Archiv für die Kategorie 'Bund & more'

Online-Sucht: 2,5 Millionen Deutsche sind “problematische Internetnutzer”, 560.000 sind “internetsüchtig” (Video)

Montag, 26. September 2011

Etwa 560.000 Menschn zwischen 14 und 64 Jahren leiden in Deutschland an einer Internet-Sucht. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmanns MdB (FDP) vorgestellt hat. 2,5 Millionen Deutsche werden demnach als “problematische Internetnutzer” eingestuft.

Die Süchtigen können der Studie zufolge ihre Online-Zeit nicht mehr kontrollieren. Sie leiden unter Entzugserscheinungen und verachlässigen ihr Sozial-Leben. Die Zahlen basieren auf einer vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Studie “Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA I)” der Universitäten Lübeck und Greifswald.

Dazu erklärt die Drogenbeauftragte: “Wir brauchen zielgenaue Präventionsarbeit und gute und effektive Beratungs- und Behandlungsangebote besonders für die junge Altersgruppe. Die Computerspiel- und Internetsucht wird im nächsten Jahr ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein: Ich werde mich der Frage widmen, wie die Behandlung von Computerspiel- und Internetsüchtigen weiter verbessert werden kann, indem z. B. standardisierte Diagnose- und Behandlungsleitlinien entwickelt werden. Ich möchte zusammen mit Experten klären, ob und wie die Sucht-gefährdung in die Altersbewertung von Computerspielen aufgenommen werden kann. Besonders suchtgefährdende Spiele sollten anhand von klaren Kriterien ermittelt werden und eine höhere Altersbewertung erhalten.”

Internetabhängigkeit wird in der Studie unter anderem durch eine Reihe von Merkmalen bestimmt. Internetsüchtige leben fast nur noch in der virtuellen Welt des Internets. Die Betroffenen verlieren die Kontrolle darüber, wie viel Zeit sie im Internet verbringen, sie leiden unter Entzugserscheinungen wie Missstimmung, Angst, Reizbarkeit oder Langeweile, wenn sie nicht online sind. Abhängige nutzen das Internet, um schlechten Gefühlszuständen zu entrinnen und nehmen dabei auch negative Konsequenzen in Kauf. Sie gehen nicht mehr zur Arbeit oder zur Schule, vernachlässigen soziale Kontakte und verwahrlosen teilweise sogar körperlich. Wenn mehrere von diesen Kriterien gleichzeitig vorliegen, spricht man von einer Internetabhängigkeit.

Auffällig ist, dass in der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen deutlich mehr Mädchen (4,9 %) als Jungen (3,1 %) internetabhängig sind. Die auffälligen Mädchen nutzen vorwiegend soziale Netzwerke im Internet (77,1 % der Abhängigen) und eher selten Onlinespiele (7,2 %). Die jungen Männer nutzen seltener soziale Netzwerke (64,8 %) und häufiger Onlinespiele (33,6 %). “Wir vermuten, dass Mädchen und junge Frauen besonders empfänglich sind für die Bestätigungen, die man in sozialen Netzwerken findet, und dadurch auch eher eine Abhängigkeit entwickeln können”, erklärt Privatdozent Dr. Hans-Jürgen Rumpf von der Universität Lübeck. “Das genaue Ausmaß dieser Störungen können wir aber erst in vertiefenden Befragungen untersuchen.”

Die Broschüre “Online sein mit Maß und Spaß” der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist unter : http://www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung/ abrufbar.

Dazu das Video: Fluch und Segen – wenn das Internet zur Sucht wird | Politik direkt

[Textquelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung.de;
Bilderquelle: U.S. Army.mil, Computer-Vergleichsfotos: NCO Academy Teaches Leadership in Virtual Environment -Soldiers attending the 7th Army's NCO Academy learn leadership skills during simulated missions at the Joint Multinational Training Command in Grafenwoehr, Germany;
Army National Guard Sgt. Rebecca Pilmore talks to her team as driver Pfc. Lucas Graham (right) maneuvers through simulated convoy training Aug. 9. In the back of the “Humvee” are Spc. John Maddox, Pfc. Edward Seddon, and Staff Sgt. Jason Keirn (far back). The simulator allows the soldiers to talk back and forth while watching their progress on computer screens embedded in their goggles. Photo by Fred W. Baker III;
Videoquelle: Deutsche Welle.de, das Internet ist für viele junge Menschen DAS Kommunikationsmedium geworden. Doch einige macht es auch krank. Schätzungsweise rund eine halbe Million Menschen in Deutschland sind süchtig nach Chats, Sex-Websites oder Computerspielen. Das beunruhigt auch die Suchtexpertin der Regierung und den Gesundheitsminister. Eine Untersuchung beschreibt nun, wie schlimm Internetsucht ist.]



Der Papst spricht weise und beschämt seine Kritiker

Donnerstag, 22. September 2011

Dummheit und Klugheit sind im Bundestag gemäß der Gaußschen Normalverteilung vertreten. Gestern jedoch blieb die Dummheit vor der Tür des Reichstags, die Klugheit dagegen stand am Rednerpult oder saß davor. Vor dem Reichstag demonstrierten einige Abgeordnete der SPD, der Grünen und der “Linken”. Im Reichstag dagegen erlebte die Mehrheit der Parlamentarier einen seine Worte wägenden, Zeichen der Hoffnung sendenden Papst. Jeder im Plenarsaal war sich der Einzigartigkeit des Moments bewusst. Einen deutschen Papst im deutschen Parlament werden wir nicht noch einmal erleben. Benedikt enttäuschte jene, die laut und oft ahnungslos Revolutionen in der Weltkirche – ob bei Zölibat oder Ökumene – fordern. Der Gelehrte auf dem Heiligen Stuhl hielt vielmehr eine Vorlesung, die es in sich hatte: ein intellektuelles und dennoch flammendes Plädoyer gegen zeitgeistigen Individualismus. Bundespräsident Christian Wulff, lange im Amt blass geblieben, erreichte zuvor ebenfalls hohes Niveau. Der mit einer Protestantin wiederverheiratete Katholik mahnte die Tugend der Barmherzigkeit für jene, deren Lebensentwürfe scheiterten, dort an, wo in der offiziellen Lehre noch Hartherzigkeit, in vielen Gemeinden aber längst Lebensnähe regiert. Dieser erste Tag des Papst-Besuches versprach einiges für die Tage, die noch vor uns liegen. (Zitatende)

Kommentiert die “Rheinische Post” aus Düsseldorf in seiner morgigen Ausgabe.
Die “Schwäbische Zeitung” aus Leutkirch kommentiert in ihrem Leitartikel:

Benedikt beschämt seine Kritiker

Jeder blamiert sich so gut er kann. Das Trauerspiel um die Papstrede im Bundestag entlarvt demokratische Defizite bei den Abgeordneten, die einem der wichtigsten Männer dieser Erde nicht zuhören wollten und ihm damit die Ehre verweigerten, die Gästen zukommt.

Der Heilige Vater hat die Verweigerer mit seiner Rede zusätzlich blamiert. Was er zu sagen hat, sollten Demokraten jeglicher Couleur unterschreiben können. Das wiedervereinigte Deutschland ist ein in Glaubensfragen neutraler Staat. Das bedeutet auch die Verpflichtung zum Respekt vor Überzeugungen, die nicht die eigenen sind. Gegen dieses Respektsgebot und gegen das parlamentarische Selbstverständnis, andere Meinungen zu ertragen, verstoßen jene, die Andersdenkenden nicht nur nicht zuhören wollen, sondern diese Verweigerung obendrein zu einer höchst zweifelhaften Selbstdarstellung nützen.

Nachdem der Papst gesprochen hat, müssen sich die Verweigerer fragen lassen, was ihren Boykott rechtfertigt? Sein Aufruf zum respektvollen Umgang mit Gottes Natur? Die Mahnung, das Materielle nicht zum Maßstab für den Wert der Menschen zu machen? Nichts von dem, was Benedikt fordert, ist geeignet, unter Demokraten Ablehnung zu provozieren. Zumindest, so lange gilt, dass die Meinungsfreiheit zu den hohen Gütern des Gemeinwesens zählt. Wie das Zuhören, das den tragfähigen Konsens erst möglich macht.

Der simple Satz, dass Religion Privatsache sei, hilft da nicht weiter: Die vermeintliche Privatsache gehört zu den Grundlagen der Republik, unabhängig von der Gottgläubigkeit. Wer Religion derart abwerten will, verweigert nicht nur jenen Staatsbürgern den Dialog, denen ihr Glauben wichtig ist, sondern auch denen, die Toleranz als hohes Gut empfinden. Dieses Gut zu achten, fiel auch der Kirche nicht immer leicht. Aber der Papst hat im Bundestag bewiesen, dass er da keine Nachhilfe braucht. Im Gegensatz zu jenen Kritikern, die ihm nicht einmal zuhören wollten und ihr Unbehagen allzu sehr auf Fragen des Unterleibs reduzieren. (Ziatende)

Soldatenglück.de berichtete heute: Papst Benedikt XVI. in Deutschland: Papa´s coming home (Videos) mit einem Video der vollständigen Rede im Deutschen Bundestag.
Hier das Programm der Apostolischen Reise nach Deutschland vom 22.-25. September 2011.

(Textquellen kursiv: Rheinische Post.de, Schwäbische Zeitung.de;
Grafikquelle: Vatikan.va, Wappen und Siegel von Papst Benedikt XVI.)

Papst Benedikt XVI. in Deutschland: Papa´s coming home (Videos)

Donnerstag, 22. September 2011

“Politik muss Mühen um Gerechtigkeit sein”

Papst Benedikt wurde in einer Alitalia-Maschine am Himmel über deutschem Territorium zuerst von der Bundeswehr begrüßt, eine Eskorte von Eurofightern der Luftwaffe begleitete das päpstliche Flugzeug durch den deutschen Luftraum bis zum Flughafen Berlin-Tegel Militärischer Teil. In der Luft gab der Papst den mitreisenden Medienvertretern Auskunft und betonte seine kulturelle und emotionale Verbundenheit in sein Heimatland Deutschland (Video unten).
Soldaten des Wachbataillons schossen nach der Landung als protokollarische Begrüßung des Vatikan-Staatsoberhaupts 21 Salutschüssen. Es ist die 21. internationale Auslandsreise des Bischofs von Rom und Oberhauptes der katholischen Kirche, die dritte nach Deutschland, aber die erste in die Hauptstadt Berlin. Bundespräsident Wulff, Bundeskanzlerin Merkel und das Bundeskabinett begrüßten das Staatsoberhaupt des Vatikanstaates und das kirchliche Oberhaupt von einer Milliarde katholischer Christen.

Nach der offiziellen Begrüßungszeremonie im Bundespräsidialamt Schloss Bellevue mit der Ehrenformation des Wachbataillons und Stabsmusikkorps sowie Gesprächen mit dem deutschen Staatsoberhaupt und der Bundeskanzlerin redete der Papst auf Einladung des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert mit Zustimmung aller Fraktionen im deutschen Parlament vor der Mehrheit der Bundestagsabgeordneten vor vollem Plenum mit konzentrierten Zuhörern.
“Politik muss Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen”, sagte Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag. Kritisch setzte sich der Papst in seiner Ansprache mit der Herrschaft der positivistischen Weltsicht auseinander und regte zu einer öffentlichen Diskussion darüber an, die größtenteils akademische Rede des Gelehrten Joseph Ratzinger mit Stichworten wie Natur und Ökologie beinhaltete viel Freude, Selbstironie, mahnende Worte und es wurde auch gelacht mit dem Pontifex Maximus und applaudiert. Die Abgeordneten bedachten die Rede am Schluß mit lang anhaltendem Beifall im Stehen. Unterdessen demonstrierten Kritiker gegen den Papst-Besuch und gegen die Haltung der katholischen Kirche zu verschiedenen Fragen des Lebens.
Der Deutschlandbesuch vom 22.-25. September 2011 wird den Papst nach einem abendlichen Gottesdienst im Olympiastadion Berlin mit 61.000 Teilnehmer/innen morgen weiter nach Erfurt und dann nach Freiburg/Breisgau führen. Am Samstag wird der Papst im Freiburger Priesterseminar auch mit Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl zusammentreffen, am Sonntag Richter des Bundesverfassungsgerichtes treffen.

Die Rede des deutschen Papstes Benedikt XVI. im Deutschen Bundestag:

Soldatenglück.de berichtete: Katholische (Militär)Seelsorge: Papst Benedikt XVI. hat ab heute eigenen Video-Blog bei YouTube (Video)

(Bildquelle: Vatinkanstaat.va;
Videoquelle: Deutscher Bundestag.de; via YouTube)

Hintergrundinformationen: Radio Vatikan.va, Vatinkanstaat.vaMilitärseelsorge.Bundeswehr.de

Volkslied-Sicherheit bei der Bundeswehr (Videos)

Donnerstag, 22. September 2011

Der MDR sucht das schönste deutsche Volkslied. MDR-Figaro-Moderator Thomas Bille hörte sich bei der Bundeswehr nach deren Textsicherheit um.

Volks- und Marschlied:
Oh du schöner Westerwald

Heute wollen wir marschier’n
Einen neuen Marsch probier’n
|:In dem schönen Westerwald
Ja da pfeift der Wind so kalt:|

Refrain:
Oh, Du schöner Westerwald
Über Deine Höhen pfeift der Wind so kalt
Jedoch der kleinste Sonnenschein
Dringt tief ins Herz hinein

Und die Gretel und der Hans
Gehn des Sonntags gern zum Tanz
|:Weil das Tanzen Freude macht
Und das Herz im Leibe lacht:|

Refrain:
Oh, Du schöner Westerwald
Über Deine Höhen pfeift der Wind so kalt
Jedoch der kleinste Sonnenschein
Dringt tief ins Herz hinein

Ist das Tanzen dann vorbei
Gibt es meistens Keilerei
|:Und den Bursch den das nicht freut
Ja, man sagt der hat kein Schneid:|

Refrain:
Oh, Du schöner Westerwald
Über Deine Höhen pfeift der Wind so kalt
Jedoch der kleinste Sonnenschein
Dringt tief ins Herz hinein

(Videoquelle: MDR vom 21.09.2011 “Dabei ab zwei”;
Bildquelle: Bundeswehr.de, SKB-Artikel: Nijmegen-Marsch, Am Ziel!)

Verteidigungsminister de Maiziere: “Es spricht viel dafür”, dass Amtsnachfolger Kanzlerin Merkel “nicht von der Union kommt”

Sonntag, 11. September 2011

Im Umfeld Merkels werde sehr offen diskutiert

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), geht davon aus, dass nach einem Ende der Kanzlerschaft von CDU-Chefin Angela Merkel andere politische Kräfte den Regierungschef in der Bundesrepublik stellen werden. In einem Video-Interview mit der in der Verlagsgruppe Madsack erscheinenden “Leipziger Volkszeitung (Montag-Ausgabe) sagte de Maizière: “Es spricht viel dafür, dass, wer nach Angela Merkel in vielen Jahren Kanzler wird, nicht von der Union kommt.” Dass er zur Gruppe der in Frage kommenden CDU-Kanzlerkandidaten für die Zeit danach gehören werde, nannte der CDU-Politiker eine Feststellung, die “völlig abwegig” sei.

Angesprochen auf einen denkbaren SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück in der nächsten Wahl meinte de Maizière, der in der großen Koalition mit dem Sozialdemokraten der gleichen Regierung angehört hatte: “Ich halte viel von Peer Steinbrück. Wir schätzen uns gegenseitig. Wir kennen unsere Stärken und Schwächen. Im Verhältnis zu seiner Partei hatte er es immer schwer”, sagte de Maizière. “Ob ich ihm raten soll, das mit der Kanzlerkandidatur zu machen, würde ich ihm aber direkt sagen.”

Der Verteidigungsminister zeigte sich eher verwundert über seine sehr hohen Sympathiewerte bei Umfragen. “Mich wundert das eher. Wahr ist, dass diejenigen, die ruhig arbeiten, im Moment in den Umfragen höher stehen, als die, die laut und viel reden. Und das ist ja vielleicht für die politische Kultur des Landes nicht schlecht.”

Angesprochen auf sein Arbeitsverhältnis zur Bundeskanzlerin meinte de Maizière: “Selbstverständlich kann ich die Wahrheit sagen. Sie sagt mir auch die Wahrheit.” Aus seiner persönlichen Erfahrung, auch als früherer Kanzleramtsminister, könne er “ganz hart dementieren”, dass es im engsten Umfeld von Angela Merkel ein Klima gebe, in der nicht die Wahrheit gesprochen werde. Er wisse: “Es gilt der Grundsatz: Vertrauen gegen Loyalität, Offenheit gegen Verschwiegenheit. Und deswegen wird da ganz viel offen diskutiert. Und das ist auch gut so. Und gut ist auch, dass das nicht öffentlich stattfindet.” (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” vorab.

[Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: Ernennung de Maizière zum BM - Bundespräsident Christian Wulff ernennt am 03.03.2011 im Berliner Schloss Belvue Thomas de Maizière zum Bundesminister der Verteidigung. Zuvor wurde Karl-Theodor zu Guttenberg aus seinem Amt als Verteidigungsminister entlassen. Im Bild: (v.l.n.r.) Bundeskanzlerin Dr.Angela Merkel, Bundespräsident Christian Wulff, Dr.Thomas de Maizière, Hans-Peter Friedrich (Bundesminister des Innern), Karl-Theodor zu Guttenberg. Foto vom: 03.03.2011]



9/11: Solidarität mit US-Feuerwehren lebt weiter

Freitag, 9. September 2011

Ausbildungsfonds unterstützt Kinder von New Yorker Einsatzkräften

John Francis Dermody (22, r.) ist einer der Stipendiaten des Fonds. Sein …Berlin (ots) – Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September trägt die Solidaritätsaktion der deutschen Feuerwehren in New York weiter Früchte: Sieben junge Frauen und ein junger Mann werden aktuell aus einem Fonds unterstützt, der den Kindern von New Yorker Feuerwehrleuten Stipendien für das Studium gewährt. “Diese Kameradschaftshilfe ist Herzenssache für uns”, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Mehr als eine Million Euro hatten die deutschen Feuerwehren nach den verheerenden Terroranschlägen über die DFV-Stiftung “Hilfe für Helfer” für die Familien der 343 getöteten Feuerwehrmänner gesammelt. Weitere 230.000 Euro flossen in das “City of Berlin Scholarship” der Checkpoint Charlie Stiftung in Berlin. Dieser Fonds trägt Studiengebühren für Kinder von Feuerwehrleuten, die beim Einsatz in den Trümmern des zerstörten World Trade Centers schwer erkrankten und berufsunfähig wurden.

Die acht Studentinnen und Studenten im Alter von 20 bis 22 Jahren haben zum Teil deutsche Vorfahren. Einige engagieren sich ehrenamtlich, etwa für Schulkinder, als Rettungsschwimmerin, im Sportverein oder im Krankenhaus. Die Stipendiaten wollen zum Beispiel Lehrer, Logopädin oder Ärztin werden. Zwei Männer und eine Frau haben ihre Ausbildung außerdem bereits abgeschlossen.

“Dieses Programm ist auch etwas Besonderes, weil es in den sehr traditionellen New Yorker Feuerwehrfamilien Anstöße für die bessere Bildung der Töchter und die Hinwendung zu akademischen Ausbildungen gegeben hat. Die Unterstützung aus Deutschland wird als kontinuierlicher Beistand und als gelebte Hilfe viel stärker wahrgenommen als etwa die staatliche Versorgung der 9/11-Opfer in den Feuerwehren”, sagt Dr. Andrea Mehrländer, Geschäftsführerin der Checkpoint Charlie Stiftung.

“Einige der jungen Menschen waren schon bei Feuerwehren in Deutschland zu Gast. Sie haben sich herzlich für unser Mitgefühl bedankt und für die Kraft und Hoffnung, die ihnen unsere Hilfe gibt. Das hat mich tief bewegt”, sagt Feuerwehr-Präsident Kröger.

Gedenkveranstaltungen und Feuerwehr-Partnerschaften

Bereits am vergangenen Wochenende hat im Rahmen eines Feuerwehr-Wettbewerbes eine Gedenkstunde am Ehrenhain bei Cottbus für die Opfer des 11. Septembers stattgefunden. Weitere regionale und örtliche Veranstaltungen der Feuerwehren stehen an. Auch gegenseitige Besuche mit amerikanischen Kollegen und Familien gehören dazu. Am Jahrestag der Anschläge wird DFV-Vizepräsident Dr. h. c. Ralf Ackermann übermorgen an einer Gedenkveranstaltung mit amerikanischen Feuerwehrleuten in Freiburg im Breisgau teilnehmen.

Nach den Anschlägen waren Partnerschaften und Solidaritätsaktionen unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein ins Leben gerufen worden.

DFV-Präsident Kröger sagt: “Das Opfer, das unsere New Yorker Kameraden am 11. September 2001 erbracht haben, ist beispiellos in der Geschichte. Wir werden der Toten immer mit höchstem Respekt gedenken.”

[Text-, Bild-, Grafikquelle: Deutscher Feuerwehrverband e. V. (DFV).de, John Francis Dermody (22, r.) ist einer der Stipendiaten des Fonds. Sein Vater Kevin (l.) erlitt beim Einsatz am Ground Zero schwere Lungenschäden und musste den Dienst quittieren (Foto von 2006 in Berlin). Foto: Sönke Jacobs/DFV]

2×16 Bars für Afghanistan – Soldatentribut (Video)

Freitag, 9. September 2011

“Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen”

“Dies ist mein Beitrag zum Thema Afghanistan. Viele gute Soldaten mussten dort sterben, viele gute Soldaten kommen nach Hause und sind ganz anders, da die Ereignisse sie verändern und an der Seele nagen …”, schreibt der 20-jährige Philipp aus Hamburg.
Der Beat stimmt von dem Künstler “Carmabeats”.
Das Video beginnt mit dem Text: Nur die toten haben das Ende des Krieges gesehen. PLATO
Soldatenglück.de grüßt Phillip in die Hansestadt an Elbe und Alster und wünscht Zuversicht und Energie für einen guten Abi-Schulabschluß.

(Videoquelle: Via YouTube Kanal von TheMirrorofmySoul)

Major d.R. Georg Friedrich von Preussen hat in Potsdam geheiratet (Video)

Sonntag, 28. August 2011

Prinz Georg Friedrich von Preussen heiratete am 27. August 2011 Prinzessin Sophie von Isenburg in Potsdam, der Residenzstadt der alten Preussen. Das Ehepaar kennt sich seit der gemeinsamen Kindheit. Und der Prinz hat auch einige seiner Kameraden aus der gemeinsamen Bundeswehr-Zeit zur Hochzeit mit rund 700 Gästen eingeladen.

Nachfahre der Brandenburgischen Fürsten, Preussischen König und Deutschen Kaiser und Oberhaupt des Hauses Hohenzollern ist Prinz Georg Friedrich von Preussen, der als Staatsbürger in Uniform nach seinem Abitur am Glenalmond College in Aberdeen/Schottland seine Bundeswehr-Dienstzeit bei den Gebirgsjägern in Mittenwald, GebJgBrig 23 der 10. PzDiv, absolviert hat. Der Prinz blieb der Bundeswehr und der Löwen-Divison (mit den hohenzollerschen Farben schwarz und silber mit dem Stauffer-Löwen, Grafik rechts) treu und wurde nach verschiedenen Wehrübungen im Mai 2011 zum Major befördert. Seine Mobbeorderungsstelle ist ein Stabsoffiziersposten als S1 StOffz im Stab der 10. Panzerdivison in Sigmaringen/Baden-Württemberg.

Den Wehrübungen stellte sich der Gebirgsjäger und junge Reserveoffizier während seine universitären Ausbildung und dem Berufseinstieg immer wieder, er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Bergakademie in Freiberg in Sachsen. Während der Studienzeit absolvierte er auch diverse Praktika im In- und Ausland, wobei ein sechsmonatiger Aufenthalt als Werkstudent in Quito/Ecuador die Affinität zu Südamerika und zur spanischen Sprache vermittelten. Seit 2009 ist Georg Friedrich von Preussen für eine Unternehmensgruppe tätig, die sich auf die Verwertung von Innovationen aus dem Hochschul-Bereich spezialisiert hat.

Georg Friedrich Ferdinand Prinz von Preussen wurde am 10. Juni 1976 in Bremen geboren als Sohn der Eltern, Louis Ferdinand Oskar Christian Prinz von Preußen (Jahrgang 1944) und Donata Gräfin zu Castell-Rüdenhausen. Kurz nach Prinz Georg Friedrichs erstem Geburtstag starb sein Vater Louis Ferdinand jr. 2 Monate nach einem Manöver-Unfall im Mai 1977, den er bei einer Wehrübung als Bundeswehr-Offiziersanwärter erlitten hatte.

Sophie Prinzessin von Isenburg, geboren am 07. März 1978, ist in Hessen aufgewachsen, sie hat in Freiburg im Breisgau und Berlin Betriebswirtschaft studiert und arbeitet in einem Beratungsunternehmen für gemeinnützige Organisationen in Berlin.

Die Hochzeit am 26. August 2011 fällt in das Jubiläumsjahr 950 Jahre Haus Hohenzollern. Die frisch vermählten Eheleute leben gemeinsam in Berlin.

(Bild-, Grafikquelle, Textauszüge: Deutsches Heer.de; Preussen.de;
Viodequelle: rbb via via YouTube)

Die letzte Fahrt der ALEXANDER VON HUMBOLDT (Video)

Samstag, 6. August 2011

Sechsmal hat das inzwischen über 100 Jahre alte Schiff’Alexander von Humboldt’ den Atlantik überquert und mehr als 300.000 Seemeilen zurückgelegt. Dabei ist der Großsegler ganz nebenbei zum Aushängeschild einer deutschen Biermarke geworden. Da für die Stiftung die ständig steigenden Unterhaltungskosten für das Schiff nicht mehr zu tragen sind, soll es ab 2012 die “Alexander von Humboldt II” geben.

(Videoquelle: Deutsche Welle.de;
Bildquelle, Foto: https://www.gruene-segel.de/static/home2_de-1-page1.html, der Großsegler ”Alexander von Humboldt” unter grünen Segeln in See)

Hintergrundinformationen: Alexander von Humboldt – Deutsche Stiftung Sail Training Bremerhaven, Grüne Segel.de, Alex 2.de

Ex-Verteidigungsminister zu Guttenberg geht ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Donnerstag, 28. Juli 2011

In den USA ist der Doktorgrad der Ph.D

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg zieht mit seiner Ehefrau Stephanie, geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen,mit der er seit dem Jahr 2000 verheirat ist, und seinen beiden Töchtern in die USA. Dort hat er nach Informationen des ARD-Studios Washington D.C. bereits im US-Bundesstaat Connecticut (CT), dem Nachbarstaat von New York, an der Ostküste ein Haus für sich und seine Familie gekauft. Die renommierte Yale University hat in New Haven/CT am Atlantik ihren Sitz, sie wurde 1701 gegründet und ist in privater Trägerschaft. Der Senator für den Staat Connecticut ist der Demokrat Joe Lieberman.

Nach Informationen aus seinem Umfeld will Guttenberg ein Buch schreiben und Vorträge halten. Bereits nach seinem Rücktritt war über einen Wechsel Guttenbergs ins Auslad spekuliert worden. Soldatenglück.de berichtete am 10. Juni 2011: Karl-Theodor zu Guttenberg und Familie bereiten mehrjährigen Auslandseinsatz vor.

Der 39-jährige war im März 2011 nach einer politischen Karriere als Bundestagsabgeordneter der CSU, beliebter Bundeswirtschafts- und Bundesverteidigungsminister von allen politischen Ämtern zurück getreten, weil ihm sein Doktorgrad aberkannt wurde. Die Universität Bayreuth teilte mit, er habe in seiner Arbeit vorsätzlich getäuscht.
Spekuliert wird, ob Guttenberg seinen USA-Aufenthalt nutzt, um dort eine Doktorarbeit neu und diesmal unter Einhaltung der Vorschriften zu schreiben.
Diesmal dürfte das gelingen, denn der US-Bundesstaat Connecticut trägt den “The Constitution State”, zu deutsch Verfassungsstaat, die damalige Doktorarbeit trug den Titel: “Verfassung und Verfassungsstaat – Konstitutionelle Entwicklungsstufen in den USA und der EU”.

(Bilderquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto, der damalige Verteidigungsminister besteigt den Airbus der Flugbereitschaft, zu Guttenberg auf der Regierungsbank im Deutschen Bundestag im Juni 2010
Bildgrafikquelle: amazon)