Archiv für die Kategorie 'Rüstungsindustrie'

Artilleriesystem DONAR (Video)

Freitag, 31. Juli 2009

DONAR statt Panzerhaubitze 2000?

Das deutsche Rüstungsunternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) in Kassel und das spanische GENERAL DYNAMIC Land Systems (GDELS) stellen gemeinsam ein zukunftsweisendes Artilleriesystem namens DONAR her. DONAR soll das herkömmliches Artillerieverständnis revolutionieren, luftverladbar mit 31,5 Tonnen, 155 mm mit allen NATO-Projektilen einsetzbar, autonom und besatzungslos mit kürzester Rapid Reaction Time, Hybrid Navigation System sowie unabhängiger Navigations- und Feuerkontrolle soll es bestehende Artilleriesysteme ablösen.

Ob das Artilleriesystem DONAR anders als offenbar die Panzerhaubitze 2000 technisch tauglich für Auslandseinsätze, wie zum Beispiel Afghanistan, unter klimatisch extremen Bedingungen ist, ist eine Hoffnung, die die deutsch-spanische Produktion hoffentlich erfüllt, die Einsatztauglichkeit der Artillerie der Deutschen hat zumindest Defizite.

(Videoquelle: KMW.de; GDELS.com)



Drohnen für den Einsatz, bitte auch Afghanistan-tauglich (Video)

Freitag, 24. Juli 2009

Amerikanische Luftwaffe wird 2010 erstmals in ihrer Geschichte
mehr Geld in unbemannte Flugzeuge investieren als in bemannte

Britische Soldaten übten mit ihren neuen Drohnen, Miniature Unmanned Aerial Vehicle (MUAV), in Spanien unter Feld-Bedingungen. Das Video zeigt das Übungsszenario.
Die deutsche Aufklärungsdrohnen (LUNA, Luftgestützte Unbemannte Nahaufklärungs-Ausstattung) fallen trotz ihrer Indienststellung ab 2003 und mittlerweile über 5.000 gezählten Flugeinsätzen insbesondere im Auslandseinsatz unter extremen Bedingungen zuweilen dadurch auf, dass sie gerade nur bedingt einsatzfähig sind oder irgendwo abseits eine Landung hinlegen.

Video: DESERT HAWK, a Spy in den Sky

Zum Thema Drohnen-Entwicklung passt die heutige Meldung des Schweizer Unternehmens SwissCopter AG, das auch in Spanien erprobt:

“Murten, Schweiz – Die SwissCopter AG mit Sitz in Murten hat in Spanien ihre Drohne NT 150 erfolgreich getestet. SwissCopter ist eine Tochtergesellschaft der an der Technologiebörse NASDAQ gehandelten Innosuisse Corp., welche als weltweit innovative Plattformen für Erfindungen gilt.

Die Drohne NT 150 (Spannweite 4,60 Meter) besitzt ein Startgewicht von 90 Kg, bietet eine Flugdauer von 6 Stunden und eine Nutzlast von 40 Kg. Die NT 150 ist mit bis zu drei unabhängigen Kameras ausgerüstet und hat die Fähigkeit für eine Datenverbindung von bis zu 100 Kilometer. Start und Landung können überall manuell sowie mit Autopilot durchgeführt werden.

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Drohnen gehört die Zukunft

Anwendungen könnten unter anderem bei der Prävention und Überwachung von Waldbränden, Unterstützung beim Grenzschutz oder zur Kontrolle von Pipelines sein. Heutzutage werden für diese Aufgaben noch bemannte Helikopter oder Flächenflieger eingesetzt was hohe Kosten verursacht. Der Treibstoffverbrauch der Drohne im Vergleich zu bemannten Flugzeugen ist mit 1,5 Liter Benzin pro Stunde sehr gering was die CO2 Emissionen markant senkt. Wärmebildkameras in Kombination mit UAVision (1) erlauben auch Nachteinsätze. Drohnen gehört die Zukunft: Beispielsweise wird die Amerikanische Luftwaffe im Jahr 2010 erstmals in ihrer Geschichte mehr Geld in unbemannte Flugzeuge investieren als in bemannte.
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Raumfahrt – Eine einzigartige Industrie (Video)

Dienstag, 30. Juni 2009

Viele Länder haben das All im Blick. Es geht um Einfluss, viel Geld, neue Technologien und um Marktanteile. Viele Staaten und Unternehmen wollen dabei sein. Doch wie geht es weiter in der Wirtschaftskrise? euronews – space hat auf der Luft- und Raumfahrtmesse von Le Bourget bei Paris umgehört.

Bundeswehr im Weltall

Mit dem Projekt Synthetic Aperture Radar-Lupe (SAR-Lupe), einem System von zunächst 5 Satelliten, wagte die Bundeswehr ab 2005 den nationalen Einstieg in die weltraumgestützte Aufklärung. Mit derartiger Radaraufklärung wird die Bundeswehr eine Aufklärungsfähigkeit erlangen, über die bisher nur die USA und Russland verfügten. Zusammen mit dem französischen Infrarotaufklärungssatelitensystem HELIOS II wird es den Kern eines “europäischen satellitengestützten Aufklärungsverbundes” bilden.
Das Satellitenkommunikationssystem der Bundeswehr (SATCOM Bw) soll zukünftig die weltweite Kommunikation der Bundeswehr gewährleisten.
Das Satellitennavigationssystem Galileo soll zukünftig die Lücken des aus den siebziger Jahren stammenden Global Positioning System (GPS) schließen.

A400M – Neue Probleme (Video)

Samstag, 9. Mai 2009

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Weitere Probleme beim A400M

Europrop International ist die Firma, die das A400M Triebwerk herstellt.
[Vor]Gestern wurde nun bekannt, dass es einen erneuten Rückschlag bei der Produktion dieses Triebwerks gab.

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Die Firma gestand, dass Sie bei der Entwicklung eines wichtigen Computer-systems einen groben Schnitzer begangen hätte. Aus Versehen wurden nicht die richtigen Unterlagen fertig gestellt, um eine Genehmigung des Antriebs bezüglich ziviler Standards zu erreichen.” zur vollständigen Blog-Meldung bei Michael Weis

Michael Weis betreibt den Blog:
Totgedacht – Blog zum Thema Politik, Gesellschaft und Kultur

Die Beschaffungs- und Entwicklungsgeschichte des A400M als dringend benötigtes Transportflugzeuge für die Bundeswehr scheint ein never ending story zu werden, Soldatenglück.de berichtete mehrfach über die Schwierigkeiten und Hindernisse. Hier ein Video, was der Airbus400Military (A400M) alles können sollen muss.

(Bilderquelle: Military Airbus, EADS.com)

Bunkerfaust DM 32 (Videos)

Mittwoch, 6. Mai 2009

Durchsetzungsvermögen der Infanterie-Truppe
im Straßen-, Orts- und Häuserkampf

Die Bunkerfaust ist eine hocheffektive schulterverschießbare Munition, die speziell für den Straßen-, Orts- und Häuserkampf geeignet ist. Der zweistufige Gefechtskopf mit Bohrladung und Nachschussladung wurde von Diehl BGT Defence speziell zur Bekämpfung von Zielen hinter bauüblichen Strukturen (MOUT Szenarien) entwickelt. Die Bunkerfaust ist aus geschlossenen Räumen verschießbar. Die Kampfentfernung liegt zwischen 11 und 600 m. Das Zielspektrum umfasst Ziele hinter armierten Betonwänden, Mauern, Ziegelwänden, Barrikaden, Sandsackwällen in Erdbunkern und in/hinter Feldbefestigungen, sowie den Einsatz gegen leichte und ungepanzerte Fahrzeuge.

(Textquelle: DIEHL BGT Defence.de)



Schwedisches Friedensforschungsinstitut SIPRI berechnet für deutsche Rüstungsexporte 123 Prozent Zuwachsrate im Zeitraum 2003-2008

Montag, 27. April 2009

Das unabhängige schwedische Friedensforschungsinstitut Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) hat in den vergangenen Jahren 2004-2008 einen Anstieg der deutschen Rüstungsexporte um 70 Prozent festgestellt. Deutschland baute seinen Weltmarktanteil am Waffenhandel im letzten Fünfjahres-Zeitraum demnach von sieben auf zehn Prozent aus. Mehr konventionelle Rüstungsgüter exportierten nur die USA mit einem Anteil von 31 Prozent und Russland mit 25 Prozent aus, Frankreich steht mit 8 Prozent an vierter Stelle hinter Deutschland und Großbritannen mit 4 Prozent nach den schwedischen Berechungen auf Platz 5 (siehe SIPRA-Grafik).bw-top-10-waffenexport

Die deutschen Rüstungsexporte an europäische Abnehmer stiegen rasant an, im Vergleich zum Fünfjahres-Zeitraum von 1998 bis 2003 nahmen sie um 123 Prozent zu. Einen Anteil von 13 Prozent der deutschen Rüstungsexporte gingen an den NATO-Mitgliedstaat Griechenland, vornehmlich Kampfpanzer Leopard 2 und U-Boote der Typ-Klasse 212 (von HDW in Kiel) gingen nach Südosteuropa, auch an die Türkei lieferte Deutschland Leos und 212er U-Boote, der Rüstungs-Import der NATO-Staaten Türkei und Griechenland wurde zu fast einem Drittel von Deutschland geliefert. Soldatenglück.de berichtete, Griechenland hatte zum Beispiel im Jahr 2003 170 Leopard 2 HEL bei Krauss-Maffei Wegmann (KMW) bestellt, 16 Nationen nutzen das Waffensystem Leopard, darunter auch Nicht-NATO-Staaten wie Singapur und Chile.

SIPRI-Grafik: Rüstungsexport-Länder

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Moderne konventionelle U-Boote der neuen Generation sind derzeit besonders gefragt und relativ kostenintenisiv. Deutschland gehört mit seiner professionellen Werftindustrie zu den führenden Anbietern, so haben auch Portugal und Südkorea mehrere U-Boote aus deutscher Herstellung geordert. Der rasante Anstieg der deutschen Rüstungsexporte wird von den SIPRI-Experten nicht als “spezielle Strategie” eingestuft, die Nachfrage konnte Deutschland als Marktführer mit den Rüstungsprodukten der gefragten Waffensystem befriedigen.

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Den Gesamtwert der deutschen Rüstungsexporte in den letzten fünf Jahren bezifferte SIPRI auf 8,7 Milliarden Euro. Dieser Wert übersteigt die offiziellen Angaben der Bundesregierung, da das schwedische Institut auch den Handel mit gebrauchter Ausrüstung sowie andere Formen der Militärhilfe mit einrechnet.

SIPRI-Grafik Rüstungsimport-Länder

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Das Forschungseinrichtung SIPRI wurde 1966 gegründet. Als Friedens- und Konfliktforschungistitut mit internationalen Mitarbeitern und Experten arbeitet SIPIRI mit den Schwerpunkten Abrüstung und Rüstungskontrolle, seit 1969 veröffentlicht SIPRI Forschungsberichte. Die Finanz-Zuwendungen kommen größtenteils aus dem schwedischen Staatshaushalt.

(Grafikquellen, Textauzüge: SIPRI ARMS TRANSFERS DATA, Stockholm International Peace Research Institute, SIPRI.org)

Weser-Kurier: Jung hält an Militärtransporter A400M fest

Samstag, 28. März 2009

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Bremen  – Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) will an den umstrittenen Rüstungsprojekten Militärtransporter A400M und Eurofighter festhalten. Im Interview mit der Sonntagsausgabe des Weser-Kurier in Bremen sprach er sich dagegen aus, die Anzahl der Transport-Maschinen zu reduzieren. Entsprechende Überlegungen gibt es im französischen Verteidigungsministerium. “Wir brauchen den A400M”, sagte Jung. “Was vertraglich vereinbart wurde, sollte umgesetzt werden.” Die Produktion des A400M wird durch technische Probleme behindert. Im Juli soll EADS den am Projekt beteiligten Staaten mitteilen, wann und in welchem Umfang der A400M realisiert wird. Auch an der dritten Teillieferung des Eurofighters will die Bundesregierung festhalten. “Wir brauchen den Eurofighter”, sagte der Verteidigungsminister.

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(Textquelle: Weser-Kurier.de;
Bildquelle: Luftwaffe.de)

LEOPARD 2 A5 PSO – Version: Peace Support Operations (Video)

Samstag, 21. März 2009

Eine der modernsten Varianten des Leopard 2 stellt der Leopard 2 PSO (Peace Support Operations) dar. Anfangs von KMW als eigenes Angebot für Einsätze im Ortskampf, sogenannte MOUT-Einsätze (Military Operations in Urban Terrain) entwickelt, wird der PSO seit dem Bekunden des Interesses durch die Bundeswehr in Zusammenarbeit mit der Panzertruppenschule erprobt und verbessert. Als Basis dient der Leopard 2 A5 mit zusätzlicher Rundumpanzerung und Minenschutz. Darüber hinaus verfügt diese Version über eine ferngesteuerte Waffenstation (z. B. für 12,7-mm-MG oder 40-mm-Granatmaschinenwaffe) mit Wärmebildgerät auf dem hinteren Turmdach und ein hydraulisches Räumschild, um Hindernisse und Barrikaden zu räumen. Um in allen Klimazonen, bei jeder Witterung und auch bei Nacht voll einsatzfähig zu sein, sind verbesserte Klimaanlagen (“Kampfraumkühlanlage”), eine stärkere Stromversorgung und ein 360-Grad-Kamerasystem zur Rundumsicht integriert – mit Infrarot und Restlichtverstärkung für Einsätze in der Nacht oder bei widrigen Wetterverhältnissen. Da der Panzer im Orts- und Häuserkampf eng mit der Infanterie zusammenarbeitet und diese bei ihren Aufgaben unterstützen soll, befindet sich eine von außen zugängliche Kommunikationsplattform am Panzer, um der Infanterie sowohl die Kommunikation mit der Panzerbesatzung als auch die Kommunikation der Soldaten untereinander zu ermöglichen.

Informationen zum LEOPARD vom Hersteller Krauss-Maffei Wegmann

Auslaufmodell WOLF, EAGLE im Kommen (Video)

Sonntag, 15. März 2009

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Die Ära des Geländefahrzeuges WOLF geht allmählich zu Ende. Die WÖLFE, insbesondere die mit Schutzausstattung nachgerüsteten und wegen des erhöhten Gewichtes mit unsicheren Fahreigenschaften, werden nach und nach vom Mowag Eagle abgelöst. Das Mowag Eagle Fahrzeug, das auf Chassis des HMMWV oder dem DURO basiert, wurde von der Mowag GmbH im schweizerischen Kreuzlingen entwickelt und gebaut, das Fahrzeug wird von der Schweizer Armee, Dänemarks Streitkräften und den Vereinten Nationen eingesetzt. Der Eagle IV ist als Führungs- und Funktionsfahrzeug in zahlreichen Varianten konzipiert und bietet Platz für bis zu fünf Personen. Er soll zahlreiche ältere Fahrzeuge der Bundeswehr ersetzen oder ergänzen. Soldatenglück.de berichtete darüber: EAGLE IV als gepanzerter Funktionsersatz für den WOLF und zur Ergänzung des MUNGO (Video). Der Haushaltausschuss des Deutschen Bundestages hat am 05. November 2008 grünes Licht für die Beschaffung von 198 Stück zu einem Gesamtpreis von 105,7 Millionen Euro genehmigt. Der Eagle IV ist  beispielsweise in der Transall lufttransportfähig. Allerdings werden der Bundeswehr vorerst viele der WÖLFE noch einige Jahre erhalten bleiben, bis sie alle ausgesondert sind.

Als Basis für die Typen Eagle I, II und III dient das amerikanische High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle (HMMWV)-Chassis. Der Eagle IV basiert hingegen auf dem LKW Mowag Duro, weil das Hummer-Chassis für das Gewicht der Panzerung nicht mehr ausreichte. Eine Verbundpanzerung zum Splitterschutz und ein eigens von Mowag konstruierter, von Hand bewegter Turm aus Stahlpanzerung erhöhen den Schutz und die zumindest leichte Kampfkraft.

Das Video zeigt Geländewagen WOLF unter Einsatzbedingungen:

Dieses Video zeigt eine Eagle-Vorführung unter Einsatzbedingungen:

(Bildquelle: Mowag.ch)

Soldatenmesser der Schweizer Armee auch weiterhin ein swiss made product

Freitag, 13. März 2009

“Antreten zum Messerfassen”

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(Bilder oben) Die neuen Aufklärer-Rekruten der Panzerschulen 21 in Thun erhielten am 10. März 2009 als erste das neue Soldatenmesser 08. An einer schlichten Feier in einer Panzerhalle übergab Hersteller Victorinox die ersten, speziell gravierten Messer der Armee. Rüstungschef Baunmann überreichte das erste Messer dem Kommandanten des Lehrverband Panzer/Artillerie, Brigadier Jean-Pierre Leuenberger (linkes Bild). Dieser übergab das Messer dem Kompaniekommandanten, Oberleutnant Roten (mittleres Bild) und schliesslich hiess es für die Rekruten.

(Bild unten) Urs Wyss-Elsener, Marketingleiter Victorinox, übergibt das neuen Armeemesser 08 an Jakob Baumann, Ruestungschef und Jean Paul Leuenberger, KDT. LVBZ/Art KDO Thun armasuisse, von links, am Dienstag 10. März 2009 auf dem Waffenplatz in Thun.

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Victorinox macht auch das neue Soldatenmesser
für die Schweizer Armee

Der Rüstungschef der Schweizer Armee, Jakob Baumann, hat heute das Soldatenmesser 08 von einem Vertreter der Herstellerfirma Victorinox entgegengenommen und an die Armee übergeben. Mit dem Beginn der Frühlings-Rekrutenschule 2009 erhalten alle zukünftigen Rekrutinnen und Rekruten im Rahmen der regulären Materialfassung das neue Soldatenmesser 08. Das Soldatenmesser 08 löst das bisherige Armeemesser ab, welches 1961 eingeführt wurde.

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Die Beschaffung der ersten Tranche von Soldatenmesser 08 umfasst 75 000 Exemplare in einem Umfang von 1,38 Mio. CHF. Das bisherige Armeemesser erfüllte die Anforderungen an Sicherheit und Technologie nicht mehr und musste deshalb an die heutigen Bedürfnisse und Standards angepasst werden.

armasuisse (vormals Gruppe Rüstung) als das Beschaffungs- und Technologiezentrum des Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) startete die Evaluation des neuen Soldatenmessers mit einem Einladungsverfahren im Februar 2008. Insgesamt wurden sieben Anbieter aus dem In- und Ausland zur Teilnahme am Evaluations(Ausschreibungs)verfahren eingeladen. Die eingereichten Funktionsmuster wurden bei der Truppe auf ihre Einsatztauglichkeit und im Labor auf die technischen Anforderungen geprüft. Aufgrund der Nutzwertanalyse erhielt das Modell mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis den Zuschlag. Es stammt aus Schweizer Produktion.

Seit mehr als 100 Jahren rüstet Victorinox die Schweizer Soldaten mit Taschenmessern aus. bw-scheizer-armeesoldat-vicDiese Tradition wird mit einem neuen, speziellen Modell fortgesetzt. Die Anforderungen der Schweizer Armee sind gestiegen. Militärische Tauglichkeit, Sicherheit, Qualität und ein gutes Preis- Leistungsverhältnis sind Voraussetzungen, die das neue Taschenmesser mühelos erfüllt. Nur bester Edelstahl wird für die Produktion von Klinge, Holzsäge, Dosenöffner mit Schraubendreher 3mm, Kapselheber mit Schraubendreher 7mm und Drahtabisolierer, Kreuzschlitzschraubendreher und die Bohr- / Stechahle verwendet. Zusätzlich ist die Schneideklinge mit einem Wellenschliff versehen und kann mit einer Hand geöffnet werden. Schneideklinge und Schraubendreher sind nach dem Öffnen arretiert.
Die Technologie macht auch bei den Griffschalen nicht Halt.
Ein Zweikomponenten-Kunststoff macht das Soldatenmesser griffiger als all seine Vorgänger und verleiht dem Tool Pfiff.
Und natürlich ist auch das neue Victorinox-Soldatenmesser wartungsarm.

bw-schweizersoldatenmesser(Bild links oben) Im Rahmen der Materialfassung der Aufklärer – Rekrutenschule in Thun fassen die Soldaten das neue Armeemesser 08 auf dem Waffenplatz in Thun.

(Bild rechts) Soldatenmesser 08: Länge 111 mm, Gewicht 126 Gramm
Art.-Nr. 0.8461.MWCH Soldatenmesser


(Textauszüge, Bilderquelle: Schweizer Armee.ch, Teilstreitkraft Heer der Schweizer Armee.ch, VICTORINOX.com)

Victorinox-Parfum-”Druckbetankung”

Übrigens, Victorinox bietet auch Düfte für den Mann im Soldaten, ein Parfum mit der Aufschrift Swiss Army. Da es noch kein Geruchssinn-Internet gibt, kann ich statt Duftprobe zumindest Bilder der Flacons mit praktischer Tragevorrichtung und Auftankung und coolem Karabinerhaken bieten:

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