Archiv für die Kategorie 'ISAF'

Bilder des Tages: Bundeskanzlerin Angela Merkel bei den Soldaten in Afghanistan (Videos)

Freitag, 10. Mai 2013

Bw-BKin Merkel AFG 10052013

Zum fünften Mal seit ihrem Amtsantritt besucht Kanzlerin Angela Merkel am Freitag, den 10. Mai in Begleitung des Verteidigungsministers Thomas de Mazière, die deutschen ISAF-Soldaten in Afghanistan. Im Bild: Die Bundeskanzlerin begrüßt Soldaten der Patrouille D04 der Schutzkompanie.

Dazu das ARD-Video: Bundeskanzlerin Merkel in Afghanistan

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist überraschend nach Afghanistan gereist. In Begleitung von Verteidigungsminister Thomas de Maizière stattet sie dem Bundeswehr-Hauptquartier in Mazar-i Sharif einen Besuch ab.

Und das euronews-Video: Afghanische Regierung verstimmt über Merkels Blitzbesuch

Bild unten: Gemeinsames Gedenken an die gefallenen Soldaten am Ehrenhain im Feldlager Kunduz.

Bw-BKin Merkel AFG 10052013 KDZ

(Bilderquelle: Bundeswehr.de;
Videoquellen: ARD.de, euronews.com)



04. Mai 2013: Ein Bundeswehr-Soldat in Afghanistan gefallen, ein Kamerad verwundet

Sonntag, 5. Mai 2013

Bw-Gefecht Deckung ISAF

Taliban-Frühjahrsoffensive hat begonnen

Im Juni 2011 sind die letzten drei deutschen Soldaten im ISAF-Einsatz gefallen, 2012 war ein Jahr ohne Gefallene für Deutschland. Das Soldatenglück hielt lange an, doch am gestrigen Samstag, 04. Mai 2013 kam bei einem Angriff der Taliban ein weiterer deutscher Soldat ums Leben, auch dieser Kamerad (ein Soldat der Spezialkräfte, KSK) ist für Deutschland gefallen. Damit sind 53 deutsche Soldaten im Afghanistan-Einsatz bislang umgekommen, davon 35 “durch Fremdeinwirkung” bislang gefallen, wenn man der offiziellen BMVg-Statistik Glauben schenken darf.

Dieser Samstag (04. Mai 2013) war für die internationale ISAF-Truppe insgesamt der bisher verlustreichste des Jahres 2013, sieben US-Soldaten fielen, fünf bei einem Sprengstoffanschlag, zwei weitere wurden von einem afghanischen Soldaten der Afghan National Army (ANA) erschossen. Erst am Donnerstag, 02. Mai 2013 gegen 07:00 Uhr, kam es auf Bundeswehr-Truppen im Raum Kunduz 7 Kilometer westlich des Feldlagers (PRT Kunduz) zu einem Sprengstoffanschlag, bei dem kein Soldat zu Schaden kam (leichter Sachschaden am Schutzfahrzeug), der letzte deutsche Verwundete war im Februar 2013 ebenfalls in Kunduz zu beklagen. Es wird noch immer gekämpft im Einsatzgebiet AFG, es ist nach wie vor ein kriegsähnlicher Kampfeinsatz.
Mit  der Veröffentlichung von Verlustmeldungen hält sich die Bundeswehr aus verständlichen Gründen so lange zurück bis Gewissheit herrscht und die Angehörigen des/der Soldaten informiert sind, darum erst heute die Meldung des EinsFüKdoBw über den gestrigen Verlust eines Soldaten und eines verwundeten Soldaten –  mit trauriger Gewissheit. Kommando Spezialkräfte (KSK)-Einsätze und/oder -Verluste wurden bisher aus Geheimhaltungsgründen nicht öffentlich gemacht.

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet dazu:

Afghanistan: Deutscher Soldat gefallen
OP North/Potsdam, 05.05.2013, Einstellzeit: 9.50 Uhr.

Am 4. Mai 2013 gegen 11.43 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit haben deutsche Spezialkräfte eine afghanische Operation im Raum nördlich OP-North begleitet und unterstützt. Dabei eröffneten Aufständische das Feuer auf die afghanischen und ISAF-Kräfte. Es wurde Luftnahunterstützung eingesetzt.

Bei der anschließenden Erkundung (Battle Damage Assessment) gerieten die afghanischen und ISAF-Kräfte erneut unter Beschuss. Dabei wurde ein deutscher Soldat getötet und ein deutscher Soldat verwundet. Der verwundete deutsche Soldat befindet sich in ärztlicher Behandlung.

Die Angehörigen wurden informiert.

Zu Verlusten auf Seiten der afghanischen Kräfte liegen noch keine abschließenden Informationen vor. Vermutlich wurden mehrere Aufständische getötet. Zivilpersonen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden.

Der Vorfall ist noch nicht abgeschlossen.

Stand: 9.30 Uhr (Zitatende)

ISAF (International Security Assistance Force) meldet aus dem HQ Kabul/Afghanistan:

ISAF Casualty, May 5th
KABUL, Afghanistan (May 5, 2013) – An International Security Assistance Force service member died following an insurgent attack in northern Afghanistan yesterday.
It is ISAF policy to defer casualty identification procedures to the relevant national authorities. (Zitatende)

Am letzten Sonntag kündigten die Taliban ihre alljährliche Frühjahrsoffensive an, die Aufständischen erklärten, dass sie neben den ISAF-Truppen insbesondere auch die Diplomatenviertel ins Visier nehmen wollen. Deutschland hat neben der Deutschen Botschaft in Kabul in Kürze auch im Norden in Mazar-e Sharif eine neue diplomatische Vertretung, ein Konsulat. Der für das Jahr 2014 bevorstehende Abzug eines Großteils der ISAF-Truppen und auch der deutschen Bundeswehr-Abzug bis Ende 2014 und eine weitere Einsatzdauer im neuen Mandat mit verringerter deutscher Stärke von 600 bis 800 Soldaten bis ins Jahr 2017 gibt den radikal-islamischen Taliban offenbar keinen Anlass, ihre Attacken zu verringern. Im Herbst 2013 wird das PRT Kunduz und das OP North aufgelöst, Deutschland zieht dort ab, wer das Sicherheitsvakuum füllt, diese Frage soll beantwortet, das Problem gelöst sein, die afghanischen Sicherheitskräfte - geleitet vom politischen Willen, wohl nicht von der tatsächlichen Situation vor Ort. Im November 2013 wird für die Nachfolgemission von ISAF namens Resolute Support eine Truppensteller-Konferenz stattfinden.
Mit Stand 02. Mai 2013 sind 4.178 deutschen Soldaten, darunter 235 Soldatinnen, mit Bundestags-mandatiertem ISAF-Mandat im Auslandseinsatz in Afghanistan.
Derzeit führt Generalmajor Jörg Vollmer das Kommando als Commander ISAF Regional Command North (RC N) im Norden Afghanistans, ein AFG-erfahrener Einsatzsoldat. Kürzlich besuchte noch der Generalinspekteur der Bundeswehr Volker Wieker mit seinem Tross und mit Begleitung durch seine Ehefrau das Einsatzgebiet und unsere Soldaten und Soldatinnen.

Bw-GI Mazar 2013

Deutschland und die NATO im Einsatzgebiet Afghanistan müssen sich fragen, ob die Strategie der Verantwortungsübergabe an Afghan Security Forces bei gleichzeitigem Abzug eigener Kräfte im Hinblick auf den Schutz eigener Kräfte die Richtige ist.

Nachtrag:
Statement vom 05.05.2013: Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere und Befehlshaber Einsatzführungskommando GenLt Hans-Werner- Fritz zu gestrigen Vorfällen in Afghanistan bei BMVg.de

Nachtrag EinsFüKdo-Meldung:
Aktualisierung: Stand 15 Uhr
Bei dem gefallenen Soldaten handelt es sich um einen 32-jährigen Hauptfeldwebel aus dem Kommando Spezialkräfte aus dem Standort Calw.
Einstellzeit: 15.15 Uhr (Zitatende)

(Textquelle kursiv: Bundeswehr.de; Archivfotos: deutschen Soldaten im Gefecht, TIC;
der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker besucht zusammen mit der Ehefrau des Verteidigungsministers, Martina de Maizière, das deutsche Einsatzkontingent ISAF in Afghanistan. Im Bild: Der Generalinspekteur der Bundeswehr und der Kommandeur Regionalkommando Nord, Generalmajor Jörg Vollmer auf dem Weg zum Stabsgebäude in Mazar-e-Sharif;
Textquelle englisch: ISAF.NATO.int;
Videoquellen: via YouTube
)

Afghanistan: Westerwelle besteht auf Willkommens-Garantie für deutsche Militär-Ausbilder und Entwicklungshelfer nach 2014

Samstag, 20. April 2013

Bw-Westerwelle COM RC N 23072010

Militärische Lösungen schaffen keine dauerhafte Lösungen

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat angesichts der Erfahrungen mit dem Anti-Terror-Einsatz in Afghanistan die Lehre gezogen, “dass militärische Lösungen weder einfach noch kürzer sind, geschweige denn dauerhafte Stabilität schaffen”. In einem Interview mit der “Leipziger Volkszeitung” (Sonnabend-Ausgabe) sagte der Minister zudem, dass es wichtig sei, “sich bei der Bewältigung einer Konfliktsituation wie in Afghanistan von Anfang an realistische Ziele zu setzen”. Da habe es “2002 und danach manche überzogene Erwartung” gegeben. Zudem sollte die Staatengemeinschaft gelernt haben, “dass es in so komplexen Konfliktlagen wie in Afghanistan keine allein militärischen Lösungen geben kann”. Ziel müsse deshalb immer eine politische Lösung sein, die unter Umständen militärisch abgesichert werden müsse.

Mit Blick auf die deutschen Vorschläge zur Verlängerung des Afghanistan-Mandats über 2014 hinaus mit einer starken Ausbildungskomponente verwies der Bundesaußenminister auf notwendige Voraussetzungen. “Neben einem Mandat des UNO-Sicherheitsrates und der Abstimmung eines gemeinsamen Vorgehens mit unseren Partnern brauchen wir natürlich eine Einladung der afghanischen Regierung.” Man wolle Partner Afghanistans sein. “Unsere militärischen Ausbilder müssen, wie auch unsere zivilen Helfer, willkommen sein”, sagte Westerwelle.

Klar sei, beim Blick auf die innenpolitische Situation in Deutschland mit der Bundestagswahl im September, dass über die konkrete Ausgestaltung des deutschen Engagements nach 2014 “die Regierung und der Bundestag selbstverständlich erst nach der Bundestagswahl” entschieden. Es gebe ein gültiges Mandat für den Einsatz bis Februar 2014. Mit der von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) und ihm in dieser Woche bekanntgegebenen Initiative für den möglichen Anteil am weiteren Afghanistan-Mandat sei es Berlin darum gegangen, “unseren Verbündeten und Afghanistan bereits zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund einer fachlichen Einschätzung der Lage zu signalisieren, welcher deutsche Beitrag nach 2014 möglich sein wird”. (Zitatende)

Berichtet die ‘Leipziger Volkszeitung’.

(Textquelle: Leipziger Volkszeitung.de,
Bildquelle: Bundeswehr.de; BM Westerwelle beim Besuch des ISAF RC North in Afghanistan)

BundeswehrVerband begrüßt BMVg-Planungen für Afghanistan

Freitag, 19. April 2013

Bw-Doorgunner CH53

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, hat die Absichtserklärung der Bundesregierung begrüßt, über 2014 hinaus 600 bis 800 Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan belassen zu wollen, sieht aber noch offene Fragen. “Grundsätzlich freuen wir uns erst, wenn alle Frauen und Männer wieder zu Hause sind”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Online-Ausgabe). “Aber wir begrüßen die frühzeitige Planung und realistische Einschätzung. Es bleiben allerdings Fragen offen. Die Kernfrage lautet: Wie soll der vergrößerte zivile Anteil aussehen? Darauf hat die Bundesregierung noch keine Antwort gegeben. Und diese Antwort erwarte ich. Denn wenn das nicht funktioniert, dann sind ganz schnell wieder Soldaten erforderlich. Das muss ausgeschlossen werden.” Offen sei überdies, wie der Schutz der deutschen Kräfte gewährleistet werde und wie die Rettungskette aussehe. Auch müsse die internationale Gemeinschaft weiter Kampftruppen bereithalten, um auf Krisen reagieren zu können. Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, äußerte sich positiv. “Ich halte den Weg, den die Bundesregierung einschlägt, für den richtigen”, erklärte er der “Mitteldeutschen Zeitung”. “Darauf drängen wir im Verteidigungsausschuss seit Monaten. Auch die Größenordnung deckt sich mit dem, was wir die ganze Zeit gesagt haben. Insofern kann ich da nicht meckern.” Wichtig sei, dass Deutschland nicht auf Vorgaben der USA und der Nato warte, sondern selbst sage, was es künftig noch leisten könne und wolle. (Zitatende)

Berichtet die ‘Mitteldeutsche Zeitung’ aus Halle.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Doorgunner in einem Bundeswehr-Hubschrauber Typ CH 53 beim Flug vom PRT Kunduz zum Camp Marmal/Afghanistan)

De Maiziere: Neues Afghanistan-Einsatzkonzept noch vor der Bundestagswahl

Freitag, 12. April 2013

Verteidigungsminister Thomas de Maizière will noch vor der Bundestagswahl ein neues Konzept für den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ab 2015 beschließen. “Es wird eine Willenserklärung der Bundesregierung über Auftrag und Größenordnung unseres künftigen Engagements in Afghanistan geben”, kündigte der CDU-Politiker im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Freitag-Ausgabe) an. Alle sollten wissen, wie es nach Auffassung der Regierung weitergehen solle. Die Bundeswehr werde künftig keinen Kampfauftrag mehr haben. Allerdings müsse geklärt werden, wie deutsche Soldaten in ihrem Einsatz vor Gefahren zu schützen seien. “Der Eigenschutz kann, muss aber nicht unbedingt von uns selbst übernommen werden”, erläuterte der Minister. Er verwies als Beispiel auf EU-Sicherungskräfte für die Bundeswehr in Mali. “Diese Soldaten könnten natürlich auch kämpfen, aber sie haben eben keinen Kampfauftrag”, stellte de Maizière fest. (Zitatende)

Berichtet die ‘Rheinische Post’ aus Düsseldorf.

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de)



Operation Redeployments/Rückzug/Rückverlegung – Die Bundeswehr verlässt Afghanistan (Video)

Samstag, 6. April 2013

Es ist die größte logistische Herausforderung in der Geschichte der Bundeswehr. 6.000 Container und 1.700 Fahrzeuge, Waffen, Munition, Panzer, Laster und Haubitzen das alles muss vom Hindukusch wieder in die Heimat: per Luftfracht, auf Landstraßen oder mit der Eisenbahn. Der erste größere deutsche Stützpunkt, den die Bundeswehr schließt, ist Faizabad im Osten Afghanistans – hier muss die Bundeswehr beweisen, ob sie die Mammutaufgabe Abzug stemmen kann. Denn wie baut man eine Garnison mit Hunderten Soldaten und Dutzenden Fahrzeugen zurück, wenn bis zum letzten Tag Essen, Wasser, Strom und Sicherheit gewährleistet werden muss?

Mitten in der Anschlags-Hochsaison, bei laufenden Operationen und Erfüllung täglicher mandatsbezogener Aufgaben, ist eine logistische Herausforderung zu bewältigen, für die es bei der Bundeswehr keine Erfahrungen gibt. Dafür braucht es Spezialisten Männer und Frauen, die wissen, wie man einen Container so packt, dass er eine über 6000-Kilometer-lange Reise übersteht, die sich mit Hygienevorschriften und Tierseuchen auskennen und den Papierkram mit den lokalen Behörden erledigen können.

PHOENIX begleitet den Abzug mit der Kamera, verfolgt den Weg von tonnenschwerer Ausrüstung und Fahrzeugen. Im Mittelpunkt der Reportage steht die logistische Herkulesaufgabe Rückzug und die Menschen, die sie schultern müssen.

(Videoquelle: PHOENIX via YouTube;
Grafikquelle: Bundeswehr.de, )

Afghanistan: Der unmögliche “Übergang”/ l´impossible “transition” (Video)

Sonntag, 24. Februar 2013

“Mit offenen Karten” hält Rückschau auf den afganischen Konflikt

Ende 2012 beginnt der Rückzug der westlichen Truppen aus Afghanistan. Wird dann endlich Frieden im Land herrschen? Oder wird damit eine neue Kriegsphase eingeläutet? “Mit offenen Karten” hält Rückschau auf die Geschichte des afghanischen Konflikts und zeigt die Probleme des anstehenden Übergangs auf.

(Videoquelle: arte.tv, 7 Tage sichtbar;
Bildquelle: ISAF.NATO.int, afghan uniform police use sticks to eradicate a poppy field near the city of Qalat, Zabul province, Afghanistan, May 4. Photo by 1st Lt. Brian Wagner)

OP North – Bundeswehr in Afghanistan (Sendehinweis)

Montag, 14. Januar 2013

Sendetermin: Freitag, 18. Januar 2013 um 17:50 Uhr bei Kabeleins

In der Provinz Baglan, im Norden Afghanistans, betreibt die Bundeswehr ihren nördlichsten Außenposten. Der sogenannte “OP North” befindet sich auf einem Berg, 45 Flugminuten von der Hauptbasis in Mazar-e-Sharif entfernt.

Sechs Monate am Stück dauert der Einsatz für die knapp 700 Bundeswehrsoldaten,die hier in Zelten unter einfachen Bedingungen leben. Seit dem Strategiewechsel der Bundeswehr Mitte 2012 bilden die deutschen Soldaten die afghanische Armee und Polizei aus und begleiten sie in der zweiter Reihe bei Einsätzen.

Ein gefährlicher Job, denn immer wieder liefern sich Aufständische und Taliban Gefechte mit den afghanischen Sicherheitskräften.

“Abenteuer Leben – täglich neu entdecken” hat die Soldaten am “OP North” eine Woche lang bei ihrem Einsatz begleitet.
Kabeleins / 18. Januar 2013 / 17:50 Uhr
Sendelänge: 18:30 Minuten

(Textquelle: Eckehard Schmidt, primera Fernsehproduktionsgesellschaft mbH, DANKE für den Hinweis!
Bildquelle: Bundeswehr.de, ISAF Einsatz – Erkundung Iron Bridge und Dutch Bridge im Raum OP North bei Baghlan)

Afghanistan: Übergabe der Sicherheitsverantwortung früher als erwartet (Video)

Samstag, 12. Januar 2013

Karzai war bei Obama

Das Ende der ISAF-Mission (International Security Assistance Force) schreitet schneller als erwartet voran. Die schrittweise Übergabe (Transition) der Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Streit- und Polizeikräfte war seit Jahren Ziel der internationalen Assistenztruppe, der auch Deutschland in Nordafghanistan mit der Bundeswehr (derzeit 4.332 Soldaten und Soldatinnen im ISAF-Einsatzkontingent in Afghanistan und Usbekistan, Stand: 19.12.2012) angehört. Damit ist Zeitplan deutlich beschleunigt, bis Ende 2014 sollte die Verantwortungsübergabe eigentlich abgeschlossen sein. US-Präsident Barack Obama und der afghanische Präsident Hamid Karzai vereinbarten bei einem Zusammentreffen in Washington D.C. diese zügiger Vorgehensweise, die US-Streitkräfte werden nunmehr vornehmlich ausbilden und unterstützen, es werden allerdings bei Bedarf zur Bekämpfung der Taliban gut ausgerüstet amerikanische Truppen am Hindukusch zur Verfügung stehen. Die Afghanen sollen schon im Frühjahr Gebiete kontrollieren, in denen 90 Prozent der Bevölkerung leben. Somit werden einheimische Sicherheitskräfte, afghanische Polizisten und Soldaten, in 312 der 398 Distrikte und 23 der 34 afghanischen Provinzen verantwortlich sein.
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen begrüßte die Fortschritte als “bedeutenden Schritt”, die afghanische Armee und Polizei führen schon jetzt die meisten Operationen.

Dazu das Video: President Obama and President Karzai Hold a Press Conference - January, 11 2013

(Video-, Bildquelle: White House.gov, President Obama and President Hamid Karzai of Afghanistan hold a joint press conference after meeting at the White House. January 11, 2013.
President Barack Obama and President Hamid Karzai of Afghanistan participate in a joint press conference in the East Room of the White House, Jan. 11, 2013. Official White House Photo by Lawrence Jackson)

Oberst Kirsch vom BundeswehrVerband für Kampftruppen-Reserve in Afghanistan auch nach 2014

Donnerstag, 10. Januar 2013

Nach Ansicht des Deutschen Bundeswehrverbandes benötigt die Bundeswehr auch nach 2014 Kampftruppen in Afghanistan. “Wir brauchen eine Reserve, die in der Lage ist, auf Krisen reagieren zu können”, sagte Verbandschef Oberst Ulrich Kirsch der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post”. Die Rückverlegung müsse gut abgesichert sein. “Und dazu werden auch nach 2014 Kampftruppen in Afghanistan benötigt werden”, betonte Kirsch. Die genaue Größe dieser Reserve lasse sich zwar jetzt noch nicht absehen, doch schätzt Kirsch, “dass ein Größenumfang von einem verstärkten Bataillon, also 600 bis 800 Soldaten, mit Sicherheit nötig sein wird, um jederzeit eingreifen zu können”. Angesichts der absehbaren Konzentration der USA auf den asiatisch-pazifischen Raum rechnet Kirsch damit, dass auch auf Deutschland und die Bundeswehr neue Herausforderungen zukommen. Es werde daher Zeit, die Diskussion über europäische Streitkräfte voranzutreiben, hob der Verbandschef hervor. Auch gelte es, für etwaige neue Einsätze aus den Erfahrungen zu lernen, die in den letzten Jahren in Afghanistan gemacht worden seien. Offenbar sei Deutschland mit “großer Oberflächlichkeit” an den Einsatz am Hindukusch herangegangen. Das dürfe nicht erneut passieren. Die Ziele müssten auch für den angekündigten Mali-Einsatz deshalb klar gesteckt werden. “Was wollen wir in Mali eigentlich erreichen?”, fragte Kirsch und fügte hinzu, dass den Soldaten das “noch nicht klar” sei. (Zitatende)

Berichtet die “Rheinische Post” aus Düsseldorf.

(Textquelle kursiv: Rheinische Post.de;
Bilderquellen: Bundeswehr.de, am 13.12.2012 sind die ersten beiden Tiger im Einsatzland Afghanistan eingetroffen. Hier bei seinem ersten Flug.
DBwV.de, Oberst Ulrich Kirsch)

Hintergrundinformationen: Deutscher BundeswehrVerband.de