Archiv für die Kategorie 'KFOR'

Bundeskanzlerin Merkel bei den Bundeswehr-Soldaten im Einsatzgebiet Kosovo (Video)

Dienstag, 20. Dezember 2011

Weder Krieg noch Frieden

Wie lange müssen deutsche Soldaten im Kosovo noch ihr Leben riskieren? Dazu sagte die Bundeskanzlerin gestern in Pristina kein Wort. Leider. Seit mehr als zehn Jahren stehen NATO-Soldaten in dem Krisenherd, doch noch immer sind die Sicherheits- und Staatsstrukturen äußerst brüchig. Im Vergleich zu 1999 gibt es Fortschritte, aber die fallen unterm Strich bescheiden aus. Schließlich zählt das Kosovo zu den korruptesten und ärmsten Ländern der Welt. Wie zu Zeiten der UÇK-Rebellen bestimmen kriminelle Machenschaften und eine Kalaschnikow-Mentalität den Alltag. Von Rechtsstaatlichkeit fehlt jede Spur. Von einem Aussöhnungsprozess zwischen Kosovaren und Serben ist wenig zu sehen.

Daran trägt Belgrad vielleicht die größte Schuld. Doch das tiefe Misstrauen der serbischen Minderheit im Kosovo gegenüber den Kriegsgewinnern ist verständlich. Weder die Vereinten Nationen noch die EU waren bislang in der Lage, ein Klima des Vertrauens zwischen den Konfliktparteien herzustellen. Auch für die alten Grenzstreitigkeiten ist keine Lösung absehbar. Im Kosovo herrscht zwar längst kein Krieg mehr, aber auch kein Frieden. Zöge sich die NATO aus dem Konfliktherd jetzt zurück, könnte in Pristina die Versuchung groß sein, mit Waffengewalt Tatsachen zu schaffen. Deshalb muss Europa großes Interesse daran haben, das Krisengebiet dauerhaft zu befrieden. Dafür bedarf es Zeit, viel Zeit. Der Einsatz wird noch Jahre dauern. (Zitatende)
Kommentiert die “Neue Osnabrücker Zeitung” heute.

Dazu etwas ausgewogener in der ZDFmediathek “Merkel besucht Soldaten im Kosovo” und bei Bundesregierung.de “Konflikte im Dialog lösen” über Angel Merkels Besuch im Kosovo, hier und unten die Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich ihres Besuchs des KFOR-Hauptquartiers am 19.12.2011 in Pristina.

Dazu auch das Video der Bundesregierung Merkel dankt Polizisten und Soldaten im Auslandseinsatz (bitte anclicken): “Gerade in der Weihnachtszeit sind unsere Gedanken bei Soldaten und Polizisten fernab der Heimat und ihren Familien”, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Videopodcast. Am Mittwoch (14.12.) empfängt die Bundeskanzlerin – wie in den Vorjahren – Angehörige von Soldaten und Polizisten, die im Ausland dienen. schreibt Bundesregierung.de im Videountertext.

Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich ihres Besuchs des KFOR-Hauptquartiers
Montag, 19.12.2011 in Pristina

Liebe Soldatinnen und Soldaten,

ich bin heute gemeinsam mit dem Generalinspekteur gerne hierher zu Ihnen gekommen. Es ist in der Weihnachtszeit besonders angebracht, Soldatinnen und Soldaten, aber auch Polizistinnen und Polizisten – ich schließe die Vertreter von EULEX mit ein, auch wenn ich sie nicht jedes Mal explizit erwähne – einen Besuch abzustatten und sich zu informieren, wie die Lage ist. (weiter…)



Nordkosovo: Eskalation bei der Räumung einer Straßensperre von KOS-Serben (Video)

Mittwoch, 9. November 2011

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet aus dem Einsatzgebiet Kosovo:

Nordkosovo: Eskalation bei der Räumung einer Straßensperre
Pristina/Berlin, 09.11.2011, Einstellzeit: 17.35 Uhr.

Am frühen Morgen des 9. Novembers haben KFOR-Kräfte, bestehend aus der deutschen Einsatzkompanie und US-Einsatzkräften, am Grenzübergang Jarinje (Gate 1) einen Verkehrskontrollpunkt (Vehicle Check Point, VCP) eingerichtet, um so eine Umfahrung des Grenzübergangs westlich des Flusses Ibar zu verhindern.

Zeitgleich wurde südlich des betroffenen Grenzübergangs Jarinje ein von Kosovoserben errichtetes Hindernis auf einer Hauptstraße zum Grenzübergang geräumt. Auch hier wurde ein VCP eingerichtet.

Während die Errichtung des VCP an der westlichen Umgehung ohne Zwischenfälle verlief, wurden auf der Hauptstraße zwei Kosovoserben durch US-Einsatzkräfte festgehalten und an EULEX übergeben. EULEX nahm die Personen in Gewahrsam. Im weiteren Verlauf sammelten sich an diesem VCP rund 40 Demonstranten. Die US-Kräfte sicherten ihre eigene Stellung durch Stacheldrahtrollen. Deutsche Einsatzkräfte wurden zur Verstärkung herangeführt.

Gegen 3.40 Uhr eskalierte die Situation. Die Demonstranten warfen Steine auf die KFOR-Soldaten. Mit Schutt beladene LKW fuhren auf die Stacheldrahtsperre zu und hielten trotz Aufforderung nicht an. Um diese LKW zu stoppen, kam es zum Einsatz von Reizstoff (CS) durch die KFOR-Soldaten. Daraufhin hielten die LKW an und kippten ihre Beladung circa 15 bis 25 Meter südlich der errichteten KFOR-Stellung auf die Hauptstraße. Hierdurch entstand eine neue Straßensperre.

Rund 40 Kosovoserben halten sich seitdem an der neuen Sperre auf. Die Lage ist gegenwärtig ruhig.

Stand: 17.15 Uhr (Zitatende)

Dazu das YouTube-Video aus der Einsatz-Nacht: KFOR USED TEAR GAS AGAIN- KOSOVO NOVEMBER 09th 2011

Soldatenglück.de berichtete am 06. November 2011: Nord-Kosovo: Deutsche Bundeswehr-Soldaten mit Schaufeln gegen serbische Politik (Video)

(Textquelle kursiv: Bundeswehr.de)

Hintergrundinformationen: NATO.KFOR.int, EULEX-Kosovo.eu

Nord-Kosovo: Deutsche Bundeswehr-Soldaten mit Schaufeln gegen serbische Politik (Video)

Sonntag, 6. November 2011

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen für deutsche Soldaten im Kosovo

Deutsche Bundeswehr-Soldaten schaufeln am sonnigen 04. November 2011 im Auslandseinsatzgebiet Kosovo an einem der nördlichen Grenzübergänge Republik Kosovo/Serbien per Hand und mit einem kleinem Bagger Straßenbarrikaden der Kosovo-Serben im Nord-Kosovo weg.
Die KOS-Serben kommen von der anderen Seite mit einem großen Bagger und laden wieder und wieder Erde ab. Die arbeitenden deutschen Soldaten werden von den Kosovo-Serben in russischer Sprache mit u.a. “Dawaj, Dawaj” angepöbelt und versuchsweise provoziert, französische KFOR-Soldaten bilden bewaffnet eine Reihe.
In dem serbischen Video kommentiert ein “freundlicher, künftiger EU-Bürger” aus Serbien die Situation.
Der derzeitige Befehlshaber der NATO-Truppe Kosovo Force (COM KFOR) mit HQ in der kosovarischen Hauptstadt Pristina ist ein deutscher General der Bundeswehr, Generalmajor Erhard Drews (Bild unten).
Soldatenglück.de meint: Herr General Drews, an dieser Strategie stimmt irgendetwas nicht …, das serbische Politik-Theater der Nichtanerkennung der Republik Kosovo mit allen Mitteln wiederholt sich und ist durchschaubar, unser Einsatz dort ist zu teuer und die Soldaten sind zu aufwendig militärisch ausgebildet, um sie mit Schaufeln gegen ferngesteuerte, pöbelnde Serben und deren Schaufel-Bagger antreten zu lassen.

(Videoquelle: via YouTube-Kanal srbinaokup;
Bildquelle: NATO.KFOR.int)

Hintergrundinformationen: NATO.KFOR.int

KFOR scheitert bei Abbau serbischer Blockaden im Kosovo (Video)

Sonntag, 23. Oktober 2011

Die Spannungen zwischen Serben und Albanern im Kosovo halten an. Soldaten der internationalen Schutztuppe KFOR versuchten in mehreren Orten im Nordkosovo, die vor rund einem Monat errichteten Straßenblockaden der serbischen Bevölkerung zu beseitigen – vergeblich. Hunderte Serben hatten sich an den Barrikaden eingefunden und behinderten die Truppen, die sich im Morgengrauen unter dem Jubel der Demonstranten wieder zurückziehen mussten.

Soldatenglück.de berichtete am 20. Oktober: KFOR räumt serbische Barrikaden mit Tränengas und deutschen Soldaten – Bilder aus dem Nordkosovo (Videos) und am 21. Oktober 2011: BundeswehrVerband: Einsatz im Kosovo nicht aus dem Auge verlieren!

(Videoquelle: euronews.net)

Hintergrundinformationen: Kosovo Force (KFOR)

KFOR räumt serbische Barrikaden mit Tränengas und deutschen Soldaten – Bilder aus dem Nordkosovo (Videos)

Donnerstag, 20. Oktober 2011
 

Die NATO-Truppe Kosovo Force (KFOR) mit 6.240 Soldaten (größter Truppensteller D mit 1.450 Soldaten) aus 22 Nationen (KFOR-Placemap) unter Führung des COM KFOR, des deutschen Generalmajor Erhard Drews als dritter Deutscher in Folge nach GenMaj Bentler und Bühler, räumt seit den Morgenstunden die Straßen-Barrikaden von Kosovo-Serben im serbisch dominierten Norden der Repbulik Kosovo mithilfe von Bundeswehr-Panzerfahrzeugen und Tränengas.

Die Angehörigen der serbischen Minderheit im Kosovo haben in den letzten Wochen die Barrikaden aus Bauschutt, Bäumen und LKWs an den Verkehrswegen nach und von Südserbien Tag und Nacht besetzt. Mit dem Einsatz von gepanzerten Fahrzeugen, mit KFOR-Soldaten aus u.a. Portugal (160 im Kosovo stationierte Soldaten), Österreich (592 Soldaten), Frankreich (303 Soldaten) und Deutschland und unter Einsatz von Tränengas wurden einige Blockade-Serben zurück gedrängt und einige Straßen, aber eben nicht alle, vorerst geräumt. Straßenräumung ist eine klassische Aufgabe von Polizeikräften, die im Kosovo bei der Kosovo Police und der Europäischen Union reichhaltig vorhanden sind, nur im Norden aus vielen Gründen nicht einsetzbar, so fehlt es der Kosovo-Polizei an mulitethnischer Zusammensetzung und mangelnder Akzeptanz und Durchsetzungsfähigkeit für robuste Lagen.

Die notwendige Räumung der Barrikaden war wochenlang Politikum zwischen der EU, dem Kosovo und Serbien, nach mehreren Ultimatum-Aufschüben hat die Räumung in den heutigen Morgenstunden an der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien im Raum Mitrovica und Leposavic, deutsche Soldaten der Bundeswehr kamen dabei zum Einsatz. Für die Kosovo-Serben ist das ein alt bekanntes Spiel der Provokation der interationalen Gemeinschaft, ein Commander KFOR nach dem anderen hat sich mit solchen serbischen Progaganda-Shows auseinandersetzen müssen.

Grund war diesmal die Zollkontrolle und Erhebung von Zöllen durch kosovarische Behörden im Verbund mit der EU Rechtstaatsmission EULEX Kosovo, die Kosovaren in Zolluniform werden von den Serben nicht anerkannt. Serbische Waren die aus Serbien in den Nordkosovo eingeführt wurden, wurden teurer und unterlagen nun der Kontrolle. Auch Schmuggel, Drogen- und Waffenhandel und die Bekämpfung der Organiserten Kriminaität in diesem Teil des Balkans, sind in diesen Grenzabschnitten ein tägliches Problem.
Eine Melange aus patriotischem Akt und Propaganda, Wahrung der eigenen Interessen an zollfreien günstigen Waren zur Lebenshaltung (Treibstoff, Lebensmittel etc) und an unbeobachteten Handelswegen der Organisierten Kriminalität sind die Beweggründe der Kosovo-Serben, die aus Belgrad nur bedingt steuerbar sind.
Das Stichwort EU-Beitritt von Serbien spielt mit in diesen Komplex, die Kosovo-Frage wird maßgeblich das Tempo einer möglichen serbischen Mitgliedschaft bestimmen.

Soldatenglück.de berichtete über den Grenz-Konflikt: Serbien ./. Republik Kosovo: Katz und Maus im Nordkosovo oder Südserbien (Video), Kosovo-Serben greifen KFOR-Soldaten im Nordkosovo an (Video), NATO verstärkt KFOR-Truppe im Kosovo (Video) und Nord-Kosovo: Kriminelle Serben im nationalistischen Gewand führen KFOR und EULEX vor (Video).

(Videoquelle: via YouTube, gefilmt und eingestellt wahrscheinlich von KOS-Serben)

Hintergrundinformationen: Kosovo Force (KFOR)



Deutsche Soldaten im Kosovo (Video)

Montag, 17. Oktober 2011

Der vergessene Auslandseinsatz

Seit zwölf Jahren ist Deutschland einer der größten NATO-Truppensteller im Kosovo. Millionen Euro deutscher Entwicklungshilfe wurden in das Land gepumpt, doch wirtschaftlich geht es im Kosovo nicht voran. Die Arbeitslosigkeit ist enorm, ausländische Investoren werden durch Konflikte abgeschreckt. Serbien erkennt das Kosovo nicht an und beansprucht dessen Norden für sich. Die Folgen sind Blockaden und Gewalt – vor den Augen der Bundeswehr. Die Bundesregierung hat das Problem über Jahre nicht angepackt.

Erst vor einer Woche wurden deutsche Soldaten Ziel eines Sprengstoffanschlages im Kosovo. Der Konflikt dort flammt wieder auf. Was ist los in dem Land? Was vielen kaum noch bewusst ist: seit mittlerweile 12 Jahren sind Soldaten der Bundeswehr dort im Einsatz. Warum ist in dieser Zeit immer noch nicht Ruhe eingekehrt? Was ist mit den vielen Millionen Euro geschehen, die Deutschland dort in den Aufbau des Landes gesteckt hat? Zwei unserer Autoren haben sich auf eine gefährliche Reise in den Kosovo begeben. Was sie dort erlebt haben – erstaunlich.

(Video- und Textquelle kursiv: ARD Kontraste 13.10.2011 via Youtube; Bildquelle: KFOR Soldaten mit Blick über die Stadt Prizren auf Patrouille. ©Bundeswehr/PizEinsFüKdo Bestimmte Rechte vorbehalten)

Serbien ./. Republik Kosovo: Katz und Maus im Nordkosovo oder Südserbien (Video)

Freitag, 30. September 2011

Im Kosovo geht das Katz-und-Maus-Spiel weiter: Kaum hatten NATO-Friedenstruppen der KFOR eine serbische Strassensperre beim Kontrollpunkt Jarinje geräumt – schon versperrten Kosovo-Serben mit zwei Schwerlastern ein paar hundert Meter weiter eine Brücke.

(Videoquelle: euronews.net;
Grafikquelle: CIA.gov, Serbien-Karte)

Serbien ./. Republik Kosovo: Unabhängigkeitsstreit eskaliert erneut (Video)

Dienstag, 27. September 2011

Kurz bevor sich Serben und Kosovaren auf Initiative der EU wieder zu Gesprächen treffen, ist es an der Grenze beider Länder erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Wie die NATO berichtete, wurden vier Soldaten (mittlerweile acht) der KFOR bei Zusammenstößen mit serbischen Demonstranten durch einen selbstgebauten Sprengsatz verletzt. Laut den Rettungskräften erlitten auch sechs der Serben Schusswunden.

Soldatenglück.de berichtete heute: Kosovo-Serben greifen KFOR-Soldaten im Nordkosovo an (Video), am 06. August 2011 NATO verstärkt KFOR-Truppe im Kosovo (Video) und am 30. Juli 2011 Nord-Kosovo: Kriminelle Serben im nationalistischen Gewand führen KFOR und EULEX vor (Video).

(Videoquelle: euronews.net;
Grafikquelle: CIA.gov. Kosovo-Karte)

Kosovo-Serben greifen KFOR-Soldaten im Nordkosovo an (Video)

Dienstag, 27. September 2011

8 KFOR-Soldaten verletzt

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet:

Kosovo: Eskalation am Grenzübergang Jarinje
Berlin/Jarinje, 27.09.2011, Einstellzeit: 19.30 Uhr.

Am 27. September kam es im Verlauf des Vormittags zu einer Protestaktion von etwa 500 Kosovo-Serben am Grenzübergang Jarinje im Nordkosovo, an dem deutsche und multinationale KFOR-Kräfte eingesetzt waren.

Gegen 13.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit eskalierte die Situation. Es kam zu Übergriffen auf die multinationalen KFOR-Kräfte, die mit der Räumung von Hindernissen im Umfeld des Grenzüberganges beauftragt waren.

Dabei wurden von KFOR-Soldaten nicht-lethale Wirkmittel eingesetzt. Als Schüsse in Richtung der KFOR-Soldaten abgefeuert wurden, erwiderten diese das Feuer mit Warnschüssen über die Köpfe hinweg. Daraufhin zogen sich die Demonstranten zurück.

Während eines Handgemenges wurde ein Angreifer durch einen Beinschuss verletzt, nach dem er einem KFOR-Soldaten die Waffe entwendet hatte.

Insgesamt wurden acht KFOR-Soldaten leicht verletzt und zur weiteren Behandlung ins US-Camp Bondsteel verbracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind deutsche Soldaten nicht betroffen.

Gegenwärtig ist die Lage vor Ort ruhig.

KFOR verlegt weitere Einsatzkräfte als Verstärkung an den Grenzübergang Jarinje.
Stand: 19:05 Uhr

1. Aktualisierung – Stand: 23.45 Uhr

Am 27. September um 18.40 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit wurde am Grenzübergang Jarinje ein deutscher Soldat nach einer Schussabgabe am Bein verletzt. Ein weiterer Soldat erlitt ein Knalltrauma.

Die Umstände der Schussabgabe werden derzeit ermittelt.

Die Soldaten wurden in das Einsatzlazarett Prizren verbracht und werden dort weiter behandelt.

Die Familienangehörigen beider Soldaten sind informiert.

Der Vorfall ist noch nicht abgeschlossen.

Stand: 23.45 Uhr

3. Aktualisierung: 28. September, 12.45 Uhr

Während der gestrigen Ausschreitungen im Nordkosovo wurden im Verlauf der Demonstration mehrere Sprengsätze auf die KFOR-Kräfte geworfen. Dabei wurden acht KFOR-Soldaten leicht verletzt. Ein deutscher KFOR-Soldat wurde zudem von einem Stein am Bein getroffen, konnte jedoch den Einsatz unmittelbar fortsetzen.

Einem KFOR-Soldaten wurde durch einen vermummten Demonstranten die Handwaffe entwendet. Ein Demonstrant ergriff die Waffe und richtete sie auf die KFOR-Sodaten. Die eingesetzten Soldaten gaben daraufhin Schüsse ab. Der Angreifer wurde dabei vermutlich im Bein getroffen. Zur Abwehr der Angriffe setzten KFOR-Kräfte im Anschluss Impulsmunition und Reizstoffe ein.

Die Lage hat sich noch am Abend beruhigt. Seither kam es zu keinen weiteren Demonstrationen.

Einstellzeit: 13.05 Uhr (Zitatende)

Dazu das EULEX-Kosovo Video oben, der französische Head of Mission der EU-Rechtsstaatsmission, eine ehemaliger General der Französischen Armee (Bild unten mittig mit Rucksack umgeben von frz. KFOR-Soldaten und EULEX-Polizisten), besuchte am 19. September 2011 begleitet vom dänischen EULEX-Polizeichef ud vom US-Botschafter in Pristina/Republik Kosovo die zerstörten nordkosovarischen Grenzübergänge zu Serbien Gate 1 in Brnjak und Gate 31 in Jarinje, die von der KFOR gesichert werden.

Seit wenigen Wochen ist ein neuer Commander KFOR im Einsatz, der deutsche Bundeswehr-Generalmajor Erhard Drews (Bild unten mittig).

Soldatenglück.de berichtete am 30. Juli 2011: Nord-Kosovo: Kriminelle Serben im nationalistischen Gewand führen KFOR und EULEX vor (Video).

(Textquelle kursiv: Bundeswehr.de;
Video-, Bildquelle: EULEX-Kosovo.eu;
Bild-, Grafikquelle: NATO.KFOR.int)

Hintergrundinformationen: Kosovo Force (KFOR)

NATO verstärkt KFOR-Truppe im Kosovo (Video)

Samstag, 6. August 2011

Mehr als zehn Jahre nach dem Kosovo-Konflikt sind die Beziehungen zwischen dem Kosovo und Serbien wieder aufs Äußerste gespannt. Nun wurden neue KFOR-Soldaten angefordert.

ORF = Operational Reserve Force, das heißt operative Reserve der Befehlshaber KFOR, 550 deutsche Soldaten ORF-Bataillons, diesmal gestellt von der 1. Panzerdivision wurden in das Kosovo verlegt, auch Soldaten von Österreichs Bundesheer wurden isn Einsatzgebiet entsendet.

(Videoquelle: MDR aktuell vom 03.08.2011;
Bildquelle: Deutsches Heer.de, Artikel “Verstärkung im Kosovo – Deutsche ORF-Kräfte verlegen” vom 04.08.2011)