Milleniums-BAMBI für Altbundeskanzler Helmut Schmidt (Video)

von Sebastian ~ 11. November 2011. Zu lesen unter: Bund & more, Video.

Der einstige Soldat, ehemalige Hamburger Innensenator, Bundesminister der Verteidigung und Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Helmut Schmidt (92), erhielt den Milleniums-BAMBI (Video unten), weil er nach Auffassung der BAMBI-Jury das politische Gewissen der Deutschen ist.
Die BAMBI-Jury begründete:
Der Millenniums-BAMBI 2011 geht an Helmut Schmidt. Helmut Schmidt ist das politische Gewissen der Deutschen. Der Altbundeskanzler verfügt über einen messerscharfen Verstand und eine unbeirrbare Moral, die viele heute bei Politikern vermissen. Trotz seines hohen Alters wird Schmidt nicht müde, sich in die großen gesellschaftlichen Themen einzumischen, zu mahnen und zu erklären. Seine Erfahrung und Unabhängigkeit verleihen seinen Standpunkten Glaubwürdigkeit. In seiner Rolle als “Elder Statesman” scheut sich der begehrte Interviewpartner nicht, den amtierenden Regierungen, Bankern oder Wirtschaftsbossen seine Meinung zu sagen. Seit 1982 bekleidet Helmut Schmidt kein politisches Amt mehr, doch er wird geschätzt und verehrt wie kaum ein anderer ehemaliger Politiker. Die Deutschen sind stolz auf ihren Altbundeskanzler und wohl deshalb auch bereit, ihm sein Laster, das Kettenrauchen zu jeder Zeit und an jedem Ort, zu verzeihen. (Zitatende)
Soldatenglück.de berichtete über die BAMBI-Verleihung und diesen ausgezeichneten, geehrten Soldaten: Kunduz-Wiesbaden: BAMBI 2011 für schwer verwundeten Bundeswehr-Soldaten Ralf Rönckendorf (Video).

Aktuell erscheint beim Axel-Springer-Verlag eine neue Biografie der Eheleute Helmut und Loki Schmidt:
Helmut und Hannelore Schmidt. Ein Leben”: HAMBURGER ABENDBLATT präsentiert neue Biografie

Unter dem Titel “Helmut und Hannelore Schmidt. Ein Leben” präsentiert das HAMBURGER ABENDBLATT ab sofort eine neue umfassende Biografie über zwei prägenden Persönlichkeiten der Hansestadt und berichtet gleichzeitig von den Eckpfeilern einer deutschen Ära. So geht es um zwei Weltkriege und den Kalten Krieg, um eine bedeutende politische Karriere, hanseatische Verbundenheit und eine große Liebe.

Der HAMBURGER ABENDBLATT-Autor Jens Meyer-Odewald schildert auf 224 Seiten die Lebensstationen von Loki und Helmut Schmidt und legt dabei einen besonders Fokus auf ihre Heimatstadt Hamburg. Er führte persönliche Gespräche mit dem Altkanzler und besuchte ihn zu Hause in Langenhorn. Außerdem sprach er mit zwei Dutzend Zeitzeugen, neben allen noch lebenden Bürgermeistern Hamburgs auch mit privaten Freunden der Schmidts wie dem früheren US-Außenminister Henry Kissinger oder dem ehemaligen französischen Staatspräsident Valéry Giscard D’Estaing. Der Autor hatte darüber hinaus Zugang zum Privatarchiv der Schmidts – inklusive den Fotoalben der Familie. So enthält das Buch zahlreiche, bisher nicht veröffentlichte Fotos und Dokumente, unter anderem einen handschriftlicher Brief Albert Schweitzers an Helmut Schmidt.

Begleitend zur Veröffentlichung des Buches erscheint vom 12. bis 19. November 2011 eine Serie im HAMBURGER ABENDBLATT, die täglich verschiedene Lebensstationen der Schmidts erzählt.

Das Buch “Helmut und Hannelore Schmidt. Ein Leben” erscheint in der HAMBURGER ABENDBLATT edition und kostet 34,95 Euro. (Zitatende)

(Textquelle kursiv, Bildquelle: Hamburger Abendblatt des Axel-Springer-Verlages;
Videoquelle: ARD.de via YouTube)

Hintergrundinformationen: BAMBI.de des Hubert Burda Verlages

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3 Kommentare zu Milleniums-BAMBI für Altbundeskanzler Helmut Schmidt (Video)

  1. Frank Fischer

    Schön, Helmut Schmidt steht längst unter Denkmalsschutz. Von mir aus herzlich gern.

    Was ich den Oberleutnant a. D. der Wehrmacht allerdings gelegentlich fragen würde, ist folgendes:

    1) Der “Adolf Nazi” von dem er mitunter spricht – hatte er, Schmidt, nicht auf just diesen Herrn seinen Offizierseid geleistet? Sicher nicht unfreiwillig. Was dachte er sich damals?

    2) Die jüdische Abstammung seines Vaters hat er im Dritten Reich trickreich kaschiert. Gab es dafür neben der reibungslosen Offizierskarriere noch andere Gründe ?

    3) Von Auschwitz hat unser Oberleutnant a. D., heute der größte Alleswisser aller Zeiten , nach eigenem Bekunden erst “lange nach dem Krieg” das erste Mal gehört.

    Wer glaubt ihm das?

  2. Elisabeth B.

    @Frank Fischer
    Zu Ihrem Kommentar fällt mir nur ein Lied von BAP ein
    “Ihr sitt widderlich, nimieh zo erdraare”

  3. Michael Lindner

    zu 1): Da wird er das gleiche empfunden haben, wie alle die damals den Eid geleistet haben, aber frag ihn ruhig.
    zu 2): Dazu lese man unbedingt Rigg: Hitlers jüdische Soldaten, Schöningh mehrere Auflagen nach 2003, da steht ja alles drin, was sie mit den Mischlingen gemacht haben, der eine fuhr eben nach Stalingrad und der Bruder auf dem Nachbargleis nach Auschwitz, zeitgleich.
    zu 3) Wann er von Auschwitz erfahren hat – ist das heute noch wichtig? Wichtig ist, dass er heute in dieser trostlosen Zeit – Athen oder Sparta, Bundeswehr quo vadis? (Wiesendahl) – für viele Menschen eine Richtschnur darstellt, auch was die USA betrifft und die NATO. Leute lest und seid dabei fleissig wie er!!!

    Eher zufällig in der Buchhandlung abgegriffen, und dann hats elektrisiert: Theo Sommer: “Unser Schmidt” Hamburg 2010. Die Seiten 175 bis 224 und das Interview mit seinem Freund Sommer auf S. 351-380 sollten Pflichtlektüre für alle Deutschen werden. Und wenn man dafür einen neuen Artikel ins GG packen müßte, so ergreifend ist das.

    Nun laßt doch wenigstens unseren Schmidt zufrieden. Viel mehr haben wir doch nicht mehr. Ich wünsche diesem großen Mann ein langes Leben!

    Michael Lindner

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