ISAF-Einsatz am Hindukusch: “Alarmstufe Rot” in Afghanistan (Video)

von Sebastian ~ 25. Februar 2012. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen, Video.

In den Bundeswehrlagern in Afghanistan werden nach der Koranschändung die Wachen verstärkt. “Es wird mit weiteren Ausschreitungen gerechnet. Die Menschen sind plötzlich radikalisiert”, sagt ZDF-Reporter Uli Gack.

Soldatenglück.de berichtete zum Thema: Afghanistan-Einsatz: BundeswehrVerband kritisiert anhaltende Schwäche der afghanischen Sicherheitskräfte, Afghanistan: Bundeswehr auf der Flucht, USA-Afghanistan: Präsident Obama entschuldigte sich persönlich für Koran-Verbrennung (Video), Afghanistan-Einsatz: Bundeswehr räumt vorzeitig deutsches ISAF-Camp in Talokan, Afghanistan: Commander ISAF General John R. Allen reagiert auf die Protestwelle nach unabsichtlicher Koran-Verbrennung (Video) und Afghanistan – Zu früh für Truppenabzug? (Video).

(Videoquelle: ZDF.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, deutsche ISAF-Kräfte im Raum OP North)

bookmarks

Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Tausendreporter
  • Technorati
  • BlinkList
  • Folkd
  • Furl
  • blogmarks
  • Netselector
  • newskick
  • Newsrider
  • Oneview
  • Weblinkr
  • YahooMyWeb

8 Kommentare zu ISAF-Einsatz am Hindukusch: “Alarmstufe Rot” in Afghanistan (Video)

  1. Michael Lindner

    was heißt, die Bw hätte Talokan “geräumt”? Die FAZ schreibt heute, man hoffe, daß man später das zurückgelassene Material noch vorfinden werde, die afghanischen Wachleute würden ja weiter bezahlt. Man kann sich vorstellen, wie diese Räumung vonstatten ging. Der Provinzgouverneur Abdul Dschabr Takwa hat der dpa über die deutschen Soldaten berichtet: “Sie gingen alle, ohne uns Bescheid zu “sagen.
    Und in der SZ steht, die tödlichen Auseinandersetzungen zwischen afghanischen und amerikanischen SOLDATEN hätten ein Ausmaß angenommen, dass in der modernen Militärgeschichte zwischen “Alliierten” beispiellos sei, dies war vordem in der New York Times in Form der vertraulichen Studie eines Heereskommandos veröffentlicht worden. Dieser Geheimreport zeichnet ein Bild tiefsten Mißtrauens und latenten Hasses zwischen den Soldaten zweier fremder Kulturen. Und deutsche Soldaten bilden die afghanischen aus….

  2. Jürgen Heiducoff

    Wir demütigen die Afghanen seit Jahren, verletzen ihren Stolz und merken es nicht.
    http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2267765
    Die meisten Menschen frieren im Winter und leben von der Hand in den Mund. Dann kommen zuweil nachts nette Spezialtruppen mit Stiefeltritten zu Gast und durchsuchen die Privathäuser. Kampfflugzeuge im Tiefflug und Hubschrauber schrecken die Leute aus dem Schlaf. Die Afghanen sind traumatisiert. Die medialen Erfolgsmeldungen des Westens empfinden sie als Hohn. Damit werden sie beleidigt.
    Vor diesem Hintergrund können Partnering, Zusammenwirken und geordnete Übergabe der Sicherheitsverantwortung nicht funktionieren. Aber auch das ist keine spektakulär neue Erkenntnis. Vor einem Jahr habe ich deutlich darauf hingewiesen.
    http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/das-partnering-kann-nicht-funktionieren–43234836.html
    Die afghanischen Soldaten und Polizisten sind Teil des durch uns gedemütigten Volkes. Sie wissen, dass sie nach dem Abzug der Soldaten des Westens ihren Familien Rechenschaft ablegen müssen.
    Ein Funke genügt, um dem Zorn der Menschen freien Lauf zu geben.
    Entschuldigungen von Politikern und Militärs empfinden die Leute als Hohn. Immer wieder und schnell wird ihr unterschwelliger Hass erneut in Aggressionen ausbrechen.
    Nichts von alledem ist verwunderlich. Entsprechende Warnungen an die Politik gibt es seit Jahren. Aber die Leute, die bei uns Warnungen und Empfehlungen aussprechen werden ausgegrenzt. Auch eine Art der Demütigung.

  3. mietsch

    Habe mir erlaubt, den letzten Absatz Ihres Beitrages hierher zu kopieren:
    Gibt es eine Alternative zum Partnering und wenn ja, wie könnte die aussehen?
    Heiducoff: Ja gibt es – aber nicht nur in Form von militärischem Druck. Die Alternative zum Partnering ist der Beginn von Verhandlungen. Die afghanischen Soldaten sind doch nicht mit dem Herzen bei der Ausbildung. Sie wissen, dass sie nach 2014 alleine zurück bleiben und denken an die Zukunft ihrer Familien. Das Partnering kann nicht funktionieren.”

    Die Alternative zum Partnering ist also Verhandeln? Mit Verlaub, das ist ein bisschen dünn als Schlussfolgerung. Wer soll hier mit wem wozu verhandeln? Könnten Sie Ihren Ansatz etwas präzisieren?

  4. Ernst Bause

    Den Bonus, den die US-Amerikaner bei den Afghanen(vor allen Dingen ja vorwiegend bei der Nordallianz) vor 10 Jahren
    hatten, haben sie durch ihr eigenes, durch Unwissendheit und Arroganz geprägtes Gehabe,was in meinen Augen etwas
    urtypisch US-Amerikanisches ist, selbst verschuldet.
    Früher hieß es ,, Am deutschen Wesen soll die Welt genesen”.
    Um die US Politik zu charakterisieren braucht da nur etwas ausgetauscht zu werden.
    Schon mal überlegt; vielleicht wollten die Afghanen garnicht
    befreit werden?? Vielleicht geht es ja nur um seltene Erden?
    Lächerlich ist es zu behaupten die Menschen sind plötzlich
    radikalisiert. Der Reporter sollte nach Brüssel versetzt werden!! Was alle nicht begriffen haben,ist die Tatsache
    das man im Grunde nicht gewaltsam von Aussen als Fremdmacht in einen inländischen Bürgerkrieg eingreifen kann.Wenn ja führt das immer zu einer Eskalation wie alle gerade erleben. Schon vor 10 Jahren war diese Art des Eingreifens Unsinn! Viel Spass bei einem geordneten Truppenabzug ohne Gesichtsverlust!!

  5. enst bause

    Kleine Ergänzung:
    Im 1. Satz wollte ich zum Ausdruck bringen das die US Amerikaner ihren Anfangsbonus durch ihren Benimm bei den Afghanen längst verloren haben.

  6. Michael Lindner

    @Ernst Bause
    Stimme Ihnen voll zu, es tut gut, zu erfahren, dass sich immer mehr Bürger gegen diesen Unfug zur Wehr setzen.
    Erlaube mir, zwei Bücher zu empfehlen, die äußerst spannend zu lesen sind und für das Verständnis des heutigen Amerikas unentbehrlich:

    F7 POLK, William R.: Aufstand – Widerstand gegen Fremdherrschaft XXXXX
    Vom amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis zum Irak
    Aus dem Englischen von Ilse Utz
    Hamburger Edition Sept. 2009 340 S.
    Es reicht, die Einleitung und den Ausblick, den vor allem, zu lesen, die Länderkapitel enden ja alle gleich.

    E9 GREINER, Bernd: Krieg ohne Fronten XXXXXX
    Die USA in Vietnam
    Hamburger Edition 2009 596 S.

    Das ist die Wahrheit über Vietnam: Imperium – Macht – Gewalt! Ein grausames Buch, der Autor hat neulich hier in Hamburg einen Vortrag gehalten.

  7. Michael

    Erinnerungen an Saigon, die haben da gar nichts im Griff…..nun haben wir genug Geld vergoldet, kommt nach Hause !

  8. Jürgen Heiducoff

    @mietsch
    Die Alternative zum Partnering ist also Verhandeln? Mit Verlaub, das ist ein bisschen dünn als Schlussfolgerung. Wer soll hier mit wem wozu verhandeln? Könnten Sie Ihren Ansatz etwas präzisieren?
    In aller Kürze:
    Das Inteview ist bereits einige Monate alt.
    Zum Thema “Verhandeln” sind inzwischen viele Vorschläge an die NATO und die Bundesregierung gemacht worden. Verhandlungen zunächst um einen Waffenstillstand. Es gab erste Kontakte zwischen ISAF und Mittlern der Taliban. ISAF hat die Kontakte einseitig beendet.
    Lesen Sie bitte den Shorish-Plan und weiter führende links:
    http://www.aixpaix.de/afghanistan/milizen.html
    Selbst die seriöse FAZ hat ein Interview mit Shorish gemacht.
    Offensichtlich sind seitens des Westens Shorish und seine Verhandlungsvorschläge nicht gewollt. Man müßte auch die nächtlichen Hausdurchsuchungen und Drohneneinsätze einstellen. Dies wollen die Amerikaner nicht.
    Sicher ist das Thema “Verhandeln” sehr kompex und schwierig, aber man muß sich dieser Herausforderung stellen. Je mehr Zeit vergeht, desto schwieriger gestaltet sich ein Verhandlungsprozess.

Einen Kommentar hinterlassen

« Back to text comment