Military-Exit, Afghanistan-Abzug: Deutschland wird bis 2013 fast 1.000 Bundeswehr-Soldaten abziehen
von Sebastian ~ 10. November 2011. Zu lesen unter: Auslandseinsätze, ISAF, NATO-Missionen.Military Exit – Bundesregierung legt Abzugsplan vor: Ende 2013 nur noch 4.400 deutsche Soldaten im Einsatzland am Hindukusch, vollständiger Abzug der Kampftruppen bis Ende 2014
Das deutsche Kontingent im ISAF-Einsatz in Afghanistan soll bis Anfang des übernächsten Jahres 2013 um fast 1.000 Bundeswehr-Soldaten reduziert werden. Das haben Außenminister (Bild unten, beim PRT Kunduz) Dr. Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maiziere (CDU) den Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen in Berlin in einem gemeinsamen Schreiben vorgetragen.
Bereits Anfang 2012 soll die deutsche Truppe am Hindukusch von derzeit (gemäß Bundestags-ISAF-Mandat) bis zu 5.350 auf 4.900 Soldaten verkleinert werden.
Die Stärke des deutschen ISAF-Kontigentes in Afghanistan (Stand 02. November 2011) ist 5.236 Soldaten (darunter 230 Soldatinnen), 1 Soldat ist bei UNAMA im Einsatz.
In den folgenden 12 Monaten im Jahr 2012 sollen weitere 500 Soldaten abgezogen werden, so es die Lage zulässt.
Damit haben des Außen- und Verteidigungsressort der Bundesregierung noch vor der Afghanistan-Konferenz ihre Abzugs-Zielmarken vorgelegt, noch im Monat Dezember 2011 will der Deutsche Bundestag über eine weitere Verlängerung des ISAF-Mandates entscheiden. Per Military-Exit bis Ende 2014 sollen die Kampftruppen vollständig abgezogen sein, was wohl auch dem Bundestagswahlkampf 2013 die Kriegsdiskussion zumindest erleichtern soll, da ein baldiges Ende des militärischen Einsatzes in Sicht. Welche militärischen Fähigkeiten aus welchen nordafghanischen Regionen zuerst abgezogen werden, welche Truppenteile etwa für die weitere Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte (ANSF) und die Absicherung der deutschen Polizeiausbildung und Entwicklungshilfe im Einsatzland verbleiben und welche Stationierungs-Camps genutzt werden, ist noch offen.
[Bilderquelle: ISAF.NATO.int, Mazar-e Sharif, Afghanistan. (July 19, 2011) International Security Assistance Force Convoy commander, Master Sergeant Sebastian D (front), conducts a preliminary briefing before his team makes the dangerous drive from Mazar-e Sharif to Hazrat-e Sultan. Soldiers attached to ISAF, Regional Command North, are currently deployed in support of the Government of the Islamic Republic of Afghanistan, operating to reduce insurgency, support growth of the Afghan National Security Forces and facilitate governance and socioeconomic development. (US Navy Photo By Mass Communication Specialist 2nd Class Nicholas Garratt;
German Minister of Foreign Affairs Guido Westerwelle responds to a question during a press conference for Afghan and international media aduring his visit to Provincial Reconstruction Team Kunduz. U.S. Navy photo/Mass Communications Specialist 1st Class Eric Dehm]
























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22. November 2011 um 13:16 Uhr
Für die Grünen soll das sogar nicht schnell genug gehen, was meiner Meinung nach lächerlich ist. Ein Truppen-Abzug muss aus rein Militär-strategischen Gründen partiell von statten gehen, aber natürlich gibt es Menschen, die es anders sehen müssen.
Quelle: Bundeswehrkontingent deutlich verkleinert