Archiv für die Kategorie 'BMVg'

SPD-Bundestagsopposition für Auflösung der Bundeswehr-Beschaffungsgesellschaft g.e.b.b.

Freitag, 18. Mai 2012

SPD-Verteidigungsexperte rät nach Aufgabenminderung und Skandalhäufung zur Auflösung der Bundeswehr-Beschaffungsgesellschaft g.e.b.b.

Für eine Auflösung der von SPD-Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping für die Bewirtschaftung der Bundeswehr im Jahr 2000 gegründeten Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb (g.e.b.b.) hat sich der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, ausgesprochen. Gegenüber der “Leipziger Volkszeitung” (Sonnabend-Ausgabe) sagte Arnold, die Idee der Gesellschaft habe sich “überlebt”. Es genüge, wenn im Ministerium an einer Stelle die Zuständigkeit für Beratungsverträge gebündelt sei. Arnold bezog sich bei seiner Kritik auch auf die Vielzahl von teils undurchsichtigen Vorgängen in der Gesellschaft, die ursprünglich unternehmerische und effiziente Impulse in die Bundeswehr hinein aussenden sollte. Erst in der vergangenen Woche, so bestätigten Beteiligte der Zeitung, ist ein neuerlicher wochenlanger Einsatz der Anti-Korruptions-Sondereinheit des Ministeriums bei der g.e.b.b. vorläufig abgeschlossen worden. Dabei steht der Vorwurf der undurchsichtigen Gefälligkeits-Vertragspolitik zwischen g.e.b.b.-Mitarbeitern und aufwendigen privatwirtschaftlichen Beratungsleistungen auf privater Beziehungsebene im Raum. 2010 war vom Verteidigungsministerium vom damaligen Staatssekretär Walther Otremba im Auftrag des damals amtierenden Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ein Großauftrag an Dritte in quasi letzter Minute gestoppt worden. Es ging um Logistik-Angebote der Bietergemeinschaft EADS/Hellmann und der Deutschen Bahn. Die Bahn war nach formalen Angebotsproblemen ausgestiegen. Übrig blieb nur EADS/Hellmann und eine schlechte Ausgangslage für einen guten Auftrag. Zur gleichen Zeit war das Verteidigungsministerium mit EADS in kritischsten Vertragsstreitereien, weil sich deren neuen Militär-Airbus A 400M ständig verzögerte und verteuerte. Die Aufklärer im Ministerium sorgten sich angesichts der schlechten Verhandlungsgrundlage. Man kann schlecht hart um Lieferkonditionen ringen, während man gleichzeitig einen Logistik-Großauftrag ohne Konkurrenz zuweist, betonten Verantwortliche gegenüber der Zeitung. Juristen hatten dem Ministerium, nach Informationen der Zeitung, dringend geraten, die Logistik-Ausschreibung zu stoppen. “Das war kein guter Rat für den Steuerzahler”, sagt einer der Hauptverantwortlichen von damals. Es kam später zu Schadensersatzzahlungen. Begründet wurde die Aktion Notbremse in Guttenbergs Führungkreis aber auch mit klaren Ansagen: “Da stinkt es zum Himmel.” Die g.e.b.b. sei “ein ganz schwieriger Laden, der aus zu vielen Wichtigtuern und zu viel Mitspracheberechtigten” bestehe. Der heutige g.e.b.b.-Geschäftsführer Martin Rüttler war damals auch im Verteidigungsministerium von der Teilnehmerliste für die Sitzungen der Abteilungsleiter gestrichen worden. (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” vorab.
Soldatenglück.de berichtete in der Vorwoche: BMVg Antikorruptions-Abteilung ermittelt in Sachen g.e.b.b. – “der Fisch stinkt vom Kopfe her” und im Februar 2012: g.e.b.b. der BMVg zahlt 80.000 Euro Abfindung für 75-jährigen Ministerialrat im Ruhestand und erhielt viele Beschwichtigungs-Kommentare.

[Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bild-, Grafikquelle: g.e.b.b.de, Foto: "Mittendrin: g.e.b.b.-Geschäftsführer Dr. Martin Rüttler (3.v.l.) Vom 30. April bis zum 10. Mai 2012 führte die Streitkräftebasis in mehreren Durchgängen eine Informationslehrübung (ILÜ) auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen durch. Das Ziel: Darstellung ihres kompletten Fähigkeitsspektrums. Die g.e.b.b. war als Unterstützer zum Thema Einsatzinfrastruktur dabei"]

Hintergrundinformationen: g.e.b.b., Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH, die g.e.b.b. ist ein Unternehmen des Bundesministeriums der Verteidigung. Seine Aufgabe ist es, Verteidigungsministerium und Bundeswehr in allen Fragen der Wirtschaftlichkeit, Flexibilisierung, Prozessorientierung und Qualitätsverbesserung zu beraten.



BMVg Antikorruptions-Abteilung ermittelt in Sachen g.e.b.b. – “der Fisch stinkt vom Kopfe her”

Mittwoch, 9. Mai 2012

Sonderermittlungseinheit geht im Verteidigungsministerium dem Verdacht der teuren Freundschafts-Vertragspolitik nach

Die Antikorruptions-Abteilung “Ermittlung Sondersachen” geht im Verteidigungsministerium dem Verdacht auf teure Freundschafts-Verträge im Bereich der Logistik- und Strategieberatung im Millionenumfang unter Ausnutzung privater und freundschaftlicher Verquickungen nach. Voraus gingen Recherchen der “Leipziger Volkszeitung” im Ministerium bei der dem Verteidigungsministerium unterstellten Beratungs- und Beschaffungsgesellschaft g.e.b.b. sowie zwei privaten Beratungs- und Strategiegesellschaften. Nach entsprechenden Fragen und Recherchen der Zeitung, wie sie in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichtet, lässt das Ministerium seit Wochen eine extra Arbeitsgruppe kistenweise Akten von der g.e.b.b. zentral prüfen. Untersucht wird unter anderem der Vorwurf, ob die Bundeswehr und die ihr unterstellte g.e.b.b. (Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH) seit Jahren als eine Art Selbstbedienungsladen für ein, zwei Beratungsgesellschaften gedient haben könnte. Dabei sind Mitarbeiter und Bereichsleiter, sowie diese mit dem Geschäftsführer, durch Zielvereinbarungen miteinander verbunden. Entscheidende Mitarbeiter der Beratungsgesellschaften BearingPoint und CTcon sind zur g.e.b.b. übergewechselt und dort in hochrangige Funktionen eingetaucht, persönlich und privat mit Vorgesetzten in vielen Fällen verbunden. Sie haben den Bereich der Unternehmensstrategie und der Auftragsplanung unter Kontrolle. In einem Fall sind Auftragnehmer und Auftraggeber familiär in Form einer Kinderpatenschaft eng verbunden. Zwischen 2004 und heute sind, nach Recherchen der Zeitung, allein an die Beratungsfirma BearingPoint Beratungsleistungen von mehr als neun Millionen Euro vergeben worden. (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” heute.
Soldatenglück.de berichtete unter Berufung auf die Medien im Februar 2012: g.e.b.b. der BMVg zahlt 80.000 Euro Abfindung für 75-jährigen Ministerialrat im Ruhestand und erhielt viele Beschwichtigungs-Kommentare.

[Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bilderquellen: Bundeswehr.de, das Bundesministerium der Verteidigung (2. Dienstsitz in Berlin) mit dem Ehrennmal der Bundeswehr aus der Vogelperspektive; g.e.b.b.de, Staatssekretär Stéphane Beemelmans (links im Bild) am 13. März bei der g.e.b.b. an ihrem Unternehmenssitz in Köln – begrüßt von Geschäftsführer Dr. Martin Rüttler. Der Staatssekretär wollte sich als persönlicher Vertreter des Gesellschafters, dem Bundesministerium der Verteidigung, über Stand und Perspektiven der Arbeit der g.e.b.b. informieren]

Hintergrundinformationen: g.e.b.b., Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH, die g.e.b.b. ist ein Unternehmen des Bundesministeriums der Verteidigung. Seine Aufgabe ist es, Verteidigungsministerium und Bundeswehr in allen Fragen der Wirtschaftlichkeit, Flexibilisierung, Prozessorientierung und Qualitätsverbesserung zu beraten.

Deutscher Verteidigungsminister kritisiert Drohnen-Einsatz der USA (Video)

Mittwoch, 9. Mai 2012

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat den Einsatz von US-Drohnen gegen Terroristen und Taliban-Kämpfer als “strategischen Fehler” kritisiert.

Beim Parlamentarischen Abend des Verbandes der Reservisten der Bundeswehr (VdRBw) in Berlin sagte De Maiziere, es sei unklug, dass US-Piloten von den USA aus solche Einsätze durchführen ohne je selbst im Einsatzgebiet gewesen zu sein.

Der Einsatz unbemannter Drohnen (unmanned aerial vehicle, UAV) zur Tötung von Terroristen hat unter U.S. Präsident Barack Obama drastisch zugenommen.

Das Thema Drohnen beschäftigt den deutschen Verteidigungsminister von Amts wegen generell und derzeit sehr, dazu auch dieser Artikel: NATO-Programm – Deutschland soll halbe Milliarde für Drohnen zahlen
“Das Drohnenprogramm der Nato wird für Deutschland viel teurer als geplant und vom Bundestag bewilligt. Weil etliche Bündnispartner abgesprungen sind, soll Berlin die Kostenlücke schließen. Es geht um viele Millionen Euro  …”
(weiterlesen bei SPIEGEL ONLINE).

 

Über den Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes am Abend des 08. Mai 2012 in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin dieser Artikel: De Maizière: “Reservisten sind Teil der Bundeswehr”.

Zum Thema UAV dieses Video:
Afghanistan War: Proof of the care taken to not injure cililians. UAV Aborted attack

[Bilderquellen: Reservistenverband.de, VM de Maiziere beim Parlamentarischen Abend des VdRBw am 08.05.2012 in Berlin, VdRBw-Foto: spe;
Defense.gov, Vergleichsfoto: Afghanistan (July 21, 2011) Capt. Reinaldo Gonzalez of International Security Assistance Force, Regional Command North Headquarters, and other soldiers pose with a Hunter unmanned aerial vehicle named for his fighting spirit at a ceremony on Camp Marmal. Gonzalez suffered a broken neck and back in a training accident and has fought through rehabilitation to return to duty, now serving as aide to Brig. Gen. Sean Mulholland, deputy commander of RC North. U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Nicholas A. Garratt;
Predator-Drohne;
Videoquelle: via YouTube]

BMVg-Regierungsdirektor “übernimmt” Piratenpartei (Video)

Samstag, 28. April 2012

Bernd Schlömer, Jahrgang 1971, ist neuer Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland, mit 66,6 Prozent der Stimmen setzte er sich im piratischen approval voting (Akzeptanzwahl) gegen 7 Mitbewerber durch. Schlömmer ist im Hauptberuf Beamter im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) mit der Amtsbezeichnung Akademischer Direktor vgl. Regierungsdirektor (FüS, Hochschulreferat, zuständig für Uni Bw Hamburg und München), ausgebildet als Diplom-Kriminologe (HSHH-UniBw) und Diplom-Sozialwirt (Uni Osnabrück). Geboren wurde er in Meppen/Niedersachsen, zwischenzeitlich lebt er mit seiner Ehefrau und zwei Kindern in Hamburg und arbeitet in Berlin. Schlömer hat als ziviler Bundeswehr-Angehöriger (seit 1998) des höheren Dienstes als Referent für Bildung an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg den Bologna-Prozess (Hochschulreform) koordiniert. Im BMVg Berlin organisiert er den Kopenhagen-Prozess gemäß Brügge-Kommuniqué (Weiterentwicklung der Berufsbildungssysteme in 33 Ländern).
In der Vorwoche gab Schlömer noch als Stellvtr. BuVo auch zu sicherheitspolitischen Fragen eine Stellungnahme ab, gefragt nach dem geeigneten Vorgehen gegen die Bedrohung durch somalische Piraten, antwortete er der “Rheinischen Post” aus Düsseldorf: “Es sollten auch und vor allen Dingen entwicklungspolitisch-präventive Maßnahmen angedacht werden, um die Stabilität der Region zu fördern” und bei Fragen der Kriminalitätsbekämpfung gelte der Grundsatz: “Die beste Kriminalpolitik ist eine gute Sozialpolitik.” Diese Grundidee trage auch mit Blick auf die Angriffe von somalischen Piraten, betonte Schlömer. Zuvor hatte die Bundesregierung beschlossen, die somalischen Piraten künftig auch durch Angriffe auf ihre küstennahe Infrastruktur zu bekämpfen, Soldatenglück.de berichtete dazu.
Bernd Schlömer war in der Piratenpartei Deutschland bislang in den Jahren 2009 (Eintritt) bis 2011 als Schatzmeister im Bundesvorstand aktiv. Seit 2011 war Bernd Schlömer Stellvertretender Bundesvorsitzender, heute wurde er mit Zweidrittelmehrheit beim PIRATEN-Bundesparteitag 2012 in Neumünster in der dortigen Holstenhalle zum neuen Bundesvorsitzenden der PIRATEN gewählt, er folgt auf Sebastian Nerz. Bernd Schlömmer distanzierte sich klar von rechtsextremen Positionen, Ecken und Kanten seien nicht schädlich, “aber greift ein bei Rechtsextremismus”, forderte er seine Parteifreunde in seiner Bewerbungsrede um den Bundesvorsitz auf. Über 1.400 Mitglieder der Piratenpartei haben sich zu diesem zweitägigen Bundesparteitag eingefunden, alle sind wahlberechtigt.
Die PIRATEN nutzten ihren 11. Bundesparteitag (Livestream) neben der jährlichen Bundesvorstands-Neuwahl auch zur klaren Abgrenzung und zur Klarstellung allzu Meinungs-toleranter Diskussionen zur deutschen Vergangenheit und zu “Rechtsextremauslegern” innerhalb der Partei, in einem Beschluss mit überwältigender nahezu 100-prozentigen Mehrheit heißt es: “Der Holocaust ist unbestreitbarer Teil der Geschichte. Ihn unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zu leugnen oder zu relativieren, widerspricht den Grundsätzen der Partei”.

Dazu Maritimes: La Mer von Charles Trénet

(Bild-, Grafikquelle: Piratenpartei Deutschland.de, Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender seit 28.04.2012
Videoquelle: via YouTube, Charles Trénet)

Reform der Bundeswehr: BMVg-Staatssekretär Schmidt zu Besuch im Allgäu

Samstag, 21. April 2012

Vor ziemlich genau 4 Jahren wurde im Bundesverteidigungsministerium die Entscheidung getroffen: Die General Oberst Beck Kaserne in Sonthofen soll weiter militärisch genutzt werden. Der damals zuständige Minister Franz Josef Jung gab zudem bekannt, dass die Soldaten aus der Jäger- und Grüntenkaserne in die General-Oberst-Beck-Kaserne umziehen. Dafür aber musste die Burg, wie die Kaserne im Volksmund genannt wird, umgebaut und saniert werden. Und genau diese Arbeiten sollten eigentlich Ende 2013 abgeschlossen sein. Das Ganze hätte vermutlich auch geklappt, wenn da dann nicht die Bundeswehrreform gekommen wäre – nun aber verzögert sich die Fertigstellung der Arbeiten. In dieser Woche hat sich Christian Schmidt – der Staatssekretär aus dem Verteidigungsministerium – ein Bild über den Fortschritt der Baumaßnahmen gemacht. Im Anschluss daran war er dann in der Kaserne in Kempten zu Gast.

(Videoquelle, Textauszug: TVAllgäuNachrichten.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsbild: Formation vor dem Turm in der Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen)



“Dresdner Erlass” zum Innenleben der Bundeswehr bei der Neuausrichtung stärkt die Verantwortung der Soldaten (Video)

Donnerstag, 22. März 2012

Mut beweisen und Verantwortung übernehmen

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere hat am 21. März in Dresden im Militärhistorischen Museum die “Grundsätze für die Spitzengliederung, Unterstellungsverhältnisse und Führungsorganisation im Bundesministerium der Verteidigung und der Bundeswehr” als “zentralen Baustein der Neuausrichtung” erlassen. Diese Nachfolge-Regelung zum “Berliner Erlass”, der “Dresdner Erlass”, wurde im Rahmen eines Festakts unterschrieben. Mehr als 100 Gäste waren geladen, der Minister hielt eine Rede zum neuen zeitgemäßeren Erlass. Seit dem 21. Januar 2005 hatte der “Berliner Erlass” die militärische Spitzengliederung im Verteidigungsministerium geordnet. Rolle und Funktion des Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie der Inspekteure der Teilstreitkräfte und militärischen Organisationsbereiche sind in diesem Dokument beschrieben. Der neue “Dresdner Erlass” tritt am 01. April 2012 in Kraft. Die ‘Dresdner Essenzen’ sind “Verantwortung und Führung”, sie sollen in den neuen Strukturen der Bundeswehr vereint werden.

Die “Kraft der guten Führung”

“Wir brauchen wieder eine Organisationskultur, die diejenigen belohnt, die Mut beweisen und Verantwortung übernehmen. Wir brauchen wieder eine Kultur der Verantwortung, die sich durch selbstständiges Arbeiten und gute Führung auszeichnet”, stellte Verteidigunsminsiter Thoams de Maiziere heraus. Auf die “Kraft guter Führung” zählt de Maiziere bei seinen Führungskräften und formuliert fünf Maßstäbe, die für ihn eine gute Führung ausmachen:
1. Führen durch Vorbild
2. Führen durch Führung
3. Führung durch Handeln
4. Führen durch Vertrauen
5. Führen durch Lob

Generalinspekteur ranghöchster Soldat

Der Generalinspekteur der Bundeswehr ist ranghöchster Soldat und wird es noch mehr, “er wird Befugnisse haben, wie kein Generalinspekteur vor ihm”, hob de Maiziere hervor .

Inspekteure werden ‘Force Provider’

Die Inspekteure der Teilstreitkräfte (Herr, Marine, Luftwaffe) und militärischen Organisationsbereiche (Sanitätsdienst, Streitkräftebasis) sollen “mehr Soldaten als Abteilungsleiter sein”, so der Minister. “Die Führungsfähigkeit der Inspekteure wird dadurch gestärkt, dass sie künftig klar an der Spitze ihrer eigenen militärischen Organisationsbereiche stehen, sie sind die ‚Force Provider‘”.

Zum Informations-Paket “Dresdner Erlass” bei BMVg.de.
Dazu das Bundeswehr-Video: Neuausrichtung – Warum? mit Verteidigungsminister de Maiziere

(Bildquelle: Bundeswehr.de;
Textauszüge: BMVg.de)

Bundeswehr in der Gesellschaft, Veteranen und de Maiziere

Freitag, 17. Februar 2012

Mehr Anerkennung verdient

Andere Länder, andere Helden. Wie unterschiedlich das Ansehen der Soldaten sein kann, erfährt Verteidigungsminister de Maizière in den USA. Die Armee wird dort geachtet, nicht missachtet. Veteranen gelten als Vorbilder. Dagegen schlägt deutschen Heimkehrern aus dem Afghanistan-Krieg freundliches Desinteresse oder Tucholskys Satz “Soldaten sind Mörder” entgegen. Kurz: Die Bundeswehr leidet unter einem eher mäßigen Ansehen. Das hat de Maizière richtig erkannt.

Deshalb ist sein Vorstoß vernünftig, einen Veteranentag einzuführen. Was in Großbritannien oder den USA selbstverständlich ist, dürfte hierzulande heftige Kritik auslösen. Der programmierte Streit kann jedoch fruchtbar sein, wenn so eine gesellschaftliche Debatte über die Truppe im 21. Jahrhundert entfacht werden würde. Die ist überfällig. Dass viele Deutsche im Gegensatz zu den Angelsachsen ein schwieriges Verhältnis zur Armee haben, überrascht nicht. Es ist der Schatten von zwei verheerenden Weltkriegen. Angesichts des Ausmaßes der Verbrechen von Nazi-Deutschland ist die hiesige Skepsis gegenüber allem Militärischen verständlich. Doch allzu oft wird im Geist eines Populärpazifismus vergessen, dass es die Soldaten der Alliierten waren, die Hitlers Mordmaschinerie unter größten Verlusten stoppten. Kalter Krieg, Bosnien, Kosovo, Afghanistan: Die Bundeswehr hat viel für Frieden und Sicherheit geleistet. Die NATO-Partner schätzen das, mehr als viele Deutsche. (Zitatende)

Kommentiert die “Neue Osnabrücker Zeitung” heute.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bilderquellen: White House.gov, U.S. Präsident Barack Obama begrüßt ein Soldatenkind, der Commander in Chief zeigt regelmäßig seine Nähe zum US-Militär und den Soldatenfamilien, nicht nur mit Gesten und Worten;
MoD.uk, Under Secretary of State and Minister for Veterans, Derek Twigg and the Chief of the General Staff, General Sir Richard Dannatt take the salute as veterans parade along Blackpool promenade. Britain’s oldest man and veteran of the First World Henry Allingham led the parade with the youngest ex-service veteran, Jason Harvey at his side.

Jason, 23, served four years with 39 Regiment, Royal Artillery and was born in Backpool.)

Zum Veteranentag

Freitag, 17. Februar 2012

Unklar ist, wer eigentlich ein Veteran ist: Alle Bundeswehr-Angehörigen oder nur die, die auch in Afghanistan oder auf dem Balkan waren? Zudem hat zumindest das Ehrenmal bisher keine Wirkung entfaltet. Das hat mit dem entlegenen Standort auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums zu tun – einem toten Winkel in Berlin. Es hat jedoch vor allem mit der wachsenden Entfremdung der Bundeswehr von der Gesellschaft zu tun. Deren Anwesenheit am Hindukusch wird von der Mehrheit der Deutschen abgelehnt, weil sich diese Gesellschaft im Kern zivilisiert hat. Die Kluft wird der Minister mit einem Veteranentag nicht überbrücken können. Vielleicht tritt sie an einem solchen Tag erst richtig hervor. (Zitatende)

Kommentiert die “Mitteldeutsche Zeitungs” aus Halle heute.
Soldatenglück.de berichtete unter Berufung auf die Medien: Veteranentag: Linke wirft de Maiziere Militarisierung der Gesellschaft vor, Memorial Day / Veteranentag: Bund Deutscher Veteranen begrüßt Vorstoß des Verteidigungsministers und Verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion lehnt Veteranentag ab.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Bw-Soldaten im Afghanistan-Einsatz)

Veteranentag: Linke wirft de Maiziere Militarisierung der Gesellschaft vor

Donnerstag, 16. Februar 2012

Die Linke hat Pläne zur Einführung eines Veteranentages in Deutschland kritisiert. Der Außenpolitik-Experte der Linksfraktion im Bundestag, Wolfgang Gehrcke, warf Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vor, er betreibe “das Geschäft der Militarisierung der Gesellschaft”. Die Idee eines Veteranentages stelle einen weiteren wesentlichen Baustein dieser seit Jahren zu beobachtenden Tendenz dar, sagte Gehrcke der in Chemnitz erscheinenden “Freien Presse” (Freitagausgabe). Gehrcke betonte: “Diese Politik ist geschmacklos, da sie letztendlich nicht für die Soldaten steht.” Wenn man diesen wirklich helfen wolle, müsse man für eine ausreichend medizinische Versorgung verletzter Soldaten sorgen. Der beste Schutz der Soldaten sei ohnehin, “sie nicht in Auslandseinsätze zu schicken”, so Gehrcke. (Zitatende)

Berichtet die “Freie Presse” aus Chemnitz in Sachsen vorab.
Soldatenglück.de berichtete heute unter Berufung auf die Medien: Memorial Day / Veteranentag: Bund Deutscher Veteranen begrüßt Vorstoß des Verteidigungsministers und Verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion lehnt Veteranentag ab.

(Textquelle kursiv: Freie Presse.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: der vormalige Generalinspekteur der Bundeswehr Wolfgang Schneiderhan am Volkstrauertag 2006)

Verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion lehnt Veteranentag ab

Donnerstag, 16. Februar 2012

Stattdessen solle sich de Maizière besser “darum kümmern, Soldaten, die im Dienst gesundheitlich geschädigt wurden, sozial angemessen abzusichern …”

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, lehnt den von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) vorgeschlagenen Veteranentag ab. “So ein Tag würde nur als künstlich aufgepfropft empfunden”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Freitag-Ausgabe). “Und ich halte es für undenkbar, das Veteranengedenken auf den Volkstrauertag zu legen. Denn der Tag hat eine Tradition, die in hohem Maße mit unserer unsäglichen Geschichte verknüpft ist. Die Bundeswehr ist aber kein Teil dieser Tradition und sollte auch an keiner Stelle den Eindruck erwecken.” Arnold nannte es im Übrigen “merkwürdig, dass der Minister auf einer Auslandsreise über solche Dinge redet. Wenn er hier eine Debatte anstoßen will, dann soll er das doch bitte schön in Deutschland und den dafür zuständigen Gremien tun.” Statt einen Ehrentag vorzuschlagen, solle sich de Maizière besser “darum kümmern, Soldaten, die im Dienst gesundheitlich geschädigt wurden, sozial angemessen abzusichern. Manche müssen jahrelang um ihre Rechte streiten. Hier gibt es eine Menge zu tun.” (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle vorab.
Soldatenglück.de berichet heute unter Berufung auf die Medien: Memorial Day / Veteranentag: Bund Deutscher Veteranen begrüßt Vorstoß des Verteidigungsministers.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: White House.gov, U.S. Präsident Barack Obama beim Memorial Day)