Archiv für die Kategorie 'Rüstungsindustrie'

69 deutsche Rüstungsunternehmen bei internationaler Waffenmesse IDEX in Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate (Video)

Samstag, 2. März 2013

IDEX Abu Dhabi
Internationale Waffenmesse

Die IDEX (International Defence Exhibition and Conference) ist die größte Messe für Sicherheit und Rüstungsgüter im Nahen Osten, sie findet alle zwei Jahre in Abu Dhabi/VAE statt. Unter Schirmherrschaft von Scheich Khalifa Bin Zayed Al Nahyan, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), zugleich Supreme Commander der UAE Armed Forces, und organisiert von der Abu Dhabi National Exhibitions Company (ADNEC) in Zusammenarbeit und Unterstützung mit den UAE Armed Forces, ist die IDEX quasi eine staatliche Aktivität der VAE. Internationale Unternehmen der globalen Rüstungsindustrie präsentieren in Abu Dhabi die neuesten Produkte und Innovationen aus dem Bereich der Verteidigungs- und Rüstungsindustrie. Die IDEX in Abu Dhabi ist Ausstellungs- und Orderplattform für das gesamte Spektrum der Branche, auch deutsche Anbiter nutzten diese Waffenschau.
Deutschland ist mit 69 Unternehmen und Firmen bei der Internationalen Waffenmesse vertreten, Großbritannien ist mit 84 Rüstungsunternehmen, Frankreich mit 70, die Russische Föderation mit 39, Dänemark mit 5, die Niederlande mit 6, Schweden mit 10 und Österreich mit 21 Firmen dabei, insgesamt stellen rund 1.000 Ausstellern ihre Produkte und Systeme aus.
Hier die Liste der ausstellenden Unternehmen und Firmen der deutschen Rüstungsindustrie:
ADM Kiel, Aeromaritime Systembau GmbH, Alpha Armouring Panzerung GmbH, ATLAS ELEKTRONIK GmbH, BLUCHER GMBH, boger electronics gmbh, Bruker Daltonik GmbH, CCO Creative Consulting GmbH, CeramTec-ETEC GmbH, Cleemann Chair-Systems GmbH, Cobham (Telerob), COMNET Hanse GmbH, Daimler AG, Diehl Defence Holding GmbH, Diehl Defence Land Systems GmbH, DOLL Fahrzeugbau AG, DREHTAINER GmbH, Drello GmbH Marlies Rsner, Dynamit Nobel Defence GmbH, Dynasafe Germany GmbH, EADS, EURO-ART International EWIV,Eurofighter, FHF GmbH, fidusNET communication GmbH, Fr. Luerssen Werft GmbH & Co. KG, GE Intelligent Platforms, Germanischer Lloyd SE, GERPOL Sitzsysteme, HAIX Schuhe Produktions-und Vertriebs GmbH, Heckler & Koch GmbH, Hugin Group International GmbH Co., KG, Institut Dr. Foerster GmbH & Co. KG, Jenoptik, JUNGHANS Microtec, KAMAG Transporttechnik Gmbh co KG, Karcher Futuretech GmbH, Krauss Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, Lista AG, LS telcom, MANN + HUMMEL GmbH, MEN Metallwerk Elisenhutte GmbH, Miccavionics Defence systems GmbH, Monch Publishing Group, MTU Friedrichshafen GmbH, NOBISKRUG GmbH, NST – NEWCO Safety Technology GmbH, OWR GmbH, Rheinmetall AG (Corporate Sector Defence), Rheinmetall Defence, Roder HTS Hocker GmbH, Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, ROTZLER GmbH & Co. KG, RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Salzgitter Maschinenbau AG, Scheurle Farzeugfabrik GmbH, SCHOPF Maschinenbau GmbH, Secunet Security Networks AG, Sepson GmbH, szenaris GmbH, TE Connectivity Ltd Company, Teijin Aramid GmbH, Theissen Training System GmbH, ThyssenKrupp Marine Systems, WEW Westerwalder Eisenwerk GmbH, WKC, ZF Friedrichshafen AG.

“Die deutsche Rüstungsindustrie hat im vergangenen Jahr Ausfuhrgenehmigungen im Wert von 5,4 Milliarden Euro erhalten. Wie groß das weltweite Interesse an effektiven Tötungsmethoden ist, lässt sich nirgendwo besser ablesen als auf der Waffenmesse in Abu Dhabi”, beschreibt SPIEGEL.tv sein Video “Shoppen für den Krieg der Zukunft: Die Waffenmesse von Abu Dhabi “.

(Videoquelle, Textauszug kursiv unten: SPIEGEL.tv)

Hintergrundinformationen (Grafikquelle): IDEX UAE Abu Dhabi.ae



Rüstungsexporte: Menschenrechte als Kriterium ernst nehmen und parlamentarische Befassung stärken

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hält eine baldige Reform der Kontrollmechanismen bei Rüstungsexporten für dringend erforderlich. “Die kontroverse Debatte zu Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien verweist auf Strukturdefizite bei der Beratung und Kontrolle von Rüstungsexporten aus Deutschland”, erklärte Wolfgang S. Heinz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts. “Die Einhaltung der Menschenrechte im Exportland sollte nicht eines von mehreren Kriterien, sondern ein entscheidendes Kriterium bei der Genehmigung von Rüstungsexporten sein.” Heinz empfahl, den politischen Nutzen und die Nachteile von Rüstungsexporten unabhängig zu evaluieren und zu diskutieren. Das könne wesentlich zu einer informierten Debatte beitragen. “Eine überzogene Geheimhaltungspolitik und eine informierte sicherheitspolitische Diskussion schließen sich aus”, so der Menschenrechtsexperte.

Sechs Eckpunkte für eine Reform der Kontrolle von Rüstungsexporten:

(1) Bei Rüstungsexporten wird im Gemeinsamen Standpunkt der EU über die Ausfuhr von Militärgütern (2008) und in den Politischen Grundsätzen der Bundesregierung für den Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern (2000) ein besonderes Gewicht der Menschenrechte konstatiert. Dieses sollte gesetzlich festgeschrieben werden. Die Einhaltung der Menschenrechte im Exportland sollte nicht eines von mehreren Kriterien, sondern ein entscheidendes Kriterium bei der Genehmigung von Rüstungsexporten sein. Rüstungsexporte sollten weder von der Empfängerregierung genutzt werden, um Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land zu begehen, noch sollten sie in Drittländern, etwa zur Niederschlagung von Demonstrationen, genutzt werden.

(2) Die schon jetzt erforderliche Bestätigung, dass Rüstungsexporte nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen (die so genannte Endverbleibsklausel), muss durch deutsche Behörden vor Ort nachprüfbar sein. Die deutschen Behörden dürfen sich nicht nur auf schriftliche Zusicherungen verlassen.

(3) Rüstungsexporte werden in der Regel von Regierungen verantwortet. Die kontroversen Debatten zeigen, dass die parlamentarische Begleitung von Exportentscheidungen gestärkt werden sollte. Hierzu gehört eine zeitnahe Berichterstattung der Regierung über Rüstungsexporte, wie sie in anderen westlichen Ländern bereits stattfindet.

(4) Abgeordnete sollten dadurch in die Lage versetzt werden, in den parlamentarischen Ausschüssen oder auch in einem neu zu schaffenden Gremium zur Kontrolle von Rüstungsexporten die Regierung über Entscheidungen zu befragen und diese zu diskutieren. Die Stärkung des Auskunftsrechtes von Abgeordneten wäre wünschenswert. Die Lieferungen von Waffensystemen erfordern mehr, nicht weniger an parlamentarischer Kontrolle (bekannt werden Lieferungen häufig ohnehin). Neben der stärkeren parlamentarischen Kontrolle ist auch eine angemessene Information der Öffentlichkeit unabdingbar. Die Parlamentarier sollten vor den Medien über umfangreiche Waffengeschäfte informiert werden. Eine überzogene Geheimhaltungspolitik und eine informierte sicherheitspolitische Diskussion schließen sich aus.

(5) Für die Rüstungsexporte ist zurzeit das Bundesministerium der Wirtschaft verantwortlich. Es liegt nahe, diese Zuständigkeit auf den Prüfstand zu stellen. Wegen der Bedeutung und der menschenrechtlichen Auswirkung von Rüstungsexporten, besonders in Drittländer (außerhalb der NATO und der NATO gleichgestellten Ländern), sollten Ministerien und Bundestagsausschüsse zuständig sein, die die außen- und sicherheitspolitische Zuständigkeit haben. Bei Rüstungsexporten handelt es sich nicht primär um Wirtschaftsangelegenheiten. Entsprechend sollten die Zuständigkeiten korrigiert werden. Auch in anderen westlichen Ländern sind Außenministerien für Rüstungsexporte verantwortlich

(6) In der öffentlichen Debatte zu den Stichworten “Ertüchtigung statt Einmischung” des Verteidigungsministers Thomas de Maizière ist von einem Konzept die Rede, nach dem durch Rüstungsexporte die Stabilität bestimmter Länder gestärkt werden soll und dies die Entsendung der Bundeswehr in Krisengebiete überflüssig machen würde. Da es über positive und stabilitätsfördernde Wirkungen von Rüstungsexporten durchaus kontroverse Diskussionen in Politik und Wissenschaft gibt, ist es umso wichtiger, hierzu eine ernsthafte öffentliche Debatte zu führen. (Zitatende)

[Text-, Grafikquelle: Deutsches Institut für Menschenrechte.de
Bilderquellen: Canadia Forces.ca, Vergleichsfotos:
der Kampfpanzer LEOPARD aus deutscher Herstellung;
Bundeswehr.de: GTK Boxer im Einsatz am Observation Point North (OP North), ein Lager der deutschen ISAF-Truppen]

Wie verlässlich sind Bundeswehrwaffen? (Video)

Dienstag, 4. Dezember 2012

Soldaten der Bundeswehr beklagen Probleme an ihren Standardwaffen, an dem Gewehr “G36″ und an der Pistole “P8″. Interne Waffentests der Bundeswehr bestätigen das.

Soldatenglück.de berichtete am 01. April 2012: Bundeswehr-Gewehr G36 bedingt einsatzbereit, Waffe wird bei Feuergefechten heiß, Treffergenauigkeit sinkt auf Eindrittel (Video)

(Videoquelle: ZDF.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de)

SPD-Verteidigungspolitiker Bartels rügt Merkel wegen geplanter Waffenlieferungen an Saudi-Arabien

Dienstag, 4. Dezember 2012

Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels hat die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel wegen möglicher Waffenlieferungen an Saudi-Arabien scharf kritisiert. Wenn der heutige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nicht aufgrund einer verheimlichten Spende von 100 000 Mark des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber an die CDU “hätte zurücktreten müssen, dann säße Frau Merkel heute nicht da, wo sie sitzt”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe). “Frau Merkel sollte da mal ganz vorsichtig sein. Gerade sie müsste wissen, was für ein Land Saudi-Arabien ist und welche Geschichten es mit Saudi-Arabien schon gegeben hat.” Merkel folgte Schäuble im Jahr 2000 im Amt der CDU-Vorsitzenden nach. Schreiber war unter anderem in Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien verwickelt. Im Übrigen liege Saudi-Arabien in einem Spannungsgebiet und missachte Menschenrechte, fügte der SPD-Politiker hinzu. Die Lieferung von Panzern dorthin komme deshalb nicht in Betracht. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle.

[Textquelle: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Bundeswehr bei der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2012 (ILA 2012) -ILA Berlin Air Show 2012 (Internationale Luftfahrtausstellung).Bundeskanzlerin Angela Merkel eroeffnet in Schönefeld bei Berlin die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung. Zum Auftakt ihres Rundgangs über das neue Messegelände am künftigen Hauptstadtflughafen durchschneidet sie ein weißes Band. Im Bild von li. nach re.: Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister der Republik Polen, Waldemar Pawlak, und Dr.Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung]

Europäische Rüstungsindustrie: EADS/BAE-Fusion gescheitert (Video)

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Die Rüstungskonzerne EADS und BAE haben ihre Fusionsgespräche abgebrochen.

Es sei klar, dass die Interessen der beteiligten Regierungen nicht in Einklang gebracht werden könnten, teile der britische  multinationale Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Sytems aus London mit. Insbesondere die deutsche Regierung wird Medienberichten zufolge für das Scheitern verantwortlich gemacht.

Die Verhandlungen über eine Fusion waren wochenlang von einem Streit, um den künftigen Einfluss Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens auf das neue geplante Unternehmen belastet worden. BAE Sytems entstand 1999 durch die Fusion von British Aerospace und Marconi Electronic Systems und stieg damit zum viertgrößten Rüstungskonzern der Welt auf. Bis zum Jahr 2003 übernahm BAE Systems mehrere Tochtergesellschaften von Lockheed Martin und Boeing, wodadurch wurde BAE vorübergehend zum weltgrößten Rüstungskonzern. Der BAE-Konzern ist das einzige nicht-amerikanische Rüstungsunternehmen, welches zu den zehn größten Lieferanten des U.S. Pentagon gehört.
European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) ist Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern. Nach Boeing ist EADS auch das zweitgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Der Konzern ging aus einer Fusion der deutschen DASA, der französischen Aérospatiale-Matra und der spanischen CASA hervor. Die Deutschlandzentrale des Konzerns EADS ist in Ottobrunn bei München in Bayern, zum Konzern gehören zum Beispiel CASSIDIAN und Eurocopter als Lieferanten der Bundeswehr.

Dazu das euronews-Video: EADS-BAE-Deal geplatzt

Die Fusion des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS mit dem britischen Rüstungsspezialisten BAE Systems ist abgeblasen. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, würden die entsprechenden Pläne nicht weiterverfolgt. Bereits seit gestern hatte es Gerüchte gegeben, dass die Fusion an zu starkem politischen Gegenwind scheitern werde. Offenbar war es den Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens nicht gelungen, eine Einigung zu finden

(Bildquelle: BAE Systems.com, Taranis, the UK’s unmanned combat air system technology demonstrator; CHINOOK Flares;
Videoquelle: euronews.net)

Hintergrundinformationen: EADS.com; BAE Systems.com



“Reserve schafft Mehrwert” – Kooperationsvereinbarung zwischen Rüstungskonzern Diehl Defence und der Luftwaffe

Mittwoch, 12. September 2012

Reserve schafft Mehrwert

Am 12. September 2012 wurde am Rande der internationalen Luftfahrtausstellung 2012 (ILA 2012) in Berlin zwischen der Deutschen Luftwaffe und der Diehl Defence Holding GmbH eine Rahmenvereinbarung über die Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der Reservistenarbeit Bw geschlossen.

Die Vereinbarung, die vornehmlich Impulse für die Förderung der engagierten Reservistentätigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Diehl Defence geben soll und bestehende Kooperationen zwischen der Bundeswehr und der Wirtschaft ergänzt, wurde für die Luftwaffe durch Generalleutnant Dieter Naskrent, Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten der Luftwaffe, unterzeichnet. Die Unternehmensseite wurde an der Spitze durch Herrn Dipl.-Kaufmann Claus Günther, Sprecher der Geschäftsführung der Diehl Defence Holding GmbH, vertreten.

Wie beide in kurzen Ansprachen betonten, wird mit der künftigen Kooperation formell die Zielsetzung der nachhaltigen Optimierung der Reservistenarbeit verfolgt.

Generalleutnant Naskrent stellte dabei die strategische Bedeutung der Reserve für die Luftwaffe heraus. “Ohne die Reservistinnen und Reservisten ist die Einsatz- und Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte in vielen Bereichen eingeschränkt.” Vor dem Hintergrund des großen Bedarfes an qualifizierten und motivierten Reservistinnen und Reservisten hoffe man nun, mit der gemeinsamen Absichtserklärung von Luftwaffe und Diehl Defence über die Förderung der Reservistenarbeit nicht nur über einen Weg zur Verbesserung der Beorderungslage in der Luftwaffe, sondern zur ganzheitlichen Personalentwicklung bei der Bundeswehr, dem Unternehmen und den Arbeitnehmern/ Reservisten zu verfügen.

Die Vereinbarung zwischen der Luftwaffe und Diehl Defence folgt der konzeptionellen Linie der am 01. Februar dieses Jahres durch Bundesminister Dr. de Maizière erlassenen neuen Konzeption der Reserve. Diese verdeutlicht u. a. das Ziel der Gewährleistung einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz für den Dienst als Reservist bei der Bundeswehr.

Insofern definiert die Kooperationsvereinbarung eine Absichtserklärung der Unterschriftsparteien, die Reservistenarbeit zum gegenseitigen Nutzen zu fördern, sich auszutauschen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu unterstützen. Der wesentliche “Unternehmensvorteil” der Luftwaffe – die vorrangige Bedarfsdeckung mit qualifiziertem und motiviertem Personal – wird in Unternehmensrichtung geweitet durch die Gewinnung von operationellem Verständnis und Potentialentwicklung. Attribute, die auch der Luftwaffe zu Gute kommen.

Durch bereichsübergreifende Information wird seitens der Luftwaffe gewährleistet, dass alle Verantwortungsträger der Bundeswehr – personelle Bedarfsträger wie Bedarfsdecker – angemessen bei der Umsetzung der Kooperationsvereinbarung einbezogen werden. Mit der Fortentwicklung einer funktionellen Internet-basierten Stellenbörse, aber auch durch spezielle Vortrags- und Informationsveranstaltungen wie -dokumentationen soll die Vereinbarung gegenüber Diehl Defence zielgerichtet mit Leben gefüllt werden. Dieser Ansatz liefert für das Unternehmen die Basis, auf das eigene Potential gleichermaßen angemessen hinweisen zu können.

Die Kooperationsvereinbarung ist ein weiterer Meilenstein zur Optimierung der Reservistenarbeit. In diesem Kontext weist die Luftwaffe darauf hin, dass weitere Kooperationen im Bereich der Reservistenarbeit auch mit anderen interessierten Unternehmen, Behörden und Einrichtungen angestrebt werden. Dieser Weg soll auch künftig offensiv weiter beschritten werden.

Mit der Kooperation wurde der Grundstein für einen regelmäßigen umfassenden Diskurs gelegt, der ein Ziel verfolgt: die Realisierung des Leitspruches

RESERVE SCHAFFT MEHRWERT in GESELLSCHAFT, WIRTSCHAFT UND BUNDESWEHR (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtete bereits (ohne Beifall) Mitte März 2012 zur Kooperationsvereinbarung des Rüstungsunternehmens EADS bzw. CASSIDIAN mit der Bundeswehr mit dem Artikel: Vetternwirtschaft zwischen Bundeswehr und Rüstungsindustrie besiegelt – German CASSIDIAN Forces.

(Textquelle kursiv, Bilder: Luftwaffe.de)

Indonesien ordert 100 gebrauchte deutsche Kampfpanzer LEOPARD 2

Freitag, 24. August 2012

Indonesien hat 100 Kampfpanzer vom Typ LEOPARD 2 in Deutschland geordert.

Das Verteidigungsministerium in der indonesischen Hauptstadt Jakarta  bestätigte erstmals offiziell den Beschaffungsplan und erklärte, das Parlament habe bereits zugestimmt. Indonsien ist eine Präsidialrepublik, Staatsoberhaupt und Regierungschef ist seit Oktober 2004 Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, der “denkender General” genannt wird. Im Jahr 2000 zog er sich aus dem aktiven Militärdienst zurück, sein letzter Dienstgrad war der eines Vier-Sterne-General. Nach der militärischen Laufbahn war Susilo Bambang Yudhoyono (SBY) als Politiker (Demokratische Partei) von 2000 bis 2004 koordinierender Minister für Politik und Sicherheit im Kabinett der Präsidentin Megawati Sukarnoputri, die nach den Präsidentschaftswahlen 2004 ablöste.

Über den Kaufpreis der in den 1980er Jahren produzierten gebrauchten 100 Kampfpanzer (Vergleichsbild oben) aus Deutschland verhandelt Indonesien noch, die Ausfuhrgenehmigung der Bundesregierung steht ebenfalls noch aus.
Bündnisgrüne und DIE LINKE warnten unter Verweis auf die Menschenrechtslage in dem muslimischen Land vor dem Panzergeschäft, beide Parteien haben allerdings kein Mitsprache- oder Mitbestimmngsrecht im Bundessicherheitsrat.

Indonesien (Karte unten) ist mit cirka 237,6 Millionen Bevölkerung die viertgößte Nation der Welt und mit einem Anteil von rund 200 Millionen Moslems der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung der Erde, der Islam ist dabei nicht Staatsreligion.

(Bildquelle: Bundeswehr.de, LEOPRARD 2;
Grafikquelle: CIA.gov, Indonesien-Karte)

Emirat Katar will 200 deutsche Kampfpanzer LEOPARD 2 kaufen (Videos)

Sonntag, 29. Juli 2012

Milliarden-Rüstungsdeal – Katar will deutsche Panzer kaufen” berichtet SPIEGEL ONLINE heute. Demnach stünde Deutschland insbesondere der Hersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) vor einem milliardenschweren Rüstungsgeschäft.

Das arabische kleinstaatliche Emirat Katar (Qatar) mit nur 1,7 Millionen Einwohnern und hochsommerlichen Durchschnittstemperaturen von 45 Grad Hitze hat Interesse an bis zu 200 Kampfpanzern LEOPARD 2, 36 Stück hat es schon und ist damit offenbar sehr zufrieden. Katar hat als arabische Halbinsel eine Landesgrenze mit Saudi-Arabien und ist ansonsten vom Persischen Golf umgeben (Karte unten). Im Emirat Qatar stehen rund 12.000 Soldaten unter Waffen, davon sind etwa 8.500 Bodenstreitkräfte. 36 deutsche LEOPARD sowie deutsche Panzerhaubitzen gehören bereits zur Ausrüstung des Heeres von Katar, genehmigt vom Bundessicherheitsrat im Jahr 2009. Das Militärpersonal in Katar hat nur  30 Prozent Einheimische, der größere Restanteil kommt aus über 15 verschiedenen anderen Nationen. Das Emirat Katar mit der Hauptstadt Doha kann sich das als reicher Öl- und Gasförderer leisten, es kauft aus z.B. Großbritannien, den USA und Frankreich teure Rüstungsgüter zusammen (Videos unten, Militärparade anlässlich des Nationalfeiertages im Dezember 2011), zuletzt wurde im Juni 2012 die Kaufabsicht von 12 Black Hawk Hubschraubern bekannt.

Katar ist außenpolitisch ambitioniert, in den arabischen Staaten insbesondere in der Mittelmeeregion will Katar eine Führungsrolle übernehmen, es ist mit ehemals britischer Prägung westlich orientiert und gleichwohl islamischen Religionswerten verpflichtet. Das Staatsoberhaupt ist Scheich Hamad ibn Chalifa Al Thani.
Die deutsche Bundesregierung, das Bundeskanzleramt und das Bundeswirtschaftsministerium hätten gegen den Waffenexport keine Einwände.

(Bildquelle: KMWeg.de;
Grafikquelle: CIA.gov. Karte von Qatar;
Videoquelle: via YouTube)

Deutschland schickt Kampfhubschrauber nach Afghanistan

Donnerstag, 19. Juli 2012

Die Bundeswehr wird in Afghanistan erstmals den neuen Kampfhubschrauber “Tiger” einsetzen. “Wir sind entschlossen, den ,Tiger’ Ende dieses Jahres, spätestens Anfang nächsten Jahres in Afghanistan zum Einsatz zu bringen. Wir brauchen dieses Waffensystem dringend”, sagte Generalmajor Jörg Vollmer der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Donnerstagausgabe). Der Bundeswehr-Offizier führt die Division Spezielle Operationen in Stadtallendorf und war 2009 Regionalkommandeur in Nord-Afghanistan. Vollmer warnte vor einer zu schnellen Reduzierung der deutschen Kampftruppe. “2013 sichern unsere Fallschirmjäger für ein halbes Jahr die Region um Kundus und müssen auch den Materialabfluss der Nato-Rückverlegung bis 2014 über die zwei Nachschubrouten nach Usbekistan und Tadschikistan schützen”, sagte Vollmer der Zeitung. Tausende von Containern und Fahrzeugen müssten durch den deutschen Verantwortungsbereich geschleust werden. (Zitatende)

Berichett die “Rheinische Post” aus Düsseldorf.
Soldatenglück.de berichtete über die Verzögerungen des TIGER-Einsatzes zuletzt: Bundeswehr in Afghanistan wartet auf TIGER – Hubschrauber kommt zu spät (Video) oder Bilder des Tages: TIGER UHT ASGARD-F in the air.

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de
Bilderquelle: Bundeswehr.de, der TIGER)

LEO 2 Arabia – Bundeswehr unterstützt Schieß-Erprobung im “Nutzerstaat” Saudi-Arabien

Donnerstag, 5. Juli 2012

Der Hersteller des Kampfpanzers LEOPARD 2, Krauss-Maffei Wegmann (KMW), testet in Saudi-Arabien das Rüstungsprodukt “Made in Germany”. Seit Anfang Juli 2012 soll auch ein Bundeswehrstabsoffizier der Panzertruppe des Heeres mit Genehmigung des BMVg auf Kosten von KMW die Schießeinsatz-Erprobung im Wüstenstaat unterstützen.

Zum SPIEGEL ONLINE-Artikel dazu: “Leopard 2″ Bundeswehr unterstützt Schießtraining in Saudi-Arabien.

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über den deutschen Kampfpanzer LEOPARD und die Exportbemühungen der Rüstungsindustrie, die Weichenstellungen der Bundesregierung und Stimmung der Bevölkerung.

(Bildquelle: Canadian Forces.ca, der Wüsten-LEO im Afghanistan-Einsatz;
Grafikquelle: CIA.gov, Flagge Saudia-Arabien)