
Französische ISAF-Soldaten werden bis Ende 2012 vom Hindukusch abgezogen
Im Wahlkampf hatte der neue französische Präsident Francoise Hollande es seinen Wählern versprochen, einiges wird sich ändern in Frankreich, die Soldaten der Grande Nation würden aus dem Afghanistan-Einsatz schnellstmöglich abgezogen. Wenige Tage nach Amtsantritt bei erster passender Gelegenheit hat Hollande sein politisches Versprechen umgesetzt. Im Vorfeld des G8-Gipfels (Bild oben)  in den USA in Camp David und des NATO-Gipfels in Chicago erläuterte der Präsident Frankreichs U.S. Präsident Barack Obama gegenüber, Frankreich werde vom Hindukusch militärisch abziehen, aber Afghanistan und die dortige internationale Gemeinschaft auf anderem Wege weiterhin Unterstützung gewähren. Damit scherrt Frankreich aus dem NATO-Plan des ISAF-Abzuges bis Ende 2014 aus. Französische ISAF-Truppen sind hauptsächlich  im Regional Command East in der Region Kapisa und an den Flughäfen Kandahar und in Kabul sowie im ISAF HQ eingesetzt, die Stärke des französischen ISAF-Kontingent ist 3.308 Soldatinnen und Soldaten. Zm Vergleich. Deutschland ist derzeit mit rund 4.740 Bundeswehr-Soldaten im ISAF-Einsatz.
Mit Militär- und Polizei-Ausbildern will Frankreich zum Beispiel den anhaltenden Auf - und Ausbau der afghanischen Sicherheitskräfte weiter auch über 2014 hinaus unterstützen.
Der Abzug der Kampftruppen Frankreichs bis Ende 2012 wird logistisch nicht einfach zu bewerkstelligen sein, soll es ein geordneter Abzug sein und keine überstürzte Flucht, allerdings ist dieses Szenario dem französischen Generalstab seit Monaten bekannt, denn im Präsidentschaftwahlkampf wurde ein Afghanistan-Abzug nach Machtübernahme durch die Sozialisten proklamiert, auch dafür erhielt Francoise Hollande die Mehrheit der Stimmen der Franzosen.

Der Neugebinn nach Nicolas Sarkozy hat nicht nur auf das internationale militärische Engagement Frankreichs kostensparende Auswirkungen, auch das neue Kabinett der Regierung Hollande (Bild unten) hat jedem seiner Minister/innen das Gehalt um 30 Prozent gekürzt.

17 Frauen und 17 Männer, davon jede/r Fünfte mit Migrationshintergrund, müssen mit weniger Einkommen als ihre Vorgänger/innen auskommen und statt mit dem Flugzeug Dienstreisen auf dem Luftweg zu unternhemen, nach Möglichkeit die Bahn vorziehen.

[Bilderquellen: White House.gov, President Barack Obama hosts a working dinner in Laurel Cabin during the G8 Summit at Camp David, Md., May 18, 2012. Seated clockwise from the President are: Prime Minister David Cameron of the United Kingdom, Prime Minister Dmitry Medvedev of Russia, Chancellor Angela Merkel of Germany, Herman Van Rompuy, President of the European Council, José Manuel Barroso, President of the European Commission, Prime Minister Yoshihiko Noda of Japan, Prime Minister Mario Monti of Italy, Prime Minister Stephen Harper of Canada, and President François Hollande of France. Official White House Photo by Pete Souza;
Ministere de la Defense.gouv.fr, armée de TerreTirs de mortiers au petit matin du 24 avril 2012, depuis le COP ANJIRAN par les artilleurs du Battle Group Picardie, lors de l'opération Green Stork - Ministère de la Défense et des anciens combattants;
Le major general Mayville, commandant du RC-Est, en visite sur le COP ANJIRAN, le 25 avril 2012 est accueilli sur la Drop Zone du COP par le colonel GROS commandant le Battle Group Picardie, lors de l'opération Green Stork;
Elysee.President.fr, Premier Conseil des ministres au Palais de l'Elysée]
Hintergrundinformationen: ISAF.NATO.int