“Schulter an Schulter” – Filmporträts eines deutschen und afghanischen Soldaten im ISAF-Einsatzgebiet Kunduz
von Oliver ~ 26. November 2012. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen.Kleines Fernsehspiel im ZDF zeigt zwei ungewöhnliche Filme über Afghanistan
“Schulter an Schulter” porträtiert einen deutschen und einen afghanischen Soldaten
Jenseits der täglichen Schlagzeilen über den Krieg in Afghanistan zeigt die diesjährige Reihe “100%Leben” des “Kleinen Fernsehspiels” im ZDF die Menschen hinter den politischen Berichten.
“Fünf Meter tief, zwei Meter breit – zehn Quadratmeter. Irgendwann fühlt sich alles wie zu Hause an.” Daniel S., Hauptmann im deutschen Feldlager in Kunduz, Afghanistan, spricht beinahe liebevoll von seiner Container-Unterkunft. Und er wirkt überzeugt von dem, was er tut. “Es gibt hier richtig, und es gibt falsch. Und ich denke, wir sind die Guten.” Er weiß, dass ein Zivilist Schwierigkeiten hat, das zu verstehen. Nach sechs Monaten Einsatz freut er sich auf sein Zuhause in Deutschland. Dort warten seine Frau Sandra und seine zwei kleinen Kinder auf ihn. Aber er wird nach Afghanistan zurückkehren. Denn: “Das hier ist das wahre Leben.”
Der Film “Schulter an Schulter” porträtiert am Montag, 26. November 2012, 0.15 Uhr, einen deutschen und einen afghanischen Soldaten, die beide in der Nähe von Kunduz ihren Dienst tun. Regisseur Shaheen Dill-Riaz interessiert sich weniger für die politischen Absichten des Afghanistan-Einsatzes als für den Alltag und die Lebensweisen von Hauptmann Daniel S. und Leutnant Mehdi M.. Er begleitet sie mit seiner Kamera so lange, bis hinter den Uniformen ihre Gefühle, Hoffnungen und auch Ängste sichtbar werden. Beide können erst nach vier bis sechs Monaten zu ihren Frauen nach Hause. Wie beurteilen diese die schwierige Aufgabe ihrer Männer? Zur ZDF-Mediaktehk mit dem Fernsehrfilm “Schulter an Schulter”.
“‘Schulter an Schulter” und “Traumfabrik Kabul” erlauben so ungewöhnliche Einblicke in den Alltag in Afghanistan, dass wir die Reihe ’100%Leben’ 2012 gern diesem thematischen Schwerpunkt widmen”, so Redaktionleiterin Claudia Tronnier.
Der zweite Film, “Traumfabrik Kabul”, der am Montag, 3. Dezember, 23.45 Uhr, gesendet wird, räumt mit Klischees über afghanische Frauen gründlich auf. Der Film des Regisseurs Sebastian Heidinger porträtiert Saba Sahar, die sich in einer von Männern dominierten Gesellschaft als Filmemacherin, Produzentin, Schauspielerin und Regisseurin durchkämpft. Mit ihren Filmen will sie Afghanistan und seine Menschen zu mehr Eigenständigkeit ermuntern.
(Textquelle: ZDF.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: ANA- und Bundeswehrsoldat im gemeinsamen Einsatz)
Dazu der DW-Beitrag: Kultur – Filmen aus Neugier am Menschen


27. November 2012 um 11:47 Uhr
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1778636/Schulter-an-Schulter?setTime=15.858#/beitrag/video/1778636/Schulter-an-Schulter