen rechts) ist noch Stuttgart in Deutschland, ein dauerhaft gesicherter Platz in Afrika scheint noch nicht gefunden. AFRICOM ist das sechste und jüngste Regionalkommando der US-Streitkräfte, ab Oktober 2007 im Aufbau, seit Oktober 2008 ist die volle Operationsfähigkeit hergestellt. AFRICOM hat das Oberkommando über US-amerikanische Truppen und Operationen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent, mit Ausnahme von Ägypten. Derzeit ist das Hauptquartier in den Kelley Barracks in der baden-wüttembergischen Landeshauptstadt stationiert. Das spätere Hauptquartier des Kommandos könnte – und soll wohl auch – , nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums, in Afrika stationiert werden.
Obama übermittelte bei seinem ersten Afrika-Besuch in seiner Rede in Ghana, ehemals Goldküste in Westafrika am Atlantischen Ozean gelegen, eine kompromisslose Botschaft. Der schwarze Präsident Obama sprach noch unverblümter, als es der 43. U.S. Präsident George W. Bush bei seinem Besuch in Ghana letztes Jahr gewagt hatte. Obama erklärte, Hilfe werde nur bekommen, wer sich den Interessen der amerikanischen Regierung und Konzerne anpasse, in Zukunft würde die Hilfe noch geringer ausfallen.
“Entwicklung”, erklärte Obama vor Parlamentarien Ghanas, “hängt von guter Regierungsführung ab. Diese Zutat hat in zu vielen Gegenden viel zu lange gefehlt. Das ist die Veränderung, die Afrikas Potential freisetzen kann. Und diese Verantwortung können nur Afrikaner wahrnehmen.” “Die Zukunft Afrikas liegt in den Händen der Afrikaner”, wiederholte er. Die Belehrung enthielt auch eine Drohung. “Wir haben die Verantwortung, die zu unterstützen, die verantwortlich handeln, und jene zu isolieren, die das nicht tun. Genau das wird Amerika tun”, erklärte Obama.
Ein guter Auftakt mit klaren Worten, vielleicht der Wegbereiter für die Errichtung eines US- Hauptquartiers im “englischsprachigen” Ghana, dem Land aus dem der letzte UN-Generalsekretär Kofi Annan stammt und dessen Demokratie und wirtschaftliche Stabilität für afrikanische Verhältnisse weit fortgeschritten sind. Ghanas Außenpolitik orientiert sich an den westlichen Staaten, vor allem an den USA.
Ghana (in grün, Grafik oben) hat ein großes Gewicht in Westafrika und gilt als stabilisierender Faktor. Auch militär- und geostrategisch eine gute Option. Die Regierungen Ghanas haben in der Vergangenheit mehrfach internationale humanitäre und militärische Einsätze unterstützt.
Ghana erhielt am 06. März 1957 als erstes Land Afrikas die Unabhängigkeit von Großbritannien. Das Interesse Großbritanniens ist demzufolge an der Präsidialrepublik Ghana im Commonwealth noch sehr groß, der BBC-Korrespondent Andrew Harding war von der Direktheit überrascht, mit der der im Ant noch junge Amerikaner-Präsident zu den Gastgerbern sprach. Harding kommentierte: “Es war eine weit ausladende Rede, aber Obama kann wegen seiner Abstammung, wegen seines kenianischen Vaters, zu Afrikanern in einer Weise sprechen, die für die meisten ausländischen Politiker schwer vorstellbar ist.”
Auch die London Times vertsand die Rede so, Libby Purves schrieb zur Rede: “…. eine Botschaft, die kein weißhäutiger westlicher Führer hätte überbringen können, ohne in Afrika Verstimmung und zu Hause die Kritik politisch korrekter Bedenkenträger auf sich zu ziehen”.
Darum ist für diese US-Administration gerade Ghana, von wo aus einst die Sklaven nach Nordamerika verschifft wurden, heute das Tor nach Afrika, um Wohlstand, Stabilität und Frieden auf den “vergessenen Kontinent” zu bringen – mit militärischer Flankierung.
(Grafikquelle: AFRICOM.mil; Kartengrafik: CIA.gov;
Videoquelle: White House.gov)
Bild oben: KIGALI, Rwanda – General William E. “Kip” Ward, commander of U.S. Africa Command (left of center), claps along to the spirited singing of Rwandan Defense Force (RDF) soldiers celebrating the conclusion of a live-fire demonstration at the RDF’s Gabiro School of Infantry in Gabiro, Rwanda, April 21, 2009. The demonstration was part of a tour for a U.S. Africa Command delegation led by General William E. “Kip” Ward, commander of U.S. Africa Command. The Gabiro School is the RDF’s primary facility for infantry, armor, artillery and engineering training of RDF officers and enlisted members. (U.S. Africa Command Photo by Kenneth Fidler)
Even after 40 years in power, Libya’s Colonel Gaddafi has some bold ambitions. His ideas for African unity involve the creation of a United States of Africa modelled on the EU – an idea he set out at the recent African Union summit. As thousands of Africans continue to head north in search of a better life in Europe, he also has strong views on immigration. The Libyan leader, whose country holds the rotating presidency of the African Union, is attending the G8 summit in Rome. Before leaving for Italy, he spoke to Euronews from Tripoli.
Entwicklungsländer müssen Unterstützung ärmster Menschen wegen Wirtschaftskrise bereits kürzen
Bonn – Viele Entwicklungsländer stehen durch die globale Wirtschaftskrise unmittelbar vor dem wirtschaftlichen Abgrund und können das Überleben ärmster Bevölkerungsschichten nicht mehr sichern. Davor warnt die Millenniumkampagne der Vereinten Nationen zu Beginn des vom achten bis zehnten Juli in L’Aquila/Italien stattfindenden G8-Gipfels und fordert die Regierungschefs zur Bereitstellung der dringend benötigten Finanzmittel auf.
Nach Angaben der Afrikanischen Entwicklungsbank gehen Staaten wie Kenia oder der Demokratischen Republik Kongo (Bilder) in den nächsten Wochen die ausländischen Reserven aus, um der Bevölkerung überlebenswichtige Güter bereitzustellen. Länder wie Laos, Senegal oder Kap Verde mussten bereits Ausgaben kürzen, die sonst in die dringend notwendige Armutsbekämpfung fließen.
In den vergangenen 12 Monaten haben die Industrienationen 18 Billionen US Dollar für die Unterstützung des Finanzsektors ausgegeben – neunmal mehr, als die gesamten Ausgaben der weltweiten Entwicklungshilfe der letzten 49 Jahre. Experten schätzen, dass durch die Finanzkrise die Ausgaben für Entwicklungshilfe und die Umsetzung der Millenniumsziele um weitere 200 Milliarden US Dollar sinken werden.
Deutsche Afrikapolitik -
Eckpunkte einer strategischen Neuausrichtung
von Stefan Mair | Denis M. Tull
Afrika südlich der Sahara ist in den vergangenen zehn Jahren zunehmend in den Fokus der deutschen Außenpolitik gerückt. Die Region hat einen Zuwachs an strategischer Bedeutung erfahren, mit dem sich der über Jahrzehnte bestimmende Blick überholt hat, der auf humanitäre und entwicklungs-politische Fragen wie Bürgerkriege und regionale Konfliktsysteme, Zerfall staatlicher Ordnung, Migration, Terrorismus und internationale Kriminalität fokussiert hat. Dies zeigt sich auch darin, dass Afrika einen Schwerpunkt der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) bildet.
Vor diesem Hintergrund sollte die Bundesregierung ihre Afrikapolitik stärker inhaltlich und strategisch ausgestalten. Die Entwicklung eines strategischen Überbaus macht es unerlässlich, Deutschlands afrikapolitische Interessen und Ziele genauer zu bestimmen. Darauf aufbauend schlägt die Studie eine Reihe von Kriterien vor, anhand derer die deutsche Afrikapolitik ihre funktionalen und regionalen Prioritäten setzen könnte.
In funktionaler Hinsicht werden die Effektivierung der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, die Herstellung von Frieden und Sicherheit, die Förderung effektiver Staatlichkeit, die Regulierung von Migration und die Erhaltung der Biodiversität in Afrika als Prioritäten identifiziert. Hinsichtlich der regionale Prioritäten wird eine Liste von Ländern mit großem Gewicht vorgeschlagen, die eine zentrale Rolle bei der Umsetzung bzw. Blockade der inhaltlichen Prioritäten deutscher Außenpolitik spielen. Sie sollten im Mittelpunkt deutscher Afrikapolitik stehen. Im letzten Teil schlagen die Autoren eine Reihe von Schritten vor, um die Strukturen und Instrumente deutscher Afrikapolitik an die Erfordernisse der strategischen Neuausrichtung anzupassen.
Seit 1991 verleiht die Stadt Osnabrück alle zwei Jahre den nach dem weltbekannten, in Osnabrück geborenen Schriftsteller Erich Maria Remarque benannten Friedenspreis. In diesem Jahr wird die Auszeichnung zum zehnten Mal vergeben.
Den mit 25.000 Euro dotierten Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis erhält der 1948 in Stockholm geborene schwedische Theaterregisseur und Schriftsteller Henning Mankell (rechts im Bild) für sein Afrika-Werk.
Der 1971 in Thun geborene Schweizer Dramatiker und Autor Lukas Bärfuss erhält den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis für sein Afrika-Buch “Hundert Tage”. Beide Preisträger verbindet eine ausdrucksstarke engagierte literarische Auseinandersetzung mit den Konflikten des Kontinents Afrika vor dem Hintergrund von Kolonialismus und Neokolonialismus.
Die Preisverleihung findet am Freitag, 18. September, um 11 Uhr, im Friedenssaal des historischen Rathauses der Stadt Osnabrück statt.
Henning Mankells (Biografie) Verbindung zu Afrika entstand schon 1972, als er zum ersten Mal nach Sambia reiste. 1986 übernahm er die Leitung des Teatro Avenida in Maputo/Mosambik, wo er bis heute mehr als die Hälfte des Jahres verbringt. Seitdem ist Afrika die zweite Heimat des schwedischen Autors. Sein Leben und Engagement vor Ort inspirierte ihn zu seinem variationsreichen Afrika-Werk, das dem Werk Erich-Maria Remarques auf eindrucksvolle Weise entspricht. Hervorzuheben aus seinen vielen mit Afrika befassten Büchern sind “Der Chronist der Winde” und “Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt”, vor allen aber “Die flüsternden Seelen” – ein historisches und zugleich poetisches Werk, das weltliterarischen Rang hat.
(TV-Tipp: Eine 2-teilige Dokumentation “Mein Herz schlägt in Afrika” über Henning Mankell und Afrika wird am 28. April und 5. Mai um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.)
Sonderpreis für Lukas Bärfuss
Lukas Bärfuss gehört zu den erfolgreichsten Dramatikern der letzten Jahre. Seine Stücke werden weltweit gespielt. Mit “Hundert Tage” hat er seinen ersten Roman vorgelegt, der auf großes öffentliches Interesse gestoßen ist. Erzählt wird die Geschichte eines moralischen Irrtums, der in Ruanda eines der größten Verbrechen des Jahrhunderts ermöglichte. Der Roman über den Bürgerkrieg in Ruanda thematisiert ein dunkles Kapitel der Geschichte Afrikas, in das Europa tief verstrickt ist. “Hundert Tage”, ein minutiös recherchierter Roman der Extreme, offenbart das Drama der Schweizer Entwicklungshilfe in Ruanda, als 1994 der Völkermord begann.
Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis wird im Sinne seines Namensgebers für belletristische, journalistische oder wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die sich mit Themen des inneren und äußeren Friedens auseinandersetzen, und für beispielhaftes Engagement für Frieden, Humanität und die Freiheit des Menschen von Unterdrückung. (weiter…)
Angehörige der South African Defence Force, Air Force, Special Task Force und der National Police und Metro Police marschieren durch Downtown Pretoria, Südafrika.
Die South African National Defence Force (SANDF) sind die Südafrikanischen Streitkräfte. In ihrer heutigen Form wurde sie nach dem Ende der Apartheid 1994 gegründet, auf der Grundlage von Neuwahlen und einer neuen Verfassung. Die SANDF verfügt über 59.800 Angehörige. Die SANDF sind mit dem Schutz Südafrikas und der Teilnahme an multinationalen Friedensmissionen beauftragt. Dabei liegt der Fokus auf Stabilisierungsmissionen in Afrika, an verschiedenen multinationalen Einsätzen auf dem afrikanischen Kontinent haben südafrikanische Soldaten teilgenommen oder tun es noch, in Lesotho und an UN-Missionen in der Demokratischen Republik Kongo, in Burundi und im Sudan.Die konventionelle Bewaffnung der SANDF wird gegenwärtig einer Modernisierung unterzogen. So wurden neue Kriegsschiffe und U-Boote in Deutschland und Kampfflugzeuge in Schweden und Großbritannien beschafft. Diese Rüstungsbeschaffungen sind aufgrund ihrer Kosten und wegen der Korruption bei der Auftragsvergabe heikel.
Zu den Problemen der SANDF gehört ein Mangel an ausgebildeten Luftwaffen-Piloten und Marineoffizieren, da viele der weißen Offiziere der SADF durch Mitglieder der Befreiungsbewegungen ersetzt wurden. Der Verlust von qualifiziertem Personal, die Ausmusterung von Ausrüstung wegen Geldmangels, eine hohe AIDS-Infektionsrate der Truppe und die Tatsache, dass die Infanterie-Soldaten der SANDF zu den ältesten der Welt gehören, lassen die Wehrbereitschaft der SANDF momentan zweifelhaft erscheinen. Es wird jedoch aktiv versucht, durch Rekrutierungs- und Ausbildungsprogramme die Zustände zu verbessern.
Einstimmig hat sich der UN-Sicherheitsrat für die Entsendung von 3.000 zusätzlichen Blauhelmsoldaten in die Demokratische Republik Kongo ausgesprochen.
Bislang sind im Rahmen der MONUC-Mission über 16.000 UN-Soldaten im Kongo stationiert. Die Aufstockung ist zunächst bis zum 31. Dezember 2008 vorgesehen.
In den vergangenen Wochen war die Lage im Osten des Landes, rund im die Stadt Goma, eskaliert. Über 250.000 Menschen sind dort wegen anhaltender Kämpfe zwischen Tutsi-Rebellen und der kongolesischen Armee auf der Flucht.
Soldatenglück.de hat über die jüngsten Ereignisse im Kongo berichtet.
Bundespräsident Horst Köhler, frisch zurück vom Afrika-Forum in Nigeria, forderte heute einen erneuten europäischen Militäreinsatz im Kongo.
“Ich bin wirklich nicht kriegslüstern”, sagte Köhler am Montagabend bei einem öffentlichen SPIEGEL-Gespräch an der Universität Mainz, “aber wenn wir es ernst meinen mit Werten, die für uns alle stehen, müssen auch die Europäer Soldaten stellen, um diesem Morden Einhalt zu gebieten.” Es könne nicht sein, dass im Rahmen eines glaubwürdigen UNO-Mandats im Prinzip nur die Entwicklungsländer und die Afrikaner mit Truppen vor Ort seien. zum vollständigen SPIEGEL-Artikel