Archiv für die Kategorie 'Streitkräfte&Gesellschaft'

Einen Soldaten zu lieben …, der mit der Bundeswehr in der Ferne im ISAF-Einsatz Dienst tut ist (Videos)

Sonntag, 14. August 2011

Herausforderung Auslandseinsatz

Der Bruder und der geliebte Freund sind als Soldaten im Auslandseinsatz für die Bundeswehr. Die 20-jährige Angehörige hat einen YouTube-Kanal eingerichtet und berichtet über ihr Leben als Daheimgebliebene, vom Abschied, vom ersten Paket mit der Feldpost Richtung Afghanistan, den Briefen, den täglichen SMS-Nachrichten, den wenigen Telefonaten, über das Solidaritäts-Symbol ”gelbe Schleife” und die Vorfreude auf die Heimkehr der Lieben.

Im YouTube-Kanal Lillifee267 Text schreibt “Fräulein_F”:
Herzlich Willkommen auf meinem Kanal!
Hier werde ich in der nächsten Zeit Videos darüber machen, wie mein Leben als Angehörige von Soldaten ist. Ich möchte euch zeigen, wie unser Alltag abläuft und wie ich und meine Familie die Herausforderung “Auslandseinsatz” erleben.

Außerdem wird es in der nächsten Zeit ein bisschen Hintergrundinformationen zur Bundeswehr geben und auch zu den Auslandseinsätzen, speziell zum Thema Afghanistan.

Ich möchte euch auf meinem Kanal zeigen, dass es auch heute noch viele Familien gibt, deren Angehörige im “Krieg” sind und welche Herausforderungen diese Familien meistern müssen.

“Fräulen-F” schreibt über sich selbst: Einen Soldaten zu lieben ist nicht immer so, wie es erzählt wird, um ihn zu lieben bezahlt man einen hohen Preis. Es ist als wäre man jung, jedoch fühlt man sich alt. Denke daran, er denkt jeden Tag an dich. Er ist traurig und einsam, so weit weg zu sein. Deshalb liebe ihn, vermisse ihn und sei dir sicher, dass er sagt “Ich will nur Sie!” und sei immer stolz darauf, deinen Soldaten zu lieben.

(Videoquelle: YouTube-Kanal Lillifee267 von Fräulein_F)



Bundeswehr im Land Brandenburg – Standortschliessungen sind zu erwarten (Video)

Samstag, 30. Juli 2011

Der Ministerpräsident des Bundeslandes Brandenburg, Matthias Platzeck (SPD), besuchte den Bundeswehrstandort Prenzlau. Dort macht man sich Sorgen um eine mögliche Schließung des Standorts aufgrund der Bundeswehr-Reform. Wie ist die Bundeswehr im Land aufgestellt?

(Videoquelle: rbb.de, Brandenburg aktuell vom 29.07.2011)

Hintergrundinformationen: Landesportal Brandenburg

Deutscher BundeswehrVerband: Übergabe der Verantwortung in Afghanistan hat begonnen

Freitag, 22. Juli 2011

Schwerpunkt Afghanistan
Major Andre Wüstner: “Übergabe in Verantwortung hat begonnen”

Afghanistan. Der Deutsche BundeswehrVerband ist ein seriöser und kritischer Top-Gesprächspartner der Bundesregierung sowie Parlament. Das gilt für Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik ebenso wie bei den grundsätzlichen Rahmenbedingungen in der Bundeswehr: So begleitet der stellvertretende Bundesvorsitzende, Major André Wüstner (Bild rechts), Außenminister Guido Westerwelle nach Afghanistan, um das Lagebild der politisch Verantwortlichen mit dem der Soldaten vor Ort und mit der afghanischen Regierung abzugleichen. Der Außenminister betonte, dass Afghanistan mit Blick auf 2014 und der in diesem Jahr in Bonn stattfindende internationalen “Afghanistankonferenz” in den Schwerpunkt rückt.

“Hervorragende Leistungen der deutschen Soldatinnen und Soldaten”

In Afghanistan wurde Westerwelle von internationaler Seite auf die hervorragenden Leistungen der deutschen Soldatinnen und Soldaten hingewiesen. Leider werden die Fortschritte der vergangenen zwei Jahre in der Nordregion – teils errungen in anspruchsvollsten Angriffsoperationen – in der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Doch auch wenn nun zaghaft die “Übergabe in Verantwortung” beginnt, ist die Lage noch äußerst fragil. “Der Außenminister tut gut daran, jetzt noch keine Zahlen für einen beginnenden Abzug deutscher Kräfte aus Afghanistan zu nennen”, so der stellvertretende Bundesvorsitzende. Ihm sei auch klar, dass es selbst bis 2014 nicht gelingen werde, alle Missstände vor Ort zu beseitigen. “Die Minimierung von Zielsetzungen für Afghanistan hat längst begonnen”, stellte Major Wüstner in Kabul fest.

Einsatz zügig und verantwortungsvoll zu Ende bringen

Für den Deutschen BundeswehrVerband ist klar, dass die internationale Gemeinschaft langsam kriegsmüde wird. Die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz wie zu Hause wissen, dass gerade in den ersten Jahren des ISAF-Einsatzes politische Fehler gemacht wurden und wertvolle Zeit verloren ging. Leidtragende waren vor allem die Streitkräfte. “Jetzt kommt es darauf an, dass dieser Einsatz zügig aber verantwortungsvoll und vor allem international abgestimmt zu Ende gebracht wird. Wichtig ist auch, dass Afghanistan eine Perspektive für die Zeit nach 2014 aufgezeigt wird. Weiterhin muss sichergestellt werden, dass sich Deutschland so schnell nicht wieder auf politisch derartig undurchdachte Abenteuer einlässt”, forderte Major Wüstner gegenüber dem Außenminister.

Die Soldaten müssen quantitativ wie qualitativ optimal ausgerüstet werden. Wüstner: “Das BMVg muss endlich sicherstellen, dass bereits in Deutschland am gesamten Einsatzgerät ausgebildet und geübt werden kann.”

Attraktivität steigern

In seinen Gesprächen im Einsatzland stellte Major Wüstner fest: Die Soldatinnen und Soldaten sind in Bezug auf die Neuausrichtung der Bundeswehr sehr skeptisch. Wie in Deutschland wird bezweifelt, dass Minister Thomas de Maizière mit den nach wie vor happigen Sparauflagen in der Lage ist, die Bundeswehr aus der jahrelangen Unterfinanzierung zu führen und gleichzeitig eine Effizienzsteigerung samt einer Erhöhung der personellen Durchhaltefähigkeit für Einsätze sicherstellen zu können. “Wir erwarten die versprochen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes. Die müssen aber auch in der Schlammzone spürbar ankommen!”, so ein Kompaniefeldwebel in Masar-i-Sharif. (Zitatende)

Soldatenglück.de berichtete: Westerwelle verspricht Afghanistan langfristige Partnerschaft (Video), Westerwelle besucht überraschend Afghanistan (Video) und ISAF: Operation “Übergang” in Afghanistan diskret begonnen (Video).

(Text-, Bild-, Grafikquelle: DBwV.de, zweiter Stellv. Bundesvorsitzender Major Andre Wüstner;
Bildquelle: ISAF.NATO.int, Marine Corps Gen. John R. Allen, the new International Security Assistance Force/U.S. Forces Afghanistan commander, Navy Adm. Mike Mullen, Chairman of the Joint Chiefs of Staff, and German Army Gen. Wolf Langheld, Commander, Joint Force Command Brunssum, applaud the ISAF/USFOR-A Command Sgt. Maj. Marvin L. Hill for his steadfast support of the outgoing ISAF commander, Army Gen. David H. Petraeus, during the ISAF Change of Command ceremony held in Kabul, Afghanistan, July 18, 2011.)

Studie belegt Fremdenfeindlichkeit in der Bundeswehr (Video)

Donnerstag, 21. Juli 2011

Die Bundeswehr sucht für Auslandseinsätze Personal. Ideal wären auch Soldaten mit Migrationshintergrund. Doch die sind in der Bundeswehr zum Teil Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ausgesetzt. Das geht aus einer unter Verschluss gehaltenen Studie hervor, die FAKT exklusiv vorliegt.
(weiter…)

Rede des Bundespräsidenten beim Gelöbnis der ersten freiwillig Wehrdienst leistenden Soldaten

Mittwoch, 20. Juli 2011

“der Bundesrepublik Deutschland (freiwillig) treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes (freiwillig) tapfer zu verteidigen”, im Sinne Stauffenbergs

Feierliches Gelöbnis der Bundeswehr-Soldaten vor dem Reichstagsgebäude Deutscher Bundestag in Berlin am Tag des Deutschen Widerstandes, 20. Juli 2011.
Erstmals nach Aussetzung der Wehrpflicht legten Rekruten der Bundeswehr, die ausschliesslich freiwillig Wehrdienst leisten, ihre Eidesformel ab. Das deutsche Staatsoberhaupt, Bundespräsident Christian Wulff, sprach zu den rund 470 Soldatinnen und Soldaten der Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine der Bundeswehr als Parlamentsarmee an dem öffentlichen Ort in Berlin-Mitte vor dem Parlamentsgebäude, der der Öffentlichkeit aufgrund Polizeiabsperrungen nicht zugänglich war.
Christian Wulff sprach davon, dass die Gesellschaft die Bundeswehr nicht ingnorieren dürfe und formulierte wörtlich an die jungen Staatsbürger in Uniform gewandt: “Ihre Freiwilligkeit darf nicht zur Gleichgültigkeit in der Gesellschaft führen. Hier mache ich mir durchaus Sorgen.”
Hier die vollständige Rede des Bundespräsidenten.

Ich empfange andere Staatsoberhäupter regelmäßig mit militärischen Ehren. Jedes Mal, wenn die Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons und des Stabsmusikkorps – so wie Sie aus Heer, Luftwaffe und Marine – dem Gast Ihre Reverenz erweisen, fühle ich, wie stolz wir sein können: auf Sie, Soldatinnen und Soldaten. Auf diese Bundeswehr. Und auf unser Land, dem Sie heute Ihr Gelöbnis ablegen, und das Sie gegen seine äußeren Feinde zu verteidigen geloben.

In meinem ersten Amtsjahr habe ich bei einer ganzen Reihe von Bundeswehrbesuchen Soldatinnen und Soldaten gesprochen. Ich bin stets tief beeindruckt von ihrem Ernst und ihrem Selbstbewusstsein, von ihrem Pflichtgefühl und ihrer Verbundenheit mit unserem Land und seinen Werten, auch von ihrer Gelassenheit in Kenntnis aller Gefährdungen. Sie sind ohne Illusionen über die Gefahren ihres Dienstes, dabei voller Mut und Zuversicht.

All das gibt uns die Gewissheit: Wir können uns auf Sie verlassen. Auch nach der Aussetzung der Wehrpflicht bleibt unsere Bundeswehr die Bundeswehr, die wir schätzen gelernt haben und die zu einem hohen Ansehen Deutschlands in der Welt beiträgt. Ich danke den anwesenden Botschaftern und Verteidigungsattachés aus über 50 Nationen, dass Sie heute gekommen sind und damit Ihre Wertschätzung ausdrücken.

Der Geist der Bundeswehr wird sich mit Aussetzung der Wehrpflicht nicht verändern. Sie als freiwillig Wehrdienstleistende haben sich bewusst mit unserer Werteordnung auseinandergesetzt. Was sich aber auch nicht ändern darf, ist der Geist, in dem wir als Bürger der Bundeswehr gegenübertreten. Sie gehört in unsere Mitte, in unsere Schulen und Hochschulen, auf öffentliche Plätze. Ihre Freiwilligkeit darf nicht zu Gleichgültigkeit in der Gesellschaft führen. Hier mache ich mir durchaus Sorgen.

„Unsere Soldatinnen und Soldaten“ – das sagt sich leicht. Aber das heißt auch: Wir müssen Anteil nehmen an Ihren Leistungen, an Ihren Ängsten, an Ihren Zweifeln. Öffentliche Debatten führen über Einsätze der Bundeswehr. Und uns mehr kümmern – gerade um die, die in ihrem Einsatz innerlich oder äußerlich verwundet wurden. Um die Angehörigen, die diesen besonderen Dienst an unserem Land auf ihre Weise mittragen. Auch zu meinem Sommerfest habe ich ganz bewusst im Einsatz verwundete Soldaten mit ihren Angehörigen eingeladen. Ich wollte ihnen danken, und ich wollte ihnen zeigen: Sie gehören hierher! Die Gespräche haben mich beeindruckt.

Sie, liebe Rekrutinnen und Rekruten, wollen unserem Land treu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer verteidigen.

Dieses Versprechen geben Sie gleich aus freiem Willen ab. Sie tun dies am 20. Juli: Am 20. Juli 1944 haben Angehörige der Wehrmacht aus innerer Überzeugung und aus Sehnsucht nach einem besseren Deutschland versucht, einen menschenverachtenden Diktator zu töten und der Herrschaft des Rechts wieder Geltung zu verschaffen.

Die Bundeswehr steht in dieser Tradition und ist ihrer würdig geblieben bis heute – eine Tradition, die nicht nur die widerständigen Soldaten und Zivilisten im Umfeld des 20. Juli umfasst, sondern alle Männer und Frauen, die den Mut hatten, der grenzenlosen Willkür der Nationalsozialisten entgegenzutreten. Sie haben geholfen, ein Deutschland zu schaffen, in dem wir heute in Frieden und Freiheit leben.

Wenn wir uns die letzten 100 Jahre Geschichte unseres Kontinents Europa vor Augen führen, dann sehen wir: Die erste Hälfte war geprägt von zwei Weltkriegen und Unfreiheit, von unvorstellbarem Leid und großer, vor allem auch deutscher, Schuld. In der zweiten Hälfte aber haben wir die Lehren daraus gezogen. Wir haben den Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs erlebt. Wir erkennen zu selten: Welch ein Glück, heute in Deutschland mitten im freien Europa zu leben! Welch große Leistung, dass Frieden und Freiheit in Europa errungen und so lange erhalten wurden! Wie dankbar dürfen wir jenen sein, die Deutschland nach dem Krieg in den Kreis der zivilisierten Völker zurückgeführt haben, und wie dankbar jenen Bürgerinnen und Bürgern der DDR, die vor 22 Jahren auch für den Osten unseres Vaterlandes die Freiheit und die Einheit unserer Nation erkämpften. Wir genießen all die Freiheiten, für die andere in der Welt bis heute, und buchstäblich heute – wenn wir an Nordafrika, den Mittleren Osten oder Syrien denken –, ihr Leben einsetzen.

Unser wiedervereinigtes Deutschland ist ein großartiges Land. Es ist Ihren Einsatz wert, liebe Rekrutinnen und Rekruten. Und es bedarf Ihres Einsatzes.

Gefahren und Risiken für Deutschland und seine Verbündeten sind nicht verschwunden: Internationaler Terrorismus, Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, der Zerfall von Staaten bedrohen auch unsere Sicherheit. Freiheit und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeit.

„Die Anforderungen der explosiven Welt von heute sind andere, aber sie sind nicht geringer.“ Das hat Freya von Moltke aus dem Kreisauer Kreis des Widerstandes vor einigen Jahren gesagt. Sie erinnerte daran, „wie schnell die Ergebnisse eines langen und zivilisierten Zusammenlebens verspielt werden können“. Und weiter: „Was die Deutschen verloren hatten, war das Gefühl dafür, dass sie für ihre eigene Gesellschaft verantwortlich sind.“

Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, angefangen in den „kleinen Gemeinschaften“, wie Helmuth von Moltke es nannte. Sich um das Allgemeine verdient zu machen und sich nicht nur um sich selbst zu kümmern. Sie, Rekrutinnen und Rekruten, verteidigen, wofür die Menschen des Widerstandes gekämpft, gelitten und viele mit ihrem Leben bezahlt haben: Mitmenschlichkeit und Anstand, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, eine offene und menschenwürdige Gesellschaft.

Auch in dieser Welt neuartiger Gefahren bleibt es aber dabei: Ihr Einsatz als Soldatinnen und Soldaten ist immer ultima ratio.

Unsere Soldatinnen und Soldaten kennen aus eigener, manchmal auch bitterer, Erfahrung die Grenzen militärischer Einsätze. Daher ist es so wichtig, dass die Politik auf Ihren Rat besonders hört, bevor ein Einsatzbefehl ergeht. Allein militärisch ist nicht zu gewinnen – weder der Frieden, noch kann man damit stabile Demokratien schaffen. Im Zusammenwirken von Politik, zivilem Engagement, Entwicklungszusammenarbeit, militärischem Schutz und dem Dialog der Kulturen liegt der Erfolg.

Wir wollen offen sein für Fremde und Fremdes und anderen mit Respekt begegnen. Krisen und Konflikte sollen gar nicht erst entstehen oder frühzeitig eingedämmt werden. Wir wollen mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen und Wandel hin zu mehr Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie bestärken. Vor allem muss Europa mit einer Stimme sprechen, damit es als Friedensmacht in der Welt Einfluss nehmen kann.

Ich betrachte es als eine besondere Errungenschaft in unserem Land und als ein hohes Gut, dass nicht die Regierung, sondern das Parlament – das Herz unserer Demokratie – vor dessen Sitz wir hier stehen, über Einsätze entscheidet. Ich freue mich über die Anwesenheit von über 40 Parlamentariern hier heute Abend. Andere mögen der Auffassung sein, dass der Parlamentsvorbehalt unsere außenpolitische Handlungsfähigkeit einschränkt. Für mich ist er der eindrucksvolle Beweis dafür, dass unsere Bundeswehr im Auftrag des deutschen Volkes handelt. Es ist daher auch Aufgabe des Parlaments und der von ihm getragenen Regierung, die Notwendigkeit dieser Einsätze immer und immer wieder glaubhaft zu vermitteln.

Unsere Demokratie braucht Bürgerinnen und Bürger wie Sie: Die sich für die Freiheit einsetzen und bereit sind, sie zu verteidigen – ob in Zivil oder in Uniform.

Ihre Entscheidung, der Bundesrepublik freiwillig zu dienen, verlangt unsere ganz besondere Achtung und Dankbarkeit. Freiwilliger Wehrdienst, Bundesfreiwilligendienst, die vielfältigen Freiwilligenprogramme auf Länderebene: Deutschland ist auf diese Kultur der Freiwilligkeit stärker denn je angewiesen. Sie dient dem Zusammenhalt in Deutschland.

Sie stehen stellvertretend für die 3.400 freiwillig Wehrdienstleistenden, die unserem Land seit dem 4. Juli dienen. Ihre Angehörigen und Freunde können stolz auf Sie sein.

In den nächsten Monaten wird viel von Ihnen verlangt werden. Sie werden Neues lernen, Sie werden sich in eine soldatische Gemeinschaft einleben und in eine militärische Hierarchie einfügen. Sie werden Kameradschaft üben und in mancher Hinsicht als Persönlichkeit über sich hinauswachsen. Diese Zeit wird prägend für Sie sein.

Sie werden Ihren Ausbildern anvertraut. Diesen ist die Verantwortung, die sie damit übernehmen, bewusst. Ihr Ziel ist es, Sie fair und umsichtig auszubilden, in Ihnen Begeisterung zu wecken für Ihre Aufgabe, Ihnen Vorbild zu sein.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie aus Ihrem freiwilligen Wehrdienst Erfüllung und persönliche Zufriedenheit gewinnen. Im Namen unseres, Ihres Landes danke ich Ihnen für Ihre Bereitschaft, Deutschland zu dienen.

Unser Land ist Ihren Einsatz wert! (Zitatende)

(Textquelle kursiv: Bundespräsident.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Kranzniederlegung im Ehrenhof des Bendlerblocks in Berlin zum 67. Jahrestag des 20.Juli 1944 und zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus. Foto vom: 20.07.2011.)

Hintergrundinformationen: Gedenkstätte Deutscher Widerstand.de



BundeswehrVerband kritisiert – wie der Wehrbeauftragte – Ausrüstung der Soldaten im Afghanistan-Einsatz

Freitag, 15. Juli 2011

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat sich der Kritik des Wehrbeauftragten des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), an Ausrüstungsmängeln bei der Bundeswehr in Afghanistan angeschlossen und dessen Arbeit ausdrücklich gelobt. “Was der Wehrbeauftragte sagt, ist richtig”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Samstag-Ausgabe). “Es ist gut, dass er darauf hinweist. Das sind Dinge, die wir auch immer monieren.” Kirsch fügte hinzu: “Wir sind dankbar, dass Königshaus nicht nachlässt, sich darum zu kümmern, dass diese Missstände abgestellt werden.” (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle vorab.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de/ISAF.NATOint, Bergung eines Radpanzers FUCHS im ISAF-Eisatz in Afghanistan)

Deutscher BundeswehrVerband: Stärk führt den Landesverband Süddeutschland für weitere vier Jahre

Dienstag, 12. Juli 2011

DBwV-Landesversammlung hat in Bamberg gewählt

Kontinuität ist Trumpf im Landesverband Süddeutschland: Mit überwältigender Mehrheit bestätigten die Delegierten der Landesversammlung Süddeutschland des Deutschen BundeswehrVerbandes Stabsfeldwebel Gerhard Stärk (Bild rechts) im Amt des Landesvorsitzenden. 192 der 240 Delegierten gaben dem 54-Jährigen ihre Stimme. Auch auf dem Posten des Stellvertreters bleibt alles beim Alten. Oberstleutnant Josef Rauch (49), der seit April dieses Jahres das Amt ausübt, wurde mit 218 von 240 Stimmen bestätigt.

Stärk kündigte an, den Verantwortlichen für den Reformprozess der Bundeswehr weiterhin kritisch auf die Finger zu schauen: “Der Mensch in den Streitkräften ist das wertvollste Gut überhaupt.” Vor allem den ausscheidenden Soldaten auf Zeit müssten attraktive Perspektiven für den Einstieg in den Zivilberuf geboten werden. Zudem müsse die Betreuungsorganisation ausgebaut werden, damit Soldaten Unterstützung etwa auch bei Versetzungen, bei der Wohnungssuche und der Suche nach Kindergartenplätzen erhielten.

Im Landesverband Süddeutschland sind rund 53.500 DBwV-Mitglieder organisiert.

(Text-, Bild-, Grafikquelle oben: DBwV.de, Foto: DBwV-Landesvorsitzender Süddeutschland Stabsfeldwebel Gerhard Stärk)

Bundeswehr-Gegner verhöhnen verwundeten deutschen Offizier

Donnerstag, 7. Juli 2011

 

Kirsch: “Schmäh-Plakate gegen General Kneip widerwärtig und geschmacklos!”

Berlin. Mit Ärger und Empörung reagiert der Deutsche BundeswehrVerband auf die Schmäh-Plakate gegen den in Afghanistan verwundeten Bundeswehr-General Markus Kneip. Der Bundesvorsitzende Oberst Ulrich Kirsch: “Freude über die Verwundung eines Soldaten zu äußern, ist widerwärtig, geschmacklos und menschenverachtend.”

Mit ihrer Kampagne haben die Bundeswehr-Gegner die Grundlage jeglicher sachlichen Auseinandersetzung verlassen, so Kirsch (Bild rechts, Oberst Ulrich Kirsch, DBwV-Bundesvorsitzender, der Deutsche BundeswehrVerband hat über 200.000 Mitglieder). “Sie verhöhnen damit nicht nur einen tapferen Offizier, der im Einsatz für Deutschland schwere Verwundungen davon getragen hat, sie beleidigen alle Kameradinnen und Kameraden, die im Einsatz ihr Leben riskieren, verwundet wurden oder gefallen sind.”

Gegner einer feierlichen Bundeswehr-Veranstaltung in Hannover hatten in den letzten Tagen Plakate mit einem Foto von Kneip gezeigt und dazu geschrieben: “Diesmal gibt´s was zu feiern! Endlich hat´s den Richtigen erwischt!”

Generalmajor Markus Kneip (Bild unten), Kommandeur im Regionalkommando Nord in Afghanistan, war im Mai bei einem Attentat schwer verletzt worden. (Zitatende)

Hier zum Foto des üblen Plakates bei BILD Hannover im Artikel: BIWAK-PROTEST ESKALIRT – Hetz-Plakate verhöhnen verletzten General Kneip.

Soldatenglück.de berichtete zum Anschlag von Talokon: Taliban-Anschlag in Talokan wurde mit platzierter fern gezündete Bombe durchgeführt Suizidattentäter-Theorie wiederlegt, Wer war der afghanische General Mohammad Daud Daud, der in Talokan zum Taliban-Opfer wurde (Videos), SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold: Anschlag von Talokan ist eine Zäsur, Talokan/Afghanistan: Der deutsche ISAF-General Markus Kneip war Taliban-Anschlagsziel, er wurde verwundet, zwei Bundeswehr-Soldaten fielen, weitere Menschen wurden verwundet oder getötet (Video), Zwei tote Soldaten: Politiker halten an Einsatz fest (Video) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière: General Kneip war nicht Ziel des Anschlags.

(Text-, Bild-, Grafikquelle oben: DBwV.de;
Bundeswehr.de, Generalmajor Markus Kneip im Camp Marmal, dem Sitz des HQ des ISAF RC North nahe Mazar-e Sharif in Afghanistan;
GenMaj Kneip wenige Wochen vor seiner Verwundung als COM ISAF RC North am Ehrenmal mit Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière, bei dessen Besuch in Mazar e Sharif/Afghanistan. Zum ersten Mal nach seinem Amtsantritt vor wenigen Wochen besuchte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière die Truppe im Einsatz. Foto vom: 27.03.2011;
Genermajor Markus Kneip, Kommandeur der 1. Panzerdivision in Hannover, Markus Kneip trat 1975 als junger Mann in die Bundeswehr als Offizieranwärter bei der Waffengattung Panzerartillerie ein und wurde bis 1977 zum Offizier ausgebildet. Er ist verheiratet und hat 2 Kinder. Sein derzeitige Verwendun ist CommanderISAF Regional Comand North, aktuell befindet sich der General nach einer Verwundung durch einen Spengstoffanschlag in Talokan/Afghanistan im ISAF-Einsatz in medizinscher Behandlung und REHA in Deutschland.
Markus Kneip möchte rasch auf seinen Posten nach Afghanistan und zu seinen Soldatinnen und Soldaten zurück kehren, doch der Heilungsverlug u.a. der Brandverwundungen dauert an.
Soldatenglück wünscht Markus Kneip eine vollständige Genesung und das Verkraften des körperlichen  und seelischen Erleben)

Bundesweite Sabotagewelle gegen Bundeswehrsoldaten

Mittwoch, 29. Juni 2011

Das Verteidigungsministerium hat einen internen Alarm ausgelöst, um alle Soldaten und Zivilangestellten vor Manipulationen an ihren Fahrzeugen durch unbekannte Täter zu warnen. Dies berichtet die “Rheinische Post” (Mittwochausgabe) unter Berufung auf das Ministerium. Es seien bundesweit bereits 84 Fahrzeuge sabotiert worden, so die Zeitung. Durch gelockerte oder abgeschraubte Radmuttern sei es zu teilweise lebensbedrohlichen Situationen gekommen. Betroffen waren nach diesen Angaben 77 vor Kasernen abgestellte Privatautos und sieben Dienstfahrzeuge. Hinweise auf extremistische Aufrufe oder Selbstbezichtigungen gebe es bislang zwar noch nicht. “Angesichts der Häufung kann ein politischer Hintergrund aber auch nicht ausgeschlossen werden”, zitiert die Zeitung einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus verurteilte die Taten. “Das Handeln ist ausgesprochen empörend”, so Königshaus. Es sei “überhaupt nicht akzeptabel und absolut unverantwortlich, so gegen Soldaten vorzugehen”. Angesichts des Ausmaßes sieht Königshaus “Anlass, die Beobachtung im Umfeld von Kasernen zu verstärken”. (Zitatende)

Heimtücke gegen Soldaten

Die Verbitterung der Soldaten ist verständlich. In Afghanistan trachten ihnen die Taliban durch heimtückische Sprengstoffanschläge nach dem Leben – und wenn sie dann in die vermeintlich sichere Heimat zurückkehren, werden sie von Alarmmeldungen empfangen, wonach unbekannte Täter nicht weniger heimtückisch ihre Privatautos manipulieren, ihnen letztlich also ebenfalls nach dem Leben trachten. Wenn Radmuttern nur vereinzelt vor einer oder zwei Kasernen gelockert oder abgeschraubt worden wären, hätte man noch an die perfide Tat einzelner Krimineller glauben können. Aber angesichts der Meldungen über 84 Vorfälle aus allen Teilen Deutschlands erscheint eine solche Annahme naiv. Kein Soldat soll sich sicher fühlen. Was der Staatsanwalt als “versuchten schweren Eingriff in den Straßenverkehr” in seine Ermittlungsmappe nimmt, ist in letzter Konsequenz nichts anderes als ein Mordversuch. Und damit sind wir beim gewaltbereiten Extremismus. Auch wenn die Fahndung extrem schwierig ist, so bleibt doch Aufklärung dringend nötig. Als erster Schritt würde den Soldaten schon helfen, wenn es klare öffentliche Distanzierungen von diesem gefährlichen Tun gäbe. Besondere von denen, die sich gerne unter der Losung versammeln, Soldaten seien potenzielle Mörder. (Zitatende)

Berichtet die “Rheinische Post” aus Düsseldorf heute.

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Schild des Bundesministeriums der Verteidigung, BMVg)

Drei Soldaten bei Unfall in Afghanistan verletzt

Freitag, 24. Juni 2011

Deutscher BundeswehrVerband übermittelt Genesungswünsche

Mit Besorgnis hat der Deutsche BundeswehrVerband den Unfall zur Kenntnis genommen, bei dem am Donnerstag drei deutsche Soldaten in Afghanistan verletzt worden sind. Der Bundesvorsitzende Oberst Ulrich Kirsch: “Wir wünschen den drei Kameraden eine baldige und vollständige Genesung. Unsere Gedanken sind besonders bei dem Soldaten, der bei dem Unfall schwere Verletzungen davon getragen hat.”

Die Männer hatten sich teils schwere Brandverletzungen zugezogen, als sich in ihrem “Marder”-Schützenpanzer ausgetretenes Kühlmittel entzündet hatte, nachdem vermutlich ein Schlauch geplatzt war. (Zitatende)

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldete dazu:

Afghanistan: Unfall mit Schützenpanzer Marder – drei deutsche Soldaten verletzt
B
erlin/Kundus, 23.06.2011, Einstellzeit: 12 Uhr.

Am 23. Juni um 7.03 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (9.33 Uhr Ortszeit) wurden bei einem technischen Defekt an einem Schützenpanzer Marder 500 Meter nordwestlich des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Kundus drei deutsche ISAF-Soldaten verletzt.

Durch austretendes Kühlmittel, vermutlich verursacht durch einen geplatzten Schlauch, zogen sich die Soldaten Brandverletzungen zu. Dabei wurde ein Soldat schwer, ein weiterer mittelschwer und einer leicht verletzt.

Die verletzten Soldaten werden im PRT Kundus sanitätsdienstlich versorgt. Die beiden schwerer verletzten Soldaten werden heute mit einem MedEvac-Transport nach Deutschland geflogen.

Das Unfallfahrzeug befindet sich wieder im PRT Kundus und wird überprüft.

Stand: 11.40 Uhr (Zitatende)

(Text-, Bild-, Grafikquelle oben: DBwV.de;
Bild-, Textquelle kursiv unten: Bundeswehr.de, Schützenpanzer MARDER im ISAF-Einsatz in Afghanistan)