Archiv für die Kategorie 'Soldatenglück Kultur'

Warum Soldaten?

Mittwoch, 7. Juli 2010

Soldatenglück Kultur

Mit der Ausstellung “Warum Soldaten” wollen studierende Soldaten der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr (HSU) den Diskurs über die Rolle der Streitkräfte in Deutschland neu entfachen. 1500 Passanten und Vertreter des öffentlichen Lebens wurden über die Rolle der Bundeswehr befragt, 500 Antworten kamen, ihnen wurden 500 Soldaten-Portraits gegenübergestellt.
Die Ausstellung wurde am 05. Juli von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Bundespresseamt in Berlins politischer Mitte eröffnet.

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Juli 2010 im Bundespresseamt, Dorotheenstraße 84, Eingang vom Reichtsagufer aus, in 10117 Berlin zu sehen. Anschließend soll sie in vielen weiteren Städten gezeigt werden. Interessierte Aussteller können sich unter der Email-Adresse warum-soldaten@hsu-hh.de melden.

“Warum Soldaten” – Studierende der Helmut-Schmidt-Universität konzipieren Ausstellung bei Streitkräftebasis.de;

“Warum Soldaten?” – Soldaten geben Anstoß für einen gesellschaftlichen Diskurs bei BMVg.de.

Nachtrag: Dazu dieser Artikel bei tagesspiegel.de Rolle der Bundeswehr “Warum Soldaten?”

(Bilderquelle: Bundeswehr.de)



Friedenspreis des Deutschen Buchhandels für israelischen Autor David Grossman (Video)

Sonntag, 13. Juni 2010

Soldatenglück Kultur

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den israelischen Schriftsteller David Grossman. Der 56-jährige Autor setze sich aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern ein, hieß es vom Stiftungsrat in Frankfurt am Main. Die Jury würdigte vor allem Grossmans Roman “Eine Frau flieht vor einer Nachricht”.

Begründung des Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels:
“Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2010 David Grossman und ehrt damit den israelischen Schriftsteller, der sich aktiv für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. In seinen Romanen, Essays und Erzählungen versucht er, nicht nur die eigene, sondern immer auch die Haltung der jeweils Andersdenkenden zu verstehen und zu beschreiben. David Grossman gibt dem schwierigen Zusammenleben eine literarische Stimme, die in der Welt gehört wird. Seine Bücher zeigen, dass die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden kann. In seinem Hauptwerk “Eine Frau flieht vor einer Nachricht” zeigt David Grossman die Bedeutung der Sprache für die Suche nach Identität und warnt vor ihrer zunehmenden Militarisierung. So bietet er inmitten einer Realität von Willkür, Zwang und Entfremdung Auswege aus dem jetzigen Zustand der Gesellschaft, die sich zwischen Krieg und Frieden befindet.”

Die deutsche Bundesregierung und die parlamentarische Opposition begrüßten die Entscheidung ausnahmsweise einhellig. Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert formuliert Deutschland betreffend den Kulturbegriff so: “Kunst und Kultur sind nicht die sympathische Nische unsere Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält”. Israel und Palästina sind zwei unterschiedliche Kulturen und verschiedene Religionskreise auf einem “gemeinsamen” Territorium, darum ist es wichtig, dass Kulturschaffende wie David Grossmann sich dem Dialog und der Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern als Brücke der Kulturen annehmen. Soldatenglück.de berichtete bereits im September 2009 über David Grossmann und sein aktuelles Buch, eine Familiengeschichte und zugleich das Psychogramm einer traumatisierten Nation: “Eine Frau flieht vor einer Nachricht” von David Grossman (Videos)

David Grossman, geboren am 25.Januar 1954 in Jerusalem/Israel, zählt zu den einflussreichsten Schriftstellern und Journalisten Israels. In seinen Romanen und Erzählungen, Essays und Kinderbüchern, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, setzt er sich vor allem mit der Identität seines Landes und dem israelisch-palästinensischen Konflikt auseinander. Er beteiligt sich zudem aktiv an der politischen Debatte um eine friedliche Lösung im Nahen Osten.

Bereits während seines Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften arbeitet David Grossman als Nachrichtenredakteur, Hörspielautor und -sprecher beim israelischen Rundfunk. 1983 veröffentlicht er mit “Das Lächeln des Lammes” (dt. 1988) seinen ersten Roman. Mit dem 1986 erscheinenden Roman “Stichwort: Liebe” (dt. 1991) über die zweite nachfolgende Generation der Opfer der Shoah und der Reportagensammlung “Der gelbe Wind” (1987, dt. 1988) über das Verhältnis zwischen Israelis und Arabern wird er weltweit bekannt. Als er sich 1988 weigert, seine Berichterstattung über die Unabhängigkeitserklärung der Palästinenser zensieren zu lassen, bei der Jassir Arafat erstmals indirekt von einem Existenzrecht Israels spricht, wird Grossman fristlos entlassen. Fortan konzentriert er sich auf die Schriftstellerei und veröffentlicht in den folgenden Jahren zahlreiche Kinder- und Jugendbücher sowie Romane, in denen er die Komplexität des Lebens in der heutigen Welt beschreibt. Zunehmend setzt er sich als Unterstützer der Genfer Initiative auch in seinen politischen Kommentaren für eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein und dokumentiert in der Essaysammlung „Diesen Krieg kann keiner gewinnen“ (2003) seine wachsende Enttäuschung darüber, dass der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern nicht gelöst wird.

Bei Ausbruch des Zweiten Libanonkriegs 2006 fordert David Grossman mit anderen Schriftstellern eine Waffenruhe zwischen Israel und Libanon. Einige Tage später wird sein Sohn Uri von einer Rakete der Hisbollah getötet. Diese leidvolle Erfahrung versucht er in seinem Roman “Eine Frau flieht vor einer Nachricht” (2008, dt. 2009) zu verarbeiten. In dem als sein epochales Hauptwerk bezeichneten Roman erzählt er von einer Frau und ihrem verzweifelten Versuch, sich und ihr Familienleben vor der harten und gewalttätigen Realität zu schützen, und verwebt ihre Erlebnisse auf der Reise durch Israel mit ihren Erinnerungen und den politischen Ereignissen. Auf eindrückliche Weise zeigt er dabei, wie das Schicksal der Menschen in Israel unauflöslich mit Politik und Krieg verbunden ist.

David Grossman hat für seine schriftstellerisches Werk und sein politisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Nelly-Sachs-Preis (1991), Premio Mondello (Italien, 1996), Manès Sperber-Preis (2002), Bialik Prize (Israel, 2004), Emet-Prize (Israel, 2007), Geschwister-Scholl-Preis (2008) und den Albatros-Preis (2010).

David Grossman ist verheiratet und hat drei Kinder, er lebt in Mevaseret Zion, einem Vorort von Jerusalem.

 

Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 10. Oktober 2010, in der Paulskirche statt und wird live in der ARD übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert.

(Textauszüge: Börsenverein des Deutschen Buchhandels.de;
Grafikquelle:  Hanser Literaturverlag.de;
Videoquelle: 3sat KULTURZEIT via YouTube)

Lili Marleen – Die Geschichte eines Liedes von der Liebe und vom Tod (Video)

Freitag, 11. Juni 2010

Soldatenglück Kultur

Buch von Rosa Sala Rose

1915 hatte Hans Leip die Verse verfasst. 1938 schrieb der Komponist Norbert Schultze eine Melodie dazu, wie übrigens auch zu ›Bomben auf Engeland‹ und ›Panzer rollen in Afrika vor‹. Er war mit Lale Andersen bekannt. Es entstand eine Platte, die zum Misserfolg wurde. 1941 fiel sie in die Hände von Richard Kistenmacher, der in Belgrad einen Soldatensender betrieb, dessen Aufgabe es war, möglichst patriotische Grüße von Verwandten an Soldaten zu verlesen und dazwischen heitere Musik zu spielen. Er legte das Lied auf. Sein Vorgesetzter verbot es ihm. Der Sender wurde mit Protestbriefen überschüttet. Von da an kam das Lied jeden Tag um 21.55 Uhr, und die Soldaten versammelten sich vor dem Radio und dachten an zu Hause. Die britischen Soldaten, die den Sender hören konnten, taten es auch. Spätestens 1943, als Marlene Dietrich mit der englischen Version auf Tour ging, wurde das Lied “the biggest hit of World War II”. Und in Abwandlungen zum Kampflied gegen Hitler. Die Erfolgsgeschichte war nach dem Krieg nicht zu Ende.

Rosa Sala Rose, Jahrgang 1969, ist eine spanische Germanistin mit einer deutschen Mutter, zweisprachig aufgewachsen, lebt in Barcelona. Sie hat bereits einiges veröffentlicht und unter anderem mehrere Übersetzungen von Goethe-Werken ins Spanische besorgt. Im Wintersemester 07/08 hatte sie eine Gastprofessur an der Universität Münster.

»Vor der Kaserne/ Vor dem großen Tor/ stand eine Laterne und steht sie noch davor…« Zu diesen Klängen weinten, beteten, hofften und starben die Soldaten an der Front. Mehr dazu im dtv-Magazin.

Rosa Sala Rose
Lili Marleen
dtv premium
Wie ein deutsches Soldatenlied zum Welterfolg wurde.
Preis: Euro 19,90, ISBN 978-3-423-24801-3

 

Interpretation von “Lili Marleen” des Marinemusikkorps Nordsee im Dezember 2007.

(Textauszüge, Bildgrafikquelle: Deutscher Taschebuch Verlag, dtv.de;
Videoquelle: via YouTube)

Theater für deutsche Soldaten in Afghanistan – Karl Valentin am Hindukusch (Video)

Dienstag, 8. Juni 2010

Soldatenglück Kultur

Frontkultur

 

Mit einem für die Betreuung der Bundeswehrsoldaten konzipierten und einstudierten Programm reisten zwei Sängerinnen, zwei Schauspielerinnen und ein Regisseur mit einem Karl Valentin Programm nach Marza-e Sharif. Zur Überraschung der Soldatinnen und Soldaten wurde Ihnen ein recht artifizielles Programm vorgeführt, das so ganz anders war, als die übliche Truppenbetreuung. “ttt” begleitete die deutschen Künstler nach Marza-e Sharif. Autorin: Kerstin Stutterheim; Frontkultur in Afghanistan.

Tausende deutsche Soldaten sind in Afghanistan stationiert. Kultur hat in ihrem Alltag wenig Platz. Das wollten jetzt drei Theater-Schauspielerinnen aus der Heimat ändern.

(Videoquelle: ARD, “ttt – titel, thesen, temperamente” vom 06. Juni 2010 via YouTube-Kanal Soldatenglück)

Joachim Gauck | “Winter im Sommer – Frühling im Herbst” | Bundespräsidentenwahl am 30. Juni

Montag, 7. Juni 2010

Soldatenglück Kultur

Joachim Gauck erlebte als “Revolutionspfarrer” und Bürgerrechtler die friedliche Revolution in der DDR, war erster Chef der Stasiunterlagen-Behörde und ist jetzt von SPD und Grünen als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten nominiert worden. Die packenden Erinnerungen einer Schlüsselfigur der jüngsten deutschen Geschichte!

Der politische und sehr persönliche Rückblick eines friedlichen Revolutionärs

Eine Schlüsselfigur der jüngsten deutschen Geschichte erinnert sich: Joachim Gauck, engagierter Systemgegner in der friedlichen Revolution der DDR und herausragender Protagonist im Prozess der Wiedervereinigung als erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Joachim Gauck verlebte seine Kindheit in einem Dorf an der Ostseeküste. Später studierte er Theologie in Rostock und fand seinen Weg in die Kirche in Mecklenburg. Distanz zum DDR-System prägte seine Tätigkeit von Anfang an. Wie selbstverständlich wurde er Teil einer kritischen Bewegung und schließlich zu einer Symbolfigur im Umbruch von 1989. Nach dem Mauerfall übernahm Gauck politische Verantwortung, er wurde Abgeordneter im ersten freien Parlament der DDR und erster Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen. Der Kampf gegen das Vergessen und Verdrängen blieb als Redner und Kommentator sein großes Thema, auch als er nach zehn Jahren aus dem Amt ausschied.

Zu seinem 70. Geburtstag hat Joachim Gauck seine Erinnerungen aufgeschrieben. Ihm ist ein gleichermaßen politisches wie emotional berührendes Buch gelungen, in dem er in klaren Bildern die traumatisierende Erfahrung der Unfreiheit und das beglückende Erlebnis der Freiheit nachzeichnet und den schwierigen Übergang von erzwungener Ohnmacht zu einem selbstbestimmten Leben beschreibt.

JOACHIM GAUCK
Winter im Sommer – Frühling im Herbst
Erinnerungen

Gebundenes Buch, Leinen mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 20 s/w Abbildungen, ISBN: 978-3-88680-935-6, € 22,95 (UVP), Verlag: Siedler, Erscheinungstermin: 12. Oktober 2009, zur Leseprobe

Über Joachim Gauck (Autor)
Joachim Gauck, geboren am 24. Januar 1940 in Rostock, war von 1990 bis 2000 Bundesbeauftragter für die Unterlagen der Staatssicherheit. Seit 2003 ist er Vorsitzender des Vereins “Gegen Vergessen – Für Demokratie” und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Liberales Netzwerk. Er lebt in Berlin und ist seit der Vorwoche Kandidat zur Bundespräsidentenwahl am 30. Juni 2010.

Lebenslauf

 

Dr. h. c. mult. Joachim Gauck
Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik a. D.

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock als Sohn eines Kapitäns geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie. Ab 1965 bis 1990 ist er im Dienst der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs, die längste Zeit als Pastor in Rostock, wo er im Nebenamt u.a. auch Stadtjugendpastor und später Leiter der Kirchentagsarbeit seiner Landeskirche war.

Früh wurde er durch seine offenen und kritischen Worte bekannt. 1989 gehörte Joachim Gauck zu den Mitbegründern des Neuen Forum, dessen Sprecher er in seiner Heimatstadt wurde. Im Herbst 1989 war er Mitinitiator des kirchlichen und öffentlichen Widerstandes gegen die SED-Diktatur. Er leitete wöchentliche Abendgottesdienste, aus denen sich machtvolle Protestdemonstrationen entwickelten, die auch in Rostock das DDR-Regime beendeten.

Im März 1990 zog er als Abgeordneter der Bürgerbewegungen, die sich im Bündnis 90 zusammengeschlossen hatten, in die zum ersten Mal frei gewählte Volkskammer ein und wurde zum Vorsitzenden des Parlamentarischen Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des MfS (Ministerium für Staatssicherheit) gewählt.

Nach Wahl durch die Volkskammer wurde Joachim Gauck zum 3. Oktober 1990 vom Bundespräsidenten und Bundeskanzler zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes berufen; nach Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes des Deutschen Bundestages Ende 1991 war er Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik mit Dienstsitz in Berlin. Am 21. September 1995, vom Deutschen Bundestag mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt, wurde er zum 3. Oktober 1995 für eine zweite Amtsperiode berufen, die am 2. Oktober 2000 endete. Eine weitere Amtszeit war nach dem Gesetz nicht möglich.

Im Jahr 2001 moderierte er 14-tägig in der ARD die WDR-Sendung “Joachim Gauck”.

Von 2001 bis 2004 war Joachim Gauck deutsches Mitglied des Verwaltungsrates der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Wien (Ehrenamt).
Seit November 2003 ist er als Nachfolger von Dr. Hans-Jochen Vogel und Dr. h. c. Hans Koschnick, Bundesvorsitzender der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Ehrungen :
Theodor-Heuss-Medaille (1991), Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1995), Hermann-Ehlers-Preis (1996), Hannah-Arendt-Preis, Bremen (1997), Ehrendoktor der Universität Rostock (1999), Imre-Nagy-Gedenkplakette, Budapest (1999), Dolf-Sternberger Preis für Öffentliche Rede (1999), Cicero Rednerpreis(2000), Wartburgpreis (2000), Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern (2000), Ehrendoktor der Universität Jena (2001), Erich Kästner-Preis, Dresden (2001), Goldenes Lot (der deutschen Vermessungsingenieure) (2002), Wittenberg Award, Washington D.C. (2002), Courage-Preis, Osnabrück/Bad Iburg (2003), Heinz Herbert Karry-Preis, Frankfurt/Main (2005), Ehrendoktor der Universität Augsburg (2005), Thomas-Dehler-Preis, München (2008), Glas der Vernunft, Kassel (2009).

letzte Veröffentlichung:
Joachim Gauck: Winter im Sommer- Frühling im Herbst, Siedler-Verlag 2009.

(Textauszüge, Bildgrafiken: Siedler Random House.de;
Bildquelle Lebenslauf: Gegen Vergessen – Für Demokratie)



“SCHLICKSOLDATEN”, Theater aus dem Alltag Wilhelmshavener Marinesoldaten

Donnerstag, 3. Juni 2010

Soldatenglück Kultur

Am 08. Juni feiert die “Landesbühne Junges Theater” ihre Premiere. Um 20 Uhr wird im Stadttheater Wilhelmshaven zum ersten Mal das Stück SCHLICKSOLDATEN aufgeführt. Das Publikum wird auf eine außergewöhnliche Weise in die Welt der Marine entführt.

Wilhelmshaven – Marinestadt. Die vierte Einfahrt ist Stützpunkt tausender Soldaten, Heimathafen verschiedenster Fregatten. Eine eigene Welt. Doch was heißt es eigentlich, Marinesoldat zu sein? Monate auf See zu sein und immer wieder von neuem Abschied zu nehmen von Familie und Freunden?

Das Stück

Was machen Marinesoldaten eigentlich? Für alle die keinen Bezug zur Marine haben, ist ihr Alltag völlig unbekannt und daher auch schwer vorstellbar. Worin besteht denn nun der Alltag eines Marinesoldaten?

Mit einem Ensemble aus Soldaten, Angehörigen und Ehemaligen versucht Regisseur Christof Meckel genau das zu zeigen: die Auseinandersetzung der Soldaten mit Vorurteilen gegen sie, die Abschiede von Familie und Freunden am Bahnhof und am Kai, woran man alles denken muss, wenn man für mehrere Monate die Heimat verlässt, die lange Zeit auf einer Fregatte, die Sehnsucht nach dem Partner, die Rückkehr in das “normale” Leben – Alltag der Marinesoldaten eben.

Und die Zurückgebliebenen? Die, die zu Hause auf die Rückkehr warten und hoffen, dass der Einsatz ihrer Liebsten nicht gefährlich wird? Die Partner wussten ja, worauf sie sich einlassen. Also warum die Klagen über das lange Warten und Alleinsein?

SCHLICKSOLDATEN ist ein außergewöhnliches Theaterprojekt, denn auf der Bühne stehen echte Marinesoldaten, Angehörige und Veteranen. Eine Theater-Gruppe von Soldaten und Angehörigen gibt auf einzigartige Weise einen Einblick in den Alltag der Marine. Entdecken Sie die Welt der Marine neu!

SCHLICKSOLDATEN will mit Klischees spielen und eines nach dem anderen im hohen Bogen über Bord werfen.

Regie & Text: Christof Meckel
Projektleitung / Dramaturgie: Viktoria Klawitter

Besetzung
Sven Bennat (letzter Dienstgrad: Obermaat), Benjamin Burkhard (Obermaat), Lenja Busch (Abiturientin), Angelika Dirks (Angehörige), Klaus-Dieter Huger (Kapitänleutnant a.D.), Christopher Kühnast (Angehöriger), Dankwart Northe (Gefreiter), Philip Pelzer (Obergefreiter)

Premiere: Dienstag, 8. Juni 2010 / 20.00 Uhr / Treffpunkt: Stadttheater Wilhelmshaven
Spieldauer: 70 Minuten, keine Pause
Kartenpreise: 9,50 € (6,60 € ermäßigt)

Weitere Termine:
Mi., 09.06.2010 / 20 Uhr / Treffpunkt: Stadttheater Wilhelmshaven
Do., 10.06.2010 / 20 Uhr / Treffpunkt: Deutsches Marinemuseum WHV
Fr., 11.06.2010 / 20 Uhr / Treffpunkt: Stadttheater Wilhelmshaven
Sa., 12.06.2010 / 20 Uhr / Treffpunkt: Stadttheater Wilhelmshaven
Spielort: Marinestützpunkt Wilhelmshaven

Kooperationspartner: Marinestützpunkt Wilhelmshaven und Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven

Gefördert durch den Fonds Heimspiel der Kulturstiftung des Bundes.

Extra:
Vortrag zu SCHLICKSOLDATEN
“Wilhelmshaven und seine Marine. Einführung in die Geschichte von Standort und Stadt”
Referent: Dr. Stephan Huck
Montag, 7. Juni 2010 / 19.30 Uhr / Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven
Freier Eintritt!

(Textauszug, Bilderquelle: Landesbühne Nord.de;
Grafikquelle: Marine.de)

Hintergrundinformationen: Programmheft SCHLICKSOLDATEN

“Marinemaler der Gegenwart”, Ausstellung im Marine-Ehrenmal in Laboe

Montag, 31. Mai 2010

Soldatenglück Kultur

Vom 23. Juni bis zum 31. August 2010 werden die Künstler Andreas Kruse und Olaf Rahardt ihre Bilder in der Ausstellung “Marinemaler der Gegenwart” im Marine-Ehrenmal Laboe, veranstaltet vom Deutschen Marinebund, der Öffentlichkeit präsentieren.

Soldatenglück.de berichtete im Vorjahr von der Marine-Malerei: “Meer Kunst” – Erste Ausstellung von Marinemalern während der Kieler Woche

Hintergrundinformationen: Andreas Kruse, der Marinemaler.de, Marinemaler Olaf Rahardt.com, Leeraner-Reedereien.Blogspot.com, Deutschemarine.Blogspot.com

Gefreiter d.R. Mike Krüger freut sich auf seine Wehrübung im Auslandseinsatz (Videos)

Montag, 24. Mai 2010

Soldatenglück Kultur

Zweiohrnase

Mike Krüger (Jahrgang 1951) war bei der Bundeswehr, die Erlebnisse dort hat er auf seine Weise aufgearbeitet. Seine Zeit als junger Wehrpflichtiger Michael Friedrich Wilhelm Krüger leistete er tatsächlich bei der Marine (“Heer” reimt sich besser für den Song, Videos unten) als Funkfernschreiber in Glücksburg, Flensburg sowie beim 1993 aufgelösten Marinefliegergeschwader 1 (MFG1) in Kropp, Jagel Schleswig-Holstein und schied nach vollbrachtem Wehrdienst als Gefreiter d.R. aus. Die Jungs auf seiner Stube hatten wahrscheinlich ein spaßvolle Zeit mit Funker Mike als Kameraden.

 

Der mit dem Bambi, Till-Eulenspiegel-Satire-Preis der Stadt Bremen und Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises ausgezeichnete Kaberettist, Komiker und Sänger Mike Krüger lebt mit seiner Ehefrau in Deutschlands Norden, in Hamburg, und ist seit Anfang 2010 wieder deutschlandweit auf Tournee mit seinem Live-Programm “Is´das Kunst, oder kann das weg?”.
Schön wäre, wenn die Bundeswehr Mike Krüger gewinnen könnte für einen unterhaltsamen Truppenbesuch bei den im Ausland eingesetzten Soldatinnen und Soldaten, allerdings ist der Unterhaltungskünstler bis März 2011 bestens ausgebucht

 

(Plakatbildgrafik, Videoquellen: Mike Krüger.de, YouTube-Kanal Mike Krüger)

Soldatinnen an deutschen Fronten – in Afghanistan und anderswo (Videos)

Montag, 17. Mai 2010

Soldatenglück Kultur

 

 

 

Über 14 000 Frauen gibt es in der Bundeswehr. Sie tragen Waffen und erfüllen die gleichen Aufgaben wie ihr männlichen Kollegen. Sie gehen in Krisengebiete – der gefährlichste Ort ist Afghanistan.

Was treibt diese Frauen an? Warum ergreifen sie den männlichsten aller Berufe? Funktioniert das reibungslos? Wo gibt es Konflikte? Wie vertragen sich traditionelle Rollenbilder und die neuen Soldatinnen?

SWR Literatur im Foyer; Thea Dorn im Gespräch mit Jasna Zajcek und Marc Lindemann

(Videoquelle, Textauszug: SWR Literatur SWR Sendung vom 23. April 2010, Wiederholung in 3sat am 02. Mai via YouTube-Kanal Soldatenglück)

Bürger Lars Dietrich: “Schlecht Englisch kann ich gut” – Buch und Soundtrack einer Kindheit in der DDR (Videos)

Samstag, 15. Mai 2010

Soldatenglück Kultur

 

Broiler und Breakdance, Potsdam in den achtziger Jahren: Der kleine Lars Dietrich ist ein geborenes Showtalent. Ob Wehrunterricht oder Fahnenappell er findet überall seine Bühne. So auch hier mit dem Rap (Video oben) zum Buch.

Buch-Tipp:
Schlecht Englisch kann ich gut
Eine freie deutsche Jugend

Broiler und Breakdance

Potsdam in den achtziger Jahren: Der kleine Lars Dietrich ist ein geborenes Showtalent. Ob Wehrunterricht oder Fahnenappell – er findet überall seine Bühne. Da entdeckt er 1983 durch eine ZDF-Sendung den neuesten Trend aus den USA: Breakdance – und ist sofort Feuer und Flamme. Doch wie lässt sich eine westliche Jugendkultur im Arbeiter-und-Bauern-Staat leben? Ohne die Originalmusik, die richtigen Klamotten und unter den misstrauischen Augen der Partei? Selbstironisch und voll schrägem Humor erzählt ein Paradiesvogel von den Erfahrungen der letzten Generation, die noch in der DDR aufwuchs.

Der Autor:
Bürger Lars Dietrich

Lars Dietrich, geboren 1973 in Potsdam, ist Musiker, Moderator, Comedian und Schauspieler. Von 1989 bis 1991 studierte er Ballett und Tanz an der Palucca Schule in Dresden und an der Staatlichen Ballettschule Berlin, danach arbeitete er u.a. als Stuntman in den DEFA-Studios in Babelsberg. 1994 erscheint seine erste Single “Mädchenmillionär”, 1996 sein großer Hit “Sexy Eis”. Im Jahre 2001 wird er festes Ensemblemitglied bei der “Sat.1-Wochenshow” und tritt seitdem regelmäßig in den verschiedensten Comedy-Shows auf. Für seine Auftritte bei “Frei Schnauze XXL” (RTL) erhält er 2007 den Deutschen Comedypreis. Seit 2006 moderiert er außerdem für den Kindersender Nick.

rororo Taschenbuch, 240 Seiten, 01.10.2009, 8,95 €, ISBN 978-3-499-62539-8

Bürger Lars Dietrich bei einer Lesung (Video unten)

 

(Videoquelle: via YouTube-Kanal “iRead Media”, Regie & Produktion: Dirk Bertram; Song: Bürger Lars Dietrich, Jens Kuphal; Agentur: iRead Media; im Auftrag der Rowohlt Verlag GmbH;
Bildgrafikquelle, Textauszüge: rowohlt Verlag.de)