Archiv für die Kategorie 'Militärgeschichte'

60 Jahre Berliner Luftbrücke (Videos)

Dienstag, 12. Mai 2009

Der Westen hat Berlin nicht aufgegeben -
Logistisch-militärische Meisterleistung

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Lediglich 48 Stunden dauerte es, bis die Briten und Amerikaner nach der totalen Blockade Berlins durch die UdSSR eine in ihren Ausmaßen gigantische und perfekte Luftbrücke organisiert hatten. Ab dem 26. Juni 1948 wurde Berlin in einer beispiellosen Aktion aus der Luft vorrangig mit Lebensmitteln, Medikamenten und Kohlen für die Stromerzeugung versorgt. Die zu transportierende Warenmenge erreichte täglich 13.000 Tonnen, bis zum Ende der 200-tägigen Blockade am 12. Mai 1949 sind rund 280.000 Flüge nach Tempelhof, Tegel und Gatow registriert worden.

Die Sowjetunion hatte die Land- und Wasserwege nach West-Berlin 200 Tage lang abgeriegelt. Im Kalten Krieg war das die Moskauer Antwort auf die Einführung der D-Mark in Westdeutschland und im Westen der Vier-Mächte-Stadt Berlin. Briten und Amerikaner entschlossen sich daraufhin, die damals etwa 2,1 Millionen Einwohner im eingeschlossenen West-Berlin auf dem Luftweg zu versorgen. Am 12. Mai 1949 brachen die Sowjets die Blockade ab.
Heute zum 60. Jahrestag haben Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Verteidigungsminister Franz Josef Jung die Leistung der West-Alliierten während der Berliner Luftbrücke gewürdigt. Die sowjetische Abriegelung der West-Sektoren dauerte vom 24. Juni 1948 bis 11. Mai 1949, es wurden mit den 280.000 Flügen mehr als 2 Millionen Tonnen Lebensmittel, Kohle und Treibstoff in den Westteil des besetzten Berlins gebracht.

“Aus Feinden sind damals Freunde geworden”, sagte Jung mit Blick auf die ehemaligen Gegner im Zweiten Weltkrieg, die NATO ist während der Zeit der Luftbrücke gegründet worden. Wowereit hob die tiefe Dankbarkeit der Berliner für die Menschen hervor, die sich einst an dem Akt der Solidarität für die eingeschlossene Stadt beteiligten. “Die Luftbrücke war eine menschliche und logistische Meisterleistung, sagte Wowereit vor den Veteranen der Luftbrücke. Sie sei der einzige Weg gewesen, die West-Berliner vor Hungertod und Erfrieren zu bewahren. Wowereit und Jung erinnerten ebenso an die 78 Männer, die im Einsatz für die Luftbrücke ums Leben kamen. “Sie haben mit ihrem Dienst die Freiheit im Westteil Berlins gesichert.”

(Textauszüge: Luftbrückenmuseum.de;
Bildquelle: U.S. Air Force.mil)



“Der Spion, der beinahe die Alliierten stoppte” berichtet SPIEGEL ONLINE

Mittwoch, 4. März 2009

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“General Pattons Landung in Nordafrika war ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg – doch fast wäre die “Operation Torch” 1942 verraten worden. Jetzt freigegebene britische Geheimakten belegen, dass ein Spion der Deutschen der Invasionsarmee auf der Spur war. Bis zum Showdown auf einem Trawler.” Von Carsten Volkery  zum vollständgen SPIEGEL ONLINE einestages Zeitgeschichten Artikel

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Das Bild “Sturmangriff” oben zeigt: Amerikanische GIs stürmen am 8. November 1942 im Rahmen der Invasion Nordafrikas (“Operation Torch”) hinter einer wehenden US-Fahne den Strand bei Algiers. Die amerikanischen Kommandeure erwarteten, dass die französischen Vichy-Truppen keinen Widerstand leisten würden – eine Hoffnung die sich nicht überall erfüllte. Bildquelle: U.S. Archiv ARCWEB.gov

Das Bild “Operation Torch” unten zeigt: Amerikanische Truppen an Bord eines Landungsbootes bereiten sich auf die Landung an der marokkanischen Küste bei Oran vor. Bildquelle: Imperial War Museum.org

20. Jahrestag des sowjetischen Truppenabzugs aus Afghanistan (Video)

Sonntag, 15. Februar 2009

zum SPIEGEL TV Video

Verlauf der sowjetischen Invasion in Afghanistan im Jahr 1979 -

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der Truppenabzug wurde am 15.02.1989 abgeschlossen.

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(Grafik-, Bildquelle:  U.S. Army’s Combined Arms Center (CAC), Fort Leavenworth, Kansas; Mikhail Evstafiev)

“Die Wehrmacht” auf arte.tv (fünfteilige Dokumentation: Angriff auf Europa, Wende des Krieges, Verbrechen der Armee, Widerstand in Uniform, Kampf bis zum Untergang)

Samstag, 10. Januar 2009

TV-Tipp

Die Wehrmacht – das waren 17 Millionen Männer unter Waffen. Jeder Dritte fiel im Zweiten Weltkrieg. War diese Armee eine Truppe von gehorsamen Anhängern Hitlers oder ein Millionenheer missbrauchter junger Männer? Unbestreitbar ist heute, dass die Wehrmacht zahllose Verbrechen begangen hat. Ein Thema, das in den vergangenen Jahren öffentlich kontrovers diskutiert wurde und nun in der historischen Reihe unter der Leitung von Guido Knopp erneut betrachtet wird.

7. Januar 2009 um 21.00 Uhr
Wiederholung am 10.01.2009 um 14.00 Uhr

(1): Angriff auf Europa
(2): Wende des Krieges

14. Januar 2009 um 21.00 Uhr
Wiederholung am 17.01.2009 um 14.00 Uhr

(3): Verbrechen der Armee
(4): Widerstand in Uniform

21. Januar 2009 um 21 Uhr
Wiederholung am 24.01.2009 um 14.00 Uhr

(5): Kampf bis zum Untergang

(1): Angriff auf Europa

Der erste Teil schildert den sogenannten Blitzkrieg, den Überraschungsangriff auf Nachbarländer Deutschlands.

Als die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939 Polen angriff, war ganz Europa erschrocken über die Schlagkraft einer Armee, die noch wenige Jahre zuvor nur aus 100.000 Mann bestanden und weder über Flugzeuge noch Panzer verfügt hatte. Der zum “Feldzug” erklärte Krieg dauerte nur vier Wochen. Erstmals wurden Kampfhandlungen massiv aus der Luft unterstützt. (weiter…)

Soldaten-Weihnacht

Dienstag, 23. Dezember 2008

Liebe Besucher und Freunde von Soldatenglück.de,

von Lesern dieser Internetseite wurden mir Festtagsgrüße übersandt und verschiedene Präsente und Bücher überlassen. Vielen Dank dafür!
Aus dem einen militärgeschichtlichen Buch “Soldaten-Weihnacht”, das Geschichten wie “Erste Feldweihnacht”, “Britischer Weihnachtsbesuch auf deutschem Blockadebrecher”, “Weihnachts-Eintopf, leicht gewürzt” oder “Kompanie-Weihnachten” beinhaltet und den Geist seiner Zeit widerspiegelt, ist mir das Soldatenweihnachts-Gedicht “Weihnacht 1914″ in der Beginnphase des I. Weltkrieges aufgefallen. “Weihnacht 1914″ hat das Soldatsein im Felde oder im Einsatz erfasst, die Friedenssehnsucht, die Gedanken an die Lieben daheim und die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges.

Seit 1945 haben wir in Deutschland alljährlich Friedensweihnachten, noch nie hat über eine solch lange Zeit, über ein halbes Jahrhundert, der Frieden gehalten und keine kriegerische Auseinandersetzung in unserer mitteleuropäischen Region stattgefunden.
Dieses Glück haben wir der Einbindung in die europäische Staaten-gemeinschaft, der Mitgliedschaft im Atlantischen Bündnis und der größten und kontinuierlichsten deutschen Friedensbewegung, der Bundeswehr mit seinen Soldatinnen und Soldaten zu verdanken.
Diese Friedens-Realität ist in viel zu vielen Teilen der Welt nicht vorhanden, in einigen Konflikt-Regionen bringt sich Deutschland als Peacemaker-Nation ein. Den 6.267 Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten sowie den rund 250 deutschen Polizisten im Auslandseinsatz wünsche ich eine friedliche Weihnacht besonders dort, wo es feindselig zugeht, gute und ruhige Tage im Kreise der Kameradinnen und Kameraden. Denjenigen, die im Inland Bereitschaft, Wache und andere Dienste wahrnehmen, ein fröhliches und besinnliches Weihnachtsfest.
Alle mögen gesund von und zufrieden mit ihrem Einsatz bald wieder nach Hause kommen!
Ich melde mich für einige Tage ab aus Berlin in eine Region, wo der Weihnachtsgruß “Feliz Navidad” lautet.

Herzliche und kameradschaftliche Grüße, Dirk Hamel

I. Weltkrieg (1914-1918)
Im Dezember 1914 hatten an mehreren Orten die Waffen geschwiegen, britische, französische und deutsche Soldaten feierten gemeinsam (Verfilmung 2005, “Merry Christmas“) Kriegsweihnachten. Im deutschen Kaiserreich wurde das allerdings verschwiegen – eine Wiederholung sollte auf gar keinen Fall stattfinden. (Bildquellen: Soldatenglück.de)

Gedicht aus dem Buch “Soldaten-Weihnacht”:

Weihnacht 1914 (von Josef Stollreiter)

Weihnacht -
Die Hände, Brüder
Wir wollen leise
Auf Sohlen der Sehnsucht,
Über Berge und Täler,
Ströme und Felder
Zur Heimat wandern und alle,
Die wir lieben, segnen! (weiter…)



“Deutsch-Französische Ausstellung: Endzeit Europa” und die Farbe des Krieges

Mittwoch, 12. November 2008

ENDZEIT EUROPA
Ein kollektives Tagebuch französischer und deutscher Schriftsteller 1914-1918

Als im Sommer 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, sind Künstler und Intellektuelle in Frankreich und Deutschland nicht nur Opfer der Zeitstimmung, sondern häufig auch Meinungsführer im Propagandakrieg. “In den Kriegen von heute, die ganze Völker mitreißen, ist auch der Gedanke dienstpflichtig geworden”, schreibt Romain Rolland.
Wie sich die Intellektuellen und Künstler öffentlich zum Krieg verhalten haben, ist hinlänglich dokumentiert. Wie aber haben sie die Zeit privat erlebt und reflektiert? Aus einer Collage privater Texte entsteht das kollektive Tagebuch französischer und deutscher Autoren während der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Die Bilder sind von Hans Hildenbrand, das Bild oben rechts zeigt eine Kantine im Schützengraben, das darunter die Sehnsucht nach Frieden: Vom Juni 1915 bis Januar 1916 begleitete der Fotograf Hildenbrand die deutschen Truppen in der Champagne. Das Bild zeigt ein Truppenlager (1915). Auf der Rückseite der Postkarte schreibt der Vizefeldwebel Bräuer im Februar 1916: “Gern möchten wir von hier fort, trotzdem ja schließlich an anderen Stellen auch Krieg ist. Am allerbesten wär’s zu Hause. Hoffentlich bringt das Jahr 1916 den langersehnten Frieden.” (weiter…)

Der Orden ‘Pour le mérite’ lebt

Freitag, 1. August 2008

BwBlauerMaxBandSoldatenglück.de hat sich am 19. Juli für ein Nachdenken über die Wiedereinführung der Auszeichnung Pour le mérite für Tapferkeit als besonderen Orden für Bundeswehr-Soldatinnen und Soldaten (Bild rechts) ausgesprochen. Dieser Tage kam die Meldung, dass der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Wunsch des Kanzlers des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste (Bild unten, in der Ausführung für Frauen), Prof. Dr. Dr h.c. mult. Horst Albach, bekannt gibt:
Das Kapitel des Ordens hat in seiner letzten Sitzung in Berlin folgende (deutschen) Mitglieder zugewählt,

BwPourleMeriteWissenschaftKuensteProf. Dr. Theodor Wolfgang Hänsch,
Physiker;
Durs Günbein,
Lyriker;
Prof. Dr. med. sci., Drs. h. c. Svante Pääbo,
Paläogenetiker.

Die neuen Mitglieder haben inzwischen die Wahl angenommen.
Dem Orden gehören derzeit 38 deutschen und 29 ausländische Mitglieder an. (weiter…)

Krisenregion Kaukasus

Mittwoch, 23. Juli 2008

Bw-MGFA KaukasusDas Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) veröffentlicht einen neuen “Wegweiser zur Geschichte”

Krisenregion Kaukasus

In seiner Reihe “Wegweiser zur Geschichte”, die im Verlag Ferdinand Schöningh erscheint, veröffentlicht das Militärgeschichtliche Forschungsamt der Bundeswehr einen neuen Band zum Kaukasus. Zwischen Asien und Europa, Schwarzem und Kaspischem Meer gelegen, kam der Kaukasusregion seit Jahrhunderten strategisches Interesse zu. Ihre reichen Bodenschätze stellen bis heute einen Motor für Wachstum und den Grund für Verteilungskämpfe gleichermaßen dar. Seit dem Ende der Sowjetunion 1991 und der Entstehung der unabhängigen Staaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan geriet der Kaukasus vor allem als Konfliktherd in die Weltpresse: Abchasien, Ossetien und Nagorny Karabach stehen für ungelöste nationale und territoriale Bw Kaukasus GeorgienAuseinandersetzungen in ethnischen Mischgebieten. Das zu Russland gehörige Tschetschenien im Nordkaukasus wurde zum Sinnbild eines Krieges, den der russische Staat und muslimische Separatisten mit großer Grausamkeit führen. Der “Wegweiser zur Geschichte” behandelt Geschichte und Kultur des Kaukasus seit der Antike. Fachwissenschaftler verschiedener Disziplinen erläutern in verständlicher Form sowohl historische Entwicklungslinien als auch aktuelle Strukturen, Konflikte und Versuche ihrer Lösung, an denen die Bundeswehr im Rahmen der Bw-Kaukasus Medwedew PutinUNOMIG beteiligt ist. Sie vermitteln das umfassende Bild eines Landstrichs, der in Europa in den vergangenen Jahren zusehens in den Blick von Politik und Öffentlichkeit rückt. Die “Wegweiser zur Geschichte” setzen sich gezielt mit der Geschichte von Krisengebieten auseinander. Die Reihe richtet sich an alle, die Hintergrund und Orientierungswissen suchen – Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz ebenso wie die breite politisch und historisch interessierte Öffentlichkeit. (weiter…)

Tapferkeit und ‘Postheroische Gesellschaft’ – 20. Juli 1944/2008

Samstag, 19. Juli 2008


Pour le mérite, der “Blaue Max”
BwBlauerMaxBand

Beim morgigen umstrittenen Feierlichen Gelöbnis der Bundeswehr erstmals am Deutschen Bundestag zum Gedenken an den 20. Jui 1944 wird Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt, der zugleich erster sozialdemokratischer Bundesminister der Verteidigung (1969-1972) war und als junger Oberleutnant in der Luftwaffe der Wehrmacht im Fronteinsatz die Schrecken des Krieges erlebt hat, die Festrede halten. Nach Gründung der Bundeswehr wurde Helmut Schmidt am 14.03.1958 zum Hauptmann d. R. ernannt, vom 20.10. bis 15.11.1958 nahm Helmut Schmidt als Reserveoffizier an einer Wehrübung bei der Flugabwehrschule in Rendsburg (heutige “Feldwebel-Schmid-Kaserne”) teil und wurde zum Major d. R. befördert. Wegen angeblichem Militarismus wurde Schmidt noch während der Wehrübung aus dem Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion abgewählt.
1975 nannte die französische Boulevardzeitung France Soir den damaligen (1974-1982) Bundeskanzler Helmut Schmidt in einer Überschrift “Le Feldwebel” , fortan blieb er für die Linke “Le Feldwebel”. Bei den Deutschen ist Helmut Schmidt der beliebteste und fähigste Politiker der jüngeren deutschen Geschichte.
Beim Gelöbnis am Reichtstagebäude werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) dabei sein und ansonsten werden viele andere Politiker durch Urlaubs-bedingte Abwesenheit glänzen, zwei “Gegen”-Demonstrationen haben sich angesagt und etwa 1.800 Polizeibeamte aus Bund und Ländern werden im Einsatz zur Absicherung sein. Am Vortag des Gedenkens an Claus Schenk Graf von Stauffenberg (15.11.1907 – 20.07.1944), Werner von Haeften (09.10.1908 – 20.07.1944), Friedrich Olbricht (04.10.1888 – 20.07.1944), Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim (25.03.1905 – 20.07.1944) und die weiteren Deutschen Widerstandskämpfer will Soldatenglück.de in unserer ‘Postheroischen Gesellschaft’* etwas vermeintlich Unpopuläres tun und die Diskussion über eine Tapferkeitsauszeichnung für unsere Soldatinnen und Soldaten um einen weiteren Aspekt bereichern.

Bw-GeloebnisBMVgAktuell sind nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) rund 6.860 deutsche Soldaten, darunter etwa 330 Soldatinnen an UN-, EU und NATO-Bundeswehreinsätzen beteiligt. Alle haben – und die 500 Rekruten der 5. und 6. Kompanie des Wachbataillons beim BMVg werden es morgen tun – beim Feierlichen Gelöbnis die Eidesformel abgelegt: “Ich gelobe, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen”.
Mit diesen im Soldatengesetz festgeschriebenen Worten bekennen sich jedes Jahr zehntausende junge Soldaten zu ihrer Aufgabe für die Gemeinschaft und zu ihren gesetzlichen Pflichten. “Tapfer verteidigen” findet rund um den Globus statt. (weiter…)

Militärhistoriker im Elfenbeinturm?

Donnerstag, 26. Juni 2008

MGFA Villa
Beim Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) war ich am gestrigen Abend, vor dem EM-Halbfinalspiel, bei den “Potsdamer Vorträgen zur Militärgeschichte” eingeladen. Das MGFA ist der Streitkräftebasis (SKB) zugehörig. Der Namensvetter von General a.D. Klaus Naumann, Dr. Klaus Naumann vom Hamburger Institut für Sozialforschung trug vor zum Titel Militärische Aufbaugeneration der Bundeswehr 1950-1970.Bw K Adenauer Andernach
Thema waren Soldaten der Bundeswehr, deren soziale Herkunft, Milieu und deren Motive zur Wehrdienstverpflichtung in der Früh- und Aufbauphase der Bundeswehr bis 1970. Dabei sollten Kontinuitäten und Brüche der verschiedenen Lebensläufe ebenso herausgearbeitet werden wie die individuellen Leistungen beim Aufbau der westdeutschen Streitkräfte. Der Vortrag vermittelte ein Bild der Bundeswehr in seinen Anfängen zur Erfolgsgeschichte, aber auch mit Irrungen und Spannungsfeldern.

Adenauer AndernachWer die Bundeswehr, seine Innere Führung und inneres Gefüge, deren Selbstverständnis bis zur gesamtdeutschen Armee der Einheit und deren Transformation in eine Einsatzarmee begreifen will, der sollte sich mit den Anfängen und dem Innenleben vertraut machen. (weiter…)