27,7 Prozent Abbrecher bei der Freiwilligenarmee Bundeswehr

von Sebastian ~ 21. Dezember 2011. Zu lesen unter: Verteidigungspolitik, Wehrpflicht/Freiwilligenarmee.

Hohe Abbrecherquote bei den Streitkräften ohne Wehrpflicht

Jeder Vierte der Soldaten oben im Bild verlässt die Bundeswehr in den ersten Monaten wieder. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht in der Bundeswehr hat die Truppe Schwierigkeiten, ihre jungen Soldaten zu begeistern. Mehr als ein Viertel der Freiwilligen, die zum 01. Juli 2011 ihren Dienst angetreten haben, sind inzwischen nicht mehr bei der Truppe.

27,7 Prozent der Freiwilligen hätten in den ersten Monate von ihrem Recht Gbrauch gemacht, ohne Angaben von Gründen ihren Diest zu quittieren, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (CDU) der “Berliner Zeitung”.
Vor drei Monaten hatten noch 22,5 Prozent der Freiwilligen den Dienst vorzeitig abgebrochen, Soldatenglück.de berichtete am 25. Septemner 2011 mit Zahlen und Abbruch-Gründen: Bundeswehr: Jeder fünfte Freiwillige quittiert den Wehrdienst.
Minister de Maiziere begründete gegenüber der “Frankfurter Rundschau” die hohe Abbrecherquote von 27,7 Prozent damit, dass die jungen Soldaten und Soldatinnen die Bundeswehr meist wegen anderer Stellen oder eines Studiums verlassen würden. Die Zahlen entsprächen denen in der privaten Wirtschaft, wo es zwischen 20 und 25 Prozent Berufsabrecher gebe.

Derzeit ist der Verteidigungsminister zu einem “Überraschungs”-Truppenbesuch in Afghanistan in Mazar-e Sharif und Kunduz, wer als Soldat oder Soldatin dort Dienst tut, hat sich für die Einsatzarmee Bundeswehr entschieden.

[Bildquelle: Bundeswehr.de, zweites Übungslager der letzten Wehrpflichtigen auf dem Truppenübungsplatz in Frankenberg - Die Rekruten des 5. Panzergrenadierbataillon 371 üben auf dem Truppenübungsplatz in Frankenberg Aufgaben, die im Rahmen einer internationalen Unterstützungsmission anfallen. Hier im Bild: Verpflegungsaufnahme;
Panzergrenadier Marcus H. vom 5. Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg übt zusammen mit seinen Kameraden auf dem Truppenübungsplatz in Frankenberg Aufgaben, die im Rahmen einer internationalen Unterstützungsmission anfallen. Am Ende der drei Übungstage müssen alle mit anpacken und das Lager wieder aufräumen;
Panzergrenadier Marcus H. (links im Bild) bezieht die Unterkunft bei seinen Kameraden;
bei einem Feuerkampf wird simuliert, dass ein Soldat der Fußpatrouille am Bein verletzt wird. Dieser muss von seinen Kameraden zurück ins "Camp" getragen werden]

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1 Kommentar zu 27,7 Prozent Abbrecher bei der Freiwilligenarmee Bundeswehr

  1. Frank Fischer

    Ich will endlich mal ehrliche Zahlen. Uns wird doch seit Monaten suggeriert, die Bundeswehr habe kein ernsthaftes Nachwuchsproblem. Kein Bewerbermangel weit und breit…

    Obwohl ein Drittel der Freiwilligen den Dienst quittiert?

    Ständig diese Märchenerzählerei, das nervt. Erinnert an den angeblichen Supi-Dupi-Aufschwung, den wir da gerade erleben und an den Klassiker: der Euro ist kein Teuro…

    Jeder, der Augen hat und rechnen kann, erlebt es anders.

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