HFüKdo bestreitet Ausrüstungsmängel und Bundestag beschließt Beschaffung von 200 neuen geschützten Fahrzeugen
Freitag, 7. November 2008Heeresführungskommando weist Kritik an Soldatenausrüstung zurück

Das Heeresführungskommando (* HFüKdo) der Bundeswehr hält die deutschen Soldaten in Afghanistan für gut ausgestattet. “Jeder, der sagt, wir würden schlecht ausgestattet in diesen Einsatz geschickt, ist unseriös”, sagte Befehlshaber Generalleutnant Wolfgang Otto (61) heute in Koblenz, nachdem er erst in den letzten Tagen gemeinsam mit Generalleutnant Rainer Korff, dem ehemaligen General-inspekteur, General a.D. Hans-Peter von Kirchbach, und dem früheren Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Friedrich W. Riechmann das Einsatzgebiet Afghanistan und insbesondere Kunduz besuchte hatte. “Die Ausrüstung ist für das, was wir dort zu tun haben, richtig. Sie wird ständig weiterentwickelt und angepasst”, so der Dreisterner, GenLt Otto.
Herr General, der MUNGO ist zwar ein tüchtiges Transportfahrzeug für Luftlandetruppen, aber nach oben und nach den Seiten nicht vollständig gepanzert, darum im Patrouillen-Einsatz auf dem TrÜpPlatz Hammelburg-Wildflecken gut, im Kongo bedingt und in Afghanistan schlecht geeignet.
Wie der Blogger Hendric beim befreundeten PHOENIX Afghanistan-Blog von Boris Barschow schreibt, wird das Panzerungsdefizit von der Truppe “mit übergehängten Schutzwesten als notdürftige Panzerung und einer mit Panzertape festgeklebten GMW” behelfsmäßig ausgeglichen (hier zum “Beweis-Foto”).
Der Vater eines der beiden jüngst in Afghanistan getöteten Soldaten hatte die Ausrüstung im Interview mit der Zeitschrift “Super Illu” als “miserabel” bezeichnet. Sein Sohn habe sich selbst unter anderem eine schusssichere Weste gekauft. Diese Vorwürfe wies Generalleutnant Otto zurück. Häufig glaubten die Soldaten, sie könnten sich auf dem zivilen Markt Gegenstände besorgen, die besser seien als die der Bundeswehr. Der Soldat habe aber zu einer Division gehört, die die beste Ausrüstung der Bundeswehr überhaupt habe. Soldatenglück.de berichtete darüber. Eine solche Diskussion hatten vor einigen Wochen die Franzosen, nachdem 10 französische Kameraden gefallen sind, die Armee und die Politik reagierten ebenfalls unwirsch gegen Vowürfe der Angehörigen. (weiter…)




