Archiv für die Kategorie 'KFOR'

Kosovo: Kleine Landeskunde von Peter Scholl-Latour (Video)

Mittwoch, 7. Januar 2009

Der Video-Vortrag und die Dokumentation von Peter Scholl-Latour stammen aus einem vergangenen Jahr, einige Inhalte über national aufgeteilte, regionale KFOR-Zuständigkeiten sind heute anders.

Die Lage der Zivilbevölkerung des Kosovo, insbesondere das Alltags-Verhältnis von und zwischen KOS-Albanern und KOS-Serben hat sich bis heute merklich verbessert. Die Russen sind als Schutztruppe schon lange nicht mehr im Kosovo, außer Altlasten und unbezahlten Energie-Rechungen haben diese im Kosovo keine Spuren hinterlassen. Die KFOR, die UN, die EU, helfende Staaten und besonders Deutschland haben den Wiederaufbau und den Versöhnungsprozeß seit Aufnahme dieses Filmausschnittes und seit 1999 bei allen Schwierigkeiten und noch vorhandenen Problemen doch enorm vorwärts gebracht.



SEMTEX-Sprengstoff aus dem Kosovo (Videos)

Sonntag, 23. November 2008

Im Kosovo steht OK nicht für “alles in Ordnung”, sondern für Organisierte Kriminalität. Die Videos zeigen eine investigative Journalisten-Recherche im kosovarischen OK-Millieu. Der britische Journalist gibt sich als Terrorist aus und interessiert sich für den Erwerb des Plastik-Sprengstoffes SEMTEX.

Das Grand Hotel Pristina (Bild oben) von Agim Ceku (48), dem ehemaligen Premierminister des unter UN-Verwaltung stehenden Kosovo (03/2006 bis 01/2008), vorher Befehlshaber des Kosovo-Schutzkorps TMK und ehemaliger Generalstabs-Chef der Guerilla-Truppe UCK ist u.a. Treffpunkt für die Scheinkauf-Verhandlungen.

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Bild des Tages

Samstag, 15. November 2008

Tactical deployment of KFOR and UNMIK Police on Gate 1

Multinational Task-Force North made a tactical deployment in the area of Gate 1 near the Administrative Border Line of Kosovo, in the municipality of Leposavic.

(Bildquelle: NATO.KFOR.int)

The future of Kosovo (Video aus dem Herbst 2007)

Dienstag, 28. Oktober 2008

 

Informationsfilm des Europäischen Parlamentes

Kosovo im Aufwind, Turbulenzen inbegriffen

Montag, 27. Oktober 2008

 

Deutschland ist in den Augen der Kosovaren “very gut”, das deutsche Engagement sehr willkommen, denn der Aufbau des Landes im rasend schnellen Tempo braucht jeden Euro und jede helfende Regierung, NGO oder jede Internationale Organisation. Wobei letzeres eingeschränkt gilt, eine neue EUMIK (Bezug: UNMIK)-Protektorat möchte keiner. Wer in Pristina durch die Straßen geht, sieht die Vielfalt des internationalen Engagements, Autos und Dienstsitze von OSZE, EU, UNMIK, ECHO, USAID, IRK usw., alle haben Heerscharen von Helfern und Diplomaten im Land. Das Bild oben zeigt das UNMIK-, demnächst EULEX-Gebäude (HQ Police-Component) mitten in der Stadt vis a vis von NEW BORN, was im Februar zur Unabhängigkeit von den Kosovaren aufgestellt wurde.
Die rund 2 Millionen Kosovaren sehen die Anwesenheit der Zehntausende von Internationalen zumeist gelassen, (weiter…)



Minister Jung auf Balkan-Tour

Montag, 27. Oktober 2008

Deutschlands Engagement auf dem Balkan wurde, was den militärischen Aspekt betrifft, in den letzten Jahren kontinuierlich herunter gefahren. Noch immer sind aber 2.340 deutsche Bundeswehr- Soldaten auf dem Balkan stationiert. Davon sind in Bosnien-Herzegowina bei EUFOR 120 Bundeswehr-Soldaten, darunter  8 Soldatinnen und 2.220 Soldaten, darunter 120 Soldatinnen im Kosovo bei KFOR im Auslandseinsatz.

Grund genug für den Dienstherrn, einen Truppenbesuch in der Einsatzregion zu unternehmen und parallel politische Gespräche zu führen. Als Ziel kann unterstellt werden, Zug um Zug die deutschen Truppen weiter reduzieren und das den kosovarischen Regierungsvertretern höflich aber bestimmt mitteilen. Denn tendenziell ist der Hauptjob der Bundeswehr auf dem Balkan getan und wenn demnächst Schritt für Schritt 1.000 weitere Soldaten mit Material nach Afghanistan sollen, müssen Kräfte und Ausrüstung irgendwo freigesetzt werden, schon um die Durchhaltefähigkeit herzustellen, denn Afghanistan wird wohl noch einige Kontingente länger dauern und mehrere Milliarden Finanz-Etat teurer als EUFOR und KFOR zusammen.

Der deutsche Verteidigungsminister Jung traf mit dem kosovarischen Staatspräsidenten, Dr. Fatmir Sejdiu (Bild oben), und dem kosovarischen Ministerpräsidenten, Hashim Thaci, in der Hauptstadt Pristina zusammen. Die Kosovo-Regierungsvertreter sind Verhandlungs-erfahrene Politiker, die wissen, was sie wollen und was nicht, Minister und Regierungschefs aus allen Teilen der Welt geben sich bei Ihnen die Klinke in die Hand.

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Meldung aus dem Kosovo: KFOR präsent ab der 1. Minute

Sonntag, 26. Oktober 2008

 

Während in dieser Nacht die Uhren eine Stunde zurück gestellt wurden, habe ich mich auf den Weg in den Kosovo gemacht. MotEilMarsch über die Tschechische Republik, Slowenien, Ungarn und Serbien – “mein lieber Schwan, das zieht sich”.
Schon beim Überschreiten der serbisch-kosovarischen Grenze in Medare (Gate 3) war die KFOR (tschechische Kräfte) in Sicht und präsent. So angespannt die serbischen Grenzer mit Awtomat Kalaschnikowa, obrasza 47 (AK 47) im Anschlag beim Grenzübertritt waren, so entspannt waren die kosovarischen Grenzkontrolleure, mit lockeren Sprüchen und viel Lachen hießen sie mich in ihrem jungen Staat willkommen.
In den nächsten Tagen werde ich hier von der seit Februar erklärten Republik Kosovo bebildert berichten. Morgen der wird Verteidigungsminister Franz Josef Jung zum Truppenbesuch und zu Gesprächen im Kosovo u.a. in Prizren erwartet

Eine positive Meldung vorab, der Liter Diesel kostet im Kosovo 70 Cent, die von der Bundeswehr gecharterten Antonow-Großraumflugzeuge landen in Turkmenistan, um dort unschlagbar preisgünstig Treibstoff aufzunehmen, zum Auto-Tanken können wir allerdings nicht in den Kosovo fahren.
Aber was viel wichtiger ist, seit meinem letzten Aufenthalt im Jahr 2004 in der damals noch volkommen unter UN-Verwaltung (UN-Sicherheitsratsresolution 1244) stehenden serbischen Südprovinz, hat sich hier einges getan, die Atmosphäre auf der Straße, bei den Menschen unterwegs ist eine freie, entspannte, zukunftsfrohe geworden.

Bild des Tages

Dienstag, 30. September 2008

bw-bdt-drac_au_decollage

DRAC au décollage

Dans le cadre de son expérimentation, la section ROIM (renseignement d’origine image) de l’unité de renseignement de brigade (URB) du 1er régiment d’artillerie de marine (RAMa), a effectué un détachement opérationnel au Kosovo de juillet à septembre 2008 au sein de la Task-Force Multinationale Nord (MNTF-N). Ainsi, une dizaine de DRAC (drones de renseignement au contact) ont pu être testés. (weiter…)

Republik Kosovo hat ersten “Verteidigungsminister”

Donnerstag, 7. August 2008

Bw-Kosovo FlaggeSoldaten sind mehr als genug in seinem Land, dem jüngsten Balkan-Staat, und umzingelt ist er von dem ein oder anderen, der es nicht gut mit dem Kosovo und seinen etwa 2 Millionen Menschen Bevölkerung meint. Derzeit sind etwa 15.000 KFOR-Soldaten im Kosovo stationiert, davon 2.240 deutsche Bundeswehr-Soldaten. Fehmi Mujota heißt der neue “Verteidigungs”-Minister der Republik Kosovo mit der Zuständigkeit für die Kosovo Security Force (KSF). Mujota (links im Bild), studierter Politikwissenschaftler und ehemaliger UCK-Kämpfer sitzt für die Regierungspartei PDK, die Partei des Regierungschef Hashim Thaci im Parlament der Republik Kosovo in Pristina. Zuvor war er Bürgermeister von Stimlje/Shtime, einer Kleinstadt mit fast 30.000 Einwohnern 30 Kilometer südsüdwestlich der Hauptstadt Pristina gelegen.

Bw-KFORKos

Seit der umstrittenen Ausrufung der Unabhängigkeit am 17. Februar 2008 und dem Inkraftreten der Verfassung Mitte Juni haben die Kosovaren unter Führung von Premier Hashim Thaci (oben im Bild rechts) zuerst einen Außenminister aufgestellt und nun auch einen “Verteidigungsminister”.

Bw-KFORBMVgJung

Bw KFORDer finnische UNO-Vermittler Martti Ahtisaari hat, in seinem von der Internationalen Gemeinschaft gebilligten Plan, festgelegt, dass die leichtbewaffnete Kosovo Security Force nach einer Aufwuchsphase rund 2.500 Angehörige im aktiven Dienst und etwa 800 in der Reserve haben soll. Das nach dem Kosovo-Krieg (1998-99) gebildete Kosovo Protection Corps (KPC) soll schrittweise bis Juni 2009 aufgelöst werden. Die NATO wird mit KFOR dem Kosovo bei der Auflösung des KPC und dem Aufbau der KSF unterstützen, die Ausbildung wird vor Ort von der UN mandatierten NATO-Schutztruppe KFOR übernommen. Der U.S.-Präsident George W. Bush hat im März bereits die Lieferung von Waffen an das Kosovo gebilligt. (weiter…)