Archiv für Januar, 2012

Drohnen zur Inneren Sicherheit über Deutschland?

Montag, 2. Januar 2012

Neue Märkte erobern

Fliegen bald Tausende Drohnen über Deutschland, um Räuber zu jagen, Verkehrsräume zu überwachen oder Post zu transportieren?

Bislang sind solche unbemannten Flugkörper für Kriegseinsätze in Afghanistan und Pakistan bekannt. Vor allem das US-Militär benutzt die noch relativ neue Technologie weltweit in Krisengebieten, um Drogenbosse, Terroristen oder feindliche Truppen zu orten, zu verfolgen oder auszuschalten. Hier offenbart sich die Zukunft des modernen Hightech-Krieges, in dem zunehmend Roboter anstelle von Menschen an die Front geschickt werden. Keine schöne Vorstellung.

Vielleicht liegt es an diesem militärischen Nimbus, dass die Pläne der Bundesregierung auf so scharfe Kritik der Opposition stoßen. Dabei ist das Vorhaben grundsätzlich richtig, den Luftraum für zivil genutzte Drohnen zu öffnen. Zuvor müssen aber noch zahlreiche wichtige Fragen geklärt werden – gerade im Bereich der Sicherheit. Bislang sind die ferngesteuerten Maschinen nämlich sehr störanfällig, wie die Bundeswehr in Afghanistan täglich erfährt. Und deshalb noch zu gefährlich. Zudem herrscht im deutschen Luftraum bereits ein enorm hoher Verkehr. Wie da Drohnen ihren Platz finden sollen, ohne Passagierjets zu gefährden, muss eindeutig beantwortet werden.

Die Chancen überwiegen aber deutlich. Denn mit den Drohnen werden sich weltweit neue Märkte öffnen – etwa im Transportwesen und bei Sicherheitsfirmen. (Zitatende)

Kommentiert die “Osnabrücker Zeitung”.

(Textquelle kursiv: Neue Osnabrücker Zeitung.de;
Bildquelle: U.S. Air Force.mil, Global Hawk)



Bayern-CSU: Karl-Theodor zu Guttenberg muss sich bis zum Frühjahr entscheiden, ob er zurückkommen und helfen wolle

Sonntag, 1. Januar 2012

Müller: Guttenberg ist “in der Bringschuld”

Die CSU erwartet von ihrem früheren Polit-Star und ehemaligen Minister Karl Theodor zu Guttenberg “bis zum Frühjahr” eine Klarstellung in eigener Sache, ob er der CSU zukünftig helfen und zur Verfügung stehen will. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, sagte der “Leipziger Volkszeitung” (Montag-Ausgabe): “Nach den überraschenden Wortmeldungen in eigener Sache in den letzten Wochen muss sich Karl-Theodor zu Guttenberg im Frühjahr entscheiden. Ich sehe ihn hier in der Bringschuld.” Nach seiner Plagiatsaffäre hatte sich Guttenberg erst zurückgezogen und dann kritisch zum Volksparteicharakter der CSU geäußert. In den kommenden Monaten steht die Listenaufstellung für die nächste Bundestagswahl auf der Tagesordnung. “Zuerst sollte er seinen Parteifreunden in Kulmbach sagen, ob er wieder für den Bundestag kandidieren will”, sagte Müller. “Ohne Zweifel wäre er, zusammen mit vielen anderen überzeugenden Persönlichkeiten, eine entscheidende Hilfe für die anstehenden Wahlkämpfe.” Allerdings, so schränkte der CSU-Politiker ein, werde seine Partei “weder in Bayern untergehen noch im Bund bedeutungslos – ganz unabhängig von zu Karl-Theodor Guttenberg”. Aber “zweifellos ist er ein großes Talent, das von seiner Anziehungskraft nur wenig eingebüßt hat”. Deshalb müsse er die Frage, ob er zurückkomme, selbst entscheiden. (Zitatende)

Berichtet die “Leipziger Volkszeitung” heute vorab.
Soldatenglück.de berichtete gestern unter Berufung auf die “Mittelbayerische Zeitung” aus Regensburg: Seehofers Comeback-Offerte an Guttenberg.

(Textquelle kursiv: Leipziger Volkszeitung.de;
Bildquelle: Bundeswehr.de, KTz Guttenberg als Verteidigungsminister im August 2010)