Bundesregierung will sich nicht an UN-Mission in Syrien beteiligen
von Sebastian ~ 14. Februar 2012. Zu lesen unter: Sicherheitspolitik.Die schwarz-gelbe Koalition schließt eine deutsche Beteiligung an einer UN-Mission in Syrien aus. “Ich sehe da keine deutschen Truppen”, sagte der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Stinner, der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Dienstag-Ausgabe). Die Gemengelage sei außerordentlich kompliziert. Jetzt sei die Arabische Liga gefordert, die den Vorschlag unterbreitet habe. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, erklärte dem Blatt: “Ich hielte eine solche Beteiligung für sehr, sehr gefährlich.” Denn derzeit sei die Anwendung von Waffengewalt wohl unvermeidlich. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, betonte gegenüber der “Mitteldeutschen Zeitung”, Russland werde einem robusten Mandat niemals zustimmen. Auch im Westen gebe es dafür keine Bestrebungen. Er fügte hinzu: “Das tragende Element einer UN-Mission wären die Truppen der Arabischen Liga. Denn nötig wären Truppen, die Vertrauen auf beiden Seiten haben. Das könnte nur die Arabische Liga bewerkstelligen. Deutsche Soldaten sehe ich in Syrien nicht.” Ein Sprecher des Auswärtigen Amts hatte am Montag gesagt, die Frage nach einer deutschen Beteiligung werde sich irgendwann stellen. Derzeit stelle sie sich nicht. Er hatte eine deutsche Beteiligung allerdings nicht ausgeschlossen. (Zitatende)
Berichtet die “Mitteldeutsche Zeitung” aus Halle heute.
Soldatenglück.de berichtete: Syrien: Arabische Liga fordert Einsatz von UN-Blauhelm-Soldaten (Video). Dazu auch der aktuelle SPIEGEL ONLINE Artikel: Weltweite Skepsis: USA zögern bei Uno-Blauhelm-Mission in Syrien.
(Textquelle kursiv: Mitteldeutsche Zeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, Vergleichsfoto: deutsche Bundeswehr-Soldaten im UN-Einsatz bei UNIFIL vor Libanon)























14. Februar 2012 um 10:12 Uhr
Das war dann mal wieder die Ankündigung zur Schwanzeinzieh Politik, nicht das man sich z.B. Unterstützung der Arabischen Liga durch Logistik vorstellen könnte man muss ja nicht gleich auf Patrouille fahren.
14. Februar 2012 um 11:40 Uhr
Bundesregierung will sich nicht an UN-Mission in Syrien beteiligen
Und da liegt sie ausnahmweise mal richtig!Warum sollten wir der Moslem Brootherhood zur Macht verhelfen?
Ich sehe darin keinen Vorteil für uns.Das sollen die Araber selbst machen sie haben alles was man braucht,nur der Wille fehlt
14. Februar 2012 um 11:51 Uhr
Warum legt man sich schon so früh wider auf irgendetwas fest?
Ob ein Einsatz richtig oder falsch ist, darüber lässt sich ja streiten.
Und das hier heißt wohl nichts anderes als Schwanzeinziehen:
Philipp Mißfelder, erklärte dem Blatt: “Ich hielte eine solche Beteiligung für sehr, sehr gefährlich.” Denn derzeit sei die Anwendung von Waffengewalt wohl unvermeidlich.
14. Februar 2012 um 22:22 Uhr
Die Destabilisierung der arabischen Welt hat nicht das Ziel, danach wieder stabile Verhältnisse zu haben, sondern eine ständig nur mit sich selbst beschäftigte Region voller archaischer Konflikte zu schaffen. Dank dämlicher Religionswahnsinniger wird der Weg in die Steinzeit sehr kurz werden.
Ob mit oder ohne deutsche oder irgendwelche “westliche” Truppenpräsenz ist für dieses Vorhaben völlig irrelevant. Hauptsache es herrschen wieder die chaotischen Zustände sich bekämpfender Clans.
Für Deutschland kann es nur den Versuch geben, sich solange wie möglich aus der Sache fernzuhalten, denn die Gefahr durch die vielen Verbündeten in Deutschland ist schon unkalkulierbar gross.
15. Februar 2012 um 07:00 Uhr
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