Archiv für die Kategorie 'Alliierte'

U.S. Präsident Barack Obama zum Arbeitsbesuch in Berlin

Montag, 17. Juni 2013

Bw-Obama Familienfoto

Sicherheitsstufe 1+ für den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika

US-Präsident Barack Obama kommt am Dienstag, den 18. Juni 2013, zu einem Arbeitsbesuch in Deutschlands Hauptstadt nach Berlin. Begleitet wird er dabei von seiner Frau Michelle und vermutlich auch seinen beiden Töchtern Malia und Sasha. Am Mittwoch, den 19. Juni, ist ein umfangreiches Programm geplant, die Abreise des US-Präsidenten wird voraussichtlich am Mittwochabend erfolgen.
Sicherheitsvorkehrungen
Sowohl bei Landung (am Dienstagabend) als auch bei Abflug (Mittwochabend) der Air Force One in Tegel wird der gesamte Luftraum für den Flugverkehr gesperrt. Die Fahrtrouten, die der Präsident auf Berlins Straßen zurücklegen wird, sind geheim und Straßensperrungen werden erst kurzfristig eingerichtet. Um die Straßen zu sichern, wird die Polizei Gullideckel verplomben. Zudem halten sich Sondereinsatzkräfte an relevanten Plätzen bereit. Unter ihnen sind beispielsweise Präzisionsschützen auf Hausdächern in der Nähe der Aufenthaltsorte des Präsidenten.

Programm

Dienstag, 18. Juni 2013
Dienstagabend: Ankunft des US-Präsidenten in Tegel
Das Präsidentenflugzeug, die Air Force One, wird am Dienstagabend, dem 18. Juni 2013, am Flughafen Tegel landen. Er wird voraussichtlich gegen 19.30 Uhr in der Hauptstadt eintreffen, direkt im Anschluss an den G8-Gipfel in Nordirland, an dem er am 17. und 18. Juni 2013 teilnimmt.

Übernachtung
Während ihres Aufenthalts in Berlin wird die Präsidentenfamilie im Ritz Carlton Hotel am Potsdamer Platz wohnen. Dort werden sie am Dienstagabend ab 20.30 Uhr erwartet.

Bw-Obama family 03 2013 Washington DC

Mittwoch, 19. Juni 2013
Mittwochmorgen: Empfang in Schloss Bellevue
Am Mittwochvormittag um 10 Uhr wird der US-Präsident bei Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue mit militärischen Ehren empfangen.

Mittwochvormittag: Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel
Im Kanzleramt steht gegen 11 Uhr ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Programm. Um 12.30 Uhr werden die Bundeskanzlerin und der US-Präsident eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten, im Anschluss folgt ein Mittagessen unter vier Augen. Als wichtigste Gesprächsthemen nannte Regierungssprecher Steffen Seibert die Entwicklung in Syrien, in Afghanistan sowie im Nahen Osten. Bei dem Besuch soll es auch um die geplante Aufnahme von Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen sowie die Ausspähung von E-Mail-Verkehr durch amerikanische Stellen gehen.

Michelle Obama
Partnerprogramm für Michelle Obama
Für Barrack Obamas Ehefrau Michelle Obama ist tagsüber ein Begleitprogramm geplant. Sie wird voraussichtlich das Holocaust-Mahnmal besuchen. Außerdem soll die First Lady der USA den Reichstag sowie die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße besichtigen. Begleitet wird sie dabei von Joachim Sauer, dem Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Mittwochnachmittag: Rede am Brandenburger Tor
Am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr wird der US-Präsident am Brandenburger Tor vor mehreren tausend geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft eine Rede halten. Eingeladen sind auch 600 Schüler der John-F.-Kennedy Oberschule Zehlendorf. Anschließend soll sich der Präsident in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen.

Mittwochnachmittag: Treffen mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück
Vermutlich nach der Rede am Brandenburger Tor will sich Präsident Obama mit dem SPD-Kanzlerkanditaten Peer Steinbrück treffen. Wo genau ist unklar. Laut Medienberichten kommen Obamas Hotel am Potsdamer Platz sowie die Berliner Repräsentanz der Commerzbank als Treffpunkt in Frage.

Mittwochabend: Dinner im Schloss Charlottenburg
Nach dem Tagesprogramm ist für den Mittwochabend gegen 19 Uhr ein Essen mit Obama und rund 250 Gästen im Schloss Charlottenburg geplant.

Später Mittwochabend: Abflug von Tegel
Die Präsidentenfamilie wird nach dem Essen im Schloss Charlottenburg voraussichtlich gegen 22 Uhr vom Flughafen Tegel aus zurück in die USA fliegen.

(Bilderquelle: White House.gov, Vergleichsfotos: President Barack Obama, First Lady Michelle Obama, and their daughters, Sasha and Malia, sit for a family portrait in the Green Room of the White House, Sept. 1, 2009;
President Barack Obama and First Lady Michelle Obama walk with their daughters Sasha and Malia, right, to attend an Easter service at St. John’s Church in Washington, D.C., Sunday, March 31, 2013. Official White House Photo by Pete Souza;
President Barack Obama boards Air Force One at Akron-Canton Regional Airport in North Canton, Ohio, Sept. 26, 2012;

Textauszüge: Berlin.de)

 



Deutschland und Niederlande wollen militärisch enger zusammenarbeiten (Video)

Freitag, 24. Mai 2013

Bw-NL-D Flaggen

Deutschland und die Niederlande wollen nach einem Bericht der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Samstagausgabe) ihre militärische Zusammenarbeit vertiefen. Sie wollen Waffen zusammen entwickeln, beschaffen und nutzen, Soldaten gemeinsam ausbilden und Führungsstäbe verflechten. Zum 1. Januar 2014 soll die elfte niederländische Luftlandebrigade in die Heeresdivision “Schnelle Kräfte” der Bundeswehr integriert werden. Eine weitere Folge ist, dass die Niederlande künftig ihre Panzergrenadiere mit deutschen Panzer-Kompanien ausbilden und trainieren wollen. Das sieht ein Abkommen vor, das am Dienstag unterschrieben wird. “Es ist eine bilaterale Verteidigungskooperation noch nie gekannten Ausmaßes”, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU) der NRZ. Mit keinem anderen Land arbeite man militärisch so eng zusammen, fügte er hinzu. (Zitatende)

Berichtet die ‘Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung’ vorab.

Dazu dieses gemeinsame Manöver-Video der niederländischen Streitkräfte im Gefechtsübungszentrum der Bundeswehr in der Oberlausitz.

(Textquelle kursiv: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung.de;
Bildquelle: Deutsches Heer.de, der Heeresinspekteur der Bundeswehr zu Besuch bei den niederländischen Kameraden; Videoquelle: Defensie.nl: Oefening Eastern horse: tussenstop op weg naar bataljonsexamen; Infanteristen van de landmacht hebben zich de eerste 10 dagen van april 2013 in het Duitse Oberlausitz grondig voorbereid op het komende ‘bataljonsexamen’ later dit jaar. 44 Pantserinfanteriebataljon haalde tijdens de oefening Eastern Horse alles uit de kast.)

Tarnkappen-Drohne startet erstmals vom Flugzeugträger (Video)

Montag, 20. Mai 2013

130517-N-FU443-059

touch and go landing at sea

Der bewaffneten Drohnenkrieg letzter Stand ist das unbemannte Tarnkappen-Flugzeug X-47B der U.S. Streitkräfte. Erstmals gestartet vom Deck eines Flugzeugträgers, der USS George Bush CVN 77). Mit 4.000 Kilometern Reichweite und von See start- und lande-bar ist dieses Waffensystem nahezu über jedem Ort der Welt einsetzbar.

Und die deutsche Politik diskutiert über die Beschaffung von bewaffneten Kampfdrohnen zum Schutz von Bundeswehr-Soldaten …

130517-N-FU443-065

[Video-, Bilderquelle: U.S. NAVY.mil, an X-47B unmanned combat air system (UCAS) demonstrator conducts a touch and go landing on the flight deck of the aircraft carrier USS George H.W. Bush (CVN 77). This is the first time any unmanned aircraft has completed a touch and go landing at sea. George H.W. Bush is conducting training operations in the Atlantic Ocean. U.S. Navy photo]

Wehrpflichtiges Österreich: “Alles für die Rekruten”

Dienstag, 16. April 2013

Bw-Bundesheer AT Uniform

Die Regierung will den Grundwehrdienst verbessern – und verfehlt das Thema

Zum Kriegführen braucht man, eines Bonmots Raimondo Montecuccolis (1609-1680) zufolge, drei Dinge: Erstens Geld, zweitens Geld und drittens Geld. Auch kann es nicht schaden, wenn man zudem über ein strategisches Konzept verfügt. Was aber braucht man, wenn man keinen Krieg führen will? Wenn man bloß ein bisschen Landesverteidigung betreiben will. Man braucht dieselben Dinge – vielleicht etwas weniger Geld, aber ganz ohne wird es nicht gehen. Man kann das teilweise durch Strategie ausgleichen, wenn man an dieser entsprechend arbeitet. Österreich spart beim Militär gern am Geld – und leistet sich dafür lange Diskussionen über die geeignete Strategie für unser kleines, neutrales und von ziemlich unaggressiven Nachbarn umgebenes Land. Dabei gibt es durchaus Konzepte, die für die österreichische Landesverteidigung umsetzbar wären. Man müsste sie halt entschlossen anwenden. Den Grundsatz gibt die Verfassung vor: Ihr zufolge ist die Landesverteidigung nach dem Milizprinzip einzurichten. Das bedeutet, dass man Soldaten ausbildet und regelmäßig weiter beübt, um im Ernstfall die ganze Einsatzarmee einberufen zu können. Das ist – wie die Schweiz vorzeigt – relativ kostengünstig, weil man kaum Berufssoldaten braucht und zivile und militärische Kompetenzen bei den Milizeinheiten optimal bündeln kann. Von diesem Milizprinzip ist in der aktuellen_Diskussion allerdings wenig zu hören. Seit die Volksbefragung für die Wehrpflicht ausgegangen ist, wird das Bundesheer nur noch unter dem Aspekt betrachtet, wie man den Grundwehrdienst optimieren könnte. Das greift aber zu kurz: Nach dem Milizprinzip hat der Grundwehrdienst ja nur die Funktion einer Rekrutenschule. Ja, die Grundausbildung in so einer Rekrutenschule muss gut funktionieren. Aber man darf nicht so tun, als wäre diese Ausbildung das eigentliche Bundesheer. Diesem Irrtum unterliegen aber weite Teile der Regierungsparteien – für viele ÖVP-Anhänger war die Vorstellung, in einem mit Grundwehrdienern befüllten Heer gäbe es genügend helfende Hände für den Katastrophenfall, wohl überhaupt die entscheidende Motivation, für die Wehrpflicht zu stimmen. Tatsächlich ist eine Konzentration auf den Grundwehrdienst aber eine Themenverfehlung. Das Bundesheer, verstanden als Milizheer, braucht die Grundwehrdiener zwar als Rekrutierungsbasis für die Miliz. Es braucht aber vor allem Soldaten, die sich zu mehr als dem gesetzlichen Grundwehrdienst verpflichten – und zwar ohne gleich auf eine Lebensstellung beim Bundesheer zu schielen. So – und nach bisherigen Erkenntnissen: nur so – lässt sich ein flexibel aufbietbares und flexibel einsetzbares Bundesheer zu erträglichen Kosten aufstellen. Wenn man der Miliz Priorität gibt, dann ergibt es sich automatisch, wie die finanziellen Mittel zu verteilen sind: primär für die Ausbildung zum Milizsoldaten – und für dessen Ausrüstung. Bei einem Kassensturz, der inzwischen wieder einmal fällig wäre (das Parlament hat Anspruch, regelmäßig ein Weißbuch zu erhalten), könnte sich zeigen, dass man dafür mehr Geld als bisher brauchen wird. Aber es würde sich auch zeigen, wo derzeit zu viel Geld hingeht (nämlich für Berufssoldaten in höheren Rängen). Und dann könnte man darangehen, umzusetzen, was die Verfassung vorschreibt. (Zitatende)

Kommentiert Conrad Seidl von ‘Der Standard’ aus Wien.
Dazu der Beitrag: Attraktiverer Grundwehrdienst: Verteidigungsminister Klug präsentiert erste Maßnahmen bei Österreichs Bundesheer.at

Bw-Austria Map

(Textquelle kursiv: Der Standard.at,
Bildquelle: Österreichs Bundesheer.at, Dienstanzug 03, Sommerversion;
Grafikquelle: CIA.gov)

Schwere Vorwürfe gegen US-Streitkräfte in Deutschland in Sachen ‘Civilians on the Battlefield’ (COB´s)

Dienstag, 2. April 2013

Schwere Vorwürfe gegen US-Armee und deren deutschen Vertragspartner wegen Beschäftigung ziviler Arbeitnehmer

“Report Mainz”, heute, 2. April 2013, 21.45 Uhr im Ersten

Die zeitweilige Beschäftigung ziviler Arbeitnehmer aus Deutschland bei Übungseinsätzen der US-Armee im bayerischen Hohenfels bezeichnet der anerkannte Frankfurter Arbeitsrechtler, Prof. Peter Wedde, im Interview mit “Report Mainz” als “Ausbeutung pur”. Zu dieser Einschätzung gelangt der Direktor der Europäischen Akademie der Arbeit aufgrund der ihm von “Report Mainz” vorgelegten Arbeitsverträge, sonstigen Unterlagen und etlichen Schilderungen von Betroffenen.

Bevor US-Streitkräfte Deutschland in Richtung Einsatz- oder Kriegsgebiet verlassen, proben sie den Ernstfall auf dem 16.000 Hektar großen Truppenübungsplatz in Hohenfels. Dabei werden auch zivile deutsche Arbeitnehmer beschäftigt. Sie spielen zum Beispiel die widerspenstige irakische oder afghanische Zivilbevölkerung, um die US-Soldaten zu trainieren. Überwiegend drei, manchmal aber auch sechs Wochen dauert der Einsatz der so genannten COB´s – Civilians on the Battlefield, also der Zivilisten auf dem Schlachtfeld. Während der gesamten Zeit sind die Teilnehmer auf dem Truppenübungsgelände kaserniert, dürfen dieses nicht verlassen. Sie unterschreiben kurz vor Beginn ihres Einsatzes, dass für sie täglich “eine 24-Stunden-Bereitschaft” besteht. Folglich sind die COB´s im Dauereinsatz rund um die Uhr. Mehrere zehntausend hiesige Arbeitskräfte, so die Recherchen von “Report Mainz”, waren in den vergangenen zehn Jahren bei solchen Übungen dabei.

Einige COB´s beschreiben im Interview mit “Report Mainz” ihre Einsätze. Diese seien “eine Mischung aus Knast und Bundeswehr” und “echt menschenverachtend” gewesen. “Das Schlimmste waren einfach die Arbeits- und Lebensbedingungen und die Hygiene”, erzählte zum Beispiel eine Teilnehmerin. Ein anderer Teilnehmer bezeichnete den Einsatz als “Sklaventätigkeit” und kritisierte grundsätzlich “eine unmenschliche Behandlung”. Außerdem: Manchmal wären “80 oder mehr Leute in einer Baracke untergebracht (gewesen), die sicherlich nur für die Hälfte der Leute ausgelegt war”, sagte ein ehemaliger COB gegenüber “Report Mainz”. Ein anderer berichtete unabhängig davon: Privatsphäre habe es während des kompletten Einsatzes keine gegeben. Es hätten “Zustände wie in der Massentierhaltung” geherrscht. Außerdem, so berichtete eine Arbeitnehmerin, habe man “teilweise mit Männern gemeinsam den Waschraum benutzen” müssen. Dass es solche Beschäftigungsverhältnisse überhaupt noch gibt, bezeichnet Prof. Wedde als überraschend und auch erschreckend: “Ein Arbeitsverhältnis, das Beschäftigten jegliche Rechte abschneidet im Bereich der Privatsphäre, das sie ständig verfügbar hält, die kennt man eigentlich nur aus längst vergangenen Zeiten wie Leibeigenschaft oder Sklaverei.”

Während ihres Einsatzes ist es den COB´s verboten, Handy, Computer und Internet sowie Fotoapparate zu benutzen. Alkohol und Sex sind ebenfalls tabu. Aus den Arbeitsverträgen geht hervor, dass die Teilnehmer der “Kontrolle aller Postsendungen”, also auch der gesamten Privatpost, zustimmen müssen. Außerdem besteht eine umfassende “Verschwiegenheitspflicht”. Für “entstandene Schäden und/oder Folgeschäden” besteht kein “Anspruch auf Entschädigung und/oder therapeutischen Beistand”, heißt es in den Arbeitsverträgen weiter. Teilnehmer an diesen Übungen seien vor allem Hartz-IV-Empfänger, die “das Geld ganz dringend brauchen”, berichtet ein ehemaliger COB.

Für ihren 24 Stunden-Dauereinsatz erhalten die Teilnehmer, nach “Report Mainz” vorliegenden Unterlagen, durchschnittlich einen Lohn von 90 Euro am Tag. Auf die Stunde umgerechnet sind das weniger als vier Euro brutto. Diese Entlohnung stuft Arbeitsrechtler Prof. Wedde als sittenwidrig ein: Eine Entlohnung von “neunzig Euro für einen ganzen Tag, für 24 Stunden Bereitschaft, fällt schon in den Bereich, den man als sittenwidrig kennzeichnen kann, nach den Maßstäben, die sich aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch ableiten lassen.”

Die US-Regierung ist der Auftraggeber für das Trainingsprogramm der US-Streitkräfte in Deutschland. Die hiesigen Streitkräfte wiederum vergeben den Auftrag zur Rekrutierung und Beschäftigung der COB´s an eine deutsche GmbH – die Supply & Service Team GmbH (SST GmbH) im bayerischen Krailling. Sie fungiert als Personaldienstleister der US-Armee. Fazit des Arbeitsrechtlers Prof. Wedde über die Beschäftigung der COB´s: “Man kann so ein Modell, wo man Leute drei, vier Wochen kaserniert rund um die Uhr, schlecht bezahlt und unter schlechten Bedingungen arbeiten und leben lässt, als Ausbeutung pur bezeichnen.”

Die US-Armee in Deutschland erklärt auf Anfrage von “Report Mainz”, dass ihr von Verstößen gegen deutsches Arbeitsrecht nichts bekannt sei. Außerdem sei ihr deutscher Vertragspartner, also die SST GmbH, für das Einhalten hiesiger Gesetze verantwortlich. Im “Report Mainz”-Interview kritisiert der Arbeitsrechtler Prof. Wedde die US-Administration deutlich: “Dass die US-Regierung solche Aufträge erteilt und um die Arbeitsbedingungen sicher auch wissen muss in einem solch sensiblen Hochsicherheitsbereich, macht es noch schlimmer, den Rechtsverstoß, der dort zu erkennen ist. Aber auch die moralische Bewertung muss man hier sehr deutlich treffen. Und da muss man sagen: Ein Auftraggeber, der so etwas zulässt, macht sich mitschuldig an solchen Zuständen.” Trotz mehrwöchiger Bemühungen von “Report Mainz” war auch kein Verantwortlicher der SST GmbH zu einer Stellungnahme bereit. Nachdem die Firma erst ein Interview abgelehnt hatte, kam auf mehrmalige Nachfrage von “Report Mainz” nach drei Wochen eine Einladung, an einer der kommenden Übungen teilzunehmen.

[Textquelle: "Report Mainz", SWR.de;
Bilderquelle: U.S. Army Europe.mil, USAREUR, Romanian soldiers OMLT training JMRC10 21Jan2012. A U.S. Soldier from the New Jersey National Guard tries to contain role-players acting as protesting civilians as part of a base defense exercise during Operational Mentor and Liaison Team training at U.S. Army Europe's Joint Multinational Readiness Center in Hohenfels, Germany, Jan. 21. JMRC conducts several OMLT rotations each year, training multinational partners to deploy to Afghanistan to survive on the battlefield while training, advising and enabling Afghan National Army forces.
Interviewing the village elder - Lt Travis Wessler from the 2nd Stryker Cavalry Regiment, US Army Europe, and his interpreter listen to a village elder as he describes the theft of food and supplies by insurgents at a scenario during the 2nd SCR mission readiness exercise at Hohenfels Training Area. In the forground, civilians on the battlefield (COBs) wait patiently for the results of the meeting.
Time to move on - Civilians on the battlefield (COBs) depart on village and head to another as part of scenarios during the 173rd Airborne Brigade Combat Team's Full Spectrum Training Event.
The long road - Civilians on the battlefield (COBs) depart on village and head to another as part of scenarios during the 173rd Airborne Brigade Combat Team's Full Spectrum Training Event. US Army Europe Public Affairs]



USA: Kommentar zu Obamas Rede ‘The 2013 State of the Union’ (Video)

Mittwoch, 13. Februar 2013

“Bis zum Ende des nächsten Jahres wird unser Krieg in Afghanistan vorbei sein”

U.S. Präsident Barack Obama kündigte in seiner Rede an die Nation 2013 (State of the Union Address, jährliche Ansprache des Präsidenten der Vereinigten Staaten) vor beiden Kammern des U.S. Kongressen nach seiner Wiederwahl für vier weitere Amtsjahre an, im Laufe des Jahres 2013 weitere 34.000 Soldaten aus dem Afghanistan-Einsatz abzuziehen. Damit halbiert sich die Truppenstärke der USA am Hindukusch. Wie geplant sollten damit die Kampfeinheiten das Land bis Ende 2014 verlassen haben. “Bis zum Ende des nächsten Jahres wird unser Krieg in Afghanistan vorbei sein”, sagte Barack Obama vor dem Kapitol in Washington D.C., der Kongress ist die Legislative des USA. Die Rede des Präsidenten zur Lage der Nation an die Abgeordneten ist in der U.S.-Verfassung als Pflicht verankert.

Dazu ein Kommentar aus Mainz/Germany:
Sollen die USA auch künftig die unangefochtene Nummer eins auf diesem Planeten bleiben – und welcher US-Präsident hat sich je getraut, das infrage zu stellen – dann wird Barack Obama starke Partner brauchen. Dabei geht es ihm allerdings nicht mehr allein um militärische Stärke, sondern um eine durchgreifende Sanierung des Landes. Dazu braucht man sehr viel Geld, das nur dann vorhanden ist, wenn es der Wirtschaft dauerhaft gut geht. Den Schlüssel dazu sieht der gerade wiedergewählte US-Präsident offenbar nicht mehr in einer kompromisslosen Hinwendung Amerikas über den Pazifik bis nach China und Indien, sondern – man höre und staune – in einem sehr weitgehenden Schulterschluss mit Europa. Freihandelszone heißt das Zauberwort, das in Obamas Rede zwar erst ziemlich weit hinten fällt. Dafür aber klar und deutlich: Ohne hinderliche Zölle und mittels einheitlicher Standards sei ein dauerhaftes jährliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent auf beiden Seiten des Atlantiks möglich. Schaut man sich die wirtschaftliche Potenz der USA und Europas an, dann ist die Rede von rund 50 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung auf dieser Welt. Eine solide Ausgangslage ist also zweifelsfrei gegeben. Doch wie immer bei großen Ideen und Visionen steckt der Teufel im Detail. Will Obama noch als Präsident erleben, dass der Ertrag aus der angekündigten Freihandelszone Gottes eigenes Land wirtschaftlich tief greifend sanieren hilft, dann wird er das nicht Kommissionen und Arbeitsgruppen überlassen dürfen, sondern die kommenden vier Jahre selbst am Ball bleiben müssen. Aus Europa kam gestern postwendend großer Beifall. Doch begeistert klatschen ist eine Sache, Positionen, auch grundsätzliche, zugunsten eines tragfähigen Kompromisses aufzugeben, eine völlig andere. (Zitatende)

Dazu das White House Video: The 2013 State of the Union Address (Enhanced Version)

Kommentiert die “Allgemeine Zeitung Mainz”.

(Textquelle kursiv: Allgemeine Zeitung Mainz.de;
Bild-, Videoquelle: White House.gov, President Barack Obama delivers his State of the Union address in the House Chamber at the U.S. Capitol in Washington, D.C., Official White House Photo by Pete Souza)

Hier schießt der Commander in Chief noch selbst, Barack Obama beim scharfen Schuß

Sonntag, 3. Februar 2013

Der schussfeste Präsident

Das Bild von U.S. Präsident Barack Obama stammt aus dem Sommer 2012, aufgenommen in Camp David beim Skeetschießen auf Tontauben (Wurfscheiben), eine jagdlichen und/oder sportliche Schießdisziplin, seit 1968 ist das Skeetschießen olympisch (Trapschießen seit 1900, Doppeltrap seit 1996). Das Bild oben von Obama mit Waffe im Anschlag bei der Schussabgabe wurde aktuell veröffentlich und wird in der anhaltenden Waffendebatte von den Gegnern Obamas, den mächtigen Waffenlobbyisten, genüßlich auseinander genommen, in Frage gestellt oder krititisiert.
Schußangst oder Berührungsängste mit Waffen hat der amerikanische Präsident und Commander in Chief gewiss nicht, das Bild unten zeigt Barack Obama im Frühjahr 2010 im U.S. Secret Service Training Center (JJRTC, Personenschützer- und Sicherheitspersonal-Ausbildungszentrum) auf der Schießbahn, Insider berichten, er habe auch dort beim Übungsschießen gerne an allen Waffen mitgeschossen und vortreffliche Schuss- und Ziel-Ergebnisse erzielt.

(Bildquelle: White House.gov, President Barack Obama shoots clay targets on the range at Camp David, Md., Saturday, Aug. 4, 2012. President Barack Obama looks through binoculars as he tours the Secret Service’s James J. Rowley Training Center in Beltsville, Md., April 30, 2010; Official White House Photo by Pete Souza)

Münchner Sicherheitskonferenz: Interview mit US-Botschafter Philip D. Murphy(Video)

Samstag, 2. Februar 2013

U.S. Botschafter Philip D. Murphy über die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen und die transatlantische Partnerschaft.

Die USA seien sehr eng mit der Bundesrepublik Deutschland verbunden, Partnerschaftlichkeit markiere die Zusammenarbeit zwischen beiden Regierungen, es bestünden sehr starke persönliche Beziehungen zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama sowie Vizepräsident Joe Biden, der in den gestrigen (01.02.2013) Abendstunden in Berlin mit der deutschen Regierungschefin zusammentraf.

Security Conference, zum Livestream des Bayerischen Rundfunks

(Videoquelle: BR.de;
Bildquelle: U.S. Embassy Berlin.gov, Vergleichsfoto: Botschafter Murphy)

Afghanistan-Einsatz: Prinz Harry spricht als Soldat: (Video)

Dienstag, 22. Januar 2013

 

Captain Wales in the air

Prinz Harry war seit Anfang September 2012 für 5 Monate als Co-Pilot des Kampfhubschrauber APACHE mit seinen Kameraden im ISAF-Einsatz in Afghanistan, stationiert im Camp Bastion in der Provinz Helmand im Dienstgrad Captain des 662 Squadron Army Air Corps. Nun ist Captain Wales, der Enkel von Queen Elisabeth, in sein königliches Heimatland ins sichere Großbritannien zurück gekehrt und die Medien können das am Hindukusch geführte royale Interview mit ihm absprachegemäß ausstrahlen.
Der BBC berichtete Harry Wales von seinem militärischen Kampfeinsatz als Soldat in Afghanistan: “Ein Leben zu nehmen, um eines zu retten, darum drehte es sich bei uns.” Auf die Frage, ob er als Co-Pilot und Bordschütze des Kampfhubschraubers auch Taliban getötet habe, antwortete er: “Ja, so wie viele andere auch.” Wer versucht habe, seinen Kameraden etwas anzutun, sei “ausgeschaltet worden”. Sein Dienst in den britischen Streitkräften sei wie für jeden anderen Soldaten: “Ich bin einer der Jungs, ich werde nicht anders behandelt als die anderen”.

Sein Vorgesetzter, der kommandierende Stabsoffizier des 3 Regiment Army Air Corps, Lieutenant Colonel Tom de la Rue, sagte: “Captain Harry Wales has had an extremely successful operational tour as an Apache pilot. As his commanding officer I am truly proud of his achievements and those of every member of his squadron”
und weiter:
“He will now return to 3 Regiment Army Air Corps and will have some much deserved post-operational tour leave. This will be followed by a return to training with 16 Air Assault Brigade.”

(Videoquelle: abcNews.com;
Bildquelle: MoD.uk)

Französische Geisel stirbt bei militärischer Befreiungsaktion in Somalia (Videos)

Samstag, 12. Januar 2013

Bei einem Befreiungsversuch in Somalia ist die französische Geisel nach Angaben des französischen Außenministeriums getötet worden. Dabei handelt es sich um den Geheimagenten Denis Allex. Ein französischer Soldat starb und ein weiterer gilt als vermisst.

Die islamistischen Entführer erklärten dagegen, Allex sei noch am Leben. Über sein Schicksal solle “binnen zwei Tagen” entschieden werden. Der französische Verteidigungsminister gab sich zurückhaltend: “Es kam zu heftigen Gefechten. Es ist große Vorsicht angebracht, aber wir müssen leider davon ausgehen, dass Denis Allex von seinen Geiselnehmern getötet wurde. Bei der Befreiungsaktion erlag zudem ein Soldat seinen Verletzungen und ein anderer Soldat wird vermisst.”
Bei dem Angriff auf eine Basis der islamisch-fundamentalistischen Al-Shabab-Milizen wurden zudem 17 somalische Extremisten getötet. Die Al-Shabab-Milizen hatten Allex im Juli 2009 aus einem Hotel der Hauptstadt verschleppt.

SPIEGEL ONLINE berichtet dazu: Einsätze in Afrika – Ein schwarzer Tag für Frankreich.

(Videoquellen: euronews.com; acworldnews.com
Bildquelle: Defense.gouv.fr, Le ministre de la Défense s’est exprimé sur la situation au Mali et en Somalie au cours d’une conférence de presse samedi 12 janvier 2013;
Grafikquelle: CIA.gov)