Archiv für die Kategorie 'Gedenken'

Der Krieg beginnt erst jetzt (Video)

Freitag, 30. April 2010

Aus dem Bundeswehr-Ehrenmal beim BMVg-Dienstsitz Bendlerblock in Berlin
Jörges’ stern WebTV-Kolumne

 

Herrscht in Afghanistan wirklich Krieg? Es steht zu befürchten: Nein. Noch nicht. Das ganze Grauen, das mit jedem Krieg einhergeht, steht unseren Soldaten erst noch bevor, sagt Hans-Ulrich Jörges, Chefredaktion des Magazins stern.

(Videoquelle, Textauszug: stern.de via YouTube-Nutzer “Nasenstaub”)

Hintergrundinformationen: Das Ehrenmal der Bundeswehr

DKB - Weltweit Geld abheben

Aktuelle Zeichen des Dankes und Gedenkens an die gefallenen Soldaten im www (Videos)

Samstag, 24. April 2010

In diesen Tagen und am heutigen Tag, an dem im Ingolstädter Münster für die vier am 15. April in Baghlan/Afghanistan gefallenen Bundeswehr-Soldaten im ISAF-Einsatz die offizielle Trauerfeier ausgerichtet wurde, haben zwei YouTube-Nutzer diese Videos bei YouTube eingestellt:

Für die in Afghanistan gefallenen Kameraden

 

Soldaten im Krieg
Ruhm und Ehre für die Soldaten die täglich ihr Leben riskieren

 

Bundeswehr in Afghanistan
Ein kleines Danke-Video

 

(Videoquelle: via YouTube-Nutzer “BWKamerad”, DjRator” und “jonasmeyer8″)

Verteidigungsminister Guttenbergs und Bundeskanzlerin Merkels Trauer-Reden in Selsingen (Videos)

Freitag, 9. April 2010

“Deutschland verneigt sich vor ihnen”

Mit einer bewegenden Trauerfeier in der St. Lamberti Kirche im niedersächsischen Selsingen haben die Angehörige, Kameraden und Freunde begleitet von Regierungsvertretern Abschied genommen von den drei am Karfreitag in Kunduz/Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten der Luftlandebrigade 31 (3./FschJgBtl 373) aus Seedorf. An der Feier nahm neben dem Bundesminister der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel teil. Soldatenglück.de berichtete über die letzte Ehre für den Stabsgefreiten Robert Hartert (25), den Hauptgefreiten Martin Augustiniak (28) und Hauptfeldwebel Niels Bruhns in Selzingen, dort wo die Ortsschilder schwarze Trauerflor tragen: “Trauerfeier für gefallene Seedorfer Fallschirmjäger wird ab 13:50 Uhr vom NDR live übertragen (Video)”
Bislang haben 39 Soldaten der Bundeswehr beim Einsatz in Afghanistan ihr Leben verloren. Die Bundeskanzlerin endete in ihrer Trauer-Rede für das 37., 38. und 39. deutsche Opfer an Soldatenleben am Hinduksuch mit den Worten: “Deutschland verneigt sich vor ihnen”.

Trauer-Rede des Inhabers der Befehls- und Kommandogewalt,
Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg

 

 

Trauer-Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
(der Redetext)

 

 

(Bilderquelle: Bundeswehr.de;
Videoquelle: n-tv via YouTube)

Trauerfeier für gefallene Seedorfer Fallschirmjäger wird ab 13:50 Uhr vom NDR live übertragen (Video)

Freitag, 9. April 2010

Die letzte Ehre

Die Trauerfeier für die gefallenen Fallschirmjäger findet am frühen Freitagnachmittag im niedersächsischen Selsingen nahe des Heimatstandortes der Luftlandebrigade 31 “Oldenburg” Seedorf der Gefallenen drei Fallschirmjäger statt. NDR aktuell extra überträgt live ab 13:50 Uhr, auch BR, MDR,WDR, PHOENIX und n-tv übertragen.

Livestream bei NDR.de (bis 15:35 Uhr)

“Höre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien,
schweige nicht zu meinen Tränen.”

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), selbst Reserveoffizier/Stabsarzt (mobbeordert beim LKdo Niedersachsen, KVK Region Hannover), werden erwartet. Die Ansprache in der evangelischen St.-Lamberti-Kirche Seslingen halten der katholische Militärseelsorger Hartmut Gremler und der Leitende evangelische Militärdekan Armin Wenzel aus Kiel.
Die Särge der drei in Kunduz gefallenen Soldaten:
Stabsgefreiter Robert Hartert (25, geboren in Freital), Hauptgefreiter Martin Augustiniak (28, geboren in Bielefeld) und Hauptfeldwebel Niels Bruhns (35, geboren in Stadtoldendorf) von der 3. Kompanie des FschJgBtl 373,

sollen bei der Trauerfeier aufgebahrt werden, die letzte Ehre und ein letztes “Glück ab!”. Die Bundeswehr rechnet mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Nach Angaben eines Sprechers der Luftlandebrigade 31 werden alleine 900 Kameraden der getöteten Soldaten anwesend sein. Um allen eine Teilnahme an dem Gottesdienst zu ermöglichen, soll es eine Außenübertragung geben. Die Anteilnahme und Beileidsbekundungen aus der Bevölkerung in der Region sind enorm, es mussten bereits mehrere Kondolenzbücher ausgetauscht werden, die Ortsschilder in der Umgebung tragen schwarzen Trauerflor.
Diesen Kondolenz-Text veröffentlichte die intakte und sehr aktive Kirchen-Gemeinde St. Lamberti in Selsingen
“Höre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen.”
-Psalm 39,13-
- Tageslosung vom Karfreitag, dem 02. April 2010 –
In unseren Gedanken sind wir bei den drei Familien der gefallenen Soldaten am Kundus. In unseren Gebeten bitten wir um Gottes Trost und Beistand für die betroffenen Familien und die Kameraden der Gefallenen.
Wir halten mit Ihnen inne und klagen Gott unser Leid.
Unser Herr Jesus Christus spricht. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. – Johannes 11,25 -
Für uns Christen hat der Tod nicht das letzte Wort. Wir glauben daran, dass Gott unser Leben und unseren Tod in seiner Hand hält und uns in sein Reich begleitet.
Im Namen des Kirchenvorstandes und der Mitarbeiter der St. Lamberti-Kirchengemeinde (Zitatende)

Die drei Fallschirmjäger der LLBrig 31 – einsatzbereit, jederzeit, weltweit – im ISAF-Einsatz des 22. DEU Einsatzkontingentes im Golf-Zug der Infanteriekompanie zum Schutz des PRT Kunduz sind am Karfreitag bei den bisher schwersten Gefechten der Bundeswehr mit Taliban-Kämpfern in der Region Kunduz gefallen. Sie waren erst vor wenigen Wochen von Seedorf aus nach Afghanistan verlegt worden. Die Männer lebten in Selsingen, Hannover und Sachsen. Acht weitere Soldaten wurden bei dem Gefecht zum Teil schwer verletzt. Bisher sind 39 Soldaten bei ihrem Einsatz in Afghanistan ums Leben gekommen.
Soldatenglück.de berichtete über die Gefechte und die Hintergründe “Karfreitag 2010: Ein schwarzer Tag für die Bundeswehr in Afghanistan (Video)”

Die Namen der Angehörige der Bundeswehr, die in Folge der Ausübung ihrer Dienstpflichten für die Bundesrepublik Deutschland ihr Leben verloren haben bei BMVg.de von 1956 bis 2009 und nun leider auch 2010.

“Wir dürfen unsere Toten nicht vergessen. Sie mahnen uns Lebende, dass Sicherheit und Freiheit nicht selbstverständlich sind, dass Sicherheit und Freiheit ein zerbrechliches Gut sind und dass es unseres Einsatzes bedarf, um sie zu verteidigen …” (IBuK Guttenberg)

 

(Bilderquelle: BMVg.de, Trauerkranzgebinde und Personenkennziffer am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin; Kirchengemeinde St.Lamberi Selsingen;
Videoquelle: via YouTube)

Was kommt nach dem Tod? – Umfrage: “Nichts” sagen zwei von drei Deutschen. Jeder Vierte hingegen glaubt an “Himmel und Hölle”.

Montag, 29. März 2010

Leben wir weiter nach dem Tod? Gibt es eine Seele, die den Körper verlässt? Die meisten Deutschen sind skeptisch und glauben, dass der Tod die Existenz absolut beendet. Nur eine Minderheit hofft auf das Paradies. Doch viele hoffen auch verstorbene Freunde und Angehörige wiederzusehen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag der Apotheken Umschau. Zwei Drittel (64,6%) der Bundesbürger sind überzeugt, dass mit dem Tod eines Menschen sein Dasein endet. Ebenso viele (63,2%) meinen, dass ihre Existenz durch den Tod zwar beendet sein werde, aber ein Teil von ihnen in ihren Nachkommen weiter lebe. Viele (49,0%) hoffen jedoch auch, dass sie nach ihrem Tod schon verstorbene, ihnen nahestehende Menschen wiedersehen. Nicht alle Befragten schließen jedoch religiöse Auffassungen aus. Mehr als jeder Dritte (35,2%) glaubt an die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Ein Drittel (32,7%) ist überzeugt, dass alle Taten zu Lebzeiten Einfluss auf das Leben danach haben werden. An Paradies und Hölle glauben mehr als ein Viertel (27,0%) der Deutschen. An eine Wiedergeburt in anderer Gestalt glaubt jeder Fünfte (21,3%). Infos rund um das Thema Psyche und Psychologie unter www.apotheken-umschau.de/psyche .

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins “Apotheken Umschau”, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.917 Bundesbürgern ab 14 Jahre.

(Text-, Bildgrafikquelle: Apotheken-Umschau.de
Bildquelle: Defence.gov, Afghan National Army soldiers load a fallen soldier into a British Royal Navy SH-3H Sea King helicopter as U.S. Marines from 1st Battalion, 5th Marine Regiment render honors in the Nawa district of the Helmand province of Afghanistan Aug. 21, 2009. DoD photo by Staff Sgt. William Greeson, U.S. Marine Corps)



Gefallen in Afghanistan (Video)

Donnerstag, 10. Dezember 2009

“Ihr Sohn ist ums Leben gekommen”

bw-hg-motz-sergej-trauerfeier

SPIEGEL TV besuchte und interviewte Viktor und Galina Motz, die Eltern von Sergej Motz, der als Soldat der Bundeswehr mit dem Dienstgrad Hauptgefreiter in der 2. Kompanie, Jägerbataillon 292 aus Donaueschingen am 29. April 2009 bei einer ISAF-Patrouille nahe Kunduz in Afghanistan gefallen ist. Sergej wurde nur 21 Jahre alt, er kam mit seinen russlanddeutschen Eltern aus Kasachstan nach Bad Saulgau/Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg. Sein Vater Viktor hat zu Sowjetzeiten selbst als Soldat in Afghanistan gedient und Sergej wollte wie sein Vater auch Soldat werden und hat tragischerweise seinen Berufswunsch mit dem Leben bezahlt. Sergej Motz wurde durch eine Panzerabwehrrakete russischer Bauart in seinem Radpanzer FUCHS von der Taliban tödlich getroffen.
Geblieben ist den Eltern nur die Erinnerung, die Feldkiste ihres Sohnes und der tägliche Weg zur Grabstätte ihres Sergejs.
Die Eltern berichten in dem Beitrag auch von den Versuchen der Soldaten im Einsatz, ihre Fahrzeuge durch Sandsäcke besser zu schützen und dem Verbot dieser improvisierten Selbsthilfe-Maßnahmen.

Soldatenglück.de berichtete über das Schicksal der gefallenen Bundeswehr-Soldaten und auch über Sergej Motz.

(Bildquelle: Bundeswehr.de;
Videoquelle: YouTube.com via Nutzer “Stralsunder”)

GORCH FOCK Unglück – Jennys Traum lebt weiter in der Jenny-Böken-Stiftung

Sonntag, 22. November 2009

Bw-Boeken Jenny

Seitdem die Familie der Marine-Sanitätsoffizieranwärterin Jenny Böken, die Eltern Marlis und Uwe Böken und Brüder Björn und Sven, die Mitteilung der Bundeswehr: “Wir haben die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass Ihre Tochter Jenny heute Nacht, um 23.43 Uhr, über Bord des Segelschulschiffs GORCH FOCK gegangen ist und seitdem vermisst wird” am 04. September 2008 überbracht bekamen, sind über 14 Monate vergangen.

Bw-Boeken Jenny GORCH FOCK Ruder

Am 16. November 2009 hat Jennys Mutter Marils Böken aus den Händen des Kölner Regierungspräsidenten Hans Peter Lindlar und in Anwesenheit des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe als Schirmherr die Stiftungsurkunde der Jenny-Böken-Stiftung entgegen genommen. Die Bilder oben zeigen Jenny Böken mit ihrer Mutter Marils bei der Vereidigung in der Marineschule Mürwik, Jenny als Offizieranwärter (OA) im Sommer 2008 am Ruder des Segelschulschiffes GORCH FOCK in der Flensburger Förde und unten Marlis Böken am 16. November 2009 bei der feierlichen Übergabe der Stiftungsurkunde der Jenny-Böken-Stiftung durch den zuständigen Regierungspräsidenten.

Bw-Boeken Jenny Marlis Robbe R RP Stiftungsurkunde

Jennys Mutter, Marlis Böken (51), gründete aus eigener Initiative und Kraft bei sich nach und nach einstellender Unterstützung aus dem Deutschen Bundestag, dem Schleswig-Holsteinischen Landtag, der Deutschen Bahn AG und der Marine der Bundeswehr die Jenny-Böken-Stiftung und ist die Vorsitzende der Stiftung. Im Stiftungsvorstand wird Marlis Böken von namhaften Persönlichkeiten unterstützt, so sind Hans-Josef Paulus, ehemaliger stellvertretender Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen und Ortsvorsteher von Geilenkirchen-Teveren, der Heimatstadt von Jenny, Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, Rechtsanwalt Prof. Dr. jur. Christoph Gaudecki und Dr. med. Jörg Schmidt, Chefarzt im HELIOS Klinikum Berlin-Buch im Vorstand der gemeinnützigen Stiftung. Stiftung-Zweck und -Ziel sind:
- sich um in Not geratene Familien von getöteten und gefallenen Soldatinnen und Soldaten zu kümmern,
- sich um Soldatinnen und Soldaten und deren Familien, die infolge ihres Dienstes dienstunfähig geworden sind, zu kümmern,
verunglückten Bundeswehrangehörigen und deren Hinterbliebenen unkompliziert und schnell mit Rat und Tat sowie finanziell zu helfen;
im Übrigen beabsichtigt die Stiftung gesondert Gelder für den Bau eines Lazarettschiffs zu sammeln, das der Bundesmarine für humanitäre Zwecke geschenkt werden soll.

Diese berührenden Worte über ihre Tochter Jenny (Bild unten) hat Marlis Böken auf der eigens eingerichteten Internetseite www.Jenny-Böken-Stiftung.de formuliert:

Bw-Boeken Jenny zivil

Bw-Böken Jenny Abi-Ball

“Sie wollte zur Bundeswehr, zur Marine, dort Medizin studieren (Bild rechts, Jenny beim Abi-Ball) und als Ärztin nicht nur für ihre Kameraden und Kameradinnen da sein, sondern auch in Auslandseinsätzen humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung leisten. Jenny hat ihren Traumjob in einem Bild für einen Malwettbewerb der Volks- und Raiffeisenbanken im Jahr 2007 festgehalten. Das Bild zeigt sie in fleckengetarnter Uniform mit den Schulterklappen eines Oberleutnant zur See. In der Nacht vom 3. auf den 4. September 2008 endete Jennys junges Leben durch einen tragischen Unfall auf dem Segelschulschiff Gorch Fock, einen Tag vor ihrem 19. Geburtstag.

Bw-Boeken Marlis Jenny Malwettbewerb

(Marlis Böken mit dem von Jenny in 2007 gemalten Bild
mit dem Titel: “Mein Traumberuf”)

Bw-Boekel Jenny Traumberuf

Jennys Traum wird aber auf eine andere Art in der Stiftung, die ihren Namen trägt, weiterleben. Durch die Stiftungsarbeit kann sie nach ihrem Tod mehr Kameradinnen und Kameraden helfen, als es ihr als Marineärztin je möglich gewesen wäre. Durch die Stiftung holen wir ein Stück von Jenny, nämlich ihre Nächstenliebe, aus dem Himmel zurück;
[...]

Abschließend möchte ich alle Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr herzlich grüßen. Meine Gedanken sind, nicht nur heute, besonders bei den Truppen in den Auslandseinsätzen. Sie sind tapfere und mutige Männer und Frauen, die Tag für Tag ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, um mit Mandat des Deutschen Bundestages für Frieden, Freiheit und Demokratie zu kämpfen. Dass das in Afghanistan im Bereich Kunduz für Sie Krieg bedeutet, wenn auch nicht im völkerrechtlichen Sinne, macht mich sehr betroffen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie alle gesund an Körper und Seele aus Ihren Einsätzen zurückkehren. Sollte das nicht der Fall sein, wird die Jenny- Böken –Stiftung immer für Sie da sein und versuchen Ihnen mit allen Mitteln und Kräften beizustehen.” Zitatende

Bw-Boeken Jenny Marlis Robbe R RP

Bedingt durch einen Autounfall im April ist Marlis Böken auf einen Rollstuhl angewiesen, der Beinbruch heilt nur schleppend.

Bw-Boeken Jenny Marlis Robbe R

Die Vorsitzende der Jenny-Böken-Stiftung ist Marils Böken, sie ist zugleich die Stifterin, die Lebensversicherungsumme von Jenny in Höhe von 50.000,- Euro ist das Stiftungskapital. Weil es ein Unfall war, hat die Versicherung die doppelte Summe ausgezahlt. Das Geld von der Lebensversicherung in die Stiftung zu investieren, sei für sie die einzige mögliche Verwendung gewesen, so Jennys Mutter. “Ich hätte mir einfach kein Auto oder so etwas davon kaufen können”, sagt Marils Böken anwesenden Jounalisten und weiter: “Das verstehen vielleicht nur Eltern.” “Ich habe die moralische Verpflichtung, auch für all diejenigen da zu stehen, die zu schnell vergessen werden.”

Bw-Boeken Jenny Robbe R HFw Eggen FK Riensch

Bei der feierlichen Übergabe der Stiftungsurkunde an Marlis Böken waren auch Haupftfeldwebel Frank Eggen (Angriff-auf-die-Seele.de/ptbs), der Wehrbeauftrage Reinhold Robbe und Fregattenkapitän Stephan Riensch von der Marine dabei.

Soldatenglück.de berichtete seinerzeit über das tragische GORCH FOCK Unglück.

(Bilderquelle, Grafik-, Textauszüge: Jenny-Böken-Stiftung.de)

Bw-Boeken Jenny Siftungslogo

Bw-Boeken Jenny in Uniform

Jenny Böken, 05. September 1989 – 04. September 2008

Bw-Boeken Jenny kirchl Trauerfeier

Die kirchliche Trauerfeier am 24. September 2008 in Geilenkrichen-Teveren.

Bw-Boeken Jenny Grabstaette

Die maritime Grabstätte von Jenny Böken.

Hintergrundinformationen: Jenny-Böken-Stiftung.de

(Die Bilder, die das junge Leben von Jenny im Spektrum zwischen Teenager, Pretty Woman und Matrosin bzw. Marine-Sanitätsoffizieranwärterin nachfühlen lassen und in lebendiger Erinnerung halten, dürfen hier bei Soldatenglück.de mit freundlicher Genehmigung von Maria Elisabeth “Marlis” Böken veröffentlicht werden, vielen Dank dafür!)

Worte an und für die Soldatinnen und Soldaten zum Volkstrauertag

Sonntag, 15. November 2009

Bw-Bundespraesident Wappen

Auszug aus der Rede von Bundespräsident (Wappen oben) Horst Köhler bei der Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. aus Anlass des Volkstrauertages im Deutschen Bundestag:

“[...] Wir Deutsche haben uns dieser Verantwortung in den vergangenen Jahrzehnten gestellt. Wir leisten Entwicklungszusammenarbeit gegen Armut und Not, wir helfen bei Naturkatastrophen, und wir haben Polizeibeamte und Soldaten entsandt, wo die internationale Gemeinschaft das Mandat dazu gibt und wo der friedliche Aufbau und die Freiheit erst noch mit Waffen geschützt und durchgesetzt werden müssen.

Wir denken darum heute auch besonders an unsere Frauen und Männer in Afghanistan. Sie stehen in einem schwierigen und gefährlichen Einsatz. Sie brauchen Rückhalt hier bei uns in der Heimat. Und sie brauchen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich mit Anteilnahme und Vernunft für die Ziele und Bedingungen des Auslandseinsatzes der Bundeswehr interessieren.

Darum ist es wichtig, dass sich möglichst viele, nein möglichst alle, Klarheit darüber verschaffen, was die Ziele des Einsatzes sind, was auf dem Spiel steht und mit welchem Beitrag wir den anderen Nationen und den Menschen in Not zur Seite stehen wollen [...].”

zur vollständigen Rede “Den Frieden gewinnen” von Bundespräsident Horst Köhler

Bw-GuttenbergRedeVolkstrauertag2009

Auszüge aus der Rede des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, anlässlich der Kranzniederlegung am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin zum Volkstrauertag am 15. November 2009 in Berlin:

“[...] Unsere Toten sind nicht anonym. Sie sind Söhne, Töchter, Ehepartner, Lebensgefährten, Väter und Freunde.

Hinter jedem Namen verbirgt sich ein persönliches Schicksal, ein Leben, eine Familie. Wir nennen ihre Namen und bekunden auf diese Weise, dass wir niemand vergessen werden [...]

Besonders gedenken wir heute derjenigen Toten unserer Bundeswehr, die in den vergangenen zwölf Monaten Ihr Leben „für Frieden, Recht und Freiheit“ gelassen haben. Wir gedenken allgemein derer, die ich bereits genannt habe, rufe aber all jene auf, die in den vergangenen zwölf Monaten ihr Leben gelassen haben.

Leutnant Alexander Janelt,
Sanitätsregiment 32, Weißenfels, am 11. Februar 2009 an den Folgen seines Einsatzes in Mazar-e Sharif, Afghanistan, verstorben;

Hauptgefreiter Conrad Hötzel,
4. Kompanie, Panzergrenadierbataillon 371, Bad Marienberg, am 14. März 2009 ums Leben gekommen bei einem Unfall in Feyzabad, Afghanistan;

Hauptgefreiter Sergej Motz,
2. Kompanie, Jägerbataillon 292, Donaueschingen, am 29. April 2009 gefallen bei Kunduz, Afghanistan;

Flieger Daniel Stiehle,
6. Kompanie, Logistikbataillon 471, Dornstadt, am 18. Mai 2009 verstorben bei Bollingen;

Hauptgefreiter Alexander Schleiernick,
1. Kompanie, Fallschirmjägerbataillon 263, Zweibrücken, am 23. Juni 2009 gefallen bei Kunduz, Afghanistan;

Hauptgefreiter Oleg Meiling,
3. Kompanie, Panzergrenadierbataillon 391, Bad Salzungen, am 23. Juni 2009 gefallen bei Kunduz, Afghanistan;

Obergefreiter Martin Brunn,
2. Kompanie, Panzergrenadierbataillon 391, Bad Salzungen, am 23. Juni 2009 gefallen bei Kunduz, Afghanistan;

Hauptgefreiter Eugen Michaelis,
2. Kompanie, Führungsunterstützungsbataillon 293, Murnau, am 23. September 2009 ums Leben gekommen bei einem Unfall in Spatzenhausen;

und Stabsgefreiter Patric Sauer,
4. Kompanie, Fallschirmjägerbataillon 263, Zweibrücken, am 4. Oktober 2009 seinen schweren Verwundungen erlegen, die er bei einem Anschlag am 6. August 2008 bei Kunduz erlitten hatte.

Sie alle haben ihren Dienst für die Bundesrepublik Deutschland mit ihrem Leben bezahlt. Ich verneige mich in Dankbarkeit und Anerkennung vor ihnen und allen, die wir heute in Gedanken und im Gebet ehren. Wir werden sie nicht vergessen.

Wir werden sie nicht vergessen”.

zur vollständigen Rede von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg

Bw-GuttenbergSchneiderhan Volkstrauertag2009

(Textauszüge, Bilderquelle, Grafik: Bundespräsident.de, BMVg.de)

“Was wir den Toten schuldig sind”

Dienstag, 8. September 2009

Bw-Einweihung Ehrenmal

Die Inschrift des Ehrenmals der Bundeswehr am BMVg-Dienstsitz in Berlin am Bendlerblock in der Stauffenbergstraße lautet:
“Den Toten unserer Bundeswehr. Für Frieden, Recht und Freiheit”

Ansprache von Bundespräsident Horst Köhler zur Einweihung des Ehrenmals der Bundeswehr:

Die Nachrichten und Bilder aus Afghanistan bedrängen uns. Wir sehen, welche Tragödien dieser Konflikt mit sich bringt. Wir trauern um jeden Menschen, der in Afghanistan unschuldig zu Tode kommt. Wir machen uns bewusst, wie viel Verantwortung es bedeutet, mit welchen Gefahren der Einsatz der Bundeswehr für die Soldaten verbunden ist.

Am 23. Juni dieses Jahres wurden deutsche Soldaten bei Kunduz von Aufständischen angegriffen. Drei Bundeswehrsoldaten, junge Männer zwischen 21 und 23 Jahren, sind bei dem Gefecht gefallen. Sie waren Söhne, Brüder, Enkel, Freunde, Partner und Kameraden. Sie fehlen. Genauso wie 78 weitere Bundeswehrangehörige, die bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommen sind; genauso wie über 3.100 Männer und Frauen, Soldaten und Zivilbeschäftigte, die seit Gründung der Bundeswehr im Dienst für unser Land ihr Leben verloren haben – im Kampf, bei Anschlägen, durch Unfälle, bei Übungen und Flugzeugabstürzen.

Wir weihen heute das Ehrenmal der Bundeswehr ein. Es erinnert uns an jede und jeden von ihnen.

Unsere Gesellschaft tut sich schwer mit dem Gedanken an den Tod. Sie tut sich auch schwer mit Begriffen wie “Dienen” und “Hingabe”. Sie tut sich schwer mit der Vorstellung, Opfer zu bringen oder anderen für ihr Opfer zu danken. Darum mutet dieses Denkmal uns etwas zu. Es mutet uns zu, über den Tod nachzudenken und darüber, welchen Preis wir zu zahlen bereit sind für ein Leben in Freiheit und Sicherheit. Es mutet uns zu, ehrlich zu sein. Es mutet den politisch Verantwortlichen zu, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass ihre Entscheidungen Menschenleben kosten können. Und es mutet uns allen die Einsicht zu, dass der “Staatsbürger in Uniform” kein abstraktes Konzept ist, sondern dass unsere Soldatinnen und Soldaten unsere eigenen Söhne, Töchter, Partner und Freunde sind.

Sie stehen mit Leib und Leben für unser aller Sicherheit und für unsere Werte ein. Dafür haben sie unseren Dank und unsere Solidarität verdient. Und alle, die in diesem Dienst ums Leben gekommen sind, haben es verdient, dass wir ihnen ein ehrendes Gedenken bewahren; dass wir uns erinnern, wer sie waren und wofür sie gestorben sind.

Wir sind uns bewusst, dass der Soldatentod in der Vergangenheit oft propagandistisch missbraucht und überhöht wurde – gerade in Deutschland. Das Ehrenmal der Bundeswehr jedoch treibt keine falsche Heldenverehrung, es dient keinem Opferkult und es verherrlicht keinen Krieg. An diesem Ort wird nichts verklärt. Es ist ein Ort der Trauer, und es ist ein entschiedener Appell dazu, nichts zu verschweigen oder schönzureden, was mit dem Dienst und mit dem Opfer der Frauen und Männer zu tun hat, an die hier erinnert wird.

Das sind wir den Toten schuldig und auch ihren Angehörigen. Angehörigen, die oft nur schwer fassen können, was geschehen ist; Angehörigen, die mit Gott, dem Schicksal, mit der Politik hadern und die auf ihre Fragen keine Antwort finden. Dieses Ehrenmal deckt die Fragen, die Verzweiflung und die Sprachlosigkeit nicht zu. Ich bin bewegt und dankbar, dass einige Hinterbliebene heute unter uns sind. Ich verneige mich vor Ihnen.

In freiheitlichen Demokratien wie der unseren kommt es auf jede und jeden Einzelnen an. Jede und jeder ist und bleibt unersetzlich. Das Ehrenmal nennt die Namen aller, die im Dienst ihr Leben verloren haben. Es ist eine lange Reihe von Namen. Wir alle wünschen uns, dass diese Liste nicht länger wird. Wir wünschen uns eine Welt ohne Kriege und Waffen, eine Welt, die ohne Gedenkstätten für getötete Soldaten auskommt. Aber es gibt Risiken und Bedrohungen, auf die wir reagieren und vor denen wir unser Land schützen müssen. Es gibt humanitäre Katastrophen, die unser Eingreifen verlangen – um der Menschlichkeit und unserer eigenen Glaubwürdigkeit willen.

Wir können uns die Welt nicht aussuchen, in der wir leben. Aber wir können versuchen, sie besser und sicherer zu machen. Unsere Freiheit und Sicherheit verlangen Einsatz – von uns genauso wie von den vielen Nationen, die unsere Werte teilen. Das ist der Grund, warum es in unserem Land eine Armee gibt. Das ist der Grund, warum wir Soldaten, Polizisten und zivile Aufbauhelfer in gefahrvolle Auslandseinsätze schicken. Und es ist ein Grund, warum junge Menschen bereit sind, unserem Land als Soldatinnen und Soldaten zu dienen.

Die Bundeswehrangehörigen nehmen eine Pflicht auf sich, die unserem ganzen Volke dient. Dessen Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen, wie alle Angehörigen der Bundeswehr versprechen, das klingt zunächst abstrakt. Aber gerade im zwanzigsten Jahr der Friedlichen Revolution in der DDR sollten wir uns vor Augen halten, wie schon in den Zeiten des Kalten Krieges Wachsamkeit der Preis der Freiheit war. Wir sollten uns vor Augen halten, dass auch die friedfertige Verteidigungsbereitschaft unseres Landes und seiner Verbündeten dazu beigetragen hat, den Eisernen Vorhang zu überwinden. Auch nach seinem Fall sind Armut, Ungerechtigkeit und Not nicht aus der Welt verschwunden. Es gibt neue, weltweite Gefahren für unser Recht und unsere Freiheit. Der internationale Terrorismus bedroht unser friedliches Zusammenleben mit mörderischem Hass; viele bewaffnete Konflikte senden Flüchtlinge und Unsicherheit bis zu uns. Wir Deutsche haben aus unserer Geschichte auch die Lehre gezogen, dass die Menschenrechte uns zum Handeln verpflichten. Darum ist beides wichtig: unsere Bereitschaft, völkerrechtliche Mandate für Militäreinsätze mitzuprägen, und unsere Bereitschaft, solche Einsätze dann auch mit Soldaten zu unterstützen, soweit uns das möglich ist.

Das alles hat in den vergangenen Jahren den Auftrag und den Alltag der Bundeswehr tiefgreifend verändert. Unsere Bundeswehr ist zu einer Armee im Einsatz geworden, zu einer Armee im Kampf. Wie gefährlich diese Aufgabe ist, wie schwer die Entscheidungen sind, die das dem Einzelnen abverlangt, das zeigen die jüngsten Nachrichten aus Afghanistan. Und so sehr wir erwarten, dass die Ereignisse der vergangenen Woche aufgeklärt werden, so sehr wenden wir uns auch gegen Vorverurteilungen.

Unsere Soldatinnen und Soldaten, die im Einsatz ihr Leben verloren, sind nicht als Eroberer oder Besatzer gestorben, sondern um Hilfe, Schutz und Wiederaufbau zu ermöglichen. Ihre Kameradinnen und Kameraden zweifeln nicht an der Zielsetzung ihres Auftrags. Aber sie zweifeln manchmal daran, ob ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Heimat die Bedeutung dieses Auftrags und den Wert des persönlichen Einsatzes unserer Soldatinnen und Soldaten kennen und anerkennen.

Das Ehrenmal gibt keine Antwort auf diese Frage. Die Antwort sollten wir alle geben, indem wir uns den Angehörigen der Bundeswehr und ihren Familien zuwenden, indem wir Anteil nehmen an ihren Leistungen, an ihren Sorgen und an dem, was sie aufbringen, um uns und unser Land zu schützen.

Das schließt eine kritische Sicht auf die Einsätze der Bundeswehr ein. Helmut Schmidt hat den Soldatinnen und Soldaten voller Zuversicht versprochen: “Ihr werdet nicht missbraucht!” Wir können darauf vertrauen, dass der Deutsche Bundestag darüber wacht. Und je mehr Anteil die Öffentlichkeit daran nimmt, welchen Einsätzen der Bundeswehr das Parlament zustimmt, wie sie dafür ausgerüstet ist und welche Ziele und Fristen ihr dabei gesetzt sind, desto besser. Ich wünsche mir darüber eine öffentliche Debatte, die aber zugleich geprägt ist von Anteilnahme und Respekt, von Sorge und Anerkennung für die Bundeswehr und ihren Dienst. Dieser Verantwortung dürfen wir uns nicht entziehen.

Das Ehrenmal erinnert uns daran. Es erinnert uns daran, dass unsere Bundeswehr unverrückbarer Teil der guten demokratischen Entwicklung unseres Landes ist und dass unsere Soldatinnen und Soldaten Menschen aus unserer Mitte sind, die für uns alle einstehen.

Für Sie, liebe Soldatinnen und Soldaten, wünsche ich mir, dass dies ein Ort der Erinnerung an gute Kameraden wird, ein Ort, an dem der Sinn und der Ernst Ihres Dienstes zum Ausdruck kommt, und ein Ort, an dem deutlich wird: Die Menschen in Deutschland stehen zu ihrer Bundeswehr.

Herr Minister Jung, ich danke Ihnen dafür, dass Sie die Initiative zur Errichtung dieses Ehrenmales ergriffen haben.

Das Ehrenmal der Bundeswehr ist eine Stätte der Trauer und des Gedenkens.

Es ist eine Stätte des Dankes und der Erinnerung an diejenigen, die im Dienst für unser Land ihr Leben gegeben haben.

Es steht für die Werte, auf die unser Land und die Bundeswehr gegründet sind.

Es ist ein Zeichen der Anerkennung für den Dienst unserer Soldatinnen und Soldaten.

Es ist ein Ort, an dem sich hoffentlich die Bürgerinnen und Bürger begegnen – in Uniform und in Zivil.

Es ist gut, dass wir diesen Ort jetzt haben.

zum Artikel “Ehrenmal der Bundeswehr eingeweiht” bei BMVg.de

(Textquelle: Bundespräsident.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de)

Memorial Day und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Video)

Montag, 25. Mai 2009

bw-memorialday

“Thank you, Admiral Mullen, for that generous introduction and for your sterling service to our country. To members of our armed forces, to our veterans, to honored guests, and families of the fallen — I am deeply honored to be with you on Memorial Day.”

bw-obama-memorialday-moment

zur vollständigen Rede von U.S. Präsident Barack Obama am Memorial Day (Gedenktag für die Gefallenen) Arlington National-Friedhof in Arlington/Virginia nahe Washington D.C. am Grabmal des unbekannten Soldaten. Der Nationalfriedhof Arlington ist einer der 139 Nationalen Friedhöfe in den Vereinigten Staaten.  Der Arlington National Cemetery ist südlich der Bundeshauptstadt Washington D. C. gelegen, durch den Potomac River getrennt von Washington. Im Süden grenzt er an das Gelände des U.S. Department of Defence, dem Pentagon.

Der National-Friedhof ist ausschließlich ehemaligen Militärangehörigen und deren Familienangehörigen vorbehalten. 1864 während des Amerikanischen Bürgerkrieges wurde die Begrännisstätte errichtet. Jährlich finden dort knapp 5.400 Beerdigungen statt. Mit über 260.000 Beisetzungen seit seinem Bestehen ist der Nationalfriedhof in Arlington nach dem Calverton Nationalfriedhof in New York der zweitgrößte Friedhof der USA. Das rund 252 ha große Areal wird wie der United States Soldiers’ and Airmens’ Home National Cemetery in Washington D.C. vom Heeresministerium verwaltet, während die meisten anderen Nationalfriedhöfe vom Kriegsveteranen-Ministerium und vom National Park Service betreut werden. Auf dem Heldenfriedhof Arlignton in den USA wurden bisher drei Staatsbegräbnisse abgehalten, für die verstorbenen Präsidenten William Howard Taft (1930) und John F. Kennedy (1963) sowie für den General John J. Pershing (1948) auch Robert F. Kennedy (1968) ist dort beigesetzt.
In Deutschland ist der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. die Institution, die sich im In- und Ausland von Ägypten bis Usbekistan mit Soldatenfriedhöfen befasst. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation, er besteht seit dem Jahr 1919. Er widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

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Deutsche Kriegsgräber aus beiden Weltkriegen gibt es in fast 100 Ländern der Erde. bw-kriegfamilieDer Volksbund Deutsche Kriegsgräber unterhält 836 Kriegsgräberstätten unterschiedlicher Form (Gräberfeld – Kriegsgräber innerhalb eines Gemeinde-Friedhofes oder innerhalb eines Soldaten-Friedhofes einer anderen Nation; Friedhof mit Erdbestattung; Gruftanlage; Internationale Anlagen; Kriegsgefangenen-Friedhof) in 44 Staaten. Momentan sind 3042 Kriegsgräberstätten in 59 Ländern in dessen System erfasst.
In der Online-Gräbersuche des Volksbundes kann nach dem Verbleib bzw. der Grabstätte Ihres Angehörigen geforscht werden.
Über 4,4 Mio. Verlustmeldungen sind derzeit abrufbar. Die Datenbank wird laufend ergänzt.

Getreu dem Leitmotiv seiner Arbeit “Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden” leistet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. damit einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und Aussöhnung der kriegsteilnehmenden Völker.

(Bilderquelle, Textauszüge: White House.gov; Volksbund Deutsche Kriegsgräber e.V.de)

Hintergrundinformationen:
Arlington National Cemetery.org
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Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.de

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