Erste Anzeichen für Wandel in Nordkorea
von Sebastian ~ 19. Dezember 2011. Zu lesen unter: Korea, Weltregionen.“… die Uhr der Diktatur in Nordkorea läuft ab”
Nach dem Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Il sieht Hartmut Koschyk (CSU), Vorsitzender des deutsch-koreanischen Forums und parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, erste Anzeichen für einen Wandel. Koschyk sagte der “Saarbrücker Zeitung” (Dienstagausgabe): “Ich glaube, auch die Uhr der Diktatur in Nordkorea läuft ab.”
Der CSU-Politiker war in den vergangenen Jahren über zehnmal in Nordkorea. Der verstorbene Diktator habe bereits zu Lebzeiten viel an Respekt verloren, sagte Koschyk. Sein Sohn Kim Jong Un werde nicht in der Lage sein, diese Autorität zurückzugewinnen. Das Regime versuche daher jetzt, “durch militärische und außenpolitische Kraftmeierei von der Schwäche des Übergangs abzulenken”. Hinter den Bildern der trauenden Menschen steckten aber “vor allem propagandistische Absichten. In Wahrheit hält sich die Trauer der einfachen, koreanischen Menschen in Grenzen”.
Zudem betonte Koschyk: “Der Stacheldraht um das Land hat bereits Lücken.” Vor allem über die Grenze zu China gelänge es immer wieder Nordkoreanern, das Land zu verlassen. (Zitatende)
Berichtet die “Saarbücker Zeitung” vorab.
Die Rheinische Post aus Düsseldorf berichtet heute vorab:
Roth sieht keine Hoffnungen auf Wandel in Nordkorea
Sohn “noch gefährlicher”
Grünen-Chefin Claudia Roth, die als einzige führende deutsche Politikerin in den vergangenen Jahren Nordkorea besuchte, sieht nach dem Tod Kim Jong-Ils wenig Chancen für eine Öffnung des Regimes. “Nach dem Ableben des Diktators können wir keinen nordkoreanischen Frühling erwarten. Meine Erfahrungen beim letzten Besuch in Nordkorea geben mir wenig Anlass zur Hoffnung, dass Kim Jong Il jemand nachfolgt, der die Kraft hat, das Land zu öffnen”, sagte Roth der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Dienstagsausgabe). “Nordkorea ist eine völlig geschlossene Gesellschaft. Es ist eine Diktatur in Reinkultur.” Möglicherweise, so Roth, ist der “kommende Machthaber in Nordkorea, der Sohn Kim Jong Ils, auch gefährlicher, als es sein Vater war.” Die Grünen-Politikerin war Anfang April mit einer Delegation des Deutschen Fußballbundes in Pjöngjang. (Zitatende)
Soldatenglück.de berichtete heute: Nordkorea trauert um den “geliebten Führer” Kim Jong Il, Südkoreas Streitkräfte in Alarmbereitschaft (Videos) und regelmäßig über die Konfliktregion in der Rubrik Weltregionen/Korea.
(Textquellen kursiv: Saarbrücker Zeitung.de, Rheinische Post.de;
Bildquelle: Hartmut Koschyk MdB.de, der bayerische Bundestagsabgeordnete, Wahlkreis Bayreuth-Forchheim, und ParlStS im BMF Hartmut Koschyk beim X. Deutsch-Koreanisches Forum im November 2011)
Hintergrundinformationen: Koschyk YouTube-Kanal mit Videos des X. Deutsch-Koreanischen Forums im Deutschen Bundestag;
10. Deutsch-Koreanisches Forum






















