“Millionengeschenk für die Rüstungsindustrie
Bundeswehr missbraucht Steuergelder
Mit Auslandseinsätzen ganz besonderer Art unterstützt die Bundeswehr wichtige Rüstungsexportvorhaben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS profitierte wiederholt von großzügiger Unterstützung durch die Luftwaffe, wenn er den Eurofighter im Ausland vermarktete. Das ergeben Recherchen von Frontal21. Aus Steuergeldern erbrachte die Luftwaffe Leistungen im Wert von Millionen, die vor allem der EADS zum Exporterfolg verhelfen sollten.” Zum vollständigen Artikel bei ZDF Frontal21 von Otfried Nassauer und Ulrich Stoll.
(Videoquelle, Textauszug: ZDF Magazin des Frontal21.de)
Das hätte schlimm ausgehen können. Bei einer Nachtflug-Übung ist am Montag ein unbewaffneter Jagdbomber PA-200 TORNADO vom Jagdbombergeschwader (JaBoG) 33 aus Cochem/Büchel in Rheinland-Pfalz auf dem eigenen Fliegerhorst Büchel bei der Landung von der Rollbahn abgekommen, das Flugzeug kam auf dem Rücken zum Stehen. Der Pilot und der Waffensystemoffizier konnten sich per Schleudersitz retten und kamen mit Verletzungen davon, die wurden im nahen Bundeswehrzentralkrankenhaus (BWK) Koblenz ärztlich versorgt. Soldatenglück.de wünscht den Jungs schnelle Genesung und gute Verarbeitung des Eject, ejekt, eject Notausstiegs!
Diesem (Mikojan-Gurewitsch)MiG-Piloten im Video unten fehlte beim Landen das wichtigste: das Fahrwerk. So schlittert das Kampfflugzeug “auf Kufen” über die Landebahn. Die MiG-29 als zweistrahliger Mitteldecker mit tragendem Rumpf und Doppelseitenleitwerk und 2.450 km/h Spitzengeschwindigkeit ist zwar ausgelegt für den Einsatz auf unbefestigten Pisten, aber bitte mit Fahrwerk. Die Besatzung (1 Pilot) dieser einen der weltweit 1.257 MiG-Exemplare seit Indienstellung am 06.10.1977 hat die “Speziallandung” körperlich unbeschadet überstanden.
Die Luftwaffe der Bundeswehr hat aus DDR-Volksarmee Beständen 24 MiG-29 Kampfflugzeuge übernommen. Bis 2003 wurden von Luftwaffenpiloten über 30.000 Flugstunden auf der MIG-29 absolviert. Bei der Einführung des Eurofighters wurden neben den PHANTOM-auch die MiG-Maschinen abgelöst. Am 24. Juni 2003 wurde ein bilateraler Überlassungsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen geschlossen, welcher den Verkauf der MiGs für den symbolischen Preis von 1 Euro pro Stück an die Luftstreitkräfte Polens, das 1999 der NATO beigetreten war, regelte. Gleichzeitig wurde damit der Verbesserung der deutsch-polnischen Beziehungen gefördert sowie die Luftwaffe Polens besser in die NATO integriert. Die letzten bundesdeutschen neun MiG-29 landeten am 04. August 2004 im polnischen Bydgoszcz, wo sie zunächst auf die Bedürfnisse der polnischen Luftwaffe umgerüstet wurden. Neuer Stützpunkt der Maschinen ist das 41. ELT im polnischen Malbork. Zwei Maschinen wurden an die Luftwaffenschule im polnischen Deblin zur Technikerschulung abgegeben. Die einzige nicht von Deutschland an Polen “verkaufte” Luftwaffen-MiG mit der Bezeichnung 29+03 (Bild unten),
ging als Traditionsmaschine in den Bestand des Luftwaffenmuseums Gatow (Besuch emphielt sich sehr, ich war schon mehrmals dort, weil es so viel Interessantes anzuschauen gibt, die Visite ist familientauglich auch für Kinder geeignet) in Berlin in der General-Steinhoff-Kaserne (Flugplatz Gatow, Bild unten) über und ist dort zu besichtigen – mit ausgefahrenem Fahrwerk.
[Bildquelle: U.S. Air Force.mil; A Soviet-built MiG-29 Fulcrum fighter from Germany (DEU), flown by Colonel (COL) Pitt Hauser, Wing Commander of the 73rd Fighter Wing (FW), Laage Air Base (AB), Germany, flies over the Gulf of Mexico during a live-fire training exercise, 19 Jun, 2003; Luftwaffenmuseum.de]
Der Luftkampf ist die Königsdisziplin beim Jetfliegen. SPIEGEL TV begleitete junge Luftwaffen-Soldatinnen und -Soldaten bei der Ausbildung zum Kampfflugzeugführer.
Der Eurofighter ist ein extrem manövrierfähiges Kampfflugzeug, dass auf dem Konzept des Deltaflüglers basiert. Zur Erhöhung der Beweglichkeit und zur besseren Kontrolle der Flugbewegungen erhielt das Flugzeug unter dem Cockpit zusätzliche Steuerflächen, sogenannte Canards. Auf dem Rumpf wurde eine große Fläche montiert, die als Luftbremse ausgefahren werden kann und so die Fluggeschwindigkeit schnell reduziert.
Die Lufteinlässe für die beiden Triebwerke befinden sich unter dem Cockpit. Damit wurde die Sicht des Piloten nach unten verbessert. Gleichzeitig wurde die Sitzpositon so weit angehoben, das auch die Sicht nach hinten gegenüber den bisher genutzten Flugzeugen erheblich verbessert werden konnte.
Eurofighter als ‘Luftstreife’ über Deutschland (weiter…)