Archiv für die Kategorie 'Alliierte'

Guantanamo/Kuba: Verfahrensauftakt gegen 5 Hauptverantwortliche der Terroranschläge vom 9/11 (Video)

Samstag, 5. Mai 2012

In Guantanamo auf Kuba soll das Verfahren gegen die fünf mutmaßlichen Hauptverantwortlichen der Terroranschläge vom 11. September 2001 beginnen.

Der Gruppe um den als Anführer geltenden Chalid Scheich Mohammed droht im Fall eines Schuldspruchs die Todesstrafe.

Außer Journalisten sind auch Verwandte der Opfer anwesend.

Edward Bracken, dessen Schwester in dem Attentat ums Leben kam, kann es kaum glauben. Er ist einer von den 6 Familienopfern, die ausgelost wurden, um die Verhandlung Vorort zu erleben.

Alles wirke surrealistisch und er könne endlich damit ein Kapitel schließen. Andererseits sei es eine Realität, dass er den Mördern seiner Schwester begegnen müsse.

Die fünf Angeklagten sind
Hauptanführer CHALID SCHEICH MOHAMMED
sein Neffe ALI ABDEL AZIZ ALI
MUSTAFA AHMED AL-HAUSAWI
RAMZI BINALSHIBHA
und WALID BIN ATTASCH

Ein Militärsondergericht in Guantánamo Bay wurde hierzu zusammengestellt. Eine private Video-Übertragung der Verhandlung soll den Familienopfern in den USA ermöglicht werden.

Mit dem Beginn des Hauptverfahrens gegen die Fünf rechnen aber viele Experten erst im nächsten Jahr.

(Videoquelle: euronews.net;
Bildquelle: Defense.gov, New York, WTC, heute Ground Zero)



9000 US-Marines verlassen Okinawa/Japan (Video)

Samstag, 28. April 2012

Die USA strukturieren ihre Streitkräfte im asiatisch-pazifischen Raum um. Rund die Hälfte der 20.000 Marines auf der südjapanischen Insel Okinawa werden abgezogen. Die rund 9000 Soldaten und ihre Familien werden unter anderem nach Guam, Australien und Hawaii verlegt.

Japans Verteidigungsminister Naoki Tanaka sagte, er sei zufrieden mit dem Plan, auf den man sich mit dem Pentagon geeinigt habe, denn eine beachtliche Zahl an Soldaten verbleibe in Okinawa, um die Sicherheit zu garantieren. Gleichzeitig zögen soviele Amerikaner ab, um anti-amerikanischen Unmut in der Bevölkerung zu besänftigen.

Die Bewohner von Okinawa demonstrieren seit langem und immer wieder gegen die amerikanischen Soldaten. Durch sie seien Lärm und Verbrechen auf die Insel gekommen. Die Neuordnung der auf Okinawa stationierten US-Streitkräfte war seit langem geplant.

Dazu des Defense.gov-Artikel: U.S., Japan Agree on Okinawa Troop Relocation

(Videoquelle: euronews.net;
Grafikquelle: CIA.gov;
Bildquelle: Defense.gov, Vergleichsbild: U.S. Defense Secretary Leon E. Panetta attends a press conference with Japanese Defense Minister Yasuo Ichikawa at the Ministry of Defense in Tokyo, Oct. 25, 2011. DOD photo by U.S. Air Force Tech. Sgt. Jacob N. Bailey)

Mitt Romney im Weißen Haus: Kein rechter Abenteurer, aber ein schwacher Staatschef

Mittwoch, 11. April 2012

 

“Er wäre ein schlechter Präsident”

Mit dem überfälligen, aber würdevollen Rückzug von Rick Santorum aus dem republikanischen Vorwahlkampf hat Mitt Romney die zweithöchste Hürde auf dem Weg ins Weiße Haus genommen. Die höchste wartet noch auf ihn: Nach derzeitigen Umfragen ist Amtsinhaber Barack Obama der Favorit für die Wahl im November. Die Stimmung kann allerdings rasch umschlagen, vor allem wenn sich die fragile Wirtschaftslage wieder eintrübt. Daher lautet ab nun eine Schlüsselfrage in der amerikanischen Politik, was für ein Präsident Mitt Romney denn wohl wäre. Das Wichtigste zuerst: Romney ist sicherlich kein gemäßigter Republikaner. In den Vorwahlen 2008 war er der Vertreter des konservativen Flügels; er stand rechts von George W. Bush und auch von Ronald Reagan, dem Säulenheiligen der Konservativen. Seither hat er sich kaum bewegt; nur seine Partei ist so weit nach rechts gerückt, dass er sich plötzlich an ihrem linken Rand wiederfand. Aber Romney ist auch kein rechter Abenteurer. Er ist ein systematischer Denker und umsichtiger Manager; als Unternehmer hat er sein Vermögen nicht durch geniale Ideen gemacht, sondern durch geschickte Sanierungen. Die pragmatische Wendigkeit, die ihm so viele Parteigänger vorwerfen, hilft ihm im anlaufenden Wahlkampf und würde ihm auch als Präsident zugutekommen. Ein unüberlegtes Wagnis wie den Irakkrieg von 2003 hätte Romney wohl nie unternommen; und wenn, dann hätte er auf jedes Detail geachtet und viele Fehler von Bush vermieden. Trotz seines verbalen Säbelrasselns gegen Iran und China dürfte sich die US-Außenpolitik unter Romney nicht dramatisch ändern. Die größten Schwachpunkte des Multimillionärs liegen im menschlichen Bereich. Romney hat mit ungeschickten Aussagen immer wieder den Eindruck vermittelt, dass er die Sorgen der kleinen Leute weder versteht noch verstehen will. Und auch beim politischen Networking hat er als Gouverneur von Massachusetts, seinem bisher einzigen Politjob, wenig Erfolg gehabt. Das konnte Bush viel besser. Aber intellektuelle Abgehobenheit wird auch Obama vorgeworfen. Die beiden zukünftigen Rivalen sind sich in ihrer Persönlichkeit viel ähnlicher, als sie es zugeben würden. Der Hauptunterschied zwischen den beiden liegt in der Natur ihrer Partei. Die Republikaner sind Gefangene ihrer Anti-Steuern- und Anti-Staats-Ideologie, und Romney fehlen eindeutig die Führungsqualitäten, um das Diktat der Tea Party zu brechen. Das Einzige, was er im Kongress wird durchsetzen können, sind noch niedrigere Steuern – und das nur bei einer republikanischen Mehrheit in beiden Häusern. Ein Präsident Romney wird trotz seines unternehmerischen Könnens weder das riesige Budgetdefizit eindämmen noch die dringend gebrauchten Investitionen in die Zukunft des Landes machen können – in Bildung, Forschung oder Infrastruktur. Und weitere Deregulierung, sein Lieblingsthema, ist das Letzte, was die US-Wirtschaft benötigt. Den USA droht unter Romney daher nicht eine neuerliche konservative _Revolution, die weltweite Empörung auslösen würde, sondern anhaltende Stagnation. Das hätte Auswirkungen auf die weltpolitische Stellung der Supermacht. Auch Obama hat kein Rezept gefunden, um den schleichenden Niedergang der USA zu stoppen. Romneys offensichtliche Schwächen könnten diesen noch beschleunigen. (Zitatende)

Kommentiert Eric Frey von “DER STANDARD” aus Wien in der Ausgabe vom 12.04.2012.

(Textquelle kursiv: Der Standard.de;
Bildquelle: Mitt Romney.com)

Hintergrundinformationen: Mitt Romney

Niederländische Kommandotruppen feiern 70-jähriges Bestehen (Video)

Samstag, 31. März 2012

Das Korps Commandotroepen (KCT) der königlich-niederländischen Streitkräfte ist stationiert in der ‘Engelbrecht van Nassau’ Kaserne in Roosendaal in der Provinz Nordbrabant nahe der belgischen Grenze. Das Special Forces Korps der Holländer feierte in Anwesenheit des holländischen Verteidigungsministers Hans Hillen unter Beteiligung von aktiven und ehemaligen Kommandosoldaten mit einem Präsentier-Marsch durch die Stadt Roosendaal ihr 70-jähriges Bestehen, die Bevölkerung feierte mit Ihre Soldaten.

Aufgestellt wurde die Truppe am 22. März 1942 während des Zweiten Weltkrieges als die Niederlande vom Dritten Reich besetzt war. Ausgebildet wurde die ersten 48 Männer in Achnacarry/Schottland, als Truppenteil des No. 10 (Inter-Allied) Commando. Die Kommandosoldaten kämpften auf der Seite der Allierten Deren Motto lautet noch heute: ‘Nunc aut Nunquam’, ‘Nu of Nooit’, ‘Now or Newer’, das nach britischen Vorbild grüne Kommando-Barett trägt als Emblem ein Kampfmesser und eine Handgranate.

In der ‘Engelbrecht von Naussau Kaser’ ist auch das Kommandomuseum angesiedelt, die aktive Kommandotruppen verbindet mit ihren Veteranen tiefe Kameradschaft und eine sehr gute Kontakt- und Traditionspflege.

Im Zweiten Weltkrieg kamen die niederländischen Kommandotruppe zum Einsatz in den Gefechten um Arakan 1944, Nijmegen 1944, Eindhoven 1944, Vlissingen und Westkapelle 1944 gegen die Deutschen oder auf Jakarta und Sumatra gegen die Japaner 1948 und 1949. Gemessen an der 70-jährigen niederländischen Kommando-Geschichte sind unsere Kommando Spezialkräfte (KSK) aus den 1990er-Jahren noch ein junger Knabenchor.

In der Gegenwart kämpte die militärische Spezialeinheit Korps Commandotroepen an der Seite ihrer alliierten Kameraden in den Konfliktregionen Bosnien-Herzegovia, Kosovo, Mazedonien, Irak, Côte d’Ivoire und zuletzt in Afghanistan (Bild oben). Das Kommando hat vier Einsatzkompanien, die Spezialisierungen vergleichsweise den Fallschirmjägern, Scharfschützen, Kampftauchern (Bild unten), Gebirgsjägern und im Bereich Counter Terrorism aufweisen, das volle Spektrum für Special Operations.

[Bilder-, Videoquelle: Defensie.nl, Zo'n 4000 (oud) commando's presenteerden zich op 24 maart 2012 aan de Roosendaalse bevolking. Met het traditionele defilé over de Markt vierden de mannen het 70-jarige bestaan van het Korps Commandotroepen (KCT).]

Hintergrundinformationen: Korps Commandotroepen (KCT), Commandomuseum

Das Trauma der US-Soldaten in Afghanistan (Video)

Dienstag, 27. März 2012

Viele US-Soldaten verkraften die Kriegseinsätze nur schwer. Die Reportage nach dem Amoklauf eines amerikanischen Soldaten in Afghanistan zeigt: Soldaten sind oft traumatisiert und mit ihren Problemen alleine gelassen. Die Selbstmordrate unter Militärangehörigen ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen.

10vor10 vom 26.03.2012

(Videoquelle, Textauszug: Schweizer Frensehen, SF.tv;
Bildquelle: Defense.gov; US-Soldaten in Afghanistan im Schnee)



Amokschütze von Kandahar/Afghanistan post-traumatisch gestresst? (Video)

Mittwoch, 21. März 2012

Der mutmaßliche Amokschütze von Afghanistan hat nach Angaben seines Rechtsanwalts Gedächtnislücken. Der U.S. Soldat könne sich nicht daran erinnern, in Kandahar 16 Afghanen getötet zu haben, unter ihnen neun Kinder. Der beschuldigte U.S. Soldat war mehrmals in langen kriegerischen Auslandseinsätzen, im Irak-Einsatz wurde er u.a. am Kopf verwundet. Seine Hoffnung auf einen Militär-Stationierungseinsatz im friedlichen Umfeld in Italien, Deutschland oder Hawaii wurde nicht erfüllt, er wurde nach Afghanistan verlegt.

Soldatenglück.de berichtete am 11. März 2012: Psychisch gestörter US-Soldat erschoss in Afghanistan mindestens 15 Zivilisten im Schlaf (Videos).

Dazu auch das DoD-Video: DVBIC Traumatic Brain Injury PSA on American Forces Network 2

(Vidoequelle: euronews.net;
Video unten, Bildquelle: Defense.gov, Vergleichsbild; U.S-Soldaten im Afghanistan-Einsatz)

Hintergrundinformationen: Defense and Veterans Brain Injury Center (DVBIC)

“Interrogator – In den Verhörkellern der CIA”, Sündenfall der Bush-Ära

Dienstag, 20. März 2012

Geheimgefängnisse der USA, al-Qaida und präsidial erlaubte Folter als Sündenfall der Menschenrechte

Glenn Carle, CIA-Spezialist für die islamische Welt, wird zu einem Einsatz von nationaler Bedeutung abkommandiert. Er soll einen al-Qaida-Spitzenmann – Deckname: Captus – verhören, der von der Agency gekidnappt und in ein Geheimgefängnis außerhalb der USA gebracht worden ist. Er möge nicht zimperlich sein, wird ihm bedeutet. «Coercive Interrogation» oder auch «Enhanced Interrogation Techniques» nennen die CIA-Leute die neue Linie der Bush-Administration. Andere nennen es Folter.

Carle lehnt Folter ab. Aber je länger das Verhör dauert, desto mehr entgleitet es ihm. Agenten «befreundeter» Dienste schalten sich ein, die Befragung wird immer exzessiver. Carle fühlt sich mitschuldig. Hier ist sein Bekenntnis, ein aufregender Insiderbericht über einen schrecklichen Sündenfall der Bush-Ära. Und ein flammender Appell gegen Folter.

«Carles bewegende Geschichte hat uns alle bloßgestellt: vom CIA-Agenten, der die Augen zumachte, über die Kabinettsmitglieder, die es besser hätten wissen müssen, bis zu den Bürgern Amerikas, die solchen Leuten erlaubten, unsere Nation zu korrumpieren. Ich weiß, ich war einer davon.» Lawrence Wilkerson, Stabschef des ehemaligen Außenministers Colin Powell .

ÜBER DEN AUTOR
Glenn L. Carle stammt aus Boston, studierte in Harvard und gehörte 23 Jahre lang zum «Clandestine Service» der CIA, die er 2007 als stellvertretender Direktor für internationale Bedrohungen verließ. In dieser Zeit hat er eine Reihe von In dieser Zeit hat er eine Reihe von terrorismusbezogenen Missionen erfüllt, daneben auch politische und ökonomische. Er hat viele Jahre lang in Europa gearbeitet und zuvor in Mittelamerika. Zuletzt gehörte er dem National Intelligence Council an, dem sein Amt strategische Analysen über Terrorismus, internationale organisierte Kriminalität und Drogenkriminalität zulieferte. Carle lebt in Washingon D.C., er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Zur Leseprobe

Hardcover, 448 S., 09.03.2012, 22,95 €, 978-3-498-00941-0

(Grafik-, Textquelle: Rowohlt.de)

Deutsche Kampfpanzer LEOPARD für Kanada – besser geschützt (Video)

Montag, 19. März 2012

Besser geschützte, aufgerüstete und leistungsstärkere LEOPARD Kampfpanzer für die canadischen Alliierten – Made in Germany.

(Video-Bilderquelle: Canadian Forces.ca, Canada rolls out new Leopard tanks, Retooled Leopard 2 tanks sport increased flank and blast protection;
Vergleichsfotos: Canadischer LEO im Afghanistan-Einsatz; LEO älterer Bauart beim Schuss: Ex COLLABORATIVE SPIRIT CFB Petawawa – October 4th to 6th, 2011, Soldiers from 2 Canadian Mechanized Brigade Group host Exercise COLLABORATIVE SPIRIT at CFB Petawawa from October 4th to 6th, 2011.)

Glücksklee-Sträußchen von Prinzessin Kate für britischen Soldaten der Irish Guard am St. Patrick´s-Day (Video)

Samstag, 17. März 2012

Der weltweit von Iren und Freunden Irlands gefeierte St. Patrick´s Day ist zugleich der irische Nationalfeiertag und wird auch bei den Irish Guards der British Army feierlich begangen. Diesmal hat Prinzessin Catherine, ganz in irish-green, die Ehefrau von Prinz William Wales, in den Mons Barracks der Irish Guards in Aldershot SüdSüdWest von London den Soldaten traditionsgemäß ein kleines Kleeblatt-Sträußchen überreicht. Auch der Irische Wolfshund Conmeal, das Maskottchen der Truppe, erhielt einen solchen Kleeblatt-Strauß, was ihm allerdings erstmal nicht gefiel (siehe Video).

Prinz William Wales ist seit Februar 2011 Oberst der Irish Guards, er heiratete im April 2011 seine Kate in der Parade-Uniform der Irish Guards. Derzeit Prinz William als SAR-Hubschrauberpilot auf den Falkland-Inseln im Auslandseinsatz.
Ein Kleeblatt (oxalis deppei, Iron Cross) als Glücksbringer ist auch das Markenzeichen von Soldatenglück.de.
Soldatenglück.de berichtet regelmäßig über das britische Königshaus, die Windsor und vor allem über Prinz William und Prinz Harry, die auch als Soldaten in den Streitkräften des Vereinigten Königreiches daheim und weltweit dienen.

St. Patrick’s Day wird am 17. März begangenen als Gedenktag zu Ehren des am 17. März 461 oder 493 gestorbenen irischen Nationalheiligen Patrick. Er gilt als der erste christliche Missionar in Irland.Der 17. März ist gesetzlicher Feiertag in der Republik Irland, in Nordirland, im britischen Überseegebiet Montserrat sowie der kanadischen Provinz Neufundland.
Das kleine Klee, Shamrock, ist das inoffizielle Nationalsymbol Irlands, Shamrock ist auch das Funk-Rufzeichen der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus.

Im Vorjahr 2011 haben Irish Guards Soldaten ihren St. Patrick´s Day im ISAF-Einsatz in Afghanistan verbracht, ihre Kameraden der Afghan National Army (ANA) haben das Shamrock beim feierlichen Appell im Camp Bastion natürlich auch bekommen. (Bild unten).

[Videoquelle: itnnews.com, the Duchess of Cambridge celebrates St Patrick's Day at a parade of the 1st Battalion Irish Guards, presenting 40 officers with sprigs of shamrock;
Bilderquelle: MoD.gov, Soldiers from the Irish Guards celebrate St Patricks Day today (17 Mar 11) with a church service outside their barracks at Camp Bastion in Afghanistan. The service was held by Lord Robin Eames, the former Anglican Primate of All Ireland and Archbishop of Armagh.
Afghan National Army soldiers sporting shamrocks;
Photos: Sergeant Alison Baskerville RLC]

Der United States Secret Service (Videos)

Samstag, 17. März 2012

“Attentatsszenario – Bin Laden plante Ermordung Obamas” berichtet DER SPIEGEL aktuell unter Berufung auf den Artikel “The bin Laden plot to kill President Obama” in der Washington Post. Das Präsidentenflugzeug Air Force One sollte vom Terrornetzwerk Al Qaida angegriffen werden, Präsident Barack Obama getötet und die USA in Chaos versinken. Ausgewertete Dokumente aus Osama bin Ladens Versteck in Abbottabad/Pakistan belegen solche Szenario-Planungen.
In Deutschland beschützt das Bundeskriminalamt (Abteilung Sicherungsgruppe, BKA SG) nach § 5 BKAG den Bundespräsidenten, gefährdete Bundesregierungs-Amtsinhaber, Mitglieder der Verfassungsorgane und gefährdet eingestufte Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland oder ausländische Staatsgäste.
Wer schützt in den USA den Präsidenten wie?

Der United States Secret Service (oder kurz: Secret Service; abgekürzt USSS) ist eine US-amerikanische Strafverfolgungsbehörde auf Bundesebene, die dem Ministerium für Innere Sicherheit untersteht; bis zum 1. März 2003 unterstand der Secret Service dem Finanzministerium der Vereinigten Staaten. Der internationalen Öffentlichkeit ist die Behörde vor allem als Schutzorgan des Präsidenten bekannt.

Der Secret Service ist hauptsächlich zuständig für die Bekämpfung der Finanzkriminalität sowie für die Bereitstellung von Leibwächtern für den Präsidenten, den Vizepräsidenten, deren Familien, ehemalige Präsidenten und deren Ehegatten, bestimmten Kandidaten für das Amt des Präsidenten und Vize-Präsidenten sowie die USA besuchenden Staatsoberhäupter. Er leistet außerdem kriminaltechnische Hilfe bei der Aufklärung lokaler Verbrechen.

Des Weiteren schützen uniformierte Beamte des Secret Service auch die in Washington ansässigen ausländischen diplomatischen Vertretungen und gewähren auch gefährdeten ausländischen Diplomaten Personenschutz.

Das Gebiet der Finanzkriminalität umfasst vor allem Geldfälschung, Finanzbetrug, Scheckbetrug, Fälschung von Äquivalenten zu Währung (beispielsweise Travelers Cheques), bestimmte Fälle von Computerbetrug und Kreditkartenbetrug.

Die Behörde wurde am 5. Juli 1865 in Washington, D.C. ins Leben gerufen und war zunächst nur für die Bekämpfung von Geldfälschungen zuständig, weshalb sie auch dem Finanzministerium zugewiesen wurde. So gelang z. B. 1910 die Zerschlagung des Falschgeldringes um die Sizilianer Ignazio Saietta und Vito Cascio Ferro in New York City.

Nach der Ermordung von Präsident William McKinley 1901 bat der Kongress den Secret Service formal, auch den Schutz des Präsidenten zu übernehmen. Grund für die Wahl des Secret Service war, dass es zu dieser Zeit nur wenige Bundesbehörden mit den erforderlichen Fähigkeiten gab. FBI, CIA, ATF oder DEA gab es zu dieser Zeit noch nicht. Der United States Marshals Service existierte bereits und leistete zwar teilweise schon Schutz für den Präsidenten, am Ende fiel die Wahl aber auf den Secret Service.

Seitdem beschützt er den Präsidenten der Vereinigten Staaten und seine engsten Angehörigen. Die Agenten sind dabei schwer bewaffnet und arbeiten mit der lokalen Polizei und dem Militär zusammen, um den Präsidenten bei seinen Reisen zu schützen.

1994 hat der Kongress ein Gesetz beschlossen, wonach nur jenen Präsidenten, die vor dem 1. Januar 1997 in das Amt gewählt wurden, ein lebenslanger Schutz durch den Secret Service zusteht. Wer nach dem 1. Januar ins Amt gekommen ist, hat nur Anrecht auf 10 Jahre Schutz ab dem Ausscheiden aus dem Amt.

Der Secret Service hat heute ca. 6.500 Angestellte: 3.200 Special Agents (Leibwächter und Ermittler bei Finanzbetrug), 1.300 Angestellte der „Uniformed Division”, die einige Regierungsgebäude und ausländische Vertretungen schützen, sowie 2.000 technische und administrative Mitarbeiter.

(Videoquelle: Discovery Channel via YouTube)

Hintergrundinformationen: United States Secret Service.gov

±±¾©²»Ôв»ÓýÒ½Ôº

²»Ôв»ÓýÒ½Ôº

²»Ôв»ÓýÒ½Ôº

±±¾©²»Ôв»ÓýÒ½Ôº

ÓÑÇéÁ´½Ó: