Vergessen und verdrängt: Der verlorene Krieg in Afghanistan (Video)
Dienstag, 29. November 2011Vor zehn Jahren rückt die Bundeswehr in Afghanistan ein. Die Erwartungen an den NATO-Einsatz sind groß: das Taliban-Regime stürzen, dem Terrorismus vorbeugen, das Land demokratisieren. Heute, zehn Jahre später muss der Krieg als verloren gelten: Tausende tote Zivilisten, gefallene deutsche Soldaten, traumatisierte Rückkehrer, die Taliban kaum geschwächt, Kosten in Milliardenhöhe.
„Die Ziele waren zu hoch“, resümiert Bundesverteidigungsminister de Maizière nachdenklich. Konsequenz: Ab nächstem Jahr sollen die deutschen Soldaten aus Afghanistan allmählich abgezogen werden. Spätestens 2014 soll der Einsatz beendet werden. In der Bevölkerung ist das Unverständnis über den Krieg am Hindukusch stetig gewachsen.
Warum sind die politischen und militärischen Ziele in Afghanistan verfehlt worden?
Wie sind Opfer und Kosten des Krieges am Hindukusch zu begründen?
Wieso interessiert sich die Öffentlichkeit so gut wie nicht für diesen lebensgefährlichen Einsatz unserer Soldaten?
Wer kümmert sich um die Kriegsopfer?
Die Gäste sind:
Peter Scholl-Latour, Journalist und Buchautor
Franz-Josef Jung, CDU, ehemaliger Bundesverteidigungsminister
(Video- und Textquelle: SWR Fernsehen 2+Leif, 28.11.2011 via Youtube; Bildquelle: MAZAR-E-SHARIF, Afghanistan–German soldiers with the International Security Assistance Force German Operational Mentor and Liaison Team Six patrol the streets of Mazar-e-Sharif with Afghan soldiers from the 2nd Kandak, 1st Brigade, 209th Corps, Afghan National Army, Feb. 11. ISAF photo by U.S. Marine Corps Corporal John Scott Rafoss (RELEASED) Bestimmte Rechte vorbehalten)











