Archiv für die Kategorie 'BMVg'

Zu Guttenberg schafft eine neue Corporate Identity in der Bundeswehr (Video)

Dienstag, 17. November 2009

“Wir müssen unseren Soldaten das Gefühl geben, dass sie von unserer Gesellschaft mitgetragen werden”, sagte Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg bei seinem Truppenbesuch in Mazar-i-Sharif/Afghanistan. Bei seiner zweitägigen Antrittsreise in Afghanistan führte der Minister nicht nur politische Gespräche, sondern nahm sich auch Zeit für die deutschen ISAF-Soldaten. Zu Guttenberg brachte zum Ausdruck, dass der Soldatenberuf kein kalter Beruf ist, nicht emotions- und nicht gefühllos und dass es auf diese Gefühle ankommt, er habe bei der Bundeswehr viele Menschen kennen gelernt, die mit großem Herz an die Dinge heran gehen.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhan, sprach über seinen neuen Minister und nennt ihn “einen Mann der zuhören kann” und dass dieser ein Gefühl dafür habe, dass Bundeswehr und Soldaten auch eine Seele haben.

Ein Bundesminister der Verteidigung, der vorher Bundeswirtschaftsminister war und bei der Afghanistan- und Sicherheitspolitik von Zielmarken, Benchmarking spricht, dem sollte es auch gelingen bei der Bundeswehr eine neue Corporate Identity, eine Unternehmens-Identität wiederzubeleben oder aufzufrischen, die Soldatinnen und Soldaten jedenfalls fühlen sich angesprochen, verstanden und motiviert.

(Videoquelle: EKT, Einsatz Kamera Trupp der Bundeswehr, Einsatzvideo der Woche via YouTube-Nutzer nasenstaub)



Verteidigungsminister zu Guttenberg spricht in Afghanistan zu “seinen Soldaten” (Video)

Dienstag, 17. November 2009

O-Ton eines Ministers an seine Kameraden


Bei seinem ersten Besuch in Afghanistan war Verteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg auch erstmals bei “seinen Soldaten” im Einsatz. Im Camp Marmal in Mazar-i-Sharif im Norden Afghanistan und im von Deutschland als Lead Nation geführten ISAF Regional Command North am 12. November 2009. Der Minister sprach zu seinen Kameradinnen und Kameraden, dem deutschen Botschafter in Afghanistan, nahm dabei die Kameraden der Polizei mit ins Boot und erläuterte den Soldaten in sehr klaren und persönlichen Worte sein Engagement als im Amt neuer Minister für die Soldaten im Einsatz und die Bundeswehr. Dabei würdigte er den Einsatz der Soldaten für Sicherheit und Stabilität in Afghanistan unter Risiken, Entbehrung und Erschwernissen für die Angehörigen und Familien.
Seine Verantwortung für die Soldatinnen und Soldaten als Bundesminister der Verteidigung ist zu Guttenberg “ein Herzensanliegen”, er will den Menschen in unserem Land die hohe professionelle Leistung der Soldaten vermitteln und deutlich machen, dass die Gesellschaft entsprechend hinter ihnen steht.

Am Folgetag, dem 13. November besuchte BM zu Guttenberg das PRT in Kunduz und versprach Verstärkung für die dortigen Kräfte. Nach Abflug mit drei CH-53 Transporthubschraubern reagierte die Besatzung des Hubschrauber des Ministers mit Täuschkörpern und Gegenfeuer auf möglichen Beschuss vom Boden. In der Region um Kunduz werden in letzte Zeit häufig ISAF-Hubschrauber durch Taliban vom Boden beschossen.

Dass dieses Video der Ministeransprache via bwtv angefertigt wurde und zur Ausstrahlung kommt, ist ein neuer begrüßenswerter Weg der medialen Kommunikation des BMVg und der Bundeswehr mit der Öffentlichkeit, längst überfällig, lange gefordert und nun in Schritten beginnend.

(Videoquelle: bwtv, Bundeswehr.de)

Afghanistan: Guttenberg in Kabul, Mazar-i-Sharif und Kunduz (Videos)

Freitag, 13. November 2009

Als Hans-Dietrich Genscher seinerzeit als Bundesaußenminister um die Welt reiste, hatte er 1 Minute und 30 Sekunden, um die Essentiels und Message via Fernsehen auf den Punkt und nach Hause zu bringen, diese Gabe beherrscht der gegenwärtige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auch. Dass er dabei oft auch eigentlich Selbstverständliches sagt und dennoch dafür über den Klee gelobt wird, mag daran liegen, dass die Vorgänger im Amt oft Unverständliches staatstragend in mehr als 1:30 sagten.
Kunduz bekommt mehr Truppe, die afghanische Regierung mehr Druck, die Taliban robust auf den Sack, der deutsche Anteil bei ISAF mehr Drive und höheres politisches Gewicht, die Soldaten einen entschlossenen Vorbild-IBuK und Goodie-Guttenberg mehr Punkte auf der Wahrheits- und Beliebtheits-Skala bei ARD und ZDF (auf dem Weg zum künftigen CSU-Kanzlerkandidaten mit realistischen Chancen). Sieht also gut aus und läuft prächtig an, an den deutschen Verteidigungslinien.

Der Weltliche in Afghanistan, der Geistliche im Kosovo

Donnerstag, 12. November 2009

Fördern und Fordern – Afghanistan: “Wir müssen Erfolge sehen”

Bw-Guttenberg Rasmussen 11112009 NATO

Gestern am 14. Tag im Amt des Verteidigungsministers in Brüssel beim NATO Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und heute am 15. Tag ist Goodie-Guttenberg in Afghanistan aufgeschlagen. Ein devoter Antrittbesuch sollte die Blitz-Visite des V-Ministers gemeinsam mit Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan nicht werden, was er im Marschgepäck hat, sind klare Forderungen und deutliche Ansagen. Zuerst eine Zusammenkunft des deutschen Bundesministers der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg mit dem ranghöchsten internationalen Soldaten am Hindukusch, Commander ISAF US-General Stanley McChrystal, dann ein Arbeitstreffen mit dem nun doch im Amt bestätigten Präsidenten Hamid Karzai und dessen Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak standen auf dem Programm. “Diese neue Regierung muss sich klaren Zielen verpflichten”, so der Youngster in der globalen Sicherheitspolitik und weiter, “wir stehen zu unserem Einsatz, aber wir wollen wissen, was die afghanische Regierung als nächste Ziele plant”, sagte der Familienunternehmer, ehemalige CSU-Generalsekretär, dann Bundeswirtschaftsminister. Zu Guttenberg tritt in Ton und Bekleidung in Afghanistan auf wie ein international erfolgreicher Businessman mit definierter Zielvorgabe, klarer Sprache und genau so ist das Parkett der multinationalen Sicherheitspolitik zu bewältigen, fördern und fordern ist sein Bekenntnis und Konzept, das gilt im Inland und im Ausland umso mehr. Deutschland betreibt in Afghanistan keine Sozial-, sondern Interessenspolitik.
Frischen Wind bringt zu Guttenberg in die deutsche Afghanistan-Debatte, er nimmt seine Verantwortung für das weltweit operierende größte deutsche Unternehmen und Friedensbewegung Bundeswehr mit über 250.000 Mitarbeitern ernst und prognostiziert von Kabul aus eine Verlängerung des ISAF-Mandates im Berliner Bundestag Mitte Dezember in unveränderter Form.
In Mazar-e-Sharif besuchte der neue Minister im Camp Marmal im mittlerweile 20. DEU Einsatzkontingent ISAF seine Bundeswehr-Soldaten im Afghanistan-Einsatz, denen mehrheitlich die klare Sprache und das fordernde, entschlossene Auftreten des jungen Mannes an der Spitze des BMVg gefällt, da fallen Loyalität leicht und die Motivation und das Bekenntnis zum Einsatz nicht schwer. Morgen noch Kunduz, den für die Bundeswehr gefährlichsten Ort, dann kommt der Mann zurück – im BMVg wartet noch jede Menge Arbeit.

“Der Einsatz auf dem Balkan darf nicht aus dem Blick geraten”, sagte der Katholische Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, Bischof Dr. Walter Mixa, bei seinem Pastoral- und Truppenbesuches bei KFOR in Pristina und Prizren in der jungen Republik Kosovo in den vergangenen Tagen (Bild unten; Bischof Mixa mit COM KFOR GenLt Markus Bentler). Zum Artikel “Militärbischof Dr. Walter Mixa im Kosovo” bei Katholische Militärseelsorge.de.

Bw-Bischof Mixa COM KFOR Bentler

(Bilderquelle: NATO.int, Katholische Militärseelsorge.de)

Einsatzminister Karl-Theodor zu Guttenberg (Videos)

Dienstag, 10. November 2009

“Die Menschen in unserem Lande können mehr Wahrheit vertragen,
als wir uns bisweilen trauen, ihnen zuzutrauen”
,
so Guttenberg heute im Bundestag

Bw-Guttenberg BMVg Bonn

Der Neue fackelt nicht lange, praktiziert Quick Reaction und nutzte seine erste Rede als Verteidigungsminister im 17. Deutschen Bundestag bei der heutigen Aussprache zum Geschäftsbereich Europa, Außen- und Sicherheitspolitik, Entwicklungspolitik, Menschenrechte mit klaren Ansagen. In seiner 20-Minuten-Rede kündigte der seit 28. Oktober 2009 im Amt befindliche Bundes-verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg an, er werde die deutschen Streitkräfte weiter in eine Einsatzarmee umbauen und brachte die  Stichworte: Einsatzorientierung, Effizienz und Bürokratieabbau in die Debatte ein. Guttenberg zeigte sich überzeugt, dass die weitere Transformation der Bundeswehr in eine Einsatzarmee proaktiver Maßnahmen bedarf: “Wir wollen dort Anpassungen vornehmen, wo die Bundeswehr noch schlanker, noch effizienter, noch einsatzorientierter werden kann”, 2010 soll eine dafür Kommission zur Reform von Strukturen der Bundeswehr eingesetzt werden.

Auch das innere organisatorische und mentale Gefüge des Verteidigungsapparates wird sich weiterentwickeln müssen: “Wir wollen, dass das Denken vom Einsatz her die Organisations- und Führungsstrukturen der Bundeswehr künftig noch stärker durchdringt”, so der 38-jährige CSU-Politiker und Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt.

Bw-Fahrzeugshow

Auf den ISAF-Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan legte der Minister den Schwerpunkt seiner Ausführungen und bezeichnete die Lage am Hindkusch erneut als “kriegsähnlich”. Für die Bundeswehr-Soldaten seien Gefahr, Verwundung und auch Tod allgegenwärtig, darum könne er gut verstehen, dass sie von “Krieg” sprechen und weiter “in Teilen Afghanistans herrscht für mich ohne Zweifel ein Zustand, der in der Sprache des Völkerrechts als ein nicht internationaler, bewaffneter Konflikt beschrieben werden kann”.

Bw-ISAF D DK CIMIC

Erneut stellte er sich hinter den PRT Kunduz Kommandeur Oberst i.G. Georg Klein, “im Einsatz werden unsere Soldaten immer wieder unter extremem Zeitdruck und enorm belastenden Umständen vor schwierigste Entscheidungen gestellt”, dies sei auch am 04. September in Kunduz der Fall gewesen als der PRT Kdr durch ISAF Luftkräfte, US-amerikanische F-15, zwei Tanklastzüge bombardieren, liess, die sich am 04. September 2009 in Taliban-Händen und in 6 km Distanz zum Feldlager Kunduz im Gefahrenradius befanden. Von dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai fordert Guttenberg, in seiner neuen Amtszeit die organisierte Drogenkriminalität und die Korruption zu bekämpfen und “zu verdeutlichen, wie er der Verpflichtung zu guter Regierungsführung und dem Schutz der Menschenrechte nachkommen will”.

Die Agenada des neuen Verteidigungsministers gleicht einer Herkules-Aufgabe, Nebenkriegsschauplätze wird es nicht gegen, die Wehrpflichtfrage, wichtige Rüstungsprojekte und eine starke zukunftsfeste Einsatz-Bundeswehr und nicht zuletzt die Finanzierung von all dem durch den Bundeshaushalt, erfordern volle Kraft in allen Bereichen. “Die Bundeswehr befindet sich in Einsätzen, und es werden nicht ihre letzten sein”, beschrieb Guttenberg die Zukunftsaufgaben der Streitkräfte.

Bw-Guttenberg Offiziere Bonn

Aus dem Innern des BMVg ist indes vernehmbar, dass der Umbau auch eine offenere, transparente Kommunikation beinhaltet, auch wenn die Widerstände der 08/15 Lodenmantelgeschwader auf der Hardthöhe und im Bendler-Block noch “deutschen Widerstand” leisten und wie gewohnt Bedenken tragen. Also, ein Goodie-Guttenberg hat sich zum (Soldaten-)Glück für die Soldatinnen und Soldaten auf den Weg gemacht und kommt steil als Realist mit Mut zur Wahrheit aus der Kurve, er lebt in der Lage und hat die Truppe hinter sich.

Eine Reise des Verteidigungsministers ins Einsatzgebiet Afghanistan ist zeitnah geplant, auch der Bundesaußenminister und Vizekanzler wird sich noch in diesem Jahr vor Ort ein Bild machen. Der Afghanistan-Einsatz soll nach den Worten Guttenbergs klare Zeit- und Zielvorgaben bekommen, damit die Übergabe der Sicherheitsverantwortung, die selbsttragende Sicherheit, an die afghanischen Sicherheitskräfte geplant und in absehbarer Frist erfolgen kann, er konstatierte vor dem Plenum des Mandat gebenden Parlamentes, “in Afghanistan sind wir noch nicht am Ziel” – zum 13. Dezember 2009 wird die nächste ISAF-Mandatsverlängerung fällig.

Bw-ISAF PRT Feyzabad MOLT

(Bilderquelle: BMVg.de, Bundeswehr.de, Deutsches Heer.de;
NATO.ISAF.int; FEYZABAD, Afghanistan – German soldiers of Provincial Reconstruction Team Feyzabad’s Mobile Observation and Liaison Team conducts surveillance of the village duirng a security patrol. Official Photo by Petty Officer 1st Class Ryan Tabios, ISAF HQ Public Aff
;
Video: YouTube.com, via Nutzer nasenstaub)

Hintergrundinformationen: zu Guttenberg.de



Vereidigung von Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg als Bundesminister der Verteidigung (Video)

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Der jüngste Bundesminister der Verteidigung ist der am 05. Dezember 1971 in München geborene Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, am 28. Oktober 2009 um 15:06 Uhr. Dr. jur. zu Guttenberg ist der 15. Verteidigungsminister der Bundesrepublik, als junger Mann hat er nach dem Abitur bei der Bundeswehr als Soldat Dienst getan, bei den Gebirgsjägern in Mittenwald (GebJgBtl 233), er ist durch Reserveübungen zum Unteroffizier d.R. aufgestiegen und nun als Spitzenpolitiker, Mandatsträger und amtierender Bundesminister der Verteidigung der Inhaber der Befehls- und Komandogewalt (IBuK) über die deutschen Streitkräfte.

Gebirgsjäger Karl-Theodor zu Guttenberg nimmt die Hardthöhe ein (Video)

Freitag, 23. Oktober 2009

unabhängig im Geist und im Handeln

Wenn eine Gebirgsjäger sich aussuchen darf, ob er Innen- oder Verteidigungsminister wird, dann ist die Antwort klar. Er wird der Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr in Friedenszeiten, der weltweit gefahrvolle Einsätze zu führen und zu verantworten hat.

Bw-zuguttenberg_presseportrait

Soldatenglück.de berichtete schon im Februar: “Der neue Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist Stabsunteroffizier der Gebirgsjäger-Truppe”, von der Edelweiss-Kaserne in Mittenwald ins Berliner Bundeswirtschaftsministerium und nun noch auf die Bonner Hardthöhe und in die Berliner Stauffenbergstraße in den Bendlerblock.
Wenn das keine “ministerielle Druckbetankung” ist, dann weiß ich auch nicht.
Der Mann, pardon Freiherr, ist 37 jahre jung, kann vernünftig die NATO- und Welt-Sprache Englisch und ist außen- und sicherheitspolitisch versiert, hat im Unteroffiziersdienstgrad in Mittenwald (GebJgBtl 233) gedient, seine Vorfahren verstanden etwas vom Deutschen Widerstand, er schafft das Sport- und Leistungsabzeichen, ist blitzgescheit, “AC/DC-Hardrocker” und kann gleichwohl verständlich und klar reden und hat ein Rückgrat – das ist schon mehr als manche vor ihm schafften und konnten – und was er sonst noch alles kann, wird er uns gewiss bald zeigen, dabei wird er nicht alles anders machen, aber vieles besser.

Bw-Guttenberg Jung 20072009

Es kann nicht hoch genug geschätzt werden, dass einer der beliebtesten und populärsten Politiker unseres Landes das Verteidigungs-Ressort übernehmen wird. Das wird gut sein für die Bundeswehr und es wird die rund 250.000 Soldatinnen und Soldaten, von denen derzeit über 8.200 im Auslandseinsatz sind, stärken. Darum will dieser Streitkräfte-Blog Karl-Theodor zu Guttenberg gerne Soldatenglück, politisches Fortune und persönlich alles Gute wünschen mit einem kräftigen Horrido – Joho!

Am 20. Juli 2009 bei der Gedenkveranstaltung des 65. Jahrestages hielt Karl-Theodor zu Guttenberg (Bild unten) in Berlin-Plötzensee diese Rede. Karl-Theodor zu Guttenberg, diesen gleichen Namen wie sein Großvater Jahrgang 1921 trägt der Enkel Jahrgang 1971. Der Großvater Guttenbergs war als Wehrmachtsoffizier im Umfeld des deutschen Widerstandes aktiv, dessen Onkel Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg (Jahrgang 1902) tat Dienst beim Amt Ausland/Abwehr im Oberkommando der Wehrmacht unter Admiral Canaris mit Verbindungen zum Kreisauer Kreis und wurde nach dem 20. Juli 1944 als Widerständler inhafiert. Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg wurde in der Nacht zum 24. April 1945 in Berlin, nachdem er seit Sommer 1944 unter Folter inhaftiert war und der Krieg kurz vor dem Ende stand, nahe des Gefängnisses Lehrter Straße von einem Kommando des Reichssicherheitshauptamtes ermordet.
Der Neffe von Karl Ludwig und Großvater Karl Theodor des designierten Verteidigungsministers K.-T. zu Guttenberg geriet 1944 in britische Gefangenschaft, was ihn wohl vor der Verfolgung nach dem 20. Juli rettete, bei den Briten arbeitete er für den Soldatensender Calais. Nach dem Zweiten Weltkrieg begründete er die CSU in Bayern mit, war lange Jahre Bundestagsabgeordneter und zuletzt bis 1969 Staatssekretär im Bundeskanzleramt.

Bw-Guttenberg 20072009 Gedenken B-Ploetzensee

Beitrag von Deutsche Welle TV über Karl-Theodor zu Guttenberg als Bundeswirtschaftsminister:

DW-Begeleittext: “Er ist erst seit einem halben Jahr Mitglied der Bundesregierung – Wirtschaftminister zu Guttenberg. Aber in der Rangliste der beliebtesten Politiker hatte er zeitweilig sogar Kanzlerin Merkel abgehängt. Das Erstaunliche – Der 37-Jährige punktet vor allem mit eigentlich unpopulären Äußerungen.”

PS: “Das Kabinett der Soldaten” – Und ein “anderer junger Soldat” ist als Bundesgesundheitsminister nominiert, Dr. med. Phillip Rösler (36) Stabarzt d.R., 1992 als Sanitätsoffizieranwärter in den Dienst der Bundeswehr eingetreten, 16 Jahre Soldat auf Zeit, heute Reserveoffizier. Die Promotion zum Dr. med. hat Phillip Rösler im Themenbereich Herz-Thorax-Gefäßchirurgie abgelegt.

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Bild oben: Stabsarzt d. R. Dr. Philipp Rösler (links) informierte sich während einer Wehrübung (mobbeordert beim LKdo Niedersachsen, KVK Region Hannover) im Tropeninstitut Hamburg, Foto: Oberstleutnant Hans-Otto Joswig (Reservistenverband).

Der bei Soldatenglück.de schon unter dem Titel: “Ausgedient – Wer übernimmt nach der Wahl das Verteidigungsressort?” “behandelte” Fallschirmjäger-Hauptmann Dirk Niebel (46) wird das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernehmen.

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Bild oben: Fallschirmjäger Dirk Niebel, SaZ 8 im Feldwebel-Dienstgrad in Calw, zum Hauptmann d.R. aufgestiegen, im Bild bei der Beförderung am 14.11.2008 durch BM Franz Josef Jung. Als Hauptmann ist Dirk Niebel mobbeordert bei der Division Spezielle Operationen (DSO) und diente regelmäßig in den parlamentarischen Sommerpausen als Wehrübender.

(Videoquelle, Textauszug: Deutsche Welle bei YouTube.com;
Bilderquellen: zu Guttenberg.de, BMI.Bund.de,Hans-Joachim M. Rickel, Bundeswehr.de/BMVg.de, Angriff-auf-die-Seele.de)

Hintergrundinformationen: zu Guttenberg.de, Gedenkstätte Deutscher Widerstand.de

Ausgedient – Wer übernimmt nach der Wahl das Verteidigungsressort?

Dienstag, 22. September 2009

Bw-BM Jung Befoerderung_Hauptmann_Uebergabe_14_11_08

Soldatenglück hatte er kaum, der Parteisoldat und mögliche künftige hessische Ministerpräsident, Franz Josef Jung. Spätestens mit der Nacht von Kunduz und der durchweichten Informationspolitik danach hat der glücklose CDU-Minister im Verteidigungsressort seinen Anspruch auf eine weitere Amtszeit bei der CDU-Kanzlerin und in den CDU-Parteispitzengremien verloren. Ausgedient hat es sich ab nächsten Sonntag, dem Tag der Bundestagswahl 2009.
Wenn es mit der schwarz-roten Regierungskoalition und einer Bundeskanzlerin als Moderatorin der “sehr großen” Koalition weitergehen sollte, hat der amtierende V-Minister und IBuK und Flußpionier Franz Josef Jung eine gewisse Chance bei Beibehaltung seiner Planstelle bis auf weitere Desaster an der Spitze des Bundesministeriums der Verteidigung zu bleiben.
Gleichwohl, statt seiner würden viele Unionspolitiker aus der bayerischen Schwesterpartei gerne den fränkischen Gebirgsschützen, Entschuldigung, Mittenwalder Gebirgsjäger im Reserve-Unteroffiziers-Dienstgrad, Karl-Theodor zu Guttenberg, auf der Hardthöhe und im Bendlerblock sehen. Dieser CSU-Wunschposten als Verteidiger war schon bei Michael Glos vorhanden, doch der endete bekanntlich in der Berliner Scharnhorststraße im BMWi. Doch wenn die FDP beim Wahlsummenspiel nicht zur Regierungsmehrheit taugt, was nicht wahrscheinlich ist, wird auch die liberale Begehrlichkeit nach dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nicht berücksichtigt werden müssen und der rheinland-pfälzische Mittelstands- und Wirtschaftspolitiker Rainer Brüderle, der endlich diesen Posten will, bleibt als normaler Abgeordneter auf der Oppositionsbank sitzen oder wird Vizepräsident des Bundestages. Im Mitregierungsfall aber auch dann, wenn die CSU good Guttie, mit dem Angela Merkel zufrieden ist, im BMWi belassen will.
Die politischen Artilleriegeschosse der CSU landeten bisher nur mit verbaler Sprengkraft im Lager der FDP. Wenn der Bär allerdings nach der gewonnenen Wahl zwischen CDU/CSU und FDP geteilt werden muss, dann wird auch in Personalfragen scharf geschossen. Sicher ist, dass der CSU-Youngster, promovierte Jurist und Reservist im Unteroffiziersdienstgrad zu Guttenberg einen Kabinettsposten behalten wird, doch welchen. Der “Allminister” Guttenberg, der noch vor wenigen Monaten als CSU-Generalsekretär mit außenpolitischen Ambitionen den Müllermeister und Bundeswirtschaftsminster Michael Glos aus Franken nach dessen akuten Anfall von Amtsmüdigkeit ersetzen musste und sich inhaltlich und in den Popoularitätswerten in Schallgeschwindigkeit nach oben katapultierte, wird auch noch als Finanzminister gehandelt, obwohl er bei Wirtschaft anerkannt gut marschiert, fast schon ein Superminister. Bei der fiskalen Postenbesetzung allerdings käme der Freiherr zu Guttenberg dem liberalen Prinzen Hermann Otto zu Solms aus dem nicht zufällig gleichnamigen Solms bei Lich bei Gießen in die Quere. Der Prinz aus Hessen und Bundestagsvizepräsident will nämlich zumindest für die ersten zwei schwarz-gelben Regierungs-Jährchen den sozialdemokratischen roten Kavallerie-Rittmeister Peer Steinbrück im Finanzressort beerben und die Steuerreform mit einer Steuererklärung auf dem schwarzen Merz´schen Bierdeckel gemeinsam mit seinem jüngeren Parteifreund, dem derzeitigen parlamentarischen Königsausschuss-(Haushalt)Vorsitzenden, Otto Fricke in Realpolitik ummünzen.

In diesem Personalkarussell fällt oder besser springt einer vom Himmel, einer aus der einzigen Partei, der auf tragische Weise ein “Meister vom Himmel gefallen ist”. Der gelernte Fallschimjäger und Hauptmann der Reserve Dirk Niebel schwebt als unkomplizierte Personalwahl ein, sein Parteivorsitzender und Vizekanzler in spe sowie seine Liberalen würden ihn beim Koalitionsvertrag als Verteidigungsminister nominieren, die verteidigungspolitischen Fachpolitker der FDP-Bundestagsfraktion würde er mitnehmen ins Ministerium als Parlamentarische Staatssekretär(e)/in im BMVg. General ist der FH-studierte Diplom-Verwaltungswirt Dirk Niebel bereits seit Mai 2005, allerdings noch mit dem Zusatz -Sekretär und sein HQ befindet sich im Thomas-Dehler-Haus Berlin, der Parteizentrale der Freien Demokraten. Die das Verteidigungsressort noch nie besetzen konnten und auch nur einmal das Amt des Wehrbeauftragten mit einem FDP-Politiker für 5 Jahre bis 1975 mit Fritz Rudolf Schultz, Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlaub und Major d.R., bekleiden konnten.

So die FDP beim Bundestagswahl-Ergebnis um 18:01 Uhr am Sonntag, 27. September 2009 einen weiteren Achtungserfolg von über 14,5 ja über 15 Prozent aufweist – was aus hiesiger Sicht realistisch ist – und eine schwarz-gelbe Regierungskoalition machbar würde,  dann wäre der Anspruch auf ein weiteres gewichtiges Bundesregierungs-Ressort im 16-köpfigen Bundeskabinett neben Außen und Finanzen für die Liberalen bekräftigt. Das Schröder´sche zusätzliche “Gedöns” wie Familie oder Bildung ist dann nicht genug für die blau-gelbe Siegertruppe Westerwerwelle-Solms-Niebel und deren Brüder und Schwestern im Glauben an die Freiheit. Für die schöne Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin oder die ewig junge Cornelia Pieper wären die Ministerien Familie, Senioren, Frauen und Jugend oder Entwicklung (so das BMZ nicht ins AA einverleibt wird) oder Bildung und Forschung erstrebenswert, auch Justiz war bei der FDP immer gut aufgehoben, doch die Zeiten haben sich geändert, die kleinste Volkspartei, die FDP, macht ernst und will mehr, auch Verteidigung.

Bw-Niebel Dirk Woerner Manfred

In der Vergangenheit nach seinem Motto gefragt, sagte Dirk Niebel, “klagt nicht, kämpft”. Das war der Ausspruch, denn der am 29. März 1963 in Hamburg Geborene in seiner 8-jährigen Bundeswehr-Dienstzeit (Bildmitte oben, mit FschJg-Kameraden und dem damaligen Bundesverteidigungsminister Manfred Wörner, CDU) verinnerlichte und das ist der Geist, der den Realschüler Niebel in seinem Ziviljob bis zum Beamten des gehobenen Dienstes und bei seiner Parteikarriere in die Bundespolitik begleitete. Der junge Mann, der als kleiner Junge an der Schule in HH-Dockenhude niedlich “der kleine Dicke” genannt wurde, absolvierte seinen Wehrdienst beim Heer in der robusten Infanterie, dort verpflichtete er sich 1984 für 8 Jahre als Soldat der Fallschimjägertruppe und diente im baden-württembergischen Calw im Schwarzwald.

Nach der Bundeswehr-Dienstzeit in Ba-Wü absolvierte der Hanseat im Südwesten Deutschlands per Berufsförderungsdienst (BFD) an der Fachhochschule des Bundes in Mannheim das Studium Verwaltungswesen, Fachbereich Arbeitsverwaltung. Mit dem Studienabschluss Diplom-Verwaltungswirt (FH) gelang ihm der Einstieg ins Zivilleben und Aufstieg, er wurde 1993 Arbeitsvermittler beim Arbeitsamt Heidelberg und lebt seitdem am Neckar. Seit September 1998 gehört Niebel für den Wahlkreis 275 Heidelberg-Weinheim dem Deutschen Bundestag an, für die FDP ist er Abgeordneter und seit Mai 2005 deren Generalsekretär.

Zwischenzeitlich ist der Fallschirmjäger Niebel vom SaZ 8 Feldwebel-Dienstgrad zum Hauptmann d.R. aufgestiegen (Bild ganz oben, bei der Beförderung durch BM Franz Josef Jung). Als Hauptmann ist er mobbeordert bei der Division Spezielle Operationen (DSO) und diente regelmäßig in den parlamentarischen Sommerpausen als Wehrübender. Im Juni 2006 hatte Dirk Niebel einen schweren Sprungunfall. Bei der Erneuerung der militärischen Fallschirmjäger-Sprungerlaubnis bei der Luftlande- und Lufttransportschule Altenstadt/Schongau verletzte er sich bei der Fallschirmlandung am Lendenwirbel und musste sich in der Unfallklinik Murnau operieren lassen, danach war er mehrere Monate gesundheitlich eingeschränkt. Aber auch hierbei half ihm das Motto, “klagt nicht, kämpft”. Sprungdienst mit “Glück ab” ist jetzt gestrichen, aber für den Ministerialdienst ist Dirk Niebel geeignet und sogar mit “Glück auf” prädestiniert.

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Seit 1990 ist Dirk Niebel mit seiner Ehefrau Andrea verheiratet, die als Logopädin in eigener Praxis praktiziert, die beiden haben 3 gemeinsame Söhne. Zur Familie Niebel gehört ein Golden Retriever namens Hermann, der, wie auf dem Bild unten zu sehen, schon Näheres über den künftigen Job seines Herrchens und Inhabers der Befehls- und Kommandogewalt zu wissen scheint.

Bw-Niebel Dirk Hund Hermann

(Bilderquelle: Dirk Niebel.de)

Ein vorbildlicher Soldat, General a.D. Dr. Günter Kießling, ist gestorben

Samstag, 29. August 2009

Bw-Kiessling Guenter DrGen aD

Bitteres Unrecht und zeitloses Vorbild für die Bundeswehr

General Kießling ist vorgestern im Alter von 83 Jahren gestorben. Eine letztes Mal wurde sein Name in den Nachrichten-Sendungen quer durch die Republik erwähnt, allerdings nicht weil er ein außerordentlicher und vorbildlicher Soldat der Bundeswehr war, sondern weil sein Name mit einem politischen Skandal in Zusammenhang gebracht wird.
“Günter Kießling, Jahrgang 1925, stammte aus bescheidenen Verhältnissen. Als 14-Jähriger trat er in eine Unteroffiziersvorschule der Wehrmacht ein. Wegen Tapferkeit vor dem Feind wurde er mit dem EK I ausgezeichnet. Bei Kriegsende war er mit 19 Jahren Leutnant. Nach der Kapitulation machte er als Bauhilfsarbeiter auf einer Abendschule sein Abitur in Berlin und promovierte zum Doktor der Volkswirtschaft in Bonn. 1954 wurde er Leutnant im Bundesgrenzschutz, 17 Jahre später der jüngste General der Bundeswehr, ohne je einer Partei angehört zu haben. Und seit 1982 war Kießling – inzwischen einer der drei höchsten Offiziere der Bundeswehr”, schreibt WELT ONLINE unter der Überschrift “TODESFALL KIEßLING – Der General, der an Selbstmord dachte und siegte”.

Ich hatte das Privileg, Günter Kießling in den vergangenen Jahren mehrfach zu begegnen und mit ihm zu reden, mein Vater hat in seinem Kommandobereich gedient. Günter Kießling war bis ins hohe Alter “seiner Bundeswehr” und “seinen Kameraden” in allen Dienstgradgruppen treu verbunden. Ob bei den Tagen der Reservisten, beim Parlamentarischen Abend des Deutschen BundeswehrVerbandes, bei Vorträgen an den Standorten, einer Rede oder einem Festakt, Einladungen an ihn aus der Bundeswehr, setzten den sympathischen Kameraden und hochgeachteten Vier-Sterne-General außer Dienst von seiner Wahlheimat Rendsburg in Schleswig-Holstein in Marsch an jeden Ort in Deutschland. Seine Soldaten wollten ihn dabei haben, wollten ihn immer wieder rehabilitieren und ihm zurück signalisieren, wir sind alle Soldaten und Ihnen ist bitteres Unrecht angetan worden. Günter Kießling vermittelte den Soldaten der Generationen nach ihm den gelebten Begriff “treu zu dienen” als soldatische Tugend und ein Lebensgefühl, der Bundeswehr und der Kameradschaft verpflichtet zu sein. Soldatsein war für ihn Beruf aus Berufung, er hat sein Leben dem Soldatendasein gewidmet, das machte ihn als Offizier sehr erfolgreich und wurde ihm zugleich zum vermeintlichen Verhängnis. Seine Werte wie Ehre und Pflichtbewußsein überlebten und überleben Verteidigungsminister aller politischer Colour und diese Tugenden sind allemal mehr wert als ein niederträchtiges, ehrloses Manöver eines schäbigen, inkompetenten Abwehrdienstes und die fatale Selbstüberschätzung und Fehlbeurteilung eines Politikers und Ministers.

Zweifelsohne, Günter Kießling geboren am 20. Oktober 1925 in Frankfurt/Oder und gestorben am 28. August 2009 in Rendsburg war ein großer deutscher General, ein Vorbild an militärischer Expertise, als Menschenführer, an Kameradschaftlichkeit, Pflichterfüllung und Treue, nun ist er nicht mehr unter uns, keine Kaserne und kein Preis ist nach ihm benannt, nur ein Politik-Skandal, für Günter Kießling gilt: er hat in seinem Leben und darüber hinaus für die Bundeswehr mehr getan, als die Bundeswehr zu Lebzeiten oder nach seinem Tod für ihn.

MAD heute

Der MAD fragt und sucht übrigens noch heute in Zeiten homosexueller Bundesland-Regierungschefs (HH, B) und zukünftiger, bekennend-schwuler Vizekanzler (G.W.) und trotz Kießling-Affäre noch immer bei Sicherheitsüberprüfungen von Bundeswehr-Angehörigen nach gleichgeschlechtlicher Orientierung als Sicherheitsrisiko, allerdings mit dem scheinheilig politisch-korrekten Zusatz, das sei ja heutzutage kein Problem mehr, aber der MAD müsse das schon wissen. Dass ein Sicherheitsrisko allerdings erst und dann entsteht, wenn gleichgeschlechtlich orientierte Soldatinnen oder Soldaten stigmatisiert und als Sicherheitsrisko bezeichnet werden, ist noch nicht klar geworden bei den Oberverdachtschöpfern mit ehrloser Vergangenheit. Das DDR Ministerium für Staatssicherheit (MfS) hatte in den Zeiten der Bonner Republik mehr “Romeo-Agenten” erfolgreich im Einsatz als der andere Pleiten-, Pech und -Pannen MAD-Partner-Dienst Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) erfassen konnte, von “Detlev-Agenten” wurde meiner Kenntnis nach kein einziger konkreter Fall bekannt.

(Textauszug: WELT ONLINE.de;
Bildquelle: Deutsches Heer.de, General a.D. Dr. Günter Kießling als Redner beim Tag des Fähnrichs an der Heeresflugabwehrschule in Rendsburg am 23.02.2007)

Bundeswehr Panzerhaubitze 2000 auch im Inland bedingt abwehrbereit? (Videos)

Sonntag, 23. August 2009

… und für den Auslandseinsatz
aufgrund Hitzewallungen nicht tauglich
?

Bw-PzH 2000 Schuss NL ISAF Einsatz

Die Panzerhaubitze 2000 mit der das Deutsche Heer der Bundeswehr ausgestattet ist, ist offenbar nicht nur Afghanistan-Auslandseinsatz untauglich, auch die Lüneburger Heide setzt bei sommerlichen Temperaturen das Großgerät außer Gefecht. Nichts geht mehr, wenn das Barometer oberhalb von 30 Grad Celsius ist und die Sonne über dem NATO- und Bw-Truppenübungs- und Schießplatz Bergen-Hohne (TrÜbPl Bergen) lacht. So kürzlich einem Panzerartilleriebataillon bei einer Übung mit scharfem Schuss geschehen als der “Lorenz brannte”, auf der Panzerplatte Spiegeleier gebraten werden konnte und die Bordelektronik der Rohr-Artillerie infolge der Hitze im Panzer mal wieder ausfiel. Also, bedingt abwehrbereit an der deutschen Heimatfront? Das Bild oben zeigt ein PzH-Exemplar der niederländischen ISAF-Kräfte beim scharfen Schuss am Hindukusch und unten die holländischen Artilleristen fröhlich unterwegs im Wüstenklima.

Bw-PzH 2000 NL ISAF Einsatz

Die Modellausführung der Panzerhaubitze 2000 (PzH), die die niederländischen Streitkräfte beim deutschen Rüstungshersteller Kraus-Maffei Wegmann (KMW) bestellt hatten, beinhaltet die Zusatzausrüstung Klimanlage, Staubfilter und noch diverse andere “Extras”. Das war den deutschen staatlichen Auftraggebern im BMVg (Hauptabteilung Rüstung, die sich im Internetauftritt noch immer mit dem Projekt TIGER schmückt) in Berlin und Bonn und dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) in Koblenz wohl in Zeiten ferner Auslandseinsätze und des Klimawandels mit Temperaturanstieg nicht einleuchtend und wohl zu luxuriös und teuer. Staubfiltern für sandige Gegenden und Air Condition für den Panzerinnenraum, damit Mensch und Technik mit empfindlicher Bordeletronik auch bei 45 Grad Außentemperatur zwischen Kunduz und Mazar-e-Sharif nicht ausfallen, wären die probate Nachrüst-Lösung, doch in diese Richtung ist nichts befohlen oder besser “nichts ausgeschrieben”. Ein Soldat sagte: “im Winter funktioniert sie wirklich gut”.

Bw-PzH 2000 BMVg 22082009

Eine Nachrüstung der Panzerhaubitze 2000 würde im Jahr 2009 10.000 Euro kosten, aber die Panzerhaubitze soll ja dem politischen Unwillen nach nicht nach Afghanistan und auch in unseren Klimazonen sowieso nicht mehr ernsthaft eingesetzt werden. Auf der Stauffenbergstraße beim Tag der Offenen Tür des Verteidigungsministeriums mit Haubitzenrohr Richtung Berlin-Kreuzberg (Bild oben) macht sie sich beim Vorzeigen gut, es gilt die Strategie der Abschreckung, die in den Neuen Kriegen allerdings die asymmetrischen Gegner nicht überzeugen wird.

(Bilderquellen: Niederländische Streitkräfte.nl, Soldatenglück.de)

Soldatenglück.de berichetete schon häufiger über die Panzerhaubitze 2000 und die deutsche Artillerie-Problematik. Das Video unten zeigt das PzArtLehrBtl 325 mit PzH 2000 und Soldaten im herbstlich-kühlen November 2006 bei einer Übung auf den TrÜbPl nahe Munster.