Archiv für die Kategorie 'Rüstungsindustrie'

US Navy vergibt 25-Millionen-Auftrag für U-Boot-Rettungsanzüge

Montag, 21. Mai 2012

Survitec Group freut sich bekannt geben zu können, dass man mit der US Navy Einigung über einen Erstausstattungsauftrag für die Lieferung von U-Boot-Rettungsausrüstung (Submarine Escape Immersion Equipment (SEIE)) im Wert von $ 25 Millionen abgeschlossen hat. Damit ist der RFD Beaufort Mk11 Anzug von Survitec das einzige technisch akzeptable Produkt, das die strikten Anforderungen der US Navy hinsichtlich Produktqualität und Sicherheit der U-Boot-Besatzungen erfüllt.

Der Erstauftrag über mehrere Tausend RFD Beaufort SEIE Mk11 Anzüge sieht die Möglichkeit der Erhöhung des Vertragswertes in den kommenden fünf Jahren auf $ 60 Millionen vor. Der erfolgreiche Abschluss folgt kurz nach einem Auftrag der Royal Canadian Navy, ebenfalls über den SEIE Mk11 Anzug, und bestätigt das Engagement von Survitec für Sicherheit, Integrität und Produktqualität.

Die in der Survitec-Fabrik in Sharon Center, Ohio, hergestellten SEIE Mk11 Anzüge werden das derzeitige SEIE Mk10 Sortiment der US Navy ablösen. Survitec hat bereits etwa $ 10 Millionen in den Aufbau einer umfassenden und leistungsfähigen US-Produktionsstätte investiert, die in der Lage ist, die Anforderungen an das Produktionsniveau und die Beschaffung von US-Textilien zu erfüllen, wie dies in der Bestimmung über die Bevorzugung bestimmter nationaler Güter (Preference for Certain Domestic Commodities Clause), auch als Berry Amendment bekannt, vorgesehen ist.

David Abbott, Managing Director der Survitec-Fabrik in Sharon Center kommentiert den Auftrag wie folgt: “Wir sind sehr stolz, dass wir die U-Boot-Besatzungen der US Navy im Rahmen eines für Survitec und die Mitarbeiter in Sharon Center äußerst wichtigen Vertrags ausstatten können. Unser Unternehmen ist seit 1952 ein Vorreiter bei U-Boot-Rettungstechnologie und hat seither sein Angebot auf den derzeit hohen Standard des SEIE Mk11 ausgebaut.”

Die Fabrik in Sharon Center beschäftigt 120 lokale Facharbeiter im Bereich fortschrittlicher Textil- und Herstellungstechnologien und hat seit 2009 bereits mehr als 4.500 SEIE Mk11 Anzüge geliefert. Die Produktionskapazität beträgt unvermindert ca. 250 Anzüge pro Monat. Die Fabrik liefert ebenfalls Rettungsinseln für 25 und 50 Personen an die US Navy (NAVSEA) sowie Anti-G-Hosen für Piloten der US Air Force und US Navy. (weiter…)



Die nächste Generation Light-MG Made in USA – Lightweight Medium Machine Gun (LWMMG) von General Dynamics

Mittwoch, 16. Mai 2012

Der “BMVg-Haus- und Hoflieferanten” Heckler&Koch und Rheinmetall bekommen transatlantisches “Gegenfeuer”. Der US-Hersteller General Dynamics trumpft mit der nächsten Generation Lightweight Medium Machine Gun (LWMMG) auf. Lightweight steht bei dem LVMMG für 24 Pounds = 10,9 Kg und Distanz für eine maximale Kampfentfernung von 1.700 Meter.

Einen Rückstoss wie die 7,62×51 NATO soll das leichte US-amerikanische MG haben, aber Reichweite wie ein Schweres MG3 (11,7 Kg, maximale Kampfentfernung: 1.200 Meter) vom Hersteller Rheinmetall.

Man kann sich vorstellen was die Soldaten z.B. im ISAF-Einsatz in Afghanistan mit einer solchen leichten-schweren Waffe in der Hand an Feuer- und Durchschlagskraft zur Verfügung hätten. Die Waffe hat in einigen Bereichen die Wirkung eines schweren Maschinengewehrs und geht durch Lehmwände “wie ein heisses Messer durch Butter”.

Die Munition ist sehr ähnlich der .338 Lapua Magnum, die z.B. Großbritannien schon lange in ihren Scharfschützengewehren verwendet. Mit dieser Munition wurde u.a. der weiteste bekannte Treffer eines Scharfschützen im Kampfeinsatz verzeichnet. Die Bundeswehr schießt mit maximal .300 Winchester (G22) oder mit 12,7 mm im sperrigen H&K G82, das zu schwer(12,9 kg ungeladen, maximale Kampfentfernung: ca. 1.800 Meter)  ist, um in Gesamtheit wirklich optimal zu sein.
Dazu auch der Sturmgewehr-Beitrag: Bundeswehr-Gewehr G36 bedingt einsatzbereit, Waffe wird bei Feuergefechten heiß, Treffergenauigkeit sinkt auf Eindrittel (Video).

Technische Daten des neuen Lightweight Medium Machine Gun (LWMMG):
Caliber: .338
Weight: 24 pounds
Length: 49 inches
Rate of fire: 500 rounds per minute
Ammunition: .338 Norma Magnum
Projectile: 300gr Sierra HPBT, FMJ, AP
Muzzle Velocity: 2,650 feet per second
Barrel Length: 24 inches
Max Effective Range: 1,860 yards (1,700 meters)
Maximum range: 6,170 yards (5,642 meters)
Mount: M192 tripod, or various vehicle mounts

Hintergrundinformationen: GENERAL DYNAMIC Combat Systems (Bildquelle)

Dank an Raptor für den Leser-Hinweis!

Schweiz wollte den EUROFIGHTER nicht und muss nun bis 2020 auf schwedischen GRIPEN warten (Video)

Mittwoch, 4. April 2012

Saab JAS 39E Gripen

10vor10 vom 03.04.2012

Verspätung des Gripen-Kaufs

Der Kauf des neuen schwedischen Kampfjets Gripen wird deutlich später erfolgen, als bisher geplant. Das deutet Verteidigungsminister Ueli Maurer im «10vor10»-Interview an. Bisher ging die Armee davon aus, dass die Kampfjets ab 2015 einsatzbereit sind. Neu wird eine Beschaffung bis 2020 als realistisch angeschaut.

(Videoquelle, Textauszug kursiv: Schweizer Fernsehen, SF.tv;
Bildquelle: Schweizer Armee.ch, Saab JAS 39E Gripen der schwedischen Luftwaffe)

Hintergrundinformationen: Schweizer Armee, Schweizer Luftwaffe, der Bundesrat hat beschlossen, 22 Kampfflugzeuge des Typs Saab Gripen zu beschaffen. Diese sollen die über dreißigjährigen F-5 Tiger ersetzen, welche den heutigen operationellen Anforderungen nicht mehr genügen. Dazu die Mitteilung des Eidgenössischen Departments für Verteidigung, von 02/2012 Gripen ist die optimale Lösung für die Schweizer Armee – Der Gripen erfüllt die gestellten Anforderungen, ist truppentauglich und finanziell auch längerfristig tragbar – damit stellt das schwedische Kampfflugzeug für die Schweizer Armee die optimale Lösung dar. Zu diesem Resultat hat eine umfassende und mehrjährige Evaluation geführt.
Meilensteinplan.

Bundeswehr-Gewehr G36 bedingt einsatzbereit, Waffe wird bei Feuergefechten heiß, Treffergenauigkeit sinkt auf Eindrittel (Video)

Sonntag, 1. April 2012

“Nach dem Verschießen von Patronen im schnellen Einzelfeuer oder in kurzen Feuerstößen bei starker Rohrerhitzung das Rohr auf Handwärme abkühlen, bevor weitergeschossen werden darf”, so das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) an die Soldaten im ISAF-Einsatz in Afghanistan.

Daheim auf der Schießbahn ist eine erwärmte Waffe nach ein, zwei Feuerstößen oder 30 Schuss Einzelfeuer mit dem NATO-Kaliber 5,56 x 45 mm (.223 Remington) kein Problem, mit 4,47 Kilogramm bei gefülltem Magazin sogar angenehm warm in der Hand liegend.

Doch nach einem mehrstündigen Feuergefecht mit Taliban in Afghanistan, wenn ein paar Magazine verschossen wurden, die Treffergenauigkeit aufgrund Überhitzung bei 300 Meter Kampfentfernung auf Eindrittel gesunken ist, greift der Soldat im ISAF-Einsatz mit der Bundeswehr nach seinen Kampfmesser (KM 2000) und fragt sich, ob er eine  AK-47 oder neueres AK-101 Kalaschnikow Sturmgewehr russischer Bauart erbeuten oder über den Dienstweg anfordern soll, um das Feuergefecht zu überstehen.
Die Standardwaffe Heckler+Koch G36 jedenfalls war für anhaltendes Dauerfeuer nie vorgesehen, ein Kriegseinsatz war offenbar bei Einführung der Waffe 1997 nicht geplant, “bewaffnetes THW” musste nur ausnahmsweise Selbstverteidigungsaufgaben im Show of Force Effekt darstellen können.

Das Bundeswehr-Gewehr G36 ist eben keine perfekt geeignete Waffe für infanteristische Aufgaben im abgesessenen Kampf gegen einen angreifenden Gegner am Hindukusch.
Mehr im SPIEGEL ONLINE Artikel: “Bundeswehr-Gewehr G36 – Bitte nicht so viel schießen”.

(Bilderquelle: Bundeswehr.de, Soldaten in Afghanistan mit der G36,
Videoquelle: via YouTube, Einschießen der G36 auf einem Schießstand im Einsatzgebiet Kosovo, KFOR, bei kühler Witterung mit Einzelfeuer)

Vetternwirtschaft zwischen Bundeswehr und Rüstungsindustrie besiegelt – German CASSIDIAN Forces

Donnerstag, 15. März 2012

“Förderung der Rervistenarbeit” meint Vorteilsnahme bei der Bundeswehr

Wer die aktuelle Pressemitteilung der Luftwaffe der Bundeswehr (unten) liest, der muss sich nicht erst daran erinnern, dass Eurofighter 2000/Jäger 90 Kampfflugzeuge durch Piloten der Bundeswehr auf Kosten des Verteidigungsressorts (BMVg) nach Indien geflogen wurden, um den Verkauf für das Rüstungsunternehmen EADS / CASSIDIAN zu fördern. [Letzlich hat Dassault (Rafale) im Januar 2012 den Großauftrag aus Indien für 126 neue Kampflugzeuge bekommen, auch die Schweiz kauft seine 22 Kampfflugzeuge nicht bei EADS, sondern in Schweden bei GRIPEN, erwatzweise bei Rafale.] EADS / CASSIDIAN ist und bleibt Hersteller und Lieferant von Rüstungstechnologie für u.a. die deutschen Streitkräfte und Sicherheitsbehörden, ein Milliardengeschäft für EADS.
Beim Lesen der für die Bundeswehr ungemein langen, erklärungsreichen und zugleich faktenarmen, jedoch eloquent-lobpreisenden Pressemitteilung mit viel CASSIDIAN wird schnell deutlich, dass sich ein Wirtschaftsunternehmen unter Vorwand und Mantel der “Förderung der Reservistenarbeit” systematische Wettbewerbsvorteile verschafft bzw. verfestigt und sich dem Großkunden Bundeswehr und dessen Personal und Amtsträgern erneut in unredlicher Weise annähert. Unlauter mit dem derben Duft nach Vetternwirtschaft bei Öffnung der Schleusen für Vorteilnahme, Bestechung und Bestechlichkeit, Untreue und Korruption, keine win-win-Situation wie beschrieben, sondern ein Fall für Transparency International.
Wenn wir das so wollen, können wir die Bundeswehr Schritt für Schritt privatisieren > “German Cassidian Forces, damit sich Kriege wieder lohnen”.

Die Pressemitteilung (mit Bild) der Luftwaffe der Bundeswehr vom 15.03.2012:

Reserve schafft Mehrwert

Luftwaffe und Cassidian schließen Kooperationsvereinbarung zur “Reservistenarbeit”; Förderung der engagierten Reservistentätigkeit von Unternehmensmitarbeitern als Ziel; Deutschlandweit erste offizielle Kooperation von Bundeswehr und Wirtschaft zur Förderung der Reservistenarbeit; Reserve schafft Mehrwert in Gesellschaft, Wirtschaft und Bundeswehr.

Köln-Wahn – Am 14. März 2012 wurde im Rahmen eines feierlichen Aktes in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn zwischen der Deutschen Luftwaffe und der EADS-Division CASSIDIAN, eine Rahmenvereinbarung über die Förderung der Zusammenarbeit im Bereich der Reservistenarbeit geschlossen. Die Vereinbarung, die vornehmlich Impulse für die Förderung der engagierten Reservistentätigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von CASSIDIAN geben soll und bestehende Kooperationen zwischen der Bundeswehr und der Wirtschaft ergänzt, wurde für die Luftwaffe durch Generalleutnant Norbert Finster, Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten der Luftwaffe, unterzeichnet. Die Unternehmensseite wurde an der Spitze durch den CASSIDIAN Deutschland-Vorstand Herrn Bernd Wenzler vertreten.

Wie beide in kurzen Ansprachen betonten, handelt es sich bei der künftigen Kooperation formell um die erste offizielle dieser Art. Mit der Zielsetzung der nachhaltigen Optimierung der Reservistenarbeit wurde ein Vorhaben beschlossen, das in Art und Tiefe bislang einzigartig für beide Organisationen ist. Generalleutnant Finster betonte dabei die strategische Bedeutung der Reserve für die Luftwaffe: “Ohne die Reservistinnen und Reservisten ist die Einsatz- und Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte in vielen Bereichen eingeschränkt.” Vor dem Hintergrund des großen Bedarfes an qualifizierten und motivierten Reservistinnen und Reservisten hoffe man nun, mit der gemeinsamen Absichtserklärung von Luftwaffe und CASSIDIAN über die Förderung der Reservistenarbeit nicht nur über einen Weg zur Verbesserung der Beorderungslage in der Luftwaffe, sondern zur ganzheitlichen Personalentwicklung bei der Bundeswehr, dem Unternehmen und den Arbeitnehmern/ Reservisten zu verfügen.

CASSIDIAN Deutschland-Vorstand Bernd Wenzler fügte hinzu: “Diese gemeinsame Absichtserklärung wird nicht nur die Zusammenarbeit bei Reservistenangelegenheiten fördern. Sie ist gleichzeitig auch ein wichtiger Schritt für ein zukünftiges Gesamtkonzept zur Kooperation zwischen Bundeswehr und Industrie im Personalbereich. Beide Partner können von durchlässigen Modellen nur profitieren. Die Bundeswehr, weil sie ihren Bewerbern Perspektiven nach der aktiven Dienstzeit bietet und die Industrie, weil sie führungserfahrene Mitarbeiter benötigt, die die Bedürfnisse des Kunden kennen und bei der Entwicklung von Produkten vom Einsatz her denken.

Die Vereinbarung zwischen der Luftwaffe und CASSIDIAN folgt der konzeptionellen Linie der am 1. Februar dieses Jahres durch Bundesminister (BM) Dr. de Maizière erlassenen neuen Konzeption der Reserve. Diese verdeutlicht u. a. das Ziel der Gewährleistung einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz für den Dienst als Reservist bei der Bundeswehr; bei CASSIDIAN habe man da offene Türen vorgefunden, denn dort wurde bereits zuvor über eine entsprechende Zusammenarbeit im Bereich der Reservistenarbeit nachgedacht. Die nun vorliegende Kooperationsvereinbarung stellt eine Absichtserklärung der Unterschriftsparteien dar, die Reservistenarbeit zum gegenseitigen Vorteil zu fördern, sich auszutauschen und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu unterstützen. Der wesentliche Nutzen für die Luftwaffe ist die verbesserte Bedarfsdeckung mit qualifiziertem und motiviertem Personal.

Aus Unternehmenssicht steht die Gewinnung von operationellem Verständnis sowie der Weiterbildungsaspekt für die Mitarbeiter im Vordergrund – Aspekte, die umgekehrt auch wieder der Luftwaffe zu Gute kommen. Beide Seiten betonten, dass die Arbeiten im Vorfeld der offiziellen Kooperation schon erste Früchte gezeigt hätten. Die Realisierung von vereinzelten Beorderungen und das Interesse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie militärischen Vorgesetzten an diesem Projekt zeige, dass die Maßnahme erfolgversprechend gestartet sei. Entscheidend wird nun die weitere Umsetzung sein.

Durch eine intensive bereichsübergreifende Information wird seitens der Luftwaffe gewährleistet, dass alle Verantwortungsträger der Bundeswehr – personelle Bedarfsträger wie -decker – angemessen bei der Umsetzung der Kooperationsvereinbarung einbezogen werden. Mit der Fortentwicklung einer funktionellen Internet-basierten Stellenbörse, aber auch durch spezielle Vortrags- und Informationsveranstaltungen wie -dokumentationen soll die Vereinbarung gegenüber CASSIDIAN zielgerichtet mit Leben gefüllt werden. Dieser Ansatz liefert für das Unternehmen die Basis, auf das eigene Potential gleichermaßen angemessen hinweisen zu können.

Die Kooperationsvereinbarung mit CASSIDIAN stellt die Erste ihrer Art dar. Ziel der Luftwaffe ist es, weitere Kooperationen im Bereich der Reservistenarbeit auch mit anderen interessierten Unternehmen, Behörden und Einrichtungen zu vereinbaren. Gespräche hierzu mit namhaften Firmen laufen bereits. Dieser Weg soll auch künftig offensiv weiter beschritten werden.

Mit der Kooperation wurde der Grundstein für einen regelmäßigen umfassenden Diskurs gelegt, der ein Ziel verfolgt: Die Realisierung des Leitspruches

RESERVE SCHAFFT MEHRWERT in GESELLSCHAFT, WIRTSCHAFT UND BUNDESWEHR. (Zitatende)

(Bild-, Textquelle kursiv: Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe;
Foto: für die Luftwaffe unterzeichnete Generalleutnant Norbert Finster, Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten der Luftwaffe, die Vereinbarung, für die Unternehmensseite Bernd Wenzler, CASSIDIAN Deutschland-Vorstand)



Schützenpanzer MARDER, Allrounder oder veraltete Panzertechnik? (Video)

Freitag, 9. März 2012

Der MARDER ist der Schützenpanzer der Bundeswehr und seit über 40 Jahren im Einsatz. Bereits in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde in Deutschland mit der Entwicklung des Schützenpanzers begonnen. Die Bundeswehr suchte nach einem Partner für den Kampfpanzer LEOPARD 1. Der MARDER ist zurzeit in Afghanistan im Einsatz.

(Bildequelle: Bundeswehr.de, MARDER im PRT Kunduz im ISAF-Einsatz in Afghanistan;
Videoquelle: via YouTube)

Bundeswehr investiert 100 Millionen Euro in neue Radartechnik Ground Master 406 F

Donnerstag, 26. Januar 2012

Die Bundeswehr investiert 100 Millionen Euro in neue eine Radartechnik zur Überwachung des Luftraumes. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt (Freitags-Ausgabe) unter Berufung auf einen Bundeswehrsprecher. Das Radargerät in Brakel-Auenhausen (Kreis Höxter/Nordrhein-Westfalen) ist das erste von sechs veralteten Medium Power Radar (MPR), die durch das neue Ground Master 406 F ausgetauscht werden, schreibt die Zeitung. Dies geschieht innerhalb des Beschaffungsprogramms »Aktives Radarrundsuchgerät für den Einsatzführungsdienst« (ARED). Das neue System löst die MPR-Technik ab, die seit 40 Jahren Jahren am Netz ist. Das Ground Master 406F ist ein 3D-Luftverteidigungsradar mit digitaler Formung des Antennendiagramms. Es ist ein Großraumradar, welches eine Zielerfassung von geringen bis zu sehr großen Flughöhen bietet und weniger störanfällig sein soll. Die komplette Umrüstung aller sechs militärischen Radaranlagen soll 2015 abgeschlossen sein, berichtet das Westfalen-Blatt. Die fünf weiteren Standorte sind in Brekendorf in Schleswig-Holstein, Visselhövede (bei Soltau), Erndtebrück im Siegerland, in Lauda-Königshofen (Baden-Württemberg) sowie in Freising bei München. (Zitatende)

Berichtet das “Westfalen-Blatt” aus Bielefeld vorab.

(Textquelle kursiv: Westfalen-Blatt.de;
Bildquelle: Luftwaffe.de, Medium Power Radar)

Waffen aus dem Land in alle Welt? (Video)

Freitag, 25. November 2011

Die Waffenschmiede Heckler und Koch aus dem Schwarzwald ist wieder mal ins Gerede gekommen. Bei Waffenlieferungen nach Mexiko soll die Firma bestochen haben. Dabei sollte es soweit gar nicht mehr kommen. Denn nach den Grauen des 2. Weltkrieges wollte Deutschland ein neues Kapitel aufschlagen. Nie mehr sollte Krieg von deutschem Boden ausgehen. Und auch bei der Produktion von Waffen wollte Deutschland in Zukunft zurückhaltend auftreten. Diese Zurückhaltung ist längst Geschichte – sagen Kritiker. Denn inzwischen sind wir nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Auch in Baden-Württemberg verdienen Rüstungsfirmen viel Geld mit der Herstellung von Waffen.

(Video- und Textquelle: SWR Landesschau Baden-Württemberg Zoom, 23.11.2011 via Youtube; Bildquelle: Heckler & Koch G36)

Kiellegung bei Blohm + Voss für erste Fregatte der neuen Klasse F-125 (Video)

Freitag, 4. November 2011

Fregatte BADEN-WÜRTTEMBERG im Werftdock, geplante Übergabe an die Marine im Jahr 2016

Kiellegung für erste Fregatte – Die Bundeswehr hatte bei Blohm und Voss vier Fregatten bestellt. Mehrere Hundert Gäste feierten am Mittwoch die Kiellegung der ersten Sektion des neuen Militärschiffes. Für die erste fand jetzt sozusagen die Grundsteinlegung statt – Kiellegung heißt das im Fachjargon.

(Videoquelle: NDR Hamburg Journal vom 02.11.2011;
Bildgrafikquelle: Bundeswehr / ThyssenKrupp Marine Systems AG)

Deutsche Wertarbeit: Kampfpanzer Leopard 2 (Video)

Freitag, 28. Oktober 2011

Deutsche Wertarbeit Leopard 2: Die Länder, an die man liefern kann, wollen nicht mehr kaufen. An die Länder, die kaufen wollen, will man lieber nicht liefern.

In den Armeen Europas regiert der Rotstift und Rüstungsunternehmen müssen sich neu orientieren. Das betrifft auch Krauss-Maffei Wegmann mit seinem Kampfpanzer Leopard 2. Interessenten gibt es viele – aber darf man an die auch liefern? Der Leopard 2, gebaut von Krauss-Maffei Wegmann, ist ein deutsche Exportschlager. Das Unternehmen macht die Hälfte seines Umsatzes mit diesem Panzer. Über 3000 Mal wurde er verkauft – an 16 verschiedene Nationen. Schon heute gehen 70 Prozent der Produktion ins Ausland.

Mit der Bundeswehr habe man natürlich seinen wichtigsten Kunden, sagt Christoph Müller von Krauss-Maffei Wegmann. Aber natürlich sei unter dem Haushaltszwang mit sinkenden Verteidigungsausgaben zu rechnen. “Somit müssen wir schauen wie wir diese Rückgänge im nationalen Bereich durch internationale Aufträge ausgleichen können.”

In Deutschland werden im Zuge der Bundeswehrreform Milliardenprojekte eingestellt. Schwellenländern wie Indien oder Brasilien rüsten dagegen kräftig auf und investieren in deutsche Militärfahrzeuge.

“Grundsätzlich beobachten wir im Markt auch, dass Stückzahlen deutlich kleiner werden”, berichtet Müller. Das heißt, man erhalte Aufträge über 20 oder 50 Fahrzeuge, aber nicht mehr im großen dreistelligen Bereich, wie das in vergangenen Jahrzehnten der Fall gewesen sei.

(Video- und Textquelle kursiv: 3sat makro 14.10.2011 via Youtube; Bildquelle: Gefechtsübung. Der Kampfpanzer Leopard ist der Standardpanzer der Panzertruppe. ©Bundeswehr/Mandt Bestimmte Rechte vorbehalten)