Archiv für die Kategorie 'UNIFIL'

Deutsche Marine-Schnellboote auf dem Weg ins Mittelmeer zum Libanon UNIFIL-Einsatz

Dienstag, 22. Mai 2012

Am Donnerstag, den 24. Mai 2012 werden die Flugkörper-Schnellboote “S71 Gepard” und “S73 Hermelin” um 10 Uhr ihren Heimathafen Warnemünde in Richtung östliches Mittelmeer verlassen. Die beiden Boote werden dort im maritimen Einsatzverband der “United Nations Interim Force in Lebanon” (UNIFIL) eingesetzt. Sie lösen die Kieler Minenabwehrboote “Ensdorf” und “Auerbach/Oberpfalz” ab, die sich anschließend auf den Heimweg begeben.

Abhängig von der weiteren Entwicklung des Bundestagsmandates werden die Kommandanten, Korvettenkapitän Volker Kübsch (33) und Korvettenkapitän Göran Swistek (34), mit ihren jeweils 40-köpfigen Besatzungen für vier Monate im Einsatz vor der Levante-Küste verbleiben, bevor sie nach Warnemünde zurückkehren. Geplant ist im Anschluss, die Besatzungen durch solche von weiteren Schwesterbooten zu ersetzen, die Boote aber als Plattform im Einsatz zu belassen.

Auf ihrem Weg ins Einsatzgebiet werden die Häfen von Plymouth (Großbritannien), La Coruna, Cadiz, Palma de Mallorca (alle Spanien), La Valletta (Malta) sowie Souda Bay auf der griechischen Insel Kreta zur Nachversorgung angelaufen. Die Ankunft im Hafen von Limassol auf Zypern ist für den 10. Juni 2012 geplant. Von dort laufen die Boote jeweils zu ihren Einsätzen vor der libanesischen Küste aus. In Limassol treffen die Besatzungen ihren Geschwaderkommandeur, Fregattenkapitän Christian Meyer, wieder. Er ist derzeit der Kommandeur des gesamten deutschen Kontingentes im UNIFIL-Einsatz.

Hintergrundinformationen

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden. Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter brasilianischer Führung aus Griechenland, der Türkei, Indonesien, Bangladesch und Deutschland gestellt werden. Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine, mit dem Ziel, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Die Deutsche Marine ist seitdem permanent mit mehreren Einheiten beteiligt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2012.

(Text-, Bilderquelle: Marine.de, Schnellboote HERMELIN S73 GEPARD S71)



Nach 25.000 Seemeilen zurück in Kiel – Minenjagdboot PASSAU nach UN-Einsatz wieder im Heimathafen

Donnerstag, 8. März 2012

Am kommenden Freitag, den 9. März 2012, wird das Minenjagdboot “Passau” im Kieler Marinestützpunkt festmachen. Das zum 3. Minensuchgeschwader gehörende Boot wird unter den Klängen des Marinemusikkorps Ostsee um 10 Uhr im Kieler Marinehafen zurückerwartet.

Unter dem Kommando von Kapitänleutnant Bastian Fischborn (34) waren die 41 Besatzungsmitglieder und ihr Boot, gemeinsam mit dem Hohlstablenkboot “Ensdorf”, am 16. September 2011 von Kiel aus zur UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon) ausgelaufen und operierten seitdem vor der Küste des Libanon. “Die Zusammenarbeit mit neun Schiffen aus sechs Nationen, zu denen auch Bangladesch oder Indonesien gehörten, verlief hoch professionell und man hat gemerkt, wie hoch motiviert die Soldaten für den Dienst unter der hellblauen UN-Flagge und am libanesischen Volk sind”, so das Resümee des Kommandanten.

Neben der Ausbildung und der Unterstützung beim Aufbau einer eigenständigen libanesischen Marine gehörte auch die Kontrolle des Seeverkehrs vor der Küste des Libanon zu den Aufgaben des Minenjagdbootes. In ihrer Einsatzzeit kontrollierte die Besatzung der “Passau” rund 300 Schiffe, von denen aber keines als verdächtig eingestuft wurde.

“Das erste Einlaufen in den Hafen von Beirut, unter eigener Sicherung, der damit verbundenen Anspannung und unter Begleitung eines libanesischen Speedbootes hatte den Einsatz erst richtig “fassbar” werden lassen”, so beschreibt Kapitänleutnant Fischborn einen der prägendsten Momente in seinem ersten UNIFIL-Einsatz als Kommandant.

Während der vergangenen sechs Monate haben das Boot und seine Besatzung rund 25.000 Seemeilen zurückgelegt, was einer Strecke von gut 46.000 Kilometern entspricht. Auf der Rückfahrt wurden die Häfen von Catania in Italien, Malaga und Vigo in Spanien sowie Brest in Frankreich angelaufen. Nach der Ankunft in Kiel hat die Besatzung der “Passau” vier Wochen Einsatzurlaub.

Hintergrund zu UNIFIL

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden. Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter brasilianischer Führung aus Griechenland, der Türkei, Indonesien, Bangladesch und Deutschland gestellt werden. Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine, mit dem Ziel, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2012.

(Bilder-, Textquelle: Marine.de, Minenjagdboot PASSAU M1096 während schneller Fahrt)

Marine-Schnellboote mit Kurs auf Rostock-Warnemünde – ZOBEL und HYÄNE kehren heim

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die Flugkörperschnellboote S 75 “Zobel” und S 80 “Hyäne” kehren am Dienstag, den 25. Oktober 2011, aus dem UNIFIL-Einsatz in ihren Heimathafen Warnemünde zurück. Unter den Klängen des Landespolizeiorchesters Mecklenburg-Vorpommern werden die Schnellboote um 17 Uhr im Marinestützpunkt “Hohe Düne” festmachen.

Neben ihren Familienangehörigen und Freunden werden die Besatzungen durch den Kommandeur des 7. Schnellbootgeschwaders, Fregattenkapitän Christian Walter Meyer sowie durch den Leiter des Einsatzstabes bei der Einsatzflottille 1 in Kiel, Kapitän zur See Axel Deertz, empfangen.

Die “Hyäne” nahm seit November 2010 an der UNIFIL-Mission teil. Der “Zobel” folgte im Januar 2011. Im Einsatzgebiet vor dem Libanon legten die Boote auf ihren Patrouillen insgesamt rund 5.000 beziehungsweise rund 4.200 Seemeilen zurück. Um die Abwesenheitszeiten der Marinesoldaten zu minimieren, fanden im Laufe des Einsatzes mehrere Besatzungswechsel statt.

Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Uwe Lahl (35), Kommandant der “Hyäne”, und Kapitänleutnant Stefan Königsmark (32), Kommandant auf dem “Zobel”, traten die Boote am 7. Oktober gemeinsam den Heimweg von Limassol auf Zypern nach Deutschland an.

Kapitänleutnant Stefan Königsmark blickt zufrieden auf einen erfolgreichen Einsatz zurück: “Die Besatzung hat sich den Bedingungen fernab der Heimat hervorragend angepasst und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Für das UN Mandat sehe ich, gerade mit Hinblick auf frühere Aufenthalte im Einsatzgebiet, eine erhebliche Steigerung der libanesischen Marine in operativen Belangen”.

Die Rückreise wurde im Rahmen der Ausbildung unter anderem für ein Flugkörperschießen im Übungsgebiet vor der Insel Kreta (Griechenland) genutzt.

Hintergrundinformationen

Aktuell stellen der Tender “Werra”, das Minenjagdboot “Passau” und das Hohlstablenkboot “Ensdorf” vom 3. und 5. Minensuchgeschwader aus Kiel den deutschen Anteil an der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon).

Die UNIFIL-Mission wird seit ihrem Beginn im September 2006 durchgängig durch die Deutsche Marine begleitet. Das derzeitige Mandat des Deutschen Bundestages für den Einsatz endet am 30. Juni 2012.

Die Vereinten Nationen setzen eine maritime Einsatzgruppe ein, um in enger Abstimmung mit der libanesischen Marine die Seewege entlang der libanesischen Küste zu überwachen, um so den Waffenschmuggel in den Libanon auf dem Wasserweg zu unterbinden. Darüber hinaus wird die Ausbildung der libanesischen Marine dahingehend gestaltet, dass sie zukünftig in der Lage ist, ihre Küste selbst zu überwachen.

Unter dem UN-Mandat arbeiten abwechselnd Schiffe und Boote verschiedener Nationen zusammen. Zurzeit stellen Bangladesch, Deutschland, Griechenland, Indonesien und die Türkei die schwimmenden Einheiten.

(Text-, Bilderquelle: Marine.de)

Kurs Richtung Libanon – Tender WERRA auf dem Weg ins Mittelmeer

Donnerstag, 15. September 2011

Am Montag, den 19. September um 10 Uhr verlässt der zum 3. Minesuchgeschwader gehörige Tender “Werra” unter dem Kommando von Korvettenkapitän Torsten Külpmann (36) den Heimathafen Kiel.

Die “Werra” nimmt Kurs in Richtung libanesische Küste, um als Versorgungsschiff des deutschen Marineeinsatzverbandes an der Mission UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) teilzunehmen.

Bis zum Ende des Einsatzes wird der Tender rund 14.000 Seemeilen und somit etwa 25.500 Kilometer zurück gelegt haben. Angelaufen werden dabei der Versorgungshafen Limassol auf Zypern und der Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Für den Kommandanten und den Großteil seiner Besatzung ist dies bereits der zweite UNIFIL-Einsatz. Trotzdem wird es kein Routineeinsatz, sagt Korvettenkapitän Külpmann: “Wir können zwar an die bereits vorhandene Erfahrung anknüpfen, aber immer hat die Mannschaft auch besondere Erwartungen an den Einsatz. Die Besatzung ist motiviert und gut vorbereitet.”

Zum Auslaufen wird die “Werra” 58 Besatzungsmitglieder an Bord haben. Fünf weitere Marinesoldaten werden in Limassol zur Besatzungsstärke von insgesamt 63 aufgenommen. Zu den Aufgaben des Versorgungsschiffes gehört neben der Seeraumüberwachung in den libanesischen Hoheitsgewässern und der Ausbildung der libanesischen Marine auch die Versorgung der an der Mission teilnehmenden Einheiten. Ziel dieser Mission ist es, die libanesische Marine zur Überwachung der eigenen Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Die Rückkehr der “Werra” ist für Mitte März 2012 geplant.

Hintergrundinformationen

Der brasilianische Konteradmiral Luiz Enrique Caroli führt den multinationalen Marineverband. Internationale Zusammenarbeit bildet das Fundament für die UNIFIL-Mission. Einheiten aus vier Nationen beteiligen sich derzeit an dem internationalen Verband unter dem Mandat der Vereinten Nationen.

Seit Beginn des Einsatzes im September 2006 ist die Deutsche Marine permanent beteiligt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz ist zurzeit bis zum 30. Juni 2012 gültig.

Eine besondere Herausforderung für den Kommandanten und seine Besatzung in diesem Einsatz stellt die Weihnachts- und Neujahrszeit dar, da diese unmittelbar in die Einsatzzeit fällt. Jedoch wurde auch hierfür bereits im Vorfeld einiges für die Mannschaft und die weiteren teilnehmenden deutschen Einheiten geplant.

(Text-, Bildquelle: Marine.de)

14.000 Seemeilen für UNIFIL – Marine-Tender DONAU kehrt aus Libanon-Einsatz zurück (Video)

Dienstag, 26. April 2011

Am Freitag, 29. April um 10 Uhr, wird der Tender “Donau” in seinem Heimathafen Warnemünde zurück erwartet. Das Versorgungsschiff des 1. Korvettengeschwaders war als Teil des deutschen Marineeinsatzverbandes der Mission UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) vor der Küste des Libanon im Einsatz. Boote des 7. Schnellbootgeschwaders fahren der “Donau” zur Begrüßung auf der Ostsee entgegen.

Am 6. September 2010 war die “Donau” mit ihrer eigenen, aus 60 Soldaten bestehenden Besatzung, unter dem Kommando von Korvettenkapitän Steffen Borchert (36), in das östliche Mittelmeer aufgebrochen. Anfang Januar wurde im Einsatz ein Besatzungstausch mit der 67-köpfigen Besatzung des Schwesterschiffes “Elbe” unter Führung von Korvettenkapitän Alexander Wulf (37) vollzogen. Während dieses Verfahren für Minensuchboote und Schnellboote inzwischen Routine ist, war es für die deutlich größere Besatzung eines Tenders eine Premiere.

In der Bewertung beider Besatzungen hat sich dieser Versuch bewährt und wird sicherlich bei künftigen Einsätzen wiederholt werden. So konnte der Tender als Plattform acht Monate im Einsatz bleiben und damit Zeit und Kosten für die langen Transits eingespart werden. Ein weiterer positiver Effekt war die Begrenzung der Einsatzdauer für beide Besatzungen auf je vier Monate.

Der Tender “Donau” hat während seines achtmonatigen Einsatzes rund 14.000 Seemeilen (ca. 26.000 Kilometer) zurückgelegt. Besonders die Zusammenarbeit mit Marineeinheiten anderer Nationen hat bei beiden Tender-Besatzungen überaus positive, bleibende Erinnerungen hinterlassen. Zusammen mit den Angehörigen der “Elbe”-Besatzung wird zum Einlaufen in Warnemünde auch die eigentliche “Donau”-Stammbesatzung “ihr” Schiff wieder zuhause willkommen zu heißen.

Hintergrund zu UNIFIL

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden. Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter brasilianischer Führung aus der Türkei, Griechenland, Indonesien, Bangladesch und Deutschland gestellt werden. Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine, mit dem Ziel, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2011.

(Bild-, Textquelle: Marine.de, der Tender “Donau” ist eine schwimmende Versorgungsplattform;
Videoquelle unten: UNIFIL.org)

Dazu dieses UNIFIL-Video vom HQ NAQOURA CAMP

Hintergrundinformationen: United Nations Interim Force in Lebanon, UNIFIL.UN MISSION.org, UNIFIL.org



Schnellboot ZOBEL auf dem Weg zum UNIFIL-Einsatz (Video)

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Am Montag, den 3. Januar 2011 um 10 Uhr, heißt es “Leinen los und ein” für das Schnellboot “Zobel”. Vom Marinestützpunkt Wilhelmshaven aus tritt es als erstes Boot der Marine im neuen Jahr den 3.500 Seemeilen (etwa 6.500 Km) langen Transit Richtung Libanesische Küste an.

Aufgrund eines Besatzungstausches mit dem Schnellboot “Puma” befindet sich “Zobel” zunächst unter dem Kommando des “Puma”-Kommandanten, Kapitänleutnant Oliver Ertel (33). Nach einigen Zwischenstopps zur Nachversorgung in Frankreich, Spanien sowie auf Malta und Kreta wird das Schnellboot Mitte Januar im Hafen von Limassol auf Zypern erwartet, um sich anschließend am maritimen Einsatzverband der United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) zu beteiligen. Anfang Mai erfolgt die Ablösung der 40 Soldaten durch die eigentliche Besatzung des “Zobel” unter dem Kommando von Korvettenkapitän Volker Hayn (36).

Bereits im Dezember hatte das im 7. Schnellbootgeschwader in Warnemünde beheimatete Schnellboot “Zobel” nach Wilhelmshaven verlegt. Grund war die für Warnemünde, Kiel und den Nord-Ostsee Kanal abzusehende Entwicklung der Eislage.

Hintergrundinformationen

Die Besatzungen der Schnellboote werden ausgetauscht, um einerseits die Belastung für die Soldaten zu verringern und andererseits Transitzeiten und die damit verbundenen Kosten einzusparen.

Hintergründe zum UNIFIL-Einsatz

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden.

Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter spanischer Führung aus Griechenland, der Türkei, Indonesien, Bangladesh und Deutschland gestellt werden.

Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine, mit dem Ziel, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen.

Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2011. (Ziatende)

Dazu das UNIFIL-Video: DISCOVER UNIFIL – 5 – MTF HESSEN

 

Germany has led UNIFILs Maritime Task Force for 14 months since its inception on the 15th of October, 2006. This episode takes you onboard the Hessen, one of the most advanced naval vessels to have patrolled Lebanons coastal waters as part of UNIFILs Maritime Task Force. Watch how the crew of the Hessen lives and carries out its peacekeeping mission in the service of UNIFIL and Lebanon.

(Text-, Bilderquelle: Marine.de;
Grafikquelle: CIA.gov, Karte Libanon;
Videoquelle: UN Mission UNIFIL.org)

Hintergrundinformationen: United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL), Deutsche Bootschaft Beirut

Seenotretter zeichnen mutige Marinesoldaten aus (Video)

Montag, 17. Mai 2010

Für ihren mutigen und selbstlosen Einsatz zur Rettung von 26 Seeleuten unterschiedlicher Nationalitäten vor der Küste des Libanons wird die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) am 20. Mai 2010 in Kiel die Besatzungen des Tenders “Mosel” (5. Minensuchgeschwader) und des Minenjagdbootes “Laboe” (3. Minensuchgeschwader) der Deutschen Marine mit der “Bronzenen Medaille für Rettung aus Seenot” auszeichnen. Stellvertretend für die Besatzungen wird DGzRS-Vorsitzender Michael Grobien Medaillen und Urkunden an die beiden Kommandanten, Korvettenkapitän Michael Gierahn (38) und Kapitänleutnant Jens Geppert (36), überreichen. Die Auszeichnung findet an Bord des Tenders “Mosel” statt.

Zu dem Seenotrettungseinsatz war es am Nachmittag des 17. Dezember 2009 im Mittelmeer gekommen. Elf Seemeilen westlich des libanesischen Hafens Tripoli war bei starken Winden von im Mittel sechs Beauforts (circa 54 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit), drei bis vier Metern Seegang und schweren Gewitterschauern das unter Panama-Flagge fahrende Viehtransportschiff “Danny F II” mit über 80 Mann Besatzung gekentert.

Die beiden deutschen Marineschiffe, die sich im Rahmen des UNIFIL-Einsatzes vor Ort befanden und zum Zeitpunkt des Unglücks zum “Abwettern” im Hafen von Beirut lagen, liefen nach Eingang des Notrufes sofort aus und trafen gegen 19 Uhr an der Unglücksstelle ein. In der Nacht und in den folgenden zwei Tagen konnten bei widrigen Verhältnissen 26 Schiffbrüchige gerettet werden. Unter Einsatz ihres Lebens sprangen die deutschen Marinesoldaten in die aufgewühlte See, um den teilweise durch Entkräftung und wegen des Seegangs hilflos treibenden Schiffbrüchigen zu Hilfe zu kommen. Sie wurden in Kletterrettungsnetze verbracht und anschließend an Bord geholt.

Hier wurden sie medizinisch versorgt und anschließend im Hafen von Tripoli an die libanesischen Behörden weitergeleitet. Für neun weitere Schiffbrüchige konnte bedauerlicherweise keine Hilfe mehr geleistet werden; sie wurden tot geborgen.

Die Such- und Rettungsmaßnahmen wurden am 20. Dezember – drei Tage nach dem Unglück – beendet.

Mit einer solchen Medaille werden die Marinesoldaten geehrt werden. Foto: DGzRS

Video: DGzRS-Seenotkreuzer in schwerer See

 

(Text-, Bilderquelle: Marine.de;
Video-, Bildquelle:
DGzRS.de, Beitext, Seenotkreuzer in schwerer See während einer Sturm- und Schwerwetterfahrt zur Vorbereitung auf den Seenotfall. Filmaufnahmen der DGzRS)

Hintergrundinformationen: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, DGzRS

Tender “Mosel” kehrt aus UNIFIL zurück

Dienstag, 11. Mai 2010

Der Tender “Mosel” läuft am Freitag, den 14. Mai, um 10 Uhr wieder seinem Heimathafen Kiel ein. Das Versorgungsschiff des 5. Minensuchgeschwaders unterstützte seit vergangenem Jahr die deutschen Boote im UNIFIL-Einsatz. Besonders prägend war neben dem eigentlichen Auftrag die Beteilung an den Rettungsaktionen anlässlich eines Schiffsunterganges und eines Flugzeugabsturzes vor der libanesischen Küste.

Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Michael Gierahn (38) war die 61-köpfige Besatzung am 30. November 2009 zum UNIFIL-Einsatz ins Mittelmeer ausgelaufen, um die dort eingesetzten deutschen Boote logistisch zu unterstützen. Während der Zeit im Einsatz wurden die Einheiten unter anderem mit 1.499 Kubikmeter Kraftstoff, 25 Kubikmeter Flugkraftstoff, 16 Kubikmeter Schmieröl, 320 Kubikmeter Frischwasser, 30 Tonnen Proviant, 0.8 Tonnen Munition sowie diverse Ersatzteilen versorgt. Aber auch 33 Kubikmeter Schmutzwasser – sogenanntes Bilgenwasser – und 30 Kubikmeter Müll wurden aufgenommen und entsprechend zur Entsorgung weitergegeben.

Prägende Momente

Neben den “reinen” Ver- und Entsorgungsaufgaben diente der Tender auch als Plattform für die Ausbildung der libanesischen Marine, die inzwischen einen Schwerpunkt des Einsatzes der Deutschen Marine bei UNIFIL darstellt. “Die Zusammenarbeit mit der libanesischen Marine ist sehr zufriedenstellend, aber auch noch ausbaufähig”, sagte Korvettenkapitän Gierahn. “Es geht in kleinen, aber stetigen Schritten vorwärts.”

Prägend für die Besatzung waren zwei schwerwiegende Unglücksfälle im Zeitraum des Einsatzes. Der Untergang des Frachters “Danny F II” am späten Nachmittag des 17. Dezember 2009 sowie der Absturz einer äthiopischen Verkehrsmaschine des Typs Boeing 737 vor der libanesischen Küste im Januar 2010. Zusammen mit dem Minenjagdboot “Laboe” und ausländischen Kräften konnte die “Mosel” bei den Rettungsarbeiten 26 Seeleute retten und versorgen. Hierbei übernahm der Tender die Koordination der vor Ort suchenden Einheiten. Für Gespräche mit der Besatzung stand ein Militärpfarrer zur Verfügung. “Der Besatzung und mir hat es positiv geholfen, den geretteten Seeleuten der Danny FII zum Abschied die Hand schütteln zu können. Dadurch hatten wir die Gewissheit, dass diese Seeleute ihre Familien wiedersehen werden”, sagte der Kommandant der “Mosel”.

Nach 14.000 Seemeilen (26.000 Kilometer) und 154 Tagen in See steht für die Besatzung und Ihren Kommandanten jetzt erstmal Urlaub auf dem Dienstplan, ehe in zwei Wochen wieder der “normale” Dienstbetrieb aufgenommen wird.

Hintergründe zum UNIFIL-Einsatz

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden. Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter italienischer Führung aus Italien, Griechenland, der Türkei und Deutschland gestellt werden. Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine mit dem Ziel, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2010.

(Text- und Bildquelle: Marine.de, PIZ, Presse- und Informationszentrum Marine, Außenstelle Kiel; Fotos: Tender “Mosel” während des UNIFIL-Einsatz in See und am Pier)