Archiv für die Kategorie 'KSK, SEK M'

Kommando Spezialkräfte: Der “Alte” ist stolz auf sein KSK

Donnerstag, 28. März 2013

Brigadegeneral Heinz Feldmann singt bei Kommandoübergabe wahres Loblied / Nachfolger Dag Baehr kennt Calw

Von Hans-Jürgen Hölle

Calw. An die zahlreich anwesenden Ehrengäste wandte sich Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann erst nach dem offiziellen Teil. Für den scheidenden Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK) standen nämlich bei der Kommandoübergabe »seine« Soldaten im Mittelpunkt.

Diese werden, wie berichtet, künftig von Oberst Dag Baehr angeführt. In Calw und beim KSK ist dieser kein Unbekannter. Zwei Mal hat er hier schon gedient. Zuletzt war er als Verbindungsoffizier von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizìère beim Bundespräsidenten tätig. Der Oberst im Generalstab, der bald mit seiner Beförderung zum Brigadegeneral rechnen darf, hat zahlreiche Einsätze in Krisengebieten absolviert, so auf dem Balkan, Südamerika, Afrika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afghanistan. Baehr, 1965 in Koblenz geboren, war von 1996 bis 1999 Kommandooffizier beim KSK sowie von 2004 bis 2007 Kommandeur der Einsatzkräfte.

Wie er sich als neuer KSK-Chef schlägt, kann sein Vorgänger aus der Nähe beobachten, wenn er sich nicht gerade im Rahmen seines einjährigen Auslandseinsatzes in Afghanistan aufhält. Feldmann bleibt nämlich in der Gegend wohnen. Welche Wertschätzung er den Angehörigen der Eliteeinheit der Bundeswehr gegenüberbringt, machte er in seiner Abschiedsrede nochmals deutlich: »Ich bin stolz darauf, diese Truppe geführt zu haben«, sagte er nicht nur einmal. Er sang ein wahres Loblied auf seine bisherigen Untergebenen.

Das Kommando Spezialkräfte, an dessen Spitze er zweieinhalb Jahre gestanden sei, sei ein Verband für besondere Aufgaben und folgerichtig ein Verband mit ganz besonderen Angehörigen. Die Soldaten seien die am besten ausgebildeten in der Bundeswehr überhaupt. In den elf Jahren, in denen sie jetzt im Ausland tätig sind, hätten sie sich international einen ausgezeichneten Ruf erworben. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sie sich nicht auf den erreichten Lorbeeren ausruhen würden.

Mit dem größtmöglichen Einsatzwillen würde jeder an seinem Platz mit besonderen Fähigkeiten und vor allem mit Teamgeist seine Pflicht erfüllen. Viele würden dabei außergewöhnliche Belastungen ertragen. Mittlerweile, so Feldmann, stehe im Mittelpunkt, afghanisches Personal so auszubilden, dass es die Aufgaben des KSK übernehmen könne. Wann das so weit ist, das werde aber nicht in Calw entschieden. Dass bisher noch keine Toten zu beklagen seien, das liege nicht nur in der Hand der Soldaten. An dieser Stelle wolle er ganz bewusst auch dem Herrn danken.

Ansonsten, so Feldmann weiter, wolle er sich bei allen bedanken, die ihm seine Aufgabe, diesen großartigen Verband zu führen, leicht gemacht haben. »Ihr seid schon eine klasse Truppe«, sagte er direkt an die Soldaten gewandt. »Bleibt, wie ihr seid.«

Dass Feldmann selbst im KSK eine herausragende Rolle gespielt hat, das betonte sein direkter Vorgesetzter Brigadegeneral Volker Bescht, der stellvertretende Kommandeur der Division Spezielle Operationen. Für seine Soldaten sei er immer dagewesen. Hier gehe einer, der von vielen liebevoll »der Alte« genannt wurde. Für seine Verdienste um das KSK und die ganze Division überreichte er Feldmann die Divisionsehrennadel. (Zitatende)

Soldatenglück.de merkt an: Die nächste Verwendung für Brigadegeneral Heinz-Josef Feldmann wird nicht weniger fordernd, als Sprecher der International Security Assistance Force (ISAF) wird er nach Kabul/Afghanistan gehen und dort in dieser von Deutschland besetzten Verwendung als ISAF Spokesperson dem Bundeswehr-Brigadegeneral Günter Katz folgen.

[Text-, Bildquelle: Schwarzwälder Bote.de, Autor: Hans-Jürgen Hölle, Calw;
das Bild oben zeigt: Brigadegeneral Volker Bescht (Mitte) übertrug das Kommando über das KSK von Heinz Josef Feldmann (links) auf Dag Baehr]

Vielen, vielen Dank an Hans-Jürgen Hölle vom “Schwarzwälder Bote(n)” für die Freigabe zur Veröffentlichung seines Textes und Bildes bei Soldatenglück.de.



Erste KSK-Soldatin von Vorgesetzten ausgebootet?

Freitag, 1. Februar 2013

Sie hatte das Auswahlverfahren geschafft und sie hat es verdient, Soldatin bei den Kommando Spezialkräften (KSK) der Bundeswehr zu werden

“Ein besonders gravierender Fall von Vertrauensverlust wurde aus der Streitkräftebasis an den Wehrbeauftragten herangetragen. Eine Soldatin aus einem Bataillon für elektronische Kampfführung hatte sich um einen neu geschaffenen Dienstposten im Kommando Spezialkräfte (KSK) beworben und sowohl das Eignungsfeststellungsverfahren als auch das sich anschließende körperlich und psychisch fordernde sechsmonatige Auswahlverfahren mit Erfolg absolviert. Als danach über ihre Versetzung zu entscheiden war, widersprach die Streitkräftebasis einem Wechsel der Soldatin zum KSK unter Hinweis darauf, dass sie in einer Mangel-AVR (Ausbildungs- und Verwendungsreihe) eingesetzt und deshalb nicht abkömmlich sei. Für die Soldatin war das angesichts der Tatsache, dass man sie in Kenntnis der Sachlage über sechs Monate an dem Auswahlverfahren hatte teilnehmen lassen, nicht nachvollziehbar. Dem kann nur beigepflichtet werden.
Angesichts der besonderen Sachlage dieses Falles erklärte der zuständige Inspekteur der Streitkräftebasis, noch einmal das Gespräch mit der Soldatin suchen zu wollen”
berichtet der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages in seinem am 29. Januar 2013 dem Parlament übergebenen 92-seitigen Jahresbericht 2012 in der Rubrik “Führungsverhalten”.

Soldatenglück.de berichtete regelmäßig über das KSK: Durch die Hölle zur Elite: Aufnahmeverfahren des Kommando Spezialkräfte (Audio), Eignungsfeststellungsverfahren des Kommando Spezialkräfte im Jahr 1996 (Video) oder Kommando Spezialkräfte setzen auf “feminine Kompetenz” und weiblichen Blickwinkel und zollt der Kameradin Respekt.

(Textauszug kursiv: Deutscher Bundestag.de, Jahresbericht 2012 des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages;
Bilderquelle: Bundeswehr.de)

Update des Kommando Spezialkräfte (KSK) zum Jahresauftakt 2013

Montag, 21. Januar 2013

Zum Jahresempfang des Kommando Spezialkräfte (KSK) kamen aktive und ehemalige Soldaten der Einheit zusammen sowie Gäste aus Stadt, Land und Bund, einige der ehemaligen KSK-Kommandeure und der GSG 9 Kommandeur von der Bundespolizei waren dabei, Männer der ersten Stunde und Männer & Frauen der aktuellen Einsätze freuten sich bei vielen guten Gesprächen beieinander zu sein zum Jahresbeginn 2013.
KSK-Kommandeur Heinz Josef Feldmann (Bild rechts) kündigte an, dass er ab 01. März 2013 mit einer neuen Verwendung betraut werde, dann geht die Führung der spezialiserten Calwer Soldaten auf einen neuen Einsterner über, damit wird das KSK seinen achten Kommandeur seit 1996 bekommen.
Der “Schwazwälder Bote” berichtet vom Neujahrsempfang des Kommando Spezialkräfte (KSK)  in Calw in der Graf-Zeppelin-Kaserne mit weiteren Details:
Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann tritt demnächst ab – Bei Neujahrsempfang für Unterstützung aus Bevölkerung bedankt / Soldaten haben genügend Schutzengel.

Von Hans-Jürgen Hölle

Calw. Für Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann war es der letzte Neujahrsempfang als Kommandeur des Kommandos Spezialkräfte (KSK). Ansonsten war alles wie immer. Gäste aus Politik und des öffentlichen Leben machten der in Calw stationierten Eliteeinheit der Bundeswehr ihre Aufwartung und bekundeten damit ihre Wertschätzung. Diese bedankte sich dafür.

In Person eben von Heinz Josef Feldmann, dessen Stunden beim KSK gezählt sind. Am 1. März ist für ihn dort Schluss. An welcher führenden Stelle des Heeres oder vielleicht auch international er dann eingesetzt wird, steht derzeit nicht definitiv fest. Deswegen wollte er sich beim Empfang am Mittwochabend in der Graf-Zeppelin-Kaserne. bei dem etwa 400 Gäste anwesend waren, dazu unserer Zeitung gegenüber nicht äußern. Das Bundesverteidigungsministerium muss darüber noch entscheiden.

Genau so, wie auch des Kommandeurs Nachfolger erst benannt werden muss. Dieser wird sich dann Herausforderungen stellen müssen, die, wie Feldmann in seiner Ansprache betonte, die Kommandosoldaten auch im laufenden Jahr bis an die Grenze ihrer Kräfte belasten werden. 602 Dienstreisen haben KSK-Angehörige im vergangenen Jahr angetreten, Übungen und Einsätze gar nicht mitgerechnet. In elf Ländern waren sie unterwegs.

Für ihren Chef das Wichtigste dabei: Kein einziger Soldat musste im Einsatz sein Leben lassen. “Das ist nicht selbstverständlich. Wir haben anscheinend genügend Schutzengel”, sagte er. Angehörige von befreundeten anderen internationalen Truppenteile hätten dieses Glück nicht gehabt. Wie auch zwei KSKler, die nach Unfällen im Straßenverkehr verstarben.

Seit elf Jahren ist das KSK jetzt in Afghanistan im Einsatz. Der Erfahrungsschatz, so Feldmann, den die Truppe dabei gewonnen hat, sei national unerreicht. Im Einzelnen konnte er darüber natürlich nicht berichten. “Wegen des Charakters des Verbands und der gewissen Brisanz, die dessen Aufgaben haben.” Dazu zählen aber auch kleine Dinge, auf die er gerne einging. Zum Beispiel, dass Kinder der Hirsauer Grundschule jetzt zu Weihnachten den Soldaten in Afghanistan Postkarten geschickt haben. Oder der Oberreichenbacher Kindergarten eine essbare Krippe auf die Reise zum Hindukusch geschickt hat. Und auch Neubulacher Bürger an die Soldaten fern der Heimat gedacht haben. “Viele von uns haben hier in Calw und den umliegenden Orten eine Heimat gefunden. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken”, so der KSK-Kommandeur. Besonders hatte er in diesem Zusammenhang die Unterstützung durch den Calwer Oberbürgermeister Ralf Eggert und Landrat Helmut Riegger hervorgehoben.

Feldmann bedankte sich auch für die Geduld, die die Bürger vor allem aus Calw mit seinen Kommandosoldaten immer zeigen. In diesem Zusammenhang ging er auf einen Vorfall ein, der im vergangenen August so manchen aufgeschreckt hat. Damals wurde, wie berichtet, am und im Gebäude der ehemaligen Lehrerakademie in der Schillerstraße geübt. “Man muss ja nicht nachts ausprobieren, wie laut eine Sprengung sein kann”, meinte der baldige KSK-Ex-Kommandeur dazu. (Zitatende) Zum Artikel im “Schwarzwälder-Bote(n)

Vielen Dank an Hans-Jürgen Hölle vom “Schwarzwälder Bote(n)” für die Freigabe zur Veröffentlichung bei Soldatenglück.de.

(Bilder-, Grafikquelle: Bundeswehr.de)

Speed Action Surprise – Das Kommando Spezialkräfte

Samstag, 10. November 2012

KSK Cover - Buchhandel Front

Markus Gollner (www.action-unlimited.com), Autor des neuen Buches über das Kommando Spezialkräfte, hat Soldatenglück.de freundlicherweise sein “Making of…” zur Verfügung gestellt, damit interessierte Leser schon jetzt kurz vor der Veröffentlichung von Speed Action Surprise – Das Kommando Spezialkräfte einen Blick darauf werfen können:

The Making of…
Speed Action Surprise – Das Kommando Spezialkräfte“

Am Anfang eines jeden Projektes steht eine Idee, der Wunsch etwas kreatives, faszinierndes und spannendes zu schaffen. In diesem Fall hatte ich eine sehr konkrete Vorstellung darüber. Es war meine Absicht einen weiteren Band in der Reihe „Speed Action Surprise“ zu publizieren, diesmal über das Kommando Spezialkräfte, das deutsche Pendant zum österreichischen Jagdkommando.

Spezialeinsatzkräfte sind eine kleine „Gesellschaft“ in der das Ansehen, der „Ruf“, ein maßgeblicher Faktor ist. „Reputation is everything!“ Man kann nicht einfach am Tor anklopfen und reinkommen – „Hallo, ich bin da.“ -funktioniert nicht. Um ins Innerste vorgelassen zu werden benötigt man Geduld, Überzeugungskraft und vor allem den entsprechenden Ruf, der einem vorauseilt.

Einsatzbesprechung mit einem Trupp Kommandosoldaten

KSK: Einsatzbesprechung mit einem Trupp Kommandosoldaten

So kam es, dass ich meine Fühler nach Deutschland zur gleichen Zeit ausstreckte, wie Brigadegeneral Feldmann, der Kommandeur des Kommando Spezialkräfte, entschied die Öffentlichkeitsarbeit von Grund auf neu zu gestalten, und die Absicht äußerte einen Herrn Gollner mit dem Buch über das Kommando Spezialkräfte zu beauftragen.

Bei einem ersten Treffen formulierten wir gemeinsam das Mission Statement. Wir definierten das Ziel und den Weg dort hin. Die Grundsätze waren eine Darstellung des Kommando Spezialkräfte ganz aus der Nähe, aus der Sicht der Kommandosoldaten. Der Leser soll ein Gefühl bekommen, was es bedeutet ein Kommandosoldat zu sein.

Direct Action.

Direct Action.

Mein Ansprechpartner für dieses Projekt war Hauptmann von Lepel. An dieser Stelle, Danke Cornelius! Er war Koordinator, Organisator, Planer, und treibende Kraft im Stab des Kommando.

In den folgenden Monaten besuchte ich regelmäßig das Kommando Spezialkräfte und dokumentierte ihre Arbeit. Übungen wie „Stählernes Schwert“, Einsatzvorbereitungen, Training im Ausland, gemeinsames Training mit dem Jagdkommando lieferten das Material für dieses Buch. Erneut Danke. Diesmal an alle Kommandosoldaten, die an diesem Projekt beteiligt waren und deren Einsatz sich auch in diesem Buch widerspiegelt.

Nicht nur die Rauchgranaten erzeugen Nebel. Durch Funken entstand in dem trockenen Unterholz Feuer, welches kurz danach wieder gelöscht war.

Nicht nur die Rauchgranaten erzeugen Nebel. Durch Funken entstand in dem trockenen Unterholz Feuer, welches kurz danach wieder gelöscht war.

Nun stand die größte Arbeit bevor, das Aussortieren des Materials. Tausende Bilder des KSK standen zur Verfügung, aber der Platz im Buch war begrenzt. Es galt eine Gradwanderung zu betreiben. Einerseits das Kommando Spezialkräfte und ihren Tätigkeitsbereich im richtigen Licht und so umfassend wie möglich darzustellen. Andererseits nicht zu oberflächlich zu werden und „Alles“ reinzupacken auf Kosten der Tiefe. Nun wurde auch der Text geschrieben und mit den Fachbereichsberatern abgestimmt. Die Pressestelle war immer wieder Schnitt- und Koordinationspunkt für diverse Abstimmungen und Diskussionen.

Für das Vorwort bat ich Brigadier MMag. Bognar, ehemals Kommandant des Jagdkommando, um ein paar Worte über das Kommando Spezialkräfte.

Zuletzt war wieder Brigadegeneral Feldmann am Zug. Er bekam den fertigen Entwurf zur Freigabe vorgelegt.

Danach folgte die Übersetzung und die Endkontrolle. Every detail courts. Etwas mehr als 2 Jahre nach meiner ersten Kontaktaufnahme war das Buch dann fertig gestellt und wurde der Druckerei für die Erstellung der Bücher übergeben.

Auge in Auge mit dem Sniper und seinem Spotter

KSK: Auge in Auge mit dem Sniper und seinem Spotter

Jetzt ist der Leser am Zug.

Markus Gollner

Action Unlimited
www.action-unlimited.com
focus@Action-unlimited.com

—–

Soldatenglück berichtete:
Kommando Spezialkräfte – Männer mit Maske (Video)
Zu Besuch beim Kommando Spezialkräfte (Video)
Aufnahmeverfahren des Kommando Spezialkräfte (Audio)
Kommando Spezialkräfte – German Special Forces (Video)
“Töten gehört zum Auftrag” (Video)
Stille Kämpfer – Mythos Kommando Spezialkräfte (Video)
In geheimer Mission – Das Kommando Spezialkräfte (Video)
Hans-Christoph Ammon referiert über deutsche Spezialeinheiten (Video)

Text- und Bildquelle: Markus Gollner (www.action-unlimited.com) vom 10.11.2012

Durch die Hölle zur Elite: Aufnahmeverfahren des Kommando Spezialkräfte (Audio)

Sonntag, 14. Oktober 2012

Sie zählen zu den Besten der Bundeswehr: die Elitesoldaten des Kommando Spezialkräfte (KSK). 1996 wurde die militärische Spezialeinheit gegründet

Die militärische Spezialeinheit KSK führt streng geheime Operationen im Ausland durch. Wer dazugehören will, muss vorher durch ein hartes Aufnahmeverfahren, das die Bewerber an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt – scheitern inklusive … mehr, reinhören.
Zum Audio-Beitrag.

Oder hier als Audio-Video:

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die spezialisierten Kameraden und das KSK.

(Textauszug, Audioquelle: SWR.de eins live, Sendung vom 02.10.2012;
Bilderquelle: Bundeswehr.de)

Hintergrundinformationen: Bewerbung bei den KSK bei Deutsches Heer.de



SEK M – Die SEALs von der Förde | Kampfschwimmer der Bundeswehr (Video)

Donnerstag, 20. September 2012

Kampfschwimmer gehören zur Teilstreitkrft Marine der Bundeswehr, stationiert in Eckernförde an der Ostsee. Sie operieren als Spezialisierte Einsatzkräfte (SEK M) weltweit und unter gefährlichen Bedingungen. Diese Dokumentation dokumentiert ihren Alltag.

(Videoquelle: via YouTube als “Deutsche Navy Seals Dokumentation”, Film vom Mike Locher;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Kampfschwimmer bei Anlandung, im Hintergrund Sea Lynx und Tender der Elbe-Klasse)

Eignungsfeststellungsverfahren des Kommando Spezialkräfte im Jahr 1996 (Video)

Mittwoch, 7. März 2012

Das Auswahlverfahren der ersten Stunde des damals neu aufgestellten Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr in Calw im Schwarzwald. Die Spezialeinheit war noch jung, so wurde das Barettabzeichen (oben) von der Truppe selbst entworfen, schnell musste es gehen bis zum Indienststellungstermin im September 1996 war nicht mehr viel Zeit, so wurde das Abzeichen der Heeresflieger (rechts) von den Schwingen befreit und übrig blieb das Schwert.
Der Bericht zeigt das Eignungsfeststellungsverfahren (EFV) mit Durchschlageübung im April 1996.

Deutschland als größte Nation Europas war 1996 nicht in der Lage, eigene Staatsbürger aus Krisensituationen zu retten. „Die Fähigkeit, im Notfall eigene Staatsbürger im Ausland aus Gefahr für Leib und Leben retten zu können, gehört zur grundlegenden Verantwortung eines jeden Staates“, erkannte der damalige Verteidigungsminister Volker Rühe. Er stellte alle Weichen zur Aufstellung und zum Aufbau eines eigenen Spezialverbandes – dem Kommando Spezialkräfte, kurz KSK.

Am 1. April 1996 erfolgt in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw die Außerdienststellung der Luftlandebrigade 25 “Schwarzwald”. Zeitgleich wird mit dem Aufbau des KSK begonnen. Durch die Aufstellung des KSK werden die Voraussetzungen für Krisenvorsorge und Krisenbeherrschung durch das Zusammenfassen der bisherigen Fernspähkompanien der Korps und der Kommandokompanien aus den Luftlandebrigaden entscheidend verbessert. Die Ausstattung dieses Kommandos mit eigenen Führungs-, Fernmelde- und Unterstützungskräften soll dies abrunden.

Am 20. September 1996 wird das KSK offiziell in Dienst gestellt und beginnt mit dem Ausbildungsbetrieb: Die ersten Kommandosoldaten kommen zu großen Teilen aus den „Kommando-Bravo-Kompanien“ der Fallschirmjägertruppe und der Fernspähtruppe. Die Tradition der außer Dienst gestellten Luftlandebrigade 25 “Schwarzwald” wird im KSK fortgeführt. Während der Aufbaujahre des KSK wird Generalleutnant Willmann, der damalige Inspekteur des Deutschen Heeres, zur treibenden Kraft eines schnellen und zielstrebigen Aufbaus des KSK.

Der erste Einsatzzug „Retten und Befreien“ meldet am 1. April 1997 mit 30 Mann volle Einsatzbereitschaft, um künftig deutsche Staatsbürger weltweit aus Notsituationen befreien und retten zu können.

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die Spezialiserten Einsatzkräfte der Bundeswehr, über KSK und SEK M, über deren Geschichte, deren Dienst in der Gegenwart und Einsatz-Herausforderungen für die Zukunft.

Weitere Informationen für Interessierte und Bewerber/innen über das KSK bei Deutsches Heer.de.

(Videoquelle: SWR Landesschau baden-Würtemberg aus dem Jahr 1996;
Bilder-, Grafikquelle: Bundeswehr.de)

Kommando Spezialkräfte setzen auf “feminine Kompetenz” und weiblichen Blickwinkel

Montag, 6. Februar 2012

“Verwendungsreihe” Kommandosoldatin

Der Jahresempfang des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr am Standort Calw in Baden-Württemberg bot für den Kommandeur, Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann (Jahrgang 1960), die KSK-Soldaten und -Soldatinnen, Ehemaligen sowie geladenen Gästen ein Zusammensein und Wiedersehen sowie Rückblick und Ausblick.

Der Standort Calw und das Kommando sind – das ist zu Beginn des Jahres 2012 beim Nachhall der Bundeswehr-Reform mit neuem Stationierungs-Konzept eine erfreuliche aber nicht überraschende Feststellung - in ihrer Existenz langfristig gesichert.
In 2012 will das KSK zukunftsweisend auch auf die “femine Kompetenz” der Soldatinnen der Bundeswehr setzen und die weiblichen, spezialisierten Infanteristen mehr nutzen, insbesondere in den Einsätzen. Der KSK-Kommandeur Feldmann formulierte: “Wir wollen uns eine ‘feminine Kompetenz’ aufbauen” und weiter: “Es geht dabei um die Erweiterung unseres Fähigkeitsprofils, es geht um unsere Ausrichtung in der Zukunft.”
Derzeit tun etwa 50 Soldatinnen bei den KSK Dienst, allerdings nicht operativ in den Auslandsmissionen und Spezialeinsätzen wie zum Beispiel in Afghanistan, vielmehr in den Stabs- und Sanitätsverwendungen als Unterstützungskräfte in Calw in der Graf-Zeppelin-Kaserne oder bei Übungen. Ab März 2012 sollen 20 bis 30 Soldatinnen in Calw zu Einsatzkräften ausgebildet werden, um nach dem Vorbild der U.S. Special Operation Forces integriert in der Kommandotruppen KSK zu wirken. “Es geht um eine andere Art von Kommandosoldaten”, umschrieb es Kommandeur BrigGen Feldmann. Man entwickle ein Konzept “zur gezielten Einbindung von weiblichen Soldaten in die Einsatzaufgaben von Spezialkräften”.
Die Entwicklung ist im Fluß, die Einbindung der femininen Kompetenz soll sich daran ausrichten, was die Realität zulässt und welche Impulse das KSK-Fähigkeitsprofil optimieren. Nach dem Jahresempfang und den vielen Nachfragen teilten die KSK nochmals detailreicher mit: “Operationen von Spezialkräften erfordern oftmals einen direkten Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Der Umgang mit einheimischen Frauen sollte dabei möglichst durch weibliche Soldaten erfolgen, da andernfalls aus Sicht der Bevölkerung kulturelle Gepflogenheiten verletzt werden können”. Frauen haben nach Ansicht des KSK aber auch einen anderen Blickwinkel bei der Lagebeurteilung.

Seit wenigen Tagen haben die KSK bei Deutsches Heer.de einen neuen, eigenen Internetauftritt, mit dem DSO-Slogan: “einsatzbereit, jederzeit, weltweit” und der Rubrik “Ihr Weg ins KSK”, was Transparenz und einladende Offenheit verdeutlichen soll und sicher auch den Nachwuchssorgen “maskulin” wie “feminin” geschuldet ist.
Der KSK Personalwerbetruppe bietet dort in Zusammenarbeit mit der Sportschule und der Sportmedizin der Bundeswehr für Interessierte u.a. Fitness-Trainingshilfen, Ratschläge zur gesunden Ernährung, die Durchführungsbestimmungen Physical Fitness Test und das konkerete Programm für Kommandofeldwebel-Anwärter/innen, alles online abrufbar, wörtlich heißt es darin:
” … die entscheidende Überprüfung Ihrer körperlichen, geistigen und charakterlichen Eignung zur Kommandosoldatin oder zum Kommandosoldaten statt. Da der Auftrag des Kommando Spezialkräfte höchste Professionalität, körperliche Fitness, mentale Stärke, Teamfähigkeit und hohes Verantwortungsbewusstsein verlangt, ist das Auswahlverfahren beim Ausbildungs- und Versuchszentrum des Kommando Spezialkräfte in Calw im höchsten Maße anspruchsvoll und fordernd”.
KSK-Kdr Brigadegeneral Feldmann formuliert so: “Das ist ein harter und exklusiver Ausleseprozess”.
Wer sich etwa bei Soldatenglück.de beschwert, dass Frauen generell und naturgemäß körperlich weniger belastbar und damit per se ungeeignet für die deutschen Kommando Spezialkräfte seien, der muss auch zur Kenntnis nehmen, dass die Verwendungsreihe KSK-Soldat regelmäßig bei den Eignungsfeststellungsverfahren mit männlichen Bewerbern aus der Bundeswehr nicht  genügend geeignete und fite Erfolgskandidaten aufweist. Und die die durchkommen, die die “Höllenwoche” überstehen, müssen noch eine etwa zweijährige Basisausbildung zum Kommandosoldaten durchlaufen, die mit dem Status Combat Ready (voll einsatzfähig) endet. Erst dann folgt die Versetzung in eine der Kommandokompanien und die Verwendung als KSK Einsatzkraft (w/m).

Soldatenglück.de berichtete im zuletzt im November 2011 zu Thema: Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr rekrutiert erstmals offensiv Frauen und regelmäßig mit Artikeln, Bildern und Videos über die KSK und SEK M der Bundeswehr.

(Bilderquelle: Deutsches Heer.de, KSK bei Übungen)

Bundeswehr-Nachwuchswerbung: Kampfschwimmer, Minentaucher und Boardingsoldaten in spe (Videos)

Sonntag, 13. November 2011

Nachwuchs im Visier
Informationstage für Jugendliche bei der Marine in Eckernförde:
praktisch, realitätsnah und im Element

15 Jugendliche haben gemeinsame Berufswünsche, sie wollen Bundeswehr-Soldatinnen und -Soldaten bei der Marine werden. Nicht einfach Rekruten für x-beliebiges, sondern für sportlich ambitioniertere Verwendungsreihen — Kampfschwimmer, Minentaucher oder Boardingsoldat wollen sie werden.
Die Spezialisierten Einsatzkräfte Marine (SEK M; künftig Kommando Spezialkräfte Marine, kurz KS M) in Eckernförde in Schleswig-Holstein boten für Jugendliche ein Info-Praktikum an, das die Teilnehmer/innen an ihre körperlichen und mentalen Leistungsgrenzen führte und dabei das Berusfbild ungeschminkt mit allen Erschwernissen und Vorzügen vermittelte.
Dazu diese Marine-Videos

(Bild-, Videoquelle: Bundeswehr.de, Kampfschwimmer während einer Anlandungsübung)

Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr rekrutiert erstmals offensiv Frauen

Sonntag, 13. November 2011

Ab Sommer 2012 verfügt die Truppe über Kommandosoldatinnen -
Feminine Offensive in Calw

Soldatinnen werden auch in Spezialeinheiten gebraucht, die US-amerikanischen Kameraden wissen das schon lange und setzen zum Beispiel im Afghanisan-Einsatz weibliche Soldaten bei den Special Operations ein. Nun wird auch das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr gezielt Soldatinnen rekrutieren.

Die Einsatzerfahrung hat gezeigt, dass sich das KSK in den Einsatzgebieten wiederholt Soldatinnen aus anderen Bundeswehreinheiten “ausleihen” mußte, um operationelle Anforderungen zu erfüllen. So waren bei Einsätzen in den Dörfern Afghanistans, wenn es um die Fahndung nach Taliban-Kämpfern mit dem Ziel der Festnahme beim Durchsuchen von Unterkünften der muslimischen Bevölkerung ging, die im Alltag geschlechtlich getrennt lebt, weibliche Soldaten hilfreich und deeskalierend wirksam. Auch politische Forderungen nach Frauen in der Spezialtruppe nahmen zu.

Ab Sommer 2012 soll nun die Truppe in Calw/Baden-Württemberg und weltweit im Einsatz mit Kommandosoldatinnen verstärkt werden. Vier Kommandosoldaten bilden einen Kommandotrupp, jeder Kommandosoldat ist Spezialist für eine der vier Funktionen: Waffen-, Spreng-, Fernmelde- oder Sanitätsspezialist. Das Herzstück des KSK bilden die Einsatzkräfte, sie bestehen aus vier Kommandokompanien und einer Spezialkommandokompanie. Die vier Kommandokompanien bestehen aus Spezialzügen, die für je eine bestimmte “Verbringungsart” ausgebildet sind. Darunter versteht man die Fähigkeit, ein Einsatzgebiet auf bestimmte Art zu erreichen, um dort einen Auftrag auszuführen: Spezialzug für Land/Wüste; Fallschirmspezialzug; Amphibischer Zug; Gebirgs-/Arktiszug; Fernspäh-/Scharfschützenzug. Eine KSK-Frauenkommandokompanie oder ein KSK-Frauenzug wird nicht gebildet, die Kommandosoldatinnen sollen alle Aufgaben integriert übernehmen können.
Ein auf die weiblichen KSK-Anwärterinnen zugeschnittenes Trainingsprogramm und ein differenziertes Auswahlverfahren soll den Einstieg in die Elitetruppe für weibliche Soldaten möglich machen und die bisherige Männerdomäne intelligent öffnen.
Bisher fanden Frauen als Unterstützungskräfte (siehe bitte Struktur-Grafik unten) im KSK Verwendung, nun sollen auch weibliche Einsatzkräfte, Kommandosoldatinnen, geschaffen werden.
Derzeit führt als KSK-Kommandeur Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann das Spezialkommando der Bundeswehr in Brigadestärke. Heinz Josef Feldmann (Jahgang 1960, Bild rechts) hat als Artillerist, Zugführer-, Batteriechef- und Bataillons-Kommandeur Führungsposten durchlaufen und S3, G3 CoS Funktionen bekleidet, den amerikanischen Generalstabslehrgang am Command and General Staff College, Ft. Leavenworth, Kansas (1996-97) gemacht und war Heeresattaché an der Deutschen Botschaft in Washington D.C. und im BMVg Adju des Heeresinspekteurs und zuletzt bis 2010 Referatsleiter Fü S III 2 im BMVg Berlin. Feldmann ist kein typischer Komisskopf, sondern ein weltoffener, innovativer kluger Kopf, der dem geheimnisumwobenen Myhtos KSK mit Offenheit und Transparenz begegnet. Als Menschenführer mit Humor und Sinn für das Wesentliche und Machbare ist Feldmann bei seinen KSK-Soldaten respektiert und beliebt. Die politische Vorgabe “Frauen bei der KSK” kann er mit seinem Kommandostab militärisch zweckdienlich und sogar qualitätssteigernd zielführend umsetzen (siehe Video: Kommando Spezialkräfte – Brigadegeneral Heinz Josef Feldmann).
Die intensive Aufnahmeprüfung des KSK, auch Höllenwoche genannt, mit körperlichen und mentalen Tests mit Gewaltmärschen, Duchschlage-Üungen sowie anspruchsvollen psychologischem Auswahlverfahren sollen erhalten bleiben, doch weibliche KSK-Anwärterinnen sollen durch ein spezielles Trainingsprogramm befähigt werden, diese Hürden trotz geschlechtspezifisch-körperlicher Kraftnachteile zu nehmen.

Das Kommando Spezialkräfte wurde am 20. September 1996 in Calw am Nagold, einem Fallschirmjäger-Standort, in Dienst gestellt. Derzeit leisten in ihm über 1.100 Soldaten Dienst. Das Kommando Spezialkräfte wird künftig auf etwa 1.300 Soldaten und Soldatinnen aufwachsen, es gehört zur Division Spezielle Operationen (DSO) (KSK-Struktur unten).

Soldatenglück.de berichtete am 13. Oktober 2011: Zukünftig Frauen beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr und setzt regelmäßig das Thema KSK der Bundeswehr in Wort, Bild und Video in den Fokus, u.a. mit Kommando Spezialkräfte – German Special Forces (Video), “Töten gehört zum Auftrag” (Video), Stille Kämpfer – Mythos Kommando Spezialkräfte (Video),
In geheimer Mission – Das Kommando Spezialkräfte (Video), Hans-Christoph Ammon referiert über deutsche Spezialeinheiten (Video).

(Bilder-, Grafikquelle: Bundeswehr.de, Kommando Spezialkräfte – Kommandosoldaten des KSK sichern die Hubschrauberlandezone; der KSK Kommandeur BrigGen Feldmann; KSK-Verbandsabzeichen; die KSK-Struktur)