Archiv für die Kategorie 'NATO-Missionen'

Afghanistan: Taliban-Bombenleger mißbrauchen Kinder als menschliches Schutzschild

Freitag, 24. Oktober 2008

Die Taliban töten afghanische Kinder nicht nur ebenso heimtückisch, rücksichtslos und kaltblütig wie internationale Soldaten der ISAF-Schutztruppe, wie am Montag, 20. Oktober mit fünf Kindern und zwei deutschen Soldaten geschehen, sie mißbrauchen Kinder auch als menschliches Schutzschild.

US-Marines (2. Bataillon des 7. Marine Regiment, Special Purpose Marine Air Ground Task Force) der ISAF-Schutztruppe haben in dieser Woche am Samstag, den 18. Oktober in der Provinz Farah im westlichen Afghanistan im Rahmen ihres Auftrages vier Verdächtige beobachten können, die eine Hauptverkehrs-Route für zivilen und Militär-Konvoi-Verkehr im Distrikt Golestan (an Helmand anschließend) mit Sprengfallen präparierten.
Vier Erwachsene mit Pritschenwagen (Bild oben) in Begleitung von zwei Kindern und beladen und ausgestattet mit Leinensäcken mit Explosivmaterial (IED) und Schaufeln wurden durch Aufklärung festgestellt. Als die Bombenleger begannen, die Sprengfallen im Straßenverlauf zu verlegen, wurden die zwei als Attentäter identifizierten Personen durch Marines-Scharfschützen (Snipers) mit gezielten Schüssen außer Gefecht gesetzt, die anderen beiden Täter bemächtigten sich unterdessen der mitgebrachten Kinder und hielten diese als Schutzschild vor sich. (weiter…)



Ausbildung der Afghan National Army, ANA (Video)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Counter IED/EOD-Training, Masar-i-Sharif,
ANSF EOD SCHOOL,
Lieutenant Colonel (LTC) Ahmadullah, Commanding Officer

 

Hintergrundinformationen: Afghan National Army.gov

Afghanistan: Trauerfeier in Kunduz

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Trauriger Abschied von den gefallenen Kameraden

“Mit einer bewegenden Zeremonie haben die Soldatinnen und Soldaten des Provincial Reconstruction Teams (PRT) Kunduz heute Abschied von zwei getöteten Kameraden genommen.”
zum vollständigen Bericht bei Bundeswehr.de

Die im ISAF-Einsatz gefallenen Soldaten der Fallschirmjäger-Truppe kommen wie das letzte Anschlagsopfer vom Fallschirmjägerbataillon 263 des Standortes Zweibrücken, in der dortigen Niederauerbach Kaserne wollen die Kameraden einen Erinnerungsstein als Ehrenmal errichten, Sie können dieses Vorhaben unterstützen.

(Bild, Textquelle: Bundeswehr.de)

ABC News Kabul: Interview mit einem gefassten Selbstmord-Attentäter (Video)

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Afghanistan/Pakistan:
Portrait of a Killer
oder von einem irregeleiteten
von den Taliban unter Drogen gesetzten Menschen?

 

SPIEGEL ONLINE: “Das ist, wie wenn jemand aus der Familie gerissen wird”

Mittwoch, 22. Oktober 2008

DER SPIEGEL nimmt sich des Themas Bundeswehr im Auslandseinsatz an, SPIEGEL ONLINE berichtet heute:
Getötete Afghanistan-Soldaten |
Das ist, wie wenn jemand aus der Familie gerissen wird

Aus Zweibrücken berichtet Katharina Peters
Trauer in Zweibrücken: Innerhalb weniger Monate sind fünf Soldaten aus der Kaserne in Rheinland-Pfalz getötet worden. Ihre Kameraden und Bekannten sind erfüllt von Schmerz – und Wut. Afghanistan ist zwar weit weg. Doch die Angst um die Freunde ist ganz nah.

Zweibrücken – An diesem lauen Herbsttag muss Oberstleutnant Holger Bonnen wieder von toten Kameraden in Afghanistan sprechen. Fünf Soldaten der Zweibrücker Kaserne wurden innerhalb von fünf Monaten getötet. Die Flagge weht auf Halbmast. Gefasst spricht Bonnen über die Zeit der Trauer, die nun anbreche. Doch er redet auch über Wut. Über die Wut der Soldaten auf Taliban-Attentäter, die als Zivilisten verkleidet Soldaten und Kinder töten.Ein Selbstmordattentäter hat in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus zwei Angehörige des Fallschirmjägerbataillons 263 mit in den Tod gerissen, einen 25-jährigen Stabsunteroffizier und einen 22 Jahre alten Stabsgefreiten. Viel mehr ist über die beiden nicht bekannt. Offenbar stammen sie aus dem Saarland und aus Brandenburg. Im Juni wurden sie nach Afghanistan versetzt, vier Monate sollten sie bleiben. Morgen werden ihre Leichen nach Deutschland überführt.”
weiter zum vollständigen SPIEGEL ONLINE-Artikel



European Union High Representative Javier Solana zu den gestrigen tödlichen Anschlägen in Afghanistan:

Dienstag, 21. Oktober 2008

Javier SOLANA, EU High Representative for the CFSP,
condemns terrorist attacks in Kunduz and Kabul.

Javier Solana, EU High Representative for the Common Foreign and Security Policy, issued the following statement today condemning the suicide bomb attack in Kunduz, Afghanistan and the gunning down of an aid worker in Kabul:

“I condemn in the strongest possible terms the despicable terrorist attack perpetrated in Kunduz today, which killed five Afghan children and two German soldiers and wounded a number of others.

I convey my most sincere condolences to the families of the victims and to the Afghan and German authorities and I hope that the injured will make a swift recovery. (weiter…)

RTL berichtet zum gestrigen Anschlag auf deutsche Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan (Video)

Dienstag, 21. Oktober 2008

ISAF-Kommandeur, General David McKiernan:
“Ich sage den Deutschen, das ist eine schwierige Mission für die NATO, in der auch Deutschland Mitglied ist, und die Stabilität in Afghnistan ist im nationalen Interesse auch Ihrer Landsleute zuhause.”

(Bildquelle: NATO.ISAF.int)

Pressestatement von Verteidigungsminister Jung zum erneuten tödlichen Anschlag auf Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan

Montag, 20. Oktober 2008

Der Bundesminister der Verteidigung Dr. Franz Josef Jung hat heute um 20:45 Uhr gemeinsam mit Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan im Berliner Bendlerblock Medienvertreter und damit die Öffentlichkeit zu dem Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan informiert. Der Verteidigungsminister hat seinen Italien-Urlaub nach Bekantwerden des Vorfalls abgebrochen und ist nach Berlin geeilt.

Auf eine deutsche Patrouille der Verstärkungskräfte des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Kunduz hatten am 20. Oktober gegen 13:00 Uhr Ortszeit radikalislamische Taliban einen Selbstmordanschlag verübt. Die Soldaten waren in einem geschützten Fahrzeug von Typ MUNGO etwa fünf Kilometer südwestlich von Kunduz unterwegs. Bei dem Anschlag starben ein 25-jähriger Stabsunteroffizier und ein 22-jähriger Stabsgefreiter. Zwei weitere Soldaten wurden verletzt und von einem beweglichen Artztrupp vor Ort versorgt. Die medizinische Rettungskette ist angelaufen. Fünf afghanische Kinder wurden ebenfalls getötet. Ein schwer verletztes Kind wird derzeit im Bundeswehrlazarett Kunduz versorgt. Die Opfer sind Soldaten der Luftlandebrigade 26 “Saarland” aus dem Fallschirmjägerbatallion 263 aus der Niederauerbach Kaserne in Zweibrücken, die erst am 27. August bei einem Sprengstoffanschlag gegen eine Patrouille einen jungen Hauptfeldwebel verloren hat.
Die deutschen ISAF-Soldaten waren in einer geplanten Operation gemeinsam mit afghanischen Soldaten in der Region unterwegs, um Waffenlager der Taliban, die für jüngste Angriffe auf das Feldlager dienten, zu lokalisieren und auszuheben. (weiter…)

Taliban bekämpfen Kinder, Frauen, Zivilisten und ISAF-Soldaten gleichermaßen rücksichtslos, heimtückisch und kaltblütig (Video)

Montag, 20. Oktober 2008

Die Menschenleben-verachtenden Taliban bereiteten heute nicht nur der deutschen Bundeswehr einen blutigen Montag, ebenso heimtückisch, rücksichtslos und kaltblütig wurden heute 5 afghanische Kinder getötet und auf offener Straße in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine aus Südafrika stammende Britin namens Gayle Williams (34), zivile Entwicklungshelferin der christlichen Hilfsorganisation SERVE (Serving Emergency Relief & Vocational Enterprises) erschossen, die sich professionell um afghanische Kinder kümmerte. Die Mitarbeiterin der britischen Hilfsorganisation (NGO) war nach afghanischen Polizeiangaben am Morgen im westlichen Kabul alleine zu Fuß auf dem Weg zur Arbeit.
Zwei Attentäter eröffneten vom Motorrad aus das Feuer auf die Frau und flohen. Das Opfer erlag seinen schweren Schußverletzungen noch vor dem Eintreffen der Polizei. Ein Taliban-Sprecher bekannte sich zu dem Attentat. Die westliche Frau sei getötet worden, weil sie versucht habe, das Christentum zu propagieren, verkündete er. Die Taliban verkündeten auf ihrer Homepage: “Sie wurde lange Zeit verfolgt und heute endlich bestraft.”

 

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Taliban bekennt sich zu Anschlag auf ISAF-Truppe mit 5 Kindern und 2 Bundeswehr-Soldaten als Todesopfer

Montag, 20. Oktober 2008

Der NATO-ISAF-Sprecher, Brigadegeneral Richard Blanchette, bestätigte das Attentat und den Verlust von zwei Soldaten und fünf Kindern, die ihr Leben verloren.
Der Gouverneur der Provinz Kunduz, Mohammad Omar, bestätigte detailierter, es seien zwei weitere Bundeswehrsoldaten verletzt worden. Omar sagte, der Selbstmordattentäter habe sich auf einem Fahrrad der Patrouille deutscher Bundeswehr-Soldaten genähert und seinen Sprengsatz gezündet. Die fünf Kinder hätten in der Nähe gespielt, zwei weitere seien verletzt worden.

Die Taliban haben sich inzwischen zu dem Anschlag bekannt. Auf der Homepage der Aufständischen teilte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid wenige Stunden nach dem Anschlag mit, ein Selbstmordattentäter der Aufständischen namens Islamuddin habe sich in die Luft gesprengt. Zu dem Anschlag sei es gekommen, als die “Invasionstruppen” am Montag Häuser in einem Dorf nahe der Stadt Kunduz durchsucht hätten.

(Bildquelle: NATO.ISAF Map.int)