
Der Polizeiaufbau in Afghanistan ist Gegenstand der heutigen öffentlichen Anhörung im Innenausschuss des Bundestages.
Übertragung im WebTV ab 14:00 Uhr
Die Abgeordneten haben acht Sachverständige eingeladen, um mit ihnen Details der zivilen EU-Polizeimission (EUPOL) zu besprechen und rechtliche Fragen in diesem Zusammenhang zu erörtern. Grundlage sind Anträge der FDP-Fraktion (16/3648), der Linksfraktion (16/3421) und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (16/6931).
FDP: erforderliche Mittel bereitsstellen
Die Liberalen fordern die Bundesregierung in ihrem Antrag auf, sich eindeutig zu ihren internationalen Zusagen und dem Ziel des Wiederaufbaus einer funktionsfähigen Polizei in Afghanistan zu bekennen und die dafür erforderlichen Mittel bereitzustellen.
Linke will Parlamentsvorbehalt
Der Antrag der Linksfraktion zielt auf eine Änderung des Bundespolizeigesetzes ab. Einsätze und Missionen der Bundespolizei im Ausland sollen von der Zustimmung des Parlaments abhängig gemacht werden.
Bündnis 90/Die Grünen: Deutscher Beitrag unzureichend
Aus Sicht von Bündnis 90/Die Grünen muss der Polizeiaufbau in Afghanistan “drastisch” beschleunigt werden. Angesichts eines geschätzten Mindestbedarfs von 2.000 bis 2.500 externen Experten allein für die Ausbildung, Beratung und Betreuung der afghanischen Polizei sei der geplante deutsche Beitrag von bis zu 60 Polizeibeamten und bis zu 20 Millionen Euro jährlich “völlig unzureichend”.
Soldatenglück.de berichtete über EUPOL Afghanistan mit Artikeln und Videos
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(Bild- und Grafikquelle: Europäischer Rat.eu)