Archiv für die Kategorie 'Weltregionen'

Gemeinsames Manöver “Invincible Spirit” Südkoreas und der USA trotz nordkoreanischer Kriegsrhetorik störungsfrei abgeschlossen (Videos)

Donnerstag, 29. Juli 2010

Die gemeinsamen Marine- und Luftwaffen-Mänover Südkoreas und der USA vom 25. bis 28. Juli 2010 sind abgeschlossen, 8000 Soldaten beider Länder, das Flaggschiff der Flugzeugträger USS George Washington (CVN 73), 20 Schiffe, U-Boote und Flugzeuge waren im Japanischen Meer im Einsatz, besondere Zwischenfälle blieben aus. Invincible Spirit (Unbezwingbarer Geist) war den Name des Manövers als Reaktion der USA und Südkoreas auf die Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffs Ende März. Die Korvette CHEONAN (PCC-772) mit 104 Besatzungsmitgliedern wurde am 26. März 2010 um 21:45 Uhr nahe der südkoreanischen Baengnyeong-Insel im Gelben Meer von einem nordkoreanischen Uboot- Torpedo versenkt wurde, das ergab die Untersuchung einer Expertenkommission, die am 20. Mai 2010 ihr Ergebnis veröffentlichte, Soldatenglück.de berichtete drüber.

 

Die bedrohliche Kriegsrhetorik Nordkoreas blieb von den Partner Südkorea und USA unbeachtet, das Manöver blieb ohne Störungen oder direkt messbare tatsächliche Reaktionen des nordkoreanischen Regimes.

Der chinesische staatliche Sender China News Service berichtete unterdessen, dass zeitgleich auf dem Territorium der Volksrepublik China in der Nähe des Gelben Meeres mit Langstrecken-Raketen und unbemannten Drohnen geübt wurde, ob lange geplant oder auch als Reaktion auf das Manöver der USA und Südkoreas, blieb offen.

 

(Videoquellen: euronews.net no comment, South Korean and U.S. warships conduct anti-submarine exercises as part of joint military drills;
DoD.gov, Footage of U.S. and Republic of Korea Navy vessels and sir craft performing maneuvers and exercises. Provided by Navy Visual News Service;
Bilderquelle: DoD.gov, A U.S. Marine Corps C-130 Hercules aircraft, center, leads a formation of three F/A-18C Hornet aircraft, right, and three A/V-8B Harrier aircraft as they fly over USS George Washington, CVN 73, July 27, 2010, while the carrier is under way in the East Sea. George Washington is participating in the combined U.S. and South Korean alliance maritime and air readiness exercise Invincible Spirit. DoD photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Charles Oki, U.S. Navy;
The aircraft carrier USS George Washington departs Busan, Republic of Korea. The Republic of Korea and the United States are scheduled to conduct the combined alliance maritime and air readiness exercise “Invincible Spirit” in the seas east of the Korean peninsula from July 25-28, 2010. This is the first in a series of joint military exercises that will occur over the coming months in the East and West Seas.)

DKB - Weltweit Geld abheben

Serbiens Kampf gegen die Organisierte Kriminalität (Video)

Sonntag, 25. Juli 2010

 

Serbien hat der Europäischen Union und seinen Nachbarn deutlich gemacht, dass es entschlossen gegen die kriminellen Gruppen vorgehen will, die seit den 90er Jahren in der Region aktiv sind. Doch die Polizeiarbeit leidet unter den diplomatischen Problemen aus der Vergangenheit.

(Videoquelle: euronews.net)

Kommentar zu Venezuela und Kolumbien und Commandante Hugo Chávez (Video)

Freitag, 23. Juli 2010

Vuvuzela

Venezuela ist reich an Erdölvorkommen, aber relativ arm, was das Durchschnittseinkommen der Bevölkerung und die politische Vernunft des Präsidenten betrifft. Hugo Chávez hat sich seit seinem Machtantritt vor elf Jahren als notorischer Choleriker mit sozialistischen Gossensprüchen erwiesen. Seine pathetischen Wutreden sind nervtötend wie ein Tinnitus mit Vuvuzela-Klang.

Jetzt legt sich der selbst ernannte Retter der Entrechteten mit Kolumbien an. Dass Chávez alle diplomatischen Beziehungen zum Nachbarland abbricht und sein Militär mobilisiert, ist lächerlich. Die rechtskonservative Regierung von Noch-Präsident Álvaro Uribe hat nichts weiter getan, als die Rückzugsgebiete der “Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens” auf venezolanischem Gebiet entlang der Grenze anzuprangern. Die sogenannten FARC-Rebellen geben sich zwar wie Chávez als linksgerichtete Freiheitskämpfer aus. In Wirklichkeit operieren sie in Kolumbien wie eine Dschungel-Mafia. Ihr Geschäft sind Drogenhandel, Kidnapping, Lösegelderpressung und Mord. Diese Bande sollte Chávez nicht dulden oder durch die verbalen Scharmützel mit Uribe indirekt unterstützen. Ein seriöser Präsident würde die Rebellen ausschalten. Aber was soll man von einem Chávez erwarten, der die Medien gängelt, die Inflation anheizt und die Wirtschaft unter die Kontrolle seines korrupten Regimes stellt? (Zitatende)

Kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung.

Hugo Chávez, (Jahrgang 1954) seit 1999 venezolanischer Staatspräsident, ”erläutert” die Vorwürfe gegen Kolumbien in der Landessprache spanisch, Diego Maradona (Jahrgang 1960), der argentinische Fußball-Nationaltrainer und “FIFA-Spieler des Jahrhunderts”, besucht derzeit Venezuela und hatte “die Freude” nah und live dabei zu sein.

 

Soldatenglück.de berichtet immer mal wieder sozusagen in Schüben über Venezuela.

(Texquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Grafikquelle: CIA.gov;
Videoquelle: Staatsfernsehen Venzuela, via YouTube)

U.S. Außenministerin Clinton in Vietnam bei Freunden, der Kriegsschauplatz ist Vergangenheit (Video)

Freitag, 23. Juli 2010

 

In Hanoi, der vietnamesischen Hauptstadt wird Hillary Clinton, US Secretary of State, herzlich mit einem Überraschungs-Präsent (Video oben) vom stellvertretenden Premierminister und Außenminister Pham Gia Khiem empfangen, sie traf in Vietnam, dem einstigen Kriegsschauplatz, zu US-amerikanisch-vietnamesischen bilaterale Gesprächen, einer Partnerschaftvertrags-Unterschift und einer Sicherheitskonferenz mit Regierungsvertretern aus Südostasien zusammen.

 

Zum Artikel bei State.gov

[Videoquelle: euronews.net, State.gov;
Bildquelle: State.gov, U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton and Vietnamese Justice Minister Ha Hung Cuong, flanked by U.S. Ambassador to Vietnam Michael W. Michalak (left) and Vietnamese officials, smile after signing a memorandum of understanding for the U.S.-Vietnam PEPFAR Partnership Framework at Ngoc Lam Pagoda i Hanoi, Vietnam, on July 22, 2010.]

Zum Kosovo-Gutachten: “Erfolg und doch Sprengsatz” und “Schlappe für Belgrad” (Video)

Donnerstag, 22. Juli 2010

 

Überraschend deutlich ist das Urteil der höchsten Instanz des Völkerrechts ausgefallen. Die einstige Provinz Kosovo kann sich von Serbien trennen und eigene Wege gehen. Mit einem solch klaren Spruch hatte kaum jemand gerechnet, schon gar nicht die Regierung in Belgrad, die den internationalen Gerichtshof in den Haag angerufen hatte. Die Verlesung der Stellungnahme der 15 Richter begann gestern am späten Nachmittag, und so manches Detail der Begründung wird Rechtsexperten noch viele Wochen beschäftigen. Was sie im Einzelnen für die unterschiedlichen Weltregionen bedeutet, lässt sich derzeit nur ansatzweise erkennen. Aber sie ist in jedem Fall ein wichtiger Sieg für all die ethnischen Minderheiten, die sich in ihren Staaten nicht beheimatet fühlen. Es war einer der Grundsätze internationalen Rechts spätestens seit dem zweiten Weltkrieg, dass Grenzen nicht einseitig verändert werden können. Tatsächlich war die Abspaltung des Kosovo eine aus gutem Grund umstrittene Sache. Denn das Gebiet ist bis heute nicht aus eigener Kraft lebensfähig. Die von außen mitgetragene Unabhängigkeit des Kosovo ist deswegen auch in erster Linie ein Versuch gewesen, die Situation auf dem Balkan weiter zu befrieden. Und dies wird durch den Richterspruch sicher weiter erleichtert. Serbien wird sich damit abfinden und seinen Weg in die europäische Gemeinschaft suchen. Für Europa ist das Urteil aus Den Haag ansonsten von eher nachgeordneter Bedeutung. Sicher gibt es noch zahlreiche Konfliktzonen, aber die EU als supranationales Dach, das die Regionen stärkt und ihre Autonomiebestrebungen in vielerlei Hinsicht stützt, wird entscheidend dazu beitragen können, die regionalen Auseinandersetzungen in einem erträglichen Rahmen zu halten. Katalonien, auch das Baskenland werden sich durch die Entscheidung zwar darin bestärkt sehen, gegen Madrid Front zu beziehen. Aber spätestens seit dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags wird die Debatte darüber zunehmend in die europäischen Institutionen verlagert werden. Wesentlich größere Bedeutung hat der Spruch für andere Kontinente. Er ist zwar zunächst kein Präzedenzfall, weil er auch ausdrücklich damit begründet wurde, dass die Unabhängigkeit des Kosovo erst das Ende eines gescheiterten Schlichtungsversuches unter Beteiligung der UN war. Aber er setzt ein deutliches Signal beispielsweise in Richtung China, das ja eine Politik der Eingliederung eroberter Gebiete verfolgt. Die Debatte um solch einen Umgang mit nationalen Minderheiten wird an Schärfe gewinnen. So gesehen stellt der von der westlichen Diplomatie erhoffte Erfolg auch einen Sprengsatz dar, den zu entschärfen nicht einfach sein wird. (Zitatende)

Kommentiert die Lausitzer Rundschau aus Cottbus.

Schlappe für Belgrad

Die einseitige Abspaltung des Kosovo von Serbien verstößt nicht gegen das Völkerrecht. Denn die Unabhängigkeitserklärung erfolgte praktisch auf der Basis von UN-Bemühungen und Empfehlungen des Sonderbeauftragten für die Region. Diese Einschätzung des Internationalen Gerichtshofs ist eine herbe Schlappe für Belgrad. Die dortige Regierung hatte sich aus Den Haag Unterstützung für eine Wiederaufnahme der Status-Verhandlungen erhofft. Dieser Versuch, das Rad der Geschichte zurückzudrehen, ist gescheitert. Stattdessen rückt das Kosovo der vollen Eigenstaatlichkeit näher. 100 Länder müssen es dafür anerkennen. 69 sind es bisher. Mehr als 30 wollen folgen. Für Belgrad sollte die Niederlage Grund genug sein, seine destruktive Kosovo-Politik zu überdenken und nationalistischen Träumen abzuschwören. Die Zukunft für Serbien und das Kosovo liegt in der EU. Das eindeutige Votum der Haager Richter für das Selbstbestimmungsrecht der albanischen Bevölkerungsmehrheit im Kosovo hat aber auch Bedeutung weit über die Region hinaus: Die territoriale Integrität von Staaten genießt nicht mehr absolute Priorität. Das dürften separatistische Bewegungen anderswo als Ermunterung auffassen. (Zitatende)

Kommentiert Anja Ingenrieth von der Rheinischen Post aus Düsseldorf.

 

Unabhängigkeit, IGH, Urteil
Humane Entscheidung

Der Internationale Gerichtshof hat die Unabhängigkeit des Kosovo für rechtens erklärt und sich der normativen Kraft des Faktischen gebeugt. Das Urteil ist zwar nicht bindend. Das höchste Gericht der UNO leistet damit jedoch einen wichtigen Beitrag zur Humanisierung des Völkerrechts.

Denn lange galt die Souveränität eines Staates als unantastbar, solange er keine Bedrohung für ein anderes Land oder den Weltfrieden darstellte. Ob ein Tyrann seine Bevölkerung massakriert, galt nach alter Lesart des Völkerrechts als “innere Angelegenheit”. Jetzt kann der Wahrung der individuellen Menschenrechte, dem Schutz von Minderheiten und deren Selbstbestimmungsrechten im Zweifel größere Bedeutung als der Souveränität eines Staates beigemessen werden.

Im Kosovo war es daher völkerrechtlich legitim, durch eine US-geführte Streitmacht den Truppen des damaligen Despoten Slobodan Milosevic Einhalt zu gebieten, um einen drohenden Völkermord zu verhindern. Zudem billigte der Internationale Gerichtshof der früheren serbischen Provinz, sich vom Erzfeind loszusagen. Dass mit diesem Urteil die etlichen ethnischen Konflikte auf der Welt eskalieren, wie Serbien, Russland, China und selbst Spanien befürchten, ist nicht zu erwarten. Ob es zu Bürger- und Sezessionskriegen kommt, hängt von vielen Faktoren ab – etwa von militärischer Stärke – , aber nicht von einem Richterspruch in Den Haag. (Zitatende)

Kommentiert die Neue Osnabrücker Zeitung.

Dazu auch der Artikel: Unabhängigkeit des Kosovo – Nach einer alten Melodie bei FAZ.net.

Soldatenglück.de berichtet heute: Kosovo: Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag entscheidet heute zur Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit.

(Textquelle: Lausitzer Rundschau.de, Rheinische Post.de, Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Grafikquelle: CIA.gov;
Videoquele: France24)



Kosovo: Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen in Den Haag entscheidet heute zur Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit

Donnerstag, 22. Juli 2010

Südserbische Provinz oder Republik Kosovo?

Von 15:00 bis 18:00 Uhr wird heute in den Den Haag mit Audio-livestream für die interessierte Welt, besonders für den Balkan, die Serben und die Kosovaren das Ergebnis der höchstrichterlichen, völkerrechtlichen Prüfung verkündet. Serbien hatte via UN-Vollversammlung den Internationalen Gerichtshof (ICJ) angegerufen mit der Frage: “Is the unilateral declaration of independence by the Provisional Institutions of Self-Government of Kosovo in accordance with international law?”.

Am 08. Oktober 2008 nahm die UN-Generalversammlung einen Antrag Serbiens an, die völkerrechtliche Gültigkeit der Unabhängigkeitserklärung durch den Internationalen Gerichtshof in einem Rechtsgutachten prüfen zu lassen. Heute wird das Rechtgutachten vorgestellt, das wie auch immer es ausgeht den weiteren bi-lateralen Prozess zwischen Belgrad und Pristina maßgeblich beeinflussen dürfte. Denn das Infragestellen der einseitigen Unabhängigkeitsausrufung durch die Kosovaren am 17. Februar 2008 dürfte damit zumindest de jure geklärt sein, auch wenn Serbien seine territoriale Integrität masiv angegriffen sieht. Aber de jure bedeutet in Südosteuropa auf dem Balkan nicht allzu viel, darum waren die Kosovo-Albaner gut beraten mit der Staatsgründung der Republik Kosovo sogleich ein de facto zu schaffen. Die USA und 69 Staaten, darunter Deutschland und die meisten EU-Staaten haben die Staatsgründung anerkannt, dagegen sind an serbischer Seite voran das slawische Brudervolk Russland, auch Spanien, Griechenland, Rumänien oder Zypern gegen die Anerkennung, letztere freilich aus eigenen Autonomie- und Minderheitsproblem-Erwägungen. Die USA haben weitere 40 Staaten zu den 69 avisiert, die die Republik Kosovo anerkennen werden, damit kommt in der Völkergemeinschaft über kurz oder lang eine UN-Vollversammlungs-Mehrheit zustande.
Das nahe Zukunftszenario wird sein, dass beim zu erwartenden positiven Ausgang der ICJ-Prüfung für den Kosovo und dem “Eigentor” Serbiens, das die völkerrechtliche Entscheidung beantragte, Serbien eine neue Sicherheitsratsresolution fordern wird, die dann zur Diskussion gestellt wird, wenn ab 01. August “zufällig” Russland den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat am East River in New York inne haben wird.
Der Premierminister Hacim Thaci weilt derweil in der US-Haupstadt Washington D.C. zu Gesprächen mit Vicepresident Joe Biden, ein stärkeres Signal lässt sich politisch kaum senden und zeigt, wer über das Wohl und Wehe des Kosovo bestimmt. Die USA haben im Kosovo die größte Militärbasis außerhalb der USA, das Camp Bondssteel.
Die Kosovaren und Serben, die heute vor ihren “Volksempfängern” sitzen, sind mittlerweile zu Völkerrechtsexperten geworden, wobei besonders das Völkerrecht ein nicht feststehendes gesetzliches Regelwerk darstellt, sondern sich in der stetigen Entwicklung mit den Völkrechtsfragen dieser komplizierten und Konflikt-vollen Welt befindet.

 

Seit 1999 sorgt die NATO-Truppe Kosovo Force (KFOR) auf Grundlage der UN-Sicherheitsratsresolution 1244 vom 10. Juni 1999 im Kosovo militärisch für eine stetig gewachsene Stabilität, die mittlerweile militärisch gesehen so gut gediehen ist, dass die KFOR-Truppe mehr und mehr abgezogen werden kann und mehr eine polizeichlich lösbare Unsicherheits-Lage vorherrscht. Derzeit sind noch rund 17.000 Soldaten unter aktueller Führung des Commander KFOR, Bw-Generalleutnant Markus Bentler, aus NATO- und Drittstaaten im jüngsten Balkanstaat, Deutschland ist noch mit rund 1.440 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr vertreten.

Seit 1999 waren einige zigtausende deutscher Soldaten im KFOR-Einsatz, die ersten kamen im Sommer 1999 (Bilder oben u. unten), viele waren zwischenzeitlich mehrmals dort, mittlerweile ist das 26. Einsatzkontingent der Bundeswehr bei KFOR Dienst tuend in der MNTF South im Feldlager Prizren oder im KFOR HQ in Pristina.

Die Rechtsstaatsmission EUELX-Kosovo der Europäischen Union im CSDP bringt mit über rund 1.700 internationalen Bediensteten, Polizisten, Richtern, Staatsanwälten und zivilen Experten, darunter um die 100 Deutsche in den kosovarischen staatlichen Säulen Justiz, Polizei und Zoll die junge Republik Kosovo Status-neutral auf ein relativ funktionierendes Maß. All die im Kosovo greifbaren Probleme wie Presse-Unfreiheit, Korruption, Organisierte Kriminalität bis in die Staatsspitze und erhebliche Wirtschaftsschwierigkeiten mit z.B. extrem hoher Arbeitslosigkeit in der Folge sind kein Fall mehr für Soldaten, sondern zuallerst für die Kosovaren selbst und zivile, wirtschaftliche, polizeilich oder rechtsstaatlich orientierte Staatsaufbau-Unterstützung durch EU, OSZE, Weltbank oder sonstige Organisationen.

Der Tag heute könnte in gewisser Weise den Kreis schließen, die NATO-Intervention unter Beteiligung Deutschlands und seiner Streitkräfte seit Juni 1999 bis hin zur ICJ-Prüfung der Rechtsgültigkeit der selbst erklärten Unabhängigkeit der Kosovaren vom damaligen Aggressor Serbien am 22. Juli 2010.

Das höchste Gericht der Vereinten Nationen, der International Court of Justice (ICJ, Grafik, Bilder oben u. unten) wurde 1945 von den United Nations (UN) geschaffen und hat seitdem wiederholt Fälle zu beurteilen, die in Weltgeschichtsbüchern Erwähnung finden, diese heutige Kosovo-Unabhängigkeits-Entscheidung könnte ein Kapitel abschließen.

Nachtrag 16:15 Uhr: Der ICJ hat in seiner nicht-bindenden Stellungsnahme entschieden, die Kosovo-Unabhängikeits war und ist rechtens. Die Unabhängigkeitseklärung im Februar 2008 verstoße nicht gegen das Völkerrecht. (Der oben angegebene livestream zur Verkündung war wohl völlig überlastet und funktionierte nur temporär)

(Grafik-, Bilderquelle: International Court of Justice.org,
Bilderquelle: Bundeswehr.de, Bw-Truppen rücken von Mazedonien FYROM kommend in den Süd-Kosovo,Prizren vor;
Grafikquelle: CIA.gov, Karte Kosovo)

“Reporter ohne Grenzen” Bericht zu Pressefreiheit im Kosovo: Regierung instrumentalisiert Medien

Mittwoch, 21. Juli 2010

Kaum unabhängige Journalisten

In einem neuen Bericht zur Situation der Medien im Kosovo zieht Reporter ohne Grenzen (ROG) eine ernüchternde Bilanz: In den vergangenen Jahren wurden im Kosovo kaum Fortschritte bei der Schaffung von Rahmenbedingungen zur Entstehung einer freien und unabhängigen Presse erzielt. Die Mehrheit der Medien ist derzeit weder redaktionell noch finanziell unabhängig. Kritische Journalisten werden eingeschüchtert und unter Druck gesetzt.

Vor allem Politiker und Behördenvertreter versuchen, regierungskritische und investigative Medienmitarbeiter mundtot zu machen oder sie zur Selbstzensur zu bewegen. Eine gängige Methode sind Hetzkampagnen: “Wer es wagt, Handlungen der Regierung zu kritisieren oder Korruption offen zu legen, wird öffentlich beschuldigt sich ‘unpatriotisch zu verhalten’, ‘Verräter der Nation’, ‘serbischer Spion’ oder einfach ‘gegen das Kosovo’ zu sein”, heißt es in dem 14-seitigen ROG-Bericht.

Die Anschuldigungen beschädigten nicht nur die Glaubwürdigkeit der Journalisten in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig würden Medienschaffende dadurch zu einem potentiellen Ziel der Gewalt militanter nationalistischer Kreise wie etwa UCK-Veteranen, warnt ROG in dem Bericht.

Auch ein Anzeigenmarkt, der nach wie vor nicht liberalisiert ist, lähmt die Entwicklung einer vielfältigen, unabhängigen Presselandschaft in dem südosteuropäischen Land. Die Regierung, Behörden und politische Parteien unterstützen mit ihren Werbeetats gezielt ihnen nahe stehende Medien und nehmen darüber auch Einfluss auf redaktionelle Inhalte. Gerade für die überregionalen Medien stellen diese Werbeeinnahmen eine Haupteinnahmequelle dar. Eine Reihe von Medien wird damit politisch instrumentalisiert.

Nur eine geringe Zahl von Medien versucht, äußeren Einflüssen standzuhalten und ihre Autonomie zu bewahren. Nennenswert sind insbesondere die beiden Zeitungen “Koha Ditore” und “Zieri”. Vertreter von “Koha Ditore” berichten von Schikanen wie regelmäßigen Steuerprüfungen. Möglichen Beistand können die Medien auch von der Justiz nicht erwarten.

Besonders stark ausgeprägt ist die Kontrolle der Regierung beim Fernsehen – für immerhin 70 Prozent der Kosovaren immer noch die wichtigste Nachrichtenquelle. Der bedeutendste Fernsehkanal ist ein Programm der öffentlichen Sendeanstalt “Radio Televizioni i Kosovës” (RTK). Die Exekutive übt erheblichen Einfluss bei der Besetzung leitender Positionen bei RTK aus.

Private Kanäle, die mehr Freiheit in der Berichterstattung zulassen wollen, scheitern häufig vor allem an finanziellen Problemen oder bemühen sich wie “Rrokum TV” vergeblich um eine lokale terrestrische Sendelizenz.

ROG schließt den Bericht mit einem Katalog mit zwölf Forderungen und Empfehlungen, um in naher Zukunft konkrete Verbesserungen der Lage der Pressefreiheit im Kosovo zu erreichen. So solle unter anderem die internationale Staatengemeinschaft ihren Einfluss zur Verbesserung der Lage der Medien geltend machen. Bei der Rechtsstaatlichkeitsmission der Europäischen Union im Kosovo (EULEX Kosovo) zur Unterstützung beim Aufbau von Polizei, Justiz und Verwaltung müssten die Rechte der Presse und die spezifische Problemlage unabhängiger Journalisten stärker miteinbezogen werden, fordert ROG.

Lesen Sie hier den 14-seitigen ROG-Kosovo-Bericht (english)

(Text-, Grafikquelle: Reporter ohne Grenzen.de;
Bildquelle: NATO.KFOR.int, Generalleutnant Markus Bentler, Commander Kosovo Force, KFOR, Dr. Fatmir Sejdiu, Prasident der Republik Kosovo,16. Sept. 2009;
EULEX-Kosovo.eu, Head of Mission, Yves de Kermabon during the press conference after the signature of MoU with Minister of Economy and Finance, Ahmet Shala, which marks the beginning of a process of transferring the executive functions of the Financial Intelligence Center from EULEX over to the Kosovo institutions , 15 June 2010)

Gestern Pakistan, heute Afghanistan, mit Hillary Clinton kommen die USA nach Kabul und meinen AfPak (Video)

Dienstag, 20. Juli 2010

 

Die U.S. Außenministerin Hillary Rodham Clinton und Pakistans Außenminister Shah Mahmood Qureshi hatten am gestrigen 19. Juli 2010 den US.-Pakistan Strategic Dialogue mit Unterzeichnung des Memorandum of Understanding in Islamabad/Pakistan diplomatisch und außenpolitisch umzusetzten. Diese Unterschrift wird die Vereinigten Staaten 7,5 Milliarden US-Dollar kosten, das Memorandum für die Unterstützung der USA Pakistans bei Gesundheitsprojekten, auf den Energie- und Wasserversorgungs-Sektor ist plus Handelsabkommen mal außerhalb der sonstigen Sicherheits- und Militärhilfs-Vereinbarungen direkt gegen das Terrornetzwerk Al Qaida und die Taliban ein weiterer Pfeiler und ziviler Beitrag zur AfPak-Strategie Amerikas in der Region Pakistan mit Auswirkungen auf Afghanistan und damit auch für uns.

zur vollständigen Berichterstattung bei State.gov

(Video, Bildquelle: State.gov, Pakistani President Asif Ali Zardai shares a light moment with U.S. Secretary of State Hillary Rodham Clinton at the Aiwan-e-Sadr in Islamabad, Pakistan, on July 18, 2010)

Israels Raketenabwehrschild “Iron Dome” ist einsatzklar (Video)

Sonntag, 18. Juli 2010

Die israelischen Siedlungen und Städte werden mit Kassam-Raketen aus dem von der palästinensischen Hamas dominierten Gaza-Streifen oder aus dem Libanon von Hisbollah Aktivisten angegriffen. Ein Raketenabwehrschild mit dem Namen “Iron Dome” ist die Antwort darauf, die seit Freitag (19.07.2010) einsatzklar gemeldet ist. Das Abwehrsystem “Iron Dome” (Eiserne Kuppel) ist eine Militär-Kooperation Isreals mit den USA. Die Hälfte der Kosten hatte der U.S. Kongress mit 205 Millionen US-Dollar auf Anfrage der Obama-Administration genehmigt.

 

Andrew Shapiro, Assistant Secretary of State for political and military affairs im U.S. Außeneministerium sagte vor dem Hintergrund der kooperativen Millionen-schweren Unterstützung Israels durch die Vereinigten Staaten in Washington D.C., “as surely as the bond between the United States and Israel is unbreakable, our commitment to Israel’s qualitative military edge has never been greater”.

Millionen von Menschen der iraelischen Zivilbevölkerung leben in der Reichweite der Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen oder aus dem Libanon abgefeuert. Die Kassam-Raketen erreichen binnen Sekunden (Grafik unten) die israelische Bevölkerung. Das Abwehrsystem kann Tag und Nacht und bei jeder Witterungslage eingesetzt werden.

Das Raketenabwehrschild “Iron Dome” verfügt flächendeckend über Kameras und Radar zum Erkennen einfliegender Kassam-Rakaten aber auch gegen Katjuscha-Raketen aus dem Süd-Libanon und gegen möglcihe Ballistische Raketen-Angriffe  aus dem iranischen Arsenalen sowie gegen 155 mm Artillerie. Eine Gegen-Rakete mit 70 km Reichweite startet bei Erkennung und vernichtet die anfliegende Bedrohung in der Luft.

Jonathan Peled, der Sprecher der Botschaft Israels in den USA umschrieb es so, Details über die letzten Tests könne er nicht nennen, aber so viel sei gesagt, der letzte Erprobungsdurchlauf verlief sehr erfolgreich.

Militär-Technologie-Hersteller ist die Rafael Advanced Defense Systems Ltd..

Soldatenglück.de berichtete: Israels Raketenabwehr (Video) Abwehr von Kassam-, Katjuscha- und iranische ballistische Raketen mit “Iron Dome”.

(Videoquelle: The Global Report.org,
Grafikenquelle: Israel Defence Forces.il)

Palästinenser-Fatah Militärparade in Syrien, Kindersoldaten inklusive (Video)

Freitag, 16. Juli 2010

 

Mitglieder der militanten Palästinensischen Fatah al-Intifada mit dem Kampfnamem “Organisation Abu Masu” oder der eigenen Bezeichnung Palestinian National Liberation Movement “Fatah” zelebrierten  eine militärische Vorführung mit Ausbildungsinhaltenund Show-Einlagen  im Saladin Camp in Ghouta nahe Damaskus, der Haupstadt Syriens, Kindersoldaten und Guerilla-Kriegsführung in “ziviler Uniform” inklusive.

(Videoquelle: euronews.net, no comment.tv)

DKB - Weltweit Geld abheben