Archiv für die Kategorie 'SSS GORCH FOCK'

Kieler Woche 2012 ohne GORCH FOCK (Video)

Sonntag, 26. Februar 2012

Das Segelschulschiff GORCH FOCK der Marine der Bundeswehr muss offenbar noch länger als geplant in der Elsflether Werft an der Weser in Niedersachsen bleiben.

Am Rumpf des Schiffes gibt es massive Rost-Schäden. Die Werftarbeiten werden voraussichtlich bis zum Juli andauern und mehr als 4 Millionen Euro kosten.

Die Kieler Woche 2012 (16.-24. Juni) wird der prachtvolle Segler voll verpassen.

Die 1958 in Dienst gestellte Bark war auf der Elsflether Werft bereits 2010 generalüberholt worden.

(Bildquelle: Marine.de, Das Segelschulschiff Gorch Fock nach seiner Werftzeit 2010 unter Segeln in der Kieler Bucht)

Hintergrundinformationen: Elsflether Werft, GORCH FOCK bei Marine.de, GORCH FOCK.de, Kieler Woche

Dazu das NDR-Video vom Januar 2012: Wer repariert die “Gorch Fock”

Bericht des NDR Schleswig-Holstein Magazins vom Januar 2012 über die kommenden Reparaturarbeiten an der GORCH FOCK durch die Elsflether Werft.



Segelschulschiff GORCH FOCK – Wogen geglättet

Samstag, 16. Juli 2011

Vom Skandal auf der “Gorch Fock” ist nicht viel übrig geblieben. Die Vorwürfe rücksichtslosen Drills, gefährlicher Nötigungen und brutalen Drucks an Bord des Schulschiffs waren nicht zu halten. Darin sind sich zwei Expertenkommissionen einig, die das Geschehen auf dem Marine-Segler gründlich untersucht haben. Auch die Staatsanwaltschaft geht acht Monate nach dem tragischen Tod einer Offizieranwärterin auf der “Gorch Fock” davon aus, dass nicht fahrlässige Schikane, sondern ein Unfall die junge Frau aus dem Leben riss.

Das ist schlimm genug und muss Anlass sein, die Sicherheitsvorschriften für die Ausbildung auf See zu verschärfen. Auch die Auslese der Kandidaten für den Dreimaster gehört auf den Prüfstand. Für Heißsporne und Draufgänger ist das Ausbildungsschiff nicht der richtige Platz. Zieht die Bundeswehr diese Lehren, kommt die “Gorch Fock” nach den Wellen der Empörung wieder in ruhigere See.

Zurück bleiben zwei Politiker, die im Fall der “Gorch Fock” alles andere als souverän gehandelt haben. Zum einen der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der in einer Allianz mit den Boulevardmedien zu schnell, zu laut und zu schneidig reagierte. Zum anderen der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus, der die emotionale Debatte im Land mit voreiligen Bewertungen noch anheizte. (Zitatende)

Kommentiert Sven Rebhuhn von der “Neue(n) Osnabrücker Zeitung”.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bildquelle: Marine.de, Bundeswehr-Soldat der TSK Marine auf der GORCH FOCK, Sonnenuntergang im Atlantik)

Paderborner auf der Gorch Fock (Video)

Samstag, 9. Juli 2011

Das Segelschulschiff der Marine wird weitersegeln, das hat der Verteidigungsausschuss des Bundestages beschlossen. Es war in die Kritik geraten, nachdem eine Kadettin auf dem Schiff tödlich verunglückte. Felix Günther aus Fürstenberg hat die Fahrt als freiwillig Wehrdienstleistender miterlebt.

(Video- und Textquelle kursiv: NDR Lokalzeit OWL 8.7.2011 via Youtube; Bildquelle: Das Segelschulschiff der Deutschen Marine, die GORCH FOCK, läuft im Kieler Heimathafen ein. Angehörige der Besatzung heißen das Schiff und ihre Lieben Willkommen.©Bundeswehr/Schönbrodt Bestimmte Rechte vorbehalten)

“Gorch Fock”-Kapitän soll nicht zurück an Bord (Video)

Samstag, 25. Juni 2011

Keine Rückkehr von Kapitän Schatz?

Der suspendierte Kommandant der “Gorch Fock”, Kapitän Norbert Schatz, soll nach Informationen des NDR Schleswig-Holstein Magazins das Segelschulschiff nicht mehr führen. Dies ist die Empfehlung der Havariekommission der Marine, die bis Dienstag in Kronshagen bei Kiel tagte. Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Kapitäns der “Gorch Fock” liegt jetzt beim Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass er sich gegen das Votum seiner eigenen Ermittler stellt. Schimpf wird seine Entscheidung dem Verteidigungsausschuss des Bundestages voraussichtlich in der ersten Juliwoche vortragen.

Kapitän Schatz war im Januar vom damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) abgesetzt worden, nachdem Berichte über Missstände bekannt geworden waren. Ein Untersuchungsbericht der Marinekommission hatte im Februar kein Fehlverhalten des Kapitäns festgestellt. Auch die Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft zum Tod der Marineoffizieranwärterin Sarah S. im November 2010 wurden Anfang Juni eingestellt.

Die Havariekommission kommt aber anscheinend zu einem anderen Schluss. Laut NDR Schleswig-Holstein Magazin sehen die Experten eine Reihe von Fehlern am Tag des Unfalls, von denen einige offenbar der Schiffsführung anzulasten sind. Deswegen empfehle die Kommission, das Kommando der “Gorch Fock” nicht mehr an Kapitän Schatz zu übergeben. Die Marine hat sich bislang nicht dazu geäußert und verweist auf die noch ausstehende Entscheidung von Vizeadmiral Schimpf. Der Bundeswehrverband hat sich dagegen klar hinter Schatz gestellt. Auch der Landtag in Schleswig-Holstein bekundet seine Solidarität mit seinem Patenschiff. Im Rahmen der Kieler Woche besucht eine Gruppe Abgeordneter unter Führung von Landtagspräsident Torsten Geerdts (CDU) am Donnerstag die “Gorch Fock”.

Bei der Ausbildung auf der “Gorch Fock” mussten dem Bericht zufolge weibliche Offizieranwärter bei Fitnesstests geringere Leistungen erbringen als junge Männer. Dabei müssen weibliche Seekadetten an Bord der Bark dieselben körperlichen Anforderungen bewältigen. Diese Regel galt seit 1989, als die erste Frauen auf der “Gorch Fock” ihren Dienst antraten. Nach dem Tod der Kadettin Sarah S. wurde diese Regel geändert. Seitdem müssen Männer und Frauen auf dem Segelschulschiff denselben Fitnesstest bestehen, bevor sie in die Takelage gelassen werden.

(Video- und Textquelle kursiv: NDR Schleswig-Holstein Magazin 22.6.2011 via Youtube; Bildquelle: Soldaten in der Takelage der Gorch Fock, dem Segelschulschiff der Deutschen Marine. ©Bundeswehr/Mandt Bestimmte Rechte vorbehalten)

Kommission zur “Gorch Fock” (Video)

Dienstag, 21. Juni 2011

Das Image der “Gorch Fock” hat in den letzten Monaten gelitten. Eine Havariekommission der Bundeswehr beschäftigt sich mit dem suspendierten Kommandeur Norbert Schatz.

Änderungen bei der Ausbildung

Bislang gibt es keine offiziellen Angaben zur wahrscheinlichen Verlegung des Segelschulschiffes. Allerdings gibt es zu den entsprechenden Überlegungen auch keine Dementis aus dem Verteidigungsministerium. Der neue Liegeplatz der “Gorch Fock” hängt mit den geplanten Änderungen der Marineausbildung zusammen. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hatte einen Übungsmast für die Marineschule gefordert. Die Kadetten sollen in Mürwik gefahrlos das Auf- und Abentern üben können. Das wird aber vorerst nicht möglich sein.

Bau des Übungsmastes verschoben

Unter anderem fehlen noch rund 600.000 Euro für die Errichtung des Gerätes. Die erforderlichen Mittel sind derzeit nicht im Haushalt eingeplant. Wann sie freigegeben werden könnten, ist derzeit noch unklar. Auch der Betriebsschutz hat Einwände gegen den Bau des Übungsmastes erhoben. Die müssen erst ausgeräumt werden. Damit die Offiziersanwärter trotzdem die nötige Segelvorausbildung bekommen, soll nach Informationen der NDR 1 Welle Nord die “Gorch Fock” in die Flensburger Förde verlegt werden. Dort wird sie vermutlich zumindest bis Ende Oktober liegen. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen gibt es vermutlich erst nach Vorlage des Berichtes zur Reform der Marine-Ausbildung. Damit ist eine vierköpfige Kommission beschäftigt. Sie wird vom Sprecher des Beirats Innere Führung der Bundeswehr, Reiner Pommerin, geleitet. Der Bericht soll Ende Juli vorliegen. Die Haltung der sogenannten Pommerin-Kommission zur Zukunft der “Gorch Fock” ist derzeit unklar.

(Video- und Textquelle kursiv:NDR Aktuell 20. Juni 2011 via Youtube; Bildquelle: Segelschulschiff Gorch Fock ©Bundeswehr/B.Wilke Bestimmte Rechte vorbehalten)



SPD-Verteidigungspolitiker: GORCH FOCK weiter nutzen

Freitag, 10. Juni 2011

Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels sieht nach der Einstellung des Ermittlungsverfahrens wegen des letzten Todesfalles auf dem Segelschulschiff “Gorch Fock” keinen Grund, es nicht weiter zu nutzen. “Man kann bei der Verbesserung der Ausbildung noch etwas tun”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Freitag-Ausgabe). “Sicherheit hat oberste Priorität.” Er fügte hinzu: “Die Frage, ob es mit der Gorch Fock weitergehen soll, ist von den meisten ja schon positiv beantwortet worden. Ich habe daran keinen Zweifel. Und ich habe auch keinen Zweifel an der Staatsanwaltschaft.” Die Staatsanwaltschaft Kiel hatte gestern ihre monatelangen Ermittlungen nach dem tödlichen Unfall der 25-jährigen Kadettin Sarah Lena Seele eingestellt. Es hätten sich keine zureichenden Anhaltspunkte für strafrechtlich zu bewertendes Fehlverhalten von Verantwortlichen der Schiffsführung oder Mitgliedern der Besatzung ergeben, teilte Oberstaatsanwältin Birgit Heß mit. Die junge Offiziersanwärterin war am 7. November bei der Segelvorausbildung im Hafen von Salvador da Bahia (Brasilien) aus der Takelage gestürzt, nachdem sie sieben Mal hatte auf- und abentern müssen. Die Mutter der Kadettin erstattete Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung. Die Staatsanwaltschaft kam nun zu dem Schluss, für die Ausbilder sei bei der Kadettin zum Zeitpunkt des Unglücks zwar eine “Belastungssituation, aber keine Überlastungssituation erkennbar” gewesen. “Im Ergebnis liegen keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für eine objektive Pflichtverletzung vor.” Die Untersuchungen der Bundeswehr dauern noch an. Eine Kommission prüft überdies, unter welchen Bedingungen die “Gorch Fock” weiter als Segelschulschiff genutzt werden kann. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle heute.

Soldatenglück.de berichtete gestern: Das Marine-Segelschulschiff GORCH FOCK hat den schlimmsten Orkan seiner Geschichte überstanden

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Marine.de, die GORCH FOCK beim Auslaufen aus Kiel, ihrem Heimatstützpunkt)

Das Marine-Segelschulschiff GORCH FOCK hat den schlimmsten Orkan seiner Geschichte überstanden

Donnerstag, 9. Juni 2011

Marine entlastet

Die “Gorch Fock” hat, abgetakelt und vertäut im Kieler Marinestützpunkt, den schlimmsten Orkan ihrer Geschichte überstanden. Die Justiz stellt die Ermittlungen zum Todessturz einer Offizieranwärterin ein; es sei ein tragischer Dienstunfall gewesen. Der “weiße Schwan der Ostsee” wird also bald wieder Segel setzen können. Was hatte es für Wogen der Entrüstung gegeben nach dem Absturz – über gefühllose Ausbilder, ekelhafte Rituale, sexuelle Übergriffe und gar eine Meuterei. War das am Ende etwa viel Lärm um nichts? Der Marine bleiben die Aufräumarbeiten: Es gilt, den Ruf des Kommandanten Norbert Schatz wiederherzustellen, der vom damaligen Verteidigungsminister schwungvoll suspendiert worden war. Es gilt, die Mutter zu entschädigen, die nicht nur den Tod ihrer Tochter verkraften musste, sondern auch eine tölpelhafte Informationspolitik um das angebliche Übergewicht der Toten. Es gilt, der Stammbesatzung wieder Selbstvertrauen einzuflößen. Und es gilt vor allem, Lehren zu ziehen aus dem traurigen Unfall. So sind ein überarbeitetes Trainingskonzept, eine verbesserte Schulung der Ausbilder und ein Übungsmast an Land das Mindeste, wozu der Tod von Sarah Lena Seele die Marine jetzt verpflichtet. (Zitatende)

Kommentiert die “Rheinische Post” aus Düsseldorf.

Die “Stuttgarter Nachrichten” kommentieren in ihrer morgigen Ausgabe:

Stuttgarter Nachrichten: (Freitag) Kommentar zu Gorch Fock

“Nach Abschluss der Ermittlungen leuchtet weniger denn je ein, wie aus diesem Unglück eine “Gorch-Fock”-Affäre werden konnte. Das gelang nur, weil Politiker der Versuchung erlagen, den Todesfall für ihre Selbstdarstellung zu instrumentalisieren.” (Zitatende)

(Textquellen kursiv: Rheinische Post.de, Stuttgarter Nachrichten.de;
Bildquelle: Marine.de, Soldaten in der Takelage der GORCH FOCK, dem Segelschulschiff der Deutschen Marine. Luftaufnahme der SSS GORCH FOCK)

GORCH FOCK Todesfall: Eltern der verunglückten Kadettin Jenny Böken kritisieren Staatsanwaltschaft

Samstag, 7. Mai 2011

Der Anwalt der Eltern der 2008 über Bord der “Gorch Fock” gegangenen Kadettin Jenny Böken, Rainer Dietz, wirft der Staatsanwaltschaft Kiel mangelnden Einsatz bei der Aufklärung des Falles vor. “Der Kernbereich des Geschehens wird von Zeugen absolut widersprüchlich dargestellt. Und diese Widersprüche werden nicht aufgeklärt”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Samstag-Ausgabe). So wollten die einen Zeugen aus größerer Entfernung gehört haben, wie Jenny Böken über Bord ging, andere Zeugen wollten dies aus näherer Distanz aber nicht gehört haben. Dem müsse nachgegangen werden. Dietz erklärte außerdem, dass die Staatsanwaltschaft Kiel die Akten nur zögernd herausgebe und betonte: “Die Ermittlungen waren unvollständig; ihre Wiederaufnahme ist zwingend.” Der Anwalt muss einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens stellen und darin konkrete Ansatzpunkte für neue Ermittlungen nennen. Seinen Angaben zufolge wollten die Eltern “niemanden an den Pranger stellen”, allerdings wollten sie Gewissheit. Dietz erläuterte, hätten sich Zeugen des Delikts der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht, dann ende die Verjährungsfrist im September nach Ablauf von drei Jahren. Der Sturz Jenny Bökens ereignete sich in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008. Zuvor hatten bereits Angehörige der am 7. November 2010 aus der Takelage des Schiffes gefallenen 25-jährigen Kadettin Sarah Lena Seele der Staatsanwaltschaft Kiel Verschleppung der Ermittlungen vorgeworfen. Die Dauer des Verfahrens sei ihm “völlig rätselhaft”, sagte ihr Anwalt Thomas Koch dem “Spiegel”. Nach Informationen der “Mitteldeutschen Zeitung” sollten die Ermittlungen zunächst im März eingestellt werden. Zuletzt hieß es, das Ergebnis der Ermittlungen werde Mitte oder Ende Mai bekannt gegeben. Am Freitag war von Juni die Rede. (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung au Hall.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Jenny-Böken-Stiftung.de, die Marineoffiziersanwärterin Jenny Böken mit ihrer Mutter Marlis Böken vor der GORCH FOCK in der MSM in Flensburg-Mürwik)

Marine-Segelschulschiff GORCH FOCK: Grenzerfahrungen zwischen Wind und Wellen und Charakterschule

Samstag, 7. Mai 2011

Wollte Guttenberg die “Gorch Fock” noch für immer an die Kette legen, scheint sich unter Amtsnachfolger Thomas de Maizière der Wind zu drehen. Der Dreimaster kann auf Gnade hoffen. Gut so. Denn die Lehrzeit auf einem Windjammer lässt sich selbst im Hightech-Zeitalter durch nichts ersetzen. Noch immer schwärmen ehemalige “Landratten” von ihrer seemännischen Ausbildung, ihren Grenzerfahrungen zwischen Wind und Wellen und der Charakterschule, die sie auf der “Gorch Fock” erlebt haben – ganz im Sinne von Friedrich Schiller, der “mit vollen Segeln in das Meer des Lebens” lief. Dennoch sollte der Desaster-Törn konsequent ausgewertet werden. Risiken sind zu vermeiden, wo sie vermeidbar sind. Dass künftig ein Übungsmast an Land errichtet wird und Rettungswesten mit GPS-Sendern ausgestattet werden, um über Bord gegangene Besatzungsmitglieder schneller zu orten, ist vernünftig. Furchtbare Unfälle und menschliches Versagen werden allerdings nie völlig auszuschließen sein. (Zitatende)

Kommentiert die Ostsee-Zeitung aus Rostock.

(Textquelle kursiv: Ostsee-Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de)

Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen im Fall der toten Gorch-Fock-Kadettin Sarah Lena Seele sollten im März eingestellt werden

Donnerstag, 5. Mai 2011

Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wegen des Todes der 25-jährigen Kadettin Sarah Lena Seele an Bord des Segelschulschiffes “Gorch Fock” sollten bereits im März eingestellt werden. Das berichtet die in Halle erscheinende “Mitteldeutsche Zeitung” (Freitag-Ausgabe) unter Berufung auf Bundeswehr-Kreise. Offenbar fanden sich keine Anhaltspunkte, die die Einleitung eines Strafverfahrens gegen Besatzungsmitglieder der “Gorch Fock” gerechtfertigt hätten. Allerdings wurde die Verkündung der Entscheidung auf Mitte bzw. Ende Mai verschoben. Ausschlaggebend dafür war vermutlich, dass die Bundeswehr-internen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen waren. Seele war am 7. November 2010 aus der Takelage des Schiffes gefallen. Später hatte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), Klagen von Offiziersanwärtern über Missstände an Bord öffentlich gemacht. (Zitatende)

Berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle vorab.

Soldatenglück.de berichtete: Angehörige der auf der GORCH FOCK umgekommenen Marineoffiziersanwärterinnen zur Zukunft des Segelschulschiffes, Bundestags-Verteidigungsausschuss-Mitglied Hoff: Tendenz geht zum Erhalt der GORCH FOCK als Segelschulschiff der Marine, SPD-Verteidigungspolitiker Bartels plädiert für weitere Nutzung der GORCH FOCK als Segelschulschiff der Marine und zu Wochenbeginn Marine-Segelschulschiff GORCH FOCK kehrt am 06. Mai nach Deutschland zurück und berichtete selbstverständlich auch über die Turbulenzen um die GORCH FOCK und die traditionsreiche Geschichte des Segelschulschiffes der Marine.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Marine.de, Foto von Sarah Lena Seele)