Archiv für die Kategorie 'EU-Missionen'

EUTM Somalia, Bundeswehr in Uganda: Drillübungen im Dschungelcamp (Video)

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Trainingscamp in Uganda: Wo somalische Soldaten das Schießen lernen

Mitten in der Wildnis West Ugandas bilden EU-Truppen, darunter auch Bundeswehrspezialisten, Soldaten aus dem Bürgerkriegsland Somalia an der Waffe aus. Nach sechs Monaten sollen die Rekruten zurück nach Somalia und dort für Frieden Sorgen.

(Videoquelle Spiegel.tv;
Grafik-, Bildquelle: EUTM Somalia.eu)

Hintergrundinformationen: European Training Mission Somalia (EUTM)



Bundeswehr beendet Auslandseinsatz in Bosnien-Herzegowina

Donnerstag, 27. September 2012

Kaum Wertschätzung

Sang- und klanglos geht der Bosnien-Einsatz der Bundeswehr zu Ende. Über 16 Jahre lang setzte sich Kontingent für Kontingent für eine Stabilisierung der Krisenregion in Europa ein, über ein Dutzend Deutsche ließen ihr Leben. Jetzt haben die letzten zwei Soldaten die Fahne in Sarajevo eingeholt. Doch kaum jemand schaute zu, dankte, bilanzierte oder gedachte der Opfer. Ist das die Wertschätzung, die die Gesellschaft der Truppe entgegenbringt? Weder Kanzlerin noch Außenminister oder Verteidigungsminister kamen zur Zeremonie. Selbst alle Staatssekretäre hatten wohl wichtigere Termine. Immerhin tauchte die deutsche Botschafterin auf. Viel weniger gibt das Protokoll aber nicht her.

Dieses freundliche Desinteresse gegenüber Auslandseinsätzen ist leider keine Ausnahme, sondern in der deutschen Gesellschaft oft die Regel. Das beklagen viele Soldaten, gerade jetzt in Afghanistan. Dort sind 4000 Männer und Frauen stationiert. Bisher sind mehr als 3000 NATO-Soldaten gefallen, darunter über 50 Deutsche. Wofür? Die Zweifel am Sinn von Auslandseinsätzen sind in der deutschen Bevölkerung groß. In Bosnien gibt es zwar Erfolge vorzuweisen. Zumindest schweigen dort im Unterschied zu Afghanistan die Waffen. Aber die Bundesregierung versäumt es, überzeugende Antworten und ehrliche Bilanzen zu liefern. Der Rückhalt für die Soldaten wird so nicht gestärkt. (Zitatende)

Kommentiert die ‘Neue Osnabrücker Zeitung’.
Die CDU Deutschlands teilte heute mit:
Gröhe: CDU dankt den deutschen Soldatinnen und Soldaten

Anlässlich des Abzugs der letzten deutschen Soldatinnen und Soldaten aus Bosnien-Herzegowina erklärt der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe:

Heute ziehen die letzten deutschen Soldatinnen und Soldaten aus Bosnien-Herzegowina ab. Voller Respekt und Anerkennung danken wir ihnen für ihr unermüdliches Engagement für Frieden in dem südosteuropäischen Land. Mit 17 Jahren war es der längste Einsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Über 60 000 Bundeswehrsoldaten haben dazu beigetragen, dass Bosnien-Herzegowina nach den Gräueln des Bürgerkriegs wieder die Chance auf eine gute Zukunft hat. In Gedanken sind wir besonders bei den 18 deutschen Soldaten, die für dieses Ziel ihr Leben gegeben haben. Wir werden ihnen ein würdiges Andenken bewahren. (Zitatende)

Bundeswehr.de berichtet aktuell  zur Chronologie des Einsatzes: Rückkehr aus Bosnien: Ein Einsatz endet.

(Textquellen kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de; CDU Deutschland;
Bildquelle: Bundeswehr.de, schweres Gerät der SFOR, der Verläufermission von EUFOR )

Hintergrundinformationen: EUFOR ALTHEA

Reportage “Im Land der Piraten – Terror vor Somalias Küsten” | Montag, 27.08.2012 im Ersten ab 22:45 Uhr

Sonntag, 26. August 2012

“Der gefährlichste Film meines Lebens” Reportage von Ashwin Raman über die Piraterie vor Somalias Küsten am 27. August 2012, 22.45 Uhr im Ersten

“Ich erinnere mich an Zeiten, als das Meer noch voller Fische war”, erzählt ein somalischer Fischer. “Aber jetzt haben die großen Trawler ausländischer Fangflotten hier alles leergemacht.” Ein Boss der Piraten nahe der somalischen Stadt Hobyo ergänzt: “Wir müssen hier irgendwie überleben. Ich habe eine Verantwortung gegenüber meinen Fischern. Sie haben ja alles verloren: ihre Boote, ihre Netze. Und die Welt schaut zu. So kann es doch nicht weitergehen.”

Sind die Entführungen am Horn von Afrika tatsächlich Notwehrakte somalischer Fischer? Eine der Fragen, denen am kommenden Montag, 27. August, die Reportage “Im Land der Piraten – Terror vor Somalias Küsten” im Ersten nachgeht. Der vielfach ausgezeichnete ARD-Autor Ashwin Raman unternimmt in diesem Film eine Expedition zu den Drahtziehern zahlreicher Schiffsentführungen ins somalische Hinterland – und geht den Ursachen der Piraterie nach, die die internationale Schifffahrt massiv bedroht. Er begleitet auch die deutsche Fregatte Lübeck, die im Rahmen des Atalanta-Einsatzes vor der somalischen Küste patrouilliert. Zur Piraterie als ein Akt der Notwehr sagt Kapitän Martin Ruchay kritisch: “Das ist längst ein Business-Modell, das ist organisierte Kriminalität und die wirft [...] eine Menge Menge Geld ab.”

Raman zeigt in seinem Film auch Besatzungen entführter Schiffe, die sich seit Monaten oder gar Jahren in Geiselhaft befinden. Ihre Reedereien können oder wollen die geforderte Summe nicht zahlen. “Wir beten zu Gott, dass er uns hier herausholt. Nur er kann uns noch helfen. Aber bisher vergeblich”, sagt ein Seemann aus dem Jemen.

Es sei der gefährlichste Film seines Lebens, konstatiert Autor Ashwin Raman, der in diesem Jahr mit dem Robert-Geisendörfer-Preis für sein Lebenswerk als Kriegs- und Krisenreporter geehrt wird. Am Ende seiner Drehreise in Somalia geriet er selbst ins Visier der Geiselnehmer und entging nur knapp seiner eigenen Entführung. Ein mitgereister Kollege Ashwin Ramans ist seither verschleppt.

Das Erste strahlt die Reportage “Im Land der Piraten – Terror vor Somalias Küsten” am 27. August 2012, von 22.45 bis 23.30 Uhr aus.

Hier zum Film in der ARD-Mediathek

(Text-, Bildquelle: SWR.de,
Foto SWR: ARD Reporter Ashwin Raman – Eine Reise durch Somalia ohne schwerbewaffnete Bodyguards: undenkbar;
Bildquelle unten: Marine.de, Fregatte LÜBECK, F214)

Ex-Bosnien-Beauftragter Schwarz-Schilling kritisiert Rückzug der Bundeswehr aus Bosnien-Herzegowina

Mittwoch, 25. Juli 2012

Der ehemals Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Christian Schwarz-Schilling (CDU), hat den von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) angekündigten Abzug der Bundeswehr aus Bosnien-Herzegowina kritisiert und ihnen einen nationalen Alleingang vorgeworfen. “Ich kann daraus nicht entnehmen, dass dem eine wirkliche Analyse zugrunde liegt”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe) mit Blick auf ein Schreiben der Minister an die Bundestagsfraktionen, das am Dienstag bekannt geworden war. “Und ich kann daraus nicht entnehmen, dass man sich abgestimmt hat mit Nationen wie Österreich und der Türkei, die in der Region eine große Verantwortung tragen und einen Großteil der Kräfte stellen.” Schwarz-Schillling fuhr fort: “Das scheint eine Einzelaktion der Bundesrepublik zu sein, wobei das Signal an Bosnien lautet: Nun macht Ihr mal alles schön alleine. Wir gehen weg. Ob dieses Signal in einer relativ chaotischen Lage ein Beitrag zur Stabilisierung der Region ist, muss man bezweifeln.” Bosnien-Herzegowina ist in zwei Teilrepubliken gespalten. Die Bundeswehr ist Teil der Mission Eufor Althea und soll das Land nach dem Willen der Koalition verlassen, weil die Europäische Union dazu als Ganze bisher nicht bereit ist. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle heute.
Soldatenglück.de berichtete gestern unter Beruf auf diese Zeitung: Balkan-Einsatz: Bundeswehr zieht sich aus Bosnien-Herzegowina zurück (Video).

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bilderquelle: Bundeswehr.de, EUFOR-Soldaten der Bundswehr)

Hintergrundinformationen: EUFOR-BiH.org

Balkan-Einsatz: Bundeswehr zieht sich aus Bosnien-Herzegowina zurück (Video)

Dienstag, 24. Juli 2012

Die Bundeswehr zieht sich aus Bosnien-Herzegowina zurück und beendet im Herbst die Operation Eufor Althea. Das geht nach einem Bericht der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe) aus einem Brief von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) an die Bundestagsfraktionen hervor, der dem Blatt vorliegt. Darin heißt es wörtlich: “Die Bundesregierung beabsichtigt zum jetzigen Zeitpunkt nicht, den Deutschen Bundestag um eine Zustimmung zum fortgesetzten Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte bei der Operation Eufor Althea über den 21. November 2012 hinaus zu bitten.” Dann endet das laufende Mandat. Weiter heißt es: “Es ist beabsichtigt, die deutschen Soldatinnen und Soldaten bis spätestens 15. November 2012 aus Bosnien und Herzegowina abzuziehen.” Dies betreffe die deutsche Beteiligung im Hauptquartier mit derzeit noch drei Soldaten, den deutschen Anteil des deutsch-österreichischen Bataillons der operativen Reserve für den Einsatz in Bosnien und Herzegowina und die deutsche Beteiligung am Nato-Hauptquartier in Sarajevo. Westerwelle und de Maizière halten die militärischen Aufgaben dem Brief zufolge für erfüllt und baten nach eigener Aussage um eine Entscheidung der Europäischen Union für eine Beendigung der Operation. Da hierzu kein Konsens erzielt werden konnte, will die Bundesregierung nun von sich aus Fakten schaffen. Die Bundeswehr ist seit mehr als 16 Jahren in Bosnien und Herzegowina engagiert; über 50000 Soldaten waren dort im Einsatz. Die derzeitige Mandatsobergrenze liegt bei 800. (Zitatende)

Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle.
Dazu das Video: European Union Police Mission in Bosnia and Herzegovina EUPM BiH), eine zum 30. Juni 2012 abgeschlossenen Mission.

(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Grafikquelle: CIA.gov;
Videoquelle: EU Security and Defence, CSDP.eu in BiH)

Hintergrundinformationen: EUFOR-BiH.org



Anti-Piraten-Mission: Einsatzgruppenversorger BERLIN kehrt vom Horn von Afrika zurück

Freitag, 8. Juni 2012

Am 13. Juni um 9 Uhr heißt es für die “Berlin” in Wilhelmshaven “Leinen über und fest”. Bereits Ende Januar verließ der Einsatzgruppenversorger mit seiner 230-köpfigen Besatzung unter dem Kommando von Fregattenkapitän Martin Waldmann (48) seinen Heimatstützpunkt Wilhelmshaven und nahm Kurs Richtung Horn von Afrika.

Erstmals nahm ein Einsatzgruppenversorger der Deutschen Marine an der EU-geführten Operation “Atalanta” teil. Während des Einsatzes befreite die “Berlin” unter anderen 25 Geiseln, die sich an Bord einer entführten indischen Dhau in der Hand mutmaßlicher so-malischer Piraten befanden. Außerdem begleitete der Einsatzgruppenversorger drei Schiffe des Welternährungsprogramms und griff mehrere Piraterieverdächtige in See auf.

Verstärkt wurde der Einsatzgruppenversorger von einem Boardingsicherungsteam (BST) und einem Vessel Protection Detachment (VPD). Auch zwei Bordhubschrauber vom Typ “Sea King”, stationiert im Kieler Marinefliegergeschwader 5, waren mit an Bord eingeschifft.

Hintergrundinformationen

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Dezember 2011 beschlossen, sich weiterhin für die Dauer eines Jahres mit einem signifikanten Beitrag an der Bekämpfung der Piraterie vor der somalischen Küste zu beteiligen. Das Mandat wurde am 10.05.2012 durch den Bundestag ausgeweitet. Die Bundeswehr darf nun auch aus der Luft gegen somalischen Piraten auf einem zwei Kilometer breiten Landstreifen vorgehen.

Die EU-geführte Operation “Atalanta” hat zum Ziel, den humanitären Zugang nach Somalia durch Schutz von Schiffen des Welternährungsprogrammes (WEP) und der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) sicherzustellen. Aktive Piraten vor der Küste Somalias und seinen Nachbarländern sollen abgeschreckt und die Seeräuberei eingedämmt werden.

Die Operation soll zum einen die durch Piratenüberfälle gefährdete humanitäre Hilfe für die Not leidende somalische Bevölkerung sicherstellen. Zum anderen trägt die Operation dazu bei, den zivilen Schiffsverkehr auf den dortigen Handelswegen zu sichern, Geiselnahmen und Lösegelderpressungen zu unterbinden und das Völkerrecht durchzusetzen.

(Text-, Bildquelle: Marine.de)

EU ATALANTA-Mission bekämpft erstmals Piraten-Logistik an somalischer Küste (Video)

Dienstag, 15. Mai 2012

Die Anti-Piraten-Mission EUNAVFOR Somalia Operation ATALANTA hat erstmals Einrichtungen der Seeräuber an der Küste Somalias aus der Luft bekämpft. “Wir glauben, dass diese Operation von EU-Marineeinheiten den Druck auf die Piraten erhöhen wird und ihre Bemühungen unterläuft, in See zu stechen und Handelsschiffe sowie Dhows (kleine lokale Segelschiffe) anzugreifen” eklärte der Operation Commander EU Naval Force Rear Admiral Duncan Potts (Bild rechts) von der britischen Royal Navy. Hubschrauber haben Ziele beschossen, der Angriff habe auf Ausrüstung der Piraten gezielt, weder Soldaten, noch Piraten oder Zivilisten seien verletzt worden, gab die EU-Mission bekannt, die Auwertung der Operation läuft noch. Deputy Operation Commander EU Naval Force ist der deutsche Bundeswehr-Admiral Rainer Endres. Force Commander EU Naval Force der französische Rear-Admiral Jean-Baptiste Dupuis. Dazu dieses EU-Video:
EU Naval Force (EU NAVFOR) – Operation ATALANTA

Das Mandat der EU-Truppe wurde erst kürzlich ausgeweitet, um Angriffe auf Ziele an der Küste zuzulassen, diesem militärischen Vorgehen hat die somalische Übergangsregierung zugestimmt. Die aktuelle Operation an der somalischen Küste fand auf Grundlage der UN-Sicherheitsrats-Resolution 1851 in Übereinkunft mit der Übergangsregierung Somalias statt. Operativ vor Ort waren deutsche Kräfte des EU-Verbandes nicht an der Operation beteiligt.
Der Deutsche Bundestag hatte am vergangenen Donnerstag (10.05.2012) der Erweiterung (auf eine Tiefe von maximal 2.00 Metern landeinwärts gegen logistische Einrichten der Piraten am Strand) des ATALANTA-Bundeswehrmandats mit den Stimmen der Regierungskoalition zugestimmt, Soldatenglück.de berichtete u.a.: Anti-Piraterie-Mission Somalia: Bundestagsopposition versagt Zustimmung. Der Beschluss war umstritten und fand – für Bundeswehr-Auslandseinsätze – ungewöhnlich, keine breite Mehrheit im Parlament, die Oppostion war dagegen.
EUNAVFOR berichtet atuell: EU Naval Force Delivers Blow Against Somali Pirates On Shoreline.

[Videoquelle: CSDP.eu, The European Union is concerned with the continuing impact of piracy and armed robbery at sea off the coast of Somalia on international maritime security and on the economic activities and security of countries in the region. As a result and as part of a comprehensive approach, the EU has launched European Naval Force Somalia -- Operation ATALANTA (EU NAVFOR -- ATALANTA) within the framework of the European Common Security and Defence Policy (CSDP) and in accordance with relevant UN Security Council Resolutions (UNSCR) and International Law.]

Bosnien: Schwerer Weg zur Versöhnung (Video)

Sonntag, 13. Mai 2012

 

Auch wenn schon 17 Jahre seit dem Bosnien-Krieg vergangen sind, die Erinnerung an diese Zeit bleibt für viele ein Trauma. Eine Reise durch das Land macht zudem deutlich, dass die Versöhnung zwischen den Volksgruppen noch lange dauern kann.

 

[Videoquelle: Deutsche Welle.de, Journal Reporter;
Bild-, Grafikquelle: CIA.gov, the famous Stari Most (Old Bridge) in Mostar connects the two parts of the city divided by the Neretva River. Built during the 16th century under Suleiman the Magnificent, the bridge was destroyed in 1993 during the Bosnian War, but was subsequently rebuilt and reopened in 2004.]

Hintergrundinformationen: EUFOR ALTHEA

Bosnien: Die offene Wunde (Video)

Donnerstag, 10. Mai 2012

In Den Haag beginnt der Prozess gegen den serbischen Befehlshaber Mladic. In Bosnien sind die Wunden des Srebrenica-Massakers noch längst nicht verheilt.

(Videoquelle: Deutsche Welle.de, Europa Aktuell;
Grafikquelle: CIA.gov, Bosnien-Herzegowina Karte)

Hintergrundinformationen: EUFOR ALTHEA

EUNAVFOR Somalia: Fregatte BREMEN löst EGV BERLIN am Horn von Afrika ab

Mittwoch, 2. Mai 2012

Operation ATALANTA

Die Fregatte “Bremen” verlässt am 7. Mai den Marinestützpunkt Wilhelmshaven in Richtung Horn von Afrika. Unter den Klängen des Marinemusikkorps Nordsee wird das Schiff um 10 Uhr von der Ostmole ablegen.

Unter dem Kommando von Fregattenkapitän Ingolf Schlobinsky (43) wird die rund 220-köpfige Besatzung nach einem 14-tägigen Transit den derzeit im Einsatzgebiet befindlichen Einsatzgruppenversorger “Berlin” ablösen.

Zur Erfüllung ihres Auftrages wird die “Bremen” durch zusätzliches Personal unterstützt. Neben einem Boarding Sicherungsteam (BST) und einem Vessel Protection Detachment (VPD) befinden sich für den Einsatzzeitraum auch eine Bordfacharztgruppe, ein Rechtsberater sowie Feldjäger und ein Sprachmittler an Bord. Weiterhin wird die Fregatte durch zwei Bordhubschrauber vom Typ “Sea Lynx” des Marinefliegergeschwaders 3 aus Nordholz verstärkt.

Hintergrundinformationen

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Dezember 2011 beschlossen, sich weiterhin für die Dauer eines Jahres mit einem signifikanten Beitrag an der Bekämpfung der Piraterie vor der somalischen Küste zu beteiligen.

Die EU-geführte Operation “Atalanta” hat zum Ziel, den humanitären Zugang nach Somalia durch Schutz von Schiffen des Welternährungsprogramm (WEP) und der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) sicherzustellen und die aktiven Piraten vor der Küste Somalias und seinen Nachbarländern abzuschrecken und die Seeräuberei einzudämmen.

Die Operation soll zum einen die durch Piratenüberfälle gefährdete humanitäre Hilfe für die Not leidende somalische Bevölkerung sicherstellen. Zum anderen trägt die Operation dazu bei, den zivilen Schiffsverkehr auf den dortigen Handelswegen zu sichern, Geiselnahmen und Lösegelderpressungen zu unterbinden und das Völkerrecht durchzusetzen.

(Text-, Bildquelle: Marine.de)

Hintergrundinformationen: EUNAVFOR.eu