Archiv für die Kategorie 'Gedenken'

“The Fallen” – “Die Gefallenen” (Videos)

Mittwoch, 19. November 2008

Die Briten haben in der jüngsten Geschichte eine längere und intensivere Leidenshistorie als wir Deutschen, was höchstgefährliche internationale Militäreinsätze und vor allem menschliche Verluste von Soldaten und Soldatinnen und damit von Ehemännern, Ehefrauen, Verlobten, Freunden, Freundinnen, Söhnen, Töchtern, Vätern und Müttern betrifft. Gefallene werden von ihren Angehörigen dort so würdevoll, ohnmächtig und tapfer betrauert wie in Deutschland. Der Umgang mit der Trauer ist in den Familien Großbritanniens und der britischen Öffentlichkeit, in der Gesellschaft und Politik mehr von gegenseitiger Solidarität, von Verstehen, von klaren Worten getragen.

Einen Nach- oder Aufholbedarf verspüren wir in Deutschland gewiss nicht, aber die Realität der tödlichen Gefährlichkeit holt uns unweigerlich ein. Die sich mehr und mehr einstellenden Tatsachen: Bundeswehr-Soldaten mit schweren Verwundungen, umgekommen bei tödlichen Einsatzunfällen und Gefallene im Einsatz, hinterlassen auch bei uns traumatisierte Soldaten und Soldatinnen oder zu tiefst traurige, ratlose Hinterbliebene, deren Umgang mit der Trauer gestützt von der deutschen Gesellschaft seinen Weg noch sucht.

Die Briten haben in den Familien von Gefallenen ganz unterschiedliche, individuelle Wege gefunden, den Verlust zu verkraften, ihn zu verstehen, zu verarbeiten, zu bewältigen und mit ihm weiter zu leben. Eine 190-minütige Dokumentation der British Broadcasting Corporation (BBC) des Journalisten Morgan Matthews über alle Gefallenen britischer Streitkräfte im Irak- und Afghanistan-Krieg seit 2001 und über viele hinterbliebene Familien berichtet auf beeindruckende Weise davon, (auf die mein Blogfreund Boris Barschow vom PHOENIX Afghanistan-Blog nach gemeinsamer Recherche auch hinweist). Die Gefallenen haben alle einen Namen und deren Angehörige ein Schicksal.
Hier: Dokumentation “The Fallen”, sind alle 20 youtube-Videos hinterlegt, die in Gesamtheit die berührende Dokumentation wiedergeben, oben der erste der 20 Videos.

Hintergrundinformationen:
Help for Heros.uk

The Royal Legion.uk

UK Ministry of Defence.uk



Genügend Panzerung und Glück gehabt

Sonntag, 16. November 2008

Die heute beim Sprengstoff-Anschlag im nördlichen Afghanistan nahe Baghlan verwundeten Bundeswehr-Soldaten im ISAF-Auslandseinsatz hatten bei dem schweren Explosionsangriff auf ihre QRF-Patrouille in ihrem Transportpanzer FUCHS genügend Panzerung um sich und Glück im Unglück, dass sie mit dem Leben davon kamen.
Sie mögen beide wieder vollständig genesen und die Schmerzen und das schlimme Erlebnis tapfer überstehen und bewältigen.
Morgen wird der schwerer verwundete Soldat mit dem Medevac-Airbus nach Deutschland geflogen und anschließend im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz weiter behandelt. Die Angehörigen der beiden Soldaten sind informiert.

Wieder ein Anlass mehr, an die zuletzt vor wenigen Wochen nahe Kunduz Gefallenen und deren Hinterbliebenen zu denken. Unten ein Gedenk-Video von Kameraden der beiden Fallschirmjäger vom FschJgBtl 263.

Das Ehrenmal der Bundeswehr – Grundsteinlegung am 29. November

Dienstag, 11. November 2008

Unsere Gefallenen und im Dienst Verunglückten bekommen einen Namen und einen öffentlichen Ort des Trauerns und Erinnerns

Auf dem Gelände des Dienstsitzes des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) wird neben dem durch die Öffentlichen Gelöbnisse bekannten Paradeplatz das Ehrenmal der Bundeswehr errichtet werden.

Bei unseren Partnern und Verbündeten gehört das ehrende Gedenken an Soldaten, die für ihren Einsatz mit dem Leben bezahlt haben, zur kulturellen Identität. Gewidmet ist das deutsche Ehrenmal allen Angehörigen der Bundeswehr (bislang über 2.900), die im Dienst seit 1955 ihr Leben verloren haben. Das Ehrenmal der Bundeswehr steht nicht in der Tradition von klassischen “Kriegerdenkmalen”, noch soll das Ehrenmal auf diejenigen beschränkt bleiben, die bei Auslandseinsätzen ihr Leben gelassen haben. Das jetzt entstehende Ehrenmal der Bundeswehr berücksichtigt die Besonderheiten des Dienens in seinen vielfältigen Bezügen.

Am 27. November erfolgt die Grundsteinlegung, Fertigstellung ist für Mitte 2009 geplant, eine feierliche Einweihung mit den höchsten Repräsentanten des Staates, Soldaten und Angehörigen ist für den 20. Juli 2009, dem Tag des Deutschen Widerstands (20. Juli 1944) in der Überlegung. Nach langen Diskussionen politischer und fachlicher Art über ob und wie und einem anstrengenden, zeitaufwendigen Arbeitsprozess mit dem Versuch des Brückenschlages von der bitteren Realität des menschlichen Verlustes im Dienste des Vaterlandes zur aussagekräftigen, qualitätsvollen, künstlerischen Architektur im räumlichen Kontext mit dem Bendlerblock, hat nach einem Architekten- und Künstler-Wettbewerb im finalen Verfahren Professor Andreas Meck aus München einen Entwurf vorgelegt, denn die Findungskommission (der neben Experten seitens des BMVg bzw. der Bundeswehr GI General Wolfgang Schneiderhan und Leiter Planungsstab Dr. Ulrich Schlie angehörten) im Mai 2007 als den besten und als besonders adäquat wie folgt bewertete und zur Annahme empfahl: “… entspricht auf herausragende Weise dem mit dem Ehrenmal der Bundeswehr verfolgten Sinn und Zweck. Mit ihr wird eine zeitgemäße Form der öffentlichen Ehrung gefunden, gleichzeitig wird aber auch dem Bedürfnis nach individueller Trauer entsprochen.”

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1000. Opfer in Afghanistan – schreckliche Realität des Krieges

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Der Krieg hat viele Gesichter und jeder Gefallene einen Namen

Mit dem Tod der zwei US-Soldaten am Montag überstieg die Opferzahl in Afghanistan nach Angaben des Internetdienstes iCasualties.org die Zahl von 1.000. Die Auflistung erfasst neben gefallenen Soldaten auch getötete Polizisten. Am vergangenen Mittwoch, 22.10. war der eintausendste ausländische Soldat (Corporal Adrian Robles, U.S. Marines) am Hindukusch gestorben. Allein in diesem Jahr 2008 (Stand: 30.10.) kamen in Afghanistan bisher über 250 Soldaten/Polizisten ums Leben, mehr als im gesamten Vorjahr und mehr als in jedem anderen Jahr seit Beginn des Einsatzes. icasualties.org erfasst die getöteten Soldaten und Polizisten in Afghanistan und im Irak. Hier die deutschen Opfer in Afghanistan mit Namen und Einheit.

Die schreckliche Realität des Krieges flimmert seit dem Vietnam-Krieg über die Bildschirme in die Heimat, in Zeiten des WorldWideWeb sind Bilder in Nanosekunden auf den Bildschirmen und Nachrichten verbereiten sich in Windeseile um den Globus. (weiter…)

n-tv: Trauerfeier für die in Afghanistan gefallenen Bundeswehr-Soldaten am Standort Zweibrücken (Video)

Freitag, 24. Oktober 2008



Nomen est omen: “In Afghanistan sind wir im Krieg”

Freitag, 24. Oktober 2008

Die Bundesminister der Verteidigung a.D.
Volker Rühe (CDU), Rudolf Scharping (SPD), Dr. Peter Struck (SPD):
“In Afghanistan ist Krieg!”
erst die “bild Dir eine Meinung” BILD-Zeitung musste die Stimmen sammeln als vierte Macht im Staate, damit die Dinge beim Namen genannt werden.

28 Afghanistan-Dienstunfälle bzw. -Einsatzunfälle in besonderer Auslandsverwendung mit tödlichem Ausgang und 14 Politiker und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt (IBuK, Artikel 65a GG*) seit 1955 hat es gedauert, bis offiziell der erste Verteidigungsminister der 59 Jahre alten Bundesrepublik Deutschland beim 29. und 30. Kriegs-Opfer von Gefallenen sprechen konnte.
Franz Josef Jung verneigte sich heute in Dankbarkeit und Anerkennung vor den beiden Kameraden der Fallschirmjäger-truppe, die die (hoffentlich für lange Zeit) letzten Bundeswehr-Soldaten sind, die im Einsatz für den Frieden für unser Land gefallen sind. (weiter…)

“Im Einsatz für den Frieden gefallen”

Freitag, 24. Oktober 2008

 

Bw-LogoDie semantische Unsicherheit der gegenwärtigen politischen BMVg-Spitze des Berliner Bendlerblocks und der Bonner Hardthöhe ist der traurigen Erkenntnis und der Anerkennung der Realität gewichen – unsere Soldaten sind “im Einsatz für den Frieden für unser Land gefallen” und nicht etwa bei einem qualifizierten Dienstunfall bzw. Einsatzunfall während einer besonderen Auslandsverwendung ums Leben gekommen.

Ich verneige mich in Dankbarkeit und Anerkennung vor den Toten, die im Einsatz für den Frieden für unser Land gefallen sind.” Mit diesen Worten nahm Verteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung bei der Trauerfeier im rheinland-pfälzischen Zweibrücken heute Abschied von den beiden Bundeswehr-Soldaten, die am Montag bei einem Selbstmordanschlag in Afghanistan ums Leben gekommen waren. (weiter…)

“Ich hatt einen Kameraden” (Video)

Freitag, 24. Oktober 2008

 

Dieses Video ist erstellt worden von einem Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 263 der Bundeswehr in Zweibrücken, er schreibt:
“Diesen Film habe ich erstellt, zu Ehren der Kameraden,
die ihr Leben für ihr Vaterland gaben,
derer, die sich zum jetzigen Zeitpunkt im Einsatz befinden
und natürlich allen, die ihren Dienst geleistet haben!” (weiter…)

Bild des Tages

Dienstag, 21. Oktober 2008

Zum Gedenken an die deutschen Fallschirmjäger
im ISAF-Einsatz der Bundeswehr,
 
Hauptfeldwebel Mischa Meier (29),
gefallen in Afghanistan nahe Kunduz am 27. August 2008
und an den Stabsgefreiten Roman Schmidt (22)
und Stabsunteroffizier Patrick Behlke (25),
gefallen am 20. Oktober 2008 nahe Kunduz in Afghanistan -
tapfere Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 263.

Im rheinland-pfälzischen Zweibrücken in der Niederauerbach Kaserne des Truppenteils (FschJgBtl 263) von Hauptfeldwebel Mischa Meier wollen seine Kameraden mit Einverständnis der Angehörigen einen Erinnerungsstein als Ehrenmal errichten.
Wenn Sie dieses Vorhaben unterstützen möchten, können Sie sich unter folgender Bankverbindung an dem Vorhaben beteiligen:

Postbank Zweibrücken
BLZ 370 100 50
Konto 863 018 501
Verwendungszweck: HFw Mischa Meier
.

Koordiniert wird diese Aktion der Kameraden des Fallschirmjägerbataillons 263 der Luftlandebrigade 26 “Saarland” von Stabsfeldwebel Ralf Kreutzer, FschJgBtl 263, Niederauerbach Kaserne, Felsbachstraße 14, 66482 Zweibrücken.

Fallschirmjägerbataillon 263.de

Gedenken an Mischa Meier, Hauptfeldwebel der Bundeswehr – gefallen am 27. August 2008 in Afghanistan

Samstag, 11. Oktober 2008

 

 

Im rheinland-pfälzischen Zweibrücken in der Niederauerbach Kaserne des Truppenteils (FschJgBtl 263) von Hauptfeldwebel Mischa Meier wollen seine Kameraden einen Erinnerungsstein als Ehrenmal errichten.
Wenn Sie dieses Vorhaben unterstützen möchten, können Sie sich unter folgender Bankverbindung an dem Vorhaben beteiligen:

Postbank Zweibrücken
BLZ 370 100 50
Konto 863 018 501
Verwendungszweck: HFw Mischa Meier
.

Koordiniert wird diese Aktion der Kameraden des Fallschirmjägerbatallions 263 der Luftlandebrigade 26 “Saarland” von Stabsfeldwebel Ralf Kreutzer, FschJgBtl 261, Niederauerbach Kaserne, Felsbachstraße 14, 66482 Zweibrücken.

Fallschirmjägerbatallion 263.de