Archiv für die Kategorie 'Marine'

Kieler Woche 2012 ohne GORCH FOCK (Video)

Sonntag, 26. Februar 2012

Das Segelschulschiff GORCH FOCK der Marine der Bundeswehr muss offenbar noch länger als geplant in der Elsflether Werft an der Weser in Niedersachsen bleiben.

Am Rumpf des Schiffes gibt es massive Rost-Schäden. Die Werftarbeiten werden voraussichtlich bis zum Juli andauern und mehr als 4 Millionen Euro kosten.

Die Kieler Woche 2012 (16.-24. Juni) wird der prachtvolle Segler voll verpassen.

Die 1958 in Dienst gestellte Bark war auf der Elsflether Werft bereits 2010 generalüberholt worden.

(Bildquelle: Marine.de, Das Segelschulschiff Gorch Fock nach seiner Werftzeit 2010 unter Segeln in der Kieler Bucht)

Hintergrundinformationen: Elsflether Werft, GORCH FOCK bei Marine.de, GORCH FOCK.de, Kieler Woche

Dazu das NDR-Video vom Januar 2012: Wer repariert die “Gorch Fock”

Bericht des NDR Schleswig-Holstein Magazins vom Januar 2012 über die kommenden Reparaturarbeiten an der GORCH FOCK durch die Elsflether Werft.



Marine: Einsatz- und Ausbildungsverband 2012 sticht am 27.02. in See

Dienstag, 21. Februar 2012

Die Fregatten “Hessen” und “Emden” sowie der Einsatzgruppenversorger (EGV) “Frankfurt am Main” stechen am 27. Februar als “Einsatz- und Ausbildungsverband 2012″ (EAV 2012) in See. Unter dem Kommando von Kapitän zur See Christoph Müller-Meinhard wird der Verband mit seinen rund 700 Frauen und Männern um 10 Uhr den Marinestützpunkt Wilhelmshaven verlassen. Der EAV 2012 bildet die operative Einsatzreserve der Deutschen Marine. Er steht somit als deutsche Beteiligung an internationalen maritimen Einsatzgruppen weltweit zur Verfügung.

Zu den Besatzungen zählen auch Offizieranwärterinnen und -anwärter (OA) der Deutschen Marine. Während der Seefahrtsphasen werden den angehenden Offizieren in rund achtwöchigen Bordpraktika die praktischen Fertigkeiten der Seefahrt vermittelt. Insgesamt werden in zwei “Törns” über 190 OA ausgebildet.

 

Die Route wird den Verband über Häfen in Großbritannien, Norwegen, Portugal, Irland, Frankreich und Spanien bis an die amerikanische Ostküste führen. Der Verband wird Ende Mai in Halifax (Kanada) einlaufen. Dort wird sich der EAV teilen. Die “Emden” und die “Frankfurt am Main” werden am “Rendez-Vous Naval de Québec” vom 7. bis zum 10.Juni in Québec (Kanada) teilnehmen. Die “Hessen” nimmt von Anfang Juni bis Anfang Juli am Manöver “Commemoration 1812″ teil. In dieser Zeit besucht sie die Häfen von Norfolk, Baltimore und Boston um die Bundesrepublik Deutschland zu repräsentieren.

Der Rückweg wird alle drei Schiffe über Reykjavik (Island) in die Heimathäfen führen. Ende Juni werden die Fregatte “Emden” in Wilhelmshaven und der EGV “Frankfurt am Main” in Kiel zurückerwartet. Die Fregatte “Hessen” wird Ende Juli in Wilhelmshaven einlaufen.

Hintergrundinformationen

Als Kernauftrag bildet der EAV 2012 die operative Einsatzreserve der Deutschen Marine. Er steht somit als deutsche Beteiligung an internationalen maritimen Einsatzgruppen zur Verfügung. Der Verband bildet eine Vielzahl von maritimen Fähigkeiten ab. Hierzu zählen die klassischen Seekriegsarten, wie zum Beispiel U-Jagd und Flugabwehr. Darüber hinaus kann der Verband auch in einer Krise operativ eingesetzt werden und dabei zum Beispiel eine Evakuierung unterstützen beziehungsweise durchführen. Der Verband nimmt an verschiedenen Manövern teil und übt im nationalen Rahmen sowie zusammen mit Bündnispartnern und befreundeten Nationen, um die eigenen Fähigkeiten zu beherrschen.

Der weitere Auftrag des EAV ist die Berufsfeldeinweisung der OA der Deutschen Marine an Bord der Schiffe. Die angehenden Offiziere sollen im Rahmen eines Praktikums die Bordorganisation und den Bordalltag an Bord eines Kriegsschiffes intensiv kennenlernen. Ziel ist es, ihnen einen realistischen Eindruck von ihrem zukünftigen Berufsfeld zu vermitteln und sie an die Seefahrt und den Dienst in der Flotte heranzuführen.

(Text-, Bildquelle: Marine.de)

Marine: Vierte Fregatte Typ125 wird den Namen RHEINLAND-PFALZ tragen

Dienstag, 20. Dezember 2011

Neue Fregatte der Marine mit traditionsreichem Namen

Der Bundesminister der Verteidigung hat über den Namen der vierten Fregatte der Klasse F125 entschieden. Sie wird den Namen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz tragen.

Nach der Fregatte “Baden-Württemberg”, die zugleich das Typschiff dieser neuen Klasse ist, sowie der “Nordrhein-Westfalen” und der “Sachsen-Anhalt” wird damit auch das vierte Schiff den Namen eines Bundeslandes tragen.

“Es ist schön, dass die Flagge des Bundeslandes Rheinland-Pfalz auch weiterhin nicht nur in Mainz, sondern in der ganzen Welt weht”, so der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Axel Schimpf.

Bereits seit vielen Jahren gibt es gute und enge Beziehungen zwischen dem Bundesland Rheinland-Pfalz und der Besatzung des Schiffes.

Das Bundesland Rheinland-Pfalz hatte sich für die Übernahme und Fortführung einer Patenschaft eingesetzt, nachdem Ende November die Außerdienststellung der gleichnamigen Fregatte der Klasse F122 (Bild oben) entschieden worden war.

Ministerpräsident Kurt Beck (Bild oben) äußerte seine Freude über die Entscheidung:“Über die Tatsache, dass erneut eine Fregatte der Deutschen Marine den Namen Rheinland-Pfalz erhält und in die Welt trägt, freue ich mich sehr. Das Land Rheinland-Pfalz pflegt eine enge und lebendige Patenschaft mit der Besatzung der Fregatte. Ihr Beitrag für Frieden und Sicherheit wird von der Landesregierung und den Menschen in Rheinland-Pfalz in höchstem Maße anerkannt.”

Die Deutsche Marine erhält die erste Fregatte der Klasse F125 im Jahr 2016.

Hintergrundinformationen

Die Schiffe und Boote der Deutschen Marine pflegen Patenschaften zu einem Bundes-land oder zu einer Stadt. Diese Patenschaften reichen zum Teil sehr weit in die Vergan-genheit zurück und verdeutlichen die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Gemeinden, der Politik und den Streitkräften in Deutschland.

Dem entsprechend orientiert sich die Namensgebung an geografischen Bezeichnungen wie Bundesländern, Städten und Flüssen.

So gab es bereits in der Reichsflotte von 1848 Schiffe mit den Namen “Bremen”, “Hamburg” und “Lübeck”.

Bundesländer, Städte und Gemeinden bewerben sich für die Übernahme einer Paten-schaft. Dies ist Voraussetzung für eine entsprechende Namensgebung.

(Text-, Bilder-, Grafikquelle: Marine.de, Bundeswehr.de)

Bundeswehr – Was tun gegen Piraten vor Somalia? (Video)

Sonntag, 11. Dezember 2011

Eigentlich soll die Bundeswehr die Wasserwege vor Somalia sichern. Doch ihr fehlen Kompetenzen im Kampf gegen Piraten. Braucht die Bundeswehr ein neues Mandat?

Für die somalischen Piraten hat die „Saison“ gerade erst begonnen. Der Südostmonsun mit seinen starken Winden, die auch regelmäßig zum Sturm werden und einen Seegang bis zu vier Metern verursachen, ist vorüber. Insbesondere die Übergangsphase, aber auch der jetzt eingesetzte und mit seinen bis zu sechs Windstärken etwas gemäßigtere Nordwestmonsun machen es den Piraten einfacher, weit entfernt von der somalischen Küste zu operieren und auf zivile Handelsschiffe zu warten.

“„Die Piraten haben ihren Aktionsradius immer mehr ausgeweitet, mittlerweile auf über 1.000 Meilen vor der somalischen Küste bis nach Indien und in die Straße von Madagaskar. Hinzu kommt, dass Piraten nun sogar Schiffe vor den Häfen von Oman überfallen, also nicht nur auf hoher See“”, so Kapitän zur See Marco von Kölln, Leiter der Einsatzzentrale Maritime Security Center bei EU NAVFOR . Dass die Piraten mit der Ausweitung ihres Aktionsradius in den zurückliegenden zwölf Monaten Erfolg hatten, zeigen exemplarisch drei erfolgreiche Schiffsentführungen:

  • Im Golf von Oman (M/V Star of Abu Dhabi, 30. Januar 2011, 1.475 Seemeilen von Haradeere an der somalischen Ostküste entfernt),
  • unweit der indischen Westküste (M/V Jahan Moni, 5. Dezember 2010, 1.450 Seemeilen von Haradeere entfernt) oder
  • direkt vor der Küste Mozambiks (M/V Vega 5, 28. Dezember 2010, 1.750 Seemeilen von Haradeere entfernt).

Neben dem erweiterten „Operationsgebiet“ hat auch die Zahl der Angriffe von Jahr zu Jahr zugenommen. Waren es 2009 noch 117 und im Folgejahr 127, sind es in diesem Jahr bereits auf 140 Angriffe. Das Tankschiff Liquid Velvet wurde am 31. Oktober im Golf von Aden entführt und ist das jüngste Opfer von Piraterie am Horn von Afrika. Es ist das 24. Schiff, das in diesem Jahr in die Hände somalischer Piraten gefallen ist.

Da neben der EU NAVFOR Operation Atalanta über 50 Staaten und internationale Organisationen im Rahmen von Anti-Piraterie-Maßnahmen am Horn von Afrika engagiert sind, ist erheblicher Koordinierungsaufwand erforderlich. Das wichtigste Treffen hierzu sind die regelmäßigen Shared Awareness and Deconfliction (SHADE)-Konferenzen in Bahrain. Die gute Koordination aller Beteiligten, der zunehmend bessere Schutz der Handelsschiffe – unter anderem mit Stacheldraht und Schutzräumen für die Besatzung – und das Einschiffen von Sicherheitsteams zeigen Erfolg. „Im Jahr 2010 wurden 47, und im Jahr 2009 46 Schiffe bei einer ähnlichen Anzahl von Attacken entführt. In diesem Jahr sind es 24. Das zeigt, dass die Erfolgsquote der Piraten in diesem Jahr nahezu halbiert wurde“, zieht Commander Harrie Harrison, Sprecher von EU NAVFOR, eine vorläufige Bilanz des laufenden Jahres.

(Video- und Textquelle: ZDF Berlin direkt, 11.12.2011 via Youtube; Textquelle kursiv: Bundeswehr.de; “Atalanta: Aktionsradius der Piraten hat sich ausgeweitet”; Bildquelle: Vor der Somalischen Küste patrouilliert die Fregatte HAMBURG die Gewässer. Dabei wurden zwei Boote, ein Skiff und ein Walfänger, entdeckt, die mit Kiel nach oben im Wasser schwammen. Der Kommandant der Fregatte HAMBURG entschied beide Boote zu zerstören, damit sie nicht von Piraten genutzt werden können. Die Bundeswehr sendet seit 2008 Soldaten in den Anti-Piraterie-Einsatz am Horn von Afrika. Im Rahmen der EU-geführte Mission ist auch die Fregatte Hamburg vor Ort eingesetzt. ©Bundeswehr/Laudan Aufnahmedatum:14.12.2010 Bestimmte Rechte vorbehalten)

Fregatte “Köln” kehrt vom “Atalanta”-Einsatz zurück

Dienstag, 6. Dezember 2011

Wilhelmshaven (ots) – Nach ihrem Einsatz bei der EU-geführten Anti-Piraterie-Mission “EU NAVFOR ATALANTA” kehrt die Fregatte “Köln” am 9. Dezember in ihren Heimathafen zurück. Unter den Klängen des Marinemusikkorps Nordsee wird das Schiff um 10 Uhr im Marinestützpunkt Wilhelmshaven festmachen.

Im August hatte die “Köln” unter dem Kommando von Fregattenkapitän Christopher Karow (44) mit rund 220 Besatzungsmitgliedern von der Heppenser Groden abgelegt.

Im Hafen von Djibouti übertrug der Kommandeur der Task Force 465, Flottillenadmiral Thomas Jugel, am 13. November das Kommando über die Fregatte “Köln” an Fregattenkapitän Kurt Leonards (43).

Fregattenkapitän Leonards resümiert den zurückliegenden Einsatz der “Köln” mit zufriedenen Worten: “Hinter uns liegt ein ereignisreicher Einsatz. Dort wo Marineschiffe kontinuierlich patrouillieren, hat die Piraterie signifikant abgenommen. Der Golf von Aden ist dafür das beste Beispiel.”

Mehr als 75 Prozent ihres Einsatzes verbrachte die “Köln” zur Auftragserfüllung auf See. Zur Nachversorgung wurde neben der Hafenstadt Djibouti auch der Hafen von Mombasa (Kenia) angelaufen.

Im November verließ die “Köln” das Einsatzgebiet am Horn von Afrika und begab sich auf den Heimweg. Nun freuen sich die Besatzungsmitglieder darauf, im Kreise ihrer Angehörigen Weihnachten zu feiern.

Hintergrundinformationen

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Dezember 2011 beschlossen, sich weiterhin für die Dauer eines Jahres mit einem signifikanten Beitrag an der Mission am Horn von Afrika zu beteiligen.
Die Operation trägt dazu bei, den zivilen Schiffsverkehr auf den dortigen Handelswegen zu sichern, Geiselnahmen und Lösegelderpressungen zu unterbinden und das Völkerrecht durchzusetzen. Die “Köln” brachte im Einsatzgebiet vor der Somalischen Küste mehrere Mutterschiffe der Piraten auf. Insgesamt 42 Piraterieverdächtige wurden an der Küste den somalischen Behörden zur Ermittlung übergeben. Bei den Seepatrouillen kam das Boarding-Team der “Köln” sieben Mal zum Einsatz, um durch Durchsuchen von Booten Piraterieverdächtige zu überführen.


Sechs solcher Boote wurden von der “Köln” versenkt. Zwei von Piraten festgenommene jemenitische Geiseln wurden mit ihrem Boot sicher wieder an Land gebracht. Darüber hinaus rettete die Köln im Oktober fünf in Seenot geratene Fischer im Indischen Ozean, fand aber auch im November zwei verdurstete Seeleute auf einem Fischerboot östlich der somalischen Küste. Nicht zuletzt beteiligte sich die “Köln” zusätzlich für den Zeitraum von zwei Wochen an der Operation Active Endeavour (OAE). Zum 31. Juli 2012 wird die Fregatte “Köln” als erstes Schiff der “Bremen”-Klasse (F 122) außer Dienst gestellt. Dadurch soll zum einen eine personelle Reserve geschaffen, zum anderen finanzielle Ressourcen eingespart werden. Die Marine trägt so zur Konsolidierung des Bundeswehrhaushalts bei. Gleichzeitig wird die operationelle Verfügbarkeit der verbleibenden Fregatten bis zum Zulauf der neuen Fregatten der “Baden-Württemberg”-Klasse (Klasse F 125) ab dem Jahr 2016 erhöht.

Die Fregatten der “Bremen”-Klasse sind mittlerweile fast drei Jahrzehnte im Dienst der Marine. Die “Köln” wurde am 19. Oktober 1984 in Dienst gestellt. Nach ursprünglicher Planung sollten die Schiffe dieser Klasse schrittweise ab 2013 außer Dienst gestellt werden.

(Bildquelle: PIZ Marine, Fregatte K…LN, Björn Wilke, Fregatte “Köln” kehrt vom “Atalanta”-Einsatz zurück, 6.12.2011; Textquelle kursiv: PIZ Marine 6.12.2011)



Gute Nachrichten für Marinestandort Bremerhaven (Video)

Donnerstag, 24. November 2011

Die Bundeswehr wird umstrukturiert. Das gilt auch für die Marine. Der Standort Bremerhaven kommt aber vergleichsweise glimpflich davon. Mit dieser guten Nachricht im Gepäck hat der Inspekteur der Marine die Marineoperationsschule Bremerhaven besucht.

(Video- und Textquelle: Radio Bremen TV, 22.11.2011 via Youtube)

Luftverteidigungsfregatte F124 weist Fähigkeit zum Verbandschutz nach – Fregatte SACHSEN mit Kurs auf Wilhelmshaven

Mittwoch, 16. November 2011

Am Freitag, den 18. November um 10 Uhr wird die Fregatte “Sachsen” unter den Klängen des Marinemusikkorps Nordsee im Marinestützpunkt Wilhelmshaven festmachen.

Im August verließ die “Sachsen” ihren Heimathafen, um im Schießgebiet “Denel Oveberg Test Range” vor Südafrika das Flugkörperschießen “Missile Firing Exercise F124 – 2011″ zu absolvieren.

Dabei wurde unter anderem nachgewiesen, dass die Fregatte “Sachsen” und damit die Luftverteidigungsfregatte der Klasse F 124 in der Lage ist, nicht nur sich selbst gegen schnell anfliegende Flugkörper zu verteidigen, sondern auch andere Einheiten im Verband zu schützen.

In der Geschichte der Marine wurde diese Fähigkeit in diesem Umfang erstmals nachgewiesen. Alle Flugkörpersysteme konnten zeitgleich und erfolgreich zur Wirkung gebracht werden.

Gemeinsam mit dem Flugabwehrraketengeschwader 2 “Mecklenburg-Vorpommern” übernahm die “Sachsen” vor der Insel Kreta (Griechenland), im Rahmen der taktischen Schießübung “Rapid Arrow 2011″, die Führung eines landgestützten Flugabwehrraketenverbandes vom Typ “Patriot”.

Während des Hafenaufenthalts in Walvisbay (Namibia) übernahm Fregattenkapitän Andreas Krug das Kommando von Fregattenkapitän Markus Nolte. Ebenfalls erstmalig in der Geschichte der Deutschen Marine stellte der Aufenthalt in Luanda den Besuch eines deutschen Kriegschiffes in Angola dar.

Hintergrundinformationen

Die Fregatten der Klasse F124 zeichnen sich dadurch aus, die besonderen Aufgaben der Luftverteidigung wahrzunehmen und Führungsaufgaben auf der Ebene eines Luftverteidigungsgefechtsstandes zu übernehmen.

Während der zweijährigen Vorbereitungszeit wurden anspruchsvolle Szenarien zusammengestellt, um eine breite Palette möglicher Bedrohungen zu skizzieren.

Die während des Schießens aufgezeichneten System- und Telemetriedaten der Flugkörper werden nun einer umfangreichen Auswertung durch das Kommando Truppenversuche der Marine und das Kommando Marineführungssysteme unterzogen. Ein abschließender Ergebnisbericht wird der Marine in einigen Monaten vorliegen.

(Bilder-, Texquelle: Marine.de)

Verwendungsgruppe 37 – Minentaucher (Video)

Samstag, 8. Oktober 2011

Die Minentaucher sind vielseitig ausgebildete Soldaten, die als Taucher, Feuerwerker, Kraftbootfahrer, Kampfmittelbeseitiger über sowie unter Wasser eingesetzt werden. Zum Auftrag der Minentaucher gehören das Suchen, Identifizieren und Vernichten oder das Bergen von Seeminen und anderen Kampfmitteln. Das Bedienen von Unterwasserdrohnen und der Schutz von eigenen Schiffen und Marineanlagen vor Kampfmitteln im In- und Ausland. Aber auch die Durchführung von Rettungs- und Bergungseinsätzen zählen zu den verschiedensten Aufgaben.

(Textquelle kursiv: Marine.de; Videoquelle: Youtube; Bildquelle: Minentaucher bei der Tauchausbildung (Quelle: © Bundeswehr 2008 / Ann-Kathrin Fischer/Aussenstelle Kiel Bestimmte Rechte vorbehalten)

Deutsche Marine muss ohne eigene Tanker somalische Piraten bekämpfen

Mittwoch, 21. September 2011

“Die vier deutschen Marinetanker dürfen zurzeit nur auf Nord- und Ostsee mit genau planbaren Dienstzeiten eingesetzt werden. Grund ist die deutsche Auslegung der EU-Arbeitszeitrichtlinie. Das gefährdet die Auslandseinsätze … “ berichten aktuell die “Kieler Nachrichten” unter der Überschrift: EU-”Arbeitszeitrichtlinie legt Versorgungsschiffe der Flotte lahm – Marine muss ohne Tanker somalische Piraten jagen .

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über den Auslandseinsäze der Betriebsstoffversorger des Trossgeschwader der Marine. Unter anderem mit dem Artikel: Marine-Betriebsstoffversorger SPESSART sucht neue Nautische Offiziere.

[Textquelle kusriv: KielerNachrichten.de;
Bilderquelle: Marine.de, Vergleichsfotos: Der Betriebsstofftanker SPESSART (A 1442;
der Betriebsstofftransporter WALCHENSEE (A 1424)]

Hintergrundinformationen: Betriebsstofftransporter der RHÖN-Klasse (704) und die Betriebsstofftransporter WALCHENSEE-Klasse (703) sowie Trossgeschader bei Marine.de

Startschuss für größtes Marinemanöver auf der Ostsee 3.500 Soldaten üben bei “NORTHERN COASTS ” und “DANISH EXERCISE”

Freitag, 9. September 2011

Am Montag, den 12. September startet das größte Marinemanöver in der Ostsee, “NORTHERN COASTS” (NOCO), zusammen mit der dänischen Marineübung “DANISH EXERCISE” (DANEX) im dänischen Frederikshavn.

Unter der Leitung des Flottenkommandos nehmen bis zum 23. September 20 Nationen, zwei NATO-Verbände und ein Spezialkräfteverband mit mehr als 40 Schiffen und Booten, etwa 20 Flugzeugen und Helikoptern sowie 3.500 Soldaten teil.

Zweck der Übung sind die Vorbereitungen auf mögliche Einsätze und die Vertiefung der multinationalen Zusammenarbeit durch gemeinsames Üben von Taktiken und militärischen Abläufen.

Vor allem kleineren Einheiten, wie Korvetten, Schnellbooten und Minensuchern, soll die Übung ausreichend Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten bieten.

Das Übungsgebiet umfasst die westliche Ostsee zwischen Bornholm und Skagen.

Darüber hinaus wurden Teile der Spezialkräfteübung “GREEN DAGGER” eingebunden. Dabei bereiten sich die Einheiten auf eine mögliche Unterstellung unter die NATO Response Force (NRF) vor.

Somit sind zum ersten Mal in größerem Umfang Soldaten aus verschiedenen Nationen auf dem Festland eingebunden. Die Koordination dieser Anteile sowie das Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten waren und sind eine Herausforderung bei der Vorbereitung und Planung der Übung.

Hintergrundinformationen

Erstmals fand die multinationale Übung “NORTHERN COASTS” im Jahr 2007 statt.

Der Umgestaltungsprozess der Marine in Verbindung mit der Transformation der NATO und den Aktivitäten der Europäischen Union erforderten eine Neuordnung der Übungslandschaft.

In der Folge wurde sowohl das maritime als auch das streitkräftegemeinsame Übungsgeschehen angepasst.

Neben der Zusammenlegung der zwei Seemanöver wird in diesem Jahr auch die Übung “SANDY BEACH” in das Gesamtgeschehen integriert. Es handelt sich hierbei um eine der größten Übungen für Minentaucher- und Kampfmittelbeseitigungs-experten. Seit dem Jahr 2000 treffen sich Minentaucher diverser Länder im Zweijahrestakt in Eckernförde, um gemeinsam zu üben.

Minentaucher sind weltweit nicht nur am und im Wasser tätig, sondern zu großen Teilen auch an Land. Ihre besondere Ausbildung und ihre Kenntnisse von Spreng- und Kampfmitteln machen sie zu einem unverzichtbaren Faktor für die Truppen in den Auslandseinsätzen.

(Text-, Bilderquelle: Marine.de, Marineeinheiten in See)