Archiv für die Kategorie 'NATO-Missionen'

Kunduz/Afghanistan: IED-Anschlag auf deutsche ISAF-Patrouille – Soldatenglück gehabt, nur Sachschaden

Dienstag, 22. Mai 2012

Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr (EinsFüKdoBw) meldet:

Afghanistan: Sprengstoff-Anschlag auf deutsche Kräfte bei Kundus
Berlin/Kundus, 22.05.2012, Einstellzeit: 11.55 Uhr.

Am 22. Mai um 6.15 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (8.45 Uhr Ortszeit) kam es zu einem Sprengstoffanschlag gegen deutsche Kräfte circa elf Kilometer nordostwärts des Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) Kundus in der Provinz Kundus.

Bei diesem Anschlag wurde ein Fahrzeug vom Typ Dingo beschädigt. Das Fahrzeug ist jedoch noch roll- und fahrfähig. Deutsche Soldaten wurden nicht verwundet. Die Patrouille verlegt zurück in das PRT Kundus. Der Vorgang ist abgeschlossen.

Stand: 11.30 Uhr (Zitatende)

(Text-, Bildquelle kursiv: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto)



Afghanistan: Western Union und Roshan führen internationalen Geldtransferservice ein

Dienstag, 22. Mai 2012

Roshan, Afghanistans führender Anbieter lückenloser Kommunikationsdienste, und Western Union, ein erstrangiger globaler Zahlungsdienstleister, führten heute gemeinsam den Western Union Mobile Money Transfer Service in Afghanistan ein, der die M-Paisa-Kunden von Roshan in die Lage versetzt, Geldzahlungen aus dem Ausland zu empfangen. Roshan rief M-Paisa im Jahr 2008 ins Leben und war damit das erste Unternehmen, das den Menschen in Afghanistan mobile Finanzdienste zur Verfügung stellte.

Nun können die M-Paisa-Kunden in Afghanistan Western Union Mobile Money Transfers aus der ganzen Welt direkt in ihren mobilen Geldbörsen empfangen, insbesondere aus Nationen wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Deutschland und Kanada, in denen die größten Gemeinden von Auslandsafghanen leben. (weiter…)

Exit-Protection – Rolle der Bundeswehr in Afghanistan im ISAF-Abzugsszenario

Montag, 21. Mai 2012

Der 25. NATO-Gipfel in Chicago/USA mit vorherigem G8-Gipfel in Camp David machen öffentlich, was Insidern seit Monaten bekannt ist. Der Abzug der NATO-Truppe International Security Assistance Force (ISAF) Afghanistan ist beschlossen, die ISAF-Mission wird am 31.12.2014 auslaufen. Der Abzug wird über den Norden via Usbekistan organisiert.

Im Norden Afghanistan ist Deutschland Lead Nation im ISAF Regional Command North mit HQ in Mazar-i Sharif, wo besonders die US-Amerikaner für die Kriegsführung mit Spezialkräften, Feuerkraft und MEDEVAC-Kapazitäten an unserer Seite stehen und wo ein Luftumschlagplatz und eine traditionelle und wieder hergerichtete Eisenbahnlinie Richtung Usbekistan (Bild unten) verläuft.

Usbekistan (Karte unten)  lässt sich schon jetzt von Deutschland und der NATO die Nutzungssrechte für den militärisch genutzten Flughafen Termez monitär und politisch teuer bezahlen. Um die Menschenrechtslage, Demokratie- und Umwelt-Standards in der ehemaligen Sowjetrepublik und heutigen zentralistischen Präsidialrepublik mit Hauptstadt Taschkent mit rund 30 Millionen Einwohnern, bestehend aus 100 Ethnien, ist es nicht gut bestellt, aber wer will schon den Demokratie-Zeigefinger erheben? Wir brauchen die Usbeken derzeit mehr als sie uns.

Nicht Pakistan bietet sich zum Abtransport und Einschiffen der ISAF-Logistik an, denn schon der Nachschub aus dieser Himmelrichtung über den Seeweg via Hafen Karachi oder auf dem Land via Kyber-Pass geriet bereits ins Wanken, ganze Konvois wurden im Feuer zerstört, die LKW-Fahrer erschossen. Regelmäßige Taliban-Attacken und zuletzt die Unterbrechung der ISAF-Routen durch Pakistans Regierung als Reaktion auf unerwünschte US-Drohnenangriffe waren die Folge.

Nun ist amtlich, der Rückzug exit aus Afghanistan geht über die Nordroute und den Schutz protection hat die Lead Nation im ISAF RC North mit der Bundeswehr zu übernehmen und zu gewährleisten.
Diese Transit-Region muss nun besonders gesichert werden, die Konvoi-Routen und die 75 Kilometer lange Eisenbahn-Verbindung Mazar-i Sharif/Afghanistan – Termez/Usbekistan könnte zum genuinen Angriffs-Ziel der Taliban werden. Die Exit-Protection muss federführend die Bundeswehr übernehmen und wer den Abzug sichert, muss seine Kampfkraft und Durchhaltefähigkeit lange und teuer beibehalten und geht als letzte Kampftruppe raus. Davon ausgenommen die militärischen Ausbildungstruppen der NATO Training Mission Afghanistan (NTM-A) für die afghanischen Sicherheitskräfte, die über 2014 als diese Mission oder mit neuem Namen hinaus bleiben werden.

Während andere Nationen einen Abzugs-Schnelligkeits- und Kosteneinsparwettbewerb oder Alleingänge betreiben, wie aktuell Frankreich, das nach dem Regierungswechsel Sarkozy-Hollande in Paris entgegen der NATO-Absprachen bereits Ende 2012 seine Kampftruppen aus dem ISAF Regional Command East abziehen wird, dafür sollte die NATO den Franzosen die zugestandenen NATO-Spitzenposten wieder nehmen, bleiben die “treuen Germanen” bis zuletzt am Hindukusch mit dem Auftrag: Exit-Protection.

(Bilderquellen: WhiteHouse.gov, President Barack Obama talks with Chancellor Angela Merkel of Germany as they walk to Aspen Cabin during the G8 Summit at Camp David, Md., May 19, 2012. Official White House Photo by Pete Souza;
ISAF.NATO.int, Hairatan railroad BALKH PROVINCE, Afghanistan, May 20, 2010 – The rear-gunner in a Sikorsky UH-53 helicopter watches the end of the new Mazar-e-Sharif to Termez, Uzbekistan railroad stretch into the distance. When completed, the 47-mile long line will provide a valuable commercial link between Afghanistan and Uzbekistan across the Amu Darya River. Photo by U.S. Navy Petty Officer 1st Class Mark O’Donald
NATO.int: The French President, Francois Hollande and the German Chancellor, Angela Merkel during the working dinner of Heads of State and Government; Secretary General Anders Fogh Rasmussen meets with US President Barack Obama;
Grafikquelle: CIA.gov, Usbekistan-Karte)

Afghanischer Präsident Karzai erwägt, früher aus dem Amt zu scheiden – Der bisherige internationale Kampf und Antiterroreinsatz “lief falsch”(Video)

Freitag, 18. Mai 2012

 

Afghanistans Präsident Hamid Karzai im ZDF-Interview

Vor dem Nato-Gipfel in Chicago, auf dem die zukünftige Sicherheit Afghanistans besprochen werden soll, erwägt Afghanistans Präsident Hamid Karzai, früher aus dem Amt zu scheiden als geplant. Karzai sagte dem ZDF, dass es fraglich sei, ob sein Land im Jahr 2014 beide Großereignisse stemmen könnte: den Abzug der internationalen Truppen und die regulären Präsidentschaftswahlen. Deshalb denke er darüber nach, die Präsidentschaftswahlen auf 2013 vorzuverlegen. Der Verfassung nach kann er nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren.

Unter anderem sagte Karzai dem ZDF: “Ich habe mir überlegt, dass die Agenda ziemlich gewaltig sein wird im Jahr 2014, wegen der beiden großen Ereignisse: also die Präsidentschaftswahl und der Abzug der internationalen Truppen. Deshalb dachte ich, dass ich entweder die Wahlen auf 2013 vorziehe oder den Abzug der ausländischen Truppen, je nachdem, wie es am besten passt.” Noch sei aber nichts entschieden, fügte der Präsident hinzu: “Wenn jedoch wir den Eindruck haben, es ist besser, früher wählen zu lassen, dann werden wir es früher tun. Was immer Afghanistan mehr nützt.”

Karzai kritisierte, dass der bisherige Kampfeinsatz in seinem Land teilweise “falsch lief”. Die alliierten Truppen hätten sich zu wenig auf die wahren Rückzugsräume der Terroristen konzentriert. “Der Krieg gegen den Terror hätte stärker auf die Verstecke der Terroristen außerhalb Afghanistans zielen müssen”, sagte Karzai dem ZDF. Auf dem Nato-Gipfel wolle er verlangen, “den Krieg gegen den Terror anders zu führen als bisher. So, dass das afghanische Volk nicht weiter leiden muss.”

Von Deutschland erwarte er weitere Hilfe im Friedensprozess mit den Taliban. Es sei für ihn sogar vorstellbar, dass gemäßigte Taliban Afghanistan mitregieren. Wenn sie als Ergebnis des Friedensprozesses “einen Teil der Regierung bilden, sind sie willkommen”, sagte Karzai dem ZDF. Kein Entgegenkommen und auch keinen Waffenstillstand dürfe es hingegen für Taliban geben, die mit Al Kaida zusammen arbeiteten. (Zitatende)

(Video-, Textquelle kursiv: ZDF.de, Im ZDF-Interview zum Einsatz in Afghanistan denkt Präsident Hamid Karsai laut darüber nach, den Abzug der internationalen Truppen aus seinem Land um ein Jahr auf 2013 vorzuverlegen;
Bilderquelle: ISAF.NATO.int, Präsident Hamid Karzai im Dezember 2010 mit Angela Merkel. Der Paschtune Karazi bei einer Rede in Afghanistan)

Deutsche Millionenhilfe für Afghanistan nach 2014 – Merkel und Karzai unterzeichnen in Berlin Partnerschaftsabkommen (Video)

Mittwoch, 16. Mai 2012

Die Weltgemeinschaft wird sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch nach einem Truppenabzug langfristig in Afghanistan engagieren. “Die internationalen Kräfte werden Afghanistan helfen, so lange das notwendig ist”, sagte Merkel beim Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai in Berlin bereits im Jahr 2010. Der Abzugstermin der Bundeswehr ist bekanntermaßen benannt, 2014 sollen die deutschen Truppen größtenteils abgezogen sein.
Deutschland wird sich nach dem Abzug seiner Kampftruppen vom Hindukusch langfristig – 2014+5+x – weiter in Afghanistan engagieren. Deutschland und Afghanistan legten heute dafür den Grundstein mit einem zunächst auf fünf Jahre angelegten Partnerschaftsabkommen (Video unten). Zum Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Staatspräsidenten der Islamischen Republik Afghanistan, Hamid Karsai, Partnerschaft mit Afghanistan vertiefen bei AA.de.

Vor wenigen Tagen Anfang Mai 2012 hat auch U.S. Präsident Barack Obama mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai in Kabul/Afghanistan ein strategisches Partnerschaftsbabkommen unterzeichnet (Bild unten) , Soldatenglück.de berichtete: Afghanistan-Abzug 2014 – U.S. Präsident Barack Obama: “Unsere Truppen kommen nach Hause” (Videos).

Das Westfalen-Blatt” aus Bielefeld kommentiert dazu in seiner morgigen Ausgabe.
Auf den ersten Blick wirft Deutschland noch mehr Geld in ein Fass ohne Boden. Das neue Partnerschaftsabkommen mit Afghanistan erhöht die Zahlungen auf bis zu 430 Millionen Euro im Jahr. Wer genauer hinsieht, erkennt, dass Berlin zu einer einmal übernommenen Verantwortung steht. Mehr noch: Die Bundesrepublik erweist sich vor der gesamten Welt als verlässlicher und ehrlicher Anwalt einer fairen Entwicklung, die auf Chancen für alle setzt. Weder geriert sich Deutschland als gierig nach Bodenschätzen noch als neokoloniale Wirtschaftsmacht. Tatsächlich darf sich Kabul glücklich schätzen, dass Deutschland Afghanistan sehr viel stärker fördert als viele andere Länder – und das trotz der extrem schwierigen Lage vor Ort. Schon bald werden mehr Bundesbürger in Zivil als im Kampfanzug am Hindukusch unterwegs sein. Deshalb muss auch Präsident Hamid Karsai alles dafür tun, dass seine hilfreichen und wohlwollenden Gäste unbehelligt wirken können. Berlin hat das ferne Ziel einer friedlichen Zivilgesellschaft nicht aufgegeben, sondern gestern seinen Glauben daran bekräftigt. (Zitatende)

(Textquelle kursiv: Westfalen-Blatt.de;
Bilderquellen: Bundeskanzlerin.de, Foto: Bundesregierung, Bergmann, “Merkel empfängt Karzai” in Berlin am 16.05.2012 im BKAmt;
ISAF.NATO.int, President Barrack Obama and Afghan President Hamid Karzai arrive to sign a strategic partnership agreement May 1, 2012Photo by U.S. Army SPC Anthony Murray Jr;
Videoquelle: dapd.de)



Afghanistan: Friedensunterhändler Arsala Rahmani von Taliban ermordet (Video)

Montag, 14. Mai 2012

In Afghanistan ist erneut ein wichtiger Friedensunterhändler ermordet worden. Laut Polizei wurde Arsala Rahmani in der Hauptstadt Kabul aus einem Auto heraus erschossen.

Rahmani war Mitglied im Hohen Friedensrat und ein enger Berater von Staatspräsident Hamid Karsai. Im Friedensrat war er zuständig für gefangene Taliban-Aufständische. Unter der Herrschaft der Taliban bis 2001 gehörte er zur Regierung.

Die Taliban bestreiten, dass sie mit dem Anschlag auf Rahmani etwas zu tun hätten. Zu einer früheren Ermordung haben sie sich nie geäußert: Damals, im Herbst, wurde Burhanuddin Rabbani getötet, der damalige Vorsitzende des Friedensrats. Die jetzige Ermordung ist erneut ein schwerer Rückschlag für die angestrebte Aussöhnung mit den Taliban.

Am Wochenende wurden in Afghanistan auch wieder mehrere ausländische Soldaten getötet. Unter ihnen waren zwei Briten, die in der südlichen Provinz Helmand von afghanischen Polizisten erschossen wurden, für deren Ausbildung sie zuständig waren. Bei ähnlichen Vorfällen wurden dieses Jahr schon mehr als zwanzig ausländische Soldaten von afghanischen Mitstreitern getötet.

(Videoquelle: euronews.com;
Bildquelle: NATO.ISAF.int, KABUL, Afghanistan – Afghan Commandos from the Sixth Commando Kandak practice infiltration techniques using the Afghan National Army Air Corps Mi-17 helicopter on April 1, 2010 at Camp Morehead in the outer regions of Kabul. The training was in preparation for future air assault missions needed in order to disrupt insurgent activity and bring stability to the population and the region. US Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class David Quillen)

Hintergrundinformationen: ISAF Afghanistan International Security Assistance Force

Sonntag aktuell: zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan

Sonntag, 13. Mai 2012

Zusammen mit wenigen anderen Ländern bereitet sich Deutschland auf ein größeres wirtschaftliches Engagement in Afghanistan vor. Und auch die Afghanen wünschen sich deutsche Geschäftspartner. Aber ohne Sicherheit kommt kein Investor – und ohne Investoren kommt Afghanistan auf keinen grünen Zweig, bleibt instabil. Das Problem ist nur, dass die Bundesregierung die militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge nicht offen anspricht: Es gibt auch wirtschaftliche Ziele, deretwegen deutsche Soldaten über 2014 hinaus in Afghanistan stationiert bleiben. Nur leider geht die Bundesregierung einer öffentlichen Debatte darüber aus dem Weg. (Zitatende)

Kommentiert “Sonntag aktuell”, Deutschlands größte regionale Sonntagszeitung, aus Stuttgart.

(Textquelle kursiv: Sonntag aktuell.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Bw-Soldaten im ISAF-Einsatz beim Op North)

Afghanistan-Abzug 2014 – U.S. Präsident Barack Obama: “Unsere Truppen kommen nach Hause” (Videos)

Mittwoch, 2. Mai 2012

Strategisches Partnerschaftsabkommen USA-Afghanistan in Kabul unterzeichnet

Was als Überraschungsbesuch durch die Medien ging, war in Wirklichkeit genau terminiert. Ein Jahr nach der Ausschaltung des Al Qaida Führeres und Veranwortlichen für den 11. September 2001, Osama bin Laden, und 1,5 Jahr vor dem geplanten Militäreinsatzende in Afghanistan landete die Air Force One auf der US Air Force Base Bagram nahe Kabul.

In einer live übetragenen TV-Ansprache aus Afghanistan (Video unten) 7.000 Meilen von Washington D.C. entfernt hat sich U.S.-Präsident Barack Obama an die Amerikaner gewandt und den geplanten Abzug vom Hindukusch für Ende 2014 erneut fixiert. “Unsere Truppen kommen nach Hause” sagte er zum absehbaren Ende des US-Militäreinsatzes am Hindukusch ein Jahr nachdem im benachbarten Pakistan der Terrorführer Bin Laden durch Spezialkräfte der U.S. SEALSs final bekämpft wurde. “Diese Zeit des Krieges begann in Afghanistan, und hier wird sie auch enden”, sagte der 44. US-Präsident.
Mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai unterzeichnete Obama in Kabul eine strategische Partnerschaftsübereinkunft, worin u.a. eine weitere, langfristige Unterstützung Afghanistans durch die USA besiegelt wurde: Strategic Partnership Agreement.

Die USA werden nach den Worten des Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt über die U.S.-Streitkräfte an dem mit den internationalen ISAF-Partnern und Afghanistan vereinbarten Zeitplan zum Abzug der intenationalen Truppen festhalten. “Wie unsere Koalition vereinbart hat, werden die Afghanen bis Ende 2014 voll verantwortlich für die Sicherheit ihres Landes sein”.
Bei ISAF (International Security Assistance Force) sind die USA Lead Nation, damit dürfte auch für Deutschland und seine Bundeswehr das Abzugsdatum Ende 2014 unverrückbar sein.

Als Commander in Chief (CinC) sprach Barack Obama in der Bagram Air Base auch zu den US-Soldatinnen und -Soldaten der US Forces Afghanistan und bei ISAF (Video unten) und besuchte das Hospital:

(Bilderquelle; Videoquelle: U.S. Embassy Kabul.gov; White House.gov, President Obama speaks to troops during an unannounced trip to Afghanistan where he signed a strategic partnership agreement with President Hamid Karzai that marks the beginning of the end of the war there.
President Barack Obama greets hospital personnel in the ICU at Bagram Air Field, Afghanistan, May 1, 2012. The President presented ten Purple Hearts, three in the ICU.
Official White House Photos by Pete Souza;

President Obama addresses the nation from Afghanistan after signing a historic agreement between the United States and Afghanistan that defines a new kind of relationship between our countries — a future in which Afghans are responsible for the security of their nation, we build an equal partnership between two sovereign states, and a future in which the war ends, and a new chapter begins.
President Obama speaks to troops during an unannounced trip to Afghanistan where he signed a strategic partnership agreement with President Hamid Karzai that marks the beginning of the end of the war there.)

Bundeswehr-Strategie für Afghanistan, Befehlshaber Einsatzführungskommando im Deutsche Welle Interview (Video)

Donnerstag, 26. April 2012

Als Teil der internationalen ISAF-Truppen ist die Bundeswehr seit gut 10 Jahren am Hindukusch im Einsatz. Hier soll sie für Sicherheit und Frieden sorgen.

Greift die Strategie der Bundeswehr für Afghanistan? Dazu im Journal-Interview: Generalleutnant Rainer Glatz, Befehlshaber Einsatzführungskommando Bundeswehr (EinsFüKdoBw).

[Videoquelle: Deutsche Welle.de, Journal Interview, April 2012;
Bilderquellen: Bundeswehr.de, GenLt Glatz im Gespräch vor der Lagekarte Afghanistan mit dem Bundesaußenminister, Artikel: "Außenminister Dr. Guido Westerwelle besucht Einsatzführungskommando", GenLt bei Pressekonferenz, Bundeskanzlerin Dr. Merkel und Generalinspekteur Wieker im Einsatzführungskommando;
NATO.ISAF.int, MAZAR-E SHARIF, Afghanistan (Feb. 26, 2011) - Commander, German Operations Command German Army Lt. Gen. Rainer Glatz presents Deputy Commander, Regional Command North U.S. Army Brig. Gen. Sean P. Mulholland the Silver Honour Cross of the Bundeswehr for his outstanding meritorious service. (U.S. Navy Photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Jason Johnston)]

Frauen in der afghanischen Männergesellschaft (Video)

Mittwoch, 25. April 2012

Afghanische Frauen am Steuer

In Afghanistan hat die Zeugenaussage eines Mannes vor Gericht das gleiche Gewicht wie die zweier Frauen. Wird in einer afghanischen Familie ein Junge geboren, ist das Anlass zu großer Freude, und sogar sein erster Zahn wird gefeiert. Die Geburt eines Mädchens ist dagegen oft Grund für Enttäuschung. Frauen haben einen schweren Stand in dieser Gesellschaft, in der die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern auf einer manipulatorischen Auslegung des Korans beruht.

Daher ist es in diesem Land auch eine ausgesprochene Seltenheit, Frauen am Steuer eines Autos zu sehen. Die afghanischstämmige slowakische Regisseurin Sahraa Karimi hat vier von ihnen ausfindig gemacht. Sie sind verheiratete oder auch getrennt lebende mehrfache Mütter und zwischen 30 und 40 Jahre alt. Drei von ihnen machen gerade den Führerschein, die vierte verdient ihren Lebensunterhalt bereits als Fahrerin eines privaten Minibusses.

Da sie eine Frau ist, erhält Filmemacherin Sahraa Karimi viele Einblicke in Privatsphäre und Familienleben ihrer Protagonistinnen. Dabei wird deutlich, welche Rollen den Geschlechtern in der gesellschaftlichen Organisation zugewiesen sind und mit welchen Problemen emanzipationswillige Afghaninnen zu kämpfen haben. Wie vielen Frauen wird es gelingen, Auto fahren zu lernen? Oder werden die Straßen – genau wie alle anderen öffentlichen Orte – eine Domäne der Männer bleiben?

(Videoquelle, Textauszug: arte.tv, Slowakei, 2009, 57mn, ARTE F 7 Tage sichtbar;
Bildquelle: UNAMA.org, 05 April 2012 Watching a Buzkashi game in Faizabad, Badakhshan province.)