Archiv für die Kategorie 'Wehrpflicht/Freiwilligenarmee'

Bundeswehr-Reservisten sollen Kasernen bewachen – Neue Aufgaben

Montag, 18. Februar 2013

Seit etlichen Jahren sieht sich die Bundeswehr mit grundlegenden Veränderungen konfrontiert. Ihre Soldaten verrichten ihren Dienst nun häufig im Ausland. Gefährliche Einsätze auf dem Balkan, in Afghanistan und am Horn von Afrika verlangen Spezialisten. Unter anderem auch deshalb wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Weil sich die Welt verändert hat und es den alten Ost-West-Konflikt nicht mehr gibt, ist es zudem durchaus sinnvoll, die Truppenstärke zu reduzieren und hierzulande einige Standorte zu schließen. Allerdings muss bei dem gesamten Reformeifer auch bedacht werden, dass viele Aufgaben der Bundeswehr in der Heimat weiter zu erfüllen sind. So gilt es zum Beispiel, Kasernen und Munitionsdepots dauerhaft zu bewachen. Würde hier geschludert, könnte das von politischen Extremisten ausgenutzt werden und fatale Konsequenzen haben. Die Idee, Reservisten zu aktivieren, und sie auf freiwilliger Basis bei Bedarf für diese Aufgaben heranzuziehen, hat auf den ersten Blick durchaus ihren Charme. Allerdings darf ihr Wach-Einsatz nicht flächendeckend werden. Er sollte die Ausnahme bleiben. Dafür könnte letzten Endes aber schon die Kraft des Faktischen sorgen: Kaum ein Reservist wird es wegen der freiwilligen Dienste auf einen Konflikt mit seinem Arbeitgeber ankommen lassen. (Zitatende)

Berichtet und kommentiert die “Neue Westfälische” (Hubertus Gärtner) aus Bielefeld.

(Textquelle kursiv: Neue Westfälische.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, oben die Julius-Leber-Kaserne in Berlin aus der Vogelperspektive, diese Kaserne wird zum Beispiel von einer privaten Wach- und Sicherheitsfirma bewacht; unten die Wache am ehemaligen Truppenübungsplatz Wittstock, dort wacht niemand mehr)



SPD gibt Verteidigungsministerium Schuld an hoher Abbrecher-Quote bei der der Bundeswehr

Freitag, 4. Januar 2013

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat die hohe Abbrecherquote bei freiwillig Wehrdienstleistenden in der Bundeswehr beklagt und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zum Handeln aufgefordert. “Man kann bei einer Abbrecherquote von 30 Prozent nicht mehr behaupten, das sei normal und die jungen Leute hätten falsche Vorstellungen – so wie es der Minister tut”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitag-Ausgabe). Vielmehr müssten die Bundeswehr und de Maizière sicherstellen, dass die jungen Leute mit den richtigen Vorstellungen angeworben würden und ein klares Bild von der Bundeswehr bekämen. “Das hin und wieder schräge und unglückliche Werbekonzept lädt möglicherweise gerade die Falschen ein”, so Arnold. “Der Minister sollte dafür sorgen, dass der Soldatenberuf als das dargestellt wird, was er ist: nämlich kein Abenteuer.” Die Truppe wirbt mit dem Slogan “Wir. Dienen. Deutschland.” Für die Nachwuchsgewinnung standen ihr 2012 rund 29 Millionen Euro zur Verfügung. 2011 waren es bloß 16 Millionen Euro gewesen. Der SPD-Politiker kritisierte zudem die Art der Ausbildung. Man könne nicht weiter machen wie mit Wehrpflichtigen. “Man muss den Dienst so organisieren, dass die jungen Leute gefordert sind und am Freitag nach Hause fahren in dem Bewusstsein, sie haben was geleistet und gelernt”, mahnte er. Es gebe noch zu viel Leerlauf. Das Verteidigungsministerium hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Abbrecherquote von 27 auf 30,4 Prozent gestiegen sei. Der Verteidigungsminister hatte bereits vor einigen Monaten erklärt, manche kämen mit offenbar verfehlten Erwartungen zu den Streitkräften. (Zitatende)

Berichtet der “Kölner Stadtanzeiger”.
Dazu der Bundeswehr.de-Artikel: “1. Januar: Knapp 5.000 Soldaten rücken ein”

(Textquelle: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Grafikquelle: Bundeswehr.de)

Sold-Besteuerung

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Verweis, dass der Grundwehrsold davon nicht betroffen ist, mag da nur wenig beruhigen. Der beläuft sich ja eh nur zwischen 280 bis 350 Euro. Wer mag da nicht die steuerfreien Zuschläge gönnen? Da spricht es Hohn, wenn das Finanzministerium ausgerechnet die Steuergerechtigkeit in Anschlag bringt. Wie viel Jahrzehnte galt vor der 2012 ausgesetzten Wehrpflicht eigentlich die Wehrgerechtigkeit? So jedenfalls wird sich in Konkurrenz mit der Wirtschaft keine motivierte Freiwilligenarmee aufbauen lassen. (Zitatende)

Kommentiert die “Märkische Oderzeitung” aus Frankurt/Oder.

Die Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle berichtet zum Thema:
Bundesfreiwilligendienst – Unionsverteidigungspolitiker Beck lehnt Schäubles Steuerpläne ab
Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck, hat den Plan von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wehrdienstleistende und Bundesfreiwilligendienstleistende zu besteuern, abgelehnt. “Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe). “Ihr Engagement darf nicht durch unnötige Steuern beeinträchtigt werden.” Das Vorhaben des Finanzministeriums, den Wehrsold und die Bezüge der Bundesfreiwilligendienstleistenden wie jedes Einkommen zu versteuern, setze “insofern ein falsches Signal”. Beck fuhr fort: “Die Leistung der jungen Frauen und Männer muss auch weiterhin gefördert und darf nicht bestraft werden. Durch eine Besteuerung der ohnehin nicht gerade üppigen Bezüge würde der Dienst für sie uninteressant.” (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtete am 07. März 2012: Steuerland tapfer verteidigen – Bundesfinanzministerium will Wehrsold besteuern. BMVg.de berichtet aktuell dazu: Kompromissregelung für Besteuerung von Wehrsold.

(Textquellen kursiv: Märkische Oderzeitung.de; Mittldeutsche Zeitung.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, Rekruten beim Biwak;
Ernst-Reinhard Beck MdB.de, der Bundestagsabgeordnete Beck 2008 in Kabul bei den Soldaten)

Bundesfreiwilligendienst: Der Osten liegt vorn, Schlusslicht Bremen und Wiesbaden

Montag, 14. Mai 2012

Städtevergleich zeigt besonders hohes Engagement in den neuen Ländern

Der neue Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) stößt insbesondere in Ostdeutschland auf eine starke Resonanz. Das hat das Männer-Lifestylemagazin “Men’s Health” (Ausgabe 6/2012, EVT 16.05.2012) bei einer Auswertung von Daten des Familienministeriums festgestellt. So sind etwa in Rostock mehr als 112 Menschen pro 100.000 Einwohner in dem freiwilligen Hilfsdienst engagiert – ein Spitzenwert unter allen deutschen Großstädten. Unter den ersten fünf des Rankings finden sich mit Chemnitz, Erfurt und Dresden sogar noch drei weitere Städte aus den neuen Bundesländern. Schlusslicht ist dagegen das westdeutsche Wiesbaden mit gerade mal knapp 17 so genannten Bufdis pro 100.000 Einwohner.

Dr. Jens Kreuter, der im Familienministerium für den Aufbau des Freiwilligendienstes zuständig ist, kann in “Men’s Health” nur vermuten, warum das Engagement im Osten so vergleichsweise hoch ist: “Die höhere Arbeitslosigkeit trägt wohl ihren Teil bei – schließlich sind bei uns auch Hartz-IV-Empfänger willkommen”, sagt Kreuter. “Doch auch Menschen, bei denen dies keine Rolle spielt, sind zahlreicher vertreten.” Möglicherweise liegt es nach Einschätzung des Experten auch daran, dass soziales Engagement im Osten traditionell “einen hohen Stellenwert” hat.

1. Rostock 112,2*
2. Chemnitz 98,7
3. Bielefeld 84,5
4. Erfurt 84,4
5. Dresden 83,0
6. Leipzig 81,3
7. Hannover 80,2
8. Solingen 75,8
9. Freiburg (Breisgau) 75,3
10. Saarbrücken 74,0
11. Aachen 70,8
12. Karlsruhe 66,4
13. Münster (Westfalen) 66,1
14. Magdeburg 60,3
15. Krefeld 54,4
16. Bonn 52,5
17. Essen 51,7
18. Hagen 51,0
19. Braunschweig 49,3
20. Lübeck 49,1
21. Leverkusen 48,6
22. Mönchengladbach 48,4
23. Herne 48,3
24. Osnabrück 48,0
25. Gelsenkirchen 45,4
26. Oldenburg (Oldenburg) 45,2
27. Stuttgart 43,9
28. Augsburg 43,6
29. Ludwigshafen (Rhein) 43,5
30. Hamburg 43,0
31. Dortmund 42,8
32. Wuppertal 42,7
33. Halle (Saale) 41,8
34. Oberhausen 41,1
35. Bochum 40,1
36. Düsseldorf 38,9
37. Kiel 37,8
38. Mainz 35,9
39. München 31,9
40. Frankfurt (Main) 30,2
41. Mülheim (Ruhr) 29,3
42. Hamm (Westfalen) 29,2
42. Köln 29,2
42. Nürnberg 29,2
45. Berlin 28,5
46. Kassel 26,2
47. Duisburg 25,6
48. Mannheim 24,4
49. Bremen 21,6
50. Wiesbaden 16,9

*Anzahl der Bundesfreiwilligen pro 100.000 Einwohner im März 2012. Die Daten stammen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In der Rangliste sind die 50 größten Städte Deutschlands vertreten.

(Text-, Datenquelle: menshealth.de)

Hintergrundinformationen: Bundesfreiwilligendienst “Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden.” “Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun.”

Militärische und zivile Karriere-Chancen bei der Bundeswehr (Video)

Dienstag, 8. Mai 2012

KarriereTreff – Bundeswehr zum Reinschnuppern, Informieren und Anfassen
Mit dem Showtruck unterwegs in Deutschland

Jedes Jahr ist der KarriereTreff der Bundeswehr mit seinen Showtrucks auf Tour. Er beteiligt sich an vielen öffentlichen Veranstaltungen und stellt sich den Fragen von Bewerbern, die zur Bundeswehr wollen. So auch beim CityKart-Rennen in Siegen. Was erfahren die Interessenten über die Bundeswehr? Welche Tipps geben die Wehrdienstberater für die Karriere?

Soldatenglück.de berichtete über die Nachwuchswerbung für die Streitkräfte im Februar 2012: Bundeswehr wirbt Nachwuchs – auch im Einkaufscenter (Video).

(Video, Grafikquelle: Bundeswehr.de)



Verteidigungsminister de Maiziere: 8500 Freiwillige im ersten Jahr nach Wehrpflicht-Aussetzung

Montag, 7. Mai 2012

Im ersten Jahr nach Aussetzung der Wehrpflicht haben sich 8500 junge Menschen freiwillig zum Wehrdienst gemeldet. Das sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Montagausgabe). Geplant hatte der Minister mit 5000 bis 15.000 Freiwilligen pro Jahrgang. “Wir haben im ersten Jahr nach der Aussetzung der Wehrpflicht über 8500 freiwillig Wehrdienstleistende eingestellt. Das ist zufriedenstellend”, sagte de Maizière. Ein Problem sei aber, dass etwa 20 Prozent den Wehrdienst vorzeitig abbrechen. “Die Vorstellungen mancher junger Leute sind da vielleicht etwas naiv”, so der Minister. Einige Rekruten überrasche es, dass sie morgens mit geputzten Stiefeln zum Dienst erscheinen müssten, in einer Stube mit mehreren Soldaten schlafen oder dass sie nur in der Raucherpause rauchen dürften, sagte der CDU-Politiker. (Zitatende)

Berichtet die “Rheinische Post” aus Düsseldorf heute.

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, VM begrüßt freiwillig Wehrdienstleistende – Der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Thomas de Maizière, begrüßt am 4.Juli 2011 in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin die ersten freiwillig Wehrdienstleistenden. Er gibt damit den Startschuss für den neuen Freiwilligen Wehrdienst, der nach Aussetzen der Wehrpflicht jungen Frauen und Männern offen steht. Foto vom: 04.07.2011)

Werbung in eigener Sache – erstes Karriereberatungsbüro der Bundeswehr in Deggendorf/Bayern (Video)

Sonntag, 8. April 2012

Die Bundeswehr hat ein Problem. Die Aussetzung der Wehrpflicht und der Afghanistan-Einsatz erzeugen alles andere als eine Sogwirkung. Immer weniger junge Leute entscheiden sich für den Dienst an der Waffe. Aus diesem Grunde sollen Nachwuchsgewinnung und Personalmanagement optimiert werden. Dafür schafft die Bundeswehr nun so genannte Karriereberatungsbüros. Das erste dieser Art wurde in Deggendorf eröffnet.

Du interessierst Dich für eine militärische oder zivile Laufbahn in der Bundeswehr? Einen Karriereberater kannst Du über die Ansprechpartnersuche finden oder Du wählst die bundesweit kostenfreie Karriere-Hotline: 0800 / 9 80 08 80, telefonisch wirst Du direkt mit einem Karriereberater verbunden.

(Videoquelle Textauszug oben: DonauTV;
Bildergrafikquelle: Bundeswehr.de)

Hintergrundinformationen: Bundeswehr-Karriere.de

Wehrsold-Besteuerung: Unionsverteidigungspolitiker Ernst-Reinhard Beck lehnt Schäubles Pläne ab

Donnerstag, 8. März 2012

Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ernst-Reinhard Beck, hat den Plan von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wehrdienstleistende und Bundesfreiwilligendienstleistende zu besteuern, abgelehnt. “Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe). “Ihr Engagement darf nicht durch unnötige Steuern beeinträchtigt werden.” Das Vorhaben des Finanzministeriums, den Wehrsold und die Bezüge der Bundesfreiwilligendienstleistenden wie jedes Einkommen zu versteuern, setze “insofern ein falsches Signal”. Beck fuhr fort: “Die Leistung der jungen Frauen und Männer muss auch weiterhin gefördert und darf nicht bestraft werden. Durch eine Besteuerung der ohnehin nicht gerade üppigen Bezüge würde der Dienst für sie uninteressant.” (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle heute.
Soldatenglück.de berichtete gestern: Steuerland tapfer verteidigen – Bundesfinanzministerium will Wehrsold besteuern.
Die “Neue Osnabrücker Zeitung” kommentiert:
Sturm im Wasserglas

 Formaljuristisch mag es korrekt sein, die Bezüge der Teilnehmer am Wehrdienst und am Bundesfreiwilligendienst zu besteuern. Aber das ist auch schon alles. Auswirken würde sich diese Regelung kaum, und schon gar nicht würden Millionen-Einnahmen in den Bundeshaushalt fließen. Mit solchen Plänen lassen sich keine Schulden abbauen.

Dafür ist das Taschengeld von maximal 330 Euro für die Freiwilligen zu gering. Auch bei den Soldaten wäre nicht viel zu holen. Die Väter unter ihnen wären sogar besser gestellt, weil ihnen Kindergeld gezahlt würde. Die jetzt bekannt gewordenen Pläne aus dem Finanzministerium haben daher in erster Linie einen Sturm im Wasserglas ausgelöst und unnötig für Empörung und Verunsicherung gesorgt. Doch der Entwurf ist weder eine beschlossene Sache noch mit den betroffenen Ressorts Familie und Verteidigung abgestimmt. Die Pläne sollten daher so bald wie möglich im Reißwolf verschwinden. Denn auch wenn es kaum steuerliche Effekte gäbe, bestünde die Gefahr der Abschreckung.

Bisher sind sowohl der freiwillige Wehrdienst als auch der Bundesfreiwilligendienst mit einem erfreulich größeren Zulauf gestartet, als Kritiker vor der Einführung angenommen hatten. Nun aber können mögliche Interessierte vergrault werden und sich dann doch nicht für soziale oder ökologische Projekte engagieren. Das wäre bedauerlich. Eine Abschaffung der Steuerfreiheit wäre daher das falsche Signal. (Zitatende)

(Textquellen kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de, Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bildquelle: Ernst-Reinhard Beck.de)

Steuerland tapfer verteidigen – Bundesfinanzministerium will Wehrsold besteuern

Mittwoch, 7. März 2012

Der Wehrsold für freiwillig Wehrdienstleistende und damit auch für Reserve-Wehrübende soll besteuert werden, wenn es nach Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geht.

Wehrdienstleistende und Teilnehmer/innen am Bundesfreiwilligendienst sollen steuerlich stärker belastet werden. Nach dem Willen des Finazministeriums sollen sie künftig ihre Bezüge besteuerm. Das geht aus dem Entwurf zum Jahressteuergesetz 2013 hervor. Damit stellt sich Schäuble gegen die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kabinettskollegen, Verteidigungsminister Thomas de Maiziere und Familienministerin Kristina Schröder (beide CDU).
Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und das für den Bundesfreiwillgendienst (BFD) zuständige Familienressort kündigten Widerstand gegen die Pläne an.
Eine Wehrsold-Besteuerung wurde auch wehrübende Reservisten betreffen.
Der Dienst in den Streitkräften oder im Bundesfreiwilligendienst würde durch eine solche Steuer für junge Leute noch unattraktiver werden.
BMVg und Familienminsisterium werben bislang mit dem Versprechen, dass die Bezüge steuerfrei sind, versprochen – gebrochen?
Nach Auffasung von Soldatenglück.de wird der Plan der Wehrsoldbesteuerung des Finanzminsteriums weder im Bundeskabinett, noch in Bundestag und Bundesrat durchsetzbar sein.

Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über die Anlauf- und Rekrutierungsschwierigkeiten des Freiwilligen Wehrdienstes und des Bundesfreiwilligendienstes.

(Bildquelle: Bundeswehr.de, Rekruten)

Bundesregierung wirbt: Freiwilliger Wehrdienst (Video)

Samstag, 18. Februar 2012

vielseitige Perspektiven für junge Menschen

Zu Land, zu Wasser und in der Luft — die Bundeswehr ist ein äußerst vielseitiger Arbeitgeber. Freiwillige Wehrdienstleistende haben die Möglichkeit, einen Eindruck über die vielfältigen Arbeitsbereiche zu gewinnen — und viele machen von ihr Gebrauch.

(Video-, Textquelle: Bundesregierung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Archivfoto: das neue Plakat “Wir.Dienen.Deutschland” wird an der Wand des Haus 6 im Bundesministerium der Verteidigung am 2.Dienstsitz in Berlin aufgehangen.)