Archiv für die Kategorie 'UN-Missionen'

In 2011 weltweit 35 Bedienstete der Vereinten Nationen getötet

Mittwoch, 4. Januar 2012

Im Jahr 2011 sind weltweit 35 Mitarbeiter/innen der Vereinten Nationen getötet worden.

UN-Einrichtungen würden stärker gezielt angegriffen als in der Vergangenheit, sagte eine Sprecherin der UN-Mitarbeiter. Sie rief die UNO auf, ihre Mitarbeiter besser zu schützen.
Im April 2011 berichtete Soldatenglück.de: Tödliche Attacke auf das UN Office Mazar-e Sharif/Nordafghanistan: ISAF kam als der Pulverrauch sich verzogen hatte (die sieben Opfer sind unten abgebildet, vier aus Nepal, jeweils einer aus Norwegen und Rumänien und eine Frau aus Schweden, sie wurde geköpft), UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilt den Angriff auf die UN-Mission in Nordafghanistan scharf (Video) und “Afghanischer Mob stürmt in Mazar-i Sharif nach Freitagsgebet UN-Office und tötet und enthauptet Internationale (Videos)”. Im Vorjahr 2010 wurde am 28. Oktober die UN-Unterkunft in Kabul/Afghanistan angegriffen und forderte ebenfalls Todesopfer, Soldateglück.de berichtete: Afghanistan: Die Gefallenen der United Nations, dazu auch der UNAMA-Artikel: In Memoriam of fallen colleagues in Mazar-i-Sharif and in Kabul.

Der tödlichste Angriff ereignete sich am 26. August 2011 in Abuja/Nigeria. 11 UN-Mitarbeiter kamen dort bei der Explosion einer Autobombe ums Leben.
2010 waren 15 UN-Mitarbeiter im Einsatz ums Leben gekommen; 2009 waren es 38.

(Bilderquelle: UN.org)



Marine-Schnellboote mit Kurs auf Rostock-Warnemünde – ZOBEL und HYÄNE kehren heim

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die Flugkörperschnellboote S 75 “Zobel” und S 80 “Hyäne” kehren am Dienstag, den 25. Oktober 2011, aus dem UNIFIL-Einsatz in ihren Heimathafen Warnemünde zurück. Unter den Klängen des Landespolizeiorchesters Mecklenburg-Vorpommern werden die Schnellboote um 17 Uhr im Marinestützpunkt “Hohe Düne” festmachen.

Neben ihren Familienangehörigen und Freunden werden die Besatzungen durch den Kommandeur des 7. Schnellbootgeschwaders, Fregattenkapitän Christian Walter Meyer sowie durch den Leiter des Einsatzstabes bei der Einsatzflottille 1 in Kiel, Kapitän zur See Axel Deertz, empfangen.

Die “Hyäne” nahm seit November 2010 an der UNIFIL-Mission teil. Der “Zobel” folgte im Januar 2011. Im Einsatzgebiet vor dem Libanon legten die Boote auf ihren Patrouillen insgesamt rund 5.000 beziehungsweise rund 4.200 Seemeilen zurück. Um die Abwesenheitszeiten der Marinesoldaten zu minimieren, fanden im Laufe des Einsatzes mehrere Besatzungswechsel statt.

Unter dem Kommando von Korvettenkapitän Uwe Lahl (35), Kommandant der “Hyäne”, und Kapitänleutnant Stefan Königsmark (32), Kommandant auf dem “Zobel”, traten die Boote am 7. Oktober gemeinsam den Heimweg von Limassol auf Zypern nach Deutschland an.

Kapitänleutnant Stefan Königsmark blickt zufrieden auf einen erfolgreichen Einsatz zurück: “Die Besatzung hat sich den Bedingungen fernab der Heimat hervorragend angepasst und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Für das UN Mandat sehe ich, gerade mit Hinblick auf frühere Aufenthalte im Einsatzgebiet, eine erhebliche Steigerung der libanesischen Marine in operativen Belangen”.

Die Rückreise wurde im Rahmen der Ausbildung unter anderem für ein Flugkörperschießen im Übungsgebiet vor der Insel Kreta (Griechenland) genutzt.

Hintergrundinformationen

Aktuell stellen der Tender “Werra”, das Minenjagdboot “Passau” und das Hohlstablenkboot “Ensdorf” vom 3. und 5. Minensuchgeschwader aus Kiel den deutschen Anteil an der UNIFIL-Mission (United Nations Interim Force in Lebanon).

Die UNIFIL-Mission wird seit ihrem Beginn im September 2006 durchgängig durch die Deutsche Marine begleitet. Das derzeitige Mandat des Deutschen Bundestages für den Einsatz endet am 30. Juni 2012.

Die Vereinten Nationen setzen eine maritime Einsatzgruppe ein, um in enger Abstimmung mit der libanesischen Marine die Seewege entlang der libanesischen Küste zu überwachen, um so den Waffenschmuggel in den Libanon auf dem Wasserweg zu unterbinden. Darüber hinaus wird die Ausbildung der libanesischen Marine dahingehend gestaltet, dass sie zukünftig in der Lage ist, ihre Küste selbst zu überwachen.

Unter dem UN-Mandat arbeiten abwechselnd Schiffe und Boote verschiedener Nationen zusammen. Zurzeit stellen Bangladesch, Deutschland, Griechenland, Indonesien und die Türkei die schwimmenden Einheiten.

(Text-, Bilderquelle: Marine.de)

Kurs Richtung Libanon – Tender WERRA auf dem Weg ins Mittelmeer

Donnerstag, 15. September 2011

Am Montag, den 19. September um 10 Uhr verlässt der zum 3. Minesuchgeschwader gehörige Tender “Werra” unter dem Kommando von Korvettenkapitän Torsten Külpmann (36) den Heimathafen Kiel.

Die “Werra” nimmt Kurs in Richtung libanesische Küste, um als Versorgungsschiff des deutschen Marineeinsatzverbandes an der Mission UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) teilzunehmen.

Bis zum Ende des Einsatzes wird der Tender rund 14.000 Seemeilen und somit etwa 25.500 Kilometer zurück gelegt haben. Angelaufen werden dabei der Versorgungshafen Limassol auf Zypern und der Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Für den Kommandanten und den Großteil seiner Besatzung ist dies bereits der zweite UNIFIL-Einsatz. Trotzdem wird es kein Routineeinsatz, sagt Korvettenkapitän Külpmann: “Wir können zwar an die bereits vorhandene Erfahrung anknüpfen, aber immer hat die Mannschaft auch besondere Erwartungen an den Einsatz. Die Besatzung ist motiviert und gut vorbereitet.”

Zum Auslaufen wird die “Werra” 58 Besatzungsmitglieder an Bord haben. Fünf weitere Marinesoldaten werden in Limassol zur Besatzungsstärke von insgesamt 63 aufgenommen. Zu den Aufgaben des Versorgungsschiffes gehört neben der Seeraumüberwachung in den libanesischen Hoheitsgewässern und der Ausbildung der libanesischen Marine auch die Versorgung der an der Mission teilnehmenden Einheiten. Ziel dieser Mission ist es, die libanesische Marine zur Überwachung der eigenen Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Die Rückkehr der “Werra” ist für Mitte März 2012 geplant.

Hintergrundinformationen

Der brasilianische Konteradmiral Luiz Enrique Caroli führt den multinationalen Marineverband. Internationale Zusammenarbeit bildet das Fundament für die UNIFIL-Mission. Einheiten aus vier Nationen beteiligen sich derzeit an dem internationalen Verband unter dem Mandat der Vereinten Nationen.

Seit Beginn des Einsatzes im September 2006 ist die Deutsche Marine permanent beteiligt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz ist zurzeit bis zum 30. Juni 2012 gültig.

Eine besondere Herausforderung für den Kommandanten und seine Besatzung in diesem Einsatz stellt die Weihnachts- und Neujahrszeit dar, da diese unmittelbar in die Einsatzzeit fällt. Jedoch wurde auch hierfür bereits im Vorfeld einiges für die Mannschaft und die weiteren teilnehmenden deutschen Einheiten geplant.

(Text-, Bildquelle: Marine.de)

14.000 Seemeilen für UNIFIL – Marine-Tender DONAU kehrt aus Libanon-Einsatz zurück (Video)

Dienstag, 26. April 2011

Am Freitag, 29. April um 10 Uhr, wird der Tender “Donau” in seinem Heimathafen Warnemünde zurück erwartet. Das Versorgungsschiff des 1. Korvettengeschwaders war als Teil des deutschen Marineeinsatzverbandes der Mission UNIFIL (United Nations Interim Force in Lebanon) vor der Küste des Libanon im Einsatz. Boote des 7. Schnellbootgeschwaders fahren der “Donau” zur Begrüßung auf der Ostsee entgegen.

Am 6. September 2010 war die “Donau” mit ihrer eigenen, aus 60 Soldaten bestehenden Besatzung, unter dem Kommando von Korvettenkapitän Steffen Borchert (36), in das östliche Mittelmeer aufgebrochen. Anfang Januar wurde im Einsatz ein Besatzungstausch mit der 67-köpfigen Besatzung des Schwesterschiffes “Elbe” unter Führung von Korvettenkapitän Alexander Wulf (37) vollzogen. Während dieses Verfahren für Minensuchboote und Schnellboote inzwischen Routine ist, war es für die deutlich größere Besatzung eines Tenders eine Premiere.

In der Bewertung beider Besatzungen hat sich dieser Versuch bewährt und wird sicherlich bei künftigen Einsätzen wiederholt werden. So konnte der Tender als Plattform acht Monate im Einsatz bleiben und damit Zeit und Kosten für die langen Transits eingespart werden. Ein weiterer positiver Effekt war die Begrenzung der Einsatzdauer für beide Besatzungen auf je vier Monate.

Der Tender “Donau” hat während seines achtmonatigen Einsatzes rund 14.000 Seemeilen (ca. 26.000 Kilometer) zurückgelegt. Besonders die Zusammenarbeit mit Marineeinheiten anderer Nationen hat bei beiden Tender-Besatzungen überaus positive, bleibende Erinnerungen hinterlassen. Zusammen mit den Angehörigen der “Elbe”-Besatzung wird zum Einlaufen in Warnemünde auch die eigentliche “Donau”-Stammbesatzung “ihr” Schiff wieder zuhause willkommen zu heißen.

Hintergrund zu UNIFIL

Der Auftrag des maritimen Einsatzverbandes der Vereinten Nationen besteht darin, die Seewege vor der libanesischen Küste in enger Abstimmung mit den libanesischen Streitkräften zu überwachen und damit den Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon zu unterbinden. Der Verband setzt sich aus einer wechselnden Anzahl von Schiffen und Booten zusammen, die derzeit unter brasilianischer Führung aus der Türkei, Griechenland, Indonesien, Bangladesch und Deutschland gestellt werden. Schwerpunkt des deutschen Kontingentes ist zusätzlich die Ausbildung der libanesischen Marine, mit dem Ziel, diese zur Überwachung ihrer Küstengewässer künftig selbst zu befähigen. Der Einsatzverband wurde im September 2006 aufgestellt. Das Mandat des Deutschen Bundestages für diesen Einsatz endet nach derzeitigem Stand am 30. Juni 2011.

(Bild-, Textquelle: Marine.de, der Tender “Donau” ist eine schwimmende Versorgungsplattform;
Videoquelle unten: UNIFIL.org)

Dazu dieses UNIFIL-Video vom HQ NAQOURA CAMP

Hintergrundinformationen: United Nations Interim Force in Lebanon, UNIFIL.UN MISSION.org, UNIFIL.org

Libyen: Westerwelle sagt humanitäre Hilfe aus Deutschland zu (Video)

Donnerstag, 14. April 2011

Westerwelle sagt humanitäre Hilfe aus Deutschland zu

Außenminister Guido Westerwelle bekräftigte die Forderung der Bundesregierung nach einer politischen Lösung in Libyen. Aus einem militärischen Einsatz dürfe kein dauerhafter Krieg werden. Ein Waffenstillstand sei die erste Voraussetzung. ‘Wenn es darum geht die Folgen des Krieges zu lindern, werden wir natürlich helfen.’

(Video- und Textquelle: ARD vom 14.4.2011 via YouTube)



Afghanistan-Einsatz: Das falsche Spiel des Hamid Karsai

Sonntag, 3. April 2011

Mit der Verbrennung des Korans in seiner Glaubensgemeinde in Florida hat der radikale amerikanische Prediger Terry Jones eine eher ungewollte Allianz geschmiedet. Denn Nutznießer seiner an Populismus kaum zu überbietenden Aktion vom 20. März sind letztlich die, auf die er es selbst am meisten abgesehen hat. Jones spielt den Fürsten der Taliban in die Karten. Er gibt ihnen die Munition, die sie brauchen, um ihre Anhänger zu mobilisieren. Das ist umso tragischer, als es den Islamisten in den vergangenen Monaten nicht gelang, aus den Unruhen in der arabischen Welt Kapital zu schlagen. Nun sind sie wieder obenauf, weil ein westlicher Hassprediger seinen wirren Worten von vor einem halben Jahr jetzt ein erbärmliches Schauspiel hat folgen lassen. Das Ergebnis sind Tote und Verletzte am vergangenen Wochenende in Afghanistan, wo Islamisten sich aufgefordert fühlten, an den “Ungläubigen” aus dem Westen Rache zu üben.

Die jüngsten Ereignisse treffen die USA und deren Präsidenten Barack Obama hart. Einerseits wollen die USA im Sommer mit dem Rückzug ihrer Truppen beginnen. Andererseits zeigen die Anschläge vom Wochenende, dass Afghanistan von Normalität nach westlichen Maßstäben weit entfernt ist. Und das liegt nicht zuletzt an Hamid Karsai.

Denn der afghanische Präsident selbst war es, der die Unruhen in seinem Land wegen der Verbrennung des Korans geschürt hat. Während die Medien in den USA den Unfug Jones’ zehn Tage lang weitgehend ignorierten, forderte ausgerechnet der vom Westen gestützte Karsai in einer Rede, der Prediger müsse bestraft werden.

Damit hat der ohnehin umstrittene afghanische Präsident einmal mehr unter Beweis gestellt, dass er ein unsicherer Kantonist ist. Statt zu schweigen und in seinem Land die ohnehin schon sehr fragile Ruhe zu bewahren, nutzte er die Koran-Verbrennung ohne Rücksicht auf seine westlichen Verbündeten, um bei den Islamisten Punkte zu sammeln. Dass diese Zustimmung blutbefleckt sein würde, nahm er billigend in Kauf.

Für die Diplomatie ist Karsais falsches Spiel nach den zuletzt besseren Signalen ein herber Rückschlag. Er zeigt, wie Alltag in Afghanistan sein dürfte, wenn der Westen einmal nicht mehr so genau hinschaut. (Zitatende)

Kommentiert Lothar Leuschen von der Westdeutschen Zeitung aus Düsseldorf.

Soldatenglück.de berichtete über den unverantwortlichen Demagogen Terry Jones und seinen ersten verhinderten Versuch zur Koran-Verbrennung.

(Textquelle kursiv: Westdeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: UNAMA.org, UN Mazar-e-Sharif Victims arrive in Kabul: 02 April 2011, Photo: UNAMA / Eric Kanalstein)

Hintergrundinformationen: United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA)

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilt den Angriff auf die UN-Mission in Nordafghanistan scharf (Video)

Sonntag, 3. April 2011

 

Er habe seinen Sondergesandten angewiesen, sofort nach Masar-i-Scharif zu fahren, um die Hintergründe zu klären, sagte Ban Ki-Moon, der sich derzeit in Nairobi befindet: “Es war ein abscheulicher und feiger Anschlag auf Mitarbeiter der Vereinten Nationen, der unter keinen Umständen gerechtfertigt werden kann und den ich aufs Schärfste verurteile.” Der UN-Sicherheitsrat beriet in einer Sondersitzung über den Anschlag.

Soldatenglück.de berichtete “Afghanischer Mob stürmt in Mazar-i Sharif nach Freitagsgebet UN-Office und tötet und enthauptet Internationale (Videos)”.

(Videoquelle: euronews.net;
Bildquelle: UNAMA.org, Special Representative of the UN Secretary-General for Afghanistan, Staffan de Mistura, shoulders the casket of one of seven colleagues killed in the attack on the UN operations centre in Mazar-i-Sharif, at Kabul airport. Photo: UNAMA / Eric Kanalstein)

Hintergrundinformationen: United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA)

General a.D. Harald Kujat: “Die Nato ist der erste Verlierer dieses Krieges” (Video)

Dienstag, 22. März 2011

Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat

Ex-NATO-Chef Jaap de Hoop Scheffer bedauert deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat/ “Komplizierte Situation für die NATO”

Bonn (ots) – Bonn/Dubai, 22. März 2011 – Der ehemalige NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer bedauert, dass sich Deutschland im UN-Sicherheitsrat bei der Resolution über einen Militäreinsatz in Libyen enthalten hat. “Aber ich kenne Deutschland sehr gut, ich kenne die deutsche Geschichte, ich kenne die deutsche Politik. Es kam also für mich nicht als eine sehr große Überraschung. Aber für Europa, für die Europäische Union und für die NATO ist das nicht hilfreich”, sagte er im PHOENIX-Interview. Jetzt müsse man abwarten, wie sich die NATO verhalte. Er begrüßte das Angebot der Bundesregierung, als Ausgleich das deutsche Engagement in Afghanistan auszubauen und weitere Bundeswehrsoldaten für den AWACS-Einsatz zur Verfügung zu stellen. Aber er habe gehofft, “dass es im Sicherheitsrat vielleicht klappen würde”, so de Hoop Scheffer. “Jetzt gibt es in der NATO eine ganz komplizierte Situation.” Frankreich und Deutschland seien sich nicht einig. “Das ist nicht gut für die NATO und nicht gut für die Europäische Union.”

[Video- und Textquelle: ZDF + N24 vom 22.3.2011 via YouTube;
Textquelle Kursiv PHOENIX: PHOENIX-Kommunikation, 22.3.2011]

Operation “Odyssey Dawn” – Alliierte starten Luftangriffe

Sonntag, 20. März 2011

Operation “Odyssey Dawn” – Allierte starten Luftangriffe

Libyen - US Zerstörer feuert Tomahawk cruise missile

Alliierte starten Operation “Odyssey Dawn”. Damit wird die am Donnerstag vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution 1973 durchgesetzt.

Der Tagesspiegel (19.03.2011 | 15:04 Uhr) kommentiert:
Cohn-Bendit: Merkel in Libyen-Frage “arrogant”
Gabriel: Westerwelle hat Deutschland international isoliert

Berlin (ots) – Politiker von SPD und Grünen haben die deutsche Enthaltung bei der Libyen-Abstimmung im UN-Sicherheitsrat scharf kritisiert. “Wenn Westerwelle ganz prinzipiell gegen einen Militäreinsatz zur Durchsetzung einer Flugverbotszone ist, dann hätte er mit nein stimmen müssen, statt mit einer Enthaltung. So sieht es so aus, als habe Deutschland keine innere Haltung zu der Bekämpfung dieses mörderischen libyschen Diktators. Schlimmer noch: als würde Deutschland vor der Macht dieses Öl-Mafioso kuschen. Westerwelle hat Deutschland durch sein Abstimmungsverhalten international isoliert und Europa gespalten”, sagte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel dem Berliner “Tagesspiegel am Sonntag”.

Auch der Fraktionschef der Grünen im Europaparlament, Daniel Cohn-Bendit, übte heftige Kritik an der Haltung Deutschlands. “Deutschland hat kein Verständnis für Menschen, die sich revolutionär befreien. Das ist der deutsche Sonderweg”, sagte der Grünen-Politiker der Zeitung. Als “Arroganz, die ihresgleichen sucht”, bezeichnete Cohn-Bendit die Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einer möglichen Intervention in Libyen. Die abwartende Haltung zahlreicher deutscher Spitzenpolitiker angesichts des Vormarsches der Truppen des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi sei “menschlich und politisch völlig inakzeptabel”, sagte Cohn-Bendit. Mit Blick auf die Argumentation des Bundesaußenministers Guido Westerwelle (FDP), der vor einer militärischen Eskalation durch einen internationalen Einsatz in Libyen gewarnt hatte, sagte der Grünen-Abgeordnete: “Er spricht nicht von den Toten, die es gibt, wenn Gaddafi Bengasi einnimmt.”

Nach allem, was Gaddafi seinem Volk angetan hat, wäre ein direkter Militärschlag gegen ihn wünschenswert, so Harald Kujat, ehemaliger Chef des NATO-Militärausschusses.

Ein Kampfjet über Libyen – bevor ihn Rebellen abschießen. Stunden später bewegen sich dort nicht mehr libysche, sondern Jets der Franzosen. Der Nahostexperte Lüders zur Lage.

Die Deutschen sollten an der Seite freiheitsliebender Völker stehen

Das Flugverbot über Libyen ist ausgesprochen. Aber nicht nur, dass Muammar al-Gaddafi nun keine Flugzeuge mehr aufsteigen lassen darf.
Hier geht es zum vollständigen Beitrag zum Thema der Woche:
Deutschlandfunk: Konfliktregulierung in Libyen und Bahrain

[Video- und Textquelle: ZDF + MDR vom 19.3.2011 via YouTube;
Textquelle Kursiv Der Tagesspiegel: Der Tagesspiegel, 19.3.2011; Bildquelle: Navy.mil vom 19.3.2011]

Deutsche Positionen zu Libyen (Video)

Samstag, 19. März 2011

Deutsche Positionen zu Libyen

Die Enthaltung Deutschlands im UN-Sicherheitsrat zum Militäreinsatz in Libyen wird auch in Deutschland kritisiert. Unterstützt wird die Position der Bundesregierung ausgerechnet von den Linken.

Die Haltung der USA zu Libyen

Die USA haben sich lange gegen einen Einsatz in Libyen gesträubt. Nun fordert US-Präsident Obama einen sofortigen Waffenstillstand von Libyen, ansonsten würden militärische Maßnahmen eingeleitet.

[Video- und Textquelle: ARD + ZDF vom 19.3.2011 via YouTube;]