Archiv für die Kategorie 'UNOMIG'

Meldungen über deutsche Soldaten, Polizisten bei UNOMIG und deutsches Zivilpersonal in Georgien

Montag, 11. August 2008

Bw-Georgien Flagge

Deutschland war 1992 der erste Staat, der die georgische Unabhängigkeit anerkannte und eine Botschaft in der Hauptstadt Tiflis eröffnete. Außer den Diplomaten des Auswärtigen Amtes (AA) sind bis heute kontinuierlich weitere Deutsche in dem jungen Kaukasus-Staat im Auftrag Deutschlands Bw-DBotschaft Tiflistätig. Aktuell vetritt Botschafterin Dr. Patricia Flor die Bundesrepublik Deutschland im Konfliktgebiet, an ihrer Seite seit gestern Abend, der von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier entsandte deutsche Emissär Botschafter Dr. Hans-Dieter Lucas, der AA-Beauftragte für den Kaukasus und Osteuropa, um gemeinsam mit den Vertretern der EU-Präsidentschaft und der OSZE den Konflikt zu entschärfen. Zur Landkarte bw-unomig-georgia.
In den Internationalen Organisationen in Georgien ist Deutschland personell auch vetreten, 17 UNOMIG Police Component-Angehörige sind im Einsatz, davon 4 deutsche Polizisten und 129 UNOMIG Military Observer (UNMO) davon 12 deutsche Bundeswehr-Soldaten, darunter eine Bw-Soldatin. Bw-UNOMIG UNWorldDie Militärbeobachter kommen aus 25 Ländern und stehen im Dienste der UN-Mission UNOMIG – aus Ägypten, Albanien, Bangladesch, Dänmemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indonesien, Jordanien, Kroatien, Österreich, Pakistan, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Süd-Korea, Türkei, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA und Uruguay.
Die 4 deutsche Polizeibeamte sind bei UNOMIG im internationalen Polizei-Einsatz (insgesamt 17: 2 Polen, 3 Russland, 3 Ukraine, 2 Schweiz, 1 Philippinen, 1 Ghana, 1 Tschechien); aus Deutschland bei der UNOMIG Police jeweils ein Polizeibeamter von der Bundespolizei (Kontingentsleiter) und von der Landespolizei in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Rheinland-Pfalz.
Ziviles deutschen Personal in Georgien sind außer den 16 uniformierten Deutschen und dem Dutzend Diplomaten der Deutschen Botschaft Tiflis plus DAAD-, ZfA-, kfw-Bedienstete (das Goethe-Institut Tiflis ist seit 04.08. in den Sommerferien), ein Bediensteter bei der UNOMIG und drei Bedienste bei der OSCE Mission to Georgia. Die deutschen Politischen Stiftungen sind in Georgien durch FNSt, HBS und die FES vertreten.

Die internationalen UN-Polizisten und UN-Soldaten tragen alle die Uniformen ihrer eigenen PBw-UN Flaggeolizeibehörden/Streitkräfte und sind gekennzeichnet durch das hellblaue UN-Barett und durch UN-Embleme an der jeweiligen Uniform.
Gefahren und Übergriffe auf die unbewaffneten UN-Militär-Beobachter gehören zu den Einsatzrisiken, im Sommer 2006 wurden zwei deutsche und ein dänischer UNIMOG-Soldat in Georgien von abchasischen Rebellen entführt, sie kamen aber nach wenigen Tagen unverletzt frei.
Soldatenglück.de berichtete über die Deutschen bei UNOMIG ab Freitag, dem 08. August bei Ausbruch des bewaffneten Konfliktes.

Bw-PolNRWDez13Allen Angehörigen des German Police Contingent (GEPOLCON) bei der UN-Mission in Georgien (UNOMIG) geht es gut, meldet heute des Dezernat 13, Auslandseinsätze, im Brühler Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personal-angelegenheiten der Polizei in Nordrhein-Westfalen (LAFP NRW). (weiter…)



Krieg im Kaukasus! Georgien macht mobil – 12 deutsche UN-Militärbeobachter und 4 deutsche Polizisten im Land

Freitag, 8. August 2008

Bw-UNOMIG Pat

Bw-Georgien FlaggeDer Kaukasus scheint seine fragile Ruhe des zu verlieren, die die UN und OSZE seit Jahren begleiten und überwachen. 12 deutsche Bundeswehr-Soldaten, darunter 1 Soldatin sind als unbewaffnete Militärbeobachter der United Nations Observer Mission in Georgia im Einsatz. Georgien hat eine Bw-UN Flaggemilitärische Offensive zur Rückeroberung der abtrünnigen Region Südossetien, die im Norden Georigiens an die Russische Föderation grenzt, gestartet. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin kündigte “harte Reaktionen und Vergeltung” an, die meisten Einwohner Südossetiens haben einen russischen Pass, denn ihnen die russichen Behörden in den letzten Jahren unter Protest Georgiens großzügig ausgestellt haben. Nach Angaben aus Tiflis flogen russische Kampfflugzeuge Angriffe. Die Deutsche Botschaft Tiflis/Georgien berichtet: “In Südossetien finden aktuell militärische Auseinandersetzungen statt, bei denen auch schwere Waffen eingesetzt werden”. Gestern und heute sollen mindestens 20 Zivilisten sowie russiche Soldaten Opfer der bewaffneten Auseinandersetzungen geworden sein. Der georgische Staatschef Micheil Saakaschwili hat die Generalmobilmachung verkündet und begründete in Tiflis sein Vorgehen mit der “Herstellung der konstitutionellen Ordnung” im Land. EU und NATO fordern die sofortige Einstellung der Kampfhandlungen, Russland hat den UN-Sicherheitsrat angerufen, der sich aber bisher nicht auf eine Resolution einigen konnte.

Zur Mitteilung von UNOMIG zu den aktuellen Entwicklungen.
Zum SPIEGEL TV-Video, “Krieg im Kaukasus: Tote und Verletzte”.

Die weiteren 107 Militärbeobachter (UN Military Observer, UNMO) Kameraden der 12 deutschen Bundeswehr-Soldaten kommen aus 25 Ländern und stehen im Dienste der UN-Mission UNOMIG – aus Ägypten, Albanien, Bangladesch, Dänmemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indonesien, Jordanien, Kroatien, Österereich, Pakistan, Polen, Rumänien, Russische Föderation, Schweden, Schweiz, Süd-Korea, Türkei, Tschechien, Ukraine, Ungarn, USA und Uruguay. Die internationalen Soldaten tragen alle die Uniformen ihrer eigenen Streitkräfte und sind gekennzeichnet durch das hellblaue UN-Barett und durch UN-Embleme an der Uniform. Übergriffe auf die unbewaffneten Militär-Beobachter gehören zu den Einsatzrisiken, im Sommer 2006 wurden zwei deutsche und ein dänischer UNIMOG-Soldat in Georgien von abchasischen Rebellen entführt, sie kamen aber nach wenigen Tagen unverletzt frei. Auch 4 deutsche Polizeibeamte sind bei UNOMIG im internationalen Polizei-Einsatz (insgesamt 17: 2 Polen, 3 Russland, 3 Ukraine, 2 Schweiz, 1 Philippinen, 1 Ghana, 1 Tschechien). Aus Deutschland bei UNOMIG Police jeweils einer von der Bundespolizei (Kontingentsleiter) und von der Landespolizei in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Rheinland-Pfalz, denn es nach aktuellen Meldungen allen gut ergeht.

Bw-UNOMIG Pat inter

Seit 1994 stellt die Bundesrepublik Deutschland 3 Soldaten als Militärbeobachter (StOffz) für die Beobachtermission der Vereinten Nationen UNOMIG in diesem ‘frozen confict’, geführt werden diese vom Dezernat Militärbeoachtungsmissionen im Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) in Potsdam. Des weiteren befinden sich drei Ärzte und sechs Sanitätsfeldwebel im Einsatz, um die medizinische Versorgung der UNOMIG-Truppen im UNOMIG Medical Team zu gewährleisten, auch CIMIC-Aufgaben werden wahrgenommen. Sie haben zwar ihren speziellen medizinischen Versorgungsauftrag, besitzen aber ebenso wie die übrigen Offiziere der Bundeswehr den Status eines Militärbeobachters der Vereinten Nationen. Der Einsatz als Militärbeobachter ist ein waffenloser Einsatz. (weiter…)

Krisenregion Kaukasus

Mittwoch, 23. Juli 2008

Bw-MGFA KaukasusDas Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) veröffentlicht einen neuen “Wegweiser zur Geschichte”

Krisenregion Kaukasus

In seiner Reihe “Wegweiser zur Geschichte”, die im Verlag Ferdinand Schöningh erscheint, veröffentlicht das Militärgeschichtliche Forschungsamt der Bundeswehr einen neuen Band zum Kaukasus. Zwischen Asien und Europa, Schwarzem und Kaspischem Meer gelegen, kam der Kaukasusregion seit Jahrhunderten strategisches Interesse zu. Ihre reichen Bodenschätze stellen bis heute einen Motor für Wachstum und den Grund für Verteilungskämpfe gleichermaßen dar. Seit dem Ende der Sowjetunion 1991 und der Entstehung der unabhängigen Staaten Armenien, Georgien und Aserbaidschan geriet der Kaukasus vor allem als Konfliktherd in die Weltpresse: Abchasien, Ossetien und Nagorny Karabach stehen für ungelöste nationale und territoriale Bw Kaukasus GeorgienAuseinandersetzungen in ethnischen Mischgebieten. Das zu Russland gehörige Tschetschenien im Nordkaukasus wurde zum Sinnbild eines Krieges, den der russische Staat und muslimische Separatisten mit großer Grausamkeit führen. Der “Wegweiser zur Geschichte” behandelt Geschichte und Kultur des Kaukasus seit der Antike. Fachwissenschaftler verschiedener Disziplinen erläutern in verständlicher Form sowohl historische Entwicklungslinien als auch aktuelle Strukturen, Konflikte und Versuche ihrer Lösung, an denen die Bundeswehr im Rahmen der Bw-Kaukasus Medwedew PutinUNOMIG beteiligt ist. Sie vermitteln das umfassende Bild eines Landstrichs, der in Europa in den vergangenen Jahren zusehens in den Blick von Politik und Öffentlichkeit rückt. Die “Wegweiser zur Geschichte” setzen sich gezielt mit der Geschichte von Krisengebieten auseinander. Die Reihe richtet sich an alle, die Hintergrund und Orientierungswissen suchen – Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz ebenso wie die breite politisch und historisch interessierte Öffentlichkeit. (weiter…)

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