Archiv für die Kategorie 'Bund & more'

Iloyal und undankbar: Norbert Röttgen als schlechter Verlierer? (Videos)

Sonntag, 20. Mai 2012

Ex-Bundesminister Röttgen will Kanzlerin Merkel offenbar Paroli bieten, so “Bild”

Der in der Vorwoche zurückgetreten wordene Noch-Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und selbst zurückgetretene CDU-Landesvorsitzende Nordrhein-Westfalen, Nörbert Röttgen (46), will seine Demontage durch Bundeskanzlerin Angela Merkel angeblich nicht widerstandslos hinnehem. Laut der “Bild am Sonntag” will Röttgen sein Amt als Vizevorsitzender der CDU behalten, dazu der Bild-Artikel: “Röttgen plant den Gegenschlag”, während die Bundeskanzlerin in den USA ist. Damit bleibt Norbert Röttgen zumindest bis zum Wahlparteitag im Dezember 2012 erster Stellvertreter von CDU-Chefin Angela Merkel. 2013 will Röttgen zudem wieder für den Deutschen Bundestag kandidieren, sein Wahlkreis 099 ist der Rhein-Sieg-Kreis II, Wahljar 2009 ist Röttgen dort als Direktkandidat mit 50,3 Prozent (vor SPD und FDP und Grünen) der Stimmen gewählt worden.
Am Dienstag, dem 22. Mai 2012, wird der CDU-Politiker Norbert Röttgen seine Entlassungsurkunde als Bundesminister von Bundespräsident Joachim Gauck bekommen, der designierte Nachfolger, Peter Altmaier (CDU-Saarland), wird dann Bundesumweltminister werden.
Auch die wahren Umstände seiner Entlassung wolle er – so sein Umfeld- öffentlich korrigieren, schreibt die Bild-Zeitung weiter.

Dazu die ZDF-Video:
Röttgen entlassen: Merkels Statement

NRW-Wahl: Röttgen zieht Aussage zurück

Vor der Wahl in NRW scheinen die Nerven bei CDU-Spitzenkandidat Röttgen blank zu liegen. Seine Aussage, die Landtagswahl sei auch eine Abstimmung über Merkels Euro-Politik, zog er heute zurück.

NRW-Wahl: Norbert Röttgen kompakt

Beim log in-Spezial “Erst fragen, dann wählen” stellte sich Norbert Röttgen, Spitzenkandidat der CDU, den Fragen der Wählerinnen und Wähler. Die spannendsten Momente hier zusammengefasst.

(Videoquelle: ZDF.de;
Bildquelle: Norbert Röttgen MdB.de, Foto: MdB-Büro)



ZDF heute show history | Berlins jüngste Geschichte … bis zum Willy-Brandt-Flughafen BER (Video)

Samstag, 19. Mai 2012

Dietmar Wischmeyers Blick in der ZDF heute show history auf die sich treu bleibende Bundeshauptstadt.

(Videoquelle: ZDF.de heute show via YouTube)

Hintergrundinformationen: BER, Flughafen Berlin Brandenburg.de

Deutsche im WorldWideWeb: 53 % der Internetnutzer sind in sozialen Netzwerken aktiv

Mittwoch, 16. Mai 2012

Mehr als die Hälfte (53 %) der Internetnutzer in Deutschland nutzte im Jahr 2011 soziale Netzwerke für private Kommunikation. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Welt-Telekommunikationstages am 17. Mai 2012 weiter mitteilt, kommunizierten 29,6 Millionen Menschen (im Alter ab zehn Jahren) über diese Medien im Internet.

Soziale Netzwerke sind insbesondere bei jungen Erwachsenen beliebt: 2011 waren 91 % der Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren hier privat aktiv. Bei Internetnutzern im Alter von 10 bis 15 Jahren lag der Anteil bei 70 %. Dagegen nahm die Anzahl der Nutzer in diesem Bereich mit zunehmenden Alter deutlich ab: bei den 25- bis 44- Jährigen lag der Anteil bei 57 %, bei den 45- bis 64-Jährigen bei 33 % und bei den Internetnutzern ab 65 Jahren lediglich bei 28 %. Frauen aller Altersgruppen kommunizierten häufiger als Männer über soziale Netzwerke privat.

Soziale Netzwerke für berufsbezogene Kontakte nutzten dagegen Männer (11 %) häufiger als Frauen (7 %). Insgesamt beteiligte sich lediglich knapp jeder zehnte Internetnutzer aus beruflichen Gründen in sozialen Netzwerken (9 % oder 5,3 Millionen Menschen).

Im europäischen Vergleich lag Deutschland sowohl bei der Nutzung sozialer Netzwerke für private als auch für berufliche Zwecke im Mittelfeld. Hier ist allerdings zu beachten, dass bei den Daten für die Europäische Union (EU) nicht die Internetnutzer ab zehn Jahren betrachtet werden, sondern Internetnutzer im Alter von 16 bis 74 Jahren. Nach Eurostat-Ergebnissen rangierte Deutschland bei der privaten Kommunikation über soziale Netzwerke mit 52 % knapp unter dem EU-Durchschnitt (53 %). Spitzenreiter im EU-Vergleich sind Lettland (79 %) und Ungarn (76 %). Bei der Nutzung für berufliche Zwecke erreichte Deutschland genau den EU-Durchschnitt von 10 %. Die Niederlande (21 %) und Finnland (20 %) gehörten zu den europäischen Vorreitern in diesem Bereich.

Weitere europäische Daten zu diesem Thema können beim EDS Europäischer Datenservice unter www.eds-destatis.de abgerufen werden.

(Text-, Datenquelle: Bundesamt für Statistik, destatis.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: Kampfführung über Computer)

Kubicki würde in Kriegsfilm Rösler den Nachschub machen lassen – Mit Merkel einen drauf machen (Video)

Dienstag, 15. Mai 2012

“Ich glaube, ich würde ihn den Nachschub organisieren lassen.”
Ohne geregelten Nachschub könne man erfahrungsgemäß keinen richtigen Krieg führen und schon gar keinen gewinnen.

Der FDP-Fraktionschef von Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, der zur Entspannung sich gern alte Kriegsfilme ansieht, hat auch eine Vorstellung davon, was er als eigener Regisseur mit seinem derzeitigen FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler machen würde. In einem Video-Interview mit der in der Mediengruppe Madsack erscheinenden “Leipziger Volkszeitung” sagte Kubicki auf die Frage nach der Rolle, die für Rösler in seinem idealen Kriegsfilm angemessen wäre: “Ich glaube, ich würde ihn den Nachschub organisieren lassen.” Ohne geregelten Nachschub könne man erfahrungsgemäß keinen richtigen Krieg führen und schon gar keinen gewinnen. Privat könne er es sich im Übrigen sehr gut vorstellen, mit der Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzenden Angela Merkel einmal einen drauf zu machen, verriet Kubicki angesichts des letzten öffentlich gewordenen Rauschs von ihm am Abend der für ihn erfolgreichen Schleswig-Holstein-Wahl. “Sie ist eine sehr humorvolle Frau.” Dabei könnte es schon sein, dass Frau Merkel mehr Alkohol vertrage als er selbst. Aber, so Kubicki in dem Interview: “Darauf kommt es im Zweifel nicht an. Sie ist eine sehr charmante, sehr humorvolle Frau und es wäre bestimmt ein lustiger Abend.” (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Vokszeitung” aus ihrem Berliner Redaktionsbüro heute.
Soldatenglück.de berichtete über Dr. med. Philipp Rösler: Stabsarzt d.R. Philipp Rösler soll Westerwelle als FDP-Vorsitzender ablösen.

Dazu das PHOENIX-Video: Landtagswahlen in NRW: Pressekonferenz der FDP am 14. Mai 2012

[Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bilderquelle: FDP.de, Pressekonferenz nach den Gremiensitzungen in Berlin: Philipp Rösler, Christian Lindner und Wolfgang Kubicki;
Videoquelle: PHOENIX.de: Nach dem Wahlerfolg der FDP in Nordrhein-Westfalen äußern sich der Parteivorsitzende Philipp Rösler sowie die Spitzenkandidaten in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Wolfgang Kubicki und Christian Lindner;
Bild unten: Stabsarzt d. R. Dr. Philipp Rösler (links) informierte sich während einer Wehrübung (mobbeordert beim Landeskommando Niedersachsen, KVK Region Hannover) im Tropeninstitut Hamburg, Foto: Oberstleutnant Hans-Otto Joswig Reservistenverband;
Dr. med. Phillip Röslers (* 24. Februar 1973) Werdegang als Sanitätsoffizier und Mediziner in der Bundeswehr:
1992 - Eintritt in die Bundeswehr als Sanitätsoffizieranwärter
1993 - Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover
1999 - 3. Staatsexamen, Beginn der Facharztausbildung im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
2001 - Arzt und Sanitätsoffizier
2002 - Promotion in der Herz-Thorax-Gefäßchirurgie
2003 verließ er aufgrund seiner Wahl in den Niedersächsischen Landtag die Bundeswehr als Stabsarzt, seit dem ist er als Reservist aktiv, derzeit mobbeordert als SanStOffz beim LKdo Niedersachsen im Kreisverbindungskommando Region Hannover]

Facebook, Twitter und Co. haben höheres Suchtpotenzial als Alkohol oder Nikotin

Freitag, 11. Mai 2012

US-amerikanische Studie zeigt neue Art von Abhängigkeit

Millionen Nutzer weltweit sind mittlerweile geradezu abhängig von Facebook oder Twitter und können sich ein Leben ohne ihre dortigen Internet-Freundschaften kaum noch vorstellen. US-amerikanische Forscher von der University of Chicago haben nach einem Bericht des Männer-Lifestylemagazins “Men’s Health” (Ausgabe 6/2012, EVT 16.05.2012) jetzt in einer Studie herausgefunden, dass Facebook und andere so genannte soziale Netzwerke im Internet sogar ein deutlich höheres Suchtpotenzial haben als Alkohol oder Nikotin. Als Ursache für diese neue Art der Abhängigkeit vermuten die Wissenschaftler das menschliche Bedürfnis nach Unterhaltung und Information. Nur Sex und Schlaf stellen der Studie zufolge noch größere Versuchungen dar. (Zitatende)

Berichtet das Magazin “Men´s Health” in seiner neuesten Ausgabe.

(Textquelle kursiv, Grafik: Men’s Health.de;
Bildquelle: Vergleichsbild: White House.gov, President Barack Obama shows his BlackBerry to, from left, Russian President Dmitry Medvedev, German Chancellor Angela Merkel, Italian Prime Minister Silvio Berlusconi, and French President Nicolas Sarkozy, before a meeting with African Outreach Leaders at the G8 Summit in Muskoka, Canada, June 25, 2010. Official White House Photo by Pete Souza)



Fußball: Jedes Bundesliga-Tor kostet durchschnittlich 700.000 Euro

Montag, 7. Mai 2012

703.460 Euro haben die Vereine der Fußball-Bundesliga in der abgelaufenen Saison durchschnittlich für jedes Tor ausgegeben. So hat es der Effizienzrechner von ZEIT ONLINE ermittelt. Er setzt die erzielten Tore, Siege, Punkte und gespielten Pässe ins Verhältnis zum Lizenzspieleretat.

Dabei sind die Unterschiede innerhalb der Liga groß, wie das interaktive Tool von ZEIT ONLINE zeigt. Der FC Bayern München kann als Vize-Meister zwar sportlichen Erfolg vorweisen, wegen seines hohen Etats hat ihn in dieser Spielzeit jedes Tor aber auch 1.298.701 Euro gekostet. Zum Vergleich: Der Deutsche Meister aus Dortmund gab nur 512.500 Euro pro Tor aus. Damit ist die Borussia aber nicht der Effizienzmeister der Liga. Der Titel geht an den SC Freiburg, dessen Tore nur jeweils 293.478 Euro kosteten. Auf den Plätzen folgen die Teams aus Augsburg und Mainz. Am ineffizientesten waren neben dem FC Bayern die Mannschaften aus Wolfsburg und Hamburg.

Ein Sieg ist den Bundesligisten im Durchschnitt 2,8 Millionen Euro wert. Am teuersten musste sich der Hamburger SV seine Erfolge erkaufen. Weil die Hamburger nur achtmal gewannen, aber einen relativ hohen Etat haben, kamen sie auf die Rekordsumme von 4,375 Millionen Euro pro Sieg. Zum Vergleich: Der SC Freiburg gewann mit nur einem Bruchteil der Ausgaben zweimal häufiger. Seine Erfolge kosteten demnach nur 1,35 Millionen Euro. Ähnlich effizient: Borussia Mönchengladbach, Borussia Dortmund und der 1. FC Nürnberg. (Zitatende)

Den vollständigen ZEIT ONLINE-Text dieser Meldung finden Sie hier.

(Textquelle kursiv: ZEIT.de; Grafikquelle: Bundesliga.de)

Hintergrundinformationen: Bundesliga

2000 Fundsachen im Deutschen Bundestag in Berlin im Jahr 2011

Freitag, 4. Mai 2012

Dabei waren Schweißerbrille, Nussknacker und Zahnspange

Als reichhaltiges Revier für Fundsachen hat sich auch im Jahr 2011 der Deutsche Bundestag erwiesen. Wie die Bundestagsverwaltung der “Leipziger Volkszeitung” (Freitag-Ausgabe) auf Anfrage bestätigte, wurden im Berliner Reichstagsgebäude im vergangenen Jahr 2000 Fund-Objekte sichergestellt. Als herausragende Stücke haben sich unter den Fundgegenständen danach unter anderem eine Flöte, eine Trompete, Kindernahrung, ein Hörgerät, eine Zahnspange, eine Fahrradkette, eine Schweißerbrille und ein Nussknacker befunden. Die Fundobjekte werden in der Regel ein halbes Jahr aufbewahrt. (Zitatende)

Beichtet die “Leipziger Volkszeitung” heute.

(Textquelle: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: Soldatenglück.de)

Stasi-Unterlagenbehörde schafft es nicht, sich von früheren Stasi-Mitarbeitern zu trennen

Freitag, 4. Mai 2012

Die Stasi-Unterlagen-Behörde schafft es nicht, sich von den in der Behörde tätigen früheren Stasi-Mitarbeitern zu trennen. Das berichtet die in Halle erscheinende “Mitteldeutsche Zeitung” (Freitag-Ausgabe). Gut vier Monate nach Inkrafttreten des neuen Stasi-Unterlagen-Gesetzes sind immer noch 44 Ex-Stasi-Leute in der Behörde beschäftigt. Das Gesetz besagt, dass dort niemand arbeiten darf, der zuvor in Diensten des Ministeriums für Staatssicherheit stand. Aus Angst vor Klagen verzichtet die Behörden-Leitung jedoch auf Zwang. Der Vorsitzende des Behörden-Beirates, Richard Schröder, sagte der “Mitteldeutschen Zeitung” dazu: “Die Polizeigewerkschaft sagt, versetzt doch mal einen gegen seinen Willen, damit wir prozessieren können. Doch die Behörde tut alles, um das zu vermeiden.” Die Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes sei insofern überflüssig gewesen. Eine Versetzung der Betroffenen auf andere Stellen des öffentlichen Dienstes sei mit deren Einwilligung auch ohne Gesetz möglich. Der innenpolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Wolfgang Wieland, nannte die Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes “dumm”. “Die Behörde hat mit diesem Gesetz ein völlig stumpfes Schwert bekommen. Deshalb wendet sie keinen Zwang an.” Im Rechtsstaat könne dies “auch gar nicht anders sein. Das hat Roland Jahn nicht verstehen wollen.” Behörden-Sprecherin Dagmar Hovestädt betonte, man versuche, eine Lösung im Konsens zu erreichen. Dies werde im Rahmen des arbeitsrechtlich Statthaften geschehen. Das Ganze sei allerdings “ein aufwendiger Prozess. Das dauert ein bisschen.” Behörden-Leiter Roland Jahn hatte es in seiner Antrittsrede Mitte März 2011 als “Schlag ins Gesicht der Opfer” bezeichnet, dass sie in der Behörde mit Menschen konfrontiert seien, die der Täterseite zugerechnet würden. Er hatte mit Vehemenz Abhilfe in Aussicht gestellt und gesagt: “Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.” Im Herbst vergangenen Jahres änderte die schwarz-gelbe Koalition dann gegen heftige Proteste der Opposition das Stasi-Unterlagen-Gesetz. Von den zuletzt 47 Ex-Stasi-Leuten sind mittlerweile zwei in Rente gegangen. Ein weiterer Mitarbeiter hat die Behörde verlassen. 44 sind noch da. Für jene 44 Personen stehen zwar nach Behörden-Angaben mehrere Dutzend Stellen in anderen Bundesbehörden bereit. Diese sind aber nicht immer gleichwertig und werden von den Betroffenen nicht akzeptiert. Wendet die Behörden-Leitung Zwang an, wollen sie klagen. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Grafikquelle: BStU.Bund.de)

Hintergrundinformationen: Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU)

Bundesregierung bilanziert zur 100. Kabinettssitzung Arbeitseifer und Präsenz der Ressorts (Video)

Freitag, 27. April 2012

Schon jetzt doppelt so produktiv wie die große Koalition.
Mit durchschnittlich 39 Minuten pro Kabinettssitzung ist die schwarz-gelbe Regierung eher auf politischen Durchfluss orientiert.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist jetzt höchst offiziell dem Eindruck entgegen getreten, sie brächte außer internem Streit und schlechten Inszenierungen nicht viel zustande. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) hat, nach einem Bericht der “Leipziger Volkszeitung” (Freitag-Ausgabe), in einem akribisch ermittelten Vermerk für die am vergangenen Mittwoch absolvierte 100. Jubiläumssitzung des schwarz-gelben Bundeskabinetts ermitteln lassen, dass die amtierende Regierung bereits nach zweieinhalb Jahren doppelt so aktiv gewesen sei, wie die vergangene Regierung der großen Koalition in ihrer gesamten Amtszeit. In einem kurzen Lagevortrag hatte, nach Teilnehmerberichten, Pofalla erläutert, dass in den bisherigen Sitzungen der Bundesregierung insgesamt 1125 Kabinettsvorlagen, darunter 306 Gesetzentwürfe, 123 Verordnungen und 14 Allgemeine Verwaltungsvorschriften im Kabinett verabschiedet worden seien. Im gesetzlichen Vollzugsbetrieb ohne Aussprache, den sogenannten Top-1-Themen, lag danach bisher das Bundesfinanzministerium mit 149 Vorhaben deutlich an der Spitze aller Ressorts. Mit vier Vorhaben bildete der Bundeskulturminister das handelnde Schlusslicht. Die für die Öffentlichkeit womöglich interessantere Statistik Pofallas zu den sogenannten “O-Tops”, den ordentlichen Tagesordnungspunkten mit mündlicher Begründung und eventueller Debatte, lässt einen Rückschluss auf die Bedeutung der Ministerien zu: Dabei liegen der Finanzminister und der Außenminister mit jeweils 43 vorhaben Kopf an Kopf. Das ursprünglich von der FDP für verzichtbar gehaltene Entwicklungsministerium mit Dirk Niebel (FDP) an der Spitze hat zwar mittlerweile viel inhaltliche Schlagzeilen in der Öffentlichkeit erreicht, aber, so Pofallas trockene Arbeitsbilanz für das Kabinett: “DAS BMZ hatte noch gar keinen O-TOP.” Mit durchschnittlich 39 Minuten pro Kabinettssitzung ist die schwarz-gelbe Regierung eher auf politischen Durchfluss orientiert. Dabei war die 24. Kabinettssitzung am 7. Juli 2010 mit drei Minuten die kürzeste und die 69. Kabinettssitzung am 6. Juli 2011 mit 81 Minuten (es ging um den Haushalt 2012) die längste Kabinettszusammenkunft. Die Top drei der fehlenden Minister im Kabinett, die sich durch Staatssekretäre vertreten ließen, führt ebenfalls Entwicklungsminister Niebel (23 Mal) an, dicht gefolgt vom momentanen Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen, Bundesumweltminister Norbert Röttgen und erstaunlicherweise der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (jeweils 19 Mal). Mit ihren 34 Jahren trägt Frau Schröder aber, neben dem neuen Vizekanzler Philipp Rösler (39 Jahre), auch wesentlich zum von Kanzlerin Angela Merkel positiv in der Sitzung bewerteten eher jugendlichen Durchschnittsalter des Kabinetts bei. Es liegt momentan, nach sechs erfolgten Ministerwechseln, bei von Pofalla errechneten exakten 51,61 Jahre. (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” heute.
Mittwochvormittags tagt das Bundeskabinett, das das Video: Die Woche der Kanzlerin vom 20.4.2012, Politisches aus sieben Tagen: Staatsbesuche, Empfänge, Reisen – wo auch immer die Kanzlerin ist. Spannende Hintergründe, neue Eindrücke. Ab jetzt jeden Freitag im Kanal der Bundesregierung.

(Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;Bildquelle: Soldatenglück.de, Blick aus dem Bundestag auf das Bundeskanzleramt;
Videoquelle: Bundesregierung.de)

Zahl pensionierter Bundesbeamter in 2011 leicht gestiegen, darunter 2.000 Berufssoldaten

Dienstag, 24. April 2012

2 000 Berufssoldaten und -soldatinnen wurden im Jahr 2011 in den Ruhestand versetzt

Zum Stichtag 1. Januar 2012 gab es beim Bund rund 128 700 Pensionäre und Pensionärinnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse der Versorgungsempfängerstatistik weiter mitteilt, waren das 1,1 % mehr ehemalige Beamte und Beamtinnen beziehungsweise Berufssoldaten und -soldatinnen als ein Jahr zuvor. Ebenfalls im Januar 2012 bezogen rund 47 200 Hinterbliebene Leistungen aus dem öffentlich-rechtlichen Alterssicherungssystem des Bundes (- 1,1 % gegenüber dem Vorjahr).

Im Laufe des Jahres 2011 wurden beim Bund rund 2 500 Beamte und Beamtinnen in den Ruhestand versetzt. Weniger Neupensionierte gab es zuletzt im Jahr 2004. Wie schon in 2010 ist diese geringe Zahl an Neupensionären und -pensionärinnen weitgehend demografisch bedingt. Im Jahr 2011 erreichte der geburtenschwache Jahrgang 1946 die Regelaltersgrenze von 65 Jahren. In diesem Alter gingen 2011 rund 1 100 Beamte und Beamtinnen in Pension (43 % aller Pensionierungen), im Jahr 2009 waren es noch 1 700.

Die Möglichkeit, ab 63 Jahren auf Antrag unter Hinnahme von Pensionsabschlägen in den Ruhestand einzutreten, nutzten im Jahr 2011 rund 12 % der neupensionierten Beamten und Beamtinnen des Bundes. Der Anteil der Pensionierungen ab 60 Jahren aufgrund von Schwerbehinderung lag bei rund 7 %. Knapp 18 % wurden wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt. 20 % der Pensionierungen entfielen auf Personen, die eine besondere Altersgrenze – also eine vorgezogene Regelaltersgrenze – erreicht hatten, wie sie etwa im Bereich der Bundespolizei und der Feuerwehr der Bundeswehr gilt.

Bei den Berufssoldaten und -soldatinnen wurden im Jahr 2011 rund 2 000 Personen in den Ruhestand versetzt. 84 % davon hatten die bei der Bundeswehr geltenden besonderen Altersgrenzen erreicht, 14 % nutzten Vorruhestandsregelungen, weniger als 2 % schieden wegen Dienstunfähigkeit aus. (Zitatende)

(Text kurisv und Datenquelle: Statistisches Bundesamt, destatis.de
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto Verabschiedung, der Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maiziere informiert sich am 03.05.2011 über Organisation und Aufgaben der Territorialen Wehrverwaltung am Beispiel des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum in Hammelburg. Verabschiedung am Hubschrauber Typ Cougar.)