Archiv für die Kategorie 'EU NAVFOR Somalia'

Piraten als Arbeitgeber: Schiffsentführung im Schichtbetrieb (Video)

Montag, 16. August 2010

Somalias Piraten sind der größte Arbeitgeber der Region: eine perfekt organisierte Firma. Das berichtet P.M. MAGAZIN in der aktuellen Ausgabe (09/2010 ab 13.08.2010 im Handel). Das Somali Basin ist der Zeitschrift zufolge das gefährlichste Seegebiet der Welt. Hier machen somalische Piraten Jagd auf Handelsschiffe, um sie zu entführen und Lösegeld zu erpressen.

Das höchste Lösegeld bringen Westeuropäer. Und Deutsche gelten geradezu als Sechser im Lotto. Bei ihnen muss man nicht wie bei den Amerikanern oder Franzosen mit Befreiungsaktionen durch Sondereinheiten rechnen. Hauptsitz der somalischen Piraten ist der mittelsomalische Ort Harardheere. Ihr kriminelles Geschäft ist nahezu perfekt organisiert. Sie rechnen pro Überfall mit Grundinvestitionen von rund 500 000 Dollar.

Bis die weit draußen im Ozean gekaperten Schiffe vor der somalischen Küste, meistens in Sichtweite von Harardheere oder dem benachbarten Hobyo, die Anker werfen, vergehen Tage. Und danach heißt es auf das Lösegeld warten. Bis zu hundert Piraten sind dann im Schichtbetrieb für die Bewachung der Geiseln und des entführten Schiffes zuständig. Mindestens ebenso viele sind an Land für die Kidnapper tätig.

Die Piraten sind der größte Arbeitgeber der Region, und mit ihnen ist sogar etwas Wohlstand in Somalia, eines der ärmsten Länder der Welt, eingezogen. Hinter den Lehmwänden verbirgt sich die Infrastruktur einer boomenden Industrie: hochmoderne Geldzählautomaten für das Lösegeld, Waffengeschäfte für Pistolen, Maschinengewehre und raketengetriebene Granatwerfer, Werkstätten für elektronische Geräte, Cateringküchen für die Versorgung der Geiseln an Bord der entführten Schiffe sowie eine Art Börse, in der Anteile für den nächsten Coup erworben werden können. (Zitatende)

Dazu das Video: French navy helicopter fires guns to stop pirates

 

(Textquell kursiv, Grafikquelle: P.M. Magazin von Gruner+Jahr;
Bildquelle: EU NAVFOR Somalia;
Videoquelle: EUXTV)

DKB - Weltweit Geld abheben

Trossgeschwader-Versorger RHÖN beteiligt sich an Anti-Piraterie-Mission EUNAVFOR Atalanta (Video)

Freitag, 23. Juli 2010

Der Betriebsstofftransporter “Rhön” verlässt am Montag, den 26. Juli, seinen Heimathafen Wilhelmshaven, um an der EU-geführten Mission “Atalanta” am Horn von Afrika teilzunehmen. Das unter der Führung von Kapitän Egon Rhauderwiek (47) stehende Schiff wird voraussichtlich um 10 Uhr mit Kurs Djibouti ablegen.

Vor dem zivil besetzten Schiff des Trossgeschwaders liegt ein über 4 Monate dauernder Einsatz vor der Küste Somalias. Begleitet wird das Trossschiff von einem aus zehn Soldaten der Marineschutzkräfte (MSK) bestehenden Mobile Protection Element (MPE). Ihre Aufgabe ist es, für die Sicherheit von Besatzung und Schiff zu sorgen.

Die 42 Mann starke Besatzung ist sich sicher, die bevorstehenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen. Wie der Erste Offizier, Dirk Koch, optimistisch bekräftigte, sehen er und die Besatzung der “Rhön” den Auftrag als “eine Herausforderung” an.

Auf der Hinreise ist ein Aufenthalt im Hafen von Kreta geplant. Die Rhön wird im Einsatzgebiet am Horn von Afrika und entlang der Somalischen Küste die an der Operation “Atalanta” beteiligten Einheiten – darunter auch die Fregatte “Schleswig-Holstein” – mit Kraftstoff versorgen.

Der Betriebsstofftransporter wird Mitte Dezember in Wilhelmshaven zurückerwartet.

[Soldatenglück.de berichtete im März 2009 "SPESSART im Beuteschema der Piraten – EU NAVFOR und Combined Task Force 151 hielten gemeinsam dagegen" und "Der Piratenangriff auf den deutschen Marineversorger SPESSART A 1442 im Golf von Aden (Video)", als das Schwesterschiff der RHÖN A1443, der Betriebsstoffversorger SPESSART A1442 aus dem Troosgeschwader der deutschen Marine von somalische Piraten angegriffen wurde und von einer niederländischen Fregatte der EUNAVFOR Unterstützung bekam, Video unten.]

 

Hintergründe zu “Atalanta

Der Deutsche Bundestag beschloss am 19. Dezember 2008, dass sich Deutschland an der Anti-Piraterie-Mission der Europäischen Union (EU) beteiligt. Die Mandatsobergrenze für die Bundeswehr wurde auf 1.400 Soldaten festgelegt. Diese erste maritime Mission der Europäischen Union führt den vollständigen Namen “EU NAVFOR / Operation Atalanta”. Das Einsatzgebiet umfasst ein Gebiet von fünf Millionen Quadratkilometern. Das Einsatzgebiet ist mehr als zehnmal so groß wie Deutschland.

Somalia gehört zu den größten Krisengebieten weltweit. Die humanitäre Hilfe durch Lieferungen des Welternährungsprogramms erfolgt zur 90 Prozent auf dem Seeweg. Der Schutz durch die Operation “Atalanta” ist daher für die Versorgung der somalischen Bevölkerung mit Lebensmitteln von zentraler Bedeutung. Durch das Seegebiet von Somalia und vor allem durch den Golf von Aden führt die wichtigste Handelsroute zwischen Europa, der arabischen Halbinsel und Asien.

(Text-, Bildquelle: Marine.de;
Videoquelle: Defensie.nl)

König Carl Gustav von Schweden bei der Piratenbekämpfung vor Somalia und “Dancing Queen” (Videos)

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die schwedischen Marinesoldaten bei EUNAVFOR
Operation ATALANTA auf der HMS Carlskrona
hatten ihren Monarchen an Bord

 

In der Parlamentarischen Monarchie des Königreiches Schweden ist Carl XVI. Gustav das Staatsoberhaupt und König der 9,34 Millionen schwedischen Bürger.
Nach dem Abitur 1966 musterte der junge Carl Gustav als Offiziersanwärter mit der Nummer 001 bei der schwedischen Marine an und ging an Bord eines Minenlegers für fast ein halbes Jahr auf große Fahrt rund um die Welt. Nach der Marine übernahmen Armee und Luftwaffe seine weitere Ausbildung. Zum Schluss war er vierfacher Fähnrich, bei der Marine, beim Feldjägerregiment, bei der Reichsleibgarde und bei der Luftwaffe. Carl XVI. Gustav ist seit dem 25. Juni 1975 Ehren-Admiral der britischen Royal Navy. Die Thronfolgerin von Carl XVI. Gustav von Schweden (Jahrgang 1943) wird Prinzessin Victoria sein, die selbst die schwedischen Truppen im Afghanistan-Einsatz besuchte, Soldatenglück.de berichtete: “Blaues Blut am Hindukusch (Videos)”.

Der Schwedische Reichstag erließ 1980 ein neues Gesetz, das bestimmt, das künftig das jeweils erstgeborene Kind des Königspaares ohne Rücksicht auf das Geschlecht Thronfolger/in wird. Danach ist also Victoria Ingrid Alice Désirée Kronprinzessin von Schweden und Herzogin von Västergötland die legitime Nachfolgerin ihres Vaters als Königin von Schweden. Kronprinzessin Victoria (Jahrgang 1970) ist auch deutscher Abstammung, ihre Mutter ist Silvia Renate Sommerlath (Jahrgang 1943) aus Heidelberg, die Carl Gustav bei der Olympiade in München 1972 kennen und lieben lernte und zur Königin Silvia von Schweden machte, die beiden haben drei gemeinsame, mittlerweile erwachsene Kinder.
Am Tag vor der glanzvollen schwedisch-deutschen Hochzeit in der Stockhlomer Domkirche am 19. Juni 1976 folgte wurde das Lied “Dancing Queen” von der schwedischen Popgruppe ABBA in einer Sendung zu Ehren des Brautpaars im schwedischen Fernsehen uraufgeführt, (Originalaufnahme unten).

 

Hintergrundinformationen: Schwedisches Königshaus, Royalcourt.se

(Videoquelle: Swedish Armed Forces.se, Originaltext: Kung Carl XVI Gustaf, i sällskap med chefen för insatsledningen Anders Lindström, har varit på blixtvisit ombord på HMS Carlskrona för att bilda sig en uppfattning om operation Atalanta;
Videoquelle: ABBA.com via YouTube, Originaltext: ABBA donned traditional 18th Century costumes when they first performed this song for King Carl XVI Gustaf of Sweden the night before he was married to Silvia Sommerlath on 18/06/1976.)

Russisches EUNAVFOR-Kriegsschiff befreit den Tanker “MOSCOW UNIVERSITY” in 22 Minuten aus Priratenhand (Video)

Donnerstag, 6. Mai 2010

 

23 Besatzungsmitglieder hat der russische 106.474 Tonnen Tanker “Moscow University” der russischen Reederei Novoship Company, 10 somalische Piraten brachten das unter Liberia-Flagge fahrende Schiff mitsamt russischer Besatzung und Öl-Ladung im Wert von mehreren Millionen US-Dollar 350 Seemeilen von der jemenitischen Inselgruppe Sokotra nördlich der Küste Somalias im Golf von Aden in ihre Hände.
Ein Kriegsschiff der Russischen Marine, dass im EUNAVFOR Somalia Operation ATALANTA Einsatz ist, befreite den Öl-Tanker, ein somalischer Pirat kam dabei ums Leben, der Rest der Seeräuber wurde festgenommen, die Besatzung wurde heil vorgefunden. Die im Russian Today-Video unten verwendeten Aufnahmen stammen von der Befreiung des deutschen Containerschiffes MS TAIPAN durch niederländische EUNAVFOR-Kräfte der Fregatte TROMP am 05. April 2010, Soldatenglück.de berichtete darüber.
Der Sprecher der russischen Generalstaatsanwaltschaft, Vladimir Markin, wertet das Ereignis als schweres Verbrechen, Haftstrafen um die 15 Jahre warten die Somalis, denen wird es in russischen Gefangenlagern nicht gefallen - diese Nachricht wird sich auch in Somalia unter den 50 verschiedenen Piraten-Gruppen herumsprechen .

 

(Videoquelle: Russian Today, RT, via YouTube)

EUNAVFOR Somalia Operation ATALANTA letzter Stand in Brüssel (Video)

Donnerstag, 6. Mai 2010

Über 50 individuelle Piraten-Gruppen
im Operationsgebiet vor Somalia aktiv

 

Interview mit Rear Admiral Peter Hudson (UK), EUNAVFOR Operation Commander, die aktuellen Information über die Mission EUNAVFOR nach der letzten Sitzung des EU Military Committee in Brüssel.

(Videoquelle: Europäischer Rat.EU CSDP.eu)



“Director’s Cut”, Helmkamera-Dokumentation der Befreiung der MS TAIPAN durch niederländische EUNAVFOR Soldaten (Video)

Freitag, 30. April 2010

Vor Somalias Küste: Anflug mit der Sea Lynx,
Fast-Robing des Boardings-Teams
und Sturm des gekaperten deutschen Schiffes MS TAIPAN

 

 

Het ministerie van Defensie heeft beelden vrijgegeven van de bevrijdingsactie door Hr. Ms. Tromp van een Duits koopvaardijschip op tweede paasdag. Op de video is te zien hoe het boardingteam, bestaande uit de Unit Interventie van het Korps Mariniers, door een Lynx-helikopter aan boord van het schip Taipan wordt gezet. De beelden zijn vastgelegd met de helmcamera van een van de leden van het boardingteam.

De bevrijdingsactie van de bemanning leidde uiteindelijk tot de arrestatie van 10 piraten

Soldatenglück.de berichetete über die Befreiung des deutschen Containerschiffes MV TAIPAN und seiner 13-köpfigen Besatzung durch niederländische EUNAVFOR-Kräfte der Fregatte TROMP (F803) am 05. April 2010 vor Somalia aus Piratenhand bei Festnahme von 10 somalischen Seeräubern und die nachfolgenden Entwicklungen inklusive Auslieferungs-Ersuchen der Staatsanwaltschaft Hamburg an die Niederlande.
Das Video der Helmkamera der Boardingskräfte zeigt das vorbildliche Vorgehen der niederländischen Mariniers, ein Lehrfilm für alle SEK M und sonstig maritim-interessierten Truppenteile.

(Textquelle kursiv, Bild-, Videoquelle: Defensie.nl)

Catherine Ashton besuchte EUNAVFOR Operation ATALANTA HQ (Video)

Freitag, 23. April 2010

 

Catherine ASHTON, die Hohe Repräsentantin für Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union (High Representative of the Union for Foreign Affairs and Security Policy), besuchte in der Vorwoche das Hauptquartier der EUNAVFOR Somalia Operation ATALANTA in Northwood/Großbritannien.

Der Deutsche Bundestag hat am 19. Dezember 2008 beschlossen, dass sich Deutschland an der Anti-Piraterie-Mission als erste maritime Mission der Europäischen Union (EU) beteiligen wird.

Die EU verfolgt mit der Operation ATALANTA das Ziel, die Piraten am Horn von Afrika und im Seegebiet bis zu 500 Seemeilen vor der Küste Somalias und seiner Nachbarländer abzuschrecken und die Seeräuberei einzudämmen. Vorrangig werden die Schiffe für das Welternährungsprogramm (WEP) geschützt, darüber hinaus auch andere Schiffe mit humanitären Hilfsgütern, Schiffe unter EU-Flagge, Schiffe teilnehmender Nationen und andere Fahrzeuge im Rahmen vorhandener Möglichkeiten.

Die Operation ATALANTA wurde im November 2009 durch die EU um ein weiteres Jahr bis Dezember 2010 verlängert.

Die Europäische Union startete Anfang April 2010 für Somalia eine weitere Militärmission, die EUTM Somalia, die in Uganda somalische Sicherheitsräfte ausbildet, Soldatenglück.de berichtet zur EUTM Somalia.
Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über diese EU-Mission und den deutschen Marine-Anteil.

Hintergrundinformationen: EUNAVFOR.eu

(Videoquelle: Europäischer Rat, CSDP.eu)

Hamburger Staatsanwaltschaft fordert Auslieferung somalischer Piraten an Deutschland

Montag, 12. April 2010

Die Bundesregierung hat erstmals die Auslieferung somalischer Piraten nach Deutschland befürwortet. Das bestätigte am Montag, 12. April, ein Sprecher des Bundesjustizministeriums gegenüber ARD-Fernsehreportern des NDR in Hamburg. Das Hamburger Amtsgericht hatte am Freitag, 9. April, Haftbefehl gegen zehn Somalier wegen versuchten räuberischen Menschenraubes gestellt. An diesem Montag wurde das Auslieferungsersuchen durch die Hamburger Staatsanwaltschaft nachgereicht. Ulrich Staudigl, Sprecher des Bundesjustizministeriums: “Wenn es erhebliche Bedenken geben würde gegen die Auslieferung, könnte das Justizministerium verhindern, dass es ein solches Auslieferungsersuchen gibt. In diesem Fall haben wir aber volles Vertrauen in die Hamburger Justizbehörden. Wir haben erstmals keine Bedenken gegen ein Auslieferungsersuchen.” Bisher hatte die Bundesregierung Verfahren in Deutschland immer abgelehnt – und dafür plädiert, dass die Piraten in Kenia vor Gericht kommen.

Auch der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft spricht von einer neuen Dimension des Vorgehens der Justiz gegenüber Piraten. Bernd Mauruschat: “Heute ist es erstmals der Fall, dass ein Verfahren in Deutschland durchgeführt werden wird.”

Nach der Befreiung des gekaperten Containerschiffs “Taipan” der Hamburger Reederei Komorowski am Ostermontag durch niederländische Soldaten sollen die Gefangenen möglicherweise noch in dieser Woche in die Niederlande kommen. Wie lang die Auslieferung nach Deutschland dann dauern wird, ist noch unklar. Der Prozess wird dann vor dem Hamburger Landgericht stattfinden. Weitere Informationen im “Mittagsmagazin” am Dienstag, 13. April, im Ersten.

Soldatenglück.de berichtete “Somalia, in See: Die niederländischen EUNAVFOR-Kameraden der Fregatte TROMP bei der Piratenbekämpfung (Videos)” und “Deutsches Containerschiff “MV Taipan” von niederländischer EUNAVFOR vor Somalia aus Piratenhand befreit”.

(Textquelle kursiv: Norddeutscher Rundfunk, NDR.de;
Bilderquelle: Defensie.nl, die niederländische Fregatte TROMP in der EU-Mission EUVAVFOR Somalia Operation ATALANTA bei der Piratenbekämpfung, Bilder oben, Befreiung der 13-köprogen der MV Taipan von 10 Piraten durch fast roping-Kräfte der niederländiscehn Marine, unteres Bild: FRG TROMP und Marines-Speedboote beim Stellen eines Piratenbootes Anfang April 2010)

Somalia, in See: Die niederländischen EUNAVFOR-Kameraden der Fregatte TROMP bei der Piratenbekämpfung (Videos)

Dienstag, 6. April 2010

 

Der Bordhuschrauber feuert Schüsse vor den Bug des Piratenbootes, um es zum Stoppen zu bringen, die Salven der Bordkanone des Bordhubschraubers der Fregatte HNLMS Tromp (F803) der Königlich Niederländischen Marine werden im Auftrag der Anti-Piraten-Mission EUNAVFOR Somalia Operation ATALANTA abgegeben.

Das Bild oben zeigt die Fregatte Tromp beim Auslaufen aus Den Helder/NL am 01. Februar 2010 mit Kurs Einsatzgebiet Küste vor Somalia, die Familien und Angehörigen winken ihren Lieben zum Abschied.

Das Bild unten zeigt die FRG Tromp mit ihren Speed-Booten (F803) am 02. April 2010 in den den Küstengewässern Somalias beim Aufbringen von Piratenbooten, die anschließend von den Bordgunnern (Bild ganz oben) in Brand geschossen und versenkt werden. Die EUNAVFOR Fregatte Tromp avanciert zum Seeräuber-Schreck.

Die Marines der Fregatte üben das fast robing, das boarding, die Schiffsbesatzung und den scharfen Schuss und Operations-Manöver.

 

Erst gestern hat die holländische Marine-Fregatte Tromp das deutsches Containerschiff “MV Taipan” aus der Hand somalischer Piraten befreit, indem Boarding-Kräfte das gekaperte Schiff stürmten (Bild unten), vorher wurden die Piraten auf der Brücke des Handelsschiffes beschossen (Bild unten), die 13-köpfige Besatzung, darunter zwei Deutsche, hatte sich in Sicherheit gebracht und veschanzt in einem geschützten Raum im Containerschiff.

Soldatenglück.de berichtete “Deutsches Containerschiff “MV Taipan” von niederländischer EUNAVFOR vor Somalia aus Piratenhand befreit”

(Video-, Bilderquelle: Defensie.nl)

Hintergrundinformationen: EUNAVFOR.eu

Deutsches Containerschiff “MV Taipan” von niederländischer EUNAVFOR vor Somalia aus Piratenhand befreit

Montag, 5. April 2010

Erfolgreiches Sturm-Boarding beim Anti-Piraten-Einsatz

Die unter deutscher Flagge fahrende “MV Taipan” wurde auf der Route Mombassa/Kenia nach Djibouti in den Morgenstunden des Ostermontag mehr als 500 Seemeilen vor der Küste Somalias von Piraten angriffen, die das 12.612 Tonnen Containerschiff kaperten und für Stunden die Kontrolle übernahmen.

Die 13-köpfige Besatzung des deutschen Schiffes “MV Taipan”, 2 Deutsche, 3 Russen und 8 Matrosen aus Sri Lankas verhielten sich umsichtig, sie folgten den Regeln der EU NAVFOR Best Management Practice, stoppten die Maschinen (ruhige See) suchten einen sicheren Raum an Bord auf, schlosssen sich dort sicher ein und gaben über Funk auf den einschlägigen Frequenzen Hilferufe mit der Lagesbeschreibung ab.

Die niederländische Fregatte HNLMS Tromp (F803) der Anti-Piraten-Mission EUNAVFOR Operation ATALANTA war das Kriegsschiff in der Nähe, die Holländer lokalisierten die Position der gekaperte “MV Taipan” und hielten volle Kraft auf das von Piraten gekaperte deutschen Containerschiff und die in Bedrängnis geratene Besatzung zu.

Der Kommandant der niederländische HNMLS Tromp versuchte mit den Piraten zu verhandeln, eine Freilassung der Besatzung und Rückgabe des Schiffes lehnten die somalischen Piraten kategorisch ab, so wurde von der Einsatzleitung der Bordhubschrauber mit Boardingkräften in Marsch gesetzt, die von den Piraten besetzte Brücke der “MV Taipan” unter Feuer genommen, niederländische Marines seilten sich bugwärts in Deckung der Container auf das Schiff ab und stürmten es erfolgreich.

10 Piraten konnten festgenommen werden, bei den Kampfhandlungen wurde ein holländischer Boarding-Soldat leicht verletzt. Die Besatzung der “MV Taipan” kam mit dem Schrecken davon, durch ihr Verschanzen in einem sicheren Raum, trugen sie dazu bei, dass die niederländischen Soldaten ohne allzu großes Risiko für die Crew das gekaperte stürmen konnten.

Das erfolgreiche Sturm-Boarding eines in Seeräuber-Hand befindlichen Handelsschiffes ist eine Premiere der EU Anti-Piraten-Mission, bislang zeigte sich die EUNAVFOR Somalia Operation ATALANTA eher zögerlich, allerdings waren die Gesamtbedingungen diesmal auch nahezu optimal, ruhige See und die Besatzung in einem geschützten Raum sicher aufgehoben. Die niederländischen Marinekräfte haben ihre hohe Professionalität und Unerschrockenheit unter Beweis gestellt, das wird hoffentlich Schule machen und sich in Seeräuber-Kreisen herumsprechen.
Erst am 02. April hat die HNLMS Tromp Piratenboote aufgebracht.

(Bildquelle: Defensie.nl, EUNAVFOR.eu)

Hintergrundinformationen: EUNAVFOR.eu

DKB - Weltweit Geld abheben