Archiv für die Kategorie 'POLIZEI Land/Bund, GSG9'

Syrischer Geheimdienst agiert auf deutschem Territorium – BKA verhaftet zwei mutmaßliche Spione

Dienstag, 7. Februar 2012

Syrien setzt in Deutschland Agenten auf syrische Oppositionelle und Assad-Gegner an, einer der mutmaßlichen Spione war bei der Botschaft Syriens in Berlin beschäftigt, allerdings ohne diplomatische Immunität. Das Bundeskriminalamt verhaftete heute in Berlin diesen und einen zweiten mutmaßlichen Spion Syriens. Im Vorfeld der richterlichen Haftbefehl-Beschlüsse war die Spionageabwehr des Bundesamtes für Verfassungsschutz an den Ermitlungen des Generalbundesanwaltes beteiligt.

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof teilt heute (07.02.2012) mit:

Festnahmen wegen mutmaßlicher Spionage

Die Bundesanwaltschaft hat heute Morgen in Berlin aufgrund zweier Haftbefehle des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 31. Januar 2012 den 47-jährigen deutschen und libanesischen Staatsangehörigen Mahmoud El A. und den 34-jährigen syrischen Staatsangehörigen Akram O. wegen des dringenden Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit (§ 99 Abs. 1 Nr. 1 StGB) festnehmen lassen. Seitdem werden in Berlin außer den Wohnungen der Festgenommenen auch die Wohnungen von weiteren sechs Beschuldigten durchsucht. Unter der Sachleitung der Bundesanwaltschaft sind etwa 70 Beamte des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Berlin an dem Einsatz beteiligt.

Die Beschuldigten Mahmoud El A. und Akram O. sind dringend verdächtig, für einen syrischen Nachrichtendienst seit Jahren planmäßig syrische Oppositionelle in der Bundesrepublik Deutschland ausgeforscht zu haben. Die übrigen Beschuldigten sollen sich an der Ausspähung beteiligt haben.

Die Beschuldigten Mahmoud El A. und Akram O. werden morgen in Berlin dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihnen die Haftbefehle eröffnen wird.

Dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gingen umfangreiche Maßnahmen des Bundesamts für Verfassungsschutz voraus. Deren Ergebnisse bildeten den Ausgangspunkt für die heutigen Festnahmen und Durchsuchungen. Mit den weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen hat die Bundesanwaltschaft das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt Berlin beauftragt. (Zitatende)

Auch diplomatisch wird der Vorgang als Spionagefall gewertet, das Auswärtige Amt bestellte heute den Botschafter der Syrischen Arabischen Republik, Radwan Loutfi (Jahrgang 1960, geboren in Damaskus), ein. Erst gestern war dieser Botschafter Syriens im Auswärtigen Amt einbestellt als Deutschland formell gegen das militärische Vorgehen der Assad-Regierung gegen die Zivilbevölkerung mit vielen Opfern und die andauernden Menschrechtsverstöße protestierte.

Die BERLINER MORGENPOST kommentiert dazu:

Diktator Assad ist nicht so verloren, wie es scheint

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat zugeschlagen. Zwei Exil-Syrer – “mutmaßliche Spione” heißt es politisch und juristisch korrekt – wurden festgenommen, einer 47, der andere 34 Jahre alt. Beide sollen für den syrischen Auslandsgeheimdienst gearbeitet haben. Man hat sie offenbar seit Langem beobachtet und – wie in solchen Fällen üblich – abgehört, um ihre Netzwerke aufzurollen. Auch einige Angehörige der Botschaft mit Diplomatenpass gehören zum Kreis der Verdächtigen. Unter Leitung der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wurden 70 Beamte des Bundeskriminalamts und des Berliner Landeskriminalamts eingesetzt. Die hohe Zahl spricht dafür, dass es mit den zwei Hauptverdächtigen nicht getan war. Weiterführende Informationen wurden bisher nicht gegeben. Erstaunlich ist die Sache nicht. Der Befund bestätigt nur, was Erfahrung und Beobachtung auch bisher schon gebracht haben. Wahrscheinlich gibt es, nach heutigem Erkenntnisstand, Dutzende von Aktiven aus Syrien und dazu Hunderte, die im Jargon der Geheimdienste “Schläfer” heißen. Sie tun harmlos, schaffen sich eine glaubwürdige “Legende”, passen sich ihrer Umgebung an und warten auf ihren Einsatz. Es kann durchaus sein, dass die bürgerkriegsartigen Kämpfe in Syrien zu verstärkter Spionageaktivität geführt haben, zu Gruppenkämpfen und Verrat. Man weiß es nicht. Die deutsche Ausländerstatistik registriert mehr als 30000 syrische Staatsangehörige. Das syrische Regime ist indes nicht so verloren, wie es scheint. Baschar al-Assad, Diktator in der zweiten Generation, stützt sich auf die schiitische Minderheit der Alawiten. Sie stellen die Führung von Polizei, Armee und den zahlreichen Geheimdiensten und sind auf Gedeih und Verderb mit dem Regime verbunden. Sie sind über das Band der Religion geistesverwandt mit dem schiitischen Priester-Regime des Iran, das Waffen, Ausbildung und politische Unterstützung liefert. Die Minderheiten machen etwa 40 Prozent der Bevölkerung aus, darunter ist jeder Vierte Alawit. Für sie geht es nach der Spruchweisheit “Besser der Teufel, den wir kennen …”. Assad schützt sie vor der Rache der 60 Prozent Sunnis, aus denen sich die Opposition rekrutiert, am wichtigsten darunter die im Untergrund arbeitenden Muslimbrüder, die der Dynastiegründer Hafiz al-Assad 1981 in Hama zusammenschießen ließ. 20.000 Menschen oder mehr sollen damals massakriert worden sein. Unter der Oberfläche der syrischen Diktatur hat sich, seit der ältere Assad geputscht hatte, vielfacher Zorn, Rachebedürfnis und religiöser Protest angehäuft. Diese Kräfte unter Kontrolle zu halten, in Syrien wie im Ausland, gilt dem Regime als Staatsräson und Überlebensbedingung. Dass in Berlin, wie auch in anderen deutschen Städten, Aktivisten des Regimes tätig sind, ist so wenig erstaunlich, wie dass sie gerade gegenwärtig alles tun, um die Bildung einer äußeren bewaffneten Opposition zu verhindern. Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Bundesanwaltschaft – die sich grundsätzlich nicht mit kleinen Fischen befasst – mit diesen zwei Verhaftungen auf den Busch klopfen wollte, damit weitere Assad-Mitarbeiter herauskommen. (Zitatende)

(Textquelle kursiv: Generalbundesanwalt.de;
Videoquelle: ARD via YouTube;
Grafikquelle: CIA.gov;
Textquelle unten kursiv: Berliner Morgenpost.de)



Gewalt gegen Einsatzkräfte: Wenn Retter sich selbst retten müssen (Videos)

Mittwoch, 1. Februar 2012

Gewalt gegen Polizisten ist immer wieder ein Thema. Doch es trifft auch Rettungskräfte, also Helfer, die anderen Menschen helfen wollen. Sie werden im Einsatz beschimpft, bedroht oder angegriffen. Selbstverteidigung und Schutzweste — mancherorts gehört das mittlerweile zum Dienstalltag. report MÜNCHEN über Lebensretter, die selber zu Opfern werden.

Dazu auch das Video: Langweilig ist anders. Alltag bei der Berliner Feuerwehr.

Soldateglück.de berichtete bereits zum Thema: Feuerwehr (Polizei, Katastrophenschutz und Bundeswehr) jetzt besser gegen Gewalt geschützt oder Helfer in Not: Immer mehr Angriffe auf Rettungskräfte (Video) und merkt an, der § 305a StGB “Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel” schützt auch die Bundeswehr, zum Gesetzestext:
Strafgesetzbuch § 305a Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel
(1) Wer rechtswidrig
1. ein fremdes technisches Arbeitsmittel von bedeutendem Wert, das für die Errichtung einer Anlage oder eines Unternehmens im Sinne des § 316b Abs. 1 Nr. 1 oder 2 oder einer Anlage, die dem Betrieb oder der Entsorgung einer solchen Anlage oder eines solchen Unternehmens dient, von wesentlicher Bedeutung ist, oder
2. ein für den Einsatz wesentliches technisches Arbeitsmittel der Polizei, der Bundeswehr, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder eines Rettungsdienstes, das von bedeutendem Wert ist, oder
3. ein Kraftfahrzeug der Polizei, der Bundeswehr, der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder eines Rettungsdienstes ganz oder teilweise zerstört, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

(Videoquelle, Textauszug: ARD, Report aus München.de);
Bld-, Videoquelle: Berliner Feuerwehr.de)

GSG 9 nimmt in Düsseldorf weiteren Rechtsterror-Verdächtigen fest

Mittwoch, 1. Februar 2012

“Nationalsozialistischer Untergrund” wird ausgehoben

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof teilt eine weitere Festnahme mittels Zugriff durch die GSG 9 (Grenzschutzgruppe 9) der Bundespolizei im Zusammenhang mit der so genannten “Zwickauer Zelle”, der rechtsterroristischen Mörderbande, mit:

Festnahme eines mutmaßlichen Gehilfen der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)”

Die Bundesanwaltschaft hat heute Morgen (1. Februar 2012) aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 31. Januar 2012 den 31-jährigen deutschen Staatsangehörigen Carsten S. in Düsseldorf durch Beamte der GSG 9 festnehmen lassen. Zudem wird die Wohnung des Beschuldigten durch Beamte des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen durchsucht.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, Beihilfe zu sechs vollendeten Morden und einem versuchten Mord der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ geleistet zu haben (§ 211, § 27 StGB).

Nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen bildeten die am 4. November 2011 verstorbenen Uwe B. und Uwe M. gemeinsam mit der gesondert verfolgten Beate Z. die terroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ (vgl. Pressemitteilung Nr. 37/2011 vom 13. November 2011). Diese Gruppierung soll für die neun Morde an Mitbürgern türkischer und griechischer Herkunft der Jahre 2000 bis 2006, den Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn vom 25. April 2007 sowie die Sprengsatzanschläge vom 19. Januar 2001 und vom 9. Juni 2004 in Köln verantwortlich sein. Zweck der Vereinigung war es, aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus vor allem Mitbürger ausländischer Herkunft zu töten und Sprengstoffanschläge zu begehen. Seinen Finanzbedarf soll der „NSU“ durch Banküberfälle gedeckt haben.

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der Beschuldigte in den Jahren 1999 und 2000 im rechtsextremistischen „Thüringer Heimatschutz“ aktiv. Bis 2003 unterhielt er Kontakte in rechtsradikale Kreise. Er stand in enger Verbindung zu den drei im Jahr 1998 abgetauchten Mitgliedern des „NSU“ und soll diese finanziell unterstützt haben. Zeitweilig soll er der Einzige aus dem rechtsextremistischen Umfeld des „NSU“ gewesen sein, der unmittelbaren Kontakt zur sogenannten Zwickauer Zelle hatte.

Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, gemeinsam mit dem gesondert verfolgten Ralf W. (vgl. Pressemitteilung Nr. 41 vom 29. November 2011) dem „NSU“ 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben. Er soll Waffe und Munition in Jena gekauft und anschließend an Ralf W. weitergegeben haben, der einen Kurier mit dem Transport zu den „NSU“-Mitgliedern nach Zwickau betraut haben soll. Angesichts seiner engen persönlichen und ideologischen Verbindung zu den „NSU“-Mitgliedern soll der Beschuldigte billigend in Kauf genommen haben, dass die Schusswaffe für rechtsextremistische Morde verwendet werden könnte. Bislang ist es allerdings ungeklärt, ob sie tatsächlich für terroristische Straftaten des „NSU“ eingesetzt worden ist.

Der Beschuldigte wird dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnen wird. (Zitatende)

Noch am 25. Januar 2012 führte die Bundesanwaltschaft Durchsuchungen mit 110 Polizeibeamten bei vier mutmaßlichen Unterstützern der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)” duch. Im Bundesland Sachsen wurden die Wohnungen von vier mutmaßlichen Unterstützern der terroristischen Vereinigung “Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)” durchsucht. Zudem werden zwei Geschäftslokale eines der Beschuldigten in Sachsen sowie drei weitere Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg durchsucht, was ein bundesweites, rechtsextremes Untertsützer- und Mittäter-Netzwerk vermuten lässt.

Soldatenglück.de berichtete in der Rubrik “Polizei Land/Bund, GSG9″: Die NPD und der Terror – diese verfassungsfeindliche und menschenverachtende “Partei” gehört verboten (Video), BKA übernimmt: Mordanschläge auf Polizisten in Heilbronn und Döner-Morde stehen in Verbindung (Video), Rechtsradikal motivierter tödlicher Terror in Deutschland, Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen, Rechter Terrorismus aus Ostdeutschland – Unions-Innenpolitiker Uhl befürchtet nun eine Verfassungsschutz-Affäre, Rechtsextremismus-Experte Wagner: Militante Gruppierungen schon seit langem bekannt (Video), Polizei prüft Beteiligung des Neonazi-Trios an bislang ungeklärten Anschlägen in Berlin und Saarbrücken, “Braune Armee Fraktion”, Neonazi-Trio der “Braunen Armee Fraktion” wird zum Quartett, vierter Verdächtiger festgenommen, “Verfassungsschutz hat versagt”, so der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages (Video), Nationalsozialistischer Untergrund: Hessischer Verfassungsschützer in Verdacht, Neue Dimension des Terrorismus: Sicherheitsbehörden müssen Hand in Hand arbeiten (Video), Mordserie: Verfassungsschutzämter wurden gezielt um Informationen zu möglichem rechtsextremistischen Hintergrund gebeten, Rechtsterrorismus: SPD-Innenpolitiker Wiefelspütz gibt Fehler in der Sicherheitspolitik zu (Video), Mehrheit der Deutschen glaubt, dass Verfassungsschützer ganz bewusst die Rechts-Terroristen gedeckt haben und Gemeinames Abwehrzentrum gegen Rechtsterrorismus soll nach Meckenheim bei Bonn (Video).

(Textquelle kursiv: Generalbundesanwalt.de)

“Küstenwache” kontinuierlich mit neuen Folgen im ZDF

Dienstag, 31. Januar 2012

ZDF dreht 16. Staffel der “Küstenwache” 26 neue Folgen entstehen bis Ende 2012

“Albatros II – wir laufen aus”, heißt es wieder, wenn am Mittwoch, 1. Februar 2012, in Neustadt in Holstein die Dreharbeiten zu neuen Folgen der ZDF-Serie “Küstenwache” beginnen. Fesselnde Geschichten rund um den Alltag dieser besonderen Polizeieinheit, spannende Kriminalfälle, spektakuläre Einsätze in der reizvollen Ostseeregion, riskante Rettungsaktionen und vor allem das sympathische “Küstenwache”-Team um Kapitän Ehlers (Rüdiger Joswig) und Wachhabende Saskia Berg (Sabine Petzl) warten auf die Zuschauer in 26 neuen Folgen der 16. Staffel.

In den ersten Folgen übernimmt Kapitän Thure Sander (Manou Lubowski) gleich dreimal das Kommando. Auch Saskia Berg steht als Kapitän auf der Brücke der “Albatros II” und muss schon bei ihrem ersten Einsatz einen perfiden Mord im Umfeld eines prominenten Sternekochs lösen. Aber nicht nur Verbrechen und dramatische Unfälle auf hoher See, sondern auch ganz private Schicksale bestimmen den Alltag der Küstenwache.

Glücklicherweise hält das Team auch in heiklen Situationen zusammen. Zwar bieten die Schwächen einzelner Crewmitglieder immer wieder Anlass zu Foppereien, und nach wie vor sind sich die Bootsfrau Cornelius (Lara-Isabelle Rentinck) und IT-Spezialist Ben Asmus (Max Florian Hoppe) nicht “grün”, aber wenn es darauf ankommt, heißt es: einer für alle und alle für einen.

Mit Rüdiger Joswig, Sabine Petzl, Andreas Dobberkau, Lara-Isabelle Rentinck, Andreas Arnstedt, Max Florian Hoppe, Michael Kind und Manou Lubowski sind wieder prominente Darsteller an Bord der “Albatros”.

Die Dreharbeiten in Neustadt/Holstein und Umgebung dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember 2012. Produziert wird die “Küstenwache” von der Opal Filmproduktion GmbH, Alexander von Hohenthal, Berlin. Die Redaktion im ZDF haben Sabine Groß und Sophie Venga Fitz.

Derzeit ist im ZDF noch bis Ende März 2012 die 15. Staffel der “Küstenwache”, jeweils mittwochs um 19.25 Uhr, zu sehen.


(Textquelle: ZDF.de;
Bilderquellen: Bundespolizei.de, Soldatenglück.de)

Hintergrundinformationen: Bundespolizei See; Küstenwache, seit Juli 1994 ist die maritime Komponente der Bundespolizei Teil der “Küstenwache”, einem Koordinierungsverbund der Vollzugskräfte des Bundes auf See, zu dem der Zoll, die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und der Fischereischutz gehören. Seit dem 01.01.2007 ist die BUNDESPOLIZEI als Sicherheitspartner im Gemeinsamen Lagezentrum See (GLZ-See) des maritimen Sicherheitszentrums (MSZ) in Cuxhaven vertreten.

GSG 9 rüstet für Auslandseinsätze auf, in 48 Stunden an jedem Ort der Welt eingreifbereit

Sonntag, 29. Januar 2012

Die Bundespolizei-Spezialeinheit GSG 9 (Grenzschutzgruppe 9, benannt in BGS-Zeiten) will nach Informationen von DER SPIEGEL schneller und flexibler auf polizeiliche Lagen wie zum Beispiel Geiselnahmen von deutschen Staatsbürgern im Ausland reagieren können.

Mit einem Leipziger Lufttransportunternehmen hat das Bundespolizeipräsidium einen Kooperations- und Transportdienstleistungsvertrag geschlossen.
Die Bundeswehr kann der Bundespolizei bzw. seiner Spezialeinheit GSG 9 offenbar keine adäquate Transportdienstleistung im Rahmen der Amtshilfe bieten, denn der Airbus A400M ist noch immer nicht voll einsatzfähig. Die Auslagerung der Transportkompetenz zur Überbrückung der Fähigkeitslücke an einen Privatanbieter ist mal wieder ein Armutszeugnis der deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, ebenso wie mangelnde eigene MedEvac-Fähigkeiten der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz.
Auch 16 Exemplare der von der Fliegerstaffel der Bundespolizei (BPOL) eingesetzten SUPER PUMA Transporthubschrauber sollen nachgerüstet werden, um gegen Beschuss durch Langwaffen geschützt zu sein.

Die USA retten ihre in Gefahr geratenen Staatsbürger durch militärische U.S. Special Operation Forces, die jederzeit weltweit einsatzbereit sind, speziell dafür bereit stehen und ausgerüstet sind. Wer auf dieser Welt irgendwo von Terroristen, kriminellen Piraten in Afrika oder Asien oder feindlichen Kräften in Krisengebieten entführt ist oder sich in Lebensgefahr befindet, dem sei die US-amerikanische oder israelische Staatsbürgerschaft empfohlen. Diese Nationen holen ihre Soldaten und Zivilisten raus und heim, dabei werden die Aggressoren zur Not final ausgeschaltet.
Deutschland kennt dieses Staatsbürgerschutz-Prinzip offenbar nicht wirklich, dafür umso besser die Vorschriften zur Bezahlung eines hoheitlichen Befreiuungs-Einsatzes. Soldatenglück.de berichtet im Mai 2009 zum Thema: Deutsche Geiseln im Ausland: Vollkasko-Preise bei Haftungs-Ausschluss ohne Befreiungs-Gewähr.
Zum vollständigen aktuellen SPIEGEL-Artikel von 29. Januar 2012: Hilfe für entführte Deutsche – GSG 9 rüstet für Auslandseinsätze auf.

(Bild-, Grafikquelle: Bundespolizei.de)

Hintergrundinformationen: Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9) der Bundespolizei



74 Suizide von Polizisten in NRW in den letzten zehn Jahren

Samstag, 28. Januar 2012

In den vergangenen zehn Jahren haben sich in Nordrhein-Westfalen 74 Polizisten das Leben genommen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Exler hervor. Im Jahr 2011 gab es demnach neun Suizide von Polizeibeamten. Die Zahl der Suizidversuche werde laut Ministerium nicht statistisch erfasst. Eine Auswertung so genannter “WE-Meldungen” (Meldung wichtiger Ereignisse) deute jedoch auf sieben Selbstmordversuche und -androhungen hin. CDU-Mann Wolfgang Exler, selbst Kriminaloberkommissar, spricht gegenüber den NRW-Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagsausgaben) von einer “alarmierenden Anzahl, die fast einer Hundertschaft entspricht”. Bisher seien Selbstmorde von Polizisten ein Tabuthema, erstmals lägen nun belastbare Zahlen dazu auf dem Tisch. Laut Exler scheiden häufig Beamte an ihren Dienstorten und praktisch vor den Augen ihrer Kollegen aus dem Leben. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Frank Richter, nannte die Zahlen “erschreckend und dramatisch”. Es sei zwar seit längerem bekannt, dass die Suizidrate bei Polizeibeamten über der der Gesamtbevölkerung liege. Dennoch überrasche die Auskunft des Ministeriums. Laut GdP sind die Belastungen, denen Polizisten am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, in den letzten Jahren immer größer geworden. (Zitatende)

Berichtet die “Westdeutsche Zeitung” aus Esen.

(Textquelle kursiv: Westdeutsche Allgemeine Zeitung.de;
Bildquelle: Polizei NRW.de, Foto Uwe Braunschweig)

StGB § 238 Stalking – In Köln gibt es die meisten Stalker

Dienstag, 10. Januar 2012

Statistik zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Großstädten

Köln ist offenbar die Hauptstadt der Stalker in Deutschland. Das Männer-Lifestylemagazin “Men’s Health” (Ausgabe 2/2012, EVT 11.01.2012) hat bei einer exklusiven Auswertung von Daten der Polizei festgestellt, dass die Gefahr, von einem Stalker belästigt zu werden, in der Dom-Stadt am größten ist. Denn dort gab es im vergangenen Jahr pro 100.000 Einwohner 142,7 Anzeigen wegen Nachstellung. Damit liegt Köln deutlich und mit Abstand an der Spitze aller deutschen Großstädte. Nürnberg ist dagegen mit gerade mal 15,7 Anzeigen das Stalker-Schlusslicht in Deutschland. Für den Stalking-Experten Professor Hans-Georg Voß ist das Ergebnis der Analyse wenig überraschend. “Die Anzahl der Stalking-Fälle ist strukturabhängig”, erklärt der Leiter der Arbeitsgruppe Stalking an der Technischen Universität Hamburg. “In Nürnberg zum Beispiel herrscht Kleinstadtflair: Das Gefühl, dass jeder jeden kennt, sorgt im Vergleich zu Köln allgemein für eine niedrige Kriminalitätsrate.” Der Fachmann betont aber, dass auch “Faktoren wie Einkommen und Scheidungsrate” Einfluss auf die Häufigkeit von Stalking-Fällen haben. “Wo weniger geschieden wird, gibt es zumeist auch weniger Stalking.” Denn das Motiv der Stalker sei fast immer enttäuschte Liebe. “Der Täter will die andere Person entweder zurückgewinnen oder sich an ihr rächen”, sagt Voß.

1. Köln 142,7*
2. Leverkusen 112,1
3. Rostock 99,8
4. Magdeburg 73,3
5. Bochum 66,2
6. Berlin 62,5
7. Wiesbaden 61,3
8. Osnabrück 60,5
9. Aachen 52,6
10. Wuppertal 52,4
11. Dortmund 51,6
12. Herne 50,7
13. Krefeld 49,3
14. Bremen 48,8
15. Bonn 48,1
16. Mülheim (Ruhr) 47,8
17. Saarbrücken 45,5
18. Ludwigshafen (Rhein) 45,3
19. Kassel 45,2
20. Kiel 44,5
21. Braunschweig 44,1
21. Leipzig 44,1
23. Hannover 43,2
24. Essen 43,0
25. Hamburg 42,6
26. Hamm (Westfalen) 41,8
27. Chemnitz 41,1
28. Dresden 39,8
29. Münster (Westfalen) 39,6
30. Mannheim 39,4
31. Halle (Saale) 37,9
32. Düsseldorf 37,5
33. Duisburg 37,0
34. Lübeck 34,8
35. Solingen 34,8
36. Mönchengladbach 34,5
37. Oldenburg (Oldenburg) 33,5
38. Frankfurt (Main) 32,6
39. Stuttgart 30,3
40. Gelsenkirchen 28,5
41. Oberhausen 28,5
42. Augsburg 26,6
43. Freiburg (Breisgau) 26,6
44. München 23,5
45. Karlsruhe 22,9
46. Bielefeld 21,4
47. Mainz 21,2
48. Hagen 21,0
49. Nürnberg 15,7

*Anzahl der Anzeigen, die den Straftatbestand der Nachstellung betreffen, je 100 000 Einwohner. Die Daten beziehen sich auf 2010 und stammen vom jeweiligen Polizeipräsidium der Stadt. In der Rangliste vertreten sind die 49 größten Städte Deutschlands (für Erfurt lagen keine Daten vor). (Zitatende)

(Textquelle kursiv: Men’s Health.de; Bildquelle: Polizei.NRW)

Auch der Betreiber von Soldatenglück.de ist aufgrund der medialen Präsenz vielfaches Opfer von Stalking, Nachstellungen und Cybermobbing/-stalking:
Ein Aggressor heißt Friedrich Christian HAAS aus Kreuztal/NRW, ein ehemaliger Soldat, den die Bundeswehr aus einschlägigen Gründen nicht mehr beschäftigt, der subtil droht, der sich mit der E-Mail Adresse des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) ausweist (was der BDK-Vorstand sich verbittet) und inszeniert, Kommunikations-Terror und-Belästigung betreibt und üble Nachreden über sein Opfer verbreitet;
ein anderer übler Aggressor ist Wolfgang ENDRICH aus Fahrenzhausen/Bayern, der mit verschiedenen Internetseiten, teilweise mit Pseudonymen systematisch üble Nachrede, Verleumdung verbreitet sowie Urheberrechtsverletzungen dauerhaft betreibt, in E-Mails droht, beleidigt und Wiederholungstäter im exzessiven Cyber-Mobbing ist, dabei  gerichtlich festgestellt insolvent ist und seine strafbaren Handlungen im Schutze der Unzurechnungsfähigkeit verübt, was die bayerische Justiz (Staatsanwaltschaft Landshut) mitteilt und dabei die zigfachen Opfer des ENDRICH nicht schützen kann,
ein weiterer Akteuer ist ein Rolf SCHÄLIKE aus Hamburg, ein Internetbetreiber/-schreiber, der unter verschiedensten Pseudonymen in heimtückischer Methode mittels unterschiedlichster “ausländischer” Internetseiten (zT ohne Impressum) systematisch Cybermobbing/-Stalking betreibt und querulantorisch und gerichtsbekannt ist, der seine üblen Angriffe auf und Psychoterror gegen Personen/Opfer als “Pressefreiheit” deklariert.

Hintergrundinformationen: Polizei-Beratung - Was ist Stalking?, WEISSER RING, Stalking

Stalker sind in erster Linie Straftäter, dass sie meist auch gestört sind, hilft den Opfern nicht. Wenn Sie Opfer von Stalking oder Cyber-Mobbing werden, gehen sie (mit Ihrem Rechtsbeistand) zur Polizei, machen sie die Taten öffentlich, wehren Sie sich, nennen sie den (Straf-)Täter beim Namen.
Der Gesetzestext aus dem Strafgesetzbuch

§ 238 StGB Nachstellung

(1) Wer einem Menschen unbefugt nachstellt, indem er beharrlich

1. seine räumliche Nähe aufsucht,

2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu ihm herzustellen versucht,

3. unter missbräuchlicher Verwendung von dessen personenbezogenen Daten Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für ihn aufgibt oder Dritte veranlasst, mit diesem Kontakt aufzunehmen,

4. ihn mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit seiner selbst oder einer ihm nahe stehenden Person bedroht, oder

5. eine andere vergleichbare Handlung vornimmt, und dadurch seine Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahestehende Person durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers, eines Angehörigen des Opfers oder einer anderen dem Opfer nahestehenden Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(4) In den Fällen des Absatzes 1 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

“Jenseits der Linie” – Polizisten in Extremsituation (Video)

Samstag, 7. Januar 2012

Die kleine Louisa wurde entführt. Die beiden Polizisten Amir und Niko haben den eisern schweigenden Verdächtigen bedroht und sind suspendiert. Der mutmaßliche Täter ist nun wieder auf freiem Fuß. Die beiden Polizisten stecken daher in einer aussichtslosen Situation. Wollen sie das Mädchen noch lebend finden, müssen sie zu drastischen Mitteln greifen.

Sie entführen den Verdächtigen und drohen ihm mit Folter. Während Amir daran zweifelt, dass ihr Handeln vertretbar ist, verliert Niko die Kontrolle und die Sache eskaliert. Schockiert muss Amir mit ansehen, wie sein Partner den Verdächtigen tatsächlich foltert. Die Verzweiflung und der schwere moralische Konflikt entfachen einen heftigen Streit zwischen den beiden Polizisten. Innerlich zerrissen flüchtet Amir, um einen klaren Kopf zu bekommen. Dabei werden ihm seine Angst und die Flucht vor der moralischen Verantwortung bewusst und er beschließt, Niko von seinem Weg abzubringen.

(Textauszüge, Videoquelle: arte.tv)

Migranten im hoheitlichen Einsatz bei der Bundespolizei (Video)

Donnerstag, 5. Januar 2012

Integration: Migranten im öffentlichen Dienst

Julia Bilozercuk stammt aus der Ukraine und ist Bundespolizistin am Frankfurter Flughafen. Wir brauchen mehr Menschen wie Julia Bilozercuk. Im öffentlichen Dienst zählt nicht, woher man kommt oder wie man heißt. Sondern ob man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Der öffentliche Dienst soll so vielfältig sein wie unser Land. Die Bundesregierung fördert das mit dem Nationalen Aktionsplan Integration. (Zitatende)

Dazu der Bundesregierung.de-Artikel: Mehr Zuwanderer im Öffentlichen Dienst.

Soldatenglück.de berichtete am 25. Dezember 2011: Wehrbeauftragter für Ausländer in der Bundeswehr – vereinfachte Einbürgerung als Anreiz (Video). Deutschland wird vielfältiger, das wird sich auch bei der Bundeswehr widerspiegeln.

(Videoquelle; Textauszug kursiv: Bundesregierung.de)

Drohnen zur Inneren Sicherheit über Deutschland?

Montag, 2. Januar 2012

Neue Märkte erobern

Fliegen bald Tausende Drohnen über Deutschland, um Räuber zu jagen, Verkehrsräume zu überwachen oder Post zu transportieren?

Bislang sind solche unbemannten Flugkörper für Kriegseinsätze in Afghanistan und Pakistan bekannt. Vor allem das US-Militär benutzt die noch relativ neue Technologie weltweit in Krisengebieten, um Drogenbosse, Terroristen oder feindliche Truppen zu orten, zu verfolgen oder auszuschalten. Hier offenbart sich die Zukunft des modernen Hightech-Krieges, in dem zunehmend Roboter anstelle von Menschen an die Front geschickt werden. Keine schöne Vorstellung.

Vielleicht liegt es an diesem militärischen Nimbus, dass die Pläne der Bundesregierung auf so scharfe Kritik der Opposition stoßen. Dabei ist das Vorhaben grundsätzlich richtig, den Luftraum für zivil genutzte Drohnen zu öffnen. Zuvor müssen aber noch zahlreiche wichtige Fragen geklärt werden – gerade im Bereich der Sicherheit. Bislang sind die ferngesteuerten Maschinen nämlich sehr störanfällig, wie die Bundeswehr in Afghanistan täglich erfährt. Und deshalb noch zu gefährlich. Zudem herrscht im deutschen Luftraum bereits ein enorm hoher Verkehr. Wie da Drohnen ihren Platz finden sollen, ohne Passagierjets zu gefährden, muss eindeutig beantwortet werden.

Die Chancen überwiegen aber deutlich. Denn mit den Drohnen werden sich weltweit neue Märkte öffnen – etwa im Transportwesen und bei Sicherheitsfirmen. (Zitatende)

Kommentiert die “Osnabrücker Zeitung”.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bildquelle: U.S. Air Force.mil, Global Hawk)