Archiv für die Kategorie 'Streitkräfte&Gesellschaft'

Bundeswehr-Reservisten und -Veteranen im Fokus der Neuausrichtung der Streitkräfte

Mittwoch, 8. Mai 2013

Bw-Kiesewetter Maiziere VdRBw

Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat heute in Berlin den Bericht zum Stand der Neuausrichtung der Bundeswehr vorgelegt. Er informiert darin über die “seit Beginn der 17. Legislaturperiode eingeleiteten Maßnahmen, um die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit der Bundeswehr zu verbessern.”

Betont wird in dem Bericht auch die wichtige Rolle der Reservisten in der Sicherheitsvorsorge: “Die Neuausrichtung der Bundeswehr erweitert die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche für Reservisten. Neben der Rolle der Reserve für die Personalergänzung und -verstärkung sowie ihrer Mittlerfunktion für die Bundeswehr in der Gesellschaft wird der Heimatschutz als wesentliche Aufgabe der Reserve gestärkt.”

Roderich Kiesewetter, Präsident des Reservistenverbandes dazu: “Die Aufstellung der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien ist bereits in vollem Gange. Dreizehn Kompanien sind bereits in Dienst gestellt. Hier verschmelzen Bundeswehr und Reserve – wir arbeiten Hand in Hand mit der Bundeswehr, um die aktive Truppe beispielsweise im Falle einer Naturkatastrophe unterstützen zu können.”

Weiterhin will der Minister die Veteranenpolitik der Bundeswehr vorantreiben. Der Reservistenverband hatte bereits durch die im Februar 2011 erlassene Konzeption der Reserve den Auftrag zur Betreuung aller früheren “Soldatinnen und Soldaten der Bundewehr mit Einsatzerfahrung” erhalten. Dieser Personengruppe wird gemäß der Definition de Maizières künftig der Veteranenstatus zugesprochen.

Derzeit, so im Bericht nachzulesen, werden “ministerielle Leitlinien einer Veteranenpolitik” erarbeitet. “Wir als Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr freuen uns auf die Konkretisierung unseres Auftrages und sind jederzeit bereit, den Erarbeitungsprozess konstruktiv zu unterstützen”, sagt Verbandspräsident Kieswetter.

bw-vdrbw-wappenInformationen zum Reservistenverband

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw) – so der satzungsgemäße Name des Reservistenverbandes – tritt mit seinen Reservisten für die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland aktiv ein.

Seit über einem halben Jahrhundert steht der Verband loyal an der Seite der Bundeswehr. Rund 110.000 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in der Erfüllung ihres parlamentarischen Auftrages als Mittler in der Gesellschaft für die Belange der Streitkräfte – besonders in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen für unsere Soldaten und Reservisten in Afghanistan.

 [Textquelle: Verband der Reservisten der Bundeswehr, VdRBw, Reservistenverband.de;
Grafik- und Bildquelle: Vergleichsfoto: Präsident trifft Verteidigungsminister - Der Präsident des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter MdB (l.), besucht den Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière. In dem Gespräch ging es unter anderem um die Neuausrichtung des Verbandes. (rawi)Reservistenverband / Nadja Klöpping]



Verteidigungsminister de Maiziere an der Humboldt-Universität Berlin ohne Rederecht

Donnerstag, 11. April 2013

Die vollmundige Macht der undemokratischen Minderheit

“Armee der Einheit – Der Beitrag der Bundeswehr zum gesellschaftlichen Zusammenhalt” sollte das gestern Thema sein an der Humboldt-Universität zu Berlin mit 200 Jahren Geschichte am Ort Unter den Linden mitten in Berlin, an einer der elf deutschen Exzellenz-Universitäten. Thomas de Maiziere wollte als zuständiger Ressortminister der Bundesregierung erklären, weshalb er davon überzeugt ist, dass die Bundeswehr auch als Freiwilligenarmee ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft bewahren wird. Im Anschluss wollte er gemeinsam mit dem Publikum (einer Vielzahl von Medienvetretern) diskutieren und seine Thesen hinterfragen lassen und für Fragen und Meinungen der Zuhörer zur Verfügung stehen.
Rund 300 Studenten und Studentinnen waren in Uni-Audimax Unter den Linden gekommen, um dem Votrag des Verteidigungsministers zu folgen und anschließend darüber zu diskutieren. Schon am 16. Oktober 2012 sollte der Themenvortrag sein, doch dieser Termin fiel aus.
Ein Vortrag und eine Diskussion kamen auch am 10. April 2013 nicht zustande, eine Minderheit skandierte erst verhöhnend: “Thomas wir lieben Dich”, dann im Ho-Chi-Minh-Rhythmus: “Nie wieder Deutschland, nie wieder Krieg” und “hau ab”, bestückt mit einzelnen gleichlauteten Spruchbändern, einige rotfarbig-Markierte markierten auf dem Boden und der gestürmten Bühne liegend Kriegsopfer und inszenierten sich als Minderheit, auch einer im Kuba-Dress war zu sehen, die Veranstaltung und Debatte wurden letzlich verhindert, einfach niedergeschrien, also nix mit “Freiheit der Andersdenkenden” oder “Schwerter zu Pflugscharen”. Wilhelm von Humboldt der Gründer, Vordenker und Namensgeber der Universität wäre “not amused” über so viel mangelnde Offenheit. Die Mehrheit der Studentinnen und Studenten wollten an dieser universitären Diskussionveranstaltung teilhaben und teilnehmen, sich einbringen und auch kritisch hinterfragen, doch sie wurde von wenigen, die sich als Antikriegs-Aktivisten rühmen,  niedergeschrien und als Mehrheit klein gehalten. Minister Thomas de Maiziere blieb eine gute halbe Stunde, wartete, blieb  gelassen, dann ging er unverrichteter Dinge. Wo Rederecht niedergeschrien wird, kann nicht diskutiert werden, so einfach und undemokratisch ist das, leider.
Mit diesem Text (Auszug) lud die Humboldt-Uni offiziell zur Veranstaltung:
Dumm schießt gut? Seit Längerem sieht sich die Bundeswehr der Kritik ausgesetzt, eine “Unterschichten-Armee“ zu werden. Mit gezielten Image-Kampagnen in Schulen und öffentlichen Plätzen in Städten versucht die Bundeswehr seit Jahren den Soldatenberuf in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Vor dem Hintergrund der Umstellung auf eine reine Freiwilligenarmee und durch den demografischen Wandel steht die Bundeswehr in den kommenden Jahren zudem immer stärker in Konkurrenz zur Privatwirtschaft – und muss dem qualifizierten Nachwuchs attraktive Angebote unterbreiten. Sind bessere Berufsperspektiven, bessere Vereinbarkeit von Dienst und Familie sowie eine höhere Bezahlung die Mittel zum Erfolg? Oder geht es eher um mehr gesellschaftliche Wertschätzung? Oder Beides? Der Bundesverteidigungsminister stellt sich der Diskussion.

Zum Video vom Geschehen bei YouTube und hier

Für den Berliner 1. Mai 2013 haben die “Linken” und zugleich “Antimilitaristen” und “militanten Kriegsgegner” und wie sie sich als vor allem Antidemokraten noch so nennen, schon ihre Teilhabe am demokratischen Prozeß  angekündigt, sie werden “das Regierungsviertel stürmen”. Schaun mer mal, dann sehn wir schon, wie ein deutscher (Fußball-)Kaiser sagte, auch das hält unsere von der Bundeswehr geschützte Demokratie aus.

(Videoquelle: via YouTube;
Grafikquelle: Humboldt-Universität zu Berlin.de)

Vizekanzler Rösler fordert ethische Debatte über Kampfdrohnen-Anschaffung

Montag, 8. April 2013

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warnt vor einer voreiligen Entscheidung über den Ankauf waffenfähiger Drohnen für die Bundeswehr. “Ich halte es für notwendig, zunächst eine ausführliche ethische Debatte über den Einsatz bewaffneter Drohen zu führen”, sagte Rösler der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Montagausgabe). Erst nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente könne eine Entscheidung getroffen werden, so Rösler. “Ob der Kauf solcher Waffen notwendig ist, werden wir deshalb vermutlich erst nach der Bundestagswahl entscheiden.” (Zitatende)

Berichtet die ‘Rheinische Post’ aus Düsseldorf.

(Textquelle: Rheinische Post.de;
Bildquelle: USAF.mil, PREDATOR Drohne)

“Wir. Dienen. Deutschland.” als Militärmusikvideo a la Bundeswehr (Video)

Freitag, 5. April 2013

“Wir. Dienen. Deutschland.” lautet der Claim der Bundeswehr, “Wir. Dienen. Deutschland.” ist auch ihre Erkennungsmelodie betitelt. Mit facetten- und actionreichen Filmsequenzen aus dem Soldatenalltag ist das Musikstück unterlegt.

Bw Das Musikvideo
Die Bundeswehr hat jetzt eine eigene Erkennungsmusik — auch “Branding” genannt. Laut des Komponisten Simon Theisen basiert das Hauptthema dieses Stückes auf den Morsezeichen der Buchstaben “b” und “w”.

(Videoquelle; Bild: Bundeswehr.de)

SPIEGEL titelt: Das ewige Trauma – Der Krieg und die Deutschen

Sonntag, 24. März 2013

Die zaghaften Deutschen

Seit 20 Jahren ist die Bundeswehr an Kampfeinsätzen im Ausland beteiligt. Schrittweise gewöhnte die rot-grüne Regierung das Land an eine neue Normalität. Doch nun ist ausgerechntet Schwarz-Gelb dabei, das Erreichte wieder zu verspielen”, thematisert DER SPIEGEL Nr. 13 vom 25. März 2013. Mehr bei SPIEGEL ONLINE oder in der aktuellen Printausgabe.

(Bildgrafik, Textauszug: SPIEGEL.de)



BundeswehrVerband: Künftiges Afghanistan-Engagement möglichst noch vor der Bundestagswahl abstimmen!

Sonntag, 10. März 2013

Minister besuchte Afghanistan / DBwV lädt zu Petersberger Gesprächen

Zur jüngsten Reise von Verteidigungsminister Thomas de Maizière nach Afghanistan und Pakistan erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Major André Wüstner: “Wir sind in dieser gefährlichen Region aktuell mit drei großen politischen Herausforderungen konfrontiert: Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung, die Koordination der Rückverlegung und eine nachhaltige regionale Stabilisierung. Es ist gut, dass sich der Verteidigungsminister erneut vor Ort informiert hat.” Die Bundeswehr habe ihr Soll nahezu erfüllt, nun müssten zunehmend andere Politikfelder übernehmen.

“Jetzt ist es wichtig, dass Größenordnung und Zielsetzung des internationalen Engagements für die Zeit nach 2014 in Afghanistan schnellstmöglich abgestimmt werden – im Idealfall noch vor den Bundestagswahlen!”

Grundsätzlich sei zu beobachten, dass für die unmittelbare Nachbarschaft Europas mit dem Mali-Einsatz bereits ein Paradigmenwechsel eingeleitet worden sei: Die Verlagerung der sicherheitspolitischen Interessen der USA in den pazifischen Raum liege klar auf der Hand. “Deutschland und Europa müssen die daraus ableitbaren Schlüsse für unsere Verantwortung in der globalen Sicherheitsstruktur erkennen und schneller ihre neue Rolle einnehmen, als manchem lieb ist!”, so der Verbandsvize.

Risiken und Bedrohungen nehmen insgesamt wieder zu. Neben den neuen Einsätzen wie in Mali wird man nun vor allem die Entwicklung in Syrien genauestens verfolgen müssen. “Wie auch immer sich die Bedrohungen in der nächsten Zeit entwickeln – Deutschland braucht eine moderne und leistungsfähige Bundeswehr”, sagte Wüstner. “Umso wichtiger ist es, die noch einige Jahre dauernde komplexeste Reform in der Geschichte der Bundeswehr mit entsprechenden Nachsteuerungen konsequent zu Ende zu führen. Alles andere würde die international hoch geschätzte Leistungsfähigkeit unserer Streitkräfte gefährden.” Gerade vor diesem Hintergrund benötigt die Bundeswehr die im aktuellen und politisch getragenen Finanzplan vorgesehenen Mittel auch weiterhin für hervorragende Ausrüstung und hoch motiviertes Personal.

Darüber und zum aktuellen Stand der Neuausrichtung der Bundeswehr sowie der deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik diskutieren morgen bei den 9. Petersberger Gesprächen unter anderem der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberst Ulrich Kirsch, SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, Verteidigungs-Staatsekretär Stéphane Beemelmans, der SPD-Verteidigungsexperte Wolfgang Hellmich MdB und die Botschafter von Frankreich und Polen.

Der Deutsche BundeswehrVerband vertritt weit über 190.000 Mitglieder und veranstaltet eine Vielzahl von Veranstaltungen in Deutschland, um die sicherheitspolitische Debatte zu führen und die Bundeswehr auch dadurch in der Mitte der Gesellschaft präsent zu halten.

(Text-, Bildquelle: DBwV.de, DbWV-Logo, Major Andre Wüstner;
Bild oben: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: ISAF Einsatz Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist bei seinem zweiten Truppenbesuch in Afghanistan. Viel Zeit nahm sich der Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt für die Gespräche mit den Soldaten. Er informierte zur Neuausrichtung der Bundeswehr und beantwortete die zahlreichen Fragen)

“Steigende Bedrohung und mehr Einsätze einerseits und sinkender Verteidigungshaushalt andererseits – das passt nicht zusammen!”

Freitag, 25. Januar 2013

BundeswehrVerband vor der Spar-Klausur zum Bundeshaushalt 2014

Wüstner: “Steigende Bedrohung und mehr Einsätze einerseits und sinkender Verteidigungshaushalt andererseits – das passt nicht zusammen!”

Berlin. Zu Berichten, nach denen der Verteidigungsetat für das kommende Jahr um bis zu zwei Milliarden Euro gekürzt werden soll, erklärt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Major André Wüstner: “Der Blick auf die Situation in Afghanistan und Pakistan sowie in der Sahel-Zone zeigt: Unser Umfeld wird fragiler, die Bedrohungen nehmen zu. Vor diesem Hintergrund ist es abwegig, den Verteidigungshaushalt weiter zu senken!”

Schon jetzt werde die Bundeswehr benachteiligt, weil neue Einsätze nicht, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, aus dem Einzelplan 60, sondern aus dem Verteidigungshaushalt finanziert werden, sagte Wüstner. “Auch künftig brauchen die Streitkräfte qualifiziertes, gut ausgebildetes Personal und hochwertige Ausrüstung.” All das gebe es nicht zum Nulltarif. “Thomas de Maizière mag im Kabinett hoch anerkannt sein – aber zaubern kann er nicht. Und das müsste er wohl, wenn er den Bedarf der Bundeswehr nun auch noch mit zwei Milliarden Euro weniger decken soll.”

Wüstner weiter: “Solche Meldungen verunsichern die Menschen in der Bundeswehr zusätzlich. Schon jetzt ist ihr Vertrauen in die Belastbarkeit politischer Reformentscheidungen stark strapaziert.” Die Bundeswehr befinde sich in der komplexesten Reform seit ihrem Bestehen. “Auch deshalb sehe ich absolut keinen Spielraum für weitere Einsparungen. Ich sage voraus: Wenn das wirklich so kommt, platzt die Neuausrichtung!”

Der stellvertretende Bundesvorsitzende sagte abschließend mit Blick auf die Einsatz-Belastungen: “Es ist schon bittere Ironie, wenn der Plan, mit dem der Bundeswehr die Luft zum Atmen genommen werden soll, im Finanzministerium angeblich `Afghanistan-Schlüssel´ genannt wird.”

(Text-, Bildquelle: DBwV.de, Major André Wüstner;
Bildquelle: Bundeswehr.de: “Sinnbild”: IED Sprengung durch deutschen Soldaten in Afghanistan
)

Verteidigungsminister-Ehefrau im FAZ-Gespräch: Martina de Maiziere über Soldatenfamilien, Einsatzbelastungen, ihren Mann und die Kanzlerin

Sonntag, 6. Januar 2013

“Zu viel Mitleid powert die Leute aus”

Martina de Maizière, die Frau des Verteidigungsministers ist seit kurzem Schirmherrin der Familienbetreuungszentren der Bundeswehr. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S./F.A.Z.) spricht sie über die Nöte von Soldatenfamilien, über ihren Mann und die Kanzlerin.
Zum vollständigen F.A.S.-Artikel ”Zu viel Mitleid powert die Leute aus”

(Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto, Gedenken der Ermordeten des Widerstandes gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft 2012 – Die Bundesregierung erinnert mit einer Feierstunde am 20.Juli 2012- dem 68. Jahrestag des Attentats- und Umsturzversuchs gegen Hitler- im Ehrenhof des Bendlerblocks in Berlin an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Im Bild: Der Bundesminister der Verteidigung, Thomas de Maizière, und seine Ehefrau Martina betrachten die historischen Bilder, die in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand aushängen)

Hintergrundinformationen: Familienbetreuungszentren der Bundeswehr (FBZ)

BundeswehrVerband würdigt und ehrt Frank Eggen für PTBS-Hilfsangebot Angriff-auf-die-Seele.de

Dienstag, 27. November 2012

Ehre wem Ehre gebührt - DBwV-Verdienstsnadel für den Macher von Angriff-auf-die-Seele.de als “Verteidiger der seelischen Gesundheit”

Viele unserer Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr engagieren sich über den Dienst hinaus auf vielfältige Weise, Hauptfeldwebel Frank Eggen (links im Bild oben mit dem ParlStS BMVg Thomas Kossendey) ist einer von diesen guten Kameraden, der soziales Engagement als Selbstverständlichkeit versteht. Frank Eggen lebt Kameradschaft und macht sich nachhaltig und jedem Tag von Neuem mit seinem PTBS-Hilfsangebot um seine Kameraden verdient. Das Ansehen und das Verständnis für die Soldaten der Einsatzarmee Bundeswehr in der Öffenlichkeit einhergehend mit einer Sensibilisierung für die Schattenseite von Auslandseinsätzen und deren mentalen Auswirkungen und psychischen Belastungen für den Menschen in Uniform hat Frank Eggen in der Medienöffentlichkeit vielfach gestärkt und Zusammenhänge erläutert. Ohne selbst im Mittelpunkt stehen zu wollen, hat er sich stark gemacht für die von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) betroffenen Soldaten und bietet ganz konkrete Hilfe an.
Der Deutsche BundeswehrVerband (DBwV) hat heute Frank Eggen die DBwV-Verdienstnadel in silber verliehen beim Jahresempfang und der Landestagung mit Kommandeuren nahe Berlin, Ehre wem Ehre gebührt. Der BundeswehrVerband (bestehend seit 1956) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der akiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten, aller Dienstgrad- und Statusgruppen sowie Familienangehörigen und Hinterbliebenen von Soldaten.

Konkrete Hilfe für PTBS-Betroffene und deren Angehörige

Das von Frank Eggen tatkräftig aufgebaute und auf seinen Schultern betriebene Internet-Portal Angriff-auf-die-Seele.de/PTBS sowie das professionelle Hilfsangebot dahinter, ist mittlerweile von einer Initiative aus dem Jahr 2008 zur Instanz und Anlaufstation geworden [siehe Hamburger Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Heft 159, Detlef Bald / Hans-Günter Fröhling / Jürgen Groß / Berthold Meyer / Claus v. Rosen (Hrsg.), Wie Bundeswehr, Politik und Gesellschaft mit posttraumatischen Belastungsstörungen bei Soldaten umgehen].
Bei Angriff-auf-die-Seele.de fanden sich noch bevor die offizielle Bundeswehr vergleichbares anbot und finden sich bis heute wichtige Informationen und Ratschläge für Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die im Auslandseinsatz besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt sind oder waren und deren Seele dabei zerbrochen ist. Das www-Angebot Frank Eggens richtet sich aber nicht nur an aktive Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, sondern auch an ehemalige Einsatzsoldaten, einschließlich Reservisten, sowie an die daheimgebliebenen Angehörigen, die vielfältige neue Herausforderungen bewältigen müssen und dabei psychosozialer Unterstützung bedürfen.
Angriff-auf-die-Seele.de/ptbs ist von Hauptfeldwebel Frank Eggen initiiert und wurde von ihm redaktionell und administrativ ausgebaut, die fachliche, professionelle medizinische Beratung bietet Oberstarzt Dr. med. Peter Zimmermann (Bild rechts), die jeweiligen Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages beginnend mit Reinhold Robbe (SPD), derzeit Hellmut Königshaus (FDP) sind die Schirmherren.
Diese Initiative ist darüber hinaus ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für eine wirkungsvolle Hilfe zur Selbsthilfe für betroffene Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familienangehörigen, die Förderung und Unterstützung verdient.

Etwa im Februar 2009 im 8. Jahr Afghanistan-Einsatz mit einer Vielzahl gefallener und noch mehr verwundeter Soldaten haben das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und die Bundeswehr reaktiv und überfällig begonnen zu begreifen, das Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) bei Einsatzsoldaten adäquater, fundierter Hilfsangebote bedürfen.
Soldatenglück.de berichtet in dieser Zeitphase: Die Bundestags-Rede des Verteidigungsministers (Jung) zum Thema Posttraumatische Belastungsstörungen bei Soldaten – Eigenlob und Bärendienst, DBwV zu Hilfsangeboten bei Posttraumatischen Belastungsstörungen von Soldaten, Bundestag reagiert, PTBS-Hotline soeben freigeschaltet: 0800 / 588 7957, Deutscher BundeswehrVerband fordert Krisentelefon für Soldaten mit Kriegstrauma, Der “Angriff auf die Seele” heilt nicht von allein – PTBS-Hilfsangebot trifft auf enorme Resonanz, Im Kopf geht der Krieg weiter – “Angriff auf die Seele”.

[Bilder-, Grafikquellen, DBwV-Grafik: DBwV.de; Angriff-auf-die-Seele.de, Initiative Angriff auf die Seele präsentiert sich im BMVg. Hauptfeldwebel Frank Eggen im Gespräch mit Thomas Kossendey, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung. Gemeinsame Ausstellung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V. sowie der Familienbtreuung (EinsFüKdo) und der Initiative Angriff auf die Seele.]

TV-Nation Deutschland im “AUSLANDSEINSATZ” – Bundeswehr Afghanistan-Einsatz als ARD-Themenabend (Video)

Dienstag, 16. Oktober 2012

Man hätte sich gewünscht, dass beim öffentlich-rechtlichen ARD bei Anne Will Verteidigungsminister a.D. Peter Struck den Weg Deutschlands an den Hindukusch und die Einsatzchronologie “Brunnenbohren > Gefecht” erklärt und der amtierende Verteidigungsminister Thomas de Maiziere die “Rückverlegung ohne Sicherheitsvakuum” erläutert, leider dann doch wieder Todenhöfer. Man hätte sich gewünscht, dass das BMVg und die Bundeswehr den WDR-Film “Auslandseinsatz” beim Dreh unterstützt hätten, leider kategorisch abgelehnt. Beides sollte nicht sein, der Themenabend mit Film und anschließender Diskussion bringt zumindest der TV-Nation Deutschland den Auslanseinsatz der Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan nahe, mal wieder, aber mittlerweile immer öfter, immerhin.
Soldatenglück.de war bei der Filmpremiere: Prädikat “sehenswert”, die um Realitätsnähe bemühten Schauspieler führten Drehbuch-Dialoge, die den bewaffneten Konflikt am Hindukusch namens Krieg und die Sinnhaftigkeit deutscher Beteiligung aus Soldaten-Perspektive hinterfragen. Ein paar handwerkliche Schwächen der militärisch- und landeskundlich korrekten Darstellung am “afghanischen” Drehort Marokko, aber ein Mittwochabend auf der sicheren Fernsehcouch daheim mit Kriegs-Erklärungen aus dem Ersten lässt sich durchaus empfehlen, auch wenn gestandende Einsatzsoldaten ein paar mal die Augen rollen werden.

Bundeswehreinsatz in Afghanistan: Themenabend am Mittwoch im Ersten / Nach dem Fernsehfilm “Auslandseinsatz” diskutieren Gäste bei ANNE WILL: War es die Opfer wert?

Dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan widmet Das Erste am Mittwoch, 17. Oktober 2012, einen Themenabend, beginnend mit dem Fernsehfilm “Auslandseinsatz” um 20.15 Uhr und der um 21.45 Uhr direkt anschließenden Live-Diskussion bei ANNE WILL unter dem Titel “Auslandseinsatz Afghanistan – war es die Opfer wert?”.

“Auslandseinsatz” um 20.15 Uhr ist der erste deutsche Fernsehfilm, der sich konkret mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan auseinandersetzt und vom Leben und der Arbeit deutscher Soldatinnen und Soldaten vor Ort erzählt. Geschildert wird der schwierige Alltag der Bundeswehrsoldaten, der geprägt ist von Komplikationen und tragischen Verwicklungen, von ständiger Unsicherheit, wie Situationen einzuschätzen sind, von Unkenntnis der fremden Sprache und Kultur gegenüber sowie von Todesangst und der Angst, sich selbst töten zu müssen. Die Extremsituation des Krieges stellt im Film eine Freundschaft vor eine Zerreißprobe. In den Hauptrollen sind Max Riemelt, Hanno Koffler, Omar El-Saeidi, Devid Striesow und Bernadette Heerwagen zu sehen.

Anne Will diskutiert mit ihren Gästen über die ISAF-Mission in Afghanistan. Ursprünglich war ein sechsmonatiger Einsatz geplant, mittlerweile sind deutsche Soldaten seit über zehn Jahren am Hindukusch stationiert. Ihre Aufgabe: Die Unterstützung der afghanischen Regierung bei der Einhaltung der Menschenrechte, bei der Herstellung und Wahrung der inneren Sicherheit und der Ausbildung von Sicherheitskräften. Bis Ende 2014 will die Nato alle Kampftruppen abziehen. Ist dieser Plan realistisch? Was hat der Einsatz dem Land gebracht und war es die Opfer wert?

Die ANNE-WILL-Redaktion hat in Afghanistan mit Bundeswehrangehörigen über ihre Sicht der Dinge gesprochen und die Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation zu einem ihrer Schulprojekte begleitet. Die persönliche Bilanz und weiteres exklusives Filmmaterial werden am Mittwochabend im Rahmen der Sendung präsentiert.

Am 17. Oktober werden bei Anne Will zu Gast sein:
Thomas de Maizière (CDU, Bundesverteidigungsminister)
Omid Nouripour (B’90/Grüne, sicherheitspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion)
Franz-Josef Overbeck (Militärbischof bei der Bundeswehr)
Marita Scholz (ehemalige Bundeswehr-Reservistin in Afghanistan, Ehefrau eines Bundeswehrsoldaten)
Jürgen Todenhöfer (Publizist)

“Auslandseinsatz” ist eine Koproduktion des Westdeutschen Rundfunks mit der ARD Degeto und Relevant Film Produktionsgesellschaft mbH, gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und des BKM. Regie führte Till Endemann nach einem Buch von Holger Karsten Schmidt und Co-Autorin Nikola Bock. (Zitatende)

ARD/WDR-Video zum Film “Auslandseinsatz”:

Auslandseinsatz in Afghanistan bedeutet Krieg und Bedrohung, Fremdheit und Bewährung, Einsatz und Entsetzen. So erleben es auch Daniel, Ronnie und Emal, alle Mitte Zwanzig, die als Zeitsoldaten nach Afghanistan gehen.

Daniel und Ronnie sind Freunde seit Kindertagen, Emal ist gebürtiger Afghane, der mit seiner Familie nach Deutschland geflohen ist und nun als deutscher Soldat in sein Heimatland zurückkehrt. Begleitet werden sie durch die angehende Stabsärztin Sarah Schulz. In einem vorgerückten Außenlager stationiert erhalten sie den Auftrag, in dem kleinen Dorf Milanh eine zerbombte Schule wieder aufzubauen und lernen so den Malik (Bürgermeister) Jamil und seine Familie kennen. Unterstützt werden sie dabei durch die Entwicklungshelferin Anna, die im Dorf die Schule betreut.

Doch schon die erste Begegnung mit Tara, der Tochter des Maliks, zeigt Daniel auf welch fremde Welt sie hier stoßen. Ihr fehlen zwei Finger, die ihr von den Taliban abgeschnitten wurden, als sie wagte, sich ihre Nägel zu lackieren. Es sind die kleinen Dinge, die schockieren und die ihre Schatten vorauswerfen. Und es kommt noch schlimmer: Eine Präsenzfahrt endet in einem Gefecht, die Aufbauarbeit im Dorf ist nicht so einfach, denn auch die Taliban machen ihren Einfluss geltend und die tägliche Bedrohung in der völlig fremden Welt zerrt an den Nerven. Die vier Soldaten versuchen, jeder auf seine Weise, zu bestehen und den eigenen Vorstellungen treu zu bleiben, doch immer mehr offenbart sich, dass es nicht so einfach ist, festzustellen, was richtig ist oder falsch, gut oder schlecht.

Daniels und Ronnies Freundschaft gerät in eine Zerreißprobe, denn während Daniel verzweifelt versucht, in der Gehorsamskette seine Sicherheit zu finden und das Gefühl der Sinnlosigkeit zu überwinden, wird Ronnie zwischen Allmachtsgefühlen und Wut hin- und hergerissen. Die Lage spitzt sich zu, als einer von Jamils Söhnen von einem US-Trupp erschossen wird und Taras Zwangsverheiratung mit einem Taliban näher rückt. Emal und die Entwicklungshelferin Anna beschließen, Tara zur Flucht zu verhelfen und geraten in einen Hinterhalt der Taliban.

Erst in dieser verzweifelten Situation, finden die beiden Freunde Daniel und Ronnie wieder zusammen und versuchen entgegen dem Befehl ihres Vorgesetzten Hauptmann Glowalla die Entführten zu befreien. Doch sie kommen zu spät. Daniel wird Zeuge, wie Anna von einem Taliban getötet wird. In blanker Erschütterung über den Tod von Anna läuft Emal Amok und kommt dabei ebenfalls ums Leben. Daniel kann nur Ronnie und sich und das junge Mädchen Tara retten. Während Ronnie Soldat zu bleibt, muss Daniel die Bundeswehr verlassen.

“Auslandseinsatz” ist keine Heimkehrergeschichte, sondern der erste deutsche Film, der den Krieg und den Einsatz in Afghanistan selbst zum Thema hat und auch dort spielt.

(Text-, Bild-, Videoquelle: ARD.de)

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