Archiv für die Kategorie 'Streitkräfte&Gesellschaft'

Gorch-Fock-Kadetten bloggen (Video)

Mittwoch, 26. Januar 2011

 

Wer mehr über den Alltag auf der Gorch Fock erfahren möchte: Sonja Schünemann von heute.de zeigt, wo man die Gedanken und Erlebnisse der Kadetten im Internet finden kann.

(Videoquelle: ZDF morgenmagazin netzschau via YouTube, 25.01.2011)



Verteidigungungsminister zu Guttenberg unter Druck – Deppendorfs Woche (Video)

Mittwoch, 26. Januar 2011

 

Geöffnete Feldpost, ein tödlicher Schießunfall und der Vorwurf der Meuterei auf der “Gorch Fock” – Verteidigungsminister zu Guttenberg muss zurzeit vor allem sich selbst und seine Entscheidungen verteidigen. Das Medieninteresse ist riesig. Wer benutzt da wen?

(Videoquelle: ARD via YouTube)

Bundeswehr im Zwielicht – Meuterei und Briefgeheimnis (Video)

Mittwoch, 26. Januar 2011

 

Der politische Schlagabtausch über das Thema der Woche mit Jakob Augstein, Verleger der Wochenzeitung “der Freitag” und Nikolaus Blome, Leiter des Berliner Büros der “Bild-Zeitung”.

(Videoquelle: PHOENIX, Augstein und Blome vom 21.01.2011, via YouTube)

Polit-Star in Seenot: Truppe ohne Führung? (Video)

Mittwoch, 26. Januar 2011

 

n-tv – “Das Duell”, 25.01.2011
Moderation Heiner Brehmer
Gäste:
Elke Hoff, Sicherheitspolitische Sprecherin, FDP
Hans-Christian Ströbele, Mitglied des Bundestags, Bündnis 90/Grüne

(Videoquelle: n-tv via YouTube)

Bundeswehr, im Prinzip gut

Dienstag, 25. Januar 2011

 

Nein, es geht nicht darum, die Truppe unter Generalverdacht zu stellen oder die Verdienste der Soldatinnen und Soldaten zu schmälern, die etwa in Afghanistan ihren Einsatzbefehl eindrucksvoll umsetzen. Es wäre auch fatal, wenn die jüngsten Skandale dazu führten, den guten Ruf der Bundeswehr zu beschädigen.

Die Kernaussage des Wehrbeauftragten Königshaus lautet vielmehr, dass die Bundeswehr mit mehr als 200 000 Männern und Frauen im Prinzip gut funktioniert. Es gab 2010 zwar fast 5000 Eingaben, doch angesichts der Truppenstärke relativiert sich diese Zahl. Aber: Wo Defizite herrschen, darf nicht weggeschaut werden. Da muss gehandelt werden. Dies gilt insbesondere bei einem Teil des Führungspersonals der unteren Ebene. Dass auf dem Kasernenhof ein rauer Ton herrscht, ist nachvollziehbar. Ohne Disziplin und Gehorsam kann keine Armee funktionieren. Beleidigungen, übertriebener Drill und Körperverletzungen haben aber in keiner Einheit der Bundeswehr etwas verloren.

Wer seine Befehlsgewalt missbraucht oder seine Fürsorgepflicht für die Untergebenen verletzt, darf in der Truppe keine Zukunft haben. Die ersten Berichte über die Vorgänge auf der “Gorch Fock” weisen in diese Richtung. Einer Verrohung der Sitten muss rigoros Einhalt geboten werden. Auch wenn sich die Bundeswehr zu einer Berufsarmee wandelt, müssen die Soldaten “Bürger in Uniform” bleiben. (Zitatende)

Kommentiert die Neue Osnabücker Zeitung.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Soldaten der Verwendungsreihe für die Marineelektronik bekommen eine Einweisung in die Bedienung und Wartung der Schiffstechnik des Einsatzgruppenversorgers FRANKFURT AM MAIN)



Ein eher unspektakuläre Wehrbeauftragten-Bericht

Dienstag, 25. Januar 2011

 

Vor dem Hintergrund der Debatte um die Vorkommnisse auf der “Gorch Fock”, den Schießunfall in Afghanistan und die geöffnete Feldpost kommt der Jahresbericht des Wehrbeauftragten eigentlich eher unspektakulär daher. Weniger Eingaben als im Vorjahr, Defizite bei der Einsatz-Ausrüstung zumindest verringert, die Anzahl der Vorfälle aus dem Bereich Rechtsextremismus rückläufig. Das sind zumindest ein paar gute Nachrichten aus der derzeit in unschönem Rampenlicht stehenden Truppe. Und wer den jüngsten Bericht mit den vorhergehenden vergleicht, kommt rasch zu dem Schluss, dass wirklich Neues darin eigentlich nicht zu finden ist. Die Bundeswehr ist keine Skandal-Armee. Und bei der Lektüre der gesammelten Schrecklichkeiten darf nicht vergessen werden, was Königshaus selbst seinem Bericht voranstellt: Es sind überwiegend persönliche Probleme und Einzelfälle, mit denen er konfrontiert wird. Dass die Truppe ob der anstehenden grundlegenden Strukturreform verunsichert in die Zukunft blickt, bleibt dennoch nicht unerwähnt. Die Politik tut daher gut daran, diesen Bericht bei den anstehenden Entscheidungen sehr genau im Hinterkopf zu behalten. Denn im negativen wie im positiven Sinne gilt auch für die Bundeswehr: Es sind alles nur Menschen. (Zitatende)

Kommetiert das Flensburger Tageblatt.

(Textquelle kursiv: Flensburger Tageblatt.de;
Bildquelle: Einsatz.Bundeswehr.de, der Wehrbeauftragte Helmut Königshaus im Afghanistan-Einsatz beim Blick in Marmal-Gebirge im Juni 20010, Artikel “Wehrbeauftragter auf Patrouille in Afghanistan”)

Wehrbeauftragter – Guter Ratgeber

Dienstag, 25. Januar 2011

 

Ein Schiff ist ein Schiff. Und die drangvolle Enge an Bord, der militärische Drill – das wirft besondere Probleme auf. Wenn diese allerdings in Alkohol ertränkt und Offiziersanwärter systematisch schikaniert werden, dann stellt sich die Frage: Wie ist es um die Führungskultur innerhalb der Bundeswehr bestellt? Und wie wird sich diese Führungskultur weiterentwickeln, wenn aus der Freiwilligenarmee eine Berufsarmee geworden ist? Fragen, die alles zusammenführen: Den Tod zweier junger Kadettinnen, das “systematische” Öffnen von Feldpost aus Afghanistan, den mysteriösen Todesfall eines Soldaten beim Waffenreinigen und die anstehende Bundeswehrreform. Im Hause zu Guttenberg scheint jedenfalls nicht alles so in Ordnung zu sein, wie dies bis vor kurzem den Anschein hatte. Oder handelt es sich um einen Fehler im Ministerium selbst? Den hatte der Amtsinhaber jedoch bereits vor einem Jahre behoben haben wollen, als er seinen zu mächtigen Staatssekretär entließ. Klar ist, dass eine Bundeswehrreform mehr umfassen muss, als die Schließung von Standorten und Streichung von ein paar Ministeriumsstellen. Die Armee benötigt Transparenz. Ansonsten werden sich künftig noch weniger junge Männer und Frauen für einen Dienst entscheiden als heute schon. Im Wehrbeauftragten Königshaus steckt jedenfalls ein guter Ratgeber für eine attraktivere Truppe. (Zitatende)

Kommentiert Klaus Welzel von der Rhein-Neckar-Zeitung aus Heidelberg.

(Textquelle kursiv: Rhein-Neckar-Zeitung.de;
Bundeswehr.de, Wehrbeauftragter Hellmut Königshaus am Standort Zweibrücken bei der LLBrig 26, Artikel “Mit Blick auf 2011: Wehrbeauftragter besucht Zweibrücker Fallschirmjäger”, Foto vom 18.10.2010)

Menschenführer gesucht

Dienstag, 25. Januar 2011

 

Wer in Berichten von Wehrbeauftragten des Bundestages der vergangenen 20 Jahre nachliest, stellt eine Tendenz fest: Führungsversagen in diesem abgeschotteten Sozialverband hat kontinuierlich zugenommen. Führungsversagen jenseits von Einzelfällen, wie sie in keiner Großorganisation vermieden werden können. Die Gründe sind vielschichtig und bekannt. Der wichtigste: Seit der deutschen Wiedervereinigung wurde in der Sicherheitspolitik und bei den Streitkräften von allen Regierungen mit Gaspedal und Bremse gleichzeitig gefahren. Im Dauerumbau nachhaltige Veränderungen zu erzielen, ist schwer bis unmöglich.

Dabei ist die Kernfrage der Streitkräfte-Entwicklung seit Gründung die gleiche: Wer erzieht die Erzieher so, dass Innere Führung, dass Vorbild, Vertrauen und Verantwortung im “Staatsbürger in Uniform” glaubwürdig Gestalt annehmen? Nicht zuletzt die jüngsten Skandale zeigen, dass die Bundeswehr für den hastig beschlossenen Übergang zur Berufsarmee nicht gerüstet ist. Menschenführung und soziale Kompetenz sind, bei aller Anerkennung für die Arbeit vieler tausend Soldaten, Mangelware. Und das quer durch alle Ränge. Ausdruck dieses Defizits ist die Tatsache, dass Untergebene als strukturell Schwächere von vielen Vorschriften und Kontrollen geschützt werden.

Individuell wird die Menschenwürde häufiger mit Füßen getreten. Ein Einwand dagegen lautet: Die Truppe ist das Spiegelbild der Gesellschaft, in der Toleranz- und Anstandsgrenzen schleichend abgesenkt werden. Mag sein. Gemessen an ihrem grundgesetzlichen Auftrag muss aber klar sein: Verhaltensweisen, die vor den Kasernentoren noch durchgehen, sind dahinter nicht tolerierbar. Vorleben können das nur Ausbilder, die Menschen mögen. Haben Ausbilder hier ein Problem, kriegen die Auszubildenden ein noch größeres. Die Bundeswehr wird darum nicht umhin kommen, früher als bisher zu prüfen, wer zum Menschenführer taugt. Gute Ausbilder kriegt man, wie im zivilen Leben, aber nicht zum Nulltarif. Bessere Besoldung, bessere Aufstiegsmöglichkeiten, bessere Arbeitsbedingungen – all das kostet. Und konkurriert mit den nicht enden wollenden Begehrlichkeiten bei Gerät und Ausrüstung.

Fazit: Die Tischdecke in eine Richtung zu ziehen, wissend, dass sie dann an anderer Stelle nicht mehr ausreicht, das kann sich die Politik am Vorabend der Bundeswehr der Zukunft nicht länger leisten. (Zitatende)

Kommentiert Dirk Hautkapp von der Westedeutschen Allgemeinen Zeitung aus Essen.

(Textquelle kursiv: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Feldwebellehrgang – Einweisung von Lehrgangsteilnehmern in eine Übung an der Heeresunteroffizierschule in Delitzsch)

Hellmut Königshaus – Der richtige Mann

Dienstag, 25. Januar 2011

Wie schon sein Vorgänger Reinhold Robbe von der SPD ist auch der Freidemokrat Hellmut Königshaus (im Bild links) als Wehrbeauftragter der richtige Mann am richtigen Platz. Ruhig und präzise legt er den Finger in die Wunden und zeigt auf, wo die Bundeswehr besser werden muss. Mag die Mängelliste mittlerweile auch etwas kürzer geworden sein, sie ist immer noch zu lang. Nicht nur bei der Ausrüstung hapert es. Auch bei der inneren Führung existieren weiterhin Fälle von krassem Fehlverhalten. Momentan lässt vieles darauf schließen, dass die Zustände auf der Gorch Fock in diese Rubrik gehören. Insgesamt ist Verteidigungsminister zu Guttenberg noch nicht aus dem Schneider. Da bleibt viel Aufklärungsbedarf übrig. Was es etwa mit dem Öffnen der Feldpost auf sich hat, ist vollkommen unklar. Und dass ein Soldat in Afghanistan durch den Schuss eines Kameraden ums Leben kam, wurde viel zu lange verheimlicht. Der riesige Apparat Bundeswehr ist Teil der Gesellschaft – aber diese muss auch sorgfältig hinschauen. Diese Aufgabe wird nicht kleiner, wenn der Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg heißt. (Zitatende)

Kommentiert Alexandra Jacobson von der Neuen Westfälischen aus Bielefeld.

(Textquelle kursiv: Neue Westfälische.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, v.l.n.r.: Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt und der General der Infanterie und Kommandeur der Infanterieschule, Brigadegeneral Günter Engel..Teilnahme des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium der Verteidigung, Christian Schmidt, am 14.Tag der Infanterie an der Infanterieschule in Hammelburg)

Unter Beschuss – Guttenberg und die Bundeswehr, TV-Debatte

Dienstag, 25. Januar 2011

 

Sendetermin: Mittwoch, 26. Januar 2011, 22.15 Uhr bei PHOENIX

PHOENIX RUNDE, Titel: Unter Beschuss – Guttenberg und die Bundeswehr,
Pinar Atalay diskutiert in der PHOENIX RUNDE mit
Christian Schmidt (CSU, Parl. Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium),;
Elke Hoff (FDP, Sicherheitspolitische Sprecherin Bundestagsfraktion),
Rainer Arnold (SPD, Verteidigungspolitischer Sprecher Bundestagsfraktion) und
André Wüstner (Stellv. Vorsitzender Deutscher Bundeswehrverband)

Wiederholung um 24.00 Uhr

(Textquelle kursiv: PHOENIX.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, ISAF Einsatz, Stellung Polizei HQ ASB, Task Force Kunduz, mit MG3 in Afghanistan)