Archiv für die Kategorie 'KFOR'

Kosovo: KFOR beschossen – gemeinsame deutsch-serbische Grenzpatrouille im Norden unter Handwaffenfeuer

Donnerstag, 13. September 2012

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet:

KFOR-Patrouille beschossen
Berlin/Gornja Repa, 13.09.2012, Einstellzeit: 21.15 Uhr.

Am 10. September 18.50 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurden deutsche Kräfte während einer gemeinsamen Patrouille mit einer serbischen Grenzpatrouille im Raum Gornja Repa (Nord-Kosovo) vermutlich von illegalen Holzfällern mit Handwaffen beschossen.

Sowohl der deutsche Patrouillenführer als auch der Führer der serbischen Grenzpatrouille bewerteten den Vorgang als Maßnahme der illegalen Holzfäller, um eine weitere Annäherung der Patrouille an die eigene Position zu verzögern.

Nach Einschätzung des serbischen Patrouillenführers ist dies eine bekannte Praxis.

Die Holzfäller sind ausgewichen. Die gemeinsame Patrouille hat ihren Auftrag weiter fortgesetzt und am 11. September gegen 2.30 Uhr ohne weitere Zwischenfälle das Camp Novo Selo erreicht.

Personen oder Material kamen nicht zu Schaden.

Stand: 20.41 Uhr (Zitatende)

(Textquelle kursiv: Bundeswehr.de)

Hintergrundinformationen: KFOR.NATO.int



KFOR: Zwei Bundeswehr-Soldaten vermutlich von Kosovo-Serben angeschossen (Videos)

Freitag, 1. Juni 2012

Soldatenglück.de fragt: Wo waren die Wasserwerfer?

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet wörtlich:

Kosovo: Zwei deutsche Soldaten erlitten Schussverletzung
Berlin/Mitrovica, 01.06.2012, Einstellzeit: 12.30 Uhr.

Am 1. Juni gegen 9.30 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurden zwei Soldaten des deutschen Einsatzkontingents KFOR im Rahmen einer Operation zur Räumung einer Straßensperre an einem Kontrollpunkt nördlich von Mitrovica im Norden des Kosovo durch Schüsse verletzt.

Dabei erlitt ein Soldat nach jetzigem Kenntnisstand eine Verletzung am Oberarm und befindet sich zur weiteren Behandlung in einem Lazarett im Feldlager Bondsteel. Der zweite Soldat erlitt eine Verletzung am rechten Ohr und verblieb nach sanitätsdienstlicher Versorgung vor Ort.

Der Vorgang ist noch nicht abgeschlossen.

Stand: 12.15 Uhr (Zitatende)

Das Video oben zeigt eine Kosovo-serbische Ansammlung auf einer der Ibar-Brücken im Nordkosovo und Bundeswehr-Soldaten auf einem FUCHS, ein Warnschuss wird vom KFOR-Soldaten abgegeben.
Das Wackel-Video (unten) eines vermutlich Kosovo-Serben zeigt vermummte Bundeswehr-Soldaten im KFOR-Einsatz, die den Kosovo-Serben mitsamt seinem Fahrzeug zurückweisen und überfordert scheinen.

Wo an dem Tag als erneut deutsche Soldaten durch Beschuss durch vermutlich Kosovo-Serben verwundet wurden, die extra in den Kosovo geschafften Wasserwerfer waren, bleibt ein “taktisches Geheimnis” der NATO und der entscheidenden Politik.
Mit einem nationalpopulistischen neu gewählten Präsidenten wie Tomislav Nikolic in Belgrad sind die Kosovo-Serben im Norden der Republik Kosovo – bei sommerlichen Temperaturen – besonders gewaltbereit, provokant und auf Streit aus, zum wiederholten Male sind deutsche Soldaten angeschossen worden.

Das TV-Video unten zeigt, wie schnell Serbien solche Aktionen propagandistisch nutzt und KFOR angebliche Provokation vorwerfen:

Nachtrag:
Aktualisierung: 22.25 Uhr

Um 15.15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) wurde die KFOR Operation nach Räumung der Straßensperre abgeschlossen.

Der am Oberarm verwundete Soldat ist nach Erstbehandlung im Lager Bondsteel in das deutsche Feldlazarett in Prizren verlegt worden. Eine Repatriierung dieses Soldaten ist für die nächsten 24 Stunden vorgesehen. Er wird seine Angehörigen selbst informieren.

Der Soldat mit der Verletzung am rechten Ohr informierte seine Angehörigen selbst und hat mit allen an der Räumung der Straßensperre beteiligten Kräften in das Feldlager Nothing Hill verlegt.

Der deutsche KFOR Befehlshaber Generalmajor Erhard Drews rechnet mit einer Beruhigung der Lage im Verlauf der nächsten Stunden.

Der Vorgang ist abgeschlossen.

Einstellzeit: 22.30 Uhr (Zitatende)

(Bild-, Text-, Grafikquelle kursiv: Bundeswehr.de, die Verantwortungsbereiche der Kosovo Force KFOR; Vergleichsfoto aus 11/2011, KFOR-Truppen an einer Straßensperre aus dem Bw-Artikel: “Im Einsatz in Kosovo: Die Operational Reserve Force”;
Videoquelle: via YouTube)

BundeswehrVerband sieht Einsatz im Kosovo skeptisch – “Die Lage wird auswegloser”

Montag, 23. April 2012

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, sieht die Entsendung einer Eingreiftruppe der Bundeswehr in das Kosovo skeptisch. “Es wird deutlich, wie dünn das Eis ist”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Montag-Ausgabe). Militärisch habe er an der Ausweitung des Einsatzes keinen Zweifel. “Allerdings zeigt sie, dass die Lage politisch immer auswegloser wird.” Es dauere naturgemäß lang, bis sich ethnische Konflikte beruhigten, so Kirsch. “Doch die serbische Regierung tut auch nicht genug dafür.” Hinzu komme das Problem der organisierten Kriminalität in der ehemals serbischen Provinz. Die Bundeswehr will zur Vermeidung von Spannungen vor den serbischen Parlaments- und Präsidentschaftsahlen am 6. Mai 550 zusätzliche Soldaten in das Kosovo schicken. (Zitatende)

Berichtet der “Kölner Stadt-Anzeiger” heute.
Soldatenglück.de berichtete: Kosovo: Schwarz-Schilling kritisiert Entsendung der Eingreiftruppe (ORF), Kosovo: SPD-Verteidigungspolitiker Arnold signalisiert Zustimmung zu Eingreiftruppe und Kosovo-Lage erfordert militärische Verstärkung, ORF-Bataillon wird in den Einsatzraum verlegt.

(Textquelle kursiv: Kölner Stadt-Anzeiger.de;
Bildquelle: Soldatenglück.de, offizielles Straßenschild in Südserbien, das Städte auf kosovarischem Hoheitsgebiet als serbische Orte ausweist: Gracanica, Decan, Kloster Peja;
Grafikquelle: CIA.gov, Karten Kosovo und Serbien)

Kosovo: Schwarz-Schilling kritisiert Entsendung der Eingreiftruppe (ORF)

Montag, 23. April 2012

Der ehemalige Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Christian Schwarz-Schilling, hat die Entsendung einer Eingreiftruppe der Bundeswehr für das Kosovo kritisiert. “Wenn nur Appeasement gegenüber Serbien gemacht wird, dann braucht man sich nicht zu wundern”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Montag-Ausgabe). “Das Militär muss nun ausbaden, was die Politik versäumt.” Der CDU-Politiker hält den Schritt dennoch für unvermeidlich. “Das muss gemacht werden, um weitere Instabilität zu verhindern”, erklärte er. “Die Serben müssen wissen, dass sie mit dem Kosovo nicht Ping-Pong spielen können.” Die Bundeswehr will zur Vermeidung von Spannungen im Vorfeld der serbischen Parlaments- und Präsidentschaftsahlen am 6. Mai 550 zusätzliche Soldaten in das Kosovo schicken. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle.
Soldatenglück.de berichtete: Kosovo: SPD-Verteidigungspolitiker Arnold signalisiert Zustimmung zu Eingreiftruppe und Kosovo-Lage erfordert militärische Verstärkung, ORF-Bataillon wird in den Einsatzraum verlegt.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Bw-Bell im Kosovo-Einsatz)

Kosovo: SPD-Verteidigungspolitiker Arnold signalisiert Zustimmung zu Eingreiftruppe

Sonntag, 22. April 2012

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat Zustimmung zur Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe in das Kosovo signalisiert. “Es ist richtig, Vorsorge zu treffen”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Montag-Ausgabe). Ein neues Mandat sei im Übrigen nicht erforderlich, da die Obergrenze des bestehenden Mandats nicht überschritten werde. “Sorge macht mir die Belastung der schnellen Eingreiftruppe”, schränkte Arnold allerdings ein, dass sie auch anderen Orten wie Afghanistan eingesetzt werde. Darüber müsse man reden. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle vorab.
Soldatenglück.de berichtete zur KFOR-Verstärkung: Kosovo-Lage erfordert militärische Verstärkung, ORF-Bataillon wird in den Einsatzraum verlegt.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, CRC, Crowd and Riot Control-Kräfte im KFOR-Einsatz)



Kosovo-Lage erfordert militärische Verstärkung, ORF-Bataillon wird in den Einsatzraum verlegt

Samstag, 21. April 2012

Zunehmende Gewaltbereitschaft der Kosovo-Serben, abnehmende Kompentenz der Internationalen Gemeinschaft

Der Staat Serbien wählt am 06. Mai 2012 und die serbische Minderheit im zwischenzeitlich souveränen Nachbarstaat Republik Kosovo bzw. im nördlichen Kosovo will und/oder soll mitwählen. Das birgt Spannungspotential und das warme Wetter wird die Kosovo-Serben und auch -Albaner erfahrungsgemäß wieder auf die Straßen bringen. Kräfte der Kosovo Police und der EU-Mission EULEX konnten in der Vergangenheit den massiven Stör-Aktionen der Kosovo-Serben (Stichwort: Übergang Observation Point, OP 2 und 3) nicht angemessen begegnen, die NATO-Schutzgruppe KFOR (Kosovo Force) kam zum Einsatz, Soldatenglück.de berichtete: Nordkosovo: Eskalation bei der Räumung einer Straßensperre von KOS-Serben (Video) und Nord-Kosovo: Deutsche Bundeswehr-Soldaten mit Schaufeln gegen serbische Politik (Video).

KFOR wurde und wird bis heute landesweit und insbesondere im Norden eingesetzt, weil die Bewegungsfreiheit im gesamten jüngsten Balkanstaat (freedom of movement) durch gezielte Aktionen und Blockaden durch KO-Serben eingeschränkt ist. Nun hat die NATO bei Deutschland und Österreich zum wiederholten Mal das ORF-Bataillon (kostenintensiv) zur Verstärkung angefordert. Für die rund 550 deutschen und österreichischen ORF-Soldaten und -Soldatinnen keine Freude, sie baden das aus, was die deutsche Bundesregierung und die EU verbockt haben, nämlich den Serben eine klare Grenze aufzuzeigen und im Norden des Kosovos eine Befriedung politisch herzustellen. Es herrscht eine zunehmende Gewaltbereitschaft der Kosovo-Serben und abnehmende Kompentenz der Internationalen Gemeinschaft, deren Fokus sich auf andere, neue Konfliktregionen verschoben hat.

Einsatz in eigentlich polizeilichen Lagen wird die nächsten Wochen den Soldatenalltag im Nordkosovo ausmachen. Innerhalb von sieben Tagen nach Alarmierung können die ORF-Soldaten aus dem Ready-Status von D und AU im Kosovo Einsatzbereitschaft melden.
Beim letzten ORF-Einsatz Ende Dezember 2011 wurde der deutsche ORF-Kommandeur von vermutlich serbischen Heckenschützen angeschossen, weitere deutsche und andere NATO-Soldaten bei den Auseinandersetzungen verwundet.
Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet heute:
KFOR: Verlegung des deutsch-österreichischen ORF-Bataillons nach Kosovo beantragt

Am 6. Mai 2012 finden die serbischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Im Zusammenhang mit den gegenwärtigen Positionen von Serbien und Kosovo und der derzeitigen Situation im Nord-Kosovo besteht die Gefahr einer Eskalation. Dies kann Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Kosovo haben.

Die NATO und EU bewerten die Lage so, dass die vor Ort befindlichen KFOR-Kräfte nicht ausreichen könnten, um auf möglicherweise kosovoweite Sicherheitszwischenfälle im Zuge der Wahlen angemessen reagieren zu können.

Aufgrund dieser Lageeinschätzung hat der Kommandeur KFOR bei dem vorgesetzten NATO-Kommando in Neapel die erneute Verlegung des deutsch-österreichischen Bataillons der operativen Reserve in das Kosovo beantragt. Das NATO-Kommando hat dazu einen ersten Einsatzbefehl erlassen, der sich zurzeit allerdings noch in der Prüfung bezüglich der darin aufgezeigten Details befindet.

Die Einsatzbereitschaft des deutsch-österreichischen Reservebataillons soll nach diesem Befehl am 1. Mai 2012 hergestellt sein.

Auftrag ist, im Verantwortungsbereich und im Rahmen des Mandates KFOR die Sicherheit im Kosovo weiterhin zu gewährleisten.

Stand: 10.45 Uhr (Zitatende)

(Texquelle kursiv: Bundeswehr.de, ein deutscher ORF-Soldat beobachtet eine serbische Straßensperre vor Zupce )

So sieht arte den KFOR-Einsatz: Keine besonderen Vorkommnisse (Video)

Sonntag, 4. März 2012

“Dont´t put your Müll here in the country”

Kosovo. Es ist der erste Kriegseinsatz der deutschen Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwei deutsche KFOR-Soldaten versuchen mitten im Nirgendwo einen Checkpoint zu kontrollieren. Neben Verständigungsproblemen mit der Bevölkerung, sengender Hitze, einem drögen Kriegsalltag und der Frage, ob ein Minenfeld nun ein Minenfeld ist, haben die beiden vor allem mit ihrer eigenen Angst zu kämpfen.

(Deutschland, 2009, 12mn)
BR
arte: Erstausstrahlungstermin: 03.03.2012, 00:11
weitere Ausstrahlungstermine: Mittwoch, 7. März 2012, 05:40

(Videoquelle: arte.tv;
Grafikquelle: CIA.gov)

Bundeskanzlerin Merkel bei den Bundeswehr-Soldaten im Einsatzgebiet Kosovo (Video)

Dienstag, 20. Dezember 2011

Weder Krieg noch Frieden

Wie lange müssen deutsche Soldaten im Kosovo noch ihr Leben riskieren? Dazu sagte die Bundeskanzlerin gestern in Pristina kein Wort. Leider. Seit mehr als zehn Jahren stehen NATO-Soldaten in dem Krisenherd, doch noch immer sind die Sicherheits- und Staatsstrukturen äußerst brüchig. Im Vergleich zu 1999 gibt es Fortschritte, aber die fallen unterm Strich bescheiden aus. Schließlich zählt das Kosovo zu den korruptesten und ärmsten Ländern der Welt. Wie zu Zeiten der UÇK-Rebellen bestimmen kriminelle Machenschaften und eine Kalaschnikow-Mentalität den Alltag. Von Rechtsstaatlichkeit fehlt jede Spur. Von einem Aussöhnungsprozess zwischen Kosovaren und Serben ist wenig zu sehen.

Daran trägt Belgrad vielleicht die größte Schuld. Doch das tiefe Misstrauen der serbischen Minderheit im Kosovo gegenüber den Kriegsgewinnern ist verständlich. Weder die Vereinten Nationen noch die EU waren bislang in der Lage, ein Klima des Vertrauens zwischen den Konfliktparteien herzustellen. Auch für die alten Grenzstreitigkeiten ist keine Lösung absehbar. Im Kosovo herrscht zwar längst kein Krieg mehr, aber auch kein Frieden. Zöge sich die NATO aus dem Konfliktherd jetzt zurück, könnte in Pristina die Versuchung groß sein, mit Waffengewalt Tatsachen zu schaffen. Deshalb muss Europa großes Interesse daran haben, das Krisengebiet dauerhaft zu befrieden. Dafür bedarf es Zeit, viel Zeit. Der Einsatz wird noch Jahre dauern. (Zitatende)
Kommentiert die “Neue Osnabrücker Zeitung” heute.

Dazu etwas ausgewogener in der ZDFmediathek “Merkel besucht Soldaten im Kosovo” und bei Bundesregierung.de “Konflikte im Dialog lösen” über Angel Merkels Besuch im Kosovo, hier und unten die Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich ihres Besuchs des KFOR-Hauptquartiers am 19.12.2011 in Pristina.

Dazu auch das Video der Bundesregierung Merkel dankt Polizisten und Soldaten im Auslandseinsatz (bitte anclicken): “Gerade in der Weihnachtszeit sind unsere Gedanken bei Soldaten und Polizisten fernab der Heimat und ihren Familien”, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Videopodcast. Am Mittwoch (14.12.) empfängt die Bundeskanzlerin – wie in den Vorjahren – Angehörige von Soldaten und Polizisten, die im Ausland dienen. schreibt Bundesregierung.de im Videountertext.

Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich ihres Besuchs des KFOR-Hauptquartiers
Montag, 19.12.2011 in Pristina

Liebe Soldatinnen und Soldaten,

ich bin heute gemeinsam mit dem Generalinspekteur gerne hierher zu Ihnen gekommen. Es ist in der Weihnachtszeit besonders angebracht, Soldatinnen und Soldaten, aber auch Polizistinnen und Polizisten – ich schließe die Vertreter von EULEX mit ein, auch wenn ich sie nicht jedes Mal explizit erwähne – einen Besuch abzustatten und sich zu informieren, wie die Lage ist. (weiter…)

Nordkosovo: Eskalation bei der Räumung einer Straßensperre von KOS-Serben (Video)

Mittwoch, 9. November 2011

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet aus dem Einsatzgebiet Kosovo:

Nordkosovo: Eskalation bei der Räumung einer Straßensperre
Pristina/Berlin, 09.11.2011, Einstellzeit: 17.35 Uhr.

Am frühen Morgen des 9. Novembers haben KFOR-Kräfte, bestehend aus der deutschen Einsatzkompanie und US-Einsatzkräften, am Grenzübergang Jarinje (Gate 1) einen Verkehrskontrollpunkt (Vehicle Check Point, VCP) eingerichtet, um so eine Umfahrung des Grenzübergangs westlich des Flusses Ibar zu verhindern.

Zeitgleich wurde südlich des betroffenen Grenzübergangs Jarinje ein von Kosovoserben errichtetes Hindernis auf einer Hauptstraße zum Grenzübergang geräumt. Auch hier wurde ein VCP eingerichtet.

Während die Errichtung des VCP an der westlichen Umgehung ohne Zwischenfälle verlief, wurden auf der Hauptstraße zwei Kosovoserben durch US-Einsatzkräfte festgehalten und an EULEX übergeben. EULEX nahm die Personen in Gewahrsam. Im weiteren Verlauf sammelten sich an diesem VCP rund 40 Demonstranten. Die US-Kräfte sicherten ihre eigene Stellung durch Stacheldrahtrollen. Deutsche Einsatzkräfte wurden zur Verstärkung herangeführt.

Gegen 3.40 Uhr eskalierte die Situation. Die Demonstranten warfen Steine auf die KFOR-Soldaten. Mit Schutt beladene LKW fuhren auf die Stacheldrahtsperre zu und hielten trotz Aufforderung nicht an. Um diese LKW zu stoppen, kam es zum Einsatz von Reizstoff (CS) durch die KFOR-Soldaten. Daraufhin hielten die LKW an und kippten ihre Beladung circa 15 bis 25 Meter südlich der errichteten KFOR-Stellung auf die Hauptstraße. Hierdurch entstand eine neue Straßensperre.

Rund 40 Kosovoserben halten sich seitdem an der neuen Sperre auf. Die Lage ist gegenwärtig ruhig.

Stand: 17.15 Uhr (Zitatende)

Dazu das YouTube-Video aus der Einsatz-Nacht: KFOR USED TEAR GAS AGAIN- KOSOVO NOVEMBER 09th 2011

Soldatenglück.de berichtete am 06. November 2011: Nord-Kosovo: Deutsche Bundeswehr-Soldaten mit Schaufeln gegen serbische Politik (Video)

(Textquelle kursiv: Bundeswehr.de)

Hintergrundinformationen: NATO.KFOR.int, EULEX-Kosovo.eu

Nord-Kosovo: Deutsche Bundeswehr-Soldaten mit Schaufeln gegen serbische Politik (Video)

Sonntag, 6. November 2011

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für deutsche Soldaten im Kosovo

Deutsche Bundeswehr-Soldaten schaufeln am sonnigen 04. November 2011 im Auslandseinsatzgebiet Kosovo an einem der nördlichen Grenzübergänge Republik Kosovo/Serbien per Hand und mit einem kleinem Bagger Straßenbarrikaden der Kosovo-Serben im Nord-Kosovo weg.
Die KOS-Serben kommen von der anderen Seite mit einem großen Bagger und laden wieder und wieder Erde ab. Die arbeitenden deutschen Soldaten werden von den Kosovo-Serben in russischer Sprache mit u.a. “Dawaj, Dawaj” angepöbelt und versuchsweise provoziert, französische KFOR-Soldaten bilden bewaffnet eine Reihe.
In dem serbischen Video kommentiert ein “freundlicher, künftiger EU-Bürger” aus Serbien die Situation.
Der derzeitige Befehlshaber der NATO-Truppe Kosovo Force (COM KFOR) mit HQ in der kosovarischen Hauptstadt Pristina ist ein deutscher General der Bundeswehr, Generalmajor Erhard Drews (Bild unten).
Soldatenglück.de meint: Herr General Drews, an dieser Strategie stimmt irgendetwas nicht …, das serbische Politik-Theater der Nichtanerkennung der Republik Kosovo mit allen Mitteln wiederholt sich und ist durchschaubar, unser Einsatz dort ist zu teuer und die Soldaten sind zu aufwendig militärisch ausgebildet, um sie mit Schaufeln gegen ferngesteuerte, pöbelnde Serben und deren Schaufel-Bagger antreten zu lassen.

(Videoquelle: via YouTube-Kanal srbinaokup;
Bildquelle: NATO.KFOR.int)

Hintergrundinformationen: NATO.KFOR.int

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